Donnerstag, 16. Juli 2026

Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit

Heinz Knobloch (3.3.1926 – 24.7.2003), geboren in Dresden, fand als Journalist und Schriftsteller in Berlin den Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens.
Sein journalistisches Werk besteht aus mehr als 1.600 Feuilletons, die er in über 40 Jahren zunächst für Zeitschriften verfasste. Durch seine Rubrik „Mit beiden Augen“ – 20 Jahre lang in der Wochenpost veröffentlicht – gilt er als letzter großer Vertreter der „Kleinen Form“ des deutschsprachigen Zeitungsfeuilletons.
Heinz Knobloch wird im Mitgliederverzeichnis von 1981 der Pirckheimer-Gesellschaft, in der er bis 1985 Mitglied war, weist Feuilleton, Berlin, Zeitungen, Judaica und (sic!) Friedhöfe aus.
Der schriftstellerische Durchbruch gelang ihm mit dem Buch Herr Moses in Berlin (erstmals 1979 erschienen), das sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland Beachtung fand. Seine lebendigen Porträts mutiger Persönlichkeiten sind sorgfältig recherchiert und bieten Lesenden auch heute noch anregende Impulse für Spaziergänge oder Reisen zu den von ihm beschriebenen Orten. Insgesamt sechs von ihm initiierte Gedenktafeln in Berlin zeugen bis heute von seiner erfolgreichen Erinnerungsarbeit.

Das Stabi-Kulturwerk zeigt unter der Überschrift „Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit“ eine Ausstellung aus Anlass seines 100. Geburtstages. Die Freunde des Staatsbibliothek zu Berlin und der Berliner Bibliophilen Abend wird in einer Führung durch den Kurator Helmut Mehnert diese Ausstellung besuchen.

Ausstellung: 13. Mai . 27. September 2026
Führung: 29. Juli 2026, 15 Uhr, Abmeldung erforderlich

Stabi-Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

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