(Ulrich Goerdten)
Montag, 23. Februar 2026
Ein Fundstück mit Tücken
Welche Altlasten unsere modernen elektronischen Bibliothekskataloge noch mit sich herumschleppen, das erfährt man nur selten, punktuell und meist nur per Zufall. Auf der Suche nach Druckwerken, welche die der Vergessenheit anheimgefallene Autorin Conradine Stinde der Nachwelt hinterlassen hat, fiel dem Forschenden einst ein Büchlein mit dem Titel „Das Geld“ ins Auge. Bei einem zweiten Versuch, die Katalogangaben des Buches anzeigen zu lassen, ging die Suche aber ins Leere. Erst mehrere Anläufe mit veränderten Eingaben führten zum Erfolg, bei dem sich zeigte, dass die Autorin und ihr Buch unter dem Namen Konradine Stinde (Vorname mit „K“) im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin verzeichnet war. Flugs kamen auch Erinnerungen an die bibliothekarische Ausbildungszeit hinzu, in der die „Preußischen Instruktionen“ (Auch PI genannt, im vollen Titel „Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preussischen Bibliotheken und für den preussischen Gesamtkatalog, vom 10. Mai 1899“) ein bedeutender Teil des Lernstoffes waren. In diesem Regelwerk wird in § 101 und 102 vorgeschrieben, dass abweichende Vornamensformen auf dem Titelblatt wie Adolph, Curth und Hellmuth in die gebräuchlichen Formen Adolf, Kurt und Helmut umzuwandeln seien. So wurde aus Conradine Konradine und ihr rätselhaftes Verschwinden klärt sich auf: Das Büchlein stammt aus dem Jahre 1905 und wurde seinerzeit nach PI mit umgewandelter Vornamensform katalogisiert. Übrigens scheint es ein Unikat zu sein. Es ist aber auch ein Unicum, denn es handelt sich um eine Ausgabe in der Kurzschrift vom Typ Stolze-Schrey, deren Entzifferung nur noch Spezialisten gelingt. Ein elektronisches Programm zur Lesbarmachung der alten Schrift gibt es derzeit noch nicht.
Bibliophile Gesellschaften auf Instagram
Vor einem viertel Jahr startete der Berliner Bibliophilen Abend einen Instagram-Account, dem Beispiel der Gesellschaft der Bibliophilen folgend, welche seitdem an allen 365 Tagen des Jahres nach dem Muster eines Abreißkalenders einen Beitrag rund um das Thema Buch veröffentlichen wollte. Die Gesellschaft der Bibliophilen beendete dieses durchaus löbliche Vorhaben leider vor einem Monat und hat inzwischen alle Einträge (auch auf Facebook) gelöscht.
Auch der Leipziger Bibliophilen-Abend hat bislang nach dem Neustart seines Kontos vor einem Jahr noch keine Beiträge auf Instagram geteilt, die Pirckheimer-Gesellschaft veröffentlichte seit September 2025 immerhin sechs Beiträge, die im Schnitt sogar 50 "Likes" bekamen.
Die Bilanz des Berliner Bibliophilen Abend sieht folgendermaßen aus: es findet sich hier eine bunte Mischung aus 31 Beiträgen seit dem Start auf Instagram, die jeweils von durchschnittlich 25 Personen "geliked" wurden. Dieses Ergebnis bestärkt den BBA darin, nach einem Testzeitraum von einem viertel Jahr weiterhin auf Instagram präsent zu bleiben.
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| der BBA auf Instagram - aufzurufen durch Klick auf die Abb. |
Sonntag, 22. Februar 2026
Abschied von Freunden
Gedenkausstellung für den Berliner Künstler miley (Michael Ley)
Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin
Werke von Michael Ley, Achim Borsdorf, Udo Würtenberger und Giuliana Del Zanna
Am 6. Januar verstarb Michael Ley im Berliner Franziskus-Krankenhaus. Noch bis Anfang Januar hatte der Künstler zusammen mit Archi Galentz eine Ausstellung in der Galerie Wolf & Galentz geplant. Diese Ausstellung wird nun als Gedächtnisausstellung einen Einblick in das vielfältige künstlerische Schaffen mileys eröffnen: Aus seinem umfangreichen und vielseitigen Werk werden Malerei, farbintensive Drucke, Objekte, Künstlerbücher, Schriften und Projektdokumentationen gezeigt.
Die Idee, sein Werk zusammen mit diesen Künstlern auszustellen, stammt von miley selbst.
Michel Ley, 1953 in West-Berlin geboren, wurde im turbulenten und freien Berlin sozialisiert. Er studierte zuerst an der TU Chemie und fühlte sich zunehmend zur bildenden Kunst hingezogen. Er begann, sich mit Fotografie zu beschäftigen, fing an zu malen, erlernte ab 1983 die Radiertechnik und arbeitete mit Holz- und Linolschnitt. Seit den 1990er-Jahre arbeitete der Künstler auch mit digitalen Techniken und kombinierte unterschiedliche Drucktechniken. Er beschäftigte sich mit Mail Art und stellte viele Mappen und Künstlerbücher aus, war seit 1984 Teilnehmer der Freien Berliner Kunstausstellung und war bei zahlreichen Festivals und Ausstellungsprojekten vertreten. Auch bei Wolf & Galentz wurden in der Vergangenheit dreimal Werke von ihm ausgestellt.
Am 6. Januar verstarb Michael Ley im Berliner Franziskus-Krankenhaus. Noch bis Anfang Januar hatte der Künstler zusammen mit Archi Galentz eine Ausstellung in der Galerie Wolf & Galentz geplant. Diese Ausstellung wird nun als Gedächtnisausstellung einen Einblick in das vielfältige künstlerische Schaffen mileys eröffnen: Aus seinem umfangreichen und vielseitigen Werk werden Malerei, farbintensive Drucke, Objekte, Künstlerbücher, Schriften und Projektdokumentationen gezeigt.
Die Idee, sein Werk zusammen mit diesen Künstlern auszustellen, stammt von miley selbst.
| miley, Künstlerbuch „Bäume“, A6, teilw. mehrfarbigen Holzschnitte, Expl. 7/10 |
| Chimäre, gemeinsam mit Werner Noske und Udo Würtenberger geschaffene für Drittbrett |
Michael Ley war anfangs Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und später des Berliner Bibliophilen Abend und mileys rege Ausstellungstätigkeit wurde hier dokumentiert, drei seiner Arbeiten wurden darüber hinaus zum „Bibliophilen des Monats“ gekürt.
Vernissage: 6. März 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 8. März - 19. April 2026
Ausstellung: 8. März - 19. April 2026
Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin
Der Riesencodex der Hildegard von Bingen
In der St. Hildegard-Akademie, Zentrum für Wissenschaft, Forschung und europäische Spiritualität, hält
Der Riesencodex der Hildegard von Bingen (1098–1179), entstanden noch zu ihren Lebzeiten und ihr „geistiges Testament“, steht weltweit im Fokus der Hildegard-Forschung. Die Handschrift ist der wertvollste Schatz der Wiesbadener Hochschul- und Landesbibliothek. Doch um ein Haar wäre der Codex nach seiner Auslagerung im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte die unersetzliche Handschrift aus dem Osten Deutschlands zurück in die Abtei St. Hildegard – es war eine lupenreine Entführung, mitten im Kalten Krieg bewerkstelligt durch die Initiative und die Leidenschaft einer mutigen Frau. Die dramatische Geschichte war bis vor kurzem völlig unbekannt und konnte erst jetzt mit Hilfe neu aufgefundener Originalquellen aus dem Abteiarchiv St. Hildegard enthüllt und als Buch veröffentlicht werden. Die Rettung des Riesencodex ist für die Hildegard-Forschung ein Glücksfall von historischer Dimension.
4. März 2026, 18.30 Uhr
Dr. Christiane Heinemann einen Vortrag mit Bildpräsentation zum Thema „Der Riesencodex der Hildegard von Bingen. Drama? Komödie? Wunder? Schicksalswege zwischen Ost und West 1942 bis 1948“.
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Historische Kommission für Nassau, 2021 |
4. März 2026, 18.30 Uhr
Abtei St. Hildegard 1
Kunstraum
65385 Rüdesheim
Kunstraum
65385 Rüdesheim
Samstag, 21. Februar 2026
Mein Morgenstern in Mainburg
Ab März wird die Wanderausstellung des Vereins für die Schwarze Kunst „Mein Morgenstern“ in Mainburg zu sehen sein. Mit dabei auch ein Faksimile der "B42" Gutenbergbibel und ein Schwarzes Gebetbuch aus der Lichtdruckwerkstatt des Museums für Druckkunst in Leipzig.
| Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff, Typometer und Winkelhaken Foto: Willi Bexk |
Möglich gemacht hat die Ausstellung vor Ort Horst Pinsker, Drucktechniker und leidenschaftlicher Typograph aus Mainburg. Als Mitglied des Vereins für die Schwarze Kunst bereichert er „Mein Morgenstern“ auch noch mit etwas ganz Persönlichem, womit keiner der anderen deutschen Ausstellungs-Standorte aufwarten kann: Pinsker bringt aus seiner persönlichen Werkstatt für die Schwarze Kunst eine Mini-Druckmaschine, einen kleinen „Boston-Tiegel“, mit und besondere Schmankerl traditioneller Druckkunst. Auf einer sogenannten „Nudel“ dürfen die Besucher Bleisatz und Buchdruck selbst ausprobieren und das Ergebnis – natürlich ein Morgenstern-Zitat – mit nach Hause nehmen.
1. März - 3. Mai 2026
Stadtmuseum
Abensberger Str. 15, 84048 Mainburg
Stadtmuseum
Abensberger Str. 15, 84048 Mainburg
Blick auf die Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff, Typometer und Winkelhaken.
Wie die Truckerey erfunden ist worden.
Aus dem Bestand der Bibliothek „Altes Buch“, ins Leben gerufen von Tassilo Schweiger im April 2019, werden auf Instagram im Konto der Gesellschaft der Bibliophilen zwei interessante Artikel von Johannes Aventinus (i.e. Turmair, Johann Georg) vorgestellt, zwischen 1506 und 1517 geschrieben, posthum 1554 auf Latein und 1566 auf Deutsch erschienen.
Freitag, 20. Februar 2026
Fälschungen des „ND“ in der DDR
In der Reihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ wird jeden Monat in der Staatsbibliothek zu Berlin ein ausgewähltes besonderes Objekt vorgestellt.
Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ war von 1946 bis 1990 nicht nur die Parteizeitung der SED, sondern als Organ ihres Zentralkomitees auch offizielle Regierungszeitung der DDR. Weil es keine echte „Oppositionszeitung“ zum ND gab, wurden zu Propaganda- und Agitationszwecken Fälschungen dieser Zeitung in der DDR in Umlauf gebracht. Im Fokus stellt Christoph Albers diese Fälschungen vor und erläutert deren Hintergründe und politische Auswirkungen.
25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin
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| Neues Deutschland 1988-03-19 (Sonnabend) Nr-39. Fälschung |
25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin
Donnerstag, 19. Februar 2026
Ein DDR-Comic, der zum bibliophilen Sammelobjekt wurde
Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.
Verschwundenen Verlage der DDR
Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten.
Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Er stellt sein Buch im Gespräch erstmals vor und präsentiert außergewöhnliche Fälle.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.
24. März 2026, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
24. März 2026, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Mittwoch, 18. Februar 2026
Bibliophilen-Abend zu E.T.A. Hoffmann
Der nächste Abend der Berliner Bibliophilen steht in Zeichen von E.T.A. Hoffmann, dem auch die derzeitige Ausstellung „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ im Stabi Kulturwerk gewidmet ist.
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Im Zentrum des Abends steht der bei Noack & Block 2025 erschienene Titel „SCHNURRPFEIFFENKARUSSEL. E.T.A. Hoffmann. Eine Biografie in Gedichten“ von Bernd Hesse und Jörg Petzel, illustriert von Stephan Klenner-Otto, der von den Autoren vorgestellt wird. Eventuell bleibt auch noch Zeit für einen Blick auf eine Publikation von Jörg Petzel über Jean Paul - lassen wir uns überraschen. Gäste sind wie immer willkommen.
Ausstellung: 27. Februar – 17. Mai 2026
Berliner Bibliophilen Abend: 12. März 2026
Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Nürnberg, China und gemalte Musik
Das Ex-Libris-Kabinett auf Schloss Burgk zeigt zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931-2018) die Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft „Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza“.
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.
(Juergen K. Klimpke)
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.
(Juergen K. Klimpke)
1. März bis 26. September 2026
Museum Schloss Burgk
07907 Schleiz
Dienstag, 17. Februar 2026
Schätze des Wissens – arabische Handschriften im Dialog
Unter dieser Überschrift starten das Arabische Kulturhaus „Der Divan“ und die Staatsbibliothek zu Berlin eine gemeinsame Veranstaltungsreihe, die sich diesem bedeutenden kulturellen Erbe aus der arabischen Welt widmet. In Vortrags- und Diskussionsrunden veranschaulichen renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Welt der arabischen Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literaturgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher Perspektive.
Den Auftakt macht Prof. Beatrice Gründler (FU Berlin), die ihren Vortrag den verschlungenen Wegen der Überlieferung der arabischen und weltweit in über 40 Sprachen übersetzten Fabelsammlung „Kalila und Dimna“ widmen wird. Sie stellt zudem spannende digital-gestützte Forschungsansätze dazu vor.
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
| Schlussseite einer Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin |
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.
gemeinsamer Iftar: 12. März 2026, 19:15 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Vortrag: 12. März 2026, 19:15 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Schlussseite einer arabischen Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin, Orientabteilung
Offener KunstSalon Wiede-Fabrik
Zu einem Rundgang durch Ateliers lädt der KunstSalon ein und öffnet 10 Ateliers.Jedes davon wird zu einem offenen Treffpunkt, an dem in gemütlicher Atmosphäre zu Gesprächen einladen wird: über die Werke, die Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler, Kunst, Kultur und Politik…
Begleitet von kleinen kulinarischen Überraschungen und Getränken.
H1 Daxl, Diana Drubach, Simon James, Andreas Jungk, Biljana Mandic, Milan Mihajlovic, Valeska von Brase, HC Ohl, Patrick Öxler, Oskar Rahe und Katarina Sopcic.
28. Februar / 1. März 2026
Wiede-Fabrik
Rambaldistr. 27, 81929 München
Begleitet von kleinen kulinarischen Überraschungen und Getränken.
H1 Daxl, Diana Drubach, Simon James, Andreas Jungk, Biljana Mandic, Milan Mihajlovic, Valeska von Brase, HC Ohl, Patrick Öxler, Oskar Rahe und Katarina Sopcic.
28. Februar / 1. März 2026
Wiede-Fabrik
Rambaldistr. 27, 81929 München
Montag, 16. Februar 2026
wiedergelesen: Graphik zur Literatur
div>Vor 44 Jahren erhielten die Teilnehmer am Jahrestreffen der Pirckheimer Gesellschaft in Leipzig (14. - 16. Mai 1982) eine Mappe mit 8 Blättern im Format 15 x 10,5 cm mit „Graphik zur Literatur“. Sie erschien, von der Bezirksgruppe Leipzig den Teilnehmern des Jahrestreffens gewidmet, in einer nummerierten Auflage von 500 Exemplaren mit Originalgraphiken von
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- Christine Ebersbach zu G.E. Lessing Der Adler (Farbholzschnitt)
- Egbert Herfurth zu J. Jahn Der Krimi (Holzstich, handkoloriert)
- Karl-Georg Hirsch zu C.F. Meyer Der Schuß von der Kanzel (Holzstich)
- Christa Jahr zu Ch. Nodier Bibliomanen (Holzstich)
- Heiner Vogel zu J.P. Hebel Das seltsame Rezept. Aus dem 'Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes' (Holzstich)
- Hans-Joachim Walch zu E. Hemingway Sturmfluten des Frühlings (Holzstich)
- Newena Wendt-Jontschewa zu Mach dich nicht zum Gürtel fremder Hosen - ein bulgarischer Spruchbeutel (Holzschnitt) und
- Volker Wendt zu Das Wetterbüchlein (Decelithstich).
Sonntag, 15. Februar 2026
Jahresgabe 2025 der Wiener Bibliophilen
Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft stellte jetzt auf ihrer Webseite ihre Jahresgabe 2025 vor:
Franz J. Gangelmayer (Hg.): Das Wanderbuch des Buchbindegesellen Franz Jarosch
Gesamtherstellung: Druckerei Janetschek, Heidenreichstein 2025
Hardcover, Leinenband:
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Gesamtherstellung: Druckerei Janetschek, Heidenreichstein 2025
Hardcover, Leinenband:
Munken Pure Rough (1,4faches Volumen) 120 g/m2,
Überzug: Viennaleinen, blau/1110, sichtbare Fadenhaftung
Schriftart: Adobe Geremond Pro
Wanderbuch:
Material Lehnur (strapazierfähiges Naturpapier, mit Textilcharakter) 150 g/m², Steppstichheftung verknüpft
Auflage: 150 Exemplare
Maximilianer-Frühjahrstreffen Rhein-Main-Gebiet 2026
Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen im letzten Jahr lädt Sibylle Wieduwilt, Antiquarin „Tresor am Römer“, Ende Februar zum nächsten Regionaltreffen im Rhein-Main-Gebiet der Maximilian-Gesellschaft ein.
Geplant ist wieder ein gemütlicher Austausch über das Sammeln von Büchern, Grafiken, Arbeiten auf Papier, Handschriften usw. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.
Um Anmeldung wird gebeten.
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Um Anmeldung wird gebeten.
24. Februar 2026, 18:30 Uhr
Tresor am Römer
Buch- und Kunstantiquariat
Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt
Tresor am Römer
Buch- und Kunstantiquariat
Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt
Samstag, 14. Februar 2026
Digedags und Abrafaxe
Robert Grieger stellt sich in einer gemeinsamen Veranstaltung der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend als Mosaik-Sammler vor.
19. Februar 2026, 19 Uhr
Nicht wenige Pirckheimer der zweiten Generation, also diejenigen, die ihre Kindheit und Jugend in den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Pirckheimer-Gesellschaft erlebten, verdanken der von Hannes Hegen mit dem am 23. Dezember 1955 erschienenen 1. Heft der Zeitschrift den Beginn ihrer Sammelleidenschaft.
Es finden sich damit Parallelen dieser erfolgreichen Zeitschrift zu der einen Monat später ins Leben gerufenen bibliophilen Gesellschaft; beide hatten ein ähnlich gelagertes Problem, sich in der Kulturlandschaft der frühen DDR zu etablieren, beide erstarkten entgegen Unverständnis und häufiger ideologischer Widerstände und trotzdem gefördert in diesem Staat und konnten ebenfalls nach 1990 in der BRD, nunmehr ohne staatliche Unterstützung, erfolgreich Fuß fassen.
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19. Februar 2026, 19 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Unter den Linden 8
Haus Unter den Linden 8
Gerenot Richter - Tiefdrucke
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Richter, seit 1966 Dozent für Theorie und Praxis der künstlerischen Gestaltung am Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität und seit 1971 außerordentlicher Professor und seit 1979 bis zu seiner Emeritierung 1989 Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit für Malerei und Grafik an der Humboldt-Universität, sowie Mitherausgeber der Originalgraphik-Editionsreihe der Zeitung „Junge Welt“.
6. März - 10 April 2026
Sabine Ulber
Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25, 12524 Berlin
Am Falkenberg 25, 12524 Berlin
Freitag, 13. Februar 2026
Relaunch: »Verein für Schwarze Kunst«
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Nach 12 Jahren wurde jetzt diese Seite umgestaltet und den geänderten Erfordernissen des Internets angepasst.
Dabei verzichtete man in der Gestaltung zugunsten der Übersichtlichkeit weiter auf grafisch spielerische Elemente - die Seite ist klar strukturiert und stellt dem Interessenten ohne Umwege alle gesuchten Information zur Arbeit und Aktivitäten des Vereins, sowie, was als besonders positiv hervorzuheben ist, zu seinen Mitgliedern zur Verfügung.
Die Seite kann durch Klick auf die nebenstehende Abb. aufgerufen werden.
Künstlerbücher aus dem Verlag Rothe Drucke
Michael Rothe vom Verlag Rothe Drucke wird uns die in seinem Verlag erschienenen Künstlerbücher präsentieren. Die Künstlerbücher sind limitierte, handgefertigte Originaleditionen, die in enger Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Kunstwissenschaftlern entstehen. Sie verbinden Originalgrafik, Text und Gestaltung zu künstlerischen Buchobjekten. Die Künstlerbücher werden in einer kleinen, limitierten Auflage mit handgefertigtem Einband veröffentlicht, oft begleitet von signierten Grafikeditionen. Nach der Präsentation ist Zeit gegeben zu diskutieren und das Werk anzuschauen.
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Im Anschluss bleiben die Teilnehmer des Abends für die Diskussionen und zum gemütlichen Abschluss beim Abendessen am gleichen Ort.
(Gian-Reto Schulthess)
9. März 2026, 18 Uhr
Hotel Engimatt
Engimattstr. 14, 8002 Zürich
(Gian-Reto Schulthess)
9. März 2026, 18 Uhr
Hotel Engimatt
Engimattstr. 14, 8002 Zürich
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