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Freitag, 6. November 2026

71. Internationale Kinderbuchausstellung. Die Nacht

Traditionell beschließt das Klingspor Museum sein Ausstellungsjahr mit der Internationalen Kinderbuchausstellung.
Etwa 150 Neuerscheinungen aus zahlreichen Ländern werfen einen Blick darauf, wie Kinder die Gegenwart erleben, welche Wünsche, Gefühle, Ängste und Hoffnungen sie beschäftigen. Dabei zeigen viele Bücher die gesellschaftliche Vielfalt, stärken die Selbstakzeptanz und zeigen Wege der Toleranz im Umgang miteinander auf. 
Das Sonderthema dieser Ausstellung ist die Nacht. Nachts ist die Welt völlig verwandelt und birgt viele Geheimnisse. Die Nacht bietet Schutz, aber sie kann auch beängstigend sein und so sind auch unsere Gefühle zur Nacht manchmal kompliziert. Viele Tiere haben sich hervorragend an die Nachtangepasst und sind nur in der Dunkelheit aktiv, während die meisten Menschen schlafen und träumen. Auch der Nachthimmel fasziniert die Menschen bereits seit Jahrtausenden und derMond verzaubert mit seinem sanften Licht die Landschaft.
Mit Originalzeichnungen sind vertreten: Hilde Biedermann, Sonja Danowski, Ivan Gantschev, Cristóbal Schmal, Patricia Sant Ana Scheld. 

Eröffnung: 12. Dezember 2026, 11 Uhr
Ausstellung: 12. Dezember 2026 – 28. März 2027

Klingspor Museum
Herrnstraße 80, 63065 Offenbach

Mittwoch, 4. November 2026

39. Leipziger Grafikbörse

Unter dem Titel „formverloren“ widmet sich die 39. Leipziger Grafikbörse verschiedenen Vorstellungen davon, was „Form“ sein und werden kann. Dabei versteht sich „Form“ nicht allein als sichtbare Gestalt. Sie kann sich verändern, fragmentieren, verschieben oder ganz verschwinden und dadurch neue Bildräume eröffnen. Die eingereichten Arbeiten der 95 Künstlerinnen und Künstler, darunter auch einige, die als Exlibris-Schaffende bekannt sind, versammeln ein breites Spektrum zeitgenössischer Druckgrafik und machen sichtbar, wie unterschiedlich auf ein gemeinsames Thema reagiert werden kann.
Carla Fusi: Aufsteigender Nebel. Ätzradierung, 2026. 29,5 x 39 cm
Im Museum für Druckkunst Leipzig wird man Bekanntes aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten können, Grenzen der Form auszuloten und den Moment wahrzunehmen, in dem aus verlorenen Formen etwas Neues entsteht. Danach geht die Ausstellung weiter auf Reisen und ist bis Anfang 2028 in weiteren sechs Städten zu sehen. Näheres hier. 

Eröffnung: 13. November 2026, 19 Uhr
Ausstellung vom 14. November 2026 bis 17. Januar 2027

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Dienstag, 3. November 2026

Fragmente der Zeit

Brigitte Iseli–Neustaebler, Die stille Wasserrose No. 25, 2025
44 cm mit Ankerschlüssel mit Segel
Gemeinsam mit sieben weiteren Künstlern wird Brigitte Iseli-Neustäbler in der Ausstellung „Fragmente der Zeit“ der Vielfaeltig Produzentengalerie ihre aktuellen Werke zeigen. Ihr Objekt der obigen Abb. illustriert ein Gedicht von Emanuel Geibel.
Ende November werden diese dann auf der artbook.berlin im Künstlerhaus Bethanien zu sehen sein.

Ausstellung: 6. - 15. November 2026
Galerie Fafou
Freudenbergstrasse 1, 9242 Oberuzwil

artbook.berlin: 20. - 22. November 2026
Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz
Berlin/Kreuzberg

Dienstag, 27. Oktober 2026

Unter Druck - Politische Plakate

Die Ausstellung politischer Plakate von 1918—1933 aus der Sammlung von Maximilian Karagöz in Wiesbaden wurde um ein viertel Jahr verlängert. Eine Parallel-Ausstellung im Hessischen Landtag, die politische Plakate von 1945—1991 zeigt, endete bereits im April diesen Jahres.

Das politische Plakat tritt in Europa erstmals massiv als Propagandaplakat im Ersten Weltkrieg auf. Die Kriegsparteien agieren dabei sehr verschieden. Von sachlich-faktischer Argumentation bis hin zur Lüge und emotionaler Ansprache, ein Spektrum, das sich in den politischen Plakaten der Folgejahre weiterentwickelt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs scheinen expressionistische Plakate den traumatisierten Zustand einer ganzen Nation widerzuspiegeln. Die wachsende Brutalität der politischen Auseinandersetzung in den 1920er und 1930er Jahren spiegelt sich auch in der Rohheit der Plakatmotive wider, vor allem solcher, die von extrem linken und rechten politischen Rändern verbreitet wurden. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endet die Vielfalt der politischen Stimmen auf den Plakaten im öffentlichen Raum.

Ausstellung: 6 Februar - 22 November 2026
Hessisches Landesmuseum für Kunst & NaturFriedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Die besten Wünsche an Heidrun Hegewald zum 90.

Morgen feiert Heidrun Hegewald (geb. 21. Oktober 1936) in der Berliner Galerie Gesellschaft ihren 90. Geburtstag!
Mit der Feierstunde für die Jubilarin geht auch die derzeit laufende Ausstellung mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Heidrun Hegewald „Das dialogische Prinzip“ in der Galerie Gesellschaft zu Ende.

Finissage:  24. September  2026, 16 Uhr

Galerie Gesellschaft
Heike & Peter Saborowski GbR
Auguststraße 83, 10117 Berlin

Dienstag, 20. Oktober 2026

Max Hunziker (1901-1976) zum Gedenken

Anlässlich des 50. Todesjahres und des 125. Geburtstages von Max Hunziker präsentiert das Ortsmuseum Meilen Werke aus dem Nachlass des Zürcher Künstlers.
Die Ausstellung bietet einen Querschnitt durch verschiedene Schaffensperioden Hunzikers. Zahlreiche Malereien und Tuschzeichnungen sowie seltene Werke aus der frühen französischen Phase (1926–1939) werden erstmals gezeigt. Auch Druckgrafiken sowie Vorarbeiten für die Chorfenster der Reformierten Kirche Meilen sind zu sehen. Die Ausstellung wird von der Nachlasshalterin Ursula Kunz und der Kunsthistorikerin Angela Schiffhauer kuratiert.

Vernissage: 30. Oktober 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 30. Oktober 2026 - 31. Januar 2027

Ortsmuseum Meilen
Kirchgasse 14, 8706 Meilen

Donnerstag, 15. Oktober 2026

EinBlick #11: Samisdat

In den Jahren vor der politischen Wende 1989 entstanden in sozialistischen Ländern, so auch in der DDR, Samisdats (nach dem russ. сам издательство - selbst verlegt) - in einer rechtlichen Grauzone kursierende nicht-systemkonforme, häufig von Künstlern geschaffene Zeitschriften. Die größtenteils von Hand gefertigten Blätter wurden, um Druckgenehmigungsverfahren und damit staatlicher Kontrolle zu umgehen, in Kleinstauflagen erstellt und von Hand zu Hand weitergereicht und nur in wenigen Fällen in den Bestand von Bibliotheken aufgenommen.
Was ihre Inhalte so subversiv und brisant machte, zeigt ein neuer EinBlick der Bibliotheca Albertina anhand mehrerer Exemplare aus den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig.

Vor einem knappen Jahr wurde ein Samisdat, die Zeitschrift ENTWERTER/ODER, die u.a. von Uwe Warnke herausgegeben wurde, im Willy-Brandt-Haus vorgestellt.

Vernissage: 12. November 2026, 17 Uhr, Referentinnen: Irina Scherbakowa, Dr. Franziska Davies, Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
Ausstellung: 13. November 2026 - 24. Januar 2027

Bibliotheca Albertina
Vortragssaal/Ausstellungsraum
Beethovenstr 6, 04107 Leipzig

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Günter Grass - Grafik und Plastik


Das Kunsthaus Müller lädt zu einem Museumsgespräch mit Hilke Ohsoling von der Günter und Ute Grass Stiftung ein.

Druck nach einem Steindruck aus „Die Box"
„Im Gehen' © Günter und Ute Grass Stiftung
 
Eine besondere Aktion zum 99. Geburtstag erwarten Grafiksammler: Radierungen und Steindrucke zum Preis von 99 Euro. Weiter präsentiert die Galerie für zeitgenössische Kunst farbige Drucke (nach Aquarellen von Günter Grass (1927 - 2015), die in der Werkstatt von Christian Müller in der Handanlage gedruckt worden sind), Steindrucke der Serie „Die Box', Mehrfarbensteindrucke und Bronzen.
Unsere Vorzugsgrafik zur Ausstellung ist ein Steindruck von Günter Grass, ein Sonderdruck aus dem Jahr 2010 in der Auflage von 60 Exemplaren. Drei Schneckenmotive auf Bütten, Papierformat 32.5 x 42 cm. Vorzugspreis während der Ausstellung 99 Euro.

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 16. Oktober 2026 - 23. Januar 2027
Museumsgespräch: 24. Oktober 2026, 14.00 Uhr

è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Dienstag, 13. Oktober 2026

Buchobjekte von Karl Kretschmer

Faszinierende Buchobjekte im Stadtmuseum Mosbach © Stadt Mosbach
In Mosbach läoft noch bis Ende Oktober die Ausstellung „BuchKunst-KunstBuch“ mit Arbeiten von Karl Kretschmer.

Karl Kretschmer, Mosbacher Buchdruckermeister und Vorsitzender des Vereins „Druckwerkstatt“, nennt seine Arbeiten schlicht „Buchobjekte“. Mit ihnen lädt er dazu ein, sich mit der vielfältigen Symbolik des Mediums Buch auseinanderzusetzen. Seine Werke verbinden Traditionen der „Schwarzen Kunst“ mit visuellen Reizen unterschiedlichster Materialien. So entstehen Anspielungen und Inhalte, die den Blick auf Handwerk, Techniken und Werte des traditionellen Buchdrucks richten. „Mit meinen Objekten möchte ich die geistige wie materielle Vielfältigkeit von Papier und Buch, aber auch Aspekte der natürlichen Nachhaltigkeit anschaulich machen“, so der Ausstellungsmacher. Stefan Müller, Leiter des Stadtmuseums, ergänzt: „Es ist großartig, wie die Kunst den Blick weitet für das ganz eigene Interpretieren des Betrachters. Damit ist sie etwas ganz Besonderes.“

Sonderausstellung: 31. August . 28. Oktober 2026

Stadtmuseum Mosbach
Hospitalgasse 4, 74821 Mosbach

Mittwoch, 30. September 2026

Eröffnungsausstellung FAVORITENPRESSE & FRIENDS

FAVORITENPRESSE & FRIENDS öffnet mit einer Ausstellung von Büchern, Illustrationen und Comics des international bekannten Illustrators Jakob Hinrichs offiziell ihre Türen.

Bereits im Spätsommer ist das Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft Bodo von Hodenberg mit seinem Verlag kurzerhand nach Neukölln umgezogen und hat in den großzügigen Räumen in einem denkmalgeschützten Altbau im wunderbaren Böhmischen Dorf nun alles unter einem Dach: das Verlagsbüro, ein Laden mit all den Büchern der Favoritenpresse und ein Ausstellungsraum für Illustration und Fotografie.

Hier wird das illustrierte Buch gefeiert, hier treffen Illustratoren die Verleger, hier kann Neues entdeckt werden und nicht zuletzt: Hier können Bücher und Kunst gekauft werden. Auf das die visuelle Welt etwas aufgehübscht wird.

15. Oktober 2026, 18 Uhr
Favoritenpresse
Richardplatz 7, 12055 Berlin

Montag, 28. September 2026

Künstlerbücher in Wien

Bis 30. September ist noch in der Wiener Galerie DRUCK & BUCH die Ausstellung „Photos tell Stories“ zu sehen, Künstlerbücher deren Narrativ im Wesenlichen durch Photos entsteht, aus Polen, Canada, den USA und Frankreich und Deutschland, spannende politische, poetische und persönliche Geschichten.
Am 3. Oktober wird es dann hedonistisch: Susanne Padberg spricht im Ausstellungshaus Spoerri in Hadersdorf im weitesten Sinne über Bücher und Genuss: über Spoerris faszinierende Kochbuchsammlung, seine eigenen Publikationen zum Thema und ergänze das gern mit ein paar ausgewählten Künstler-Kochbüchern.

Und am 6. Oktober eröffnet die neue Ausstellung „MADE IN VIENNA - but not about Vienna!“ mit aktuellen, in Wien entstandenen Künstlerbüchern von Wolfgang Buchta (Originalgrafische Künstlerbücher), Katya Dimova (Textilbücher / Wildpflanzen), Josef Schwaiger (Wissenschaftsbasiert), Natalia Weiss (Unikate und Kleinstauflagen), Jan Svenungsson (Eine Serie: 2022 / 2024 / 2026), Anna Maria Wolf Experimentell und kommunikativ), Desislava Unger (Malerei auf Holz) u.a.m.
Ausstellungsende: „Photos tell Stories“: 30. September 2026
Gespräch: 3. Oktober 2026, 19 Uhr
Vernissage „MADE IN VIENNA“: 6. Oktober 2026, 19 Uhr

Susanne Padberg
Galerie DRUCK & BUCH, Wien

Helga Gebert (1935 - 2026)

Die Illustratorin, Malerin, Übersetzerin, Märchensammlerin und Autorin Helga Gebert ist am 2. September im Alter von 91 Jahren im Kreise ihrer Familie in Freiburg im Breisgau gestorben.
Die Grimmwelt widmet sich diesem Werk in der ersten umfassenden Retrospektive Helga Geberts ZWISCHEN GESTALTEN Erzählen in Bild und Wort 
Helga Gebert, © Margit Müller
Helga Gebert wurde am 16. Januar 1935 in Freiburg im Breisgau geboren. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Märchenbücher, für die sie Illustrationen schuf, eigene Textfassungen erarbeitete und Übersetzungen ins Deutsche vorlegte. Ihre Illustrationen reichen von feinen Federzeichnungen und Aquarellen bis zu detailreichen Ölbildern.
Neben Buchillustrationen entwarf sie auch Wand- und Bühnenbilder, unter anderem für die Freiburger Kinderklinik und das Wallgraben-Theater Freiburg. Ab 1963 arbeitete sie zudem als Therapeutin in der Universitätsklinik Freiburg. Seit den 1970er Jahren prägte sie maßgeblich das Kinder- und Jugendbuchprogramm von Beltz & Gelberg.

Ausstellung: 12. Juni 2026 - 11, April 2027
Grimmwelt Kassel
Weinbergstraße 21, 34117 Kassel

Samstag, 26. September 2026

»Mein* Morgenstern« in Oldenburg


Die Ausstellung »Mein* Morgenstern« macht nach der Druckwerkstatt Mosbach Station in Oldenburg.

Mein Morgenstern – Von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden. Die Wanderausstellung des Verein für die Schwarze Kunst und dem MDE präsentiert sich Dank dem Engagement der Mitarbeiter der Landesbibliothek Oldenburg hoch im Norden.

25. September – 30. Oktober 2026

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, Oldenburg

Freitag, 25. September 2026

37. Berliner Exlibris Treffen

Wie immer findet am ersten Samstag im November das Berliner Exlibris Treffen (BET) statt.
Zum 37. Mal laden die Organisatoren in das RUDI-Nachbarschaftszentrum Berlin ein. An diesem  Samstag wird von 12.00 bis 19:00 Uhr im RUDI getauscht, geplauscht und eine Exlibris-Ausstellung mit Grafiken ukrainischer Künstler und Künstlerinnen eröffnet. Daneben werden auch Werke der italienischen Künstlerin Silvana Martignoni gezeigt.

Exlibris Treffen: 7. November 2026
Ausstellung: 7. November - 18. Dezember 2026
RUDI-Nachbarschaftszentrum Berlin
Modersohnstr. 55, 10245 Berlin

Montag, 14. September 2026

Grenzgänge der Fantasie

Sich E.T.A. Hoffmann als Zerrissenen vorzustellen, fällt leicht, sagte er doch selbst von sich: Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, Sonntags am Tage wird gezeichnet und Abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.
Foto: Bernd Hesse
Viele Talente, zwingende Abhängigkeiten und wirtschaftliche Nöte machen oft sehnsüchtige Träumer aus den Menschen. Die Dichterin, Filmschaffende und Performerin Nora Gomringer stellt Texte zusammen, die rund um den träumenden, fantastischen Blick in Vergangenheit und Gegenwart geschaffen wurden und ein Panoptikum rund um E.T.A. Hoffmann entstehen lassen sollen. In ihrer eigenen Schreibstube ist sie hier und da ebenfalls zum Thema fündig geworden. Die technologische Entwicklung wie auch die - heute an KI geknüpfte - Hoffnung und Skepsis gegenüber dem Fortschritt, Fragen der Ethik oder der Ökologie spiegeln sich in Texten, bei denen man solche Hintergründe vielleicht nicht erwartet. Eine vergnügliche, kommentierte Auswahl von Gedichten lädt ein, den Fantasten und Fantasmen der Literatur als den Grenzgängern zu begegnen, die sie sind.

Nora Gomringer, Schweizerin und Deutsche, lebt in Bamberg, wo sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia als Direktorin leitet. Ihr lyrisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und ist - wie E.T.A. Hoffmann - im Zeichen des Wassermanns geboren.

Ausstellung: 14. September - 5. Dezember 2026
Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz
Domplatz 8, Bamberg

Sonntag, 13. September 2026

Vierstimmig in Leipzig

Die 2026er Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abends zeigt im Haus des Buches Arbeiten der Meisterschüler bei Karl-Georg Hirsch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Eine Midissage mit Künstlergespräch, moderiert von Ulrich Heublein wird die vier beteiligten Künstler Bettina Haller, Gabriele Sperlich, Harald Alff und Stefan Knechtel zu Wort kommen lassen.

Ausstellung: 7. September - 30. Oktober 2026
Midissage: 24. September 2026, 18 Uhr

Haus des Buches | Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt

»Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt« ist der Titel einer Ausstellung mit Buchskulpturen und Künstlerbüchern von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in Aalen.
Vernissage: 25. September 2026, 18.30 Uhr, Begrüßung Wolfgang Steidle, Bürgermeister, Einführung Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Gespräch mit Natascha Euteneier M.A., Literarische Einblicke
Theater der STOA
25. September - 15. November 2026

Galerie im Rathaus Aalen
Marktplatz 30, 73430 Aalen

Sonntag, 6. September 2026

Tag der offenen Tür mit Ursula Mattheuer-Neustädt

Ursula Mattheuer‑Neustädt zählt zu den bedeutendsten deutschen Zeichnerinnen und Grafikerinnen ihrer Generation und wurde für ihre Illustrationen mehrfach ausgezeichnet. 1972 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Leipzig.
Foto: Archiv der Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung
Zu den Tagen der Industriekultur wird in der Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung ein Tag der offenen Tür stattfinden, an welchem anlässlich des 100. Geburtstages von Ursula Mattheuer-Neustädt ein umfangreicher Einblick in ihr zeichnerisches und grafisches Schaffen gegeben wird.
Die Stiftung wurde nach dem Tod von Wolfgang Mattheuer von der Ehepartnerin und Künstlerin im Jahre 2006 gegründet, um das künstlerische Werk von Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt zu bewahren, wissenschaftlich zu bearbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wird das Wirken von Wolfgang Mattheuer als akademischer Lehrer und seine Ausstrahlung auf Schüler und künstlerische Nachfahren hervorgehoben.

11./12. September 2026
Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung
Hauptmannstraße 1, Leipzig

Gleichzeitig läuft aus Anlass der 100. Geburtstages der Künstlerin in Leipzig seit zwei Monaten und noch bis Anfang Oktober eine Ausstellung zum Werk von Ursula Mattheuer-Neustädt.

Ausstellung: 10. Juli - 02. Oktober 2026
Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig

Ausstellung und Jahresgabe des Radiervereins München

In einer Gastausstellung des Vereins für Original-Radierung zeigt Madeleine Heublein „SPUREN“.
Räume entstehen durch Bewegung. Erhellende Präsenz durch Ausloten, durch Sich-Hineinbegeben. Aber da ist kein Streben, das frei wäre von Zurückweichen, Aussetzen, Ermatten, von Brüchen und Verwerfungen. Nichts davon erlischt, alles bleibt. Jegliches Bewegen hinterlässt Spuren.
Kein Tun, das verschwindet. Bei den Arbeiten handelt es sich um Monotypien. Tiefdruckfarbe wird auf eine Kupferplatte aufgebracht, mit Werkzeugen bearbeitet und auf Bütten gedruckt. Es braucht der Kontrolle von Atmung, innerer Erregung und Eingebung. Höchste Konzentration für das Fixieren unbekannter Zeichen.

Vernissage: 9. September 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 10. - 13. September 2026

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Samstag, 5. September 2026

Angela Hampel - Malerei und Grafik

Nach einer erfolgreichen Ausstellung in der Brandenburger Kinder- und Jugendgalerie „Sonnensegel“ sind die Werke Angela Hampels anlässlich ihres 70. Geburtstages noch bis Anfang Oktober in Kamenz zu sehen.
Widmung mit Einzeichnung anlässlich der Ausstellung in Brandenburg a.d. Havel
Die Schau bietet einen Querschnitt durch Figurenwelten, Techniken, Themen und Materialien, die Hampels Œuvre prägen. Vor allem zwei Themenkomplexe, die auch in der Ausstellung mit prominenten Arbeiten vertreten sind, gewannen besondere Bedeutung in ihrem Werk: die antike, griechisch-römische Mythologie und die Bibel mit ihren markanten Gestalten besonders des Alten Testaments. Hier ließen sich exemplarisch menschliche Höhe und Tiefen, Leidenschaften und Irrungen, Liebe und Kampf, Tod und Neubeginn ausloten. Zentraler Anknüpfungspunkt für Hampel waren und sind dabei wie auch in ihrem Œuvre generell die Frauengestalten, geheimnisvolle, starke Frauen, aktiv handelnd, auch im Leiden nicht passiv-erduldend. In vielen Arbeiten der Künstlerin spiegeln sich Träume, Sehnsüchte, Ängste, Visionen, Befürchtungen, Grenz- und Verlusterfahrungen, die über die ausdrucksstarken Gesichter erfahrbar werden, ohne dass es umfangreicher Attribute oder detailliert ausgestalteter Umgebungen bedürfte.
Angela Hampel, Menükarte der Pirckheimer-Gesellschaft 2015, Algrafie
Die Lieblingsfarbe Rot, leuchtend, intensiv, verleiht dem kongenial, geradezu zeichenhaft Ausdruck, changiert zwischen Wärme, Lebenslust, Aggression und blutiger Bedrohung. Und manchmal blitzt, wenn auch vielfach gebrochen, eine im Œuvre der Künstlerin eher seltene Leichtigkeit des Seins auf. Eine Serie zur Laokoon-Gruppe, die sich in das Themenfeld der Mythologie einordnet, ist extra für diese Schau geschaffen worden, angeregt durch den Kamenzer Abguss dieser Plastik. Ein weiterer Teil der Schau ist den von Hampel gestalteten Künstlerbüchern gewidmet. Neben einem Buch zu einem Werk des spanischen Dichters Federico García Lorca ist ein Künstlerbuch zu Heinrich von Kleists Drama „Penthesilea“ zu sehen. 

Ausstellung: 24. Juli - 4. Oktober 2026
Malzhaus, Sonderausstellungsbereich
Pulsnitzer Str. 6, 01917 Kamenz