Montag, 6. April 2026

Fritz Keller III

Druck nach einer Gouache von Fritz Keller
Zur dritten Ausstellung des Museums für Steindruck im Kunsthaus Müller mit Werken von Fritz Keller (1915 - 1994) gibt es eine besondere Veranstaltung: Prof. Elmar Schenkel und Franns Wilfried von Promnitz treffen sich zu dem Maler Fritz Keller und zu dem Komponisten Erik Satie.Zur Ausstellung halten wir einen Offsetdruck nach einer Gouache "Tigerlilien" in einer Auflage von 50 Exemplaren bereit. Gedruckt von Christian Müller in Handanlage auf der Offsetandruckpresse. Blattformat 50 x 55 cm, Motivformat 36 x 47 cm, Nachlaßstempel und signiert mit I. Franke, geb. Keller. Vorzugspreis während der Ausstellung 60 €, danach 90 €. Ihre Reservierung nehmen wir gerne entgegen.
 
Ausstellung: 25. März - 16. Mai 2026
Kleine Konzerte/Museumsgespräch: 25. April 2026, 14.00 Uhr

Kunsthaus Müller
è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Sonntag, 5. April 2026

Frohe Ostern!

Mit diesem Frühlingsgruß von Pètrus Akkordéon, zu sehen in der Märzausstellung der Vitrinengalerie B4, der vermutlich kleinsten Galerie der Welt am S-Bhf. Lichterfelde Ost in Berlin, wünsche ich allen Freunden des Bibliophilen eine erfolgreiche Eiersuche und ein Frohes Osterfest!

LIBRARIUM I/2026

Heft 1 des Jahres der Zeitschrift der Schweizerischen Bibliophilen Gesellschaft, Librarium, ist erschienen.

Inhalt
  • Rolf De Kegel: «Sine libris vita est mors». Die Bücherschenkung des Beat F. Zurlauben an die Stiftsbibliothek Engelberg.
  • Gerhard Seibold gen. Stoffele: Steigerung der Wertigkeit neuzeitlicher Standes-erhebungen mittels Einsatz künstlerischer Ausdrucksmittel.
  • Rene E. Honegger: Das böse Krokodil? Das fremde Lebewesen Krokodil in der europäischen Kultur.Anna Lehninger: Exlibris für Zürich. Bücherzeichen von Ida Maly aus den ig2oerjahren.
  • Konrad Tobler: Augenscheinliche Erfahrung aller Kunstdrucktechniken. Zu einem neuen bibliophilen Grundlagenwerk.
  • Simone Gehr: Von Ehrenmitgliedschaften und Mitgliedschaften. Die ersten Frauen in der Zürcher Künstlergesellschaft.
  • Alex Rübel: Kongress der Association Internationale de Bibliophilie. Kopenhagen, 7.-14. September 2025.

Samstag, 4. April 2026

Auktion zugunsten des BBA

Ein interessantes Angebot eines anonym bleibender Pirckheimers für alle, die ihre Sammlung zur burgat-presse oder der Pirckheimer-Gesellschaft vervollständigen wollen, wurde gestern auf eBay eingestellt: eine Graphik, die innerhalb der nächsten 6 Tage zugunsten des Berliner Bibliophilen Abend ersteigert werden kann, es sei denn, sie wird dort zuvor über die Option "Sofort-Kaufen" erworben.
aufrufen auf eBay durch Klick auf die Abb,
Es handelt sich um das Exemplar 63/100 des großformatigen Einblattdrucks der burgart-presse von Jens Henkel mit einem Text im Handsatz von Jan Volker Röhnert und einem Holzschnitt (Handabzug) von Andreas Berner für Teilnehmer des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft 2004 in Altenburg, Format 52,5 x 39 cm, gefaltet.
Das erste Gebot beträgt bereits 5 € bei einem "Sofort-Kauf"-Preis von 40 € plus Versandkosten.

IX International Mini Print Cantabria

The Call for the IX International Mini Print Cantabria is OPEN! (photography printed on paper is accepted)

These are the Rules and a Participation Guidelines https://www.miniprintcantabria.es/en/rules.

Freitag, 3. April 2026

der doppelte Antiquar

Da dieser Beitrag, der zwei namensgleiche Antiquare und Bibliophile aus Prenzlauer Berg betrifft, auf Facebook erstaunlich viel Zuspruch fand, poste ich ihn auch hier.

Einladung zur Subskription - »Er wollte einmal Maler werden.«

Der Verlag Angeli & Engel kündigt den 8. Band seiner Editionen zur Kunst und Literatur an: »Er wollte einmal Maler werden.« Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert.

Der Verfasser des Heimkehrerdramas „Draußen vor der Tür“ und von Erzählungen wie der „Hundeblume“ und der „Traurigen Geranien“ ist noch immer ein viel gelesener Schriftsteller.

Rainer Ehrt, Porträt Wolfgang Borchert, 2026
Im Buch wird das bislang unbekannt gebliebene bildkünstlerische Werk Borcherts erstmals geschlossen dokumentiert, von den frühen Kinderzeichnungen bis zu den späteren Arbeiten des jungen Erwachsenen.In Beiträgen von Literaturwissen-schaftlern, die mit dem schriftstellerischen Werk des Autors vertraut sind, geht es um das Thema Borchert und die bildenden Kunst, um die Bildungsbiographie des Schriftstellers und darum, wie seine Werke in die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek gelangt sind.

»Er wollte einmal Maler werden.« Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert 
Hardcover, Format 24 x 30 cm, 132 Seiten, 
ca. 100 überwiegend farbigen Abbildungen. 
Neben einer Normalausgabe in 89 Exemplaren erscheint eine Vorzugsausgabe in 55 Exemplaren, nummeriert (1–55), mit einer beigelegten Original-Radierung „Porträt Wolfgang Borchert“ von Rainer Ehrt
ISBN 978-3-9824980-5-8 

Vorzugsausgabe: Subskription bis 15.5.2026: 110 € (später: 144 €) 
Normalausgabe: Subskription bis 15.5.2026: 48 € (später: 60 €)
Freundeskreis-Rabatt: Normalausgabe 5 €, Vorzugsausgabe 10 €, zuzüglich Versandkosten: 7 €
Bestellungen per Mail an: Rudolf_Angeli@web.de oder Peter_Engel@gmx.de.

Heike Ruschmeyer - Wiesengrund

»Mein liebes Kind« – Zum Gedenken an die Kinder
vom Wiesengrund 1941–1945, Berlin, Eichborndamm
238  (Ausschnitt), 2023, Kunstharz, Bleistift auf
Fotokopie auf Papier auf Holz, 20 × 15 cm
Die Berliner Galerie Gesellschaft lädt zur Ausstellung "Wiesengrund - Ein Gemäldezyklus von Heike Ruschmeyer" ein.
Die Historikerin Sabine Hillebrecht von der Humboldt-Universität zu Berlin wird uns den Hintergrund des Themas "Wiesengrund" erhellen (gegen 19 Uhr).

Zur Ausstellung erscheint das 5. Künstlerheft der Galerie Gesellschaft; die Vorzugsausgabe mit einem zweifarbigen Originalsiebdruck in einer exklusiven Auflage von 50 Exemplaren.

Vernissage: 10. April 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 11.April - 3. Mai 2026

Galerie Gesellschaft
Heike & Peter Saborowski GbR
Auguststraße 83, 10117 Berlin

Donnerstag, 2. April 2026

Mastering Type

Was ist der aktuelle Stand im Type Design? Welche schriftgestalterischen Ideen werden in aktuellen Masterstudiengängen entwickelt?
Seit 2016 sind etwa 350 neue Schriften in den Masterstudiengängen entstanden, die auf einzelnen Plakaten vorgestellt wurden.
Die Pop-up-Ausstellung „Mastering Type“ am Kulturforum präsentiert eine Auswahl herausragender Schriftentwürfe aus internationalen Masterstudiengängen der letzten zehn Jahre.
Ergänzt wird die Präsentation durch sogenannte Process Books, die Einblicke in Konzeption, Gestaltung und Entstehungsprozesse geben. Für zwei Tage verwandelt sich die Ausstellungshalle in einen begehbaren, dreidimensionalen Schriftraum.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 25. April 2026 eine Vortragsreihe mit Workshops statt.

25. - 26. April 2026

Kunstbibliothek im Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Exlibris - Horst Brandenburg für Heinz Haffki

Exlibris des Monats April 2026 – „Der König der Lüfte

Horst Brandenburg, Jg. 1964, hat sein 1. EL für mich gemacht! Was mir ausgezeichnet gefällt. Dieses Blatt entsteht aus einem Telefongespräch heraus, wobei meine Leidenschaft für Greifvögel angesprochen wurde. Nach ein paar Tagen, Unvorbereitet und unangekündigt kommt ein Bild, der erste Entwurf mit einem Adler und schon die Platte wo er aufgezeichnet ist. Absolut erstaunt und sehr erfreut, harre ich der Dinge die da kommen und es geht Schlag auf Schlag, der Adler bringt den Druckerballen zum Holzstich, der große Bruder des großartigen Vogels kreist mit dem Eigner-Namen über dem Federkleid majestätisch über den Berggipfeln. Er trägt den Namen durch die weiten der Ex Libris Welt. Über die Schluchten und Geröllhalden segeln sie dahin und der eine setzt zur Landung an. Es entsteht eine Sehnsucht die Vögel kreisen zu sehen. Man muss sich einlassen auf das Blatt, auf die Szenerie um die Leichtigkeit des Blattes zu spüren Für mich wird Bergluft, Leichtigkeit, Naturelles, meine Leidenschaft zu großen Vögeln und mein Beruf in gekonnter Weise zusammengeführt. Für ein Blatt das nie besprochen wurde, für das es nie einen Entwurf, eine Zeichnung, Skizze oder sonstwas gab, hat der Norddeutsche Künstler „aus dem Bauch raus“ für den Süddeutschen Sammler eine exzellente Idee gezaubert. Das Blatt hätte nie besser besprochen werden können. Für mich nur grandios.

Zwischenzeitlich arbeitet er an der PF 2026 für die DEG und Utz Benkel hat ihn auch schon besucht. Für mich ist er ein ausgezeichneter Mann, der meine Vorliebe zu Holzschnitt weiter leben lässt. Ich freue mich riesig über dieses Blatt Ich würde mich sehr freuen, wenn andere Sammler ebenso begeistert über das Blatt urteilen würden, die Hochdrucktechniken wieder mehr geschätzt würden und sich die Konzentration nur auf C Blätter und die großen Formate, wieder etwas beruhigen würden Immer zu einem Tausch bereit!

(Heinz Haffki)

Mittwoch, 1. April 2026

Hamburger Bothe # 33

Hamburger Bothe 33 aufrufen durch Klick auf die Abb.
Im Mittelpunkt unseres 33. „Hamburger Bothen“ steht diesmal eine Neuerscheinung des Verlags Angeli & Engel. Nur ganz wenige Kenner wußten bisher, daß der Schriftsteller Wolfgang Borchert neben dem Drama „Draußen vor der Tür“, Erzählungen und Gedichten in seinem kurzen Leben noch Zeit für bildkünstlerische Arbeiten hatte. Rund 70 solcher Werke werden erstmals in dem Band „Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert“ geboten. Für die Vorzugsausgabe dieser Edition, die im Mai vorliegen soll, hat Rainer Ehrt ein Porträt des doppelt begabten Borchert radiert.
Neben kurzen Nachrichten aus der Bibliophilie findet man im neuen „Bothen“ einmal wieder eine Rezension. Sie gilt dem Band „50 Jahre unterwegs mit Büchern“, worin der Antiquar Wolfgang Neubert seine Berufserfahrungen darlegt und sich als besonderer Kenner der Insel-Bücherei erweist.
In bewährter Weise läßt Abel Doering die Leser des „Bothen“ an seinen bibliophilen Interessen teilhaben und empfieht ihnen diesmal einen Verlag, der sich auf neu illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann spezialisiert hatte.

(Peter Engel)

Maximilian-Gesellschaft wird in Weimer-Stiftung überführt

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst hat ihre Mitglieder in Auswertung der tiefgründigen Analyse des Kulturstaatsministers Weimer, die diesen zu dem Schluss brachte, das Sammeln von Büchern sei mit dem Fortschritt der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, aufgerufen, ihre Bibliotheksbestände, seien es Inkunabeln, Künstler- oder auch Taschenbücher, an die Geschäftsstelle der Maximilian-Gesellschaft mit dem Ziel abzugeben, diese Bücher wieder dem Antiquariatsmarkt zuzuführen. Der Verkaufserlös soll dann in eine Stiftung der Maximilian-Gesellschaft zum Aufbau einer Deutschen Digitalbibliothek fließen, die künftig die Deutsche Nationalbibliothek ersetzen soll.
Obwohl die Namensgebung der neugeschaffenen Stiftung lange diskutiert wurde - einige Maximilianer wollten am ursprünglichen Namen festhalten und die Gesellschaft durch den Namen Maximilian-Stiftung in die moderne Zeit retten - wurde sie durch endgültige Entscheidung des Kulturstaatsministers "Weimer-Stiftung zur Digitalisierung alter und neuer Buchkunst" benannt und die Maximilian-Gesellschaft gab mit heutigem Datum ihre Auflösung zum Ende des Geschäftsjahrs bekannt. Weitere bibliophile Gesellschaften wollen diesem Beispiel, so Wolfram Weimer in einem Interview, folgen.

3 Kommentar(e):
1. April 2026: Bücherfreundin hat gesagt…
Kluge Entscheidung!😀





1. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
genauer Wortlaut des Interviews hier
1. April 2026: Rainer Schulze hat gesagt…
Hoffen wir mal, dass es nicht irgendwann wirklich soweit kommt, dass die Literatur und Kunst nicht nur kaputtgespart, sondern tatsächlich dematerialisiert wird und in einem virtuellen Nirwana verschwindet.





2. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
Das war natürlich ein Aprilscherz!

Obwohl ... ?
Das Interesse am Besitz des gedruckten Buches nimmt ab, Viele lesen verstärkt auf E-Readern und Laptops. Zwar steigen die Umsätze der Buchhandlungen noch immer, wenn auch sehr geringfügig, aber das ist sicher auch auf erhöhte Buchpreise zurückzuführen. Und Künstlerbücher und gut gemachte bibliophile Ausgaben haben halt ein kleines Klientel. Diese bibliophilen Freunde werden darüber hinaus immer weniger, wie sich gerade am Erlöschen des „Verein(s) der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt“ zeigt.

Auf der anderen Seite ist es gerade deshalb wichtig, das gedruckte Buch als Kulturgut zu bewahren!

E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“

Im Jahr des 250. Geburtstages von E.T.A. Hoffmann am 24. Januar soll mit dem Bibliophilen des Monats an den Verlag „Serapion vom See“ von Michael Duske erinnert werden, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte - Künstlerbücher und Mappenwerke, u.a. von Michael Knobel, Anke Dziewulski, Stephan Klenner-Otto oder Horst Hussel, auch einen Faksimile-Druck nach einem Skizzenbuch von Fritz Fischer. Der zwischen 1995 und 2010 aktive Verlag ist inzwischen erloschen, der Verlagsinhaber, das ehemalige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, lebt in einem Berliner Pflegeheim.

Michael Duske stellte, gerade eben, weil Hoffmann bereits oft illustriert wurde, an die Editionen seines Verlags hohe Ansprüche und verwendete möglichst klassische Originalgrafik wie Radierung, es sind somit jeweils seltene Originalkunstwerke in Buchform.
Als Bibliophiles des Monats, gleichzeitig die Empfehlung für den Bibliophilen des Hamburger Bothen, wird hiermit Band II der „Berlinische Geschichten“ vorgestellt, eine Graphikmappe, die E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Die Brautwahl“, illustriert von Steffen Faust enthält; Band I dieser Reihe war „Aus dem Leben eines bekannten Mannes“, illustriert und gestaltet von Xago.

Die 2001 erschienen Mappe „Die Brautwahl“ enthält neun Farbradierungen von Steffen Faust, alle vom Künstler betitelt, nummeriert und signiert. Die Titelgrafik wurde handkoloriert. Ein zehnseitiges Beiheft erläutert die Graphiken im Format 20 x 15cm, Blattgröße 28 x22cm, in einer handgearbeiteten Flügelmappe mit Fenster für das Aquarell. Diese Grafiksuite erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und 10 Künstlerexemplaren. Acht Exemplare enthalten zusätzlich einen Farbentwurf zu einer Einzelradierung.

Dienstag, 31. März 2026

Nacht der Museen in Offenbach

Das Ausstellungsprojekt AAIP. Artists as Independent Publishers, durch das verschiedene Kunsthochschulen weltweit vernetzt sind, zeigt om einer Wanderausstellung im Klingspor Museum buchkünstlerische Arbeiten, die an den teilnehmenden Hochschulen in den letzten Semestern entstanden sind.
Artists as Independent Publishers. © Ilya Kirshin, Quirin Fürbeck, Minsang Kim
Zur Nacht der Museen laden rund 60 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn gibt es im Klingspor Museum Führungen, Workshops und Konzert sowie Getränke und Snacks von der Vereinigung Freunde des Klingspor Museums.

Ausstellung: 28. März - 26. April 2026
Führungen: 1. April 2026, 17 Uhr, 10. April 2026, 18:30 Uhr
Lesung: 17. April 2026, 18:30 Uhr
Nacht der Museen: 25. April 2026, 19 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Hamburg - Treffpunkt für Bibliophile

In 10 Tagen wird die BuchDruckKunst wieder Freunde des Bibliophilen mit einem Angebot aus Druckgrafik, Künstlerbuch, Druckhandwerk empfangen.

Im Erdgeschoß der Neuen Fabrik werden neben den „Meistern der Einbandkunst“ oder der „Grafische Gruppe“ des Museums auch Armin Schubert mit den Bücherkindern Brandenburg mit einem Stand vertreten sein.
Armin Schubert (rechts) am Stand der Bücherkinder auf der BDK 2025 
Klaus Raasch wird in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht an seinem Stand stehen und auch die „Pirckheimer-Gesellschaft“ wird in der Alten Fabrik leider nicht durch Rudolf Angeli vorgestellt, aber trotzdem mit einem Stand vertreten sein, und ihre Mitglieder „Verein für die Schwarze Kunst“, der „Widukind-Presse“ mit Hanif Lehmann, „buchkunstbalance“ mit Henry Günther, der „Offizin Schwarze Kunst“ mit Hans-Hilmar Koch und der „Edition Ehrt“ sind mit eigenen Präsentationen auf der Messe zu finden.
Über alle Aussteller kann man sich hier genauer informieren.

Messe: 11./12. April 2026
Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Countdown bis zur BuchDruckKunst

Montag, 30. März 2026

Wandelhalle 2026-1

Die Wandelhalle 2026-Frühjahr der Gesellschaft der Bibliophilen ist erschienen und sollte noch diese Woche bei allen Mitgliedern eintreffen.
Hier kann man schon mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen.
(Silvia Werfel)

Das Ernst-und-Waltraut-Engelberg-Archiv

Ernst Engelberg, Waltraut Engelberg, © Privat
Achim Engelberg, Herausgeber und Co-Autor von Ernst Engelberg, dessen Nachlass gemeinsdam mit dem von Waltraut Engelberg ein bedeutendes Zeugnis von Flucht-, Vertreibungs- und Exilgeschichten ist, stellt in einer Veranstaltung der Staatsbibliothek zu Berlin das im Aufbau befindliche Archiv mit vielen bislang unerschlossenen Bereichen erstmals der Öffentlichkeit vor und spricht mit Jenny Erpenbeck und John Erpenbeck über den Umgang mit Exilgeschichten und Erfahrungen in der DDR.
Akademie Verlag, Berlin1986
Das Leben des Historikers Ernst Engelberg spannt sich über sechs deutsche Staatsformen und zwei Exile: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazidiktatur, Schweiz, Türkei sowie das besetzte, das doppelte und neu vereinte Deutschland. Seine Bismarck-Biografie blieb sein einzige Geschichtswerk, das zeitgleich in großen Verlagen in Ost und West erschien.


Jenny Erpenbeck, deren Werk in über 30 Sprachen übersetzt wurde, ist bisher die einzige deutschsprachige Autorin, die den International Booker Prize erhielt. Ihr Vater, John Erpenbeck, Physiker, Philosoph und Romancier, wurde im sowjetischen Exil geboren.

24. April 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal der 
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Sonntag, 29. März 2026

Tag der Provenienzforschung 2026

Provenienz [pʁoveˈni̯ɛnt͡s], von lateinisch ‚provenire‘, zu Deutsch: ‚herkommen‘, bezeichnet die Herkunft einer Person oder Sache. Durch Merkmale an den Objekten wird versucht, die Vorbesitzer*innen zu bestimmen: Solche Provenienzmerkmale können z.B. Stempel, Etiketten, Exlibris oder auch handschriftliche Notizen sein. In öffentlichen Einrichtungen hat Provenienzforschung das vorrangige Ziel, Objekte aus Unrechtskontexten in den Beständen zu identifizieren, die Vorbesitzer zu ermitteln und die Objekte nach Möglichkeit an heute noch lebende erbberechtigte Personen oder Rechtsnachfolger zurückzugeben.
Am 8. April 2026 findet zum achten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Kultureinrichtungen in Berlin arbeiten seit geraumer Zeit daran, die Herkunft ihrer Bestände zu erforschen bzw. ihre Sammlungen nach Objekten aus Unrechtskontexten zu durchsuchen. Der 2019 vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ins Leben gerufene Aktionstag rückt diese Arbeit in den Fokus der Öffentlichkeit.
Die Akademie der Künste, das Deutsche Historische Museum, das Ethnologische Museum, das Jüdische Museum Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Stiftung Topographie des Terrors, das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin präsentieren ein gemeinsames Programm.

Samstag, 28. März 2026

Save the Date: Rare Book Week Berlin

Vom 14. bis 20. September 2026 steht Berlin ganz im Zeichen des Antiquariats. Zusammen mit Bibliotheken, Institutionen, Museen und Sammlungen feiern die internationalen Antiquare die Rare Book Week, ein Fest des Buches. Zahlreiche Lesungen, Ausstellungen, Führungen und Vorträge begleiten dieses einmalige Event. 
Im Mittelpunkt steht der ILAB-Kongress, ein Fachsymposium zu allen wichtigen, die Buchwelt bewegenden Themen folgt.
Schließlich mündet die Rare Book Week in der Antiquariatsmesse Rare Books Berlin im Kronprinzenpalais Unter den Linden.

Mein Morgenstern in München

Nach Mainburg ist die Wanderausstellung Mein Morgenstern Gast in der Alois Senefelder Berufsschule in München, der ehemaligen Berufs-und Meisterschule der Schriftsetzer und Buchdrucker. Die Vernissage ist eingebettet in die Mitgliederversammlung der Meister der Einbandkunst und in die Jahrestagung des Bundes Deutscher Buchbinder.
Die Ausstellung ist eine Hommage an Christian Morgenstern und feiert zugleich die Handwerkskunst der Papierherstellung, des traditionellen Handsatzes und Buchdrucks und des Buchbindens. Neben den prachtvollen Buchausgaben werden Druckgrafiken, Werkzeuge, Bleisatzformen und Druckstöcke wie Linolschnitte und ein Original-Holzstich gezeigt. Sie geben Einblicke in den Entstehungsprozess des Projektes und lassen als work in progress die Kunst des klassischen Büchermachens lebendig werden. Ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins für die Schwarze Kunst, dem Verein Meister der Einbandkunst und der Papiermühle Homburg zum 111. Todestag von Christian Morgenstern.