Dienstag, 3. Februar 2026

Graphische Kunst 1+2 / 2025

Das Warten auf die soeben erschienenen beiden Hefte der Graphischen Kunst des Jahres 2025, die, wie Rainer Stec mitteilen musste, krankheitsbedingt als Doppelnummer ausgeliefert wurden, hat sich gelohnt. Das Doppelheft gestattet bereits einen ersten Blick auf die artGRAFIK Ahrenshoop 2026, ist doch dort neben Henry Günther, der mit dem Farbholzschnitt „Raum und Zeit“ in Ausgabe A und einem Beitrag von Reinhard Grüner im Heft zu finden ist, auch Rainer Stec mit der Graphischen Kunst vertreten. Und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend werden Skadi Engeln von der in Ausgabe A/B der 4-Platten Linolschnitt „Kühe“ stammt, im Juni in ihrem Atelier besuchen.
Oleg Dergachov, Farbradierung mit Prägung / Henry Günther / Paul Egedius, Farbradierung / Pius Haug, 2-Platten Linolschnitt
Der Ausg. A (90 num. Exemplare) liegt neben der genannten und den Graphiken der Ausgabe B jeweils eine Originalgraphik von Paul Egidius, Oleg Dergachov und Pius Haug bei, der Ausg. B (160 num. Exemplare) die untenstehend abgebildeten.
oben: Marco Gerke, Linolschnitt / Wolfgang Eberlein, 2 Linolschnitte
Hans Wiedemann, Farbholzschnitt / Skadi Engeln / Franca Bartholomäi, Holzschnitt
Dem Heft lag außerdem eine Ankündigung von Martin Furtwängler zum Druck „Walter Benjamin und Friedrich Hölderlin, Dichtermut + Blödigkeit“ (erscheint in 66 Exemplaren) bei.

Honoré Daumier - Spiegel der Gesellschaft

Im Jahr 2026 begeht die ALBERTINA das 250-jährige Jubiläum ihrer Gründung. Dieses bedeutende Ereignis bietet Anlass, um einerseits auf die bewegte Geschichte der Sammlung und des Hauses zurückzusehen und andererseits mit Zuversicht und Begeisterung in die Zukunft zu blicken.
In dieses Konzept ordnet sich die Ausstellung „Spiegel der Gesellschaft“ mit Arbeiten von Honoré Daumier ein. Die erste große Daumier-Schau präsentierte doe Albertina 1936 im Angesicht des aufkommenden Nationalsozialismus. 90 Jahre später und unterstützt durch Leihgaben des Städelschen Museumsvereins wird der französische Künstler nun in neuem Licht gezeigt. Neben zahlreichen Lithografien und Zeichnungen sind auch seine berühmten Gemälde und Skulpturen ausgestellt – sowie ein Animationsfilm zum Werk Daumiers.
Honoré Daumier: Europäisches Gleichgewicht, Le Charivari, 03.04.1867, 28,7 × 22 cm, Lithografie, Zeitungsdruck
Die politische Lage ist instabil, eine ruchlose Clique missbraucht ihre Macht, die Wirtschaft kriselt und die gesellschaftliche Situation wird immer komplexer und unübersichtlicher. Die Schilderung der Verhältnisse im nachrevolutionären Frankreich des 19. Jahrhunderts scheint merkwürdig gegenwärtig und so ist es auch mit der zeitlos aktuellen Kunst des großen Honoré Daumier.
Mit spitzer Feder und unbestechlichem Humor hält er seiner Zeit den Spiegel vor, prangert Machtmissbrauch und soziale Missstände an. Seine schonungslose Kritik bringt ihn immer wieder in Konflikt mit der Zensur, für die Freiheit der Kunst geht er sogar ins Gefängnis. Als scharfsinniger Beobachter zeigt Daumier darüber hinaus aber auch das alltägliche Leben in der modernen Großstadt Paris.


Ausstellung: 6. Februar - 25. Mai 2026

Albertina
Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Montag, 2. Februar 2026

Bibliophiles des Monats: Mary W Shelleys Frankenstein

Am 1. Februar vor 175 Jahren verstarb Mary W. Shelley, die Autorin von „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, Tochter des Begründers desphilosophischen Anarchismus William Godwin und der Verfasserin der grundlegenden Arbeit „Verteidigung der Rechte der Frau“, Mary Wollstonecraft.

Dieser Roman, 1818 erschienen, ist seitdem nicht nur fester Bestandteil in internationalen Verlagsprogrammen, sondern beeinflusste immer wieder das Schaffen von Künstlern, insbesondere natürlich Illustratoren, sowie auch Autoren und ist seit Veröffentlichung auch im Theater, bei Komponisten oder der Filmindustrie präsent.

Vor sieben Jahren, anlässlich des 200.Jahrestag der Erstveröffentlichung, erschien in der Büchergilde Gutenberg ein modern gestalteter illustrierter Druck, der hier stellvertretend für die bislang zehnmal allein ins Deutsche übersetzten Ausgaben als Bibliophiles des Monats vorgestellt wird. Der Titel wurde von Karl Bruno Leder und Gerd Leetz übersetzt, ihren bibliophilen, von Cosima Schneider gestalteten Charakter verdankt diese Ausgabe jedoch dem Illustrator Martin Stark
Der Illustrator wurde 1973 in Offenbach am Main geboren, wo er visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung studierte. Neben Buchgestaltung zeichnet er für Zeitschriften, so für das Wrap Magazine, London, oder das Onlinemagazin Paternoster und zeichnet Comics für die Kulturfabrik Mainz.

Der Titel, der mit der Goldmedaille (Book& Editorial Illustration) des European Design Award ausgezeichnet wurde, ist in Leinen in 8° (158 x 220mm) mit Gold- und Blindprägung gebunden, gesetzt aus der Bodoni und gedruckt auf Werkdruckpapier Fly (natur) und hellblauem Papier Popset (eisblau), hat eine farbige Fadenheftung und Lesebändchen und enthält auf 388 Seiten neben 55 Illustrationen zum Text des „Frankenstein“ eine Nachbemerkung des Illustrators.

Save the Date: 11. /12. April

Die BuchDruckKunst 2026 bietet Besuchern wie gewohnt das gesamte Spektrum rund um das künstlerisch hochwertige Buch: Druckgrafik, Künstlerbuch, Druckhandwerk, nicht mehr durch Klaus Raasch ausgerichtet, der Konzeption und Organisation er von 2017 bis 2025 übernahm, sondern erstmals durch Annette Kübel und Matthize Taube. Klaus Raasch wird 2026 selbst als Aussteller an der Messe teilnehmen.
Neben dem Live-Papierschöpfen, den neuesten Grafik- und Buch-Editionen namhafter Künstlern erwarten den Besucher viele weitere Highlights in der Alten und der Neuen Fabrik des Museums der Arbeit in Barmbek, so die „Meister der Einbandkunst“ oder die „Grafische Gruppe“ des Museums und die „Pirckheimer-Gesellschaft“, die mit Armin Schubert das letzte Buchprojekt der „Bücherkinder Brandenburg“ vorstellen wird.

Messe: 11./12. April 2026
Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Countdown bis zur BuchDruckKunst

Sonntag, 1. Februar 2026

Exlibris des Monats Februar 2026 – Daniel Chodowiecki

Unternimmt man in der Geschichte des gedruckten Exlibris einen Parforceritt, stellt sich die Zeit zwischen der deutschen Renaissancekunst und der zum Ende des 19. Jahrhunderts auftretenden Buchkunstbewegung stilistisch, motivisch und thematisch als eine lange Ära geradezu erdrückender Heraldik-Dominanz dar. Allerdings mit einer ganzen Reihe höchst bemerkenswerter Ausnahmen. Zu diesen gehört der bedeutende deutsche Grafiker und Illustrator Daniel Chodowiecki (Danzig 1726 – 1801 Berlin), dessen Todestag sich am 7. Februar 2026 zum 225. Mal jährt, Anlass genug, seiner großartigen Kunst an dieser Stelle zu gedenken.
Chodowiecki gilt mit seinen mehr als 2.000 Druckgrafiken und einer noch weitaus höheren Anzahl von Handzeichnungen als einer der führenden Vertreter der „künstlerischen Aufklärung“, die sich von dem Dekorationsstil des Rokoko löste, der sich durch große Prachtentfaltung und überbordende Verspieltheit ausgezeichnet hatte. Mittels klarer Struktur und Ordnung in der Darstellung ging es dabei u. a. nachdrücklich um die Vermittlung von Idealen der Aufklärung wie Vernunft, Recht auf individuelle Freiheit und Selbstbestimmung, Gleichheit aller Menschen und Fortschritt dank Wissenschaft und Bildung. Chodowieckis Ruhm gründete sich auf moralisierenden Zyklen (die an Hogarth erinnern), Modedarstellungen und Folgen historischer Ereignisse sowie nicht zuletzt auf seinen Illustrationen zahlreicher literarischer Klassiker von Goethe bis Schiller und Cervantes bis Voltaire.
Ein (ganz) kleiner Teil seines gewaltigen Oeuvres besteht aus Exlibris.
[... Oft führt der] als geflügelter Putto dargestellte Genius der Kunst (als übernatürlicher Schutzgeist) einen jungen bildenden Künstler, der durch seine Malerutensilien als solcher ausgewiesen ist, zu einem weiblichen Halbakt, der von einem Baum beschattetet wird. Eine nackte Frauengestalt taucht in der Kunstgeschichte häufig als Allegorie der Natur auf. Als „Mutter Natur“ steht sie für die Mannigfaltigkeit der Schöpfung und Fruchtbarkeit der Erde. Seit je wird sie immer wieder als Gebärerin, Ernährerin, Erzieherin dargestellt. Wobei oftmals die antike Fruchtbarkeitsgöttin Diana Ephesia als Vorbild diente, die – mit vielen Brüsten versehen – die Produktivität und Vielfalt der Natur symbolisieren sollte. Der junge Künstler mochte so lange an den Brüsten von Mutter Natur saugen, bis er die Wahl treffen konnte, für welche Kunst er sich entscheiden wolle. [...]

Bernd Illigner zum 85. Geburtstag



Ein herzlichen Glückwunsch geht heute an Bernd Illigner, Vorsitzender des Berliner Bibliophilen Abend von 2006 bis 2014, zu seinem 85. Geburtstag!

Abb.: Bernd Illigner auf der Adventsveranstaltung 2025 des Berliner Bibliophilen Abend, Foto © ad

Hamburger Bothe # 32

lesen durch Klick auf die Abb.

Samstag, 31. Januar 2026

Zemaria Pinto, Folia no seringal: ensaios sobre a literatura do Amazonas

Buch des Monats Februar der Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft ist Zemaria Pintos Folia no seringal: ensaios sobre a literatura do Amazonas. Von Francisco de Orellana zum Liebhaber der Amazonen - ein literarisches Panorama des größten Regenwaldes auf Erden.

Das irdische Paradies ist der in der Genesis beschriebene Garten Eden. Obwohl es auf der Erde lokalisiert ist, verspricht es neben sinnlichen Genüssen und Kostbarkeiten das ewige Leben, wobei hier die Einschränkung gilt, dass das ewige Leben auf den Aufenthalt im Garten beschränkt ist. Es gibt dort keine Kälte und keine Hitze, nur gemäßigtes Klima. In der Mitte entspringt eine Quelle und teilt sich in vier Flüsse. Das irdische Paradies wird in fast allen Quellen als nicht zugänglich beschrieben. Dennoch war die Suche danach ein beliebtes Thema, wurde immer als strapaziös und gefährlich geschildert und nach der Entdeckung Amerikas in die Neue Welt verlegt.
Der Spanier Gaspar de Carvajal (1504-1584) war der erste Chronist, der sich für die Landschaft Amazoniens begeisterte und dort das irdische Paradies zu lokalisieren versuchte. Auf einer Reise mit Francisco de Orellana von den Anden bis zum Atlantik (1541-1542) beschrieb er die Bewohner der Region und schuf dabei den Mythos der Amazonen, kriegerischen Indianerinnen – weiße, große Frauen mit langen Haaren - die den spanischen Dominikaner an den griechischen Mythos von den männergleichen Kämpferinnen erinnerten. Ein europäischer Mythos wurde in die Neue Welt verpflanzt und verlieh dem größten tropischen Regenwald auf der Erde seinen Namen.
Hundert Jahre später befuhr der spanische Jesuit Cristóbal de Acuña (1597-1675) ebenfalls den Amazonas auf der Route von Carvajal als Chronist der Expedition von Pedro Teixeira und widmete neben den Beschreibungen von Flora und Fauna auch ein Kapitel den Riten und Gottheiten seiner Bewohner, wenn auch aus einer eurozentrischen Perspektive.
Erst Euclides da Cunha (1866-1909), Begründer der modernen brasilianischen Literatur, und sein Freund Alberto Rangel (1871-1945) stellten unter dem Eindruck des Kautschukbooms und den sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen der Gummi-Zapfer das Bild des irdischen Paradieses auf den Kopf: Inferno verde (1908), eine Sammlung von 11 Erzählungen von Alberto Rangel schildern den Menschen Amazoniens als Opfer eines grausamen Schicksals.
Zemaria Pinto, Professor für brasilianische Literatur an der Universidade Federal do Amazonas (UFAM), rekonstruiert in seinem Buch das Bild Amazoniens in der europäischen Geistesgeschichte seit der Entdeckung Amerikas. Forscher, Reisende und Abenteurer formten das ambivalente Vexierbild einer Region, die als Experimentierfeld für Utopien aller Art ökonomisch und ideologisch umkämpft geblieben ist, so bei Jules Verne.
Doch wie reagierten die Schriftsteller und Intellektuellen Amazoniens selbst auf diese Stereotypen? Darauf gibt diese Monographie eine Antwort und zeichnet das Bild einer Region, die Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung und zugleich Projektionsfläche europäischer Phantasien und exotischer Träume geblieben ist, wie sie im Roman Der Liebhaber der Amazonen (3) parodiert werden, einer Allegorie des Kautschukbooms.

(Albert von Brunn, Zürich)

MIELE G 5611 SC MIT SEXY GERÜSTBAUER

Im Hybriden-Verlag erschien das MMM-DIARIUM vom 1. August bis zum 31. Oktober 2025 von Hartmut Andryczuk mit Originalarbeiten von Cristian Forte, Freddy Flores Knistoff, Patricio Álvarez Aragon, Hartmut Robert Andryczuk und Egon Günther.
Stationen: Endstation Bremerhaven – „Verstorbene können keinen Kontakt mit uns aufnehmen“ – NIX FÜR DIE KATZ (für Jens Henkel) – Verkäufer 19279 berät mich – Thomas Kellein – Beatrice Hernad in der Schlossstraße – ZWISCHEN WELLNESS UND WAHNSINN. DR. LEVINSTEINS MASISON DE SANTÉ – Die Kunst des Sammelns: Schlangengift & Streichhölzer – Dopamin-Vorfall am Rathaus Friedenau – Akzente Dorn: E-ROLLATOR MIT EINGEBAUTEM VIBRATOR und DER SCHREI VON DEICHHAUSEN – Seniorendemo mit Pali-Tüchern – Schloss Britz – Staub auf Steckdosenleisten.
Stempeldruck von Cristian Forte
Auflage: 30 Exemplare
300 €

Werkstattbesuch des LBA

Der Leipziger Bibliophilen-Abend besucht innerhalb seiner Reihe Werkstattbesuche das Zentrum für Bucherhaltung.
Wegen der begrenzten Besucherzahl ist eine Anmeldung bis 10. Februar erforderlich (0178-6789583 oder eberhard.patzig@gmail.com)

17. Februar 2026, 17.30 Uhr
Zentrum für Bucherhaltung
Bücherstraße 1, 04347 Leipzig

Freitag, 30. Januar 2026

Save the Date: 6. Juni 2026

Am 6. Juni 1901 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Berliner Stadtbibliothek. Der Gründungsgedanke basierte auf dem demokratischen Reformansatz der Jahrhundertwende, weiten Teilen der Bevölkerung Bildung zu ermöglichen. Zu der Zeit existierten bereits 27 „städtische Volksbibliotheken“ sowie wenige öffentliche Lesehallen. Was fehlte, war eine zentrale Institution, die die Berliner Sammlungen bündelte und das kulturelle Interesse der gesamten Stadt bedienen konnte, also eine Zentral- und Landesbibliothek für Berlin.
Die Geschichte der Bibliothek ist untrennbar mit den Umbrüchen der Stadt verbunden: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zerstörung im Krieg, die Teilung der Stadt und schließlich die Wiedervereinigung prägten die Entwicklung der Bibliothek.
Portal der Berliner Stadtbibliothek von Fritz Kühn, 60ger Jahre, © ZLB
Schon früh wurde die Frage nach einem geeigneten Standort für die Zentralbibliothek Berlins diskutiert. 1995 wurde die Berliner Stadtbibliothek mit der 1954 eröffneten Amerika-Gedenkbibliothek aus dem ehemaligen West-Berlin zusammengeführt und unter der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin vereint.

Gemeinsam mit unserem Publikum feiern wir am 6. Juni 2026 125 Jahre Bibliothek für Berlin. Es erwarten Sie Lesungen, Führungen und vielfältige Angebote für Groß und Klein. 
Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

Countdown bis zum Start des Hoffests zu 125 Jahre Bibliothek für Berlin

Aschermittwochtreffen der Wiener Bibliophilen

Die Mitglieder der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft treffen sich wie gewohnt zu Beginn der vorösterliche Fastenzeit zu ihrem Aschermittwochtreffen am 18. Februar 2026 um 18 Uhr im Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien.

Donnerstag, 29. Januar 2026

corn.elius zum siebzigsten

Heute begeht corn.elius, allen Freunden des Künstlerbuches und der Druckgraphik als Initiator und Organisator der artbook.berlin bekannt, seinen 70. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch.

Cornelius Brändle ist Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und die von ihm verlegten bibliophilen Kostbarkeiten stehen in Regalen von Mitgliedern dieser und vieler anderen bibliophilen Vereinigungen.
Berliner Bücherfreunde werden, vermutlich im Mai, die Gelegenheit haben, seine Wirkungsstätte wasser im turm in Kreuzberg bei einer Werkstattführung zum Thema Siebdruck kennenzulernen. 

Die Abb. zeigt corn.elius bei der Vernissage einer Gemeinschaftsausstellung mit eigenen Drucken am 4. Januar 2026 im Kunstsalon am Weißen See, Foto © ad

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Am 29. Januar 1956 wurde die Pirckheimer-Gesellschaft gegründet.

Bereits 8 Monate vor dem offiziellen Gründungsdatum, am 23. Mai 1955, verkündet im Berliner Club der Kulturschaffenden ein Initiativkomitee die Gründung einer »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, doch die Gründungsveranstaltung konnte nicht wie geplant 1955 anlässlich einer Ausstellung zum 150. Todestag Friedrich Schillers in der Bibliothek des Kulturbundes stattfinden, sondern erst im Folgejahr.
von Werner Klemke gestaltetes Logo, lks 1955, rechts seit 1972
Da nach 1945 hatte die bisherigen überregional bibliophil tätigen Organisationen ihren Sitz in der späteren BRD hatten, wurde damit auch in der DDR eine bibliophile Vereinigung ins Leben gerufen. Die »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, der dann auch regional tätige bibliophilen Zusammenschlüsse angehörten, wurde 1990 zur »Pirckheimer-Gesellschaft e.V.«; die »Sektion Exlibris« wurde in die entsprechende BRD-Gesellschaft integriert und der »Leipziger Bibliophilen-Abend«, die »Minibuchfreunde«, sowie der »Verein der Graphikfreunde Magdeburg« als eigenständige Gesellschaften wieder aus der Pirckheimer-Gesellschaft ausgegliedert.
Als erste Publikation der Pirckheimer-Gesellschaft erschien zur offiziellen Gründungsveranstaltung am 29. Januar 1956 und mit neuer Umschlaggestaltung die zur Gründung der Gesellschaft anlässlich der Schiller-Ausstellung vorgesehene Schrift von Friedrich Schiller: „Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547“. Das Design dieser Schrift wurde dann wiederum ein Jahr später, im Januar 1957, zur Vorlage der äußeren Gestaltung des 1. Heftes der Marginalien.
lks.: Gabe zum Gründungstreffen
oben: Marginalien #1 (1957), #48 (1972), #47 (1972), #75 (1979)
untere Reihe: #125 (1992), #217 (2015), #256 (2025)

Mittwoch, 28. Januar 2026

„Märkische Allgemeine“ berichtet über die Bücherkinder

Die Märkische Allgemeine bringt einen Artikel über den Besuch von Armin Schubert mit seinen Bücherkindern im Potsdamer Museum Barberini und die Beschäftigung der Bücherkinder Brandenburg mit dem „Einhorn“.
Artikel auf der Seite https://bücherkinder-brandenburg.de lesen

Wiener Bibliophile in der Theatermuseums-Bibliothek

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft unternahm am 21. Januar eine Führung durch die Bibliothek des Wiener Theatermuseums.
Damit begann das Veranstaltungsprogramm 2026. Die Bibliothekarin Mag.a Claudia Mayerhofer, MSc. macht die Teilnehmer mit den Beständen vertraut, die wohl mit Recht zu „Wiens verborgenen Bücherschätzen“ gerechnet werden dürfen.
Für die Wiener Bibliophilen haben diese Schätze besondere Bedeutung, lieferte doch die großartige, 1922 vom Theatermuseum erworbene Sammlung des k.k. Hof-Burgtheaterdirektors Hugo Thimig den Grundstock dafür - Thimig war 1912 Mitbegründer und bis 1917 erster Präsident der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft!

(Ernst Fischer)

Dienstag, 27. Januar 2026

Frans Masereel, ein Einblick in sein Schaffen

Bereits zu Lebzeiten war der Belgier Frans Masereel (1889–1972) international bekannt, auch die Pirckheimer-Gesellschaft widmete ihm vor allem in den 70gern etliche Aktivitäten, eine Ausstellung in Frankreich stellt nun sein künstlerisches Werk in einer Ausstellung vor.
Sein Œuvre ist vielfältig: Der humanistische Künstler, dessen Kunst sich in die Kämpfe seiner Zeit einbrachte und der sich für eine friedliche Welt eingesetzt hat, war vor Allem für seine Holzschnitte bekannt, aber auch als Illustrator zahlreicher Bücher, wie die seiner Freunde Stefan Zweig und Romain Rolland. Durch die regelmäßige Veröffentlichung einiger seiner Geschichten in Bildern ohne Worte (er gilt als der Schöpfer des Graphic Novels ohne Text 1918) bleibt er unvergessen.

Die von Samuel Dégardin kuratierte Ausstellung bietet darüber hinaus die Möglichkeit, neben seinen Holzschnitten weitere Facetten des Künstlers zu entdecken, der auch zeichnete, malte, für die Druckerei und das Verlagswesen tätig war, für die dekorativen Künste arbeitet.

Eröffnung: 13. Februar 2026, 18 Uhr, Samuel Dégardin, Kunsthistoriker: Frans Masereel, Kunst zwischen Revolte & Träumerei
14. Februar - 20. September 2026

Musée de l'Image | Ville d'Épinal
42 quai de Dogneville, 88000 Épinal

Sigrid Wege zum 65.


Heute feiert Sigrid Wege, Vorsitzende des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V.Willibald Pirckheimer“ und langjähriges Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ihren 65. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Abb. zeigt Sigrid Wege auf der artbook.berlin 2025, Foto © ad

Montag, 26. Januar 2026

Einhorn - Das Fabeltier gesehen für Bibliophile

Noch bis zum 1. Februar ist in Potsdam die Ausstellung „Einhorn - Das Fabeltier in der Kunst“ zu sehen, eine Ausstellung, die durch die von Armin Schubert betreuten Bücherkinder Brandenburg mit ihrem Buchprojekt „Vom Mehrwert des Einhorns begleitet wurde.
Wandteppich aus der Gotthardt- und Christuskirchengemeinde Brandenburg a.d. Havel
Das ist jedoch nicht der einzige Aspekt, der die Ausstellung für Bibliophile interessant macht, denn Bücher bilden einen Großteil der mehr als 140 gezeigten Exponate, wovon hier auf einige Stücke hingewiesen wird.
Denn die Attraktivität des Einhorns reicht Jahrhunderte, sogar Jahrtausende zurück, so galt im Mittelalter das Einhorn als Symbol für Christus, später als Allegorie der Keuschheit, es war medizinisches Wundermittel und Forschungsobjekt der beginnenden Naturwissenschaft.
25. Oktober 2025 - 1. Februar 2026

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5-6, 14467 Potsdam

Sonntag, 25. Januar 2026

Ehrung am Grab von E.T.A. Hoffmann

Jörg Petzel, Vors. der Berliner Sektion der Internationalen E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, sprach einführende Worte. Am Ehrengrab bereits ein Kranz des Bürgermeisters.
Zu seinem 250. Geburtstag ehrten gestern Mitglieder der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und weitere Freunde, u.a. vom Berliner Bibliophilen Abend, mit einer Libation am Grab des Universalkünstlers der Romantik.
Fotos © ad
v.l.n.r.: Ulrich Goerdten, Jörg Petzel, Ralf Parkner, darunter Dr. Dr. Bernd Hesse