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Freitag, 20. März 2026

Bibliophile Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft war, wie auch der Leipziger Bibliophilen Abend, mit großem Aufgebot auf der Leipziger Buchmesse anzutreffen.
v.l.n.r. Hans Rabenbauer, Robert Grieger, Till Schröder, Matthias Haberzettl, Thomas Glöß, sigrid Wege, Ralf Wege, Jutta Osterhof
Am Nachmittag stellte Armin Schubert mit den Bücherkindern Brandenburg auf der Lesebühne ihr Buchprojekt des letzten Jahres „Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst“ vor.
Henry Günther und Armin Schubert
In Kooperation mit dem Museum Barberini und dem Museé de Cluny in Paris haben die Bücherkinder Brandenburg ein Jahr lang zu Kunstwerken über das Einhorn aus verschiedenen Jahrhunderten Erzählungen und Gedichte geschrieben und sind dabei zu phantastischen, utopischen, sozialen, umweltschützenden und kreativen Texten und Bildlösungen gekommen.

Dienstag, 17. Juni 2025

Marginalien #257

Vorschau auf das in Auslieferung befindliche Heft der Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, 257. Heft · 2025/2:
  • Stefan Soltek: Bernhard Jäger. Buchkunst. Grafik
  • FUNDSACHE – Bernd Friedrich Schulz: Leonhard Thurneyssers Bebaiōsis agōnismou von 1576 – ein Unikat in der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Ekkehard Schulreich: Peter Hinkes Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig führt seit 35 Jahren eine Tradition fort: Bücher verkaufen und Bücher machen
  • Till Schröder: Der Maler Hannes Möller im Interview über sein Bibliotheken-Projekt beschädigter und verbrannter Bücher
  • Joachim Möller: Überlegungen zu Möglichkeiten der literarischen Illustration am Beispiel von Jonathan Swifts Gulliver’s Travels (1726)
  • Peter Arlt: In der Buchsammlung Otto Kaysers auf der Suche nach Leben und Werk des Künstlers
  • Sebastian Fitzner: Eine vergessene Sternkarte aus dem Jahr 1893
  • Jens-Fietje Dwars: Fontane – Ein Emaille-Buch von Moritz Götze.
  • Matthias Haberzettl: Zum Tod des Illustrators und Grafikers Wolfgang Würfel
Als typographische Beilage enthält das Heft: Jonathan Swift, Die Bücherschlacht (1704) – Schlaglichternd dezimiert von Till Schröder. Gestaltet und kommentiert von Thomas Glöss.
Als graphische Beilage ist dem Heft für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft die zweifarbige Offsetlithografie von Bernhard Jäger: Schauspieler, 650 sign. und num. Exemplare, gedruckt von Stephan Rosentreter, beigelegt.

(nach einer Information von Sven Uftring)

Sonntag, 30. März 2025

Leipziger Buchmesse meldet Besucherrekord

Mit einem neuen Besucherrekord ging heute abend die Leipziger Buchmesse 2025 zu Ende, leider jedoch mit einem deutlichen Rückgang der Aussteller. Auch verzichteten viele große Verlage diesmal auf repräsentative und großzugig angelegte Bühnen zur Vorstellung ihrer Buchproduktion.
Auch die Pirckheimer-Gesellschaft und der Leipziger Bibliophilen Abend, die ihre Stände wie immer neben der Antiquariatsmesse zwischen Graphikern, Buchkunstlern und Pressendruckern aufgeschlagen hatten, vermissten deutlich einige der gewohnten Nachbarn auf dem Marktplatz Druckgraphik, wie dieser Bereich, der nur noch halb so groß wie im letzten Jahr war, zuvor hieß und es war deutlich zu sehen, dass das Interesse der Besucher weniger den bedeutenden Verlagen galt, sondern verstärkt dem Bereich Comic und billig gemachten Titeln des New Adult, also Fantasy, Romantik, Soft-Erotik und auch Horror, sowie der Manga-Comic-Con. Bedauerlich auch, dass in der Halle für fremdsprachige Literatur z.B. keine russischsprachigen Titel mehr zu finden waren und Kinderbücher bis auf wenige erfreuliche Ausnahmen immer stärker vordergründig belehrend und weniger kindgerecht unterhaltend sind.
Der Stand der Pirckheimer-Gesellschaft mit der Präsentation von Marginalien, Graphiken und Jahresgaben fand dennoch reges Interesse und konnte u.a. mit einer gut besuchten Lesung der Bücherkinder Brandenburg, einer engagierten Standbetreuung (Matthias Haberzettl, Hans Rabenbauer, Robert Grieger und Katrin Aepler), sowie einem neuen Flyer punkten.
Auch die Antiquariatsmesse, wieder auf dem Gelände der Buchmesse stattfindend, erwies sich als Besuchermagnet, nicht zuletzt durch die vom Marktplatz Druckgraphik nicht mehr benötigten Fläche, die ein vergrößerte Areal für das preisgünstige Buch aus zweiter Hand erlaubte, der sogenannten Antiquariatsmeile, welche in den vergangenen Jahren lediglich der Abgrenzung der Antiquariatsmesse diente.

Bücherkinder auf der Leipziger Buchmesse

Gut besucht war gestern auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung der Bücherkinder Brandenburg.
Gemeinsam mit vier Bücherkindern und einer Mutter stellte Armin Schubert, der die Gruppe seit fast zwei Jahrzehnten betreut, den Hörern die Arbeit der Bücherkinder vor, die Bücherkinder lasen, begleitet von der Projektion selbst gefertigter Graphiken zum Buch, aus dem Buchprojekt des vergangenen Jahres "Vom Aufstehen motEva, mit Abel, mit Noah und mir" und gaben einen ersten Überblick über das für 2025 in Angriff genommene Buchprojekt "Vom Einhorn".
Armin Schubert (lks.) und Matthias Heberzettl auf der Bühne mit den Bücherkindern
Unterstützt werden die Bücherkinder u.a. von der Pirckheimer-Gesellschaft, dessen Vorsitzender Matthias Haberzettl den Vortragenden im Anschluss eine vom Kinderbuchverlag gespendete Büchertüte in Anwesenheit des Vorstandsmitglieds Hans Rabenbauer übergeben konnte.
im Anschluss an die Lesung konnte bei Katrin Aepler das Buch Pax questuosa" erworben werden, Fotos © ad
Weitere Fotos in einer Information mit Link zu Facebook (keine Anmeldung erforderlich!) zu einem kurzen Video auf der Seite der Bücherkinder Brandenburg.

Mittwoch, 19. März 2025

Marginalien #256 - neugestaltet

Mit dem ersten Heft der Marginalien 2025 kommen diese in neuem Design, 2015 übernahm Matthias Gubig die bis dahin in den Händen von Heinz Hellmis liegende Gestaltung, jetzt wurde diese in die Hände von Thomas Glöß gegeben.
Nicht nur die Covergestaltung wurde geändert, auch der Satzspiegel, wobei die Abbildungen jetzt häufig bis zum Seitenrand gehen.
Als ungünstig empfinde ich, dass die Paginierung jetzt an der Innenseite angebracht ist, was bei dem ohnehin schlechten Aufschlagverhalten des Heftes das Auffinden einer bestimmten Seitenzahl erschwert.
Beim vorliegenden Heft ist in Einzelfällen dem Buchbinder leider beim Zuschnitt der typografische Beilage, ab sofort ebenfalls von Thomas Glöß gestaltet, ein Fehler unterlaufen: sie wurde oben nicht aufgeschnitten ist und man muss diese somit vor dem ersten Durchblättern selbst aufschneiden.

Im Heft finden sich u.a. Beiträge von Roland Jaeger über Hermann Seewald, Matthias Haberzettl über Werner Klemke, Rainer Schmidt über Johannes Gutenberg und Helmut Garritzmann über Christan Ewald. Weiterhin berichtet Maria Bogdanovich über die 400jährige Reise eines Buches durch Europa und Till Schröder schreibt über die MaroHefte,
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine, in der Werkstatt für Satz und Druck aus Augsburg in einer 650ger nummerierten und signierten Auflage gedruckte, dreifarbige Offsetlithographie von Ulrike Steinke mit dem Titel "Glücksbringer" bei.

Dienstag, 24. Dezember 2024

Pirckheimer wünschen frohe Weihnachten

Ein frohes Weihnachtsfest, ein paar Tage,
Zeit spazieren zu gehen und die Gedanken schweifen zu lassen,
Zeit für sich, die Familie, für Freunde.
Zeit, um Kraft zu sammeln für das neue Jahr.
Ein Jahr ohne Angst und große Sorgen,
mit so viel Erfolg, wie man braucht, um zufrieden zu sein,
und nur so viel Stress, wie man verträgt, um gesund zu bleiben,
mit so wenig Ärger wie möglich und so viel Freude wie nötig,
um 365 Tage lang glücklich zu sein.

Dazu gehört auch ein schönes Buch in der Hand.

Dies alles wünscht ihnen der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft:
Matthias, Till, Hans, Dan und Robert

Donnerstag, 26. September 2024

Fotos vom 51. Pirckheimer-Treffen

Das 51. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft fand vom  von 13. bis 15. September 2024 in Magdeburg statt. Auf dem Ratswaage-Platz unweit des Hotels die Magdeburger Halbkugeln in Bronze.

Am Dom begann der Stadtrundgang im Domviertel

Ralf Parkner (lksw.) fotografiert die Teilnehmer, Foto (Ausschnitt): Robert Grieger

Magdeburger Reiter - Erstes freistehendes Reiterdenkmal Deutschlands. Rechts- und Hoheitssymbol, vermutlich Otto 1. darstellend (912-973). Um 1240 entstanden, seit 1651 barocker Baldachin. Sandsteinoriginal im Museum, 1966 Bronzekopie.

Im Literaturhaus Magdeburg (untergebracht im Geburtshaus Erich Weinerts ) fand letzten Freitag die Ausstellungseröffnung ,,COMMON SENSE -Künstlerbücher der Edition Augenweide " statt- Im Bild_ Matthias Haberzettl und Sigrid Wege

Am Sonnabend erfolgte im Forum Gestaltung Magdeburg die Begrüßung der Pirckheimer durch die Oberbürgermeisterin Magdeburgs Simone Borris. Der Geschäftsführer des Forums Norbert Pohlmann hielt den Vortrag ,,Von der Kunstgewerbe - und Handwerkerschule zum Forum Gestaltung" und führte durch die Ausstellung ,,Ganz modern " Im Bild lks. Sigrid Werge, die organisatorische Leiterin des Treffens.

Traditionelles Festessen: Berliner Antiquar Thomas Döring (lks.) und Martin Fritsch aus Berlin.
Fotos (bitte anklicken) und Text Ralf Parkner

Sonntag, 15. September 2024

Das 51. Pirckheimer-Treffen ist Geschichte

Heute fand das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft seine Abschluss.
v.l,n.r.:. Till Schröder, Ralf und Sigrid Wege, Matthias Haberzettl, Hans Rabenbauer
Im Forum Gestaltung in Magdeburg wurde die jährliche Mitgliederversammlung abgehalten.
Danke nochmal an Sigrid und Ralf Wege und alle anderen Beteiligten für dieses schöne Treffen.

(Text und Foto Robert Grieger auf Facebook)

Montag, 25. März 2024

Bibliophilen-Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft und der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentierten sich vom 21. bis 24. März 2024 auf der Leipziger Buchmesse.
Auf dem Rundgang konnte man natürlich auch Mitglieder dieser Bibliophilen-Organisationen treffen, u.a. Gabi Albani oder Klaus Barthel und andere.
Matthias Haberzettl und Robert Grieger am Pirckheimer-Stand
Hans Rabenbauer im Gespräch mit Herbert Kästner
Reinhard Grieger, Herbert Kästner und Thomas Glöß
Armin Schubert auf der Lesung der Bücherkinder Brandenburg
Thomas Glöß präsentiert mit den Künstlerinnen Aafke Ytsma und Selma van Panhuis die neue Ausgabe der Reihe "24 x 34 Grafik"
Steffen Marciniak
Rudolf Angeli, Fotos © ad

Montag, 25. September 2023

Neuer Vorstand bei der Pirckheimer-Gesellschaft

Gestern fand in Gotha die Mitgliederversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft statt. 

Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Der bisherige Vorsitzende Dr. Ralph Aepler kandidierte nicht mehr, er ist aus der Gesellschaft ausgetreten. Auch die ehemaligen Vorstandsmitglieder Jutta Osterhof, Ralf Wege und Thilo Berkenbusch traten nicht mehr zur Wahl an.

Zum Vorsitzenden wurde Matthias Haberzettl aus Augsburg gewählt, stellv. Vorsitz ist unverändert Till Schröder.
Neu im Vorstand ist Robert Grieger aus Berlin, Daniel Reynolds aus Krefeld, sowie für die Finanzen Hans Rabenbauer aus Bobingen in Bayern.

Samstag, 23. September 2023

Pirckheimer-Treffen - Neujahrsgrafik

Peter Arlt
Eröffnung der Ausstellung "p.f. - Neujahrsgrafik" durch Herbert Kästner und Kurator Peter Arlt im Spiegelsaal der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein in Gotha.
Herbert Kästner
Ralf Parkner
Matthias Haberzettl, Fotos © ad

Montag, 19. Juni 2023

Antiquaria mit Pirckheimer-Beteiligung

am Stand der Pirckheimer: Till Schröder
(hinten) und Matthias Haberzettl

Nach mehr als drei Jahren Pause lockte die Antiquaria in der einzigartigen Musikhalle Ludwigsburg mit zahlreichen Schätzen, angeboten und ausgestellt von 51 Antiquarinnen und Antiquaren und die Pirckheimer sind zum ersten Mal mit dabei …

(Katrin Aepler)

Weitere Fotos von der Antiquaria Ludwgsburg, so auch vom Stand der Pirckheimer-Gesellschaft auf dieser Messe, wurden von Ursula Saile-HaedickeVersandantiquariat Tills Bücherwege, zur Verfügung gestellt und können hier betrachtet werden.

Donnerstag, 4. Mai 2023

Grafiker, Buchkünstler, Stiller Held

Es gibt wohl kaum einen Bürger der DDR, der nicht bereits ein von Werner Klemke (*1917) gestaltetes Buch in den Händen gehalten hat. Seine Illustrationen waren ebenso vielfältig wie die Publikationen, in denen sie erschienen: Kinder- und Märchenbücher, Schul- und Lehrbücher, Gedichtbände, Liederbücher, Romane. Darüber hinaus mannigfaltige weitere Gebrauchsgrafik: Briefmarken, Magazine und Zeitschriften, Bühnenbilder, Plakate, Prospekte, Schallplattenhüllen. Er war als eines der Gründungsmitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft Professor für Buchgrafik und Typographie an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee und Mitglied der Akademie der Künste. 1982 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden der DDR in Gold.
Dass das Werk von Werner Klemke jedoch nicht nur in der DDR Anklang fand, sondern bis heute weite Beachtung findet, zeigt der ausgewiesene Klemke-Kenner und -Sammler Matthias Haberzettl in einem Vortrag »Grafiker, Buchkünstler, Stiller Held« – Das Lebenswerk von Werner Klemke. Dabei nimmt der Augsburger nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen Werner Klemke in den Blick, der zeitlebens nicht über seine Rolle im Widerstand während der Zeit des Nationalsozialismus sprach: Als Wehrmachtsoldat auf einer Schreibstube fälschte Werner Klemke Papiere für zahlreiche niederländische Jüdinnen und Juden und trug somit zu deren Überleben bei.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit war Werner Klemke im Lager Tidofeld interniert. In dieser Zeit zeichnete er das Grimm-Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“, das von der Norder Druckerei Siebolts im Steindruckverfahren vervielfältigt und wohl zum ersten deutschen Kinderbuch der Nachkriegszeit wurde.

Bildvortrag: 23. Mai 2023, 19 Uhr, Grußwort: Tielko de Groot (LionsClub Norden-Nordsee)

Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld
Donaustraße 12, 26506 Norden

Sonntag, 30. April 2023

Leipziger Buchmesse 2023

Die Leipziger Buchmesse hatte noch nicht die Größe der Zeit vor Corona erreicht, ungünstig war auch, dass die Antiquariatsmesse nicht auf dem Messegelände stattfand.
Aber es blieb Zeit für einem Besuch bei den Bücherkindern Brandenburg, die, unterstützt von der Pirckheimer-Gesellschaft mit Armin Schubert ihr Buchprojekt des Jahres 2023 "Die Farben der Kindheit" vorstellten (siehe hier) und einem Abstecher zum LBA, der die "Paradiesischen Dialoge 6" präsentierte (siehe hier) nur zu wenigen Gesprächen, z.B. mit den Pirckheimern Michael Faber, Rainer Ehrt oder Wolfgang Grätz.
Am Stand von Hanif Lehmann gab es Gelegenheit, seine aktuelles Projekt. eine Graphik-Suite zu Tarot-Karten kennenzulernen, die als Künstlerbuch mit einem eigenen Text zusammengeführt werden wird.
Abel Doering, Hanif Lehmann, Foto © Thomas Glöß
Am Stand von Hans Hilmar Koch konnte man seine Tochter Almuth Koch antreffen, die, zur Zeit auf Walz, für den Verein für die Schwarze Kunst die Walzpostkarte Nr. 5 geschaffen hat (siehe hier).
Hans-Hilmar Koch und seine Tochter Almuth Koch, Foto © ad
So wie der Leipziger Bibliophilen-Abend mit Thomas Glöß und Eberhard Patzig war auch die Pirckheimer-Gesellschaft wieder mit einem Stand auf der Buchmesse vertreten, dieser wurde u.a. betreut von Matthias Haberzettl, Till Schröder, Katrin Aepler, Jutta Osterhof, Hans Rabenbauer, Matthias Kolossa und Ralf Wege.
weitere Fotos durch Klick auf die Abb.

Samstag, 11. Februar 2023

Ein Weißenseer Künstler: Werner Klemke

In einem 71minütigen Dokumentarfilm ehrt Kerem Saltuk einen weiteren Bewohner des Berliner Stadtbezirks Weißensee, das Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Professor Werner Klemke.

Der Hinweis, dass der 1917 geborene Klemke u.a. durch seine zahlreichen Buchillustrationen, mit denen Generationen heranwuchsen bekannt und beliebt war, oder dass ihn viele von seinen neckischen Titelseiten der Kultzeitschrift "das magazin" kennen, hieße Eulen nach Athen zu tragen, genauso wie der Hinweis auf die auch durch die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützte filmische Dokumentation über Klemkes erst spät bekannt gewordenen Einsatzes zur Rettung niederländischer Juden während der deutschen Besatzung.
Kerem Saltuk ist auf Klemkes Spuren gewandert und hat ein liebevolles und detailgetreues Porträt des beeindruckenden Künstlers in einer Dokumentation festgehalten. Unter den Weggefährten, Bewunderern und Sammlern von Werner Klemke, die in dieser Dokumentation zu Wort kommen, sind auch die Töchter des Zeichners und der Pirckheimer und Klemke-Sammler Matthias Haberzettl.
Klick zum Abspielen eines Trailers
Filmpremiere: 21. April 2023, 19 Uhr
Kulturhaus Peter Edel
Berliner Allee 125, 13088 Berlin

Freitag, 16. September 2022

Werner Klemke als Gebrauchsgraphiker

Matthias Haberzettl zeigte gestern im Pirckheimer-Abend der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe, was es heißt, Bibliophiler mit Herz und Seele zu sein.

Er stellte das Gründungsmitglied unserer Gesellschaft Werner Klemke als Gebrauchsgraphiker vor, ein Begriff, der für Klemke vor allem jemanden bezeichnet, der Graphik zum Gebrauch schafft. Wenn man ersten Schritte der künstlerischen Tätigkeit, wie die Zeichnung von Postkarten absieht, begann diese mit dem ersten, nach 1945 in der SBZ erschienenen Kinderbuch, den "Bremer Stadtmusikanten". Auch wenn einem beim Namen Werner Klemke zuerst Georg Weerths "Humoristische Szenen ..." von 1949, die Illustrationen für Boccaccios Decamerone, die Märchenbuchillustrationen zu Grimm und Anderson oder als Schöpfer des "Klemke-Katers" einfallen, Matthias Haberzettl zeigte den Künstler als Plakatgestalter für Theater und Kino, als Bühnenbilder, Klemke entwarf Briefmarken und war sogar als Gestalter von Kristallvasen und Porzellanmaler, für Kalenderhintergründe und Streichholzetiketten tätig. Und dieses Schaffen wurde international anerkannt, seine Bücher werden bis heute vielfach international aufgelegt.

Ein weites Feld also, welches Matthias Haberzettl erfolgreich mit Liebe und dem Enthusiasmus eines Sammlers bearbeitet, immer den Kontakt suchend zu Weggefährten von Werner Klemke und Freunden seines Werkes, von denen einige anwesend waren und die eine oder andere Anekdote kommentieren konnten.

Christine Klemke mit Matthias Haberzettl, Fotos © ad

Dienstag, 30. August 2022

49. Jahrestreffen Pirckheimer-Gesellschaft

Ende September 2022 veranstaltet die Pirckheimer-Gesellschaft ihr Jahrestreffen in Oldenburg.
Das Treffen richtet sich keineswegs nur an die Mitglieder der Gesellschaft, sondern steht auch anderen Buch- und Kunstinteressierten, natürlich auch in und um Oldenburg offen. Anmeldung zur Teilnahme sind noch bei Matthias Haberzettl oder Ralph Aepler unter info@pirckheimer.org möglich.

Zu Beginn des Treffens erhalten die Teilnehmer im Schlosssaal des Landesmuseum ab 13 Uhr ihre Tagungsunterlagen, unter anderem eine Grafik von Anja Harms / Eberhard Müller-Fries.
Edition fürs Jahrestreffen 2022 für die Pirckheimer Gesellschaft e. V. 
Anja Harms und Eberhard Müller-Fries: »Denn nirgend bleibt er«. Friedrich Hölderlin, Fragment 38. Farbradierung und Linolschnitt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten 230 g/m² in einem Umschlag aus Transparentpapier mit Handsatz, Buchdruck und Collage aus rotem Himalayapapier im Format 27 x 39 cm, 80 num. und sign. Expl.
Am Freitagnachmittag können sich Enthusiasten des modernen Buchs, vor allem der 1920er Jahre, mit den verborgene Bücher und Nachlassbibliotheken in den Sammlungen des Landesmuseums beschäftigen. Prof. Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums zeigt Buchbestände aus dem Nachlass des Museumsgründers, des Publizisten und Sammlers Walter Müller-Wulckow und des Gründers der Vereinigung für junge Kunst Ernst Beyersdorff, sowie die verschollene Leihbücherei dieser Avantgarde-Vereinigung. Daneben wird ein Einblick in den Bestand des Landesmuseums und den Stand der Bearbeitung gegeben.
Parallel lädt der Pirckheimer Eberhard Gaumer – Buchbinderei PappenStil im KreativQuadrat Oldenburg e.V. – am Freitag und am Samstag zu einem Besuch ein.
In der Werkstatt des Buchbinders und Geografen entstehen Bücher, Mappen, feine Buchbindearbeiten und individuelle Werke, die mit ihrer Optik und Haptik die Sinne berühren. Besondere Papiere, ausgewählte Werkstoffe, teils eigene Überzugspapiere oder buchbindereifremde Materialien lassen schöne Bucheinbände mit Aussage entstehen, Unikate, die auch ausgefallene Thematiken aufgreifen. Dabei ist die Nutzbarkeit immer im Fokus, allerschönste Gebrauchskunst im schönsten Sinne.

In der Landesbibliothek treffen die Teilnehmer am Samstagvormittag die Pirckheimer Christian Hesse und Dr. Onno Feenders. Die Sammlung Feenders mit seinen Pressendrucken ist mittlerweile Bestandteil der Sammlung der LBB Oldenburg geworden und wird uns durch den Stifter persönlich präsentiert.

Für den Nachmittag stehen drei Führungen durch das Haus der Landesbibliothek an,
  • ein Rundgang durch die Bibliothek mit einer Präsentation der Bücherschätze und
  • eine Besichtigung der 250 Bände umfassende Aldinen-Sammlung der Landesbibliothek.
    Die Aldinen der Sammlung von Georg Friedrich Brandes – Drucke aus der venezianischen Werkstatt von Aldus Manutius aus der Frühzeit des Buchdrucks – gehören zum Gründungsbestand der Bibliothek.
    Ein Band stammt aus der Bibliothek von Willibald Pirckheimer und wurde vermutlich von seinem Freund Albrecht Dürer illustriert. Anlässlich des Jahrestreffens wird der Band erstmals öffentlich gezeigt.
  • Weiterhin einer Führung durch Anja Harms und Eberhard Müller-Fries durch die Ausstellung »Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt«.
Am Samstagabend treffen sich die Teilnehmer im Schlosssaal des Landesmuseums Klaus Modick und Rainer Stamm zu einem unterhaltsamen Gespräch über Bücher – deren Entstehung und deren Zukunft. Im Anschluss werden sie im Ratskeller das traditionelle Festessen einnehmen.

Am Sonntag wird um 10 Uhr im Schlosssaal die Mitgliederversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft stattfinden.

Jahrestreffen: 23. - 25. September 2022

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15 · 26121 Oldenburg

Freitag, 27. November 2020

SAMMLERFREUDEN 2020

Beim Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Abend im Dezember letzten Jahres kam die Bezeichnung "Mein Buch des Jahres" auf - im Gegensatz dazu hatte auch jemand sein "Unbuch des Jahres" dabei und es wurde auch über "Mein Nichtbuch des Jahres" berichtet. Da nun in diesem Jahr der Sammlerabend ausfallen muss, hat der Vorstand beschlossen, die "Bücher des Jahres" wenigstens virtuell zu präsentieren: Jeder, der am 3. Dezember etwas zum traditionellen Sammlerabend mitgebracht hätte, schreibt ein paar Sätze auf über das Objekt und warum gerade dies sein Buch (oder seine Grafik usw.) des Jahres ist, dazu eins, zwei Bilder.

Damit können Pirckheimer und Freunde wenigstens auf diese Weise teilhaben an den Sammlerfreudendes letzten Jahres unserer Mitglieder.
Die Beiträge zu den Büchern des Jahres können durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.

Dienstag, 2. Mai 2017

Werner Klemke

- der bekannte Grafiker - der unbekannte Soldat

In dieser Veranstaltung des Kulturbundes Dessau-Wörlitz e.V., Ortsverband Oranienbaum, werden bekannte und weniger bekannte Werke von Werner Klemke in Wort und Bild vorgestellt; dazu werden Ausschnitte aus "Treffpunkt Erasmus" gezeigt.
Eine Zeichnung von Werner Klemke ziert die
Verpackung des Erasmus-Films
Matthias Haberzettl widmet sich dem Leben und Werk des großen Berliner Illustratoren und Buchkünstlers Werner Klemke, dessen Geburtstag sich 2017 zum 100. Mal jährt.
Mit Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Treffpunkt Erasmus“ wird die bislang weitgehend unbekannt gebliebene Widerstandstätigkeit Klemkes während des Zweiten Weltkriegs als Wehrmachtssoldat im besetzten Holland beleuchtet.
Haberzettl besitzt eine umfangreiche Sammlung von Arbeiten des vielseitigen Künstlers und gilt als einer der besten Kenner von Klemkes Schaffen. Auch diese beiden Vorträge finden im „Goldenen Fasan“ statt, Beginn jeweils 19 Uhr.

11. Mai 2017, 19 Uhr

Goldener Fasan
Dessau