Sonntag, 18. Oktober 2026

„Wandelhalle für Bücherfreunde“ Herbst 2026

Mitglieder der Gesellschaft der Bibliophilen finden in diesen Tagen die Wandelhalle 2026-2 in ihrem Briefkasten.

Im Editorial gibt Dr. Annette Ludwig einen Ausblick auf das Jahrestreffen der Bibliophilen 2027 in Potsdam und Kai Weber und Silvia Werfel berichten ausführlich über das Treffen der Gesellschaft 2026 in Kassel.
Silvia Werfel informiert darüber hinaus über die Vergabe des Gutenberg-Preises der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft an Erik Spiekermann, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, und Heinz Neumaier über die Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft 2026.
Das Exlibris-Porträt No. 19 gilt Zoltán Vén für Edwin Smits und Brenners Einband-Porträt № 4 ist Lucie Weills Einband zu Amis et Amille gewidmet.

Exlibris Künstler gesucht

Ich forsche zur Geschichte meiner jüdischen Familie, und das Blatt ist Teil einer laufenden Provenienz Recherche zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut. Die Eigner: Claire (Klara) Ucko, geb. 4. März 1902, München; später verh. Mannheimer, nach der Emigration Claire Maney (gest. 1991 in Los Angeles). Sie war meine Urgroßtante.

Das Motiv: Ein bekränzter Putto sitzt auf einem Bücherstapel und dirigiert einen Vogelchor; Rosenbogen mit Harfe, rechts eine Rauchschale. Beschriftung „Ex Libris“ und „Claire Ucko“.
Technik: Klischeedruck (Autotypie) nach Zeichnung.
Maße: ca. 9,5 x 11 cm (Blatt).
Signatur: kleines Monogramm „B“ (evtl. Ligatur) rechts unten neben dem Buch.
Datierung: vermutlich zwischen ca. 1915 und Mitte der 1920er Jahre (vor ihrer Heirat).

(Nicholas Hertz)

Samstag, 17. Oktober 2026

Zufluchtsort Zürich: Jüdische Verlage 1933-1945

In der Auftaktveranstaltung der „Buchkultur Zürich“ widmet sich Oded Fluss dem Zufluchtsort Zürich für Jüdische Verlage.

Rafael Frank Exlibris Oscar 7orges 
In einer Zeit in der die Werke deutsch-jüdischer Autorinnen und Autoren verbrannt und ihre Buchhandlungen und Verlage in Deutschland zur Aufgabe gezwungen wurden, gewährte die Schweiz einen letzten Zufluchtsort. Einige kleine jüdische Verlage in Zürich bemühten sich — manchmal zum Missfallen der Behörden — weiterzumachen und den Stimmen Gehör zu verschaffe, die ihre Heimat verloren hatten.

Im Anschluss an den Vortrag lädt dee Vortragende herzlich zu einem gemütlichen Zusammensein mit Apéro und kleinem Imbiss ein.

28. Oktober 2026, 19 Uhr
Buchkultur Zürich: 28. Oktober - 18. November 2026

Biblion Leonidas Sakellaridis
Kirchgasse 40, 8001 Zürich

Wie fremd ist „Das fremde Kind“?

Lesung von Auszügen aus E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen im Dialog mit eigenen Texten von Nora Gomringer Vom lieben und vom wilden Walde: „Das fremde Kind“
Hans Günter Ludwig: Das fremde Kind, 2025, (Ausschnitt) Staatsbibliothek Bamberg, (Foto: Gerald Raab)
In einer Abendveranstaltung im Rahmen der Tagung „Wie fremd ist „Das fremde Kind“? – E.T.A. Hoffmanns Märchen neu gelesen“ wird sich die vielfach ausgezeichnete Autorin Nora Gomringer dem Märchen widmen und Texte ihres eigenen Werks in Kontrast oder verstärkendem Einklang vorstellen.
Eine vergnügliche Stunde, die den Versuch des Zwiegesprächs mit einem lang wirksamen Text unternimmt.

Nora Gomringer ist Lyrikerin, Filmemacherin und schreibt und spricht für Radio, Fernsehen und Feuilleton. Sie ist mit zahlreichen Literaturpreisen (u.a. dem Ingeborg-Bachmann-Preis) ausgezeichnet worden.

29. Oktober 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal 
Haus Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Freitag, 16. Oktober 2026

Führung durch die Wiener Universitätssternwarte

Die Mitglieder der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft sind eingeladen zu einer exklusiven Führung durch die Wiener Universitätssternwarte.
Der früherer Vorsitzender der Gesellschaft, Prof. Dr. Dipl. Ing. Werner Weiss, lange Jahre stellv. Leiter des Instituts für Astronomie der Universität Wien, wird das Gebäude der Sternwarte mit seinen Geräten zur Himmelsbeobachtung sowie auch die Bibliothek zeigen, die in ihren Sammlungen großartige Werke der astronomischen Literatur beherbergt.
Im Nachklang wird es informelle Gelegenheit zu Nachfragen und zum Gedankenaustausch geben.

20. Oktober 2026, 19 Uhr
Wiener Universitätssternwarte
Sternwartestraße / Türkenschanzstraße im 18. Bezirk Wien

Vereinskarte Nr. 22

Die Vereinskarte Nr. 22 des Vereins für die Schwarze Kunst wurde in Berlin gesetzt und gedruckt mit Schriften von Anne König, dem Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Erik Spiekermann und Heike Schnotale.

4 p AG | 6 p Walbaum | 7 p AG halbfett | 8 p AG | 9 p Candida kursiv
10 p Garamond | 11 p englischer Bestand | 12 p Block | 14 p AG halbfett
16 p Potsdam | 20 p Solemnis Uniziale | 24 p Reporter
28 p Bodoni halbfett | 36 p Fanfare | 48 p Reporter

Donnerstag, 15. Oktober 2026

EinBlick #11: Samisdat

In den Jahren vor der politischen Wende 1989 entstanden in sozialistischen Ländern, so auch in der DDR, Samisdats (nach dem russ. сам издательство - selbst verlegt) - in einer rechtlichen Grauzone kursierende nicht-systemkonforme, häufig von Künstlern geschaffene Zeitschriften. Die größtenteils von Hand gefertigten Blätter wurden, um Druckgenehmigungsverfahren und damit staatlicher Kontrolle zu umgehen, in Kleinstauflagen erstellt und von Hand zu Hand weitergereicht und nur in wenigen Fällen in den Bestand von Bibliotheken aufgenommen.
Was ihre Inhalte so subversiv und brisant machte, zeigt ein neuer EinBlick der Bibliotheca Albertina anhand mehrerer Exemplare aus den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig.

Vor einem knappen Jahr wurde ein Samisdat, die Zeitschrift ENTWERTER/ODER, die u.a. von Uwe Warnke herausgegeben wurde, im Willy-Brandt-Haus vorgestellt.

Vernissage: 12. November 2026, 17 Uhr, Referentinnen: Irina Scherbakowa, Dr. Franziska Davies, Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
Ausstellung: 13. November 2026 - 24. Januar 2027

Bibliotheca Albertina
Vortragssaal/Ausstellungsraum
Beethovenstr 6, 04107 Leipzig

Mittwoch, 14. Oktober 2026

LIVRES! LIVRES! LIVRES! BÜCHER! BÜCHER! BÜCHER!

Mit LIVRES! LIVRES! LIVRES! BÜCHER! BÜCHER! BÜCHER! wird das Deutsche Buch- und Schriftmuseum zum Kino für alle ab 5 Jahren. Gezeigt wird ein spannendes Programm mit experimentellen Kurzfilmen und Künstlervideos, entwickelt von der französischen Künstlerin und Kuratorin Marie-Pierre Bonniol.
In Form von neun sehr kurzen Filmen offenbaren sich Bücher als Karten, Fanzines, Handbücher, Blättererlebnisse, Bibliotheken, Signaturen und Animationen – in zahlreichen Sprachen, aber auch in der Stille. Es springen Fische aus Büchern, Blumen wachsen zwischen den Seiten, Texte werden in Computerfenstern geschrieben, Kinder gestalten eine neue Karte ihres Stadtviertels, Zeichnungen und Bücher werden lebendig.
Fotos: DNB, Isabell Sickert
Mit Filmen und Videos von Dorothée Billard, Marie-Pierre Bonniol, Jean-Michel Bouhours, Sylvie Chan-Liat, Elena Duque, Camille Goujon, Linnéa Haviland und Lei Lei.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 31. Französischen Filmtage Leipzig (18.-25. November 2026) und u.a. in Zusammenarbeit mit der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Institut français Leipzig statt.

21. November 2026, 14:30 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig

Günter Grass - Grafik und Plastik


Das Kunsthaus Müller lädt zu einem Museumsgespräch mit Hilke Ohsoling von der Günter und Ute Grass Stiftung ein.

Druck nach einem Steindruck aus „Die Box"
„Im Gehen' © Günter und Ute Grass Stiftung
 
Eine besondere Aktion zum 99. Geburtstag erwarten Grafiksammler: Radierungen und Steindrucke zum Preis von 99 Euro. Weiter präsentiert die Galerie für zeitgenössische Kunst farbige Drucke (nach Aquarellen von Günter Grass (1927 - 2015), die in der Werkstatt von Christian Müller in der Handanlage gedruckt worden sind), Steindrucke der Serie „Die Box', Mehrfarbensteindrucke und Bronzen.
Unsere Vorzugsgrafik zur Ausstellung ist ein Steindruck von Günter Grass, ein Sonderdruck aus dem Jahr 2010 in der Auflage von 60 Exemplaren. Drei Schneckenmotive auf Bütten, Papierformat 32.5 x 42 cm. Vorzugspreis während der Ausstellung 99 Euro.

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 16. Oktober 2026 - 23. Januar 2027
Museumsgespräch: 24. Oktober 2026, 14.00 Uhr

è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Dienstag, 13. Oktober 2026

Buchobjekte von Karl Kretschmer

Faszinierende Buchobjekte im Stadtmuseum Mosbach © Stadt Mosbach
In Mosbach läoft noch bis Ende Oktober die Ausstellung „BuchKunst-KunstBuch“ mit Arbeiten von Karl Kretschmer.

Karl Kretschmer, Mosbacher Buchdruckermeister und Vorsitzender des Vereins „Druckwerkstatt“, nennt seine Arbeiten schlicht „Buchobjekte“. Mit ihnen lädt er dazu ein, sich mit der vielfältigen Symbolik des Mediums Buch auseinanderzusetzen. Seine Werke verbinden Traditionen der „Schwarzen Kunst“ mit visuellen Reizen unterschiedlichster Materialien. So entstehen Anspielungen und Inhalte, die den Blick auf Handwerk, Techniken und Werte des traditionellen Buchdrucks richten. „Mit meinen Objekten möchte ich die geistige wie materielle Vielfältigkeit von Papier und Buch, aber auch Aspekte der natürlichen Nachhaltigkeit anschaulich machen“, so der Ausstellungsmacher. Stefan Müller, Leiter des Stadtmuseums, ergänzt: „Es ist großartig, wie die Kunst den Blick weitet für das ganz eigene Interpretieren des Betrachters. Damit ist sie etwas ganz Besonderes.“

Sonderausstellung: 31. August . 28. Oktober 2026

Stadtmuseum Mosbach
Hospitalgasse 4, 74821 Mosbach

Schöneberger Art 2026

Die Schöneberger Art bietet dieses Jahr wieder Einblicke in die Berliner Kunstszene des entsprechenden Stadtbezirks, wie gewohnt am ersten Novemberwochenende.

Zum 18. Mal findet dieses Jahr der Galerierundgang und die offenen Ateliers der Schöneberger Art statt. Unsere jährliche Kunst-Veranstaltung zeigt eine professionelle und vielseitige, freischaffende Schöneberger Kunstszene mit zahlreichen Kunst-Akteuren und -Positionen.

7. November, 14 – 19 Uhr
8. November, 12 – 18 Uhr

Montag, 12. Oktober 2026

Ein Blick in eine mögliche Zukunft

Im September gab es einen Flashmob auf dem Alex für die Zusammenlegung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin Ost und West in einem Gebäude.

Auf einer großflächigen Fassadeninszenierung wird nun ein Eindruck vermittelt, welches Potenzial die ZLB als Kultur- und Begegnungsort für den Platz und für Berlin entfalten könnte. Bis Ende November zeigt die Fassade der Galeria Kaufhof das Innenleben einer zukünftigen ZLB am Alexanderplatz.
Die Fassadeninszenierung veranschaulicht, was die ZLB neben einem Warenhaus an diesen Ort mitbringt: Eine große Kinderbibliothek, Aufenthaltsflächen für Jugendliche, Kreativräume für Musik- und Videoproduktion, Makerspaces und einen offenen Zugang zu etwa 550.000 Medien und rund 2.000 Arbeitsplätze. An einem neuen, gut erreichbaren Zentralstandort am Alexanderplatz erwartet die ZLB täglich etwa 10.000 Besuchende.

Die Fassadeninszenierung beruht auf einem Rendering der Osloer Architekturbüros Atelier Oslo und lundhagem und ist ein gemeinsames Projekt von Kulturprojekte Berlin und der ZLB. Unterstützt wird das Projekt von einem breiten Bündnis aus Kultur, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, unter anderem der Commerz Real, dem Bezirksamt Mitte, der Investitionsbank Berlin sowie dem Deutschen Bibliotheksverband.

„Die ZLB wird den Alexanderplatz nachhaltig aufwerten. Besonders spannend ist die Perspektive im Zusammenspiel mit den weiteren Entwicklungen im Umfeld – vom Warenhaus bis zum künftigen Rathaus der Zukunft. In der Mitte Berlins muss ein starkes Ensemble öffentlicher und sozialer Orte entstehen“, kommentiert Stefanie Remlinger, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, die das Projekt unterstützt.

artbook.berlin 2026

Der Berliner Bibliophilen Abend wird auch 2026, in diesem Jahr zum vierten Mal, auf der artbook.berlin mit einem Stand vertreten sein und Jahresgaben und weitere Ausreichungen für seine Mitglieder vorstellen, sowie eventuell noch vorhandene Einzelexemplare zum Verkauf anbieten.

Buchliebhaber, die sich auf der artbook.berlin für eine Mitgliedschaft beim BBA interessieren, werden dort nicht nur einen Mitgliedsantrag ausfüllen können, sondern können sich auch gleich vor Ort ihr Begrüßungsgeschenk mitnehmen.

20. November 2026 - 18 bis 21 Uhr
21. November 2026 - 14 bis 20 Uhr
22. November 2026 - 11 bis 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz
Berlin/Kreuzberg

Sonntag, 11. Oktober 2026

Tsundoku

Für das jedem jedem Bibliophilen bekannte Phänomen, Bücher zu erwerben, die sich dann zu Hause ungeordnet stapeln ohne gelesen zu werden, gibt es im Japanischen den Begriff „Tsundoku“.
Er entstand in der Meiji-Ära (1868–1912) als japanischer Slang und kombiniert Elemente der Begriffe Tsunde-Oku (Dinge für später aufstapeln und verlassen) und Dokusho (Bücher lesen).

Diese Gewohnheit ist sicher weit verbreitet unter Bücherliebhabern, die das Gefühl einer großen Sammlung genießen, aber Schwierigkeiten haben, die Zeit zum Lesen aller erworbenen Bücher zu finden.
Während manche Tsundoku als Geld- und Zeitverschwendung betrachten, ist es für andere eine Möglichkeit, ihre Liebe zu Büchern und ihren Wunsch nach einer großen Sammlung auszudrücken. Zur Ehrenrettung des Bibliophilen und im Unterschied zur Bibliomanie sei allerdings angemerkt, dass der Begriff auch für die Anhäufung von Lektüre in Regalen oder auf dem Schreibtisch verwendet wird, die später gelesen werden soll.

(mit Dank an Bernd Friedrich für den Hinweis)

Kater Murr und Johannes Kreisler – Eine illustrierte Begegnung

© Steffen Faust, Kater Murr | © Stephan Klenner-Otto, Kapellmeister Kreisler
Zum 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns steht sein berühmter Roman “Lebens-Ansichten des Katers Murr” im Mittelpunkt einer besonderen Künstler-Lesung, die in Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin, der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend stattfindet.

Stephan Klenner-Otto illustriert die Welt des Kapellmeisters Kreisler, Steffen Faust die des Katers Murr. Lesung, Bilder, Live-Druck und -Zeichnung verbinden sich am 30. November – dem Todestag von Hoffmanns eigenem Kater Murr – zu einer ungewöhnlichen künstlerischen Beschäftigung.
Jörg Petzel führt in den Abend ein. Zum Abschluss wird das Gesehene selbst zum Kunstwerk: Steffen Faust zeichnet den Kater Murr, während Stephan Klenner-Otto den Kreisler druckt.

30. November 2026, 18 Uhr, Um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor-Fontane-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Samstag, 10. Oktober 2026

Bilder eines Pirckheimers

Ralf Parkner, langjähriger Pirckheimer und Jünger E.T.A. Hoffmanns, hat sich wieder seinem früheren Hobby, der Malerei, zugewendet.
General Custer | „Totanka Yotanga - Sitting Bull“, beide schwarzer Kugelschreiber 1981
Entstanden sind, vor allem in den letzten Monaten, in unterschiedlichen Techniken eindrucksvolle Portraits von Literaten, deren Texte ihm nicht nur wichtig sind, sondern auch Bestandteil seiner bibliophilen Sammlung wurden, im Falle Günter Kunerts sogar in Form einer Korrespondenz mit dem Autor.
Fjodor Dostojewski, Tempera auf Hartfaser 1978 | Hermann Hesse, Aquarell, 1977
 Günter Kunert | Edgar Allan Poe
, beide Acryl 2026
Als Zeichner, später auch in der Malerei, widmete sich Ralf Parkner selbstredend nicht nur der Literatur, sondern dem Menschen in seiner ganzen Komplexität, wofür hier zwei Beispiele ausgewählt wurden.
Badeszene, Tempera auf Hartfaser 1978 | Selbstbildnis mit Halbakt, Acryl 2026
Darüber hinaus entstanden eindrucksvolle Gemälde von Musikern, deren Songs sein Leben begleiteten und ihn prägten, wie sicher auch viele aus unserer Generation der bibliophil Interesseierten, da sie nicht nur durch die Komposition, sondern eben auch durch die Lyrics bekannt wurden.
Ian Anderson | Frank Zappa | John Lennon, alle Acryl auf Ln-Karton 20x30 cm, 2026
Abbn. zum Vergrößern anklicken
Zu guter Letzt wird hier nach das am heutigen Tag fertig gestellte Werk „E.T.A. Hoffmann“, ebenfalls in Acryl vorgestellt.
1 Kommentar(e):
11. Oktober 2026: Abel Doering hat gesagt ...
eine ausgezeichnete Arbeit - geradezu ein Blick in Hoffmanns Psyche

Freitag, 9. Oktober 2026

Neuerung bei „Graphische Kunst“

Die Graphische Kunst erscheint wie bereits angekündigt künftig einmal jährlich Ende November als umfangreiches Jahresheft mit 64 Seiten und 10 Graphik-Beilagen in der A-Ausgabe sowie 6 Beilagen in der B-Ausgabe.

Zusätzlich werden ab sofort zwei Sonderhefte unter dem Titel „Graphische Kunst im Focus“ in zwangloser Form im Frühjahr sowie im Herbst erscheinen. Diese werden sich jeweils einem besonderen Thema, einer öffentlichen oder privaten graphischen Sammlung, einem Künstler/in oder einem ausgewählten Bereich der druckgrafischen Techniken umfangreich widmen.

Die Reihe startet mit der renommierten graphischen Sammlung im Sommerpalais Greiz, welche Dr. Ulf Häder vorstellt.
Für A- und B-Abonnenten sind die beiden Sonderhefte bereits im Abonnement enthalten, C-Abonnenten haben die Möglichkeit, die Sonderhefte zum Preis von je 9 Euro zu erwerben.

(Simone und Rainer Stec)

Man schmückt sich mit einem Buch!

(Abb. © Thalia)
Thalia wird ab nächsten Monat „literarischen Fashion-Neuheiten“ anbieten, sog. Book Charms, also Minibücher für Buchliebhaber, die von den „Bookies“ als Anhänger getragen werden können. Sie sollen, sozusagen als „Statement und damit ein Stück Abgrenzung zur digitalen Welt“, sichtbar sein.
Die ersten vier Titel der Verlage Goldmann, btb, Penguin und Heyne werden im November in den Handel kommen, in limitierter Auflage mit Original-Einband, kunstlederverstärktem Rücken, sowie Metallösen und -Karabinern in goldener Veredelung.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Zwischen Pfauen- und Schildkröteninsel

© Staatsbibliothek zu Berlin
Die Staatsbibliothek zu Berlin lädt herzlich zu einer musikalischen Lesung „Zwischen Pfauen- und Schildkröteninsel“ aus 1001 Nachtabwechslungsreichen Abend ein, der auf eine Reise in die Welt der arabischen Erzählungen mitnimmt.

Im Mittelpunkt steht eine arabische Originalhandschrift, die im 17. Jahrhundert in einer koptischen Buchwerkstatt in Ägypten illustriert wurde und Erzählungen aus dem Umfeld von „Tausendundeine Nacht“ enthält. Die Lesung selbst, Kurzvorträge und die Präsentation der Handschrift geben faszinierende Einblicke in die arabische Buch- und Erzählkultur.

Arabistin, Musikerin und Übersetzerin Claudia Ott, der Agrarökologe Marcel Robischon und Christoph Rauch, Leiter der Orientabteilung der Stabi, führen Sie mit ihren Beiträgen durch den Abend. Gemeinsam nehmen wir die von Claudia Ott übersetzten Erzählungen im Hinblick auf die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln genauer unter die Lupe.

15. Oktober 2026, 18 Uhr, musikalische Umrahmung durch den Oudspieler Farhan Sabbagh, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Hoch Tief Flach

Thomas Sebening: éléments de construction, 09_20-2, 2026, Kupferstich und Aquatinta, 49 x 49 cm
Im historischen Schlosspavillon, der innerhalb des Schlossparks von Ismaning liegt, treffen zeitgenössische Kunst und ein besonderer Ort mit barocker Geschichte aufeinander. In Kooperation mit dem Kallmann-Museum präsentiert der Radierverein München die Ausstellung “Hoch Tief Flach – Verein für Original-Radierung München im Schlosspavillon”.

Neun Künstler des Vereins geben einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten und aktuellen Ausdrucksformen der Druckgrafik. Zu sehen sind Radierungen, Lithografien und Holzschnitte, aber auch Installationen, die mit Druck- und Abdruckverfahren arbeiten. Pflanzen und Landschaften, Figuren und abstrakte Formen zeigen, wie unterschiedlich diese Verfahren eingesetzt werden können – auf Papier ebenso wie im Raum. Die Ausstellung verbindet dabei traditionelle Techniken mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen und macht die besondere Vielfalt des Mediums erlebbar.

Eröffnung: 11. Oktober 2026, 15 Uhr
Ausstellung: 11. Oktober 2026 – 17. Januar 2027

Galerie im Schlosspavillon
Schloßstraße 1, 85737 Ismaning