Montag, 11. Mai 2026

Jahresgruß 2026 des Vereins für die Schwarze Kunst

Mit etwas Verspätung, aber umso größerer Freude überreicht der Verein für die Schwarze Kunst seinen Mitgliedern den Jahresgruß für 2026, die Chronik 

10 Jahre Verein für die Schwarze Kunst. Eine Chronologie 2013 -2023.

Die Redaktion, die Gestaltung und den Satz übernahm Willi Beck, Sabine Fehmer und Wolfgang Vogel, die Titelseite schuf Heike Sehnotale.
In einem umfangreichen Teil werden die Walzstipendiaten und Walzstätten, sowie die Walzarbeiten der ersten 10 Jahre vorgestellt.
Besucher der BuchDruckKunst Hamburg 2026 konnten bereits einen noch ungebundenen Vorabdruck des Heftes am Stand des Vereins für die Schwarze Kunst betrachten.

Bibliophilentage 2026 in Kassel (Sonntag)

Gestern war der Abschluss der Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen in Kassel. Am Morgen konnten wir im wunderbaren Antiquariat Jenior nach - Überraschung! - Büchern stöbern. Der ein oder die andere musste feststellen, dass irgendwann auch der größte Koffer endgültig voll ist. Ein aller letztes Buch passt aber dennoch rein.
Vor dem Antiquariat gab es anschließend einen inspirierenden Vortrag/Dialog des Buchgestalters Friedrich Forssman.
Zum Abschluss ging es zur Grimm-Gesellschaft, wo es einen letzten Einblick in die Welt dieser faszinierenden Brüder und ihrer nicht weniger faszinierenden Fans ging.
Danke für die große Gastfreundschaft, die wir in den vergangenen Tagen erleben durften und ganz herzlichen Dank unserem wunderbaren Organisator Sebastian Eichenberg vom Antiquariat Hamecher.

(Marc Strehler)

Sonntag, 10. Mai 2026

notabene: Bibliophilentage 2026

Auch das erfuhr man beim Ausflug der Gesellschaft der Bibliophilen zur Fürstlich Waldeckschen Bibliothek im Schloss Bad Arolsen:
Die mit roten Fähnchen versehenen Bücher waren Teil eines beispiellosen Diebstahls: Ein Mitarbeiter einer hessischen Wissenschaftsbibliothek wurde dabei erwischt, wie er 80 Bücher aus der Fürstlich Waldeckschen Bibliothek in sein Privatauto lud. Als die Polizei sein Haus durchsuchte, fand sie 20.000 Bücher, die er aus Bibliotheken aus ganz Mitteleuropa gestohlen hatte. Außerdem auch einen Saurierknochen aus dem Senckenbergmuseum
Er wurde (lediglich) zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt.


1 Kommentar(e):
10. Mai 2026: Bernd Friedrich Schulz hat gesagt…
Absolut rekordverdächtig, oder? Pure Kleptomanie oder reine Wissbegierde, das noch wäre hier die Frage...

zum Gedenken an die Bücherverbrenung 1933

Die Universitätsbibliothek Augsburg bewahrt die Bibliothek der verbrannten Bücher von Georg P. Salzmann.
Bibliothek der verbrannten Bücher - Sammlung Georg P. Salzmann
Jahrzehntelang sammelte Georg P. Salzmann (1929-2013) jene deutschsprachige Literatur in Erstausgaben, die in der Zeit des Nationalsozialismus verboten war und 1933 in deutschen Städten öffentlich verbrannt wurde. Hunderte Regalmeter mit Romanen, Gedichten und Theaterstücken - geschrieben von Jüdinnen und Juden, politisch Andersdenkenden und vielen weiteren, die in den Augen der neuen Machthaber keine Daseinsberechtigung mehr hatten. In dieser einzigartigen, einst privaten Büchersammlung ist somit ein großer Teil jener Autorinnen und Autoren dokumentiert, die auf den Schwarzen Listen der Nazis standen, die ins Exil flüchten mussten, teilweise inhaftiert und ermordet wurden. 
Diese beeindruckende Schau deutscher Literatur des 20. Jahrhunderts lädt ein, die zusammengetragenen Texte und Kontexte, die literarischen Schätze und Schicksale dieser Epoche zu entdecken.

Bibliophilentage 2026 in Kassel (Sonnabend)

Gestern ging es mit der Gesellschaft der Bibliophilen zunächst in das documenta archiv, wo es eine sehr kurzweilige Führung mit Schätzen aus der documenta-Geschichte gab.
Danach ging es nach Bad Arolsen, wo wir zwei wunderschöne Bibliotheken besichtigen durften: Die Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek und die Bibliothek Brehm, beide nur ein Bücherregal voneinander entfernt.
In ersterer haben wir gelernt, dass manch Adeliger sich prächtige Bibliotheken aufbauen konnte, weil er schlicht die Rechnungen für die gekauften Bücher nicht beglich.
In der Brehm Bibliothek wurde klar, welch unfassbare Bibliothek ein Mensch allein aufbauen kann, wenn er nur besessen genug ist. Und natürlich das nötige Kleingeld dafür hat (außer natürlich, er ist Adeliger, siehe oben).
Das letzte Foto zeigt übrigens, wie ich mir im Traum meinen Arbeitsplatz vorstelle.

(Marc Strehler)

Samstag, 9. Mai 2026

Christian Ewald (1949 - 2026)

Christian Ewald ist in der Nacht vom 8. zum 9. Mai nach langer Krankheit für immer eingeschlafen.
1949 in Weimar geboren, war Christan Ewald nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer und Plakatmaler und einem Studium der Typografik und Gebrauchsgrafik an der FHS Berlin ab 1973 in verschiedenen Verlagen tätig. Seit 1976 war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und arbeitete freischaffend für Film, Fernsehen, Verlage und kulturelle Institutionen.

Ich lernte Christian Ewald 1990 anlässlich der Gründung seines Verlags „Katzengraben-Presse", dem in einem der ältesten Häuser von Berlin Köpenick (erbaut 1683) „Anderthalbmann-Verlag bibliophiler Bücher“ kennen, in welchem als erster Titel das letzte Buch der DDR erschien, ausgeliefert am 2. Oktober 1990 um 23:59 Uhr.
Von da an trafen wir uns ständig und ich lernte seine offene, humorvolle Art und sein kenntnisreiches Urteil schätzen, sei es bei persönlichen Begegnungen oder in den Offenen Ateliers in Friedrichshagen, auf der Leipziger Buchmesse, der BuchDruckKunst in Hamburg und der artbook.berlin, sowie natürlich auf dem maßgeblich von ihm mitgestalteten Katzengraben-Fest in Köpenick. Und zu den Jahreswechseln erfreute er Mitstreiter für das Buch mit Neujahrskarten, immer erkennbar an der individuellen Besonderheit seines Verlages, dem „Faden“.

Sein Engagement für das gut gemachte Buch wurde durchaus zur Kenntnis genommen und wurde mit zahlrechen Preisverleihungen honoriert, so durch die "Stiftung Buchkunst", den Hauptpreis im "Cartoon-Wettbewerb Faber-Castell". oder mit dem Gewinn des Wettbewerbs der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar, nachzulesen u.a. in einem Beitrag von Helmut Garritzmann in den Marginalien Heft 256.

Mit dem Tod von Christian Ewald hat die bibliophile Gemeinde einen weiteren großen Verlust erlitten, er wird uns fehlen.

(Abel Doering)
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Trauerfeier für Roland R. Berger


Prof. Dr.
Roland R. Berger
ist am 4, April 2026
nach langer schwerer Krankheit
friedlich eingeschlafen.

Christel Berger
Anne Berger und Marc Berger
Lotte Reinke und Paul Berger
Undine Schneider


Die Urnenbeisetzung und Trauerfeier findet am Dienstag, den 2, Juni 2026, um 12 Uhr auf dem Friedhof Pankow III, Am Bürgerpark 24 in 13156 Berlin statt.

Freitag, 8. Mai 2026

Bibliophilentage 2026 in Kassel (Freitag)

Im Museum Grimmwelt begann heute die Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen.
Im Ernst: Unfassbar, was die Brüder in ihrem Leben geleistet haben. Da fühlt man sich plötzlich sehr klein. Bis man dann neben ihnen steht.
Station 2 heute bei der Jahrestagung der Jahrestagung der Gesellschaft der Bibliophilen in und um Kassel:
Das ehemalige Kloster Corvey mit der Fürstlichen Bibliothek. 75 000 Bände, fein säuberlich weggeschlossen und nicht zur Benutzung gedacht. Beeindruckend, aber irgendwie auch eine deprimierende Vorstellung: Schöne alte Bücher, die nicht gelesen und gefühlt werden.
Schloss und ehemaliges Benediktinerkloster zu Corvey
(Marc Strehler)

Tag des Buches 2026 in Hamburg

Die Hamburger Autorenvereinigung, Die Auswärtige Presse und die Regionalgruppe Nord der Pirckheimer-Gesellschaft richten einen „Tag des Buches“ in Hamburg aus.
In dessen Rahmen gibt es Vorträge, werden Bücher aus- und vorgestellt sowie getauscht. Dieses Angebot ist offen für alle Gäste, der Eintritt ist frei.
Marginalien, Perlen der Literatur, Bücher von Angeli und Engel & weitere
Zwischen 11 und 15 Uhr findet das Pirckheimer-Treffen der Region Nord statt. Zu sehen gibt es Bibliophiles, Druckkunst, lesefreundliche Typografie und Kalligrafie … – Und zu hören sind Bücherliebhaber, Sammler, Verleger, Künstler. Neben je zehnminütigen Vorträgen der Aussteller entsteht im Beiprogramm eine kostenlose Büchertauschbörse für alle Besucher und Aussteller mit maximal sieben Büchern pro Person.
Von 12:00 bis 13:00 gibt es Gelegenheit, den Input-Verlag zu besichtigen. Danach veranstaltet die Hamburger Autorenvereinigung von 15:30 bis 17:30 Uhr eine Lesung mit 5 Neuerscheinungen aus dem Input-Verlag. Es lesen Sibylle HallbergRalf PlenzMaren SchönfeldCharlotte Ueckert, sowie 
Podiumsgespräche und Lesung aus 80 bis 300 Jahre alten Büchern. Mit Texten von George Sand (Indiana), Jan Tschichold (Erfreuliche Drucksachen), Hermann Sudermann (Frau Sorge) und Jonathan Swift (Gullivers Reisen).

9. Mai 2026

Alfred-Schnittke-Akademie
Max-Brauer-Allee 24, Hamburg-Altina

Donnerstag, 7. Mai 2026

MAIN ART 2026

Mit ihrer 7. Ausgabe lädt die MAIN ART 2026 erneut in die Grünewaldhalle Aschaffenburg unter dem Motto „Kunst hat in bewegten Zeiten eine besondere Kraft“ ein und setzt damit ein klares Zeichen.

53 Kunstschaffende aus elf Nationen – darunter drei Galerien, zwei Künstlervereinigungen sowie sechs Nachwuchskünstler – präsentieren aktuelle Positionen aus Malerei, Zeichnung, Grafik, Linol- und Holzschnitt, Skulptur, Fotografie, Collage, Cut-Out, Papierkunst, Mixed Media und Computergrafik.
Brigitte Iseli-Neustäbler auf der artbook.berlin 2025
lks.:Künstlerbuch„Ein goldener Schatz“ mit Haikus von Ingo Cesaro
rechts: Blatt zu 120 Jahren Berliner Bibliophilen Abend
Auch die in der Schweiz lebende Pirckheimerin Brigitte Neustäbler ist 2026 dabei.

Opening: 8. Mai 2026, 18 Uhr
9. und 10. Mai 2026

GRÜNEWALDHALLE
Grünewaldstraße 12, 63739 Aschaffenburg

Rainer Ehrt - Preußens Luise

Eine Ausstellung in Potsdam zeigt Rainer Ehrts Zeichnungen, Illustrationen, Druckgraphik und ein Geschichts-Bilderbuch zum 250. Geburtstag der Königin Luise von Preußen.
Schwer zu sagen, ob Karl Popper mit seiner Feststellung »Die Weltgeschichte hat keinen Sinn« recht hat. Aber dass die Beschäftigung mit Geschichte Sinn ergibt, das zeigt Rainer Ehrt mit seiner Graphic Novel Preußens Luise, die er pünktlich zum 250. Geburtstag der preußischen Königin am 10. März 2026 vorlegt, auf ebenso aufschlussreiche wie vergnügliche Weise.
Ehrt ist Künstler, Autor und vielfach preisgekrönter Karikaturist, den seit Jahrzehnten die Auseinandersetzung mit Preußen nicht loslässt. 1960 in Elbingerode im Harz geboren, zog ihn preußische Geschichte und Kultur schon als Kind in ihren Bann. Sein umfangreiches Werk zu Preußen, an dem er rastlos weiterarbeitet, umfasst zahlreiche Bücher, großformatige Bilder, Zeichnungen und Plastiken. So hat sich Ehrt über die Jahre zu einem Chronisten Preußens entwickelt. In der Ausstellung sind Ehrt’s Illustrationen zu sehen.

Vernissage: 9. Mai 2026, 14 Uhr
Aussrellung: 9. Mai - 21. Juni 2026, Sa/So 14-17 Uhr

Belvedere auf dem Pfingstberg
Pomonatempel
Potsdam
48 Seiten, 21,5 x 30,2 cm, Hardcover
Euro 19.80
ISBN 978-3-910447-57-8

Mittwoch, 6. Mai 2026

Es geht um das Buch!

Seit 2008 besteht die Kooperation zwischen dem Mediacampus Frankfurt und der Kurt Wolff Stiftung: Alle 9 Wochen stellt der Stiftungsvorstand sowie ein weiterer Verleger die KWS mit einem Verlag vor, diesmal als Online-Veranstaltung des Mediacampus «Buch, Handel und Demokratie» am 27. Mai 2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr.
Nicht zuletzt die Ereignisse rund um die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2025 haben deutlich gemacht, wie wichtig Bibliodiversität ist und wie sehr sie bedroht ist.
Diese bezeichnet die kulturelle Vielfalt innerhalb des Verlags- und Buchhandelswesens und begründet, warum es unabhängig denkende und unabhängig handelnde Menschen in Buchhandlungen und Verlagen geben muss.
An diesem Abend stellen Sarah Käsmayr, Vorstandsmitglied der Kurt Wolff Stiftung, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und Verlegerin des MaroVerlags, sowie Dietrich zu Klampen, Verleger des zu Klampen! Verlags, die notwendige Arbeit der Stiftung vor und berichten von der Freude und den Herausforderungen unabhängigen Publizierens, von ihrem Engagement für die Bibliodiversität.
Dietrich zu Klampen | Sarah Käsmayr

Exkursion durch den Münchener Waldfriedhof

Die Pirckheimer der Regionalgruppe Bayern werden mit Dr. phil. Gerd Holzheimer, dem Verfasser von über dreißig Büchern, künstlerischen Leiter der Veranstaltungsreihe Literarischer Herbst im Fünfseenland und Herausgeber der Zeitschrift Literatur in Bayern, eine gut zweistündigen Exkursion in die literarische Vergangenheit im Waldfriedhof in München unternehmen.
Ein Besuch auf einem Friedhof ist immer auch ein Stück Erinnerungskultur. In ganz besonderem Maße trifft das auf den Waldfriedhof in München zu. Ein Gang durch seine weitverzweigten Wege kommt einem Gang durch Literatur- wie Kulturgeschichte und auch durch die politische Geschichte gleich. Der Waldfriedhof, von 1905 bis 1907 angelegt ist der größte in München.

Weitere Informationen hier. Anmeldung erbeten bei: rabenbauer8at)pirckheimer-gesellschaft.org.

(Hans Rabenbauer)

21. Mai 2026 - 11:00
Waldfriedhof in München

Dienstag, 5. Mai 2026

„Mein Morgenstern“ und MDE-Tagung in München

Mein Morgenstern – Von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden. Die Wanderausstellung des Verein für die Schwarze Kunst präsentiert die über 20 Varianten der Einbandkunst in München.

Initiert und kuratiert wird sie von Ulrich Widmann (Meister der Einbandkunst – Internationale Vereinigung e.V. (MDE)) und Willi Beck (Verein für die Schwarze Kunst e.V.) speziell für den Nachwuchs der Meisterschule in München und für die interessierte Öffentlichkeit.
Ausstellungs- und Tagungsort BSZ Alois Senefelder
Zusammen mit dem Bund Deutscher Buchbinder findet einleitend unter dem Motto „INNOVATION – MOTIVATION – TRADITION – TRANSFORMATION“ die MDE-Tagung 2026 in München statt.
Die Einbandkunst ist vielseitig, steht immer im Spannungsfeld zwischen Idee, Technik, Material und den eigenen Fähigkeiten.

MDE/BDB-Tagung: 15./16. Mai 2026 
Ausstellung: 15. Mai - 19. Juni 2026

Meisterschule Buchbindehandwerk Alois Senefelder
München

Montag, 4. Mai 2026

Frühlingslieder. Herstellungsanleitung samt Vaterschaftsnachweis

Im Kladderadatsch von 1885 findet sich auf S. 87 eine Anleitung zur Herstellung von Frühlingsliedern, die, nach dem üblichen Verfahren der Zeitschrift, ohne Verfasserangabe erschienen ist.
Nach Faktur, Inhalt und Stil muss der Text dem Autor Julius Stinde (1841-1905) zugeschrieben werden. Dieser hat in den „Äolsharfen“-Publikationen des Allgemeinen Deutschen Reimvereins unter dem Pseudonym Theophil Ballheim und unter der Maske des Inhabers einer Dicht-Lehr-Anstalt für Erwachsene zwischen 1886 und 1898 sechs Lehrbriefe veröffentlicht, in denen die Themen „Das Abendlied“, „Weihnachten“, „Realistische Sonette“, „Die Kunst des Schüttelreimens“ und „Der Sensationsroman“ behandelt werden.
Text lesen durch Klick auf die Abb.
Das Frühlingslied darf nun als Frühwerk und Vorläufer dieser Reihe von Veröffentlichungen angesehen werden und dem Text-Corpus zugefügt werden.
Der Stinde-Forscher Ulrich Goerdten hat zu Stindes 150 Geburtstag im Jahre 1991 eine Sammlung dieser Texte in 50 Exemplaren herausgebracht, die in einer zweiten, durchgesehenen Auflage 1992 in 200 Exemplaren erschienen sind (Luttertaler Händedruck, Bargfeld, ISBN 3-928779-04-4). Eine dritte Auflage müsste den Text über die Frühlingsliederenthalten. Es wird sie aber nicht geben, da der Verlag seit 2017 nicht mehr existiert.
Der Originaltext der Herstellungsanleitung für Frühlingslieder ist im digitalisierten Kladderadatsch bei der Universität Heidelberg zu finden. „Die Kunst des Schüttelreimens“ gibt es als Kindle-Ausgabe kostenfrei.

Van Gogh verlässt die Gorch Fock

Im Hybriden Verlag erschien das MMM-Diarium 4/2025 von Hartmut Robert Andryczuk.
Das Diarium vom 1. November 2025 – 31. Januar 2026 enthält künstlerische Arbeiten von
Matthias Lyssy
Egon Günther
Hartmut Robert Andryczuk
Matilde Diaz Lozcano
Freddy Flores Knistoff
Stationen: Kranke Ärztinnen und Ärzte – Heilemann-Schokolade nahe der Zentralbibliothek – Norman Ohler und Nazi-Polytoxikomanie – Oxxxymiron mit Bose QuietComfort Ultra Headphones – Roxi, sandschwarz – Oskar Schindler in Hildesheim – LEDER PETER in Trier – Die vergebliche Suche nach einer UV-Schutzbrille – "ARCTIC" mit Mads Mikkelsen und Maria Thelma Smaradottir – DAS PENISZEBRA – AVK, Gratzer Damm, ca. 8 Stunden Wartezeit – Auf dem Heimtrainer mit Shi Heng Li – Weiße Senioren mit dicken Leibern und asymmetrischen Tätowierungen – Vertrauenslehrer Höcke – RIEFENSTAHL – Davos: kein Krieg mit Grönland – Glatteis und mehr Knochenbrüche in Berlin

Edition: 30 Kopien
300 €

Sonntag, 3. Mai 2026

Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft 2026

Vor kurzem erst erhielten die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft die Jahresgabe 2024/2025, Ernst Fischers großes Werk über die Bibliophilie. Das hat inzwischen bei Expertinnen und Experten sowie bei Leserinnen und Lesern große Anerkennung gewonnen.
Nun folgt sozusagen auf dem Fuße die Jahresgabe für 2026: eine Sonderausgabe des Ausstellungskatalogs der Universitätsbibliothek Leipzig.

Weil die UB Leipzig bis 2022 meine eigene Wirkungsstätte war, erlauben Sie mir wenige Bemerkungen. Die UB Leipzig war deutschlandweit diejenige Altbestandsbibliothek mit den meisten Buchausstellungen, wenigstens seit Eröffnung des neuen Ausstellungsraums im Erdgeschoss gleich im Eingangsbereich der Bibliotheca Albertina. Allein 37 Ausstellungskataloge, kleine wie große, sind in meiner Amtszeit erschienen.

Es freut mich sehr, dass unter der neuen Direktorin Dr. Anne Lipp die Ausstellungstätigkeit fortgeführt wird und dass Frau Dr. Sandra Kriebel sich hauptamtlich darum kümmert. So kam auch die Zusammenarbeit zustande; die Jahresgabe 2026 unterscheidet sich durch einen festen Einband und abweichende Gestaltung der ersten Seiten von der Broschur des im Handel verkauften Katalogs.

Bücher sind Träger des naturkundlichen Wissens, gerade auch durch ihr Bildmaterial: Das hat die UB Leipzig in der Vergangenheit mit Ausstellungen etwa zu Affen, Pferden, Mikroben, Pflanzen und Steinen vermitteln können. Als eine der ältesten Bibliotheken des deutschen Sprachraums, gegründet 1543, und in Verbindung mit anderen Sammlungen der Universität Leipzig, wird so der reiche historische Bestand den interessierten Zeitgenossen immer wieder neu präsentiert.

Gestaltung war und ist zentral für diese Vermittlung von Bücherwissen über Kataloge. Ich bin froh, dass Stefan Gunnesch das Design übernahm. Sie kennen seine vornehme Zurückhaltung und Eleganz aus der Jahresgabe 2021.

(Ulrich Schneider)

BUCHSALON #9: Bernhard Garbert

Bernhard Garbert, Filmstill „Schmuddelbuch“, 2026 © Jane Garbert
In der Veranstaltungsreihe „Buchsalon | Bühne frei für das Buch“ der Kunstbibliothek dreht sich alles um das Buch. Maren Wienigk, Kuratorin der Sammlung Architektur und Ornament, und Michael Lailach, Kurator der Sammlung Buchkunst, sprechen mit ihren Gästen über neue und alte Bücher.

Das Medium Buch zieht sich mit Skizzenbüchern, Kladden und Künstlerbüchern durch das Œuvre des Künstlers Bernhard Garbert. Von besonderem Interesse ist für ihn nicht nur die visuelle Präsenz des Wortes und seiner Zeichnung, sondern auch die Beweglichkeit und Durchlässigkeit des Mediums Buch: das Vor- und Zurückblättern, das Durchscheinen und Durchdringen zwischen den Seiten und den Buchdeckeln. Wir sprechen mit Bernhard Garbert über die Bedeutung und Möglichkeiten des Mediums Buch in seiner Kunst.

19. Mai 2026, 20 Uhr
Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Samstag, 2. Mai 2026

Offene Ateliers Brandenburg 2026

Heute und morgen öffnen im Land Brandenburg über 1000 Künstlerinnen und Künstler an über 730 Orten im Land Brandenburg ihre Türen.
Darunter z.B. Manfred Neumann, dessen Atelier in Frankfurt (Oder) 2024 Ziel eines Ausflugs des Berliner Bibliophilen Abend war
Atelier von Manfred Neumann, Frankfurt (O)
oder Julia und Rainer Ehrt in Kleinmachnow, im Jahr 2021 Ziel der Berlin/Brandenburger Pirckheimer nach kontaktlosen und vor allem kulturarmen Zeiten.
Rainer Ehrt /Julia Ehrt in ihren Ateliers in Kleinmachnow
2,/3. Mai 2026
Land Brandenburg

Ex Libris der Sammlung Haffki - Rund um den Weiher

Heinz Haffki aus Nürnberg ist in den letzten drei Jahren nach einer „Ruhepause“ im Exlibris wieder sehr aktiv geworden und plant nun diese Ausstellung in seiner Vaterstadt Neustadt an der Aisch.
Heinz Haffki, Ex Neustädter, gelernter Drucker und Druckgrafikfan, hat in vielen Jahren eine große Sammlung zusammen getragen. Gegliedert in die Bereiche „Fastnacht und die Narren“ - „Die Drucker und Setzer“ - „Fränkische Künstler“.
Er zeigt aus seiner Sammlung Blätter "Rund um den Weiher", Fische, Angler, Boote, Pflanzen und Tiere. Im kleinen Gewölbe sind außerdem Arbeiten von drei Franken zu sehen: Rudolf Schiestl (Nürnberg), Rudolf Rieß (Nürnberg) und Georg Bauernfeind (Neustadt an der Aisch).

Vernissage: 19. Mai 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 20. Mai - 30. August 2026

Karpfenmuseum Neustadt Aisch
Gewölbe des Alten Schlosses