Abraham a Sancta Clara (1644–1709) hatte für den Buchhändler Daniel Walder in Augsburg ein Werk «Der christliche Weltweise beweint die Torheit der Narrenwelt» zu schreiben unternommen, wurde aber durch andere Arbeiten daran verhindert. Weil die Kupfer bereits fertig waren, ersuchte Walder den Weltgeistlichen Albert Joseph Conlin (1669–1753), das Werk mit Texten zu versehen, was dieser ‹abrahamisierend› in sieben Bänden unternahm. (So stellt das Karl Friedrich Flögel in seiner «Geschichte der Komischen Literatur» 1786 dar.)
Conlin steht also in der Tradition von Abrahams Buch «Wunderlicher Traum von einem großen Narren-Nest» (1703), wo bereits 12 Narren (aber ohne Bilder) beschrieben sind. Hier der Titel des ersten Bandes von Conlin, der mit einem Anagramm signiert:
Der Christliche Welt=Weise Beweinent Die Thorheit Der neu-entdeckten Narrn=Welt/ Welcher die in disem Buch befindliche Narrn zimblich durch die Hächel ziecht/ jedoch alles mit sittlicher Lehr und H. Schrifft untermischet. Worin über 200. lustig und lächerliche Begebenheiten/ deren sich nit allein die Herrn Pfarrer auf der Cantzel/ sondern auch ein jede Privat-Persohn/ bey ehrlichen Gesellschafften nutzlich bedienen können. Vorgestellt von Alberto Josepho Loncin von Gominn, Augspurg: Walder [1706].
Ich führ Process schon lange Jahr Daß mir jetzt wachsen graue Haar. Der Richter nimmt sein Deputat, Das Recht verkehrt der Advocat, Von oben ab bis an die Hol Wann ich sie schmier, so fahr ich wol. |
(Paul Michel, komplette Beschreibung hier)









