Montag, 20. April 2026

Kein Kinderkram. Comics für Kinder

Lange rümpfte man in Deutschland beim Thema Comics die Nase, denn das Genre, das vom amerikanischen Markt nach Europa schwappte, war schon sehr früh als Schmutz- und Schundliteratur abgetan. Dies galt vor allem für Comics für Kinder, denn nahezu verpönt schien es, Geschichten für junge Leser mit bunten Bildchen erzählen zu wollen. Seit einigen Jahren wandelt sich diese Einstellung und immer mehr Kinder- und Jugendbuchverlage entdecken den Kindercomic neu. Sie werden mit Niveau produziert und verlegt – nicht für den üblichen Heftchenmarkt, sondern in schön gebundener Form und durchaus spezialisiert für Leseeinsteiger. Denn heute weiß man: Comics schulen die Wort-Bild-Verknüpfung und unterstützen damit das Begreifen von Wörtern und deren Inhalten. Durch das visuelle Einbetten von Kontexten wird das erlernte (Wort-)Schreiben und Lesen schneller erfasst und tiefer im Gedächtnis verankert.
Axel Scheffler, Titelbild für das
Comic-Magazin Polk, #7,
Pöridot, Köln, September 2022
Ob nun didaktisch-pädagogisch bewusst oder auch nicht, wie sehr der Kindercomic in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, zeigen Verlage wie Carlsen oder auch Reprodukt, die zu ihren bereits etablierten Comics für Erwachsene jetzt auch den Kindercomic verstärkt in ihre Programme mit einbeziehen. Der Kibitz Verlag wurde anlässlich des Vertriebs und der Förderung des Kindercomics neu gegründet und zeigt heute eine Bandbreite und Qualität innerhalb des Genres, die kaum zu überbieten sind. Auch das Comic-Magazin Polle, das seit 2018 im Péridot Verlag in Köln publiziert wird und mit unterschiedlichen, auch international etablierten Comicillustratoren arbeitet, stellt zusätzlich unter Beweis, wie sehr heute der Comic für Kinder im Mittel punkt des Interesses steht.
Um diesem aktuellen Markttrend nachzugehen, zeigt das Bilderbuchmuseum eine Auswahl von Kindercomics, die derzeit den Bilder- und Kinderbuchmarkt stark beeinflussen. Den „roten Faden“ durch die Ausstellung bildet dabei zu großen Teilen das Polle-Magazin und die Auswahl der hier wiedergegebenen Comic-Geschichten.

26. April - 30. August 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Münchner Schiene 26

Was macht die Freie Szene der Literatur in München? Was beschäftigt die Menschen, die sich in so vielen Schreibwerkstätten, Bücherclubs, Lesereihen und Literaturzeitschriften engagieren? Wie funktioniert Literatur, die sich jenseits von Profit und abseits vom Mainstream stellt? Beim Open House der Freien Szene im Bildungszentrum Einstein 28 treffen ganz unterschiedliche Projekte und literarische Temperamente aufeinander und bilden so eine große Bandbreite der Literatur in München ab. Lernen Sie die Menschen hinter Initiativen, Büchern, Magazinen und Texten kennen und erfahren Sie, was die Literatur in der Stadt umtreibt.
Die Münchner Volkshochschule richtet in diesem Frühjahr die „Münchner Schiene“ im Rahmen des Literaturfests aus. Der icon Verlag des Pirckheimers Hubert Kretschmer ist mit vielen Autoren vertreten.

25. April 2026, 12 Uhr
Einstein 28 Bildungszentrum
Einsteinstr. 28, München (Nähe Max-Weber-Platz)

Sonntag, 19. April 2026

Miniaturbuch Journal März 2026

aus dem Inhalt des Journals 1/2026
  • Miniaturpsalter aus der französischen Renaissance
  • Miniaturbücher erinnern an die Autorin Jane Austen
  • Die Geburt der Digedags
  • Die Miniaturbuch Gesellschaft hat Zukunft
  • Du kannst ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen
  • Ein Leipziger Traditionsverlag wird 80 Jahre
  • Heiligen Kalender Anno 1519

Frischer Wind auf das Gedruckte

Parallel zur Rare Book Berlin im Kronprinzenpalais findet in der Alten Münze Berlin, nur 10 Minuten zu Fuß entfernt, auf einer Fläche von 1.000 m² mit 50 bis 70 Ausstellern die Vintage Paper Berlin statt. Die Organisation dieser Antiquariatsmesse liegt in den Händen von Michael Schrottmeyer (oldthing).

Die Vintage Paper Berlin präsentiert das Antiquariat in seiner Vielfalt - von Buch und Grafik bis zu Kunst, Fotografie und Werbung auf Papier. Klassisch im Inhalt, lebendig & jung in der Präsentation.

Samstag, 18. April 2026

"Bibliophilie" mit bibliophilem Einband

Ende Dezember 2025 konnte hier die Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst vorgestellt werden: der Titel „Bibliophilie“ des Professors für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz (1993 bis 2014), Ernst Fischer, mehrjährig im Vorstand der Maximilian-Gesellschaft und seit 2018 Vorsitzender der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft.
Auf der BuchDruckKunst 2026 in Hamburg bekam man aus dem Atelier des Schweizers Roland Meuter ein besonderes, unikat gebundenes Exemplar zu Gesicht.

Der Buchbinder sagt zu seiner Arbeit:
Das Buch Bibliophilie von Ernst Fischer ist ein Werk, dass in jede Sammlerbibliothek gehört. Dieses Werk hat mich auch gereizt, etwas anderes als den einfachen Leinenband herzustellen.
Ich habe mich entschieden einen Ganzlederband in Oasenziegenleder rostrot herzustellen. Dazu habe ich auch einen speziellen 3 seitigen Schnitt mit Gold und Grafit gemacht. Diese Art Schnitt sieht man selten, hat auch seinen Reiz im Wechselspiel der Materialien Gold und Graphit. Die Dekoration ausgeführt mit verschiedenfarbigen Lederauflagen, Linien in Blinddruck und Handvergoldung. In die Felder dann den Titel der «Bibliophilie» in Einzelbuchstaben handvergoldet. Dies auch in Anlehnung an den Leinenband, wo der Titel auch auf dem Deckel erscheint. Dazu einen Rückentitel in Gold. Zum Schutz des Buches dient ein fester Schuber, wo die Kanten mit Leder eingefasst wurden.
Dieses Buch ist ein Unikat, weitere Entwürfe und Ausführungen können gemacht werden.

Jana Gunstheimer und Christoph Knecht – Antidote

Mit der Doppelausstellung „Antidote“ präsentiert der Radierverein München eine spannende Begegnung zwischen Jana Gunstheimer und Christoph Knecht, deren Werke auf subtile Weise gesellschaftliche Strukturen hinterfragen. Die Ausstellung fungiert dabei als „künstlerisches Gegenmittel“, das durch präzise Beobachtung, handwerkliche Feinheit und einem gewissen Augenzwinkern festgefahrene Sehgewohnheiten auflöst.
Eröffnung: 24. April 2026, 19 Uhr, Einführung: Franz Schneider (Neue Galerie Landshut)
Ausstellung: 25. April – 15. Mai 2026

Radierverein München
Galerieräume
Ludwigstr. 7, München 80539

Freitag, 17. April 2026

Berliner Bibliophilen Blog

Der Berliner Bibliophilen Abend stellt für Freunde und Interessierte an Buch und Druckgraphik aus Berlin und Umgebung ab sofort Informationen zu Veranstaltungen, Personalia, Terminen und Nachrichten zu bibliophilen Themen in einem eigenen Blog zur Verfügung.
Selbstverständlich kann Jede und Jeder eigene Beiträge dazu beisteuern, z.B. per E-Mail.

Der Blog ist unter Berliner Bibliophile, sowie durch Klick auf die Abb. oder, wie auch der Facebook-Auftritt oder die Instagram-Präsenz des Berliner Bibliophilen Abend, über dessen Homepage.

angefiedert


Ausstellung Petrus Akkordeon

Vernissage: 22. Mai 2026, 18 Uhr, es lesen Denise Sheila Puri & Petrus Akkordeon
Ausstellung: 22. Mai - 21. Juni 2026

Galerie R31
Reuterstr. 31
12047 Berlin-Neukölln

Donnerstag, 16. April 2026

Print²AR – Vom Druck ins Digitale

In Zusammenarbeit mit dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der Neuhauser Kunstmühle, zeigt die AR-Galerie K1 eine multimediale Ausstellung „Print²AR – Vom Druck ins Digitale“, die Druckgrafik mit digitale Kunst auf völlig neue Weise verbindet und in der sowohl Lithografie auf Augmented Reality trifft als auch Wien auf Sarajevo. In der Ausstellung sind zahlreiche Arbeiten aus dem gemeinsamen Digitalprojekt mit dem Verein DruckKunst zu sehen, virtuelle Artworks, erlebbar direkt über die K1_ARt App – begleitet von Lithografien und Druckgrafiken als physische Übersetzungen der digitalen Werke.

Gezeigt werden Werke von Andrea Nagl, Antonio Labuhar, Belma Bešlić-Gál, Catherine Spet, Dagmar Schürrer, Ivan Jakarić, Marie Pfaffl, Markus Passecker, Markus Wintersberger, Sanja Lasić und Zlatan Filipović.

Die Druckgrafiken können erworben werden, beide gemeinnützige Vereine haben die Listenpreise aller Werke um etwa ein Drittel gesenkt, damit durch den Verkauf die begonnen Projekte weitergeführt werden können.

Eröffnung: 20. April 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 20. April - 17. Juni 2026

Public-Gallery der MVOE
Reichsratsstraße 15, 1010 Wien

Mittwoch, 15. April 2026

Im magischen Bildergarten des OLAF HAJEK

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“.
Auch die Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ stellt sich auf den Frühling ein und lädt in einen „magischen Bildergarten“ ein.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Olaf Hajek, einem virtuosen Illustrator und Geschichtenerzähler. Auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so phantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert. In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst- Bilderbüchern veröffentlicht.
Olaf Hajek, Blumenkohl-Mischtechnik Acryl
The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren u. a. schon in Einzelausstellungen Hamburg, München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren.

Ausstellungseröffnung: 25. April 2026, 16 Uhr
Ausstellung: 25. April - 19. Juni 2026

Galerie „Sonnensegel“
Gotthardtkirchplatz 4-5, 14770 Brandenburg an der Havel

Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde

Unter dem Titel „Insektenwissen“ zeigt die Universitätsbibliothek gemeinsam mit der Zoologischen Sammlung der Universität Leipzig historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde.

Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den Zimelien einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, dass sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren.
Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Im Zeitalter Carl von Linnés (1707–1778) stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an: Käfer und Schmetterlinge zu sammeln wurde ein regelrechter Trend und die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des ‚Insektenwissens‘ in Büchern einen massiven Aufschwung.
Ergänzend zu den historischen Insektenbüchern der Universitätsbibliothek werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung sowie Leihgaben der Geologisch-Paläontologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt. Neben Fragen zur Darstellung, Beschreibung und Ordnung von Insekten wird auch der Umgang mit unerwünschten Tierchen in der Bibliothek thematisiert. Und passend zum Thema wird die Ausstellung selbst auch eine Metamorphose erleben und im Laufe des Sommers ihr Aussehen verändern.
Am 7. Mai 2026 erscheint ein 120seitiger Katalog, herausgegeben vom Kurator der Ausstellung Thomas Thibault Döring und gestaltet von Stefan Gunnesch, .

Eröffnung: 7. Mai 2026, 18 Uhr, Vortrag: Thomas Thibault Döring
Ausstellung: 8. Mai - 9. August 2026

Bibliotheca Albertina
Ausstellungsraum

Dienstag, 14. April 2026

Exlibris als Auftrag – Marco Birnholz und sein künstlerisches Netzwerk

Richard Lux: Exlibris für Marco Birnhoz
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Exlibris aus der Sammlung Premstaller, die für den jüdischen Apotheker und leidenschaftlichen Exlibris-Sammler Marco Birnholz gestaltet wurden. 
Als aktives Mitglied der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft förderte Birnholz ab 1914, vor allem während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre, zahlreiche Exlibris-Künstlerinnen und Künstler. 
Die Ausstellung lädt dazu ein, in die vielfältige Welt eines der wichtigsten Exlibris-Sammler Österreichs einzutauchen. Die Bandbreite der für ihn gestalteten Blätter reicht von Arbeiten mit klar erkennbaren jüdischen Symbolen über Werke jüdischer Künstlerinnen und Künstler bis hin zu Exlibris, die auf den ersten Blick keinen Bezug zum Judentum erkennen lassen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welche Symbole und Darstellungen typisch für jüdische Exlibris sind. 
Die gezeigten Werke entstanden im Zeitraum von 1924 bis 1938 und wurden von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern geschaffen. Kuratorin: Dana Patsch

Eröffnung 25. April 2026, 14 Uhr
Ausstellung: 25. April - 31. Oktober 2026

Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus
Museumstraße 16, 4643 Pettenbach, Österreich

Stammtisch der Berliner Miniaturbuchfreunde

Achtung: Der öffentliche Stammtisch des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, zu dem jeweils von 17 bis 19 Uhr Mitglieder sowie alle anderen Miniaturbuchinteressierte herzlich willkommen sind, findet für gewöhnlich am zweiten Donnerstag im Monat statt, im Mai aber ausnahmsweise einmal am ersten Donnerstag!
7. Mai 2026
Kunst- und Kultu​rcafè Marzahn
(MuseumsGut Marzahn)
Alt Marzahn 23, 12685 Berlin

Montag, 13. April 2026

Aufregung am Straßenrand

Wer sich schon immer mal am Straßenrand aufregen wollte, hat am kommenden Samstag, den 18. April 2026, Gelegenheit dazu! An diesem Tag wird meine dreidimensionale Arbeit „La vie devant soi“ in einem öffentlich zugänglichen Bildkasten in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der Ausstellungsreihe „Aufregung am Straßenrand“ aufgehängt.

Der Bildwechsel findet um 15 Uhr in der Fidicinstrasse 37, 10965 Berlin-Kreuzberg statt. Die Ausstellungsreihe wird von corn.elius kuratiert.
Ich freue mich auf regen Besuch, für einen Umtrunk („petit goûter“) während des Bildwechsels ist gesorgt!

(Nathalie Giraud)

Elvira Tasbach - Max-Herrmann-Preisträgerin 2026

Elvira Tasbach, Foto: privat
Elvira Tasbach studierte Philosophie. Politische Theorie und Soziologie in Konstanz und Berlin. Vor fast vierzig Jahren erwuchs aus einer Neigung für das Sammeln alter Bücher der Entschluss zur Gründung eines Antiquariats. 
Antiquare sind für Bibliotheken seriöse. kenntnisreiche und letztlich unverzichtbare Partner. In Zeiten der Digitalisierung benötigt der doch oft stationäre Handel mit alten Drucken, Manuskripten, Noten und Karten ein nationales wie internationales Netzwerk von Antiquaren und Bibliophilen. Hierfür steht dar Verband Deutscher Antiquare (VDA), in dessen Vorstand sich Elvira Tasbach engagiert. 
Die Staatsbibliothek zu Berlin verdankt der mäzenatischen Gesinnung Elvira Tasbachs ein großzügiges Geschenk: den »Catalog der Bücher im Besitz seiner Exzellenz Herrn Freiherrn Alexander´s von Humboldt« mit mehr als 1.000 handschriftlichen Notizen Humboldts.
 
Festliche Preisverleihung: 11. Mai 2026, 18 Uhr
Laudatio: Thedel von Wallmoden, Gründer und Verleger des Wallstein Verlags, Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Musikalische Umrahmung von Studierenden am Julius-Stern-Institut Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8

Sonntag, 12. April 2026

ein Fest für Bibliophile

Fotostrecke aufrufen durch Klick auf die Abb.
Ein Wochenende voller Begegnungen mit Freunden des Bibliophilen ist in Hamburg zu Ende gegangen, die BuchDruckKunst 2026, erstmals organisiert von Matthias Taube und Annette Kölbel.
Bereits einen Tag vor der Eröffnung der 21. Messe für Druckgrafik, Künstlerbücher und Druckhandwerk war das Museum für Arbeit mit geladenen Gästen gut besucht, das wurde am Wochenende noch getoppt.
Peter Engel und Rudolf Angeli
Neben den Künstlerinnen und Künstlern, die man aus den vergangenen Messen kennt und den neu dazugekommene Ausstellern wird man auf den Fotos Buchschaffende treffen, die seit über einem Jahrzehnt nicht mehr dabei sein konnten. Naturgemäß war die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand, betreut von Rudolf Angeli und Peter Engel auf der BuchDruckKunst präsent, aber auch mit Ständen der Mitglieder wie corn.elius, Ralf Plenz, John Gerard, Rainer Ehrt, Fred Lautsch, dem Verein für die Schwarze Kunst, Rainer Stec, Hanif Lehmann, Henry Günther, Klaus Raasch, Claus Lorenzen, Tina Flau, Hans-Hilmar Koch und Armin Schubert und Franziska Neubert.
Armin Schubert und Abel Doering
3 Kommentar(e):
12. April 2026: Gabriele hat gesagt…
Danke für die tollen Bilder, auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, nicht selbst vor Ort sein und all' die wunderbaren Dinge in Augenschein nehmen zu können !
13. April 2026: Klaus D. Schult hat gesagt...
Danke für den Bericht und die umfangreiche Fotostrecke, die einen sehr guten Eindruck von der Hamburger Veranstaltung vermittelt.
14. April 2026: Astrid Froese hat gesagt…
Es war wirklich wieder ein Fest - für die Sinne und für Herz und Seele!

Glückwünsche an Bernd Friedrich zum 80.

Bernd Friedrich auf einer Veranstaltung des BBA im September 2025
Bernd Friedrich Schulz, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in dessen BFS-Edition Berlin, dem, wie er selbst sagt, kleinsten und unbekanntesten Verlag der Welt, seit Jahrzehnten eigene Künstlerbücher erscheinen, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 
Der Sammler von gedruckten Stundenbüchern, Weltchroniken, Kräuterbücher und illustrierte botanische Werke vor 1900, Totentanz und Holzschnittbüchern des 15. - 17. Jahrhunderts, ist vor allem Berlinern durch seine Vorträge vor der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend, sowie durch Ausstellungen und Drucke bekannt; sein Künstlerbuch zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007 wurde weltweit in Ausstellungen gezeigt.

Samstag, 11. April 2026

Die Buchmacher, Messe der unabhängigen Verlage

Dass in einer Kirche eine Messe gelesen wird, ist ganz normal. Aber dass eine Kirche zu einer Messe für Lesebegeisterte einlädt, ist etwas ganz Besonderes. St. Petri zu Lübeck öffnet wieder ihre Tore für die „Buchmacher“, die Messe der unabhängigen Verlage.
Insgesamt 35 Verleger aus ganz Deutschland reisen an, um ihre aktuellen Romane, Sachbücher und Kinderbücher im Kirchenraum zu präsentieren: handverlesene Werke, mit Liebe ausgesucht und gestaltet. Bei freiem Eintritt darf zwei Tage lang gelesen und gelauscht, gestöbert und gekauft werden. Im Vorleseprogramm wird eine Auswahl von Neuerscheinungen von den Autorinnen und Autoren im Chorbereich der Kirche vorgestellt. Bereits zum neunten Mal kommen die „Buchmacher“ in Lübeck zusammen und freuen sich auf ein interessiertes Publikum.

25. – 26. April 2026

St. Petri zu Lübeck
Petrikirchhof, 
23552 Lübeck

„Vergessene Kunst in Bamberg“

In der Reihe „Vergessene Kunst in Bamberg“ zeigt die Staatsbibliothek Bamberg die Ausstellung „Alexej Borutscheff (1911–1994)“.
Alexej Borutscheff mit einer Radierung des Alten Rathauses in Bamberg. © Alfons Steber, 1989 | SBB
Alexej Archipowitsch Borutscheff wurde 1911 in Roslawl im Westen Russlands geboren. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft, 1945 kam er nach Bamberg. Hier lebte und wirkte er bis zu seinem Tod 1994, nur einmal unterbrochen durch einen mehrjährigen Aufenthalt im schweizerischen Murten.

Der studierte Architekt wandte sich bald ganz der Kunst zu. Bedeutend sind seine literarischen Illustrationen, so 176 zu Goethes „Faust“ und zahlreiche zu E. T. A. Hoffmann. Andere Werke der Weltliteratur schrieb Borutscheff von Hand ab und illustrierte vor allem solche Texte, die große menschliche Themen behandeln: Aesops Fabeln“, Aristophanes’ „Lysistrate“, Erasmus’ von RotterdamLob der Narrheit“, Shakespeares „Macbeth“, Swifts „Gullivers Reisen“, Brechts Gedichte. Die Werke russischer Autoren, wie Tolstois „Leinwandmesser“ und Solschenizyns „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“, schätzte er besonders.

27. April bis 18. Juli 2026

Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg

Freitag, 10. April 2026

Zu Besuch bei Ria Tiemeyer

Ria Tiemeyer (è Atelier Tiemeyer), Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und Meister der Einbandkunst, öffnet im Rahmen der 12. Europäischen Tage des Kunsthandwerks und aus Anlass ihres 40. Firmenjubiläums am 10. und 11, April von 11 bis 19 Uhr ihre Türen.
rechts: Ria Tiemeyer