Freitag, 20. Februar 2026

Fälschungen des „ND“ in der DDR

In der Reihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ wird jeden Monat in der Staatsbibliothek zu Berlin ein ausgewähltes besonderes Objekt vorgestellt.
Neues Deutschland 1988-03-19 (Sonnabend) Nr-39. Fälschung
Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ war von 1946 bis 1990 nicht nur die Parteizeitung der SED, sondern als Organ ihres Zentralkomitees auch offizielle Regierungszeitung der DDR. Weil es keine echte „Oppositionszeitung“ zum ND gab, wurden zu Propaganda- und Agitationszwecken Fälschungen dieser Zeitung in der DDR in Umlauf gebracht. Im Fokus stellt Christoph Albers diese Fälschungen vor und erläutert deren Hintergründe und politische Auswirkungen.

25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin

Donnerstag, 19. Februar 2026

Ein DDR-Comic, der zum bibliophilen Sammelobjekt wurde

Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.

Verschwundenen Verlage der DDR

Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten.
Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Er stellt sein Buch im Gespräch erstmals vor und präsentiert außergewöhnliche Fälle.

Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

24. März 2026, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Mittwoch, 18. Februar 2026

Bibliophilen-Abend zu E.T.A. Hoffmann

Der nächste Abend der Berliner Bibliophilen steht in Zeichen von E.T.A. Hoffmann, dem auch die derzeitige Ausstellung „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ im Stabi Kulturwerk gewidmet ist.
Im Zentrum des Abends steht der bei Noack & Block 2025 erschienene Titel „SCHNURRPFEIFFENKARUSSEL. E.T.A. Hoffmann. Eine Biografie in Gedichten“ von Bernd Hesse und Jörg Petzel, illustriert von Stephan Klenner-Otto, der von den Autoren vorgestellt wird. Eventuell bleibt auch noch Zeit für einen Blick auf eine Publikation von Jörg Petzel über Jean Paul - lassen wir uns überraschen. Gäste sind wie immer willkommen.

Ausstellung: 27. Februar – 17. Mai 2026
Berliner Bibliophilen Abend: 12. März 2026

Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Nürnberg, China und gemalte Musik

Das Ex-Libris-Kabinett auf Schloss Burgk zeigt zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931-2018) die Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft „Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza“.
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.

(Juergen K. Klimpke)

1. März bis 26. September 2026
Museum Schloss Burgk
07907 Schleiz

Dienstag, 17. Februar 2026

Schätze des Wissens – arabische Handschriften im Dialog

Unter dieser Überschrift starten das Arabische Kulturhaus „Der Divan“ und die Staatsbibliothek zu Berlin eine gemeinsame Veranstaltungsreihe, die sich diesem bedeutenden kulturellen Erbe aus der arabischen Welt widmet. In Vortrags- und Diskussionsrunden veranschaulichen renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Welt der arabischen Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literaturgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher Perspektive.
Schlussseite einer Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin
Den Auftakt macht Prof. Beatrice Gründler (FU Berlin), die ihren Vortrag den verschlungenen Wegen der Überlieferung der arabischen und weltweit in über 40 Sprachen übersetzten Fabelsammlung „Kalila und Dimna“ widmen wird. Sie stellt zudem spannende digital-gestützte Forschungsansätze dazu vor.
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.

gemeinsamer Iftar: 12. März 2026, 19:15 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Vortrag: 12. März 2026, 19:15 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Schlussseite einer arabischen Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin, Orientabteilung

Offener KunstSalon Wiede-Fabrik

Zu einem Rundgang durch Ateliers lädt der KunstSalon ein und öffnet 10 Ateliers.

Jedes davon wird zu einem offenen Treffpunkt, an dem in gemütlicher Atmosphäre zu Gesprächen einladen wird: über die Werke, die Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler, Kunst, Kultur und Politik…
Begleitet von kleinen kulinarischen Überraschungen und Getränken.

H1 DaxlDiana DrubachSimon JamesAndreas JungkBiljana MandicMilan MihajlovicValeska von BraseHC Ohl, Patrick ÖxlerOskar Rahe und Katarina Sopcic.

28. Februar / 1. März 2026

Wiede-Fabrik
Rambaldistr. 27, 81929 München

Montag, 16. Februar 2026

wiedergelesen: Graphik zur Literatur

div>Vor 44 Jahren erhielten die Teilnehmer am Jahrestreffen der Pirckheimer Gesellschaft in Leipzig (14. - 16. Mai 1982) eine Mappe mit 8 Blättern im Format 15 x 10,5 cm mit „Graphik zur Literatur“. Sie erschien, von der Bezirksgruppe Leipzig den Teilnehmern des Jahrestreffens gewidmet, in einer nummerierten Auflage von 500 Exemplaren mit Originalgraphiken von 
  • Christine Ebersbach zu G.E. Lessing Der Adler (Farbholzschnitt) 
  • Egbert Herfurth zu J. Jahn Der Krimi (Holzstich, handkoloriert) 
  • Karl-Georg Hirsch zu C.F. Meyer Der Schuß von der Kanzel (Holzstich) 
  • Christa Jahr zu Ch. Nodier Bibliomanen (Holzstich) 
  • Heiner Vogel zu J.P. Hebel Das seltsame Rezept. Aus dem 'Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes' (Holzstich)
  • Hans-Joachim Walch zu E. Hemingway Sturmfluten des Frühlings (Holzstich)
  • Newena Wendt-Jontschewa zu Mach dich nicht zum Gürtel fremder Hosen - ein bulgarischer Spruchbeutel (Holzschnitt) und
  • Volker Wendt zu Das Wetterbüchlein (Decelithstich).

Sonntag, 15. Februar 2026

Jahresgabe 2025 der Wiener Bibliophilen

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft stellte jetzt auf ihrer Webseite ihre Jahresgabe 2025 vor:
Franz J. Gangelmayer (Hg.): Das Wanderbuch des Buchbindegesellen Franz Jarosch

Gesamtherstellung: Druckerei Janetschek, Heidenreichstein 2025

Hardcover, Leinenband:
Munken Pure Rough (1,4faches Volumen) 120 g/m2,
Überzug: Viennaleinen, blau/1110, sichtbare Fadenhaftung
Schriftart: Adobe Geremond Pro

Wanderbuch:
Material Lehnur (strapazierfähiges Naturpapier, mit Textilcharakter) 150 g/m², Steppstichheftung verknüpft

Auflage: 150 Exemplare

Maximilianer-Frühjahrstreffen Rhein-Main-Gebiet 2026

Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen im letzten Jahr lädt Sibylle Wieduwilt, Antiquarin „Tresor am Römer“, Ende Februar zum nächsten Regionaltreffen im Rhein-Main-Gebiet der Maximilian-Gesellschaft ein.
Geplant ist wieder ein gemütlicher Austausch über das Sammeln von Büchern, Grafiken, Arbeiten auf Papier, Handschriften usw. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Um Anmeldung wird gebeten.

24. Februar 2026, 18:30 Uhr
Tresor am Römer
Buch- und Kunstantiquariat
Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt

Samstag, 14. Februar 2026

Digedags und Abrafaxe

Robert Grieger stellt sich in einer gemeinsamen Veranstaltung der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend als Mosaik-Sammler vor. 
Nicht wenige Pirckheimer der zweiten Generation, also diejenigen, die ihre Kindheit und Jugend in den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Pirckheimer-Gesellschaft erlebten, verdanken der von Hannes Hegen mit dem am 23. Dezember 1955 erschienenen 1. Heft der Zeitschrift den Beginn ihrer Sammelleidenschaft.
Es finden sich damit Parallelen dieser erfolgreichen Zeitschrift zu der einen Monat später ins Leben gerufenen bibliophilen Gesellschaft; beide hatten ein ähnlich gelagertes Problem, sich in der Kulturlandschaft der frühen DDR zu etablieren, beide erstarkten entgegen Unverständnis und häufiger ideologischer Widerstände und trotzdem gefördert in diesem Staat und konnten ebenfalls nach 1990 in der BRD, nunmehr ohne staatliche Unterstützung, erfolgreich Fuß fassen.

19. Februar 2026, 19 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Unter den Linden 8

Gerenot Richter - Tiefdrucke

Zum 100. Geburtstag von Gerenot Richter veranstaltet die Galerie der Berliner Graphikpresse eine Ausstellung mit Tiefdrucken des Künstlers.

Richter, seit 1966 Dozent für Theorie und Praxis der künstlerischen Gestaltung am Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität und seit 1971 außerordentlicher Professor und seit 1979 bis zu seiner Emeritierung 1989 Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit für Malerei und Grafik an der Humboldt-Universität, sowie Mitherausgeber der Originalgraphik-Editionsreihe der Zeitung „Junge Welt“.

6. März - 10 April 2026

Sabine Ulber
Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25, 12524 Berlin

Freitag, 13. Februar 2026

Relaunch: »Verein für Schwarze Kunst«

Der »Verein für Schwarze Kunst«, 2013 gegründet, ist seit 2014 im Internet präsent, ursprünglich unter dem Gründungsnamen »Verein für Schwarze Kunst Dresden«.

Nach 12 Jahren wurde jetzt diese Seite umgestaltet und den geänderten Erfordernissen des Internets angepasst.
Dabei verzichtete man in der Gestaltung zugunsten der Übersichtlichkeit weiter auf grafisch spielerische Elemente - die Seite ist klar strukturiert und stellt dem Interessenten ohne Umwege alle gesuchten Information zur Arbeit und Aktivitäten des Vereins, sowie, was als besonders positiv hervorzuheben ist, zu seinen Mitgliedern zur Verfügung.

Die Seite kann durch Klick auf die nebenstehende Abb. aufgerufen werden.

Künstlerbücher aus dem Verlag Rothe Drucke

Michael Rothe vom Verlag Rothe Drucke wird uns die in seinem Verlag erschienenen Künstlerbücher präsentieren. Die Künstlerbücher sind limitierte, handgefertigte Originaleditionen, die in enger Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Kunstwissenschaftlern entstehen. Sie verbinden Originalgrafik, Text und Gestaltung zu künstlerischen Buchobjekten. Die Künstlerbücher werden in einer kleinen, limitierten Auflage mit handgefertigtem Einband veröffentlicht, oft begleitet von signierten Grafikeditionen. Nach der Präsentation ist Zeit gegeben zu diskutieren und das Werk anzuschauen.
Im Anschluss bleiben die Teilnehmer des Abends für die Diskussionen und zum gemütlichen Abschluss beim Abendessen am gleichen Ort.

(Gian-Reto Schulthess)

9. März 2026, 18 Uhr
Hotel Engimatt
Engimattstr. 14, 8002 Zürich

Donnerstag, 12. Februar 2026

Pergament

M. Wildbrett wurde als „der Letzte seines Standes, der Pergamenter” bezeichnet. Die historische Verwendung von Pergament ist durch Blätter in Büchern, also mittelalterlichen Handschriften, überliefert und reicht durch handgeschriebene Urkunden bis in die Neuzeit. Pergament ist spanngetrocknete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet wird.
Die Firma Wildbrett, die 2012 aus Altersgründen den Betrieb aufgegeben hat, wird im Augsburger Textil- und Hauswirtschaftsmuseum den Mitgliedern und Freunden der Bayerischen Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft einen Einblick in die ehemalige Pergamentherstellung geben. Die Teilnehmer der Führung werden alle Schritte kennenlernen, angefangen bei der Rohware über das Äschern/Einweichen und das Enthaaren bis hin zum Spannen der Häute, dem Trocknen und der Lagerung. Es werden Werkzeuge zur Herstellung vorgestellt, darunter das Halbmondformschabeisen. Zu sehen sind unter anderem auch der Zunftsiegelstock, Musterbücher, Urkunden, Werbematerialien und Kalligraphen.

(Hans Rabenbauer)

26. Februar 2026 - 15 Ihr Anmeldung erforderlich
Textil- und Hauswirtschaftsmuseum
Pestalozzistraße 1, 86399 Bobingen

„Das Buch aufschlagen“, eine Redewendung

Im Mittelalter standen Bücher aufgrund der für den Buchblock verwendeten Materialien (Pergament und Holz) zumeist unter Spannung. Das Buch klappte häufig auf, denn das Papier der Seiten nahm Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und wurde damit im Laufe der Zeit zu dick für die Buchdeckel.
Damit das Buch trotzdem zusammenhielt und um die Seiten vor weiterer Feuchtigkeit und vor Schmutz zu schützen, besaßen Bücher seitlich eine oder zwei Schließen aus Metall. Die Feuchtigkeit im Buch und seiner Umgebung sorgte allerdings auch dafür, dass die Schließen im Laufe der Zeit rosteten und somit immer schwerer zu öffnen waren.
Das Buch ließ sich am leichtesten öffnen, indem man es auf den Tisch legte und mit der Faust auf den Deckel schlug. So sprang der Bügel der Schließen auf und man hatte das Buch aufgeschlagen.

(Quelle: Universitätsbibliothek Erfurt)

Mittwoch, 11. Februar 2026

AAIP. Artists as Independent Publishers

Eine Ausstellung in Offenbach wird internationale junge Buchkunst zeigen. Das Ausstellungsprojekt, durch das verschiedene Kunsthochschulen weltweit vernetzt sind, wurde an der Hochschule für Künste Bremen von Prof. Katrin von Maltzahn initiiert und ist als Wanderausstellung konzipiert.

Zu sehen ist eine große Bandbreite von buchkünstlerischen Arbeiten, die an den verschiedenen Hochschulen in den letzten Semestern entstanden sind. Die Studierenden nähern sich – aus verschiedenen Studienschwerpunkten kommend – dem Buch als Medium der zeitgenössischen Kunst und arbeiten dabei mit unterschiedlichen Materialien und Drucktechniken.
Foto Carla Nagel
Dabei entstanden auch Buchkunstwerke aus Materialien, die man nicht unbedingt mit dem Buch in Verbindung bringt, wie Leinwand oder Metall. Im Klingspor Museum werden über 100 Bücher präsentiert. Auch raumgreifende Arbeiten sind zu sehen.

Die Ausstellungsarchitektur wurde ebenfalls von Studierenden gestaltet. Eigens für die Ausstellung haben Studierende der HfG Offenbach eine Rauminstallation aus Pappe gestaltet
Zu mehreren Terminen sind Studierende in der Ausstellung, um mit Besuchenden ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

Vernissage 28. März 2026 18 Uhr
Ausstellung 28. März – 26. April 2026

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Die Schwierigkeit, Marx zu übersetzen

In der Reihe „IndieStabi“ stellt sich an jedem dritten Mittwoch im Monat in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ein Verlag aus der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV) vor, im Februar der VSA: Verlag mit David Harvey’s „Marx Grundrisse lesen“. 
Wie viele Arten von Kapital und Lohn kann es geben? Was ist der Unterschied zwischen „labor capacity“ und „labor power“? Wie übersetzt man „lumpen elements“?
In seinem Buch „Marx ‘Grundrisse’ lesen“ begleitet David Harvey Einsteiger wie Fortgeschrittene bei der Aneignung von Marx’ berühmten Notizbüchern, die zu neuen Einsichten führen können und zugleich heftige Kontroversen ausgelöst haben. Mit seinem „companion“ will David Harvey – ähnlich wie in seinen auch im VSA: Verlag erschienen Begleitbüchern zum ersten und zweiten Band des „Kapitals“ – diesen nicht leicht erschließbaren Text einem möglichst breiten Publikum nahebringen.
Mareike Borger und Leo Koch berichten über die Herausforderungen bei der Übersetzung des englischen Originals ins Deutsche.

18. Februar 2026, 19 Uhr
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Vortragsraum

Dienstag, 10. Februar 2026

Bert Brecht, * 10. Februar 1898

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

„Brecht bibliophil“ aufrufen durch Klick auf die Abb.
Zu seinem heutigen Geburtstag sei hiermit an Einiges zu Bertolt Brecht in der Rubrik „Bibliophiles des Monats“ erinnert.

Ehrung für Horst Brandenburg

Die altehrwürdige „Society of Wood Engravers“ verlieh dem Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft Horst Brandenburg den „First-Time Exhibitor Price“.
Verliehen wurde der Preis für seinen Holzstich „Despair“, der einen palästinensischen Jungen auf Trümmern hockend im Gazastreifen zeigt.