Donnerstag, 23. April 2026

BBA auf der Rara Books Berlin

Die Antiquariatsmesse Rare Books Berlin bietet im September 2026 ein außergewöhnliches Erlebnis für Sammlerinnen und Sammler, Antiquariatsbuchhändler, Galerien und Bibliophile aus aller Welt. Im Herzen Berlins erleben Besucherinnen und Besucher in eleganter, salonartiger Atmosphäre lebendige Buch- und Kulturgeschichte. Die Aussteller gewähren Einblicke in ihr erlesenes Angebot an Büchern, Graphiken, Drucken und Ephemera und stehen mit ihrer Expertise für die Authentizität und Qualität der präsentierten Objekte.

Das persönliche Ambiente lädt zum direkten Gespräch mit Fachleuten und zum Austausch mit anderen Liebhaberinnen und Liebhabern von Buch und Kunst. Auch der Berliner Bibliophilen Abend wird auf der Rare Books Berlin mit einem Informationsstand vertreten sein. Mitglieder dieser Bibliophilen-Vereinigung haben freien Eintritt.

18. - 20. September 2026
Kronprinzenpalais Unter den Linden

Powerful Textures. Sprache in Textil

In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Umgeben zu sein von Worten, sich körperlich darin einzuhüllen, kann trösten, anleiten oder vergewissern, womit sich unterschiedliche Funktionen von textiler Schrift andeuten. Die Sammlung des Klingspor Museums enthält einen einzigartigen Bestand an modernen Schriftteppichen, in dessen Zentrum wandfüllende Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden stehen, die um 1925 in der Offenbacher Werkstatt entstanden. Ab den 1950er Jahren kamen Schriftteppiche hinzu, von denen ein großer Teil in der Gobelin-Werkstatt von Inge Richter und Gret Mohrhardt gewebt wurden, die über Jahrzehnte in Offenbach bestand und heute fast vergessen ist. Weil sich textile Arbeit häufig mit Weiblichkeit assoziiert, wird textile Schrift in der zeitgenössischen Kunst auch in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. Persönliche Geschichten verweben sich mit Politik und Gesellschaftskritik. Zahlreiche Leihgaben inter-nationaler Künstler zeigen die Bandbreite dieser kraftvollen Ausdrucksmöglichkeiten.
 
Eröffnung: 8. Mai 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 9. Mai - 16. August 2026

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mittwoch, 22. April 2026

The Spirit of Wisdom

(mit freundlicher Genehmigung von Illustrated London News/Mary Evans Picture Library)
Zeichnung mit dem Titel „The Bookman“ des britischen Buchillustrators Edmund Joseph Sullivan (1869–1933) für die schottische Whiskeymarke „Dewars“, die einen Text illustrierte, welcher Bücher als perfekte Begleitung zum Whiskey unter der Überschrift „The Spirit of Wisdom“ in den „Illustrated Sporting and Dramatic News“ vom 10. Oktober 1925 anpries.

Bibliophiles im Bacharchiv

In der Mai-Veranstaltung wird dem Leipziger Bibliophilen-Abend von Prof. Dr. Dr. Peter WollnyBibliophiles im Bacharchiv“ vorgestellt.
12. Mai 2026, 19 Uhr

Bach-Archiv Leipzig
Thomaskirchhof 15/16, 04109 Leipzig

Dienstag, 21. April 2026

Save the date: Bibliophilentreffen 2028 in Wien

Vor 98 Jahren, im Frühherbst des Jahres 1928, hat in Wien ein großes, glanzvolles Bibliophilentreffen stattgefunden, zu dem Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum herbeigeströmt waren.
Den Teilnehmern am Bibliophilen-Tag Wien 29. September bis 2. Oktober 1928 gewidmet in 300 Exemplaren von der Gesellschaft für verfvielfältigende Kunst in Wien. Festblatt aus „Die Graphischen Künste“ LI. Jahrgang 1928. (Deckeltitel). 1928. Inliegend Original-Holzschnitt „MDXXVIII zu Albrecht Dürers Gedächtnis.“von Switbert Lobisser
Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft möchte die hundertste Wiederkehr dieses Ereignisses zum Anlass nehmen, die Vereinigungen der Buchliebhaber in Deutschland, der Schweiz und Österreich erneut nach Wien einzuladen, um zwischen dem 28. September und 1. Oktober 2028 ein Fest des Buches zu feiern, mit Vorträgen und Gedankenaustausch, aber auch mit dem Besuch bedeutender Bibliotheken und Sammlungen, hauptsächlich solchen, die dem privaten Wien-Besucher nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Die Wiener Bibliophilen arbeiten bereits an den Details eines Besuchsprogramms, das allen Teilnehmenden und ihren unterschiedlichen Interessen entgegenkommen soll und so breit aufgefächert sein wird, dass die Führungen jeweils in überschaubaren Gruppen erfolgen können. Ein halbtägiges Symposium wird mit Kurzvorträgen Gelegenheit geben, spannende Themen aus der Welt des Büchersammelns anzusprechen. Zum Abschluss des Symposiums könnten in einer Podiumsdiskussion Vertreter der verschiedenen Bibliophilengesellschaften aktuelle Probleme sowie die Zukunftsperspektiven der Bibliophilie diskutieren.

Von der Zusammenkunft im Herbst 2028 werden vielfältige Impulse erhofft, auch öffentliche Resonanz, in jedem Fall aber ein engeres Zusammenrücken der deutschsprachigen Bibliophilenvereinigungen und damit eine Stärkung des Bandes, das uns eint - die Leidenschaft für Bücher
.“

(Prof. Dr. Ernst Fischer, Vorsitzender Wiener Bibliophilen-Gesellschaft)

Die Tödliche Doris – DOSSIER

Neu vom Hartmut Andryczuk im Hybriden-Verlag: Die Tödliche Doris – DOSSIER, sechs Bände im Schuber (I - VI) plus Multiple
I The Deadly Doris Manual
2019 wurde ich Direktorin des Hauses der Tödlichen Doris. Ich erhielt einen Schlüssel, der mir Zugang zu einem kleinen Gartenhaus im Innenhof der Lützowstraße 23 in Tiergarten verschaffte. Bei einer feierlichen Eröffnung am 14. Juli durchtrennte ich das rote Band. Das Haus-Team war an allen Fronten engagiert. Im Inneren bügelte der Künstler Wolfgang Müller den Vorhang der Dauerausstellung Natur- und Haushaltskatastrophen. Hauskoch Dirk Schünemann backte rosafarbige Petit Fours mit dem spiegelverkehrten Sparkassen-Symbol von der Tödlichen Doris. Ahmad Hamad war für die Sicherheit am Hauseingang zwischen der Bar Kumpelnest 3000 und dem religiösen Laden Ave Maria verantwortlich. Richard Radzinski war noch in Frankreich und philosophierte aus der Ferne.
Das Haus mit seinen olivfarbenen Fensterläden war bezaubernd. Es bestand aus zwei Räumen. Im Erdgeschoss führte eine kleine Holzleiter zum Dachboden, wo sich seit 1987 Dinge angesammelt hatten. Das Haus war bis zum Rand mit Kisten, Ordnern, Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Büchern, Gitarren und vielen anderen Dingen gefüllt. Ein Haufen Schätze. Zunächst sorgten wir mit maßgefertigten Möbeln für Ordnung. Im unteren Raum stellten wir einen großen Tisch auf, der aus vier Teilen bestand, die einzeln verwendet werden konnten. An diesem Tisch trafen wir uns mit unseren Gästen, tranken Kaffee, aßen Kuchen und führten Gespräche, ganz nach dem Motto von Heinrich von Kleist: „Ideen kommen beim Reden.“ Eine Rekonstruktion des Naturkatastrophenschranks aus den 1980er Jahren, angefertigt vom Künstler Daniel Chluba, diente zur Aufbewahrung des Papierarchivs von Die Tödliche Doris: 33 Ordner mit Dokumentationen, Fotos, Texten, Kompositionen, Notizen und Skizzen. Dieses Material war seit den Anfängen von Doris im Jahr 1980 von Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen sorgfältig zusammengetragen worden.
(A.P.)

II. Monika Reich
Vielleicht ist der geheimnisvollste Teil von Die Tödliche Doris nicht Doris, sondern Monika Reich. Niemand hat Monika Reich jemals getroffen. Die Tödliche Doris stellte Reich als Pressesprecherin ein, und sie arbeitete von zu Hause aus. Als sie in den 1980er Jahren anfing, gab es noch keine sozialen Medien. Es war eine Zeit, in der noch kein Internet existierte. Wenn man heute nach Monika Reich googelt, stößt man auf ein Buch mit dem Titel Finanziell frei. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Buch von unserer Monika Reich geschrieben wurde. Der Untertitel ihres Buches lautet: Wie ich es geschafft habe, mit 45 ohne Geldsorgen zu leben. Das klingt so, als würde Reich nicht mehr in Deutschland leben. Vielleicht ist sie beispielsweise nach Portugal gezogen und folgt damit einem Konzept, das versierte Lebensinvestoren als Geo-Arbitrage bezeichnen. Dabei zieht man an einen anderen Ort, an dem die Lebenshaltungskosten niedriger sind.
(A.P.)

III. Galerie Eisenbahnstraße
In den tristen Kellerfluren einer ehemaligen Kohlenhandlung, neben einem Depot für Baubedarf und unterhalb einer Milchbar gelegen, haben Ueli Etter und Mastermind der Tödlichen Doris, Wolfgang Müller, ein unterirdisches Notquartier für’s kulturelle Survival errichtet, dessen Schäbigkeit allerdings jeder Kultiviertheit spottet, Geleitet von herzhafter Konzeptlosigkeit, peitschen die beiden, befristet auf ein Jahr, ihre 25 Klein-Veranstaltungen durch, ohne dabei Spekulationen von „Gesamtkunstwerkelei“ oder „multimediale Sinnesorgien“ zu dulden; auch „kunstauratisches Gedusel“ ist abgemeldet. Stattdessen ein Programm bestehend aus Poems, Konzert, Kulisse, Vision, Handlesekunst und Ausstellung.
(Ursula Frohne, Finale, Wolkenkratzer, 13/1986)
IV. Wolfgang Müller Talks
UNSOUND: Was würden Sie als Ihre Einflüsse bezeichnen?
Wolfgang Müller: Ich werde von allem beeinflusst, was ich mag oder nicht mag, mehr oder weniger je nach den Umständen.
(Aus einem Kurzinterview: UNSOUND, San Francisco, 1986)

V. Dagmar Dimitroff’s Personal Transcript
In der Gedenkstätte Hohenschönhausen treffe ich mich mit der Direktorin Elke Stadelmann-Wenz. Wir sprechen über die Verhörprotokolle von Dagmar Dimitroff im Stasi-Archiv in Berlin. „Hat sie die Protokolle unterschrieben?“, fragt mich die Direktorin. Dimitroff hat das getan. Der offizielle Satz lautete wie folgt: „Ich habe das Verhörprotokoll selbst gelesen. Sein Inhalt entspricht in allen Teilen den von mir gemachten Aussagen. Meine Worte sind darin korrekt wiedergegeben.“ Dennoch war die junge Künstlerin hartnäckig und verfasste während ihrer Haftzeit zahlreiche persönliche Aufzeichnungen. Diese sind handschriftlich und klären Fragen, die während der Verhöre angesprochen wurden. Die getippten Protokolle der Verhöre neigten dazu, Worte so zu verdrehen, dass sie zum Diskurs der Staatssicherheit der DDR passten.
Insgesamt verbrachte Dagmar zehn Monate im Gefängnis. Sie war drei Monate in einer Haftanstalt in Pankow inhaftiert, dann vier Monate im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und wurde anschließend in die Jugendstrafanstalt Hohenleuben nach Thüringen gebracht. Während ihrer Haft wurde Dimitroff die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt und sie wurde staatenlos. So kam sie im Sommer 1978 nach West-Berlin und wurde einige Jahre später, 1981 Mitglied der Band Die Tödliche Doris. Sie spielte Schlagzeug, sang „fliegt schnell laut summend“, entwarf Cocktailkleider für Doris und trat auf dem legendären Festival der Genialen Dilettanten auf.
(A.P.)
VI. Niki, Nicky, Niccy, Nik
Nikolaus Utermöhlen war vielleicht der Ruhigste in der Tödlichen Doris, wie wir in Wolfgang Müller Talks gesehen haben. Aber er nahm auf andere Weise Raum ein, indem er beispielsweise seinen Namen in alle Richtungen vervielfachen ließ: Nik, Nicky, Niccy, Niki. Ufermöler, Ufermöhlen, Utermöhlen, Vermöhlen. Die falsche Schreibweise seines Namens gefiel dem Künstler. Im Archiv der Tödlichen Doris fand ich einige Seiten aus Utermöhlens Kalender, die seine vielen Talente zeigen, vom Schreiben von Partituren bis zum Entwerfen von Kostümen. Es ist kein Jahr angegeben, aber eine kurze Suche im Internet ergibt, dass Mittwoch, der 18. Januar, im Jahr 1984 war, besser bekannt als das ominöse Jahr aus George Orwells Roman 1984.
1984 war das Jahr, in dem Ronald Reagan eine zweite Amtszeit gewann, die indische Premierministerin Indira Gandhi ermordet wurde und die Gefahr eines Atomkrieges greifbar war. Es war auch das Jahr, in dem das AIDS-Virus entdeckt und öffentlich bekannt gemacht wurde. 1996 starb Nikolaus Utermöhlen, von seinen Freunden Niki genannt, im Alter von 38 Jahren an den gesundheitlichen Komplikationen, die dieses Virus mit sich brachte.
(A.P.)
Die Tödliche Doris – DOSSIER
Sechs Bände im Schuber, 248 Seiten, viele farbige Abbildungen
Herausgegeben von An Paenhuysen.
Coverzeichnungen von An Paenhuysen
Ephemera: Ticket Delphi-Filmpalast (14. Juli 1985) – Multiple,
signiert und nummeriert von Wolfgang Müller
Zweisprachige Ausgabe (Deutsch/Englisch)
Auflage: 100 Exemplare, nummeriert und signiert
180,00 € EUR

Montag, 20. April 2026

Kein Kinderkram. Comics für Kinder

Lange rümpfte man in Deutschland beim Thema Comics die Nase, denn das Genre, das vom amerikanischen Markt nach Europa schwappte, war schon sehr früh als Schmutz- und Schundliteratur abgetan. Dies galt vor allem für Comics für Kinder, denn nahezu verpönt schien es, Geschichten für junge Leser mit bunten Bildchen erzählen zu wollen. Seit einigen Jahren wandelt sich diese Einstellung und immer mehr Kinder- und Jugendbuchverlage entdecken den Kindercomic neu. Sie werden mit Niveau produziert und verlegt – nicht für den üblichen Heftchenmarkt, sondern in schön gebundener Form und durchaus spezialisiert für Leseeinsteiger. Denn heute weiß man: Comics schulen die Wort-Bild-Verknüpfung und unterstützen damit das Begreifen von Wörtern und deren Inhalten. Durch das visuelle Einbetten von Kontexten wird das erlernte (Wort-)Schreiben und Lesen schneller erfasst und tiefer im Gedächtnis verankert.
Axel Scheffler, Titelbild für das
Comic-Magazin Polk, #7,
Pöridot, Köln, September 2022
Ob nun didaktisch-pädagogisch bewusst oder auch nicht, wie sehr der Kindercomic in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, zeigen Verlage wie Carlsen oder auch Reprodukt, die zu ihren bereits etablierten Comics für Erwachsene jetzt auch den Kindercomic verstärkt in ihre Programme mit einbeziehen. Der Kibitz Verlag wurde anlässlich des Vertriebs und der Förderung des Kindercomics neu gegründet und zeigt heute eine Bandbreite und Qualität innerhalb des Genres, die kaum zu überbieten sind. Auch das Comic-Magazin Polle, das seit 2018 im Péridot Verlag in Köln publiziert wird und mit unterschiedlichen, auch international etablierten Comicillustratoren arbeitet, stellt zusätzlich unter Beweis, wie sehr heute der Comic für Kinder im Mittel punkt des Interesses steht.
Um diesem aktuellen Markttrend nachzugehen, zeigt das Bilderbuchmuseum eine Auswahl von Kindercomics, die derzeit den Bilder- und Kinderbuchmarkt stark beeinflussen. Den „roten Faden“ durch die Ausstellung bildet dabei zu großen Teilen das Polle-Magazin und die Auswahl der hier wiedergegebenen Comic-Geschichten.

26. April - 30. August 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Münchner Schiene 26

Was macht die Freie Szene der Literatur in München? Was beschäftigt die Menschen, die sich in so vielen Schreibwerkstätten, Bücherclubs, Lesereihen und Literaturzeitschriften engagieren? Wie funktioniert Literatur, die sich jenseits von Profit und abseits vom Mainstream stellt? Beim Open House der Freien Szene im Bildungszentrum Einstein 28 treffen ganz unterschiedliche Projekte und literarische Temperamente aufeinander und bilden so eine große Bandbreite der Literatur in München ab. Lernen Sie die Menschen hinter Initiativen, Büchern, Magazinen und Texten kennen und erfahren Sie, was die Literatur in der Stadt umtreibt.
Die Münchner Volkshochschule richtet in diesem Frühjahr die „Münchner Schiene“ im Rahmen des Literaturfests aus. Der icon Verlag des Pirckheimers Hubert Kretschmer ist mit vielen Autoren vertreten.

25. April 2026, 12 Uhr
Einstein 28 Bildungszentrum
Einsteinstr. 28, München (Nähe Max-Weber-Platz)

Sonntag, 19. April 2026

Miniaturbuch Journal März 2026

aus dem Inhalt des Journals 1/2026
  • Miniaturpsalter aus der französischen Renaissance
  • Miniaturbücher erinnern an die Autorin Jane Austen
  • Die Geburt der Digedags
  • Die Miniaturbuch Gesellschaft hat Zukunft
  • Du kannst ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen
  • Ein Leipziger Traditionsverlag wird 80 Jahre
  • Heiligen Kalender Anno 1519

Frischer Wind auf das Gedruckte

Parallel zur Rare Book Berlin im Kronprinzenpalais findet in der Alten Münze Berlin, nur 10 Minuten zu Fuß entfernt, auf einer Fläche von 1.000 m² mit 50 bis 70 Ausstellern die Vintage Paper Berlin statt. Die Organisation dieser Antiquariatsmesse liegt in den Händen von Michael Schrottmeyer (oldthing).

Die Vintage Paper Berlin präsentiert das Antiquariat in seiner Vielfalt - von Buch und Grafik bis zu Kunst, Fotografie und Werbung auf Papier. Klassisch im Inhalt, lebendig & jung in der Präsentation.

Samstag, 18. April 2026

"Bibliophilie" mit bibliophilem Einband

Ende Dezember 2025 konnte hier die Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst vorgestellt werden: der Titel „Bibliophilie“ des Professors für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz (1993 bis 2014), Ernst Fischer, mehrjährig im Vorstand der Maximilian-Gesellschaft und seit 2018 Vorsitzender der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft.
Auf der BuchDruckKunst 2026 in Hamburg bekam man aus dem Atelier des Schweizers Roland Meuter ein besonderes, unikat gebundenes Exemplar zu Gesicht.

Der Buchbinder sagt zu seiner Arbeit:
Das Buch Bibliophilie von Ernst Fischer ist ein Werk, dass in jede Sammlerbibliothek gehört. Dieses Werk hat mich auch gereizt, etwas anderes als den einfachen Leinenband herzustellen.
Ich habe mich entschieden einen Ganzlederband in Oasenziegenleder rostrot herzustellen. Dazu habe ich auch einen speziellen 3 seitigen Schnitt mit Gold und Grafit gemacht. Diese Art Schnitt sieht man selten, hat auch seinen Reiz im Wechselspiel der Materialien Gold und Graphit. Die Dekoration ausgeführt mit verschiedenfarbigen Lederauflagen, Linien in Blinddruck und Handvergoldung. In die Felder dann den Titel der «Bibliophilie» in Einzelbuchstaben handvergoldet. Dies auch in Anlehnung an den Leinenband, wo der Titel auch auf dem Deckel erscheint. Dazu einen Rückentitel in Gold. Zum Schutz des Buches dient ein fester Schuber, wo die Kanten mit Leder eingefasst wurden.
Dieses Buch ist ein Unikat, weitere Entwürfe und Ausführungen können gemacht werden.

Jana Gunstheimer und Christoph Knecht – Antidote

Mit der Doppelausstellung „Antidote“ präsentiert der Radierverein München eine spannende Begegnung zwischen Jana Gunstheimer und Christoph Knecht, deren Werke auf subtile Weise gesellschaftliche Strukturen hinterfragen. Die Ausstellung fungiert dabei als „künstlerisches Gegenmittel“, das durch präzise Beobachtung, handwerkliche Feinheit und einem gewissen Augenzwinkern festgefahrene Sehgewohnheiten auflöst.
Eröffnung: 24. April 2026, 19 Uhr, Einführung: Franz Schneider (Neue Galerie Landshut)
Ausstellung: 25. April – 15. Mai 2026

Radierverein München
Galerieräume
Ludwigstr. 7, München 80539

Freitag, 17. April 2026

Berliner Bibliophilen Blog

Der Berliner Bibliophilen Abend stellt für Freunde und Interessierte an Buch und Druckgraphik aus Berlin und Umgebung ab sofort Informationen zu Veranstaltungen, Personalia, Terminen und Nachrichten zu bibliophilen Themen in einem eigenen Blog zur Verfügung.
Selbstverständlich kann Jede und Jeder eigene Beiträge dazu beisteuern, z.B. per E-Mail.

Der Blog ist unter Berliner Bibliophile, sowie durch Klick auf die Abb. oder, wie auch der Facebook-Auftritt oder die Instagram-Präsenz des Berliner Bibliophilen Abend, über dessen Homepage.

angefiedert


Ausstellung Petrus Akkordeon

Vernissage: 22. Mai 2026, 18 Uhr, es lesen Denise Sheila Puri & Petrus Akkordeon
Ausstellung: 22. Mai - 21. Juni 2026

Galerie R31
Reuterstr. 31
12047 Berlin-Neukölln

Donnerstag, 16. April 2026

Print²AR – Vom Druck ins Digitale

In Zusammenarbeit mit dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der Neuhauser Kunstmühle, zeigt die AR-Galerie K1 eine multimediale Ausstellung „Print²AR – Vom Druck ins Digitale“, die Druckgrafik mit digitale Kunst auf völlig neue Weise verbindet und in der sowohl Lithografie auf Augmented Reality trifft als auch Wien auf Sarajevo. In der Ausstellung sind zahlreiche Arbeiten aus dem gemeinsamen Digitalprojekt mit dem Verein DruckKunst zu sehen, virtuelle Artworks, erlebbar direkt über die K1_ARt App – begleitet von Lithografien und Druckgrafiken als physische Übersetzungen der digitalen Werke.

Gezeigt werden Werke von Andrea Nagl, Antonio Labuhar, Belma Bešlić-Gál, Catherine Spet, Dagmar Schürrer, Ivan Jakarić, Marie Pfaffl, Markus Passecker, Markus Wintersberger, Sanja Lasić und Zlatan Filipović.

Die Druckgrafiken können erworben werden, beide gemeinnützige Vereine haben die Listenpreise aller Werke um etwa ein Drittel gesenkt, damit durch den Verkauf die begonnen Projekte weitergeführt werden können.

Eröffnung: 20. April 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 20. April - 17. Juni 2026

Public-Gallery der MVOE
Reichsratsstraße 15, 1010 Wien

Mittwoch, 15. April 2026

Im magischen Bildergarten des OLAF HAJEK

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“.
Auch die Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ stellt sich auf den Frühling ein und lädt in einen „magischen Bildergarten“ ein.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Olaf Hajek, einem virtuosen Illustrator und Geschichtenerzähler. Auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so phantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert. In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst- Bilderbüchern veröffentlicht.
Olaf Hajek, Blumenkohl-Mischtechnik Acryl
The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren u. a. schon in Einzelausstellungen Hamburg, München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren.

Ausstellungseröffnung: 25. April 2026, 16 Uhr
Ausstellung: 25. April - 19. Juni 2026

Galerie „Sonnensegel“
Gotthardtkirchplatz 4-5, 14770 Brandenburg an der Havel

Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde

Unter dem Titel „Insektenwissen“ zeigt die Universitätsbibliothek gemeinsam mit der Zoologischen Sammlung der Universität Leipzig historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde.

Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den Zimelien einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, dass sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren.
Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Im Zeitalter Carl von Linnés (1707–1778) stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an: Käfer und Schmetterlinge zu sammeln wurde ein regelrechter Trend und die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des ‚Insektenwissens‘ in Büchern einen massiven Aufschwung.
Ergänzend zu den historischen Insektenbüchern der Universitätsbibliothek werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung sowie Leihgaben der Geologisch-Paläontologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt. Neben Fragen zur Darstellung, Beschreibung und Ordnung von Insekten wird auch der Umgang mit unerwünschten Tierchen in der Bibliothek thematisiert. Und passend zum Thema wird die Ausstellung selbst auch eine Metamorphose erleben und im Laufe des Sommers ihr Aussehen verändern.
Am 7. Mai 2026 erscheint ein 120seitiger Katalog, herausgegeben vom Kurator der Ausstellung Thomas Thibault Döring und gestaltet von Stefan Gunnesch, .

Eröffnung: 7. Mai 2026, 18 Uhr, Vortrag: Thomas Thibault Döring
Ausstellung: 8. Mai - 9. August 2026

Bibliotheca Albertina
Ausstellungsraum

Dienstag, 14. April 2026

Exlibris als Auftrag – Marco Birnholz und sein künstlerisches Netzwerk

Richard Lux: Exlibris für Marco Birnhoz
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Exlibris aus der Sammlung Premstaller, die für den jüdischen Apotheker und leidenschaftlichen Exlibris-Sammler Marco Birnholz gestaltet wurden. 
Als aktives Mitglied der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft förderte Birnholz ab 1914, vor allem während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre, zahlreiche Exlibris-Künstlerinnen und Künstler. 
Die Ausstellung lädt dazu ein, in die vielfältige Welt eines der wichtigsten Exlibris-Sammler Österreichs einzutauchen. Die Bandbreite der für ihn gestalteten Blätter reicht von Arbeiten mit klar erkennbaren jüdischen Symbolen über Werke jüdischer Künstlerinnen und Künstler bis hin zu Exlibris, die auf den ersten Blick keinen Bezug zum Judentum erkennen lassen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welche Symbole und Darstellungen typisch für jüdische Exlibris sind. 
Die gezeigten Werke entstanden im Zeitraum von 1924 bis 1938 und wurden von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern geschaffen. Kuratorin: Dana Patsch

Eröffnung 25. April 2026, 14 Uhr
Ausstellung: 25. April - 31. Oktober 2026

Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus
Museumstraße 16, 4643 Pettenbach, Österreich

Stammtisch der Berliner Miniaturbuchfreunde

Achtung: Der öffentliche Stammtisch des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, zu dem jeweils von 17 bis 19 Uhr Mitglieder sowie alle anderen Miniaturbuchinteressierte herzlich willkommen sind, findet für gewöhnlich am zweiten Donnerstag im Monat statt, im Mai aber ausnahmsweise einmal am ersten Donnerstag!
7. Mai 2026
Kunst- und Kultu​rcafè Marzahn
(MuseumsGut Marzahn)
Alt Marzahn 23, 12685 Berlin

Montag, 13. April 2026

Aufregung am Straßenrand

Wer sich schon immer mal am Straßenrand aufregen wollte, hat am kommenden Samstag, den 18. April 2026, Gelegenheit dazu! An diesem Tag wird meine dreidimensionale Arbeit „La vie devant soi“ in einem öffentlich zugänglichen Bildkasten in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der Ausstellungsreihe „Aufregung am Straßenrand“ aufgehängt.

Der Bildwechsel findet um 15 Uhr in der Fidicinstrasse 37, 10965 Berlin-Kreuzberg statt. Die Ausstellungsreihe wird von corn.elius kuratiert.
Ich freue mich auf regen Besuch, für einen Umtrunk („petit goûter“) während des Bildwechsels ist gesorgt!

(Nathalie Giraud)