Sonntag, 28. Mai 2017

Purgatory Pie Press aus New York

Erstmals in Deutschland zu sehen: die Künstlerbücher der Purgatory Pie Press

Arbeiten der Purgatory Pie Press in der Galerie Eremitage, Foto: Heinz W. Pahlke
In den USA gehören Dikko Faust und Esther Smith mit ihrer Purgatory Pie Press längst zu den bedeutendsten Schöpfern von Künstlerbüchern, in Deutschland sind sie dagegen bislang nahezu unbekannt. Eine Ausstellung in der Galerie Eremitage in Gransee bei Berlin bietet jetzt zum ersten Mal die Gelegenheit, ihr künstlerisches Schaffen kennenzulernen. Dikko Faust und Esther Smith waren Marc Berger bereits 1995 bei einem New-York-Besuch aufgefallen, als es ihn in der amerikanischen Metropole in eine Buchkunstausstellung verschlug. Aus den vielen technisch und künstlerisch eher unbefriedigenden Werken stachen die Arbeiten der Purgatory Pie Press wie ein Lichtpunkt heraus. Der 40. Jahrestag der Gründung der Purgatory Pie Press bot jetzt eine gute Gelegenheit, sie endlich nach Deutschland zu holen.
Künstlerische Bücher bilden ihren Schwerpunkt. ...
(Heinz Werner Pahlke)

... weiterlesen auf sprachrand.de
... siehe auch: Märkische Oderzeitung

Ausstellung: 27. Mai - 9. Juli 2017

è Eremitage Gransee
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4a | D-16775 Gransee

Jikji

Nicht jeder hierzulande weiß, wem die Menschheit die Erfindung des Druckens zu verdanken hat, die unsere Welt so grundlegend veränderte. Weniger noch ist bekannt, dass bereits 200 Jahre früher in Korea mittels Sandgussverfahren Lettern hergestellt wurden, mit denen man auf ähnliche Art drucken konnte. ›Jikji‹ lautet der Titel des nur in einem einzigen Exemplar erhaltenen Buches, das im Heungdeok-Tempel in Cheongju 1377 gefertigt wurde und zum Weltkulturerbe zählt. Das Ereignis wird alle zwei Jahre im großen Stil mit dem Internationalen ›Jikji‹-Festival in Cheongju gefeiert, worüber Jung-Ja Holm aus Korea beim 5. Dresdener Schriftenfest berichten wird.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Schriftenfestes ist Lesbarkeit, ein zentrales Thema für alle, die mit der Vermittlung von Wissen zu tun haben. Das Wort Petrarcas kommt einem in den Sinn: »Ich will nicht, dass man ohne Mühe lese, was ich nicht ohne Mühe geschrieben habe«. Diese Mühewaltung, die er einfordert, bezieht sich aber auf den textlichen Inhalt, auf die Auseinandersetzung mit seinen Gedanken und Vorstellungen, nicht auf den Prozess des Lesens als solchen. Diesen leicht und flüssig, so mühelos als nur denkbar zu gestalten ist Aufgabe der Typographie und der Typo­graphen. Konkret besteht sie in der Gliederung und Aufbereitung einer visuellen Information im Sinne unmissverständlicher und rascher Aufnahme durch den Rezipienten und, ganz wichtig, in der Einbeziehung der zu verwendenden Materialien, Schrift, Bild, Papier etc. Auch sie sind Teil der Typographie.

5. Dresdener Schriftenfest: 17./18. Juni 2017

Offizin Haag-Drugulin Dresden
Großenhainer Straße 11a 01097 Dresden
(im Gebäude der früheren Schriftgießerei Typoart)

buecher gar hübsch gemolt

Deutsche Buchmalerei des 15. und frühen 16. Jahrhunderts

Die Verleumdung des Apelles, eine
Nachschöpfung eines (im Original verlorenen)
antiken Gemäldes, das aus der Beschreibung
bei Lukian (2. Jh.) bekannt ist.
Die Staatsbibliothek Bamberg zeigt noch bis zum 30. Juni 2017 einen repräsentativen Querschnitt aus ihrem Bestand an illuminierten Büchern des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Einer breiteren Öffentlichkeit wird so Einblick in diesen bisher weitgehend unbekannten Teil der Handschriftensammlung gewährt, der derzeit in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt erschlossen wird. Vorträge und Führungen begleiten die Ausstellung.
Das 15. Jahrhundert war eine Zeit tiefgreifender religiöser und kultureller Umbrüche. Bußprediger kritisierten gesellschaftliche und kirchliche Missstände, und klösterliche Reformbewegungen strebten danach, das Gemeinschaftsleben wieder stärker an christlichen Normen auszurichten. Dazu gehörte auch das Abschreiben von Büchern. Die Buchproduktion stieg stark an, da auch für weltliche Zwecke wie das Studium und den Handel immer mehr Texte benötigt wurden. Die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg ermöglichte dann seit der Jahrhundertmitte die schnelle Herstellung und weite Verbreitung von Büchern.
Auch wenn Bücher immer leichter verfügbar wurden, waren sie doch alles andere als eine Massenware. Jedes Schriftstück spiegelt die individuellen Bedürfnisse seines Besitzers. Am deutlichsten wird dies, wenn ein Buch mit künstlerischer Ausstattung versehen ist. Nicht nur Werke, die man mit der Hand abschrieb, verzierte man auf diese Weise, sondern auch gedruckte Texte wurden oft reich mit gemalten Initialen, Bordüren und Miniaturen versehen. Der Bestand an illuminierten Büchern des 15. und frühen 16. Jahrhunderts, den die Staatsbibliothek Bamberg hütet, ist bisher weitgehend unbekannt. Ein repräsentativer Querschnitt von etwa 20 Exponaten zeigt die Bandbreite der Sammlung. Am Anfang steht die Zeichnung eines bischöflichen Schulterschmucks, des 2015 erworbenen Rationale aus Pommersfelden. Aus Nürnberg gelangten Nonnenhandschriften und die gedruckte Kobergerbibel nach Bamberg. Aber auch in Bamberg selbst entstanden bedeutende Kunstwerke wie eine Chronik der Michelsberger Äbte und liturgische Drucke. Neben Werken fränkischer Herkunft sind auch Beispiele aus Nachbarregionen vertreten.
(Dr. Bettina Wagner)

Ausstellung: 3. April bis 30. Juni 2017

Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg

Montag, 22. Mai 2017

40 Jahre Purgatory Pie Press

Drucke und Bücher aus New York City

Die Eremitage Gransee lädt herzlich zur Eröffnung  der Ausstellung "40 Jahre Purgatory Pie Press" ein. Es wird eine kurze Rede von Marc Berger geben, etwas Livemusik, Kaffee, Kuchen und Getränke und: die Künstler werden anwesend sein!
Wer also Esther und Dikko und ihre Arbeiten kennenlernen will, sollte diese einmalige Gelegenheit nutzen.
Den Berlinern, die Bahn fahren, wird’s mal wieder nicht leicht gemacht: Es gibt irgendwelche angekündigten Störungen zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg. Bitte beachtet das und lasst Euch davon nicht abschrecken. Bildet Fahrgemeinschaften! Entert die Autos Eurer Freunde! Es gibt keinen besseren Grund, dem Kirchentagstrubel zu entfliehen!
In der Hoffnung, den amerikanischen Kollegen hier eine würdige Eröffnung mit möglichst vielen interessierten Besuchern präsentieren zu können ...
verbleibe ich mit den allerschönsten Frühlingsgrüßen!
Marc Berger

Ausstellung: 27. Mai - 9. Juli 2017

è Eremitage Gransee
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4a | D-16775 Gransee

Sola scriptura

Die Berlin-Brandenburger Pirckheimer trafen sich am 18. Mai zum zweiten Mal in diesem Jahr im Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek. Unter dem Motto „Sola scriptura – allein durch die Schrift“ stellte Andreas Wittenberg, Referatsleiter in der Abteilung Historische Drucke, die Luther-Sammlung der Bibliothek vor. Erstmalig traf man sich im neuen Konferenzsaal 4, der in dem Bereich des Hauses liegt, der nach umfangreichen Baumaßnahmen nun schrittweise wieder zur Verfügung stehen wird. Die Geschichte der Sammlung geht weit zurück in die Vergangenheit. Schon der Gründungsbestand der „Churfürstlichen Bibliothek zu Cöln an der Spree“ (1661) enthielt eine kleine Büchersammlung, die aus dem Nachlass von Martin Luther stammte. Im Laufe der Zeit kamen weitere Lutherdrucke in die Bibliothek. Entscheidend für den weiteren Aufbau der Sammlung wurden zahlreiche große Erwerbungen im 19. Jahrhundert. Die nun „Königliche Bibliothek“ (seit 1701) galt bereits um die Mitte des Jahrhunderts als die weltweit vollständigste an zeitgenössischen Luther-Drucken und als ab 1841 der Gesamtbestand der Bibliothek neu katalogisiert und neu aufgestellt wurde entschloss man sich, im „großen Realkatalog“ im Fach Theologie eine eigene Signaturengruppe einzurichten und die Ausgaben dort chronologisch zu verzeichnen. Die Luthersammlung bildete fortan eine eigenständige Sondersammlung.
Die „Hure Babylon“ aus dem September-
und dem Dezembertestament (Holzschnitt
aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä.).
Abb. aus einem Beitrag der Staats-
bibliothek zu Berlin, Andreas Wittenberg
Während des Zweiten Weltkriegs wurden auch die Lutherdrucke ausgelagert. Wir müssen davon ausgehen, dass diese einmalige Sammlung in den Wirren der letzten Kriegswochen vollständig vernichtet wurde. Einzig der Plakatdruck der 95 Thesen war nicht ausgelagert worden und entging so dem Schicksal der übrigen Drucke. Alle zeitgenössischen Lutherdrucke, die heute wieder im Bestand der Staatsbibliothek vorhanden sind, sind Nachkriegserwerbungen. Im OPAC sind nun wieder über 900 verzeichnet.
Auch wenn die Spitzenstücke - wegen der nochmaligen Präsentation der Ausstellung „Bibel, Thesen, Propaganda“ zum Kirchentag - nicht gezeigt werden konnten, präsentierte Herr Wittenberg eine erstaunliche Auswahl. Der Bogen spannte sich von den eigentlichen Reformationsschriften bis hin zu Luthers Schriften in denen er sich mit anderen religiösen Bewegungen und dem Bauernkrieg auseinandersetzte. Den krönenden Abschluss bildeten die Bibeldrucke, darunter das berühmte „Septembertestament“ und das nicht weniger berühmte „Dezembertestament“ mit den Holzschnitten aus der Cranach-Werkstatt.
(Ninon Suckow)

Mittwoch, 17. Mai 2017

MDE-Exkursion und Mitgliederversammlung

Das Fachtreffen der Meister der Einbandkunst 2017 findet in statt.
Von 10.00 bis 12.30 Uhr wird Herr Dr. Christian Herrmann, Leiter der Sammlung Alte und Wertvolle Drucke, ausgewählte Einbände des 20. und 21. Jahrhunderts aus dem Bestand der Einbandsammlungen für uns vorstellen und präsentieren. Die WLB beherbergt verschiedene Einbandsammlungen, die ein breites Spektrum bis hin zu aktuellen Einbänden besitzen.
In kleiner Runde wird danach die Möglichkeit geboten, die Einbände anzuschauen und sich im anschließenden Gespräch über die Sammlung, technische Details, Gestaltung und Material auszutauschen. Eine spannende Gelegenheit, Einbände von zum Teil namhaften Buchbindern aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Original zu sehen und zu fühlen!
Am Nachmittag findet von 15.00 bis 17.30 Uhr die Jahresmitgliederversammlung ebendort statt.

Tagung: 21. Oktober 2017

Württembergische Landesbibliothek

Buchkunst - Künstlerbuch

Matthias Friedrich Muecke und die Edition-Mueckenschwarm

Matthias Friedrich Muecke wurde 1965 in Ost-Berlin geboren und ist nach Berufsausbildung bei der Denkmalpflege Berlin zum Maler/Restaurierung, Abitur und Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee seit 1988 freiberuflich als Maler, Grafiker und Szenenbildner tätig. 1993 gründete er die Galerie KRAFÜNF, Berlin-Mitte und seit 2000 gibt es eigene Edition mit Originalgrafischen Büchern (Edition Mueckenschwarm).

Ausstellung: 18. März bis 30. September 2017

Buchlokal, Ossietzkystraße 10, 13187 Berlin

Dienstag, 16. Mai 2017

Hartmut Andryczuk

Ottfried Zielke – Beerdigung fällt aus

Im Hybriden-Verlag erschien im März eine Hommage an Ottfried Zielke mit Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk und einem Gespräch aus dem Totenreich.

"Ottfried, wie ist es, tot zu sein?
Nicht anders als am Leben zu sein. Vom Tod wird allgemein zu viel erwartet. Es soll alles besser werden. Manche erwarten ja, den ganzen Tag Beethoven zu hören und dabei von Jungfrauen gebadet zu werden. Ich habe hier noch keine Jungfrau getroffen, trinke weiterhin Fassbrause, rauche jetzt aber Zigarren. Allerdings bin ich noch nicht lange genug tot, um zu beurteilen, wie es ist, tot zu sein.
Produzierst du noch Unikat-Malerbücher?
Ja, gelegentlich. Manchmal dauert ein Buch nur zwei Sekunden lang.
Sind das große Bücher?
Ja, 2 x 4 km groß würde ich sagen – mit über 100 Originalzeichnungen.
Sind das Bücher ohne Titel?
Nein, ein Buch mit dem Titel „o.T“ ist ein Werk aus Verlegenheit. Ich habe jetzt eine Biographie Franz von Assisis gemalt. Danach folgen einige Sequenzen zur Kindheit und Jugend von Edward Teller."

Hybriden-Verlag
Buch im Schuber.
Series: Bookart
Edition: 30 copies
550 €

Sonntag, 14. Mai 2017

Corvinus Presse im Lyrikhaus

In zwei Wochen wird im Lyrikhaus die Corvinus Presse vorgestellt. Es lesen die Autoren Gerd Adloff, der auch Fotograf und Petrus Akkordeon, der auch Künstler und Guerilla-Gärtner ist. Gisbert Amm wird den Verlagsgründer und -betreiber Hendrik Liersch ausfragen; Fragen der Teilnehmer an der Veranstaltung sind ebenfalls willkommen.
Der Eintritt beträgt 5 Euro.


Lesung: 27. Mai 2017

Lyrikhaus Joachimsthal
Glockenstraße 23
16247 Joachimsthal

Samstag, 13. Mai 2017

Prinzessinnen-Bibliothek in der SBB

Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erwarben gemeinsam Prinzessinnen-Bibliothek.
Fünf Stiftungen und 120 Privatpersonen unterstützten die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz beim gemeinsamen Erwerb der Prinzessinnen-Bibliothek. Diese setzt sich aus den einstigen Privatbibliotheken dreier hochadliger Damen zusammen, die alle in enger verwandtschaftlicher Verbindung zu Friedrich II. von Preußen (1712-1786) standen: Seine Mutter Sophie Dorothea von Hannover, Königin in Preußen (1687-1757), seine Schwester Luise Ulrike von Preußen, Königin von Schweden (1720-1782), und seine Nichte Sophie Albertine, Prinzessin von Schweden und Äbtissin des Reichsstifts Quedlinburg (1753-1829).
Die Büchersammlung umfasst 1.445 Titel in 4.500 Bänden. In den Titeln wie auch in den verschiedenen Ausgaben spiegelt sich das Spektrum weiblicher Bildung im europäischen Hochadel ...

... weitere Informationen hier.

Rainer Ehrt

© Galerie Christine Knauber
Gestern Abend gab es anlässlich der Finissage der Ausstellung von Rainer Ehrt "Panoptikon" ein fantastisches Konzert mit dem Solo-Kontrabassisten Jaspar Libuda. Heute konnte dann diese Ausstellung in den Räumen der Galerie Christine Knauber in Berlin ein letztes Mal angeschaut werden.

Freitag, 12. Mai 2017

IB (Insel-Bleistifte)







Das Netz und mein Spam-Ordner ist derzeit voll von "Geschenkideen" zum Mutter- oder Vatertag. Blumensträuße, Pralinen, "eine Darmspiegelung für den Menschen, den man wirklich liebt" oder ein Treppenlift, Alkohol oder Pfefferspray - das Netz kennt all die guten Vorschläge.
Der IB-Sammler Dr. med. Michael Steiner hat eine andere hübsche Idee für Freunde des Bleistifts und der Insel-Bücherei.
(ad)

Montag, 8. Mai 2017

Lust auf Bibliophiles?

Wer die Pirckheimer-Gesellschaft bislang nur virtuell kennt, hat an den ersten drei Tagen des September die Möglichkeit, mit ihren Mitgliedern auch persönlich ins Gespräch zu kommen. Denn zum Jahrestreffen 2017 in Potsdam sind nicht nur die Mitglieder, sondern alle Freunde von Bibliophilie, Buchkunst und Graphik willkommen und man kann sich trotz eigentlich verstrichener Deadline noch anmelden.
Es wird den Teilnehmern ein umfangreiches Programm geboten, so eine Führung durch die Ausstellung »Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne« im neueröffneten Museum Barberini. Diese Führung am Sonntagvormittag ist sicherlich ein Höhepunkt des Jahrestreffen, aber bei weitem nicht der einzige. Andere werden das traditionelle Festessen und ein Buchmarkt sein, die Uni-Bibliothek Golm, die Judaica-Sammlung Aschkenasy, das Fontane-Archiv und der Festvortrag von Michaela Scheibe über die Privatpresse des »Alten Fritzen«. Die Teilnehmer können sich natürlich auch wieder auf eine limitierte Graphik und eine individuell zum Festessen gestaltete originalgraphische Speisekarte freuen, die exklusiv nur den Teilnehmenden überreicht wird, diesmal gestaltet von Rainer Ehrt.
Rainer Ehrt - FRANZ KAFKA ER, Aufl. 40 Expl., 2016
Der Teilnehmerbeitrag beträgt 70 Euro pro Person, worin neben allen Eintrittspreisen auch das Festessen und eine Stadtrundfahrt enthalten sind. Wer mit dabei sein will, schreibt eine E-Mail an Frau Ninon Suckow oder ruft an unter 030 5414751.

Jahrestreffen: 1. 3. September 2017
Potsdam

Weitere Informationen auf pirckheimer-gesellschaft.org.

Gerhard Oschatz

In der Galerie 100 in Lichtenberg wird eine Ausstellung mit Zeichnungen des Pirckheimers Gerhard Oschatz stattfinden. Der Künstler wurde 1944 in Jena geboren, machte 1962 sein Abitur und absolvierte von 1962 bis 1963 eine Lehre als Reproduktionsfotograf. Von 1963-1968 studierte er Kunstwissenschaft (Diplom) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität zu Berlin und von 1968 bis 1970 Grafik (Diplom) an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Werner Klemke. Seit 1970 ist er freischaffender Grafiker in Berlin-Prenzlauer Berg, 1978-1987 Gastdozent an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin, 1996-2002 Gastdozent an der Grafik+Design-Schule Anklam, 1998-1999 Semesterprofessur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und 2004-2008 Gastdozent an der Grafik+Design-Schule Anklam.

Vernissage am 10. Mai 2017, 19 Uhr, es spricht Franz Zauleck
Ausstellung: 11. Mai - 21. Juni 2017

Konrad-Wolf-Str. 99, 13055 Berlin

Sonntag, 7. Mai 2017

Kat Menschiks großartige Bilderwelt

Klick zum Anschauen des ARD-Beitrags "druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck"
... für viele [...] Literaturliebhaber ist die Berliner Illustratorin Kat Menschik inzwischen fast schon eine Institution. Mit ihrem prägnanten, klaren Stil hat sie zahlreiche Romane illustriert – oder gar ganze Klassikerausgaben als Graphic Novel gestaltet, darunter Kafkas "Landarzt" und Shakespeares "Romeo und Julia". Neu in diesem Frühjahr ist ihre Ausgabe von E.T.A. Hoffmanns düsterer Erzählung "Die Bergwerke zu Falun". Daneben hat aber auch eine ganz andere Leidenschaft ihren Platz: Ein großer Erfolg war und ist Menschiks "Der goldene Grubber – Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr" (alle Titel im Galiani Verlag).
(© ARD)

Michael Schreiber

Michael Achreiber: A Bordighera,
Steindruck 1997 (Ausschnitt)
Im Museum für Steindruck findet derzeit die Ausstellung "Blick in den Park" von Michael Schreiber (1949 - 2012) mit graphischen Blättern statt.
Michael Schreiber studierte von 1971 bis 1981 an den Kunsthochschulen in Bielefeld und in Berlin. Zahlreiche Ausstellungen fanden im In- und Ausland statt. Er lebte und arbeitete in Deutschland und in Italien. Seine Werke der Malerei und der Graphik haben Architektur und Landschaft als Themenbereiche. Er entzog sich stets den Trends in der Kunst und blieb sich in seiner speziellen Detailverliebtheit treu. Mit großer Präzision übte er sein zeichnerisches Handwerk aus. Seine Kompositionen sind durchdacht und meisterlich ausgeführt. Wir erleben ein wunderbares Licht in seinen Werken und der Mensch, der als Figur nicht erscheint, ist doch spürbar allgegenwärtig. Im Steindruck führte er die Arbeit mit Lavuren zur Meisterschaft und gab auch gerne sein Wissen an Kollegen weiter. Neben Steindrucken im Museum sind auch Arbeiten seiner Malerei in der Galerie präsent.

Ausstellung: 3. Mai - 23. Juli 2017
Kunsthaus Müller
è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
* Verlag Bärbel Müller

Brausepulver im Nachtgeschirr

Einer Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek widmet sich »100 Jahren Humor in deutschen Zeitschriften«.
Scherenschnitt (Ausschnitt) von Alwin Freund-Beliani, 1920
Das 20. Jahrhundert ist als das Jahrhundert der Kriege und verbrecherischen Regime in die Geschichte eingegangen. Eine Ära des Lachens? Zumindest sind Humor, Satire und Nonsens seit mehr als 100 Jahren überall und für jeden verfügbar. Die Zeitschrift spielte als »Medium der Moderne« dabei eine zentrale Rolle: Unterhaltung wurde für jeden erschwinglich. Billige Blättchen witzelten über das, was die Gesellschaft bewegte. In scheinbar harmlosem Gewand verhandelten sie Themen wie Klasse und Geschlecht, Ethnie, Macht, Feindschaft und Gemeinschaft. Humoristen und Satiriker sprachen auch unangenehme Wahrheiten aus, sie schütteten das »Brausepulver ins Nachtgeschirr«. Ob harmloser Humor oder scharfe Satire, frivole Zoten oder alberner Nonsens: Auch die jeweils populäre Form des Komischen spricht Bände.

Ausstellung: 21. Mai - 30. September 2017

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Deutschen Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Samstag, 6. Mai 2017

Von Luther bis Leibniz

Mit den Abrafaxen auf Spurensuche in der Geschichte.

Seit 40 Jahren reisen Abrax, Brabax und Califax nicht nur um die Welt, sondern auch durch die Zeit. Sie waren schon im antiken Griechenland, trafen Nofretete im alten Ägypten, zogen als Ritter durchs Mittelalter und trafen schon unzählige große Abenteurer und berühmte Persönlichkeiten der Geschichte – so auch Mechthild von Magdeburg, Martin Luther und Gottfried Wilhelm Leibniz.
Abrax wurde dabei so manches Mal sein vorlautes Mundwerk zum Verhängnis, doch Brabax mit seinem Improvisationsgenie gelingt es meistens, allen wieder aus der Patsche zu helfen. Califiax ist an solchen Abenteuern eigentlich nicht sonderlich interessiert, ihm gefällt es eher, einem Blick in die verschiedensten Küchen der Welt zu werfen und dabei sein kleines Bäuchlein zu pflegen. Man sieht es auf den ersten Blick: Die drei Abrafaxe passen perfekt zusammen und werden uns im Literaturhaus während der Kinderkulturtage und durch die Sommerferien begleiten.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem MOSAIK Steinchen für Steinchen Verlag

Ausstellung: 11. Mai - 18. August 2017

Thiemstr. 7, 39104 Magdeburg