Sonntag, 23. März 2025

Aus dem Antiquariat 01.25

Auch Aus dem Antiquariat, die "Hauszeitschrift" der Maximilian-Gesellschaft, erscheint mit dem ersten Heft des Jahres in neuem Gewand, weiterhin gestaltet von Carolin Kastner. Auf dem Titel jetzt, wie auch bei den Marginalien, ein bildlicher Hinweis auf den Inhalt des Heftes.
Neben Nachrichten aus Antiquariaten, Katalogbesprechungen und Rezensionen findet sich im Heft ein Beitrag zu Gerhard Thomas als Redakteur der Brüder Grimm, die Vorstellung einer unbekannten Widmung Frans Kafkas durch Dietrich Hakelberg und von David-Christopher Assmann eine Untersuchung über das Hantieren mit unbrauchbaren Büchern anhand des autofiktionalem Bandes von Arno GeigerDas glückliche Geheimnis.
Unter Berichte und Miszellen findet sich eine Anmerkung von Ulrich Goerdten zu einer unbekannten Episode aus der Geschichte des Kladderadatsch, einem Fundstück von ihm aus dem Trojan-Archiv in Flensburg.

Samstag, 22. März 2025

Morgenstern*

Walzpostkarte Nr. 10 für den Verein für die Schwarze Kunst
Blindzeichnung und Punktierung in Papier, Linolschnitt,
Iris- und Prägedruck
Schrift: Janson 24 p und Super mager 10 p

Gleichsam als farbenfroher Frühlingsgruß wurden gestern die 181 Exemplare der 10. Walzpostkarte an die Mitglieder des Vereins für die Schwarze Kunst verschickt.
Sie wurde von einer seiner neuen Stipendiatinnen, der Dresdner Graphikerin und Künstlerin Heike Berl, gestaltet.
Hergestellt wurden die Karten auf ihrer Station in der Grafikwerkstatt Dresden, mit der sie schon seit 2010 regelmäßig zusammenarbeitet.

Rotes Antiquariat in Leipzig

Die Liste März 2025 des Roten Antiquariats und der Galerie Meridian erschien pünktlich zur Leipziger Antiquariatsmesse mit 202 Positionen auf 45 Seiten zu den gewohnten Themen Architektur/Design, Fotobücher, Kunst, Literatur, Exil-Literatur und signierte Bücher/Autographen.
Die nebenstehende Abb. der Titelseite wurde einem von John Heartfield gestalteten Umschlag zu Jaroslav Hašeks Osudy dobrého vojáka Švejka (Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk) nachempfunden.

Am Messe-Wochenende präsentiert im GRASSI, Museum für Angewandte Kunst Leipzig, der SALON.KUNST.BUCH als Intervention in der Ständigen Ausstellung Künstlerbücher, Editionen und besondere Druckwerke - zum Entdecken, Erleben und Erwerben Bücher von Stephan Dost, Felix Martin Furtwängler, Friederike von Hellermann, dem Roten Antiquariat und dem Verlag Staffel.

Rotes Antiquariat
Antiquariatsmesse Halle 5
Leipzig Messegelände

Freitag, 21. März 2025

Welttag der Poesie

Der 21. März wurde 2000 von der UNESCO zum Welttag der Poesie ausgerufen. Deshalb hier nach fast 5 Jahren nochmals der Post aus meinem Blog auf der Seite der Pirckheimer-Gesellschaft:
bitte anklicken

Bernhard Heisig als Buchillustrator

Die Buchillustrationen von Bernhard Heisig, dessen Geburtstag sich am 31. März 2025 zum 100. mal jährt, waren gestern Thema eines Abends der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft.
Stefan Römer, Fotos © ad
Der Pirckheimer Stefan Römer, der sich als Sammler intensiv mit dem Künstler beschäftigte und mit diesem bekannt bekannt war, machte mit dessen wechselvollen Biographie zwischen Anerkennung und Ablehnung, Duldung und Verehrung eines Menschen bekannt, der mit Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke und Willi Sitte zu den Gründern und wichtigsten Vertretern der Leipziger Schule gehörte.
Seine Buchillustrationen, die von Dumas, Grimmelshausen, Böll, Goethe, Heinrich Mann und Bert Brecht reichen, erschienen u.a. bei Henschel, Reclam jun. Leipzig, der Büchergilde Gutenberg und Faber und Faber, häufig auch als Vorzugsausgaben mit beigelegter oder eingebundener Originalgraphik.Auch in den Marginalien #157 lag schon einmal eine Graphik von Bernhard Heisig bei, die vom Künstler signierte Lithografie “Theodor Fontane” (Abb.), gedruckt von der Tabor-Presse Berlin.
In der Reclams Universal-Bibliothek erschien darüber hinaus von ihm als Bd. 1283 "Der faschistische Alptraum" mit seinen Lithographien und Texten.

Donnerstag, 20. März 2025

Das andere Kinderbuch

Trotz Papierlieferproblemen konnten jetzt zwei neue Frühjahrsausgaben aus der Reihe "Das andere Kinderbuch" der Edition Einstein fertiggestellt werden.
Das andere Kinderbuch Nr. 43:
-Buntes Buchstaben- und Zahlen-Such- und Finde-Buch
-Format: 23 x 32cm
-12 Doppelblätter mit 10 Such- und Findeaufgaben
-Druck mit der Handpresse auf japico Wildseide Maschinenbütten
-Auflage: 15 Exemplare
-Preis: 150 Euro
Das andere Kinderbuch Nr. 46:
-ABC für liederliche Kinder
-Format: 44 x 31cm
-9 (VA 10) Lose Blätter in Klappkassette in schwarzem Naturleinen
-Bildseiten mit der Handpresse auf Hahnemühle Echt-Bütten 230g gedruckt
-Auflage: 8 Exemplare, davon 3 (4) Vorzugsausgabe mit einem beigelegten
kompletten ABC
Preis: NA 220 Euro /VA 260 Euro (nur noch 2 Ex. verfügbar)

Hans Witte
EDITION EINSTEIN
Galerie für Buchdruckkunst

traveltime

Das neues Buch «traveltime» von ‹usus› ist Teil von «unfolding library», einem Projekt von Tricia Treacy und Denise Bookwalter, und wird bei der Bergen Art Book Fair in Norwegen gezeigt.

(Ulrike Stoltz)

3. bis 6. April 2025

Bergen/Norwegen 

Mittwoch, 19. März 2025

Marginalien #256 - neugestaltet

Mit dem ersten Heft der Marginalien 2025 kommen diese in neuem Design, 2015 übernahm Matthias Gubig die bis dahin in den Händen von Heinz Hellmis liegende Gestaltung, jetzt wurde diese in die Hände von Thomas Glöß gegeben.
Nicht nur die Covergestaltung wurde geändert, auch der Satzspiegel, wobei die Abbildungen jetzt häufig bis zum Seitenrand gehen.
Als ungünstig empfinde ich, dass die Paginierung jetzt an der Innenseite angebracht ist, was bei dem ohnehin schlechten Aufschlagverhalten des Heftes das Auffinden einer bestimmten Seitenzahl erschwert.
Beim vorliegenden Heft ist in Einzelfällen dem Buchbinder leider beim Zuschnitt der typografische Beilage, ab sofort ebenfalls von Thomas Glöß gestaltet, ein Fehler unterlaufen: sie wurde oben nicht aufgeschnitten ist und man muss diese somit vor dem ersten Durchblättern selbst aufschneiden.

Im Heft finden sich u.a. Beiträge von Roland Jaeger über Hermann Seewald, Matthias Haberzettl über Werner Klemke, Rainer Schmidt über Johannes Gutenberg und Helmut Garritzmann über Christan Ewald. Weiterhin berichtet Maria Bogdanovich über die 400jährige Reise eines Buches durch Europa und Till Schröder schreibt über die MaroHefte,
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine, in der Werkstatt für Satz und Druck aus Augsburg in einer 650ger nummerierten und signierten Auflage gedruckte, dreifarbige Offsetlithographie von Ulrike Steinke mit dem Titel "Glücksbringer" bei.

BBA und E.T.A. Hoffmann im Antiquariat Carl Wegner

Der Berliner Bibliophilen Abend traf sich am 18. März im Antiquariat Carl Wegner von Matthias Proksch zu einem Vortrag von Jörg Petzel über “Eine Titelvignette von E.T.A. Hoffmann der Erstauflage der “Fantasiestücke in Callot’s Manier” (1814 bei Kunz in Bamberg)”.
Neben dem Referenten waren auch zwei Mitglieder der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft zu diesem Vortrag Gast des BBA. Der anspruchsvolle Vortrag, eine Kurzfassung eines Beitrages, den der Autor gemeinsam mit Dr. Dr. Bernd Hesse für das E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch 2024 (Erich Schmidt Verlag) verfasst hatte, war äußerst komplex, was zum Wunsch führte, ihn allen Mitgliedern des BBA nochmals in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen.
angeregte Gespräche nach dem Vortrag ließen den Abend ausklingen, Foto © ad

Dienstag, 18. März 2025

ATACAMA

Gold & Sold Artist Production
ATACAMA

MÜLL & GÖTTER
In der Atacama-Wüste, insbesondere in der Nähe von Iquique, gibt es große Müllberge aus Second-Hand-Bekleidung, die oft aus Überproduktionen oder nicht verkauften Textilien stammen. Diese Berge sind in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Umweltproblem geworden. Berichten zufolge können diese Müllberge mehrere Meter hoch sein, wobei einige Schätzungen darauf hindeuten, dass sie bis zu 20 Meter hoch sein können.

Zu den häufigsten Marken, die in diesen Abfallbergen gefunden werden können, gehören:

Zara – Teil der Inditex-Gruppe, bekannt für Fast Fashion.
H&M – Ein weiterer großer Akteur im Bereich Fast Fashion.
Forever 21 – Beliebt für trendige, günstige Mode.
Nike und Adidas – Sportbekleidungsmarken, deren Produkte oft in großen Mengen produziert werden.
Levi's – Jeans und Denim-Produkte sind ebenfalls häufig vertreten.

Die Atacameños haben eine reiche spirituelle Tradition, die von einer Vielzahl von Gottheiten und Naturgeistern geprägt ist. Hier sind einige der wichtigsten Gottheiten und spirituellen Wesen, die in ihrem Glaubenssystem vorkommen:

Pachamama: Die Erde oder Mutter Erde, die für Fruchtbarkeit, Landwirtschaft und das Wohlbefinden der Menschen steht. Pachamama wird oft in Ritualen geehrt, um eine gute Ernte zu erbitten.
Inti: Der Sonnengott, der in vielen Anden-Kulturen verehrt wird. Inti ist ein Symbol für Licht, Wärme und Leben und spielt eine zentrale Rolle im Glauben der Atacameños.
Tata Inti: Eine andere Bezeichnung für den Sonnengott, die oft in Zeremonien verwendet wird.
Wiraqucha: Eine Schöpfergottheit, die mit Wasser und Fruchtbarkeit assoziiert wird. Wiraqucha gilt als eine wichtige Figur in der Mythologie der Andenvölker.
Kuychi: Der Regenbogen-Gott, der oft mit Regen und Wetterphänomenen in Verbindung gebracht wird. Kuychi wird um Regen gebeten, besonders in Zeiten von Dürre.
Beilagenblatt von Freddy Flores Knistoff
Geister der Vorfahren: Die Atacameños glauben auch an die Geister ihrer Vorfahren, die weiterhin Einfluss auf das Leben der Lebenden haben können. Rituale zur Ehrung dieser Geister sind wichtig für den Erhalt des kulturellen Erbes.

Texte und Zitate: Freddy Flores Knistoff & Hartmut Robert Andryczuk
Mit 16 Originalzeichnungen und einem Beilagenblatt von F.F.K und H.R.A.
71 Seiten, gebunden. Text in deutsch und spanisch.
MMM-Extraausgabe Nr. 43
Auflage 30 Exemplare, nummeriert und signiert
600 €

Montag, 17. März 2025

Informationen zum Pirckheimer-Jahrestreffen 2025

... eine erste Mitteilung des Vorstandes als Ergänzung der hier erfolgten Information über das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2025.
bitte anklicken

Hello Again in der Galerie Sonnensegel

Die Idee einer Kinder- und Jugend-Kunstgalerie in Brandenburg an der Havel hat von der ersten Stunde an von Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und auch West Unterstützung erhalten.
Diese fanden das Konzept der Verbindung von Kunstrezeption und -produktion in einer entstehenden Kunstschule so interessant sowie überzeugend, dass sie aufgeschlossen auf die Bitten der Galerie-Gründer um Unterstützung reagierten. Zahlreiche Kunstspenden trafen in Brandenburg an der Havel ein. So konnte die Galerie in den letzten Jahrzehnten ein ansehnliches Deputat an Bildnerischem sammeln.
In einer Ausstellung werden derzeit einige dieser Kunstwerke, zumeist Druckgraphik in der noch bis zum 1. Juni laufenden Ausstellung „Hello Again“ gezeigt und damit  nicht nur die breite Unterstützung durch Kunstschaffende gezeigt, sondern auch ein Überblick über das anspruchsvolle Spektrum des Kunstbetriebes der letzten Jahrzehnte, insbesondere der DDR, offeriert.
Die erste Graphik, die man beim Betreten der Galerieräume zu Gesicht bekommt, eine Radierung von Reinhard Minkewitz, gab der Kinder- und Jugend-Kunstgalerie 1989 ihren Namen, „Das Sonnensegel“.
Reinhard Minkewitz, Das Sonnensegel, Radierung
Was dann folgt, ist eines Museums würdig - Graphiken von Käthe Kollwitz, Arno Mohr, HAP Grieshaber, Heidrun Hegewald oder Nuria Quewedo bis Moritz Götze, das sind nur einige der ausgestellten, in der von Matthias Frohl , dem Galerieleiter, kuratierten Ausstellung findet der Besucher an die 70 weitere Namen bedeutender Künstler aus der Sammlung.
Arno Mohr
Angela Hampel, lks.: Meine beiden Schatten. Kunterbu7nt bin ich, Algrafie, 1986
Max Uhlig, Kleines Selbstporträt, Litho, 1985
Wolfgang Mattheuer
Ellen Fuhr, Mann mit Kindern, Litho
Reinhard Minkewitz, Die ungleichen Schwestern, Radierung, 1997
Heidrun Hegewald, Das Gesicht, Ätzradierung, 1986
Moritz Götze, Fotos © as
Ausstellung: noch bis 1. Juni 2025

Kinder- und Jugend- Kunst- Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg

Sonntag, 16. März 2025

Tag der Druckkunst im Gutenberg-Druckladen

der 4. Brandenburger Bilderbogen, noch ohne Beschriftung, in 2 Farbvarianten
Sven Märkisch beim Druck des Textfeldes
Am gestrigen Tag der Druckkunst öffnete der Druckladen der Kinder- und Jugend-Galerie Sonnensegel seine Türen zu einer öffentlichen Druckvorführung des vierten Brandenburger Bilderbogens.
An diesem Bilderbogen sind beteiligt: Hagen BäckerAnne-Marie du BoucherFrank EißnerMatthias FrohlIrmela GertsenMoritz GötzeHugo HoffmannNancy JahnsPhillip JantaErwin LeberSven MärkischSteffi MöbiusJanine WentorfGerd WestermannJana Wilsky und Theopisti Tiftikoglou.
der gesetzte Text der Vorderseite auf der Presse
die Vorlagen des zweifarbig gedruckten Linolschnittes, hier Anne-Marie du Boucher

Samstag, 15. März 2025

Kaleidoskopische Blicke auf ein bibliophiles Monument

Manfred Tschurlovits: Erich Fitzbauer – Kaleidoskopische Blicke auf ein bibliophiles Monument,.Horn: Edition Thurnhof 2025
Auf der Generalversammlung der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft im Juni vergangenen Jahres kam durch Vermittlung unseres Schriftführers Franz Josef Gangelmayer unter den Teilnehmern eine ganze Anzahl von Titeln der „Edition Graphischer Zirkel“ (EGZ) zur Verteilung. Erich Fitzbauer, der diese EGZ seit 1973 mit höchstem persönlichem Einsatz als Autor, Illustrator und Verleger betrieben hat, hat mit dieser großzügigen Bücherspende auf diese für Buchliebhaber hochinteressante Reihe, an der zahlreiche Illustratoren von Rang – u. a. Hans FroniusAxl Leskoschek oder Carry Hauser - beteiligt waren, aufmerksam machen wollen.

Aus unserem Kreis heraus haben Manfred und Magdalena Tschurlovits dies zum Anlass genommen, dem bald 98-jährigen Erich Fitzbauer einen Besuch abzustatten, und sie haben anschließend den Entschluss gefasst, eine Publikation zu erstellen, die einen Beitrag zum Fortleben der Edition Graphischer Zirkel in der Welt der Bibliophilie leisten will. Diese Publikation ist nun, mit einem Würdigungstext von Manfred Tschurlovits und einer Bibliographie sämtlicher Fitzbauer’scher Buchproduktionen erschienen, unter Mitwirkung von Ernst Fischer und unter vollem Einsatz des Verlegers der Edition Thurnhof, unseres Mitglieds Prof. Toni Kurz, der seinerseits seit langem mit Fitzbauer befreundet ist und über seine Begegnungen mit ihm in einem kurzen Zusatztext Auskunft gibt.

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft hat die Gelegenheit wahrgenommen, in einer eingedruckten Grußadresse Erich Fitzbauer für sein jahrzehntelanges Wirken als Schriftsteller, Künstler und Verleger und seine Verdienste um das bibliophile Buch in Österreich Dank und Anerkennung auszusprechen.

Das Buch (86 S.) kann zum Preis von EUR 20.- mittels formloser E-Mail an toni.kurz@thurnhof.at bestellt werden.

Führung durch die Bibliothek des Theresianums

Als nächste Veranstaltung werden die Wiener Bibliophilen eine Führung in der Bibliothek des Theresianums erleben.
In der ‚Bibliotheca Theresiana‘ erhalten die Teilnehmer Einblick in Werke und Exponate, welche wichtige Ereignisse der Bibliotheksgeschichte berühren. Darüber hinaus erwartet sie eine schöne Auswahl von Zimelien des vielfältigen Bestands.

(Ernst Fischer)

9. April 2025, 15 Uhr

Bibliothek des Theresianums
1040 Wien, Favoritenstraße 15.

Freitag, 14. März 2025

Zeit zu drucken 5

Das Museum für Druckkunst hat bereits zum fünften Mal im Rahmen seines Artist in Residence Programms, welches vom Museum für Druckkunst gemeinsam mit der Giesecke+Devrient Stiftung durchgeführt wird, vier Künstlerinnen die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Druckprojekte an historischen Pressen und Druckmaschinen umzusetzen.
Stefanie Neumann, Franziska Neubert, Chie Mori und Andrea Ackermann realisierten zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 jeweils vier Wochen lang ihre druckgrafischen Ideen.
Das Programm wurde erstmals 2020 ausgelobt. Aus über 40 Bewerbungen wählte eine Jury für die fünfte Folge vier Teilnehmer/innen aus.
Fotos © Museum für Druckkunst, vergrößern durch Klick auf die Bilder
Die Giesecke+Devrient Stiftung und das Museum für Druckkunst leisten damit einen Beitrag zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, deren Schwerpunkt die Druckgrafik ist und setzen sich für den Erhalt und die Vermittlung des Immateriellen Kulturerbes Drucktechniken ein.

Ausstellung: 1. März bis 6. April 2025

Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Ein Buch zum 111. Todestag von Christian Morgenstern

In Kooperation mit dem »Verein für die Schwarze Kunst e.V.« und dem MDE, »Meister der Einbandkunst« zeigt die Christan-Morgenster-Gesellschaft Ergebnisse der Auseinandersetzung von Grafik-Designern und Buchbinderinnen mit Texten von Christian Morgenstern: 60 Seiten, gebunden in 22 interpretierten Prachtbänden.
Ein Entwurf für die Kamelente von Pia Höhfeld
Man erhält Einblicke in den Produktionsprozess durch die originalen Druckformen - Bleisatzformen, ein Lithostein und ein Holzschnitt mit Erklärungen. Zahlreiche Videos, wie vom Papierschöpfen der Designer selbst in der Papiermühle Homburg, ergänzen die Ausstellung des Buchinhalts.
Eine eigene Grußkarte kann auf einem kleinen Boston-Tiegel selbst gedruckt werden.

Mit dieser Vernissage startet in Werder an der Havel eine Wanderausstellung des Vereins dür die Schwarze Kunst, weitere Stationen 2025 sind die Zentralbibliothek des Kulturpalastes in Dresden, die Kunst- und Museumsbibliothek in Köln und das Museum für Druckkunst in Leipzig.

Vernissage 29.  März 2025, 17 Uhr, Musik: "Der Dichtungsring", eine chorische Vereinigung von Freunden der Dichtung
Ausstellung: 30. März - 25. Mai 2024

Christian-Morgenstern-Gesellschaft e.V.
Hoher Weg 150, 14542 Werder (Havel)

Donnerstag, 13. März 2025

Restitution eines Romans von Friedrich Nicolais

Die Herzog August Bibliothek restituiert eine dreibändige Ausgabe von Friedrich Nicolais satirischem Roman „Das Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker“ an die Erbberechtigten des Wiener Bibliothekars und Kunstsammlers Moriz Grünebaum (1873 bis 1941).

Moriz Ritter von Grünebaum war trotz seiner Konversion zum Katholizismus nach der Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich im März 1938 antisemitischen Verfolgungen durch das NS-Regime ausgesetzt.
In Vorbereitung seiner Zwangsumsiedlung musste der leidenschaftliche Exlibris-, Grafik- und Büchersammler seine umfassende Sammlung im Herbst 1940 bei der Spedition J. Z. Dworak junior einlagern.
Exlibris von Moriz Grünebaum, anhand dessen die Besitzhistorie rekonstruiert werden konnte, © HAB
Die restituierte Nikolai-Ausgabe kam als Teil der Bibliothek des Komponisten und Hochschullehrers Ernst Pepping (1901 bis 1981) 1985 in den Bestand der HAB. Peppings Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus wird als ambivalent eingestuft. Seine etwa 2.300 Bände umfassende Sammlung von Werken der deutschen und europäischen Literatur in historischen Ausgaben stellte Pepping eigenen Aussagen zufolge seit der Nachkriegszeit zusammen. Ein Erwerb einzelner Bände während der NS-Zeit ist jedoch nicht auszuschließen.
Die Provenienz der Bände awurde im Rahmen des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts »NS-Raubgut unter den Zugängen der Herzog August Bibliothek 1933-1969« recherchiert.

Herzog August Bibliothek
Lessingplatz 1, 38304 Wolfenbüttel

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Bleisatzarbeiten des Bodoni Vielseithof

Im gemeinschaftlichen Kunstraum Kolibri in Neuroppib werden Bleisatzarbeiten des Bodoni Vielseithof (Buskower Dorfstraße 22, 16816 Buskow) neben den Arbeiten der Neuruppiner Künstlerinnen Martina Winterle und Gabriele Westfahl vorgestellt.

Die Arbeiten sind erwerbbar.

Ausstellungseröffnung am 21. März 2025, 16 Uhr.

Kunstraum Kolibri in Neuruppin
Karl-Marx-Straße 82, 16816 Neuruppin

Mittwoch, 12. März 2025

Rainer Ehrt - Zerstreute Sammlung

Die Galerie in der Orangerie l#dt im Rahmen der Ausstellung "Preußische Bilder und Köpfe" von Rainer Ehrt zu einer besonderen literarischen Begegnung ein: Der renommierte Künstler, Autor und Meister der Erzähllust liest aus seinem Buch Zerstreute Sammlung – einer Auswahl erotisch-ironischer Geschichten (Edition VEVAIS 2023).
Rainer Ehrt bei der Lesung »Zerstreute Sammlung«, vor der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft, Stadtbibliothek Berlin, 2021, Foto © ad
Darüber hinaus präsentiert er exklusiv unveröffentlichte Texte, die seinen scharfsinnigen Witz und seine pointierte Erzählkunst unter Beweis stellen.

16. März 2025, 16 Uhr

Schlossgut Altlandsberg GmbH
Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg