Freitag, 26. Juni 2026

Mittelalterliches Notizbuch entdeckt

Archäologen haben in Paderborn ein gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Und das ausgerechnet in einer mittelalterlichen Latrine, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mitteilte. Das Notizbuch sei aus Leder, Holz und Wachs und wird jetzt in Münster restauriert und konserviert. Anschließend soll der Text laut Mitteilung entschlüsselt werden.
Fotos. © Stefan Brentführer/​LWL/​dpa
»Vergleichbare mittelalterliche Stücke kennt man außerdem aus Lübeck oder Lüneburg, wo ein ähnlich feuchtes Milieu im Boden die Funde erhalten hat. In keinem Fall ist aber wie bei uns das komplette Buch als archäologischer Fund erhalten«, sagt die Kulturdezernentin laut Mitteilung.
Von dem rund 700 bis 800 Jahre alten Schriftstück verspricht sich der LWL wertvolle Einblicke in den Alltag und die Lebensverhältnisse im mittelalterlichen Westfalen. »Nach sorgfältiger Restaurierung durch die LWL-Fachleute wird es möglicherweise gelingen, den schwer zu entziffernden Text mit High-Tech-Methoden wieder vollständig lesbar zu machen.« Dazu seien sie bereits mit Schrift- und Material-Fachleuten aus ganz NRW im Gespräch, sagt Rüschoff-Parzinger.
Das Notizbuch hat zehn Seiten, von denen acht doppelseitig sind. Das gebundene Stück ist in einer kleinen Ledertasche mit Deckel verpackt.

(dpa-infocom, dpa:260512-930-71753/1)

„Schatten auf dem Mond“

Unter diesem Titel präsentiert das 3 Königinnen Palais in Mirow (Mecklenburg-Vorpommern) eine Ausstellung des ukrainischen Grafikkünstlers Konstantin Kalynovych.
In der Ausstellung werden rund 100 Werke der Druckgrafik präsentiert – Exlibris, Radierungen und PF verschiedener Jahre – sowie etwa 30 Aquarelle, Gouachen und Arbeiten in Mischtechnik. Die Ausstellung ermöglicht es, die Entwicklung des künstlerischen Schaffens nachzuvollziehen und dessen Vielfalt kennenzulernen.

Das Werk Konstantin Kalynovychs zeichnet sich durch höchste technische Meisterschaft, virtuose Beherrschung der Radierung und eine enge Verbindung zur europäischen Kunsttradition aus. In seinen Arbeiten finden sich Anklänge an die Ästhetik alter Meister wie Pieter Bruegel, Jan Vermeer, Hendrick Avercamp, Rembrandt und Albrecht Dürer.
Gleichzeitig sind Kalynovychs Werke unverwechselbar und eigenständig, geprägt von feinem Humor, Poesie und einer besonderen Atmosphäre, die sie auch für das heutige Publikum zugänglich macht.

Dabei ist der Mond ist in Kalynovychs Arbeiten nicht nur ein Himmelskörper, sondern ein Symbol für Ruhe, Traum und die Distanz zum Alltag.

7. August - 31. Oktober 2026

3 Königinnen Palais
Schlossinsel 2a
17252 Mirow

Ausstellung und Jahresgabe des Radiervereins München

Der Radierverein stellt zur Ausstellung „ink me baby one more time“ wird neben den Werken von Künstlern des Vereins die Jahresgabe des Vereins vorgestellt.
Moritz Götze: Tempus vincit omnia, 2026 (Ausschnitt), © Moritz Götze
Die Mitgliederausstellung präsentiert eine vielfältige Auswahl an Arbeiten aus den Disziplinen der Druckgraphik: Radierung, Lithographie, Linolschnitt und weitere Techniken. Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in das künstlerische Schaffen der Künstlermitglieder des Vereins und zeigt die große Bandbreite zeitgenössischer graphischer Ausdrucksformen.
Fördermitglieder des Vereins haben die Möglichkeit, eine von drei Graphiken einer limitierten Auflage  der Künstler Jette Flügge, Florian Huth und Christina Kirchinger zu wählen. 

Vernissage: 2. Juli 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 3. - 24. Juli 2026

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Donnerstag, 25. Juni 2026

Libation am Grab von E.T.A. Hoffmann

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann traf sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.
Jörg Petzel hält die Grabrede des Kater Murr

TERMINABSAGE

Das Berliner Bücherfest 2026 wird lt. einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vom 25. Juni 2026 wegen hoher Temperaturen abgesagt.

Ein Dichterkraut, blaublühend

Cymbelkraut (Linaria cymbalaria), Foto: Ulrich Goerdten 
In der Wartburgstraße im Berliner Stadtteil Schöneberg gibt es einen gut gepflegten Vorgarten, dessen Gewächse das ganze Jahr über blühen. Auch ein unscheinbares Pflänzchen blüht dort von Juni bis Oktober, das Cymbelkraut. Es wächst in einer Art Polster über den Rand des Begrenzungsmäuerchens und streckt seine Spitzen bis auf den Bürgersteig. Der eilende Fußgänger wird bei seinem Anblick das Marschtempo verzögern, sofern er literaturkundig ist. Er wird einen Blick des Gedenkens auf diese Pflanze werfen, besonders am 25. Juni, dem Geburtstag des Dichters Heinrich Seidel (1842–1906). Von ihm gibt es einen Aufsatz mit dem Titel „Linaria cymbalaria“ im Jahrgang 1893 der Familienzeitschrift „Daheim“, der dann auch in den Band 12 seiner „Gesammelten Schriften“ aufgenommen worden ist.
Linaria cymbalaria ist der botanische Name der erwähnten Pflanze. Heinrich Seidel berichtet, dass er dieses grüne Kraut, das eher in südlichen Ländern heimisch ist, nach Berlin eingeschleppt hat, weshalb er von den orthodoxen Botanikern als Florafälscher und „Ansalber“ beschimpft wurde. Den Dichter hat das nicht angefochten. Vergnügt schreibt er in dieser „Geschichte voll kleiner Freuden und Enttäuschungen“, er würde wohl gern „eine kleine grüne Spur hinterlassen auf dieser Erde. Zwar hat er allerlei kleine Lieder und Geschichten ans Licht gestellt, allein diese entstanden aus der Zeit für die Zeit und werden schwinden mit der Zeit. Sie werden einst vergessen sein, und nur auf den höchsten Borten zurückgebliebener Leihbibliotheken in kleinen abgelegenen Landstädten werden die kleinen Bände noch stehen, und niemand mehr wird nach ihnen fragen. Dann aber wird vielleicht noch ein kleines zierliches Pflänzchen, das aus dürren Mauerritzen lieblich vervorgrünt, lebendige Kunde geben, daß der Verfasser jener vergessenen Geschichten einst über diese Erde gegangen ist“.

(Ulrich Goerdten)

Anmeldung zur artbook.berlin 2026

Von allen Drucker/innen und Buchkünstler/innen sehnsüchtig erwartet, startet der Countdown zur Bewerbung für die Teilnahme an der artbook.berlin2026 im November in Berlin.
Alle wichtigen Informationen im PDF (klick auf die Abb.) oder im Blog der artbook.berlin
Sollten doch noch Fragen existieren, dann gibt es Antworten vom corn.elius direkt unter +49 178 33 91 321
(corn.elius+hanneke von der artbook.berlin2026)

Junger Sammlerpreis 2026 ausgeschrieben

© Verband Deutscher Antiquare
Der Verband Deutscher Antiquare verleiht in diesem Jahr wieder einen Preis für junge Sammler, die Bücher, Graphiken, Autographen und sonstige Arbeiten auf Papier sammeln und lobt einen Preis für die originellste oder überzeugendste, ihr Thema am besten darstellende Sammlung aus. Es gibt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und eine
Jahresmitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft zu gewinnen.
Die Sammlung des Preisträgers 2026 wird auf der Rare Books Berlin präsentiert.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Johannistag

Mit diesen Inkunabelseiten von 1472 grüße ich alle Gutenbergjünger zum heutigen Johannistag!

(Fritz van Rechtern)

Sommerpause in Wien

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft hat mit einem Bibliotheksbesuch im Stift Melk am 6. Juni das Halbjahresprogramm abgeschlossen und wünschen allen Bücherfreunden schöne, jederzeit angenehme Sommermonate!
Die Herbstsaison werden die Wiener Bibliophilen  am 16. September mit einem „Treffen für Buchliebhaber“ im Café Museum beginnen!
(Ernst Fischer)

Dienstag, 23. Juni 2026

204. Todestag von E.T.A. Hoffmann

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann trifft sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.
Stefan Klenner-Otto, Cover zu „SCHNURRPFEIFENKARUSSELL“, Ausschnitt
Für die Zeremonie am Grab werden die Teilnehmer obligate Objekte, wie Blumen, sowie Becher für den Libations-Wein, dabei haben und ab 19 Uhr in der nahegelegenen Taverna Dionysos ein Glas auf den Geehrten leeren. Auf der Tagesordnung steht dann eine Vorschau durch Jörg Petzel auf die internationale E.T.A. Hoffmann-Konferenz vom 16. - 17. Juli 2026 in Oxford.

Zwei Tage darauf wird Stephan Klenner-Otto im thüringischen Wurzbach „E.T.A. Hoffmann. Bilder und Gedichte“ vorstellen. 

Libation: 25. Juni 2026, 18 Uhr
Jerusalemskirchenfriedhof
Mehringdamm 21 (neben dem nördlichen Eingang zum U-Bahnhof Mehringdamm)

Stephan Klenner-Otto: 27. Juni 2026
Kunsthaus Müller
Markt 6, 07343 Wurzbach OT Wurzbach

4.300 Bücher durch Brand beschädigt oder zerstört

Ein Brand im historischen Zentrums von Gers (einem Département im Südwesten Frankreichs) in einem Kreuzgang mit der städtische Medienbibliothek aus dem 16. Jahrhundert, beschädigte am 12. Juni ca. 4.300 Werke schwer, der Flügel des Gebäudes mit dem Kreuzgang von Condom, etwa 400 m², ist praktisch zerstört.
© Keine(e) - Condom Town Hall
Der Schaden ist beträchtlich: eingestürzte Abteile, geschwärzte Räume, ausgebrannte oder durchnässte Sammlungen. Betroffenen sind alte Schätze, darunter einige seltene und historische Dokumente, sowie ein Messbuch, dessen Zustand noch immer ungewiss ist.
"Viele Gebäude haben eine Wasserschaden, vieles ist teilweise verbrannt. Einiges ist wahrscheinlich für immer verloren gegangen", gibt den Bürgermeister an und glaubt, dass 90 % der Bücher beschädigt wurden. Die vollständige Bestandsaufnahme wird jedoch noch mehrere Wochen dauern.

Montag, 22. Juni 2026

„Kunst mit Büchern“ in Köln

Der Fördervereins der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln lädt zur 29. Veranstaltung der Gesprächsreihe Kunst mit Büchern ein.
Artists & Photographs New York, Multiples, Inc., 1970
In der 29. Veranstaltung der Gesprächsreihe wird die Kölner Kuratorin und Kunsthistorikerin Kathrin Barutzki die kollaborative Künstler-Edition Artists & Photographs vorstellen, die Marian Goodman mit ihrem New Yorker Verlag Multiples, Inc. 1970 herausgebracht hat.
Die mobile Ausstellung in Boxform ist ein einzigartiges Beispiel für das Potenzial konzeptueller Publikationsformate, die immer wieder neu inszeniert werden können. Sie vereint Fotobücher, Leporellos und andere Druckmedien, die von 19 Künstlern aus den USA und Westeuropa entwickelt wurden. Mit Arbeiten von Dan Graham, Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Ed Ruscha, Bruce Nauman und Robert Smithson wird die Edition zu einem Ort des Diskurses über die Rolle kleiner, reproduzierbarer und beweglicher Objekte innerhalb der Kunst um 1970.
Die Kunst- und Museumsbibliothek besitzt eines der raren vollständigen Exemplare der Box, das vor Ort ausgestellt sein wird.

9. Juli 2026, 18.30 Uhr
Kunst- und Museumsbibliothek
Vogelsanger Straße 78, 50823 Köln

„Miss Read“ in Berlin

Die Berliner Kunstbuchmesse & Festival bringt eine große Auswahl der interessantesten Künstler/Autoren, Zeitschriften, Kunstverlage und Zines zusammen und wird von einer Reihe von Vorträgen, Diskussionen, Buchvorstellungen und Workshops, die die Grenzen des zeitgenössischen Publizierens und die Möglichkeiten des Buches erkunden. Während er sich der Verbreitung, dem Verständnis und der Wertschätzung von Künstlerbüchern und verwandten Veröffentlichungen widmet, MISS READ Ziel ist es auch, Künstler zu stärken, die unabhängig vom kommerziellen Galeriesystem agieren.
Fortsetzung seiner gemeinsamen Erkundung der Dekolonisierung von Kunstbuchmessen, MISS READ setzt sich dafür ein, das Spektrum dessen zu erweitern, was Verlagswesen darstellt, und zielt darauf ab, verschiedene Kulturen und Gemeinschaften aus der ganzen Welt zu fördern. Der diesjährige Schwerpunkt auf Bibliodiversität widmet sich dem Publizieren als künstlerische Praxis, der kulturellen Vielfalt des Lesens und Schreibens sowie den Ökosystemen unabhängiger Verlage und Künstler.

23. bis 25. Juni 2026
MISS READ Space
Gerichtstr. 45, 13347 Berlin

26. Juni - 28. Juni 2026
silent green Kulturquartier
Betonhalle
Gerichtstrasse 35, 13347 Berlin

Sonntag, 21. Juni 2026

Julius Stettenheim, Plaudereien

Nach dreizehn langen Jahren werde ich den von mir früher einmal herausgegebenen drei berlinbezogenen Textsammlungen (Alt-Berlin in Gotthilf Weissteins Feuilletons. 2007; Emil Jacobsen: Zur Geschichte meines Tegeler Besitzthumes. 2011 und Johannes Trojan: Berliner Bilder. Hundertdreiunddreißig unbekannte Momentaufnahmen. 2013. ) ein viertes Buch mit Berlin-Texten von Julius Stettenheim hinzufügen, das derzeit in der Herstellung ist.
Der Verleger Marc Berger (Schwarzdruck, Gransee) hat mir das Cover geschickt, das ich, zum Appetit machen, hier schon mal vorstelle in der Hoffnung, dass der Klappentext auch gelesen werden kann.

(Ulrich Goerdten)

Morgenstern auf Reisen

Plakatlayout: Katharina Lutz
Die nächsten Termine des Morgenstern-Buches des Vereins für die Schwarze Kunst:

Mainz, Gutenberg-Bibliothek Ernst-Ludwig-Platz 2
Vernissage: 8. Juli 2026, 18:00 Uhr
Ausstellung bis 28. August 2026

Mosbach, Stadtmuseum (Sonderedition der Hauptausstellung)
Vernissage: 31. August 2026, 19.00 Uhr
Ausstellung bis 28. Oktober 2026
Parallel zum Buchmachermarkt Mosbach am 5./6. September 2026

Odenburg, Landesbibliothek Oldenburg
Vernissage: 25. September 2026, 17:30 Uhr
Ausstellung bis 30. Oktober 2026
Parallel zur Mitgliederversammlung des Vereins für die Schwarze Kunst, 25. bis 27. September 2026

Samstag, 20. Juni 2026

Da lächelt das Mammut

Das Sommerpalais Greiz zeigt Ausstellungen zu den Werken von Harald Kretzschmar, sowie Manfred Sondermann und Heinz Jankofsky.
Kretzschmar, 2024 in Kleinmachnow verstorben, zeichnete regelmäßig für den Eulenspiegel Porträtkarikaturen und schrieb Glossen, Essays und Kunstkritiken für diverse Tageszeitungen. Auch war Kretzschmar Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und jahrelang Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung »Karikatur im Verband Bildender Künstler der DDR«. Für seine humorvolle Kunst erhielt er wichtige Ehrungen, etwa den Preis der internationalen Ausstellung »Satire im Friedenskampf« (1963), den Kunstpreis der DDR (1971) sowie den Vaterländischen Verdienstorden in Silber (1984).

Neben den Werken Kretzschmars hängen satirische Zeichnungen von Manfred Sondermann (1938–2025). Der Künstler, der bis zu seinem Tod in der Nähe des Satiricums lebte, wird mit einer umfassenden Retrospektive geehrt. Immer wieder griff Sondermann die Berufswelt auf, zeichnete den Spaß in die Technik- und Arbeitswelt. Später reifte er zum politischen Zeichner, karikierte Themen wie Umweltzerstörung, den Verfall der Infrastruktur oder die Falschheit des Systems. Nach 1990 entwickelte der Ingenieur und Karikaturist die Figur Ossikar und begleitete mit ihr über 15 Jahre lang den »Vereinigungsprozess« aus Sicht eines neuen Bundesbürgers, der freilich immer noch ein Ossi ist.

In einem weiteren Raum finden sich 130 Karikaturen von Heinz Jankofsky. Da fällt einem prompt die Zeichnung ein, in der es um die halbvergessene Sendung »Glücksrad« geht: Gesucht wird eine Redewendung. »Doof bl…ibt doof« ist bereits aufgedeckt, der Kandidat sagt: »Ich kaufe ein A.« Oder die Zeichnung eines prähistorischen Paares, das bei starkem Regen verzweifelt Schutz in einem Zelt sucht. Von der anderen Seite lächelt ein Mammut aus einer trockenen Höhle rüber. Die Frau sagt: »Wie wir hausen, ist dir egal. Hauptsache dein geliebtes Mammut steht trocken.« Der gelernte Lokschlosser Jankofsky wurde 1935 in Berlin geboren und verstarb 2002 am Bebersee in der Uckermark. Gern zeichnete er den Alltag mit Standesamt, Kneipe und Haustieren, aber auch absurde Ideen oder blödsinnige Wendungen. Typisch für ihn sind die Figuren – mit Gurken- oder dicken Stupsnasen, Augenringen. Charakteristische Typen, die seit den 70ern die Neue Berliner Illustrierte, den Eulenspiegel oder Die Trommel bevölkerten.

(Thomas Behlert, » junge Welt« vom 19.06.2026)

Manfred Sondermann & Harald Kretzschmar: bis 28. Juni 2026
Heinz Jankofsky: bis 1. November 2026

Satiricum im Sommerpalais
Fürstlich Greizer Park, 07973 Greiz

Aus dem Antiquariat 02.26

Das soeben ausgelieferte zweite Heft des Jahres 2026 Aud dem Antiquariat enthält u.a. Beiträge von Gerhard Schuster zur Eröffnung der Mostra del libro tedesco der Deutschen Gesellschaft für Auslandsbuchhandel 1922, von Maximilian Bach zur bibliophilen Sammlung Kurt Jung-Alsen in der Bibliothek der Akademie der Künste Berlin, von Hans Altenhein zum Literaturverkehr im Kalten Krieg und von Wolfgang Christian SchneiderVom stillen Leben der Bücher. Karl Wolfskehl und Percy Gothein“.
Wulf D. v. Lucius berichtet über das Seminar Der Bucheinband der Maximilian-Gesellschaft in Kooperation mit der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und Sebastian Böhmer über das Symposium „Die Zukunft der Privatbibliothek“.

Freitag, 19. Juni 2026

NICHT NUR BACH

Mit dem Konzert „NICHT NUR BACH“ wird die Ausstellung „k_l_a_n_g Bilder“ von Henry Günther in der St. Marienkirche Ribnitz eröffnet. Im Zentrum des Konzerts steht zeitgenössische Musik aus Mecklenburg-Vorpommern rund um die Sonate für Violine solo a-Moll von Johann Sebastian Bach.

Zu hören sind Werke von Julia Deppert-Lang, Benjamin Lang, Peter Manfred Wolf, Birger Petersen und Malte Hübner, interpretiert von Mitgliedern des Vereins für Neue Musik Mecklenburg-Vorpommern.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung findet außerdem eine Buchpremiere statt. Die Uraufführung der Komposition „laute der violine / b_a_c_h. ein klang“ von Malte Hübner (Violine) zu einem Gedicht von Henry Günther bildet einen besonderen Höhepunkt.

Die  in der St. Marienkirche Ribnitz zu sehen.

Ausstellungseröffnung: 21. Juni 2026, 11:00 Uhr
Ausstellung: 21. Juni . 25. Juli 2026

St. Marienkirche Ribnitz

Donnerstag, 18. Juni 2026

Atelierbesuch des BBA bei Skadi Engeln

Die Fußball-WM und ein ungewohnt heißer Tag konnte den Berliner Bibliophilen Abend heute nicht davon abhalten, anlässlich der Finissage einer Ausstellung zu artspring Skadi Engeln, Bibliophilen bekannt von der artbook.berlin oder der artGrafik Ahrenshoop, in ihrem Atelier zu besuchen.
Skadi Engeln präsentiert Siebdrucke, Foto © ad
Näheres dazu in Kürze im Veranstaltungsarchiv des BBA im Netz.