Ich selbst habe diese Deponien noch in den 1990ern gesehen.
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal Vergleichbares gesehen: Auf Fotos aus dem Jahr 1933...
Nach 1990 verschwanden nicht nur Betriebe, Biografien und Lebensleistungen. Es verschwanden Bücher. Millionen. Ganze Bibliotheksbestände aus der DDR wurden entsorgt, verramscht, verbrannt oder schlicht ignoriert.
Nach 1990 verschwanden nicht nur Betriebe, Biografien und Lebensleistungen. Es verschwanden Bücher. Millionen. Ganze Bibliotheksbestände aus der DDR wurden entsorgt, verramscht, verbrannt oder schlicht ignoriert.
Was blieb, war eine kulturelle Leerstelle. Und genau hier beginnt die Geschichte der Peter-Sodann-Bibliothek.
In Staucha bei Meißen entstand ein Ort, den es so kein zweites Mal gibt: eine Bibliothek, die sich ausschließlich Büchern widmet, die zwischen 1945 und 1990 in DDR-Verlagen erschienen sind. Keine Auswahl nach politischer Opportunität, keine westliche Nachsortierung, kein "das kann weg": Alles bleibt.
Heute umfasst der Bestand mehrere hunderttausend Bücher. Rund 210.000 Titel sind bereits katalogisiert, viele weitere warten noch auf Sichtung und Erfassung. Darunter Belletristik, Kinder- und Jugendbücher, Sachliteratur, Lyrik, Theatertexte – und sogenannte graue Literatur: Betriebsdrucksachen, Gewerkschaftsmaterial, Broschüren, Publikationen, die sonst nirgends überliefert wurden.
(Markus Gelau, gesamter Artikel hier)
| Peter Sodann (1936 . 2024) beim Pirckheimer-Jahrestreffen 2015, Foto: Ralf Wege |
Heute umfasst der Bestand mehrere hunderttausend Bücher. Rund 210.000 Titel sind bereits katalogisiert, viele weitere warten noch auf Sichtung und Erfassung. Darunter Belletristik, Kinder- und Jugendbücher, Sachliteratur, Lyrik, Theatertexte – und sogenannte graue Literatur: Betriebsdrucksachen, Gewerkschaftsmaterial, Broschüren, Publikationen, die sonst nirgends überliefert wurden.
(Markus Gelau, gesamter Artikel hier)
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