Montag, 18. Mai 2026
artGrafik Ahrenshoop 2026
Die artGrafik 2026 ist Geschichte - hier noch einmal ein Rückblick auf ihre Eröffnung durch Henry Günther.
Ergebnisse des DEG-Wettbewerbs 2026
Auf der vor einer Woche zu Ende gegangenen Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft wurden die Ergebnisse des hauseigenen Wettbewerbs 2026 bekannt gegeben.
Der Preis der Jury (Wolfgang Fiedler, Lydia Willemsen und Gert Groeneveld) für den „Besten Künstler“ bzw. die „Beste Künstlerin“ ging an Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen, dem von der „Society of Wood Engravers“ der „First-Time Exhibitor Price“ für das Exlibris „Despair“, mit einem palästinensischen Jungen auf Trümmern hockend im Gazastreifen verliehen wurde und dessen Exlibris „Der König der Lüfte“ hier als Exlibris des Monats April der DEG vorgestellt wurde.
Den Publikumspreis erhielten die Ukrainer Marina Kupkina und Sergey Kirnitskiy, sowie Jochen Kublik aus Deutschland, die Abbn. der von den Künstlern geschaffenen Exlibris werden hiermit nachgereicht,
Der Preis der Jury (Wolfgang Fiedler, Lydia Willemsen und Gert Groeneveld) für den „Besten Künstler“ bzw. die „Beste Künstlerin“ ging an Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen, dem von der „Society of Wood Engravers“ der „First-Time Exhibitor Price“ für das Exlibris „Despair“, mit einem palästinensischen Jungen auf Trümmern hockend im Gazastreifen verliehen wurde und dessen Exlibris „Der König der Lüfte“ hier als Exlibris des Monats April der DEG vorgestellt wurde.
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Sonntag, 17. Mai 2026
Marie Luise Charlotte Weier hält ein altes Handwerk am Leben
„Die Rheinpfalz“ berichtet über die Walzstipendiatin Marie Luise Charlotte Weier des Vereins für die Schwarze Kunst bei Wolfgang Vogel.
Die Tradition der Walz, auf die vor allem Handwerker aus dem Baugewerbe gehen, um unterschiedliche Betriebe und Arbeitstechniken kennenzulernen, ist an strenge Regeln geknüpft: Die Wandergesellen müssen ledig sein, kinderlos, schuldenfrei und jünger als 30 Jahre. Es gibt viele Traditionen zu beachten, zu der auch das Tragen der Zunftkleidung gehört. Am bekanntesten ist die der Zimmerleute: schwarze Cord-Schlaghose, Weste, ...
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Marie Luise Charlotte Weier ist Mediengestalterin und „auf der Walz“. Kürzlich machte sie Station in der Druckwerkstatt Slow Type in Ludwigshafen.
Die Tradition der Walz, auf die vor allem Handwerker aus dem Baugewerbe gehen, um unterschiedliche Betriebe und Arbeitstechniken kennenzulernen, ist an strenge Regeln geknüpft: Die Wandergesellen müssen ledig sein, kinderlos, schuldenfrei und jünger als 30 Jahre. Es gibt viele Traditionen zu beachten, zu der auch das Tragen der Zunftkleidung gehört. Am bekanntesten ist die der Zimmerleute: schwarze Cord-Schlaghose, Weste, ...
„Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“
Wer käme schon auf die Idee, das Paradies in einem Atemzug mit einer Bibliothek zu nennen? Jorge Luis Borges schon.
Allein der Vorstellungsversuch lässt vermuten, dass er damit den Anspruch erhebt, der Beziehung des Menschen zum Paradies eine neue Dimension abzugewinnen. Mit diesem ebenso abenteuerlich wie eindeutig formulierten Ansinnen wird auch der Gedanke verständlich, der Borges bewegte, eine Idee zu thematisieren, die manche Menschen mit einem Wunsch verbinden. Aber dann setzt man das Paradies mit einer Bibliothek gleich und hat im besten Fall eine Paradies-Bibliothek!? Naja, klingt zugegeben befremdlich… Vermutlich würde kein Mensch wissen, was gemeint ist und beides voneinander trennen. Immerhin funktioniert das Paradies nicht ohne den Sündenfall und jeder, der schon einmal in einer Bibliothek war, ist vielleicht unangenehm berührt, wenn menschliche Schwäche teuflischen Verlockungen erliegt. Damit wird nur aufgezeigt, dass Bibliotheken ein Vorbild für das Paradies sein können und in ihrer Machart ganz besonders sind. Doch paradiesische Zustände werden dadurch nicht generiert. Wenn schon paradiesisch, dann müssen die Engel warten, bis der Himmel ein Einsehen hat. Vielleicht baut Gott auch eine Bibliothek zwischen den Wolken und bestimmt die Literatur zum achten Sakrament? Dann wissen wir wieder, dass wir nichts wissen, aber das ist reine Spekulation. Dafür ist Borges mit seiner Vorstellung nicht mehr allein und so gedeiht die Hoffnung, dass sich das Paradies in eine Bibliothek verwandelt.
(Jan Schäfer, weiterlesen auf Blog der DNB)
Samstag, 16. Mai 2026
16. Gemeinschaftskatalog der Antiquare
Der Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2026, herausgegeben von der Genossenschaft der Internetantiquare, ist erschienen und kann durch Klick auf die Abbildung ausgerufen werden.
Er enthält auf 128 Seiten Angebote von 35, der GIAQ angeschlossenen, Antiquariaten und ein siebenseitiges Personenregister.Der Gemeinschaftskatalog kann in Kürze hier eingesehen und heruntergeladen werden und ist in allen teilnehmenden Antiquariaten erhältlich.
Freitag, 15. Mai 2026
Erinnerung an Werner Klemke
Werner Klemke (1917-1994), Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, Kunstprofessor und ein toller Vater mit 5 Kindern.
Allein seine Buchgestaltung umfasst weit über 800 Titel. Dazu gehören Klassiker der Weltliteratur wie das »Decamerone«, die »Canterbury Tales«, »Fredmanns Episteln« oder die »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull«, aber auch viele zeitgenössische Autoren, über 400 Titelbilder für das Magazin, Briefmarken, Theaterplakate, Prospekte, Bühnenbilder, Figurinen, Filmplakate, Abziehbilder, Entwürfe für Bleiverglasungen ...
Besonders bekannt sind seine Illustrationen von Kinderbüchern und -zeitungen: »Die Hausmärchen der Brüder Grimm«, »Hirsch Heinrich«, »Das Wolkenschaf«, die »Trommel«, »ABC-Zeitung«, sowie von Schulbüchern und der Fibel.
Ausstellungseröffnung: 6. Juni 2026, 14 Uhr, in Anwesenheit seiner Tochter Christine Klemke
Bürgerbüro BSW Landesverband Berlin Pankow
Bizetstr. 124, 13088 Berlin
Allein seine Buchgestaltung umfasst weit über 800 Titel. Dazu gehören Klassiker der Weltliteratur wie das »Decamerone«, die »Canterbury Tales«, »Fredmanns Episteln« oder die »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull«, aber auch viele zeitgenössische Autoren, über 400 Titelbilder für das Magazin, Briefmarken, Theaterplakate, Prospekte, Bühnenbilder, Figurinen, Filmplakate, Abziehbilder, Entwürfe für Bleiverglasungen ...
Besonders bekannt sind seine Illustrationen von Kinderbüchern und -zeitungen: »Die Hausmärchen der Brüder Grimm«, »Hirsch Heinrich«, »Das Wolkenschaf«, die »Trommel«, »ABC-Zeitung«, sowie von Schulbüchern und der Fibel.
Bürgerbüro BSW Landesverband Berlin Pankow
Bizetstr. 124, 13088 Berlin
Donnerstag, 14. Mai 2026
Skadi Engeln in Ahrenshoop
Heute begann die ARTGRAFIK 2026 Ahrenshoop.
Skadi Engeln schickte uns Bilder vom Aufbau ihres Standes.
Sie zeigt dort ihre aktuellen Druckgrafiken. Im Mittelpunkt stehen zwei neue Serien: „Strandspaziergänge“ (Holzschnitt), „Frauen und das Meer“ (Siebdruck, 2026). Dazu kommen die Serie „bunte Kühe“ sowie eine Auswahl älterer Arbeiten, die einen Einblick in ihre künstlerische Entwicklung geben. Alle Werke sind originale Druckgrafiken – in kleinen Auflagen oder mit Unikatcharakter.Der Berliner Bibliophilen Abend wird die Künstlerin 18. Juni 2026 in ihrem Weißenseer Atelier besuchen.
14. - 17. Mai 2026
Strandhalle Ahrenshoop
Dorfstraße 16 b, 18347 Ahrenshoop
Mittwoch, 13. Mai 2026
Türkisch-deutscher Druckabend
Der Abend wird vom Verein für die Schwarze Kunst veranstaltet und richtet sich an alle, die Lust haben, den Handsatz und den Buchdruck und damit die Vielfalt der Schrift und ihre Geschichte ganz praktisch zu erleben. Das Ergebnis kann als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
21. Mai 2026, 18 Uhr
FHXB-Museum
Adalbertstr. 98A, Berlin-Kreuzberg
PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard
In der Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach ist die Ausstellung: „PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard“ zu sehen.
Vorgestellt wird das Werk des Papierkünstlers, der seit über 40 Jahren mit handgeschöpftem Papier arbeitet. Die Ausstellung zeigt seine großformatigen Collagen, farbenfrohen „Pulp Paintings“ sowie poesievolle Künstlerbücher.
In der eigens für die Ausstellung eingerichteten Papierwerkstatt sind die Besucher eingeladen, selbst kreativ zu werden und können jederzeit während der Öffnungszeiten an den Werktischen verschiedene Collagen und Falttechniken ganz individuell ausprobieren.
Weitere Infos zur Ausstellung sowie Führungen gibt es hier.
19. April - 8. November 2026
LVR-Industriemuseum
Papiermühle Alte Dombach, 51465 Bergisch Gladbach
| LVR-Industriemuseum, Fotos: Jürgen Hoffmann |
In der eigens für die Ausstellung eingerichteten Papierwerkstatt sind die Besucher eingeladen, selbst kreativ zu werden und können jederzeit während der Öffnungszeiten an den Werktischen verschiedene Collagen und Falttechniken ganz individuell ausprobieren.
Weitere Infos zur Ausstellung sowie Führungen gibt es hier.
19. April - 8. November 2026
LVR-Industriemuseum
Papiermühle Alte Dombach, 51465 Bergisch Gladbach
Dienstag, 12. Mai 2026
artGrafik Ahrenshoop
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| Rainer Ehrt, Foto: Kurverwaltung Ahrenshoop |
Die 5. „artGrafik" - eine Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Künstlerbücher (organisiert von Henry Günther) - ist in der Ahrenshooper Strandhalle zu sehen.
16 Ausstellende zeigen ihr Portfolio. Mit dabei sind unter anderem Frank Eißner mit Holzschnitt, Susanne Theumer mit Kaltnadel und Zeichnung, Gudrun Illert mit ihren kalligrafischen Arbeiten sowie Lokalmatador Hans Götze, der im Ostseeort lebt und arbeitet.
14. - 17. Mai 2026
Ahrenshooper Strandhalle
Dorfstraße 16
Gelungene Jahresversammlung der Schweizer Bibliophilen
Montag, 11. Mai 2026
Jahrestagung 2026 der Deutschen Exlibris-Gesellschaft
Diese fand dieses Mal zum zweiten Mal (nach 2019) im schönen Wetzlar statt, bestens organisiert von unserem Mitglied Matthias Wenger. Von Donnerstag bis Samstag trafen sich 80 Exlibrissammler- und Künstler aus 14 Ländern zum Tausch und Beisammensein.
Es gab Gelegenheit für Spaziergänge und Stadtbesichtigung, ebenso ein Ausflug ins Waldmuseum in Braunfels. Es war ein - wie immer - lebendiges und intensives Zusammensein in freundschaftlicher und gelöster Atmosphäre.
Höhepunkt war das Festdinner am Samstag Abend mit Ehrungen. Es wurden die Sieger des Exlibris-Wettbewerbs verkündet. Preisträger des Jurypreises war der Holzstecher Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen. Den Publikumspreis teilten sich Marina Kupkina und Sergiy Kirnitsky aus der Ukraine und Jochen Kublik aus Deutschland.
Utz Benkel wurde in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Exlibris-Bewegung die Walter-von-Zur-Westen-Medaille von unserem Vizepräsidenten Siegfried Bresler verliehen.
Dr. Henry Tauber wurde von unserem Präsidenten Utz Benkel in Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. zum Ehrenpräsidenten unserer Gesellschaft ernannt.
Dies waren bewegende Momente an diesem wunderbaren Abschlussabend.
Es gab Gelegenheit für Spaziergänge und Stadtbesichtigung, ebenso ein Ausflug ins Waldmuseum in Braunfels. Es war ein - wie immer - lebendiges und intensives Zusammensein in freundschaftlicher und gelöster Atmosphäre.
| an den Exlibris-Tausch-Tischen: Klaus-Jürgen und Marita Tischer |
Dr. Henry Tauber wurde von unserem Präsidenten Utz Benkel in Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. zum Ehrenpräsidenten unserer Gesellschaft ernannt.
Dies waren bewegende Momente an diesem wunderbaren Abschlussabend.
(Utz Benkel)
Jahresgruß 2026 des Vereins für die Schwarze Kunst
Mit etwas Verspätung, aber umso größerer Freude überreicht der Verein für die Schwarze Kunst seinen Mitgliedern den Jahresgruß für 2026, die Chronik
„10 Jahre Verein für die Schwarze Kunst. Eine Chronologie 2013 -2023“.
Die Redaktion, die Gestaltung und den Satz übernahm Willi Beck, Sabine Fehmer und Wolfgang Vogel, die Titelseite schuf Heike Sehnotale.
In einem umfangreichen Teil werden die Walzstipendiaten und Walzstätten, sowie die Walzarbeiten der ersten 10 Jahre vorgestellt.
In einem umfangreichen Teil werden die Walzstipendiaten und Walzstätten, sowie die Walzarbeiten der ersten 10 Jahre vorgestellt.
Besucher der BuchDruckKunst Hamburg 2026 konnten bereits einen noch ungebundenen Vorabdruck des Heftes am Stand des Vereins für die Schwarze Kunst betrachten.
Bibliophilentage 2026 in Kassel (Sonntag)
Gestern war der Abschluss der Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen in Kassel. Am Morgen konnten wir im wunderbaren Antiquariat Jenior nach - Überraschung! - Büchern stöbern. Der ein oder die andere musste feststellen, dass irgendwann auch der größte Koffer endgültig voll ist. Ein aller letztes Buch passt aber dennoch rein.
Vor dem Antiquariat gab es anschließend einen inspirierenden Vortrag/Dialog des Buchgestalters Friedrich Forssman.
Zum Abschluss ging es zur Grimm-Gesellschaft, wo es einen letzten Einblick in die Welt dieser faszinierenden Brüder und ihrer nicht weniger faszinierenden Fans ging.
Danke für die große Gastfreundschaft, die wir in den vergangenen Tagen erleben durften und ganz herzlichen Dank unserem wunderbaren Organisator Sebastian Eichenberg vom Antiquariat Hamecher.
(Marc Strehler)
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Danke für die große Gastfreundschaft, die wir in den vergangenen Tagen erleben durften und ganz herzlichen Dank unserem wunderbaren Organisator Sebastian Eichenberg vom Antiquariat Hamecher.
(Marc Strehler)
Sonntag, 10. Mai 2026
notabene: Bibliophilentage 2026
Auch das erfuhr man beim Ausflug der Gesellschaft der Bibliophilen zur Fürstlich Waldeckschen Bibliothek im Schloss Bad Arolsen:
Die mit roten Fähnchen versehenen Bücher waren Teil eines beispiellosen Diebstahls: Ein Mitarbeiter einer hessischen Wissenschaftsbibliothek wurde dabei erwischt, wie er 80 Bücher aus der Fürstlich Waldeckschen Bibliothek in sein Privatauto lud. Als die Polizei sein Haus durchsuchte, fand sie 20.000 Bücher, die er aus Bibliotheken aus ganz Mitteleuropa gestohlen hatte. Außerdem auch einen Saurierknochen aus dem Senckenbergmuseum.
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1 Kommentar(e):
- 10. Mai 2026: Bernd Friedrich Schulz hat gesagt…
Absolut rekordverdächtig, oder? Pure Kleptomanie oder reine Wissbegierde, das noch wäre hier die Frage...
zum Gedenken an die Bücherverbrenung 1933
Die Universitätsbibliothek Augsburg bewahrt die Bibliothek der verbrannten Bücher von Georg P. Salzmann.
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| Bibliothek der verbrannten Bücher - Sammlung Georg P. Salzmann |
Jahrzehntelang sammelte Georg P. Salzmann (1929-2013) jene deutschsprachige Literatur in Erstausgaben, die in der Zeit des Nationalsozialismus verboten war und 1933 in deutschen Städten öffentlich verbrannt wurde. Hunderte Regalmeter mit Romanen, Gedichten und Theaterstücken - geschrieben von Jüdinnen und Juden, politisch Andersdenkenden und vielen weiteren, die in den Augen der neuen Machthaber keine Daseinsberechtigung mehr hatten. In dieser einzigartigen, einst privaten Büchersammlung ist somit ein großer Teil jener Autorinnen und Autoren dokumentiert, die auf den Schwarzen Listen der Nazis standen, die ins Exil flüchten mussten, teilweise inhaftiert und ermordet wurden.
Diese beeindruckende Schau deutscher Literatur des 20. Jahrhunderts lädt ein, die zusammengetragenen Texte und Kontexte, die literarischen Schätze und Schicksale dieser Epoche zu entdecken.
Bibliophilentage 2026 in Kassel (Sonnabend)
Gestern ging es mit der Gesellschaft der Bibliophilen zunächst in das documenta archiv, wo es eine sehr kurzweilige Führung mit Schätzen aus der documenta-Geschichte gab.
Danach ging es nach Bad Arolsen, wo wir zwei wunderschöne Bibliotheken besichtigen durften: Die Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek und die Bibliothek Brehm, beide nur ein Bücherregal voneinander entfernt.
In ersterer haben wir gelernt, dass manch Adeliger sich prächtige Bibliotheken aufbauen konnte, weil er schlicht die Rechnungen für die gekauften Bücher nicht beglich.
Danach ging es nach Bad Arolsen, wo wir zwei wunderschöne Bibliotheken besichtigen durften: Die Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek und die Bibliothek Brehm, beide nur ein Bücherregal voneinander entfernt.
In ersterer haben wir gelernt, dass manch Adeliger sich prächtige Bibliotheken aufbauen konnte, weil er schlicht die Rechnungen für die gekauften Bücher nicht beglich.
In der Brehm Bibliothek wurde klar, welch unfassbare Bibliothek ein Mensch allein aufbauen kann, wenn er nur besessen genug ist. Und natürlich das nötige Kleingeld dafür hat (außer natürlich, er ist Adeliger, siehe oben).
Das letzte Foto zeigt übrigens, wie ich mir im Traum meinen Arbeitsplatz vorstelle.
(Marc Strehler)
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Samstag, 9. Mai 2026
Christian Ewald (1949 - 2026)
Christian Ewald ist in der Nacht vom 8. zum 9. Mai nach langer Krankheit für immer eingeschlafen.
1949 in Weimar geboren, war Christan Ewald nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer und Plakatmaler und einem Studium der Typografik und Gebrauchsgrafik an der FHS Berlin ab 1973 in verschiedenen Verlagen tätig. Seit 1976 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und arbeitete freischaffend für Film, Fernsehen, Verlage und kulturelle Institutionen.
Ich lernte Christian Ewald 1990 anlässlich der Gründung seines Verlags „Katzengraben-Presse", dem in einem der ältesten Häuser von Berlin Köpenick (erbaut 1683) „Anderthalbmann-Verlag bibliophiler Bücher“ kennen, in welchem als erster Titel das letzte Buch der DDR erschien, ausgeliefert am 2. Oktober 1990 um 23:59 Uhr.
Rathaus Friedrichshagen
am 19. Juni 2026 um 16.00 Uhr
Abschied und Kondolenz bis 19.30 Uhr
Bölschestraße 87, 12587 Berlin
Urnenbeisetzung in Weimar
Friedhofskapelle Weimar-Ehringsdorf
am 3. Juli 2026 um 13.30 Uhr
Hinter dem Friedhof, 99425 Weimar
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Von da an trafen wir uns ständig und ich lernte seine offene, humorvolle Art und sein kenntnisreiches Urteil schätzen, sei es bei persönlichen Begegnungen oder in den Offenen Ateliers in Friedrichshagen, auf der Leipziger Buchmesse, der BuchDruckKunst in Hamburg und der artbook.berlin, sowie natürlich auf dem maßgeblich von ihm mitgestalteten Katzengraben-Fest in Köpenick. Und zu den Jahreswechseln erfreute er Mitstreiter für das Buch mit Neujahrskarten, immer erkennbar an der individuellen Besonderheit seines Verlages, dem „Faden“.
Sein Engagement für das gut gemachte Buch wurde durchaus zur Kenntnis genommen und wurde mit zahlrechen Preisverleihungen honoriert, so durch die "Stiftung Buchkunst", den Hauptpreis im "Cartoon-Wettbewerb Faber-Castell". oder mit dem Gewinn des Wettbewerbs der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar, nachzulesen u.a. in einem Beitrag von Helmut Garritzmann in den Marginalien Heft 256.
Mit dem Tod von Christian Ewald hat die bibliophile Gemeinde einen weiteren großen Verlust erlitten, er wird uns fehlen.
(Abel Doering)
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Abschied mit Urnenfeier in BerlinRathaus Friedrichshagen
am 19. Juni 2026 um 16.00 Uhr
Abschied und Kondolenz bis 19.30 Uhr
Bölschestraße 87, 12587 Berlin
Urnenbeisetzung in Weimar
Friedhofskapelle Weimar-Ehringsdorf
am 3. Juli 2026 um 13.30 Uhr
Hinter dem Friedhof, 99425 Weimar
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Trauerfeier für Roland R. Berger
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Prof. Dr.
Roland R. Berger
ist am 4, April 2026
nach langer schwerer Krankheit
friedlich eingeschlafen.
Christel Berger
Anne Berger und Marc Berger
Lotte Reinke und Paul Berger
Undine Schneider
Roland R. Berger
ist am 4, April 2026
nach langer schwerer Krankheit
friedlich eingeschlafen.
Christel Berger
Anne Berger und Marc Berger
Lotte Reinke und Paul Berger
Undine Schneider
Die Urnenbeisetzung und Trauerfeier findet am Dienstag, den 2, Juni 2026, um 12 Uhr auf dem Friedhof Pankow III, Am Bürgerpark 24 in 13156 Berlin statt.
Freitag, 8. Mai 2026
Bibliophilentage 2026 in Kassel (Freitag)
Im Museum Grimmwelt begann heute die Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen.
Im Ernst: Unfassbar, was die Brüder in ihrem Leben geleistet haben. Da fühlt man sich plötzlich sehr klein. Bis man dann neben ihnen steht.
Station 2 heute bei der Jahrestagung der Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen in und um Kassel:
Das ehemalige Kloster Corvey mit der Fürstlichen Bibliothek. 75 000 Bände, fein säuberlich weggeschlossen und nicht zur Benutzung gedacht. Beeindruckend, aber irgendwie auch eine deprimierende Vorstellung: Schöne alte Bücher, die nicht gelesen und gefühlt werden.
Im Ernst: Unfassbar, was die Brüder in ihrem Leben geleistet haben. Da fühlt man sich plötzlich sehr klein. Bis man dann neben ihnen steht.
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Das ehemalige Kloster Corvey mit der Fürstlichen Bibliothek. 75 000 Bände, fein säuberlich weggeschlossen und nicht zur Benutzung gedacht. Beeindruckend, aber irgendwie auch eine deprimierende Vorstellung: Schöne alte Bücher, die nicht gelesen und gefühlt werden.
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| Schloss und ehemaliges Benediktinerkloster zu Corvey |
(Marc Strehler)
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