Donnerstag, 12. März 2026

Waffe Buchumschlag


Eine Schau des DBSM in Kooperation mit dem Wiener Photoinstitut BONARTES, eröffnet im Vorfeld der Leipziger Buchmesse: In der neuen Kabinettausstellung „Waffe Buchumschlag! Foto, Cover und Propaganda in den 1930er Jahren“ fragt das Deutsches Buch- und Schriftmuseum, inwiefern gerade in gesellschaftspolitisch aufgeheizten Zeiten auf den Covern von Büchern politische Diskurse und ideologische Kämpfe ausgefochten werden - inwieweit der Buchumschlag also zur Waffe wird.

Und dann erwartet das Publikum der Leipzoger Buchmesse ein prallvolles Programm, darunter: Medien – Demokratie – Geschichte, Klimabuchmesse, Revolution im Leseland sowie „Am eigenen Leib“ mit eindrücklichen Zeitzeugenberichten aus der Ukraine.

(Stephanie Jacobs)

Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Abend der Schweizerischen Bibliophilen

In einer interessanten Zusammenkunft  am 9. März präsentierte in Zürich der Verleger Michael Rothe den Mitgliedern der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft von ihm publizierte Künstlerbücher.

Mittwoch, 11. März 2026

Dorian Blue & andere Agenten

Hartmut Robert Andryczuk (Hybriden Verlag) legt vor: „Dorian Blue & andere Agenten
Intro:
Sprachmodelle maschinellen Lernens können Bilder analysieren, eine Mythologie aufgrund ihrer Analyse generieren, Kurzgeschichten und Poeme erfinden und knappe psychiatrische Aussagen formulieren. Die haben sich im Laufe dieser Projektionen als indifferent erwiesen. Ich möchte für diese Phänomene den Begriff NKI benutzen. NKIs sind „Nicht-kreative Informationssysteme“. Stellvertretend für NKIs sind psychologische oder psychiatrische Aussagen, die auf Wertesysteme und eindeutige Aussagen verzichten, um neurodiverse Eigenschaften nicht zu diskreditieren. Sie erinnern mich an die Aussagen des ehemaligen Bremer Postboten Gerd Postel, der mithilfe von Fake-Identitäten eine psychiatrische Klinik leitete und zu einem geachteten psychiatrischen Gutachter wurde. Astrologische und psychiatrische Aussagen waren für Postel gleichwertig. Psychologie würde ohne Empathie überhaupt nicht funktionieren – und wäre daher streng genommen auch keine Wissenschaft.

Natürlich können Psychiater Aussagen machen, für die sie nicht autorisiert sind: „Das Bild wirkt kreativ, eigenständig und erzählerisch. Es lädt zum Gespräch ein.“ Kann ein Psychiater als Nicht-Künstler oder Nicht-Kunstrezensent überhaupt die Grenzlinie zwischen kreativen/eigenständigen und nicht-kreativen/fremdbestimmten Werken unterscheiden ohne subjektiv mit dem Werk zu interagieren?
NKI-Systeme enthalten Phantasy, Herr-der-Ringe-Sprache, Interpretationen von Farben mit ihren psychischen Dynamiken, archaischer Symbolik bis hin zu Vorschlägen zeitgenössischer Kunst und Club Culture, Street Art und, Fashion, die für dieses Werk Vorarbeiten in einem „Ohne Titel“-Dokument lieferten.
Das eigentliche Spiel beginnt, wenn eine Zeichnung jenseits der NKI-Systeme etwas ganz anderes sein kann: ein Medikament, eine Unterwasserdrohne, eine In-vitro-Methode, ein Regulations-Roboter, ein KI-Ökosystem, eine neuartige Energieform, ein Smartphone und ein Energy-Drink. Dank der AI-Sprachsysteme kann potentiell alles mit allem verbunden sein. Eine Zeichnung könnte auch den Impuls für das Konzept eines neuartigen Automobils mit dazugehörigem Datenblatt und Manual liefern – in einer konsequenten Meta-Metaphorik.
Zeiteinheiten (Millisekunden), Marktkapitalisierungen für das Produkt und Produktentwickler*innen sind fiktiv.

Leporello, 8 Seiten.
Beiheft mit 6 Originalzeichnungen
Text: 22 Seiten
30 Exemplare, signiert und nummeriert
800 €

Von magischen Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht

Dr. Georg Neumann, Universität Münster, hält innerhalb der Ausstellung „Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden. Aus der Sammlung Werner Daum“, einen Vortrag „Von magischen Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht – Siegelpraxis im Alten Orient zwischen Magie, Bildsprache und Rechtspraxis“.
Der Vortrag widmet sich der faszinierenden Welt der Siegel im Alten Orient. Diese oft nur wenige Zentimeter großen Objekte waren weit mehr als dekorative Kunstwerke: Sie dienten als persönliche „Unterschrift“, schützten Dokumente und Waren – und galten zugleich als Träger magischer Kräfte. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt der Vortrag, wie Siegel zwischen Bildsprache, Ritual und Rechtspraxis vermittelt haben. Ihre Darstellungen erzählen von Göttern, Macht und Identität, während ihre Nutzung tief in Verwaltung, Handel und privatem Rechtsverkehr verankert war. So eröffnen Siegel einen einzigartigen Zugang zur Alltags-, Rechts- und Vorstellungswelt der Menschen im Alten Orient.

11. März 2026, 15:30 Uhr

Winckelmann-Gesellschaft e.V./ Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal

Dienstag, 10. März 2026

5. BRANDENBURGER BILDERBOGEN

Zum fünften Mal hat die Galerie „Sonnensegel“ befreundete Künstlerinnen und Künstler eingeladen, gemeinsam einen „BRANDENBURGER BILDERBOGEN“ zu gestalten.
Matthias Frohl, Postkarte zum 5. Brandenburger Bilderbogen
In diesem Jahr werden sechzehn mehrfarbige Originalgrafiken in Postkartenformat zum Thema „Voyage, Voyage“ entstehen, welche am Tage der Druckkunst 2025 zum fünften „BRANDENBURGER BILDERBOGEN“ vereint werden. Die grafische Endfertigung des Kunst-Plakates findet am „Tag der Druckkunst“ statt. Beteiligt sind diesmal die Künstler Thomas Blase, Sebastian Block, Thomas Bratzke, Matthias Frohl, Friederike Greiner, Torsten Illner, Nancy Jahns, Heike Isenmann, Susanne Janssen, Sven Märkisch, Steffi Möbius, Petra Schuppenhauer, Janine Wentorf, Gudrun von Maltzahn, Olaf WegewitzLana Yanovska.
Besucher sind willkommen und können den Bilderbogen auch druckfrisch erwerben. Im Zeitraum von 10.00 -12.00. Uhr kann die aktuelle Sonnensegel- Ausstellung „Roter Faden – Malerei und Grafik von Angela Hampel“ in der Galerie kostenfrei besichtigt werden.

15. März 2026, 10 - 12 Uhr

Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4, 14770 Brandenburg an der Havel

Montag, 9. März 2026

Lesen hilft!

Drei unabhängige Buchhandlungen (Buchladen zur schwankenden Weltkugel in Berlin, Golden Shop in Bremen, Rote Straße in Göttingen) wurden durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) ohne substanzielle Begründung vom Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen.

Die Jury des Deutschen Buchhandlungspreises distanziert sich vom Ausschluss der drei Buchhandlungen, der außerhalb ihres Einflussbereichs lag. Buchhandlungen sollten als "Orte der Meinungsbildung und der gelebten Meinungsfreiheit" durch den Preis in ihrer Vielfalt und Breite sichtbar gemacht werden.

Die betroffenen Buchhandlungen wehren sich nun rechtlich gegen diese beispiellose politische Einflussnahme. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Hilfe (Anwaltskosten sind hoch) durch Klick auf die Abb.

Lesungen auf der Leipziger Antiquariatsmesse

In der Leseecke der 32. Antiquariatsmesse in Leipzig berichtet der Drucker von Conrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, am Donnerstag über seine Zusammenarbeit mit dem Künstler in den 1970er Jahren und darüber, wie  das heutige Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft seinerzeit dadurch zum Sammeln angeregt wurde.
Ausstellung aus der Sammlung Wilke zum 125. Geburtstag von Conrad Felixmüller in der Berlinische Galerie 
Und am Sonnabend liest der ehemalige langjährige Aussteller der Leipziger Antiguariatsmesse Wolfgang Neubert aus seinem Boch "50 Jahre unterwegs mit Büchern. Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers.".
Diese Erinnerungen wurden von der Pirckheimer-Gesellschaft 2025 als Jahresgabe in 750 Exemplaren herausgegeben, darunter 60 Exemplare als nummerierte Vorzugsausgab mit einem handkolorierten Acrylstich von Egbert Herfurth. 

Vortrag Jürgen Wilke: 19. März 2026, 16 Uhr
Lesung Wolfgang Neubert: 21. März 2026, 15 Uhr

Leipziger Antiquariatsmesse: 19. - 22. März 2026
Countdown bis zum Start der Leipziger Buchmesse

Sonntag, 8. März 2026

StabiLiebling. Ein Spitzenstück. Zwei Tage. Ganz nah.

Gutenberg-Bibel, Bairische Landtafeln, Bußpsalmencodex Albrechts V. | © BSB
Die Bayerische Staatsbibliothek hütet und bewahrt in ihren Magazinen und Tresoren unzählige Spitzenstücke des schriftlichen und visuellen Kulturerbes der Menschheit: erlesene Handschriften – 14 von ihnen zählen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe – kostbare Inkunabeln und alte Drucke, seltene Landkarten, Notensammlungen, Nachlässe berühmter Persönlichkeiten, Millionen historischer Fotos, spektakuläre Künstlerbücher, Orientalia, Hebraica und Asiatica von Weltrang und vieles mehr ...

Aufgrund strenger konservatorischer Vorgaben sind diese Schätze nur sehr selten öffentlich zu sehen. Für den StabiLiebling öffnet die Bayerische Staatsbibliothek ihre Tresore und präsentiert in ihrer Schatzkammer jeden Monat an zwei Tagen ein Spitzenstück aus den Sammlungen. Denn auch wenn alle gezeigten Werke detailliert in den Digitalen Sammlungen der Bibliothek betrachtet werden können, ersetzen diese Digitalisate nicht die Aura der Originale.

Die Präsentationsreihe startet am 11. und 12. März mit der weltberühmten Gutenberg-Bibel, gefolgt im April von den Bairischen Landtafeln von Philipp Apian, einer Ikone der altbayerischen Kartographie, und dem Bußpsalmencodex Albrechts V., der wohl schönsten Musikhandschrift der Welt, im Mai.

Portheim: sammeln & verzetteln.

Mag. Reinhard Buchberger, Experte für das „Alte Buch“ in der Wienbibliothek im Rathaus, spricht über „Die Bibliothek und der Zettelkatalog des Sammlers Max von Portheim in der Wienbibliothek“.
Der Portheim‑Katalog ist ein einmaliges Konvolut von rund 450.000–500.000 einzelnen Zetteln, das Max von Portheim (1857–1937) über mehr als vierzig Jahre zur theresianisch‑josephinischen Epoche zusammengetragen hat. Mag. Reinhard Buchberger führt in Entstehung, Aufbau und die Bedeutung dieses Quellenbestands ein und gibt Einblicke in Forschungsmöglichkeiten.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die Ausstellung „Rathaus Wien. Monument der Stadt“. Dort werde ich als Mitkurator einige Worte zur Ausstellung und zu kuratorischen Entscheidungen sprechen.

(Franz J. Gangelmayer)

18. März 2026, 17 Uhr

Wiener Rathaus
Wienbibliothek

Samstag, 7. März 2026

Aktionen zum Tag der Druckkunst

Der jährlich am 15. März stattfindende »Tag der Druckkunst« fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag – und bereits jetzt sind über 300 Aktivitäten auf der entsprechenden Webseite gelistet. Zahlreiche Mitglieder des Vereins für die Schwarze Kunst sind wieder dabei, nur wenige Beispiele: In München Offene Werkstatt beim Fliegenkopf und der Offizin August & Stehsatz, im Schwarzwald die Alpirsbacher Offizin und in der Alten Kaserne in Pirna zwei Gründungen von ehemaligen Walzstipendiatinnen: die Officina Arcana von Heike Schnotale und die Steindruckwerkstatt Tiziana von Olivia Christen. Bei der Vorbereitung dieses Newsletters stieß unsere Berliner Redakteurin auf eine Schauvorführung des Käthe-Kollwitz-Museums: Der Steindrucker Dietmar Liebsch hat die Steindruckpresse von 1866 sowie zwei Lithografiesteine von Käthe Kollwitz – ›Brot‹ (1924) und ›Mutter mit Jungen‹ (1933) – wiederentdeckt und druckfähig gemacht.
In Berlin beginnt die Würdigung des Tags der Druckkunst bereits heute mit einer Vernissage in der Berliner Grafik Studio Galerie, die auch Drucke der Pirckheimer Linde Bischof, Matthias Gubig und Bernd Friedrich vorstellt.

Freitag, 6. März 2026

Vernissage „Abschied von Freunden“

Heute wurde die Gedenkausstellung für den Künstler und Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend miley (Michael Ley) „Abschied von Freunden“ eröffnet.
Peter Kurz (lks.), Irmtraud Jüttner (mitte), Udo Würtenberger (vorn)
Eröffnet wurde die Ausstellung, an der u.a. Mitglieder des BBA und der Pirckheimer-Gesellschaft teilnahmen, vom Galeriebetreiber und Pirckheimer Archi Galentz , der Verleger und Drucker Peter Kurz, der seit 40 Jahren mit miley viele gemeinsame Projekte verwirklichte, würdigte den Künstler und sein Schaffen in einer eindrucksvollen Rede.
lks.: Archi Galentz, Fotos © ad
Auf der Vernissage wurde auch Näheres zur Beisetzungsfeierlichkeit für Michael Ley bekannt gegeben.

Walzpostkarte № 14

Die Walzpostkarte № 14 für den Verein für die Schwarze Kunst wurde gestaltet von Marie-Luise Charlotte Weise.

Als Schriften wurden verwendet: Supergrotesk 12 p und 24 p dreiviertelfett, sowie die schmalfette Futura 240 p.
Gedruckt mit einer Grafix Handabzugspresse in der Manufraktur Willi Beck für Bleisatz und Buchdruck, Dachau.

Donnerstag, 5. März 2026

Kleinen Buchmesse im Neckartal

Am nächsten Wochenende findet bereits 18. Mal die Kleine Buchmesse im Neckartalsind statt.

Mittlerweile bereits zum dritten Mal ist Kulibri im Bürgerhaus „Zum Schwanen“ in Neckarsteinach zu Gast. Mit  zwei Lesungen gestaltet Kulibri das Programm mit, am Samstag stellt Yannick Dreßen (LetteraTour) seinen Roman "Meravigliosa Creatura" vor und am Sonntag poetisiert Julia Kulewatz die Besucher mit ihren Nachtgedichten.

7./8. März 2026

Bürgerhaus „Zum Schwanen“
69239 Neckarsteinach, Neckarstr. 42

Luttertaler Illustrierter Sonderdruck № 10

Ein kürzlich in meine dankenden Hände gelangtes kleines sechszehnseitige fadengeheftetes Heftchen mit einer kleinen Widmung ist es wert, hier als Bibliophiles außer der Reihe vorgestellt zu werden, der Luttertaler Illustrierter Sonderdruck № 10 mit dem Titel „Regeln für Umzüge. Aus gegebenem Anlass zusammengestellt von einem Schwieso“, erschienen 2003 in Bargfeld, Im Luttertal 113B in einer Auflage von 5 Exemplaren.
Das Heft (© Ulrich Goerdten) wurde, wie auf der letzten Seite vermerkt, „Geschrieben mit einem von Hans geschenkten Stift, auf Papier, das von Paul gerade mal nicht benötigt wurde, zur Stunde, da Susanne mit beiden an der frischen Luft war, an Pauls Eßplatz am großen Familientisch, mit Ideen, die vom Anblick eines behandschuhten Eiskratzers beflügelt wurden, über Themen von hoher Aktualität, weniger für uns, mehr für eine Nahestehende, von einem allzeit dankerfüllten, verehrungsvollen, hilfreiche Handreichungen ersinnenden Schwieso.
einen kleinen Einblick in die „Regeln für Umzüge“ erhält man durch Klick auf die Abbn.

Mittwoch, 4. März 2026

Jahrestagung 2026 der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft

Die Tagung der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft findet im Benediktinerstift Seitenstetten, im südwestlichen Niederösterreich, statt. Das Stift ist seit 1112 ein spirituelles Zentrum im „Mostviertel“ des Alpenvorlandes. Die eindrucksvolle Kunstsammlung des Stiftes umfasst Grafiken, Gemälde sowie Skulpturen von der Antike bis zur Gegenwart und ist eine der umfangreichsten Österreichs.
P. Martin Mayrhofer, Kustos des Stiftes und Mitglied der ÖEG, wird im Rahmen der Tagung durch die eindrucksvoll von ihm aufbereitete Stiftsgalerie führen.

25. - 27. September 2026
Benediktinerstift Seitenstetten

Crowdfunding „An den Marken meiner Tage“

Am 3. M#rz startete um 10 Uhr auf Havelcrowd ein Projekt zur Unterstützung der Bücherkinder Brandenburg.
Unter dem Titel „An den Marken meiner Tage“ beschäftigen sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr unter anderem mit dem Leben und Wirken von Margot Friedländer und Marlene Dietrich – und gestalten ihr eigenes Buch.
Allein für Material- und Druckkosten werden 1.500 Euro benötigt, damit aus Ideen ein echtes Werk wird – eines, das bleibt. Jetzt, nach 24 Stunden war das Fundingziel von 2.000 Euro bereits zu 78 % erreicht, die Aktion verspricht also ein voller Erfolg zu werden.
das Projekt kann durch Klick auf die Abb. unterstützt werden
Für jede Spende ab 30 € legen die Stadtwerke noch einmal 30 € drauf! (Es lohnt sich also, einen angedachten größeren Betrag unter Familienmitgliedern und/oder Freunden aufzuteilen.)

Dienstag, 3. März 2026

Der "Höngger Bericht" von 1489 zum Waldmann-Handel

Das Buch des Monats März der Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft ist die Faksimile-Neuausgabe des "Höngger Bericht" von 1489 zum Waldmann-Handel.

Der Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann (1435-1489) im April 1489, dessen Folter und Hinrichtung, gehört zu den dramatischen Höhepunkten der spätmittelalterlichen Zürcher und eidgenössischen Geschichte. Das wichtigste erhalten gebliebene Dokument dazu ist der sogenannte Höngger Bericht. Ein des Schreibens kundiger Mann aus der damaligen Bauerngemeinde Höngg war Augenzeuge und hat in lebendiger Sprache handschriftlich geschildert und auch selbst illustriert, was damals geschah. Der Zürcher Historiker mit Herkunft aus dem Maggiatal Ernst Gagliardi hat den Bericht in seiner Quellensammlung zum Waldmann-Handel 1911 veröffentlicht, und die Eigentümer-Familie hat ihn 1989 in fotografischer Wiedergabe publiziert, samt einem historischen Kommentar und einer Version in modernem Deutsch. Dieser Band ist längst vergriffen.
Jetzt legt die Zunft zur Waag eine neue Ausgabe vor. Die Digitalisierung durch das Zürcher Staatsarchiv hat die Wiedergabe des Originals in nahezu perfekter Qualität erlaubt. Es wird begleitet von der seinerzeitigen Übertragung des ursprünglichen Texts in spätmittelalterlichem Schweizerdeutsch in Druckschrift sowie eine Übersetzung in modernes Deutsch und von einer historischen Einordnung durch den damaligen Eigentümer der Handschrift, den Fraumünster-Pfarrer und Historiker Peter Vogelsanger (1912-1995).

(Philippe Welti, Altzunftmeister der Zunft zur Waag, Zürich)
«Sonderdruck. Der dramatische Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann. Der Höngger Bericht eines Zeitzeugen von 1489», 
ISBN 978-3-9525231-4-8

Jahresversammlung 2026 der Maximilianer

Die Jahresversammlung 2026 der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst wird im Mai in Hamburg stattfinden. Die Hauptversammlung ist für Freitag, den 29. Mai 2026 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe vorgesehen.
Auf dem Programm stehen eine Führung durch Gebäude und Druckwerkstätten Hochschule für Bildende Kunst mit ausgewählten Beispielen der Buchproduktion, ein Empfang bei Christian Hesse Auktionen mit Vorstellung ausgewählter Stücke aus der Mai-Auktion, Präsentation der Sammlung Buchkunst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Jahresversammlung und eine Führung durch die Sondersammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, sowie ein geselliges Beisammensein zum Abendessen.
Außerhalb des Programms finden in Hamburg zwei Auktionen statt, bei Ketterer Rare Books die Auktion 600 »Wertvolle Bücher« am 18.05.2026, sowie am Samstag, 30. Mai 2026 bei Christian Hesse Auktionen die Auktion 33 mit dem Sonderkatalog »Artist‘s Books of the 20th Century – Estate of a Gentleman, Part 1«.

Das Anmeldeformular kann per Briefpost oder per E-Mail bis zum 9. Mai 2026 erfolgen.

28. / 29.Mai 2026
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Montag, 2. März 2026

Einladung zum Tag der Archive

Mail Art steht jedem offen. Mail Art ist ein eigenes Netzwerk, das sich dem kommerziellen Kunstmarkt entzieht. Als soziales und politisches Medium war Mail Art ein Mittel des Widerstands, vorwiegend in den Diktaturen Lateinamerikas und Osteuropas. Mail Art gibt es etwa seit den 1960er Jahren. Im AAP finden Sie über 13.000 Stücke zur Mail Art.
Wir zeigen Künstlerbriefmarken, Umschläge, Zeitschriften und Literatur zur Mail Art.
Kuratiert von Elias Valentin Biehler.

 7. / 8. März 2026, 11-20 Uhr

AAP Archive Artist Publications
Türkenstraße 60 UG, 80799 München

Führungen in der Historischen Druckwerkstatt

Mitten in Kreuzberg beginnt 1928 die Geschichte unserer Druckwerkstatt. An den Handsatzarbeitsplätzen und einem bis heute funktionsfähigen »Original Heidelberger Tiegel« arbeiteten Otto Schneider und später sein Sohn Gerd für das lebendige Geschäftsleben des Kiezes.

Die Führung zeigt, wie bis in die 1980er-Jahre hinein Akzidenzdrucksachen entstanden – von Visitenkarten über Briefbögen bis zu Hochzeitsanzeigen und Preislisten. Und es bleibt nicht beim Zuschauen: Jede Besucherin und jeder Besucher setzt mit dem Winkelhaken den eigenen Namen aus Bleilettern zum Mitnehmen – ganz wie zu Zeiten Johannes Gutenbergs im 15. Jahrhundert.

Prof. i.R. Dr. Anne König, Buchdruckerin und Professorin für Betriebswirtschaftslehre für Druckindustrie und Verlage, gibt Einblicke in die Geschichte der Werkstatt und in die traditionelle Arbeitsweise des Handsatzes und Buchdrucks.

3. März 2026, 16 Uhr
26. März 2026, 16 Uhr
... weitere Termine folgen

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin-Kreuzberg