Mittwoch, 1. April 2026

Hamburger Bothe # 33

Hamburger Bothe 33 aufrufen durch Klick auf die Abb.
Im Mittelpunkt unseres 33. „Hamburger Bothen“ steht diesmal eine Neuerscheinung des Verlags Angeli & Engel. Nur ganz wenige Kenner wußten bisher, daß der Schriftsteller Wolfgang Borchert neben dem Drama „Draußen vor der Tür“, Erzählungen und Gedichten in seinem kurzen Leben noch Zeit für bildkünstlerische Arbeiten hatte. Rund 70 solcher Werke werden erstmals in dem Band „Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert“ geboten. Für die Vorzugsausgabe dieser Edition, die im Mai vorliegen soll, hat Rainer Ehrt ein Porträt des doppelt begabten Borchert radiert.
Neben kurzen Nachrichten aus der Bibliophilie findet man im neuen „Bothen“ einmal wieder eine Rezension. Sie gilt dem Band „50 Jahre unterwegs mit Büchern“, worin der Antiquar Wolfgang Neubert seine Berufserfahrungen darlegt und sich als besonderer Kenner der Insel-Bücherei erweist.
In bewährter Weise läßt Abel Doering die Leser des „Bothen“ an seinen bibliophilen Interessen teilhaben und empfieht ihnen diesmal einen Verlag, der sich auf neu illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann spezialisiert hatte.

(Peter Engel)

Maximilian-Gesellschaft wird in Weimer-Stiftung überführt

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst hat ihre Mitglieder in Auswertung der tiefgründigen Analyse des Kulturstaatsministers Weimer, die diesen zu dem Schluss brachte, das Sammeln von Büchern sei mit dem Fortschritt der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, aufgerufen, ihre Bibliotheksbestände, seien es Inkunabeln, Künstler- oder auch Taschenbücher, an die Geschäftsstelle der Maximilian-Gesellschaft mit dem Ziel abzugeben, diese Bücher wieder dem Antiquariatsmarkt zuzuführen. Der Verkaufserlös soll dann in eine Stiftung der Maximilian-Gesellschaft zum Aufbau einer Deutschen Digitalbibliothek fließen, die künftig die Deutsche Nationalbibliothek ersetzen soll.
Obwohl die Namensgebung der neugeschaffenen Stiftung lange diskutiert wurde - einige Maximilianer wollten am ursprünglichen Namen festhalten und die Gesellschaft durch den Namen Maximilian-Stiftung in die moderne Zeit retten - wurde sie durch endgültige Entscheidung des Kulturstaatsministers "Weimer-Stiftung zur Digitalisierung alter und neuer Buchkunst" benannt und die Maximilian-Gesellschaft gab mit heutigem Datum ihre Auflösung zum Ende des Geschäftsjahrs bekannt. Weitere bibliophile Gesellschaften wollen diesem Beispiel, so Wolfram Weimer in einem Interview, folgen.

3 Kommentar(e):
1. April 2026: Bücherfreundin hat gesagt…
Kluge Entscheidung!😀





1. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
genauer Wortlaut des Interviews hier
1. April 2026: Rainer Schulze hat gesagt…
Hoffen wir mal, dass es nicht irgendwann wirklich soweit kommt, dass die Literatur und Kunst nicht nur kaputtgespart, sondern tatsächlich dematerialisiert wird und in einem virtuellen Nirwana verschwindet.

E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“

Im Jahr des 250. Geburtstages von E.T.A. Hoffmann am 24. Januar soll mit dem Bibliophilen des Monats an den Verlag „Serapion vom See“ von Michael Duske erinnert werden, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte - Künstlerbücher und Mappenwerke, u.a. von Michael Knobel, Anke Dziewulski, Stephan Klenner-Otto oder Horst Hussel, auch einen Faksimile-Druck nach einem Skizzenbuch von Fritz Fischer. Der zwischen 1995 und 2010 aktive Verlag ist inzwischen erloschen, der Verlagsinhaber, das ehemalige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, lebt in einem Berliner Pflegeheim.

Michael Duske stellte, gerade eben, weil Hoffmann bereits oft illustriert wurde, an die Editionen seines Verlags hohe Ansprüche und verwendete möglichst klassische Originalgrafik wie Radierung, es sind somit jeweils seltene Originalkunstwerke in Buchform.
Als Bibliophiles des Monats, gleichzeitig die Empfehlung für den Bibliophilen des Hamburger Bothen, wird hiermit Band II der „Berlinische Geschichten“ vorgestellt, eine Graphikmappe, die E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Die Brautwahl“, illustriert von Steffen Faust enthält; Band I dieser Reihe war „Aus dem Leben eines bekannten Mannes“, illustriert und gestaltet von Xago.

Die 2001 erschienen Mappe „Die Brautwahl“ enthält neun Farbradierungen von Steffen Faust, alle vom Künstler betitelt, nummeriert und signiert. Die Titelgrafik wurde handkoloriert. Ein zehnseitiges Beiheft erläutert die Graphiken im Format 20 x 15cm, Blattgröße 28 x22cm, in einer handgearbeiteten Flügelmappe mit Fenster für das Aquarell. Diese Grafiksuite erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und 10 Künstlerexemplaren. Acht Exemplare enthalten zusätzlich einen Farbentwurf zu einer Einzelradierung.

Dienstag, 31. März 2026

Nacht der Museen in Offenbach

Das Ausstellungsprojekt AAIP. Artists as Independent Publishers, durch das verschiedene Kunsthochschulen weltweit vernetzt sind, zeigt om einer Wanderausstellung im Klingspor Museum buchkünstlerische Arbeiten, die an den teilnehmenden Hochschulen in den letzten Semestern entstanden sind.
Artists as Independent Publishers. © Ilya Kirshin, Quirin Fürbeck, Minsang Kim
Zur Nacht der Museen laden rund 60 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn gibt es im Klingspor Museum Führungen, Workshops und Konzert sowie Getränke und Snacks von der Vereinigung Freunde des Klingspor Museums.

Ausstellung: 28. März - 26. April 2026
Führungen: 1. April 2026, 17 Uhr, 10. April 2026, 18:30 Uhr
Lesung: 17. April 2026, 18:30 Uhr
Nacht der Museen: 25. April 2026, 19 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Hamburg - Treffpunkt für Bibliophile

In 10 Tagen wird die BuchDruckKunst wieder Freunde des Bibliophilen mit einem Angebot aus Druckgrafik, Künstlerbuch, Druckhandwerk empfangen.

Im Erdgeschoß der Neuen Fabrik werden neben den „Meistern der Einbandkunst“ oder der „Grafische Gruppe“ des Museums auch Armin Schubert mit den Bücherkindern Brandenburg mit einem Stand vertreten sein.
Armin Schubert (rechts) am Stand der Bücherkinder auf der BDK 2025 
Klaus Raasch wird in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht an seinem Stand stehen und auch die „Pirckheimer-Gesellschaft“ wird in der Alten Fabrik leider nicht durch Rudolf Angeli vorgestellt, aber trotzdem mit einem Stand vertreten sein, und ihre Mitglieder „Verein für die Schwarze Kunst“, der „Widukind-Presse“ mit Hanif Lehmann, „buchkunstbalance“ mit Henry Günther, der „Offizin Schwarze Kunst“ mit Hans-Hilmar Koch und der „Edition Ehrt“ sind mit eigenen Präsentationen auf der Messe zu finden.
Über alle Aussteller kann man sich hier genauer informieren.

Messe: 11./12. April 2026
Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Countdown bis zur BuchDruckKunst

Montag, 30. März 2026

Wandelhalle 2026-1

Die Wandelhalle 2026-Frühjahr der Gesellschaft der Bibliophilen ist erschienen und sollte noch diese Woche bei allen Mitgliedern eintreffen.
Hier kann man schon mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen.
(Silvia Werfel)

Das Ernst-und-Waltraut-Engelberg-Archiv

Ernst Engelberg, Waltraut Engelberg, © Privat
Achim Engelberg, Herausgeber und Co-Autor von Ernst Engelberg, dessen Nachlass gemeinsdam mit dem von Waltraut Engelberg ein bedeutendes Zeugnis von Flucht-, Vertreibungs- und Exilgeschichten ist, stellt in einer Veranstaltung der Staatsbibliothek zu Berlin das im Aufbau befindliche Archiv mit vielen bislang unerschlossenen Bereichen erstmals der Öffentlichkeit vor und spricht mit Jenny Erpenbeck und John Erpenbeck über den Umgang mit Exilgeschichten und Erfahrungen in der DDR.
Akademie Verlag, Berlin1986
Das Leben des Historikers Ernst Engelberg spannt sich über sechs deutsche Staatsformen und zwei Exile: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazidiktatur, Schweiz, Türkei sowie das besetzte, das doppelte und neu vereinte Deutschland. Seine Bismarck-Biografie blieb sein einzige Geschichtswerk, das zeitgleich in großen Verlagen in Ost und West erschien.


Jenny Erpenbeck, deren Werk in über 30 Sprachen übersetzt wurde, ist bisher die einzige deutschsprachige Autorin, die den International Booker Prize erhielt. Ihr Vater, John Erpenbeck, Physiker, Philosoph und Romancier, wurde im sowjetischen Exil geboren.

24. April 2026, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal der 
Haus Unter den Linden 8 · 10117 Berlin

Sonntag, 29. März 2026

Tag der Provenienzforschung 2026

Provenienz [pʁoveˈni̯ɛnt͡s], von lateinisch ‚provenire‘, zu Deutsch: ‚herkommen‘, bezeichnet die Herkunft einer Person oder Sache. Durch Merkmale an den Objekten wird versucht, die Vorbesitzer*innen zu bestimmen: Solche Provenienzmerkmale können z.B. Stempel, Etiketten, Exlibris oder auch handschriftliche Notizen sein. In öffentlichen Einrichtungen hat Provenienzforschung das vorrangige Ziel, Objekte aus Unrechtskontexten in den Beständen zu identifizieren, die Vorbesitzer zu ermitteln und die Objekte nach Möglichkeit an heute noch lebende erbberechtigte Personen oder Rechtsnachfolger zurückzugeben.
Am 8. April 2026 findet zum achten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Kultureinrichtungen in Berlin arbeiten seit geraumer Zeit daran, die Herkunft ihrer Bestände zu erforschen bzw. ihre Sammlungen nach Objekten aus Unrechtskontexten zu durchsuchen. Der 2019 vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ins Leben gerufene Aktionstag rückt diese Arbeit in den Fokus der Öffentlichkeit.
Die Akademie der Künste, das Deutsche Historische Museum, das Ethnologische Museum, das Jüdische Museum Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Stiftung Topographie des Terrors, das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin präsentieren ein gemeinsames Programm.

Samstag, 28. März 2026

Save the Date: Rare Book Week Berlin

Vom 14. bis 20. September 2026 steht Berlin ganz im Zeichen des Antiquariats. Zusammen mit Bibliotheken, Institutionen, Museen und Sammlungen feiern die internationalen Antiquare die Rare Book Week, ein Fest des Buches. Zahlreiche Lesungen, Ausstellungen, Führungen und Vorträge begleiten dieses einmalige Event. 
Im Mittelpunkt steht der ILAB-Kongress, ein Fachsymposium zu allen wichtigen, die Buchwelt bewegenden Themen folgt.
Schließlich mündet die Rare Book Week in der Antiquariatsmesse Rare Books Berlin im Kronprinzenpalais Unter den Linden.

Mein Morgenstern in München

Nach Mainburg ist die Wanderausstellung Mein Morgenstern Gast in der Alois Senefelder Berufsschule in München, der ehemaligen Berufs-und Meisterschule der Schriftsetzer und Buchdrucker. Die Vernissage ist eingebettet in die Mitgliederversammlung der Meister der Einbandkunst und in die Jahrestagung des Bundes Deutscher Buchbinder.
Die Ausstellung ist eine Hommage an Christian Morgenstern und feiert zugleich die Handwerkskunst der Papierherstellung, des traditionellen Handsatzes und Buchdrucks und des Buchbindens. Neben den prachtvollen Buchausgaben werden Druckgrafiken, Werkzeuge, Bleisatzformen und Druckstöcke wie Linolschnitte und ein Original-Holzstich gezeigt. Sie geben Einblicke in den Entstehungsprozess des Projektes und lassen als work in progress die Kunst des klassischen Büchermachens lebendig werden. Ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins für die Schwarze Kunst, dem Verein Meister der Einbandkunst und der Papiermühle Homburg zum 111. Todestag von Christian Morgenstern.

Freitag, 27. März 2026

Manifest der utopischen Forderungen

Für das „Manifest der utopischen Forderungen“ habe ich einige Handabzüge auf der #Handnudel gedruckt. Es handelt sich dabei um Plakatschriften in 3 Farben.

(Ingo Cesaro)

Ausradiert?

Carsten Gansel, Vorsitzender der Christa Wolf Gesellschaft, stellt sein soeben erschienenes Buch "Ausradiert?" in seiner Geburtsstadt Güstrow vor.
Der Literaturwissenschaftler beleuchtet darin das Verschwinden der DDR-Literatur nach dem Mauerfall und wirbt für einen anderen Blick auf sie. Von Christa und Gerhard Wolf bis Uwe Johnson, von Werner Bräunig bis Gerti Tetzner, von Brigitte Reimann bis Fritz Rudolf Fries, von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, von Volker Braun bis Jenny Erpenbeck.

26. März, 19.30 Uhr
Uwe Johnson-Bibliothek
Markt 1, 18273 Güstrow

3 Kommentar(e):
27. März 2026: BuchKunstBalance hat gesagt
In den Künstlerbüchern der Edition Balance / BuchKunstBalance wurden nach der Wende Erstausgaben von bedeutenden DDR-Autoren verlegt: Christa Wolf, Kerstin Hendel, Wilhelm Bartsch, Rainer Kirsch, Johannes Jansen, Karl Mickel, Sarah Kirsch, Durs Grünbein, Volker Braun u.a. (siehe auch Katalog der Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek 2006 „Buch Kunst Balance. Die Künstlerbücher der Edition Balance 1990 – 2006“). In den Poetischen Miniaturen der BuchKunstBalance die seit 2012 bis heute erscheinen, finden sich u.a. Texte von Uwe Kolbe, Sarah Kirsch oder auch Reiner Kunze (siehe internationale Fachzeitschrift GRAPHISCHE KUNST 1+2/2o25).
28. März 2026: Michael Hametner hat gesagt
Carsten Gansels Buch „Ausradiert“, in dem der Schriftsteller nach den Gründen der Delegitimierung der Literatur in der DDR sucht.
28. März 2026: Armin Schubert hat gesagt
Wir haben alle unsere Erfahrungen mit dem Ausradieren. So habe ich einen Juror aus Karlsruhe bei einem Jugendprojekt zu "Lebenskunst lernen" in Goslar erlebt.Wir wurden mit der Mauthausenkantate von Mikis Theodorakis und Bildern zu Pablo Neruda als Hommage an HAP Griesshaber übergangen. Zu links. Wortlos. Ausradiert./ Ich mache im Ehrenamt ohne Trotz mit Qualität weiter und pflege das kulturelle Erbe zu Christa Wolf, Franz Fühmann, Anna Seghers, Jurek Becker, Metzkes, Ensikat, Herfurth,Quevedo etc.- Henry Günther und die Christa Wolf Gesellschaft/ die Pirckheimer-Gesellschaft- alle an der Seite der Bücherkinder Brandenburg.

Donnerstag, 26. März 2026

BuchKunstPotsdam zum Welttag des Buches (23. April)

Künstlerbücher sind von Künstlerinnen erdachte und gemachte Kunstwerke. Sie sprechen unsere Sinne und gesellschaftliche Themen an. Von kleinen Heften bis zu opulenten Werken ist alles vertreten.
Die Entscheidungen zu Form- und Farbgebung, Papierqualitäten, Typografie und künstlerischer Gestaltung beziehen sich auf die verhandelten Inhalte und bezeugen eine seltene Intensität der Auseinandersetzung mit Texten und Materialien.
Die Techniken sind vielfältig: Originale Malerei, Zeichnung, Bleisatz und Handschrift, alle Formen der künstlerischen Druckgrafik, Fotografie und Digitaldruck. Thematisch reicht die Spannbreite von Lyrik bis zu aktueller Wissenschaftsliteratur.

Am 25. April 2026 lädt dann die 4. Ausstellung BuchKunstPotsdam zum Betrachten besonderer Text- und Bildkombinationen ein Brandenburger Künstler ein. Die ausgestellten Werke sind direkt vor Ort zu erwerben. Folgende Teilnehmer stellen sich Gesprächen über Kunst, Buchgestaltung, Literatur und gesellschaftliche Beobachtungen:

Christiane Wartenberg, Letschin 
Herzattacke, Potsdam 
Rudolf Sittner, Cottbus 
Constanze Kreiser, Brandenburg 
Tina Flau, Potsdam 
Edition Sand, Brandenburg 
Steffen Thiemann, Brüssow 
Jana Wilsky, Potsdam 
Jeanette Goldmann, Brandenburg 
Mike Bruchner, Potsdam 
Julia und Rainer Ehrt, Kleinmachnow 
Karla Sachse, Herzfelde 
Siegfried Gwosdz, Schwielowsee 
Matthias Gubig, Blankenfelde 

Ab dem 1. April 2026: Künstlerbücher aus der Sammlung der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

24. April 2026 16 - 17 Uhr: Lesung mit den Bücherkindern Brandenburg
Die Bücherkinder Brandenburg stellen mit ihrem Mentor, dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Armin Schubert, verschiedene Bücher der letzten Jahre vor. Sie beschreiben uns ihre Inspirationen. Beispielhaft zeigt der Film „Ensikat unter der Lupe" den Entstehungsprozess ihrer Werke.
24. April 2026 18 - 19:30 Uhr: Lesung von Lyrik und Prosa aus der Herzattacke Die Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE präsentiert sich in ihrem 38. Jahrgang mit Texten der drei langjährigen Autoren Andreas Altmann, Eberhard Häfner und Ina Strelow

Künstlerbuchmesse: 25. April 2026, 11 Uhr, 

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 47, Potsdam

zum 200. Todestag von Johann Peter Hebel

Der Antik- & Büchermarkt im Hebeldorf Hausen im Wiesental feiert 2026 seine Premiere und erweitert das Angebot des Altstadt-Antikmarktes um ein besonderes Format. Zwischen historischen Gebäuden und dörflicher Atmosphäre präsentieren Händler Antiquitäten, Bücher und ausgewählte Raritäten.

Im Jahr des 200. Todestages von Johann Peter Hebel (22. September) erhält die Veranstaltung einen zusätzlichen kulturellen Rahmen. Besucher dürfen sich auf ein schönes Markterlebnis mit vielfältigen Entdeckungen freuen.

2. Mai 2026, 11 Uhr
Hebeldorf, Hausen im Wiesental

Mittwoch, 25. März 2026

seltenes Exemplar von Bert Brecht jetzt in Marbach

Das Deutsche Literatur Archiv Marbach hat eines der beiden noch überlieferten Exemplare von Bertolt Brechts Theaterstück ›Furcht und Elend des III. Reiches‹ erworben!
Das Exemplar, ehemals im Besitz von Marco Pinkus, trägt handschriftliche Spuren aus der Verlagsarbeit und eine Zustimmung zum »Besitzerwechsel« durch Wieland Herzfelde. Als Dokument der gegen den Nationalsozialismus engagierten Literatur und des intellektuellen deutschen Exils ist dies ein bedeutendes Stück für die Marbacher Sammlungen.
Bertolt Brechts Stück ›Furcht und Elend des III. Reiches‹ zählt zu den zentralen Texten des politischen deutschen Exils nach 1933. In 27 Szenen wird der Alltag im national-sozialistischen Deutschland dargestellt und mit den Brecht’schen Methoden kritisch-analytisch aufbereitet. Zwischen 1934 und 1943 arbeitete Brecht an dem Text, der ihn somit in all seinen Exilstationen (Dänemark, Schweden, USA) begleitete. 1938 hätte das Stück im Malik-Verlag von Wieland Herzfelde im Prager Exil erscheinen sollen. Die deutsche Annexion der Tschechoslowakei verhinderte das, deutsche Behörden zerstörten die Druckstöcke. Zwei Korrektur-Abzüge konnten gerettet werden. Die geplante Ausgabe im Malik-Verlag enthält Szenen, die in keiner der späteren Veröffentlichung enthalten sind. Somit können die beiden Korrektur-Abzüge als verlorene Erstdrucke des Textes gelten.

Verschwundene Verlage

Die Staatsbibliothek zu Berlin bot interessierten Zuhörern, darunter auch Pirckheimer und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, gestern in einer restlos ausgebuchten Buchvorstellung ein Podiumsgespräch mit Christoph Links zu dessen Titel "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)“.
Dr. Christoph Links, Fotos © ad
Vorgestellt wurden durch Christoph Links, eingeleitet durch Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek, und moderiert von Jana Fröbel, Leitende Lektorin des Ch. Links Verlag, beispielhaft 10 der insgesamt 150 in der SBZ und der DDR bis 1972 verschwundenen privat geführten Verlage, darunter der Chery-Modeverlag, der Karl Baedeker Reisebuch-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Petermänken-Verlag oder der Ossietzky Verlag, wobei der der Autor interessante, teils tragische, teils skurrile Anekdoten und Hintergrundinformationen zum besten gab. Objektiv und ohne dabei die Erfolge der Verlagsarbeit in der DDR klein zu reden, bot Christoph Links einen Einblick in die Kulturpolitik der SED, ihre ideologisch determinierten desaströsen wie positiven Aspekte, was sicher auch bestehenden Vorurteile ausräumt.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

Christoph Links: Verschwundene Verlage
Ch. Links Verlag 2026
ISBN 978-3-96289-241-8
35,00 €

Dienstag, 24. März 2026

Aus dem Antiquariat 01.26

Im Hauptteil schreibt Achim Bunte über Georg Satter und die Zeitschrift >Das Stachelschwein< und Günther Fetzer über ein Intermezzo auf dem Taschenbuchmarkt,
In „Berichte & Miszellen“ findet sich u.a. ein Bericht über einen überraschenden Fund in zwei Stammbüchern, eine Einladung zum Jahrestreffen der Maximilian-Gesellschaft in Hamburg (für Mitglieder liegen dem Heft die Anmeldeformulare bei) und von Rolf-Barnim Foth eine Information über „200 Jahre Rheinpanoramen - Karten, Künstler und Verlage“.
Außerdem Berichte zur Stuttgart Book Fair 2026 und die 40. Antiquaria in Ludwigsburg.
Und Sibylle Wieduwilt gratuliert Dettev Auvermann zum 90.
Unter den Rezensionen verdient die von Johannes Saltzwedel über die Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft, Ernst Fischers Panorama der Bibliophilie unter dem Titel »Lust am Buch« besondere Erwähnung.

Montag, 23. März 2026

Leipziger Buchmesse 2026 - Tag 3, Halle 5

Durch Klick auf die Abb. können einige Fotoimpressionen des Blogbetreibers von der Leipziger Buchmesse aus Halle 5, in der Markt der Buch- und Druckkunst, sowie die 32. Antiquariatsmesse stattfand, aufgerufen werden.

(Abel Doering)

32. Leipziger Antiquariatsmesse - Eröffnungstag

Bilder vom Eröffnungstag der Leipziger Antiquariatsmesse (19. März 2026), die von abooks.de (Marianne Fleischer-Bartsch) in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse veranstaltet wurde.
Album aufrufen durch Klick auf die Abb.
Neben den Messe-Szenen ein Blick auf das Beiprogramm des ersten Tages in der Leseecke der Antiquariatsmesse: Daria Razumovych erinnert an Klaus Willbrand, Jürgen Wilke vom Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft spricht über seine Zusammenarbeit mit dem Künstler Conrad Felixmüller.

(Ursula Saile-Haedicke)

Sonntag, 22. März 2026

Lesung „50 Jahre unterwegs mit Büchern“

Wolfgang Neubert
Gestern wurden in Leipzig unter Anwesenheit des Autors die Erinnerungen des Pirckheimers und langjährige Aussteller der Leipziger Antiguariatsmesse Wolfgang Neubert "50 Jahre unterwegs mit Büchern. Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers." vorgestellt.
Diese Erinnerungen wurden von der Pirckheimer-Gesellschaft 2025 als Jahresgabe in 750 Exemplaren herausgegeben, darunter 60 Exemplare als nummerierte Vorzugsausgab mit einem handkolorierten Acrylstich von Egbert Herfurth.