Montag, 14. September 2026

Aiktionsliste des LBA ist online

Die Auktionsliste antiquarischer Bücher Nr. 4 (bibliophile und nützliche Bücher) des Leipziger Bibliophilen-Abend ist online und durch Klick auf die Abb. als PDF aufzurufen.

Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Auktion ist nicht erforderlich. Es erfolgt keine Rechnungslegung, Karten- oder elektronische Zahlung ist nicht möglich.

6. Oktober 2026
Besichtigung: 17 Uhr
Versteigerung: 19 Uhr

Haus des Buches | Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Grenzgänge der Fantasie

Sich E.T.A. Hoffmann als Zerrissenen vorzustellen, fällt leicht, sagte er doch selbst von sich: Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, Sonntags am Tage wird gezeichnet und Abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.
Foto: Bernd Hesse
Viele Talente, zwingende Abhängigkeiten und wirtschaftliche Nöte machen oft sehnsüchtige Träumer aus den Menschen. Die Dichterin, Filmschaffende und Performerin Nora Gomringer stellt Texte zusammen, die rund um den träumenden, fantastischen Blick in Vergangenheit und Gegenwart geschaffen wurden und ein Panoptikum rund um E.T.A. Hoffmann entstehen lassen sollen. In ihrer eigenen Schreibstube ist sie hier und da ebenfalls zum Thema fündig geworden. Die technologische Entwicklung wie auch die - heute an KI geknüpfte - Hoffnung und Skepsis gegenüber dem Fortschritt, Fragen der Ethik oder der Ökologie spiegeln sich in Texten, bei denen man solche Hintergründe vielleicht nicht erwartet. Eine vergnügliche, kommentierte Auswahl von Gedichten lädt ein, den Fantasten und Fantasmen der Literatur als den Grenzgängern zu begegnen, die sie sind.

Nora Gomringer, Schweizerin und Deutsche, lebt in Bamberg, wo sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia als Direktorin leitet. Ihr lyrisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und ist - wie E.T.A. Hoffmann - im Zeichen des Wassermanns geboren.

Ausstellung: 14. September - 5. Dezember 2026
Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz
Domplatz 8, Bamberg

Sonntag, 13. September 2026

der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft

Der bisherige Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft wurde in der Mitgliederversammlung anlässlich des Jahrestreffens 2026 in Nürnberg bestätigt.
Hans Rabenbauer, Matthias Haberzettl, Dan Reynolds, Till Schröder, Robert Grieger
5 Kommentar(e):
13. September 2026: Berliner Bibliophilen Abend hat gesagt ...
Auf gute Zusammenarbeit!
13. September 2026: Ralf Plenz hat gesagt ...
Glückwunsch an alle!
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Beste Wünsche für die nächste Legislaturperiode.
14. September 2026: Jens Papke hat gesagt ...
Herzlichen Glückwunsch allerseits!
14. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Vielen Dank Euch Allen - we'll do our very best

ein Höhepunkt des Pirckheimer-Jahrestreffens

Gestern Abend fand im Literatursalon des Literaturhauses in Nürnberg das Festessen anlässlich des Jahrestreffens statt.
Den Festvortrag hielt Dr. Anja Grebe (Universität für Weiterbildung Krems) zum Thema „Von Großen und Kleinen Passionen - Albrecht Dürer und die Erneuerung der Buchkunst um 1500) und Dirk Kruse, Leiter des Literaturhauses und Kulturredakteur des Bay. Rundfunks, sprach über Literatur. Der Abend wurde von Johannes Häfner musikalisch untermalt, der auch die traditionelle graphische Speisekarte in einer Auflage im Buchdruck gestaltete.
4 Kommentar(e):
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Herzlichen Glückwunsch zum Wiederwahl. Nur gut, dass es keinen Protest von den Frauen gibt.
13. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Es hat sich leider keine Frau zur Wahl gestellt.
Danke für die Glückwünsche.
We'll do our very best.
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Davon gehe ich aus und wünsche das Beste und freue mich auf die Rare Books am Samstag.
13. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Wir freuen uns auch, lieber Armin.

Vierstimmig in Leipzig

Die 2026er Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abends zeigt im Haus des Buches Arbeiten der Meisterschüler bei Karl-Georg Hirsch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Eine Midissage mit Künstlergespräch, moderiert von Ulrich Heublein wird die vier beteiligten Künstler Bettina Haller, Gabriele Sperlich, Harald Alff und Stefan Knechtel zu Wort kommen lassen.

Ausstellung: 7. September - 30. Oktober 2026
Midissage: 24. September 2026, 18 Uhr

Haus des Buches | Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt

»Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt« ist der Titel einer Ausstellung mit Buchskulpturen und Künstlerbüchern von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in Aalen.
Vernissage: 25. September 2026, 18.30 Uhr, Begrüßung Wolfgang Steidle, Bürgermeister, Einführung Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Gespräch mit Natascha Euteneier M.A., Literarische Einblicke
Theater der STOA
25. September - 15. November 2026

Galerie im Rathaus Aalen
Marktplatz 30, 73430 Aalen

Samstag, 12. September 2026

Hans Jürgen Wilke (1938 - 2026)

Hans Jürgen Wilke ist am 8. September im Alter von 88 Jahren gestorben.
Hans Jürgen Wilke, 2016, Foto © Beatrix Wolff
Er wurde am 16. Juni 1938 geboren und war Bibliophilen vor allem als der letzte Drucker und leidenschaftlichem Sammler von Conrad Felixmüller bekannt. Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und anderen Bücherfreunden erinnern sich gern an Abende in der seiner Wohnung, bei denen er seine Sammlung, zu der er zahllose Anekdoten wusste, vorstellte, besuchten die von Jürgen Wilke kuratierten Ausstellungen seiner Sammlung, zuletzt im Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus oder der Berlinischen Galerie und erlebten den Sammler bei Präsentationen auf Pirckheimer-Veranstaltungen oder der Leipziger Antiquariatsmesse.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Pirckheimer-Jahrestreffen in Nürnberg

Besuch meiner Druckwerkstatt in Nürnberg im Rahmen des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft.
(Johannes Häfner)
Albrecht Dürer: Brief aus Venedig
an Willibald Pirckheimer& 1506.
© Stadtbibliothek Nürnberg





Außerdem stand für die Teilnehmer ein Besuch des Albrecht-Bürer Hauses mit Besichtigung der Ausstellung „Original Dürer! Briefe aus Venedig“ mit zwei der Briefen im Original, ein dritter als Faksimile aus dem 19. Jahrhundert, auf dem Programm.

Die Schönsten Deutschen Bücher 2026 - der Katalog

Zur Preisverleihung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main am 4. September 2026 ist der Katalog „Die Schönsten Deutschen Bücher 2026“ erschienen.
Er wurde herausgegeben von Birte Kreft (Stiftung Buchkunst) und wurde vom Studio Pandan gestaltet.

28 €
ISBN 978-3-9822108-5-8

Katalog der Vintage Paper Berlin ist online

Während der Rare Books Week vom 14. bis 20. September 2026 treffen sich in Berlin nicht nur Mitglieder der International League of Antiquarian Booksellers zu ihrem 46. Kongress, zu ihrem 5. Symposium und zur internationalen Antiquariatsmesse „Rare Books Berlin“, es findet in Hauptstadt zeitgleich auch die Vintage Paper Berlin statt.
Für diese u.a. vom Berliner Bibliophilen Abend unterstützten Antiquariatsmesse „Vintage Paper“ sei ein Besuch hiermit empfohlen.
Hier werden seltene Originale auf Papier präsentiert und kann man neben bibliophilen Buchschätzen eine Welt entdecken, in der antiquarische Kostbarkeiten, historische Fotografien, künstlerische Arbeiten aus Papier und ikonische Werbeposter aufeinandertreffen – ein Crossover-Angebot für Sammler, Künstler und Kenner. An dieser nehmen neben Antiquariaten aus dem Ausland auch die Pirckheimer Christan Bartsch mit dem „Roten Antiquariat“, das „Antiquariat Thomas Döring“ und das „Buch- & Kunstantiquariat Tode“ teil.
  • 46. ILAB-Kongress
    14. - 17. September 2026
  • 5th ILAB Symposium
    17. - 18. September 2026
    Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, 10117 Berlin
  • Rare Books Berlin, Internationale Messe für Bücher & Graphik
    18. - 20. September 2026
    Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10117 Berlin
  • Vintage Paper Berlin
    18. - 19. September 2026
    Alte Münze Berlin

Freitag, 11. September 2026

Buchkunst im Germanischen Museum Nürnberg

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, welches mit ca. 50 Teilnehmern im Jahr ihres 70jährigen Bestehens in Nürnberg stattfindet, führte diese heute, am ersten Tag, u.a. in das Germanische Museum.
Hier konnten sie u.a. Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ in der Ausgabe der  Doves Press, 1911, betrachten (Abb. lks.). Die Typographie der 1900 von Emery Walker und Thomas Cobden-Sanderson gegründeten Doves Press übte auf die jüngere deutsche Buchkunstbewegung nachhaltigen Einfluss aus. 
Auch das expressionistische Hauptwerk „Umbra vitae“ (so der inoffizielle Titel des Gedichtes, als offizieller Titel gilt die erste Strophe „Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen“) mit nachgelassenen Gedichten von Georg Heym und Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner, erschienen 1924 im Kurt Wolff Verlag in München, wurde den Teilnehmern präsentiert.

Marginalien #262

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, die am Jahrestreffen in Nürnberg teilnehmen, haben die Zeitschrift heute mit den Tagungsunterlagen erhalten, alle anderen finden+ die „Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie“ heute oder in den nächsten Tagen im Briefkasten.
Marginalien # 262 mit einem Siebdruck von Pinselzeichnung von Christofer Kochs
Der Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend ließ dem Heft, wie bereits berichtet, ein von Thomas Glöß gestaltetes Heft „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ mit einem mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, beilegen, womit die Pirckheimer mit diesen Marginalien gemeinsam mit einem Siebdruck von Christofer Kochs gleich zwei Originalgraphiken erhalten.
Thomas Glöß gestaltete auch die typografische Beilage „Marlene Dietrich: ABC meines Lebens", die von Sibylle Kaldewey bearbeitet wurde. Zusammen mit dem Beitrag von ihr „Ein Blick in die Bibliothek von Marlene Dietrich“ eine schöne Einstimmung auf die Rare Books Berlin.
Remo Hug schreíbt über Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und Jens-Fietje Dwars über Karel Čapeks „Der Krieg mit den Molchen“. Erwähnenswert ist auch ein Artikel von Maria Bogdanovich über den Einbandmeister Eduard Taskas.
Leider konnte auch im aktuellen Heft nicht auf weitere Nachrufe verzichtet werden, diesmal für Christian Ewald und Klaus Raasch.

25. Meissner Grafikmarkt

Graphik: Lothar Sell, 2005
Der Grafikmarkt, vor 1989 eine Tradition der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR, lädt auch 2026 in Meißen wieder zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein.

Die Albrechtsburg Meißen - selbst ein Kunst- und Architekturdenkmal mit über 500-jähriger Geschichte - bietet den teilnehmenden Künstlern den perfekten Rahmen zur Präsentation ihrer Kunstwerke, Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle, Siebdrucke, Fotografien und Künstlerbücher.
Besucher können sich informieren, stöbern, ins Gespräch kommen und den Termin mit einem Stadtbesuch verbinden. Gerade solche Märkte und Messen sind attraktiv, weil sie überschaubar bleiben und trotzdem viele Eindrücke an einem Ort bündeln.

12. bis 13. September 2026

Albrechtsburg Meißen
Domplatz 1, 01662 Meißen

Umberto Eco - Il nome della rosa

1980 erschien bei Gruppo Editoriale Fabbri-Bompinni in Milano der Roman „Il nome della rosa“ von Umberto Eco, der in der Übersetzung von Burkhard Kroeber 1982 im Carl Hanser Verlag München Wien verlegt wurde. 1985 gab es dann eine mehrfach aufgelegte Lizenzausgabe in der DDR im Verlag Volk und Welt Berlin mit dem bekannten Einbandentwurf von Gudrun Olthoff, eine weitere Ausgabe gab es 1989 in der Reihe dieses Verlags „ex libris vuw“ mit der Umschlaggestaltung von Lothar Reher.
die beiden Ausgaben bei „Volk und Welt“
1986, also vor 40 Jahren, kam der von Jean-Jaques Annaud und Bernd Eichinger verfilmte Roman über den mittelalterlichen Kirchenstreit zwischen Inquisition und Verketzerung, genauer die an die Detektivgeschichten des Arthur Connan Doyle erinnernde Rahmenhandlung des Romans, erstmals in die deutschen Kinos.
Dieser Film begeistert nicht nur Cineasten, sondern auch bibliophil Interessierte, nicht nur aufgrund der zentralen Rolle der klösterlichen Bibliothek und dem Mysterium um das „Zweite Buch der Poetik - Über die Komödie“ von Aristoteles, sondern auch, weil der vor 10 Jahren verstorbene Umberto Eco als einer der bekanntesten Büchersammler gilt, weswegen die Verfilmung des Romans in der Woche nach der Rare Books Week in Kooperation mit der Pirckheimer-Gesellschaft gezeigt wird.
Zuvor wird gemeinsam mit dieser Bibliophilen-Gesellschaft der Dokumentarfilm über die Antiquariatsszene in New York „The Booksellers – aus Liebe zum Buch“, gezeigt. Das Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Till Schröder wird die Händlerin Heather O’Donnell (Honey & Wax Booksellers) aus dem Film interviewen. Am Tag darauf wird dort der Dokumentarfilm „Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt“ gezeigt.

The Booksellers: 17. September 2026, 17 Uhr 
Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt: 18. September 2026 
Kino Filmkunst 66
Bleibtreustr. 12, 10623 Berlin-Charlottenburg 
Der Name der Rose: 24. September 2026, 20:30 Uhr
Kino Casablanca
Friedenstraße 12/13, 12489 Berlin-Adlershof

1 Kommentar(e):
11. September 2026: Abel Doering hat gesagt ...
Und natürlich gibt es auf der Rare Books Berlin auch das erste Buch Umberto Ecos, „Il problema estetico in San Tommaso“, eine Erweiterung von Ecos gemeinsam Luigi Pareyson eingereichten Dissertation zu den ästhetischen Theorien des Thomas von Aquino.
Schaut selbst: catalogue rarebookweek berlin

Donnerstag, 10. September 2026

Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag

Stephanie Marx, HK 90, mehrfarbiger Holzschnitt in vier Farbvarianten
Dem in Auslieferung befindlichen 262. Heft der Marginalien wird eine Schrift „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ beiliegen, die Beiträge von Thomas Glöß, Matthias Gubig, Karl-Georg Hirsch, Reinhard Minkewitz, Eberhard Patzig, Matthias Reiner, Till Schröder, Sven Uftring, Baldwin Zettl und Gerd Zimmermann enthält.
Beigelegt ist ein signierter mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, gedruckt von der Künstlerin in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in einer Auflage von 650 Exemplaren.
Die Gestaltung und den Satz in der 10 Punkt DTL Documenta Regular, Italic und Sans Regular, Italic übernahm Thomas Glöß, den Druck auf Fedrigoni 120 g führte Thomas Druck Leipzig aus, gebunden wurde das Heft von der Buchmanufaktur Müller Leipzig.

Between Books

Nach drei erfolgreichen Ausgaben findet Between Books 2026 erneut in der Kunsthalle Düsseldorf statt!

Unabhängige Kunstbuchverlage, Künstler, Independent Publishing/DIY Kollektive, Organisationen, Vereine, Zines und Magazine, präsentieren sich in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Düsseldorf einem breiten Publikum und zeigen, wie vielseitig, spannend und zeitgenössisch das Medium Buch sein kann. Mit dabei sein wird Sarah Käsmayr, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, mit dem MaroVerlag.
Between Books ist gleichermaßen Treffpunkt für den Diskurs über (Kunst-)Bücher, alternative Publikationsformen und das Publizieren als Praxis als auch Ort zum Entdecken, Stöbern und Kennenlernen.
Die Auswahl der Aussteller erfolgte durch eine Jury.

Die Kunstbuchmesse wird von einem spannenden und interaktiven Rahmenprogramm mit Buchpräsentationen, Vorträgen, Talks, Performances und Workshops begleitet.

11. – 13. September 2026
Kunsthalle Düsseldorf Art Book Fair

Mittwoch, 9. September 2026

Kriegsverlust nach 80 Jahren wieder aufgetaucht

Ein über 430 Jahre altes Buch, der Band "Pauli Sententiae", wurde im hessischen Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ gefunden.
Foto: Friederike Willasch/SBB PK/dpa
Der 1594 in Nürnberg gedruckte Titel wurde vom niederländischen Humanisten, Juristen und Hochschullehrer Conradus Rittershusius (1560-1613) herausgegeben. Bei der in Latein veröffentlichten Schrift handelt es sich um ein Rechtsbuch, das dem römischen Juristen Julius Paulus zugeschrieben wird, der im frühen 3. Jahrhundert gelebt hat. Die Rekonstruktion des Textes von Paulus geht auf den französischen Juristen Jacques de Cujas (1522-1590) zurück. 
Das Buch war Bestandteil einer Spende und konnte dank aufmerksamer Mitarbeiter identifiziert werden. "Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Band im Zweiten Weltkrieg aus Berlin nach Hessen in das Kalibergwerk Hattorf ausgelagert und kam im Zuge dieser Aktion abhanden", hieß es von Seiten der Staatsbibliothek. "Seit 1945 galt das Buch deshalb offiziell als Kriegsverlust.".
Der Titel konnte Ende August wieder in den Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin aufgenommen werden.

das vorletzte „AdA“ wurde ausgeliefert

Das aktuelle Heft „Aus dem Antiquariat“ # 03/2026 ist das vorletzte Heft dieser langjährigen Informationsquelle und Ratgebers für Freunde des bibliophilen Buches - diese, 1948 begründete Zeitschrift für Antiquare und Büchersammler wird auf Beschluss des MVB eingestellt.

Im vorletzten Heft findet sich der Beitrag von Richard Armbruster zu Richard Wagner und die Edition seinen Partiturwelten, sowie von Johannes Salzwedel über Rudolf Borchardts Werkreihen.
Ein großer Teil des Heftes ist natürlich der bevorstehenden Rare Books Berlin, der größten Antiquariatsmesse Europas, gewidmet, wie ein Interview mit dem Berliner Antiquar Wolfgang Braecklein, die Laudatio und Dankrede der Antiquarin Elvira Tasbach, die mit anderen in Berlin die Rare Books organisiert, oder ein Beitrag von Roland Jaeger über die Entstehung des „Internationalen Adressbuch der Antiquare“ und von Björn Biester über den ILAB-Kongress in Brüssel von 1951.

Dienstag, 8. September 2026

„Aus dem Antiquariat“ wird eingestellt

Die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst beziehen seit langen Jahren die Zeitschrift „Aus dem Antiquariat".
Die Produktion dieser Zeitschrift wird zum Ende diesen Jahres seitens des MVB eingestellt, was der Vorstand der Maximilian-Gesellschaft bedauert. Die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft werden ab 2027, wie auf der Jahrestagung 2026 beschlossen, einen zweimonatlichen Rundbrief erhalten, Form und Inhalt dieses Rundbriefs - auch der Titel - sind derzeit in der Diskussion im Vorstand. Dieser wird ,,Aus dem Antiquariat" nicht ersetzen können, die Hoffnung besteht jedoch, dass die Kommunikation innerhalb der Maximilian-Gesellschaft über gemeinsam interessierende Themen und Tatsachen aufrechterhalten werden kann.
Der Rundbrief soll nur in Ausnahmefällen ausgedruckt per Briefpost versandt werden, weshalb Mitglieder um baldmögliche Mitteilung der E-Mail-Adresse gebeten werden.

(nach einer Information von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider)

Pressendruck zum Lausitzer Lyrikfestival

Anlässlich des Lausitzer Lyrikfestival 2026 Gartenstadt Marga, Senftenberg, entstand in gemeinschaftlicher Arbeit die Edition Septemberwinde.
Foto: Ingo Cesaro
Die beteiligten Autorinnen und Autoren wählten ein Haiku aus, das sie su Einzellettern aus Blei spiegelschriftlich setzten. Ich war mit meiner mobilen Handpresse vor Ort und druckte auf der Handnudel jeweils 24 Handabzüge.
Nach dem Zusammentragen der Drucke wurde unter Anleitung von Gisela Gülpen die Editionen in fernöstlicher Durchstichtechnik gebunden.

Zum Abschluss des Festivals würden allen Beteiligten die von mir herausgegebene Edition überreicht.
Die 24er Auflage, ergänzt mit Malerei und Linolschnitten, wieder ein nachhaltiges Projekt des Festivals.

(Ingo Cesaro)