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Mittwoch, 29. Juli 2026

Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit

Bei endlich sommerlichen Temperaturen von annähernd 30° zog es Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin in die zwar dunklen, aber kühlen Räume des Stabi-Kulturwerks zu einem inhaltsschweren Vortrag von Helmut Mehnert vom Freundeskreis Heinz Knobloch zu einer kleinen Ausstellung aus Anlass seines 100. Geburtstages in drei Vitrinen über diesen Schriftsteller und Journalisten. 
Fotod © ad, lks, rechts im Bild: Helmut Mehnert, Freundeskreis Heinz Knobloch
Bildmitte Gwendolyn Mertz-Jork, Geschäftsführerin der Freunde der Staatsbibliothek
Heinz Knobloch (3.3.1926 – 24.7.2003), geboren in Dresden, fand als Journalist und Schriftsteller in Berlin den Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens.
Im Mitgliederverzeichnis von 1981 der Pirckheimer-Gesellschaft, in der er bis 1985 Mitglied war, wird er als Sammler von Feuilleton, Berlin, Zeitungen, Judaica und (sic!) Friedhöfe ausgewiesen.
Übrigens, wer Zugriff auf die Zeitschrift „Marginalien“, 65. Heft (1977) hat, dem sei die „Perleberger Würfel-Rede“ von Heinz Knobloch ans Herz gelegt, die dieser anlässlich eines Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft hielt.

Ausstellung: 13. Mai - 27. September 2026
Stabi-Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Führungen möglich unter knobloch100@web.de

Montag, 27. Juli 2026

Herzliche Glückwünsche zum 55sten

Hanif Lehmann auf der BuchDruckKunst
Hamburg 2026
Die herzlichsten Glückwünsche gehen heute an Hanif Lehmann!

Der Künstler und Betreiber der Widukind-Presse, seit 9 Jahren Pirckheimer, ist Bücherfreunden kein Unbekannter: für die Marginalien № 203 schuf er das Blatt „Entwässerungsgraben“, für das Pirckheimer-Jahrestreffen 2018 die traditionelle Speisekarte und die Aquatintaradierung „Bücherfenster“, der Berliner Bibliophilen Abend verdankt ihm die Graphik „Walter Benjamin“ als Bestandteil der Jahresgabe 2024.
Vor 5 Jahren stellte ich im damals von mir betriebenen Pirckheimer-Blog seinen Katalog „Radierungen aus fünfzehn Jahren. Verzeichnis der Tiefdrucke 2005 bis 2020“ vor.

Freitag, 24. Juli 2026

Gedenktafel für Heinz Knobloch

In Berlin Pankow wurde einer Gedenktafel am Heinz-Knobloch-Platz im Beisein seiner Kinder und Helmut Mehnert, Sprecher des Freundeskreises Heinz Knobloch, eingeweiht.
Foto oben rechts: Helmut Mehnert, Sprecher des Freundeskreises Heinz Knobloch
Heinz Knobloch, der vermutlich bekannteste Feuilletonist der DDR, schrieb unter anderem zu einem Jahrestreffen in Rostock 1976 der Pirckheimer-Gesellschaft, der er bis 1985 angehörte, einen Text, der in einem Heftchen aus der Reihe "Angebote" des Verlags Tribüne Berlin nachzulesen ist.
Für den Blogbetreiber ist diese Ehrung mit einer Gedenktafel ein wichtiges Ereignis, verbindet mich doch mit diesem Autor eine lange freundschaftliche Bekanntschaft, die ihren Höhepunkt in der Präsentation seiner „Geisterbahnhöfe“ im Hinterhof-Antiquariat fand.

Montag, 20. Juli 2026

Manfred Funke zum 86sten



Heute gratuliere ich Manfred Funke, einem langjährigem Mitarbeiter der Staatsbibliothek zu Berlin und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft , sowie des Berliner Bibliophilen Abend  recht herzlich zu seinem heutigem 86. Geburtstag.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Michael Duske (1941 - 2026)

Michael Duske, langjährig Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft ist, wie jetzt bekannt wurde, Anfangs des Monats gestorben.
Michael Duske 2016, Foto Ralf Parkner
Ich lernte Michael Duske Ende der 90ger Jahre auf einer Antiquariatsmesse im Berliner Museum für Deutsche Geschichte kennen, wir teilten uns einen Stand. Bereits damals trat er schon als Person hinter seinem Werk als Herausgeber zurück und er vermied seitdem immer stärker die Öffentlichkeit.
Vor einem viertel Jahr, er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Vergangenheit hinter sich gelassen, Mitgliedschaften in bibliophilen Vereinigungen beendet und alle Kontakte zu seinen Freunden abgebrochen, stellte ich die Problikation seines von 1995 bis 2010 bestehenden Verlags „Serapion vom See“, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte, anhand einer beispielhaft ausgewählten Mappe als „Bibliophiles des Monats“ vor.

Die Nachricht von seinem Tod hat mich schwer berührt - die Erinnerung an Michael Duske wird durch die von ihm herausgegebenen bibliophilen Titel bleiben.

(Abel Doering)

1 Kommentar(e):
09. Juli 2026: Stephan Klenner-Otto hat gesagt ...
Ich bin Michael für all das was er mir ermöglicht hat mehr als dankbar! Ich werde ihn immer in Ehren halten!

Mittwoch, 1. Juli 2026

Klaus Märtens (1937 - 2026)

Die Galeristen-Legende Klaus Märtens ist am 28. Juni, 89-jährig, im Seniorenhaus Johannes Rau in Moers gestorben.
Klaus Märtens (1937–2026) vor seinem unergründlichen Grafikschrank in seiner Wilmersdorfer Galerie Taube, © Archi Galentz
Klaus Märtens, der Kunst-Enthusiast mit seiner Galerie Taube und dem alljährlichen Dezembersalon, ist eine Legende. 1973 gründete der 1937 in Pommern geborene, nach der Flucht 1945 im niederrheinischen Viersen aufgewachsene Kunstpädagoge die Galerie Taube in der Pariser Straße, Wilmersdorf.

Märtens bekannte bei vielen Gelegenheiten, nach dem Mauerfall auch als aktives Mitglied in der nunmehr auch im Westen wirkenden Pirckheimer-Gesellschaft, wer sein Vorbild in Sachen Haltung zu Figur und Gegenständlichkeit war: „Karl Hofer ist mein Prophet!“
Bis zum 30-jährigen Galerie-Jubiläum hatte Märtens 189 durchnummerierte Ausstellungen auf die Beine gestellt und dabei darauf geachtet, dass er Bilder zeigte, die er „selber gerne gemalt hätte“. Da waren Namen wie die des jüdischen Stillleben-Malers Pavel Feinstein, des kauzigen Schweizers Rudolf Stüssi, des Bildhauers Robert Metzkes aus dem Berliner Osten und des Landschaftsradierers Walter Herzog aus Dresden dabei. Und selbstredend Urgesteine der Galerie wie der Stadtmaler Klaus Jurgeit, dessen Motive Lokalkolorit versprühen. Oder Edwin Dickmann, dessen 1960 entstandenes, dunkles Ölbild „Die Hinrichtung“ heute, in Zeiten von neuen Machtkämpfen und Kriegen wieder erschreckend aktuell wirkt.

Corona-Pandemie und Krankheit zwangen den Galeristen 2022, sein Lebens- und Herzensprojekt aufzugeben.

(Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung)

Montag, 29. Juni 2026

Martin Nowak-Neumann, Maler und Schriftsteller des sorbischen Volkes

Das Antiquariat zum Dom in Bautzen bot vor Kurzem eine, inzwischen verkaufte, Mappe an, die, herausgegeben von der Bezirksgruppe Bautzen der Pirckheimer-Gesellschaft, aus Anlass von des 85. Geburtstages von Martin Neumann-Nechern und des 40. Jahrestages der Gründung des Kulturbundes der DDR erschien.
Diese Mappe ist im 1995 von Hartmut Pätzke herausgegebenen Katalog „Veröffentlichungen und Gaben der Pirckheimer-Gesellschaft und mit ihrer Unterstützung entstandenen Publikationen 1956 - 1991“ nicht aufgeführt!
Martin Neumann-Nechern (Martin Nowak-Neumann, 1900-1990): Das Leben der Sorben gestern und heute, VI. Festiwal Serbskeje Kultury 1985, 8 Textseiten (Deutsch/Sorbisch) und 8 Bildtafeln, Redaktion: Ekkehard Schipper und Eva-Maria Zschornack, Bautzen

Donnerstag, 25. Juni 2026

Junger Sammlerpreis 2026 ausgeschrieben

© Verband Deutscher Antiquare
Der Verband Deutscher Antiquare verleiht in diesem Jahr wieder einen Preis für junge Sammler, die Bücher, Graphiken, Autographen und sonstige Arbeiten auf Papier sammeln und lobt einen Preis für die originellste oder überzeugendste, ihr Thema am besten darstellende Sammlung aus. Es gibt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und eine
Jahresmitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft zu gewinnen.
Die Sammlung des Preisträgers 2026 wird auf der Rare Books Berlin präsentiert.

Samstag, 20. Juni 2026

Da lächelt das Mammut

Das Sommerpalais Greiz zeigt Ausstellungen zu den Werken von Harald Kretzschmar, sowie Manfred Sondermann und Heinz Jankofsky.
Kretzschmar, 2024 in Kleinmachnow verstorben, zeichnete regelmäßig für den Eulenspiegel Porträtkarikaturen und schrieb Glossen, Essays und Kunstkritiken für diverse Tageszeitungen. Auch war Kretzschmar Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und jahrelang Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung »Karikatur im Verband Bildender Künstler der DDR«. Für seine humorvolle Kunst erhielt er wichtige Ehrungen, etwa den Preis der internationalen Ausstellung »Satire im Friedenskampf« (1963), den Kunstpreis der DDR (1971) sowie den Vaterländischen Verdienstorden in Silber (1984).

Neben den Werken Kretzschmars hängen satirische Zeichnungen von Manfred Sondermann (1938–2025). Der Künstler, der bis zu seinem Tod in der Nähe des Satiricums lebte, wird mit einer umfassenden Retrospektive geehrt. Immer wieder griff Sondermann die Berufswelt auf, zeichnete den Spaß in die Technik- und Arbeitswelt. Später reifte er zum politischen Zeichner, karikierte Themen wie Umweltzerstörung, den Verfall der Infrastruktur oder die Falschheit des Systems. Nach 1990 entwickelte der Ingenieur und Karikaturist die Figur Ossikar und begleitete mit ihr über 15 Jahre lang den »Vereinigungsprozess« aus Sicht eines neuen Bundesbürgers, der freilich immer noch ein Ossi ist.

In einem weiteren Raum finden sich 130 Karikaturen von Heinz Jankofsky. Da fällt einem prompt die Zeichnung ein, in der es um die halbvergessene Sendung »Glücksrad« geht: Gesucht wird eine Redewendung. »Doof bl…ibt doof« ist bereits aufgedeckt, der Kandidat sagt: »Ich kaufe ein A.« Oder die Zeichnung eines prähistorischen Paares, das bei starkem Regen verzweifelt Schutz in einem Zelt sucht. Von der anderen Seite lächelt ein Mammut aus einer trockenen Höhle rüber. Die Frau sagt: »Wie wir hausen, ist dir egal. Hauptsache dein geliebtes Mammut steht trocken.« Der gelernte Lokschlosser Jankofsky wurde 1935 in Berlin geboren und verstarb 2002 am Bebersee in der Uckermark. Gern zeichnete er den Alltag mit Standesamt, Kneipe und Haustieren, aber auch absurde Ideen oder blödsinnige Wendungen. Typisch für ihn sind die Figuren – mit Gurken- oder dicken Stupsnasen, Augenringen. Charakteristische Typen, die seit den 70ern die Neue Berliner Illustrierte, den Eulenspiegel oder Die Trommel bevölkerten.

(Thomas Behlert, » junge Welt« vom 19.06.2026)

Manfred Sondermann & Harald Kretzschmar: bis 28. Juni 2026
Heinz Jankofsky: bis 1. November 2026

Satiricum im Sommerpalais
Fürstlich Greizer Park, 07973 Greiz

Dienstag, 16. Juni 2026

Herzlichen Glückwunsch zum 88.

Freunde des Buches und der Druckgraphik kennen den heutigen Jubilar Jürgen Wilke nicht nur als letzten Drucker von Conrad Felixmüller, sondern auch als langjähriges aktives Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend und von vielen Vorträgen zu seiner Leidenschaft und von Ausstellungen seiner Sammlung.
Jürgen Wilke, in der Ausstellung „Gerhard Goßmann“ anlässlich der Jahresexkursion des Berliner Bibliophilen Abend 2024
Dafür ist ihm zu danken! Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Geburtstag!

Donnerstag, 11. Juni 2026

Herzlichen Glückwunsch

Heute gehen Geburtstagsgrüße gleich an drei Mitglieder bibliophiler Gesellschaften. Jutta Osterhof feiert ihren 85. Geburtstag, Ninon Suckow ihren 78. und Constanze Kreiser ihren 65.
Jutta Osterhof bei einem Vortrag über Eberhard Schlotter vor dem BBA 2012
Constanze Kreiser auf der 4. BuchKunstPotsdam 2026
Jutta Osterhof und Ninon Suckow sind langjährige Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, der Pirckheimer-Gesellschaft, sowie in weiteren Gesellschaften aktiv und beide sind oder waren Mitglieder der Revisionskommission in diesen Verbänden.
Constanze Kreiser wurde 2017 auf der artbook.berlin auf die Pirckheimer-Gesellschaft aufmerksam und ist seitdem Mitglied dieser Gesellschaft.
Ninon Suckow, Adventabend der Pirckheimer-Gesellschaft 2025, Fotos © ad
1 Kommentar(e):
13. Juni 2026: Julia Rinck hat gesagt
Herzlichen Glückwunsch! 🎉

Mittwoch, 10. Juni 2026

Marginalien #261

Marginalien # 261 mit Thomas Henker: Lafotische Inseln V, Algrafie, Aufl. 143 Expl.
Ein wieder einmal gelungenes und informatives Heft für Freunde der Buchkunst und Bibliophilie hat die Pirckheimer-Gesellschaft mit den soeben ausgelieferten Marginalien Nummer 261 vorgelegt.

Unter anderem berichtet Sabine KnopfÜber das Sammeln von Goethe-Autografen in Leipzig“, Till Schröder führte ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Antiquare, Markus Brandis, über Sinn und Bedeutung des Sammelns, Peter Engel äußert sich zu Lesezeichen und Agnes Kunze stellt „Wilhelm Höpfners unveröffentlichte Bilderbücher“ vor.
Als typografische Beilage findet sich im Heft der von Thomas Glöß gestaltete Bericht von Michael FaberAls Kind im Verlagsarchiv“ und für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine von vier Algrafien von Konrad Henker, gedruckt und geprägt von Torsten Leupold in der Grafikwerkstadt Dresden bei.

Sonntag, 7. Juni 2026

„Hauptmann ist schuld!“

Die Pirckheimer-Gesellschaft und der Berliner Bibliophilen Abend luden gestern zu einer Veranstaltung des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen zum Gerhart Hauptmann-Tag aus Anlass seines 80. Todestages ein.

Hauptmann ist schuld!“ – so heißt die Ausstellung, die im Antiquariat Brandel eröffnet wird. Im Zentrum der Veranstaltung standen die gegenseitigen Beziehungen zwischen Gerhart Hauptmann und dem Friedrichshagener Dichterkreis. Programmpunkte waren eine Lesung mit Gabriele Streichhahn sowie ein Vortrag von Lars-Broder zu Wilhelm Spohrs Versuch, ab 1946 ein Dichterkreis-Museum zu initiieren. Dabei ist auch Stefan Rohlfs, Museumsdirektor des des Hauptmann-Museums in Erkner.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Atelierbesuch bei corn.elius

Platzbedingt konnte corn.elius nur 12 Berliner Bibliophile in seinem Atelier empfangen, um über die Geschichte seiner Werkstatt und seines Verlags, sowie seines Werdegangs als Künstler und die Technik des Siebdrucks zu berichten.
Den Siebdrucks perfektionierte corn.elius, ursprünglich Plakatmaler in Pforzheim, in seiner dortigen Werkstatt in einem Wasserturm, wo nach zwei Wasserschäden auch der einprägsame Name „wasser im turm“ entstand, später war sein Atelier im Berliner Bethanien, dem Ort der von ihm gemeinsam mit Hanneke van der Hoeven veranstalteten artbook.berlin beheimatet und hat nun wieder in einem ein Wasserturm in Kreuzberg seinen Sitz, zugleich ein Verlag, in dem er eigene und Künstlerbücher mit Anderen verlegt. einer Werkstatt mit Kindern und einer „Galerie“, genauer einem Schaukasten mit einer wöchentlich wechselnden Grafik.
Und corn.elius präsentierte den Teilnehmern seine Arbeit als Künstler und Drucker und, obwohl einigen diese Technik keineswegs fremd war, lernten die Teilnehmer des Abend doch Neues zur Entwicklung vor Allem hinsichtlich der Farben, die heutzutage zur Verfügung stehen, aber auch zur experimentellen Umsetzung dieser Drucktechnik.
corn.elios, Fotos © ad
Als besonderes Erinnerungsstück nahmen die Anwesenden einen Probedruck aus einem im Entstehen begriffenen Buch zu Berliner Sehenswürdigkeiten mit, eine in einer 12er Auflage andersfarbig als in der entgölzigen Variante gedruckte Silhouette des Pergamon-Museums, noch ohne geplante Einfärbung von Wasser und Himmel und natürlich signiert.
(weitere Fotos auf der Veranstaltungsseite des Berliner Bibliophilen Abend).

Freitag, 8. Mai 2026

Tag des Buches 2026 in Hamburg

Die Hamburger Autorenvereinigung, Die Auswärtige Presse und die Regionalgruppe Nord der Pirckheimer-Gesellschaft richten einen „Tag des Buches“ in Hamburg aus.
In dessen Rahmen gibt es Vorträge, werden Bücher aus- und vorgestellt sowie getauscht. Dieses Angebot ist offen für alle Gäste, der Eintritt ist frei.
Marginalien, Perlen der Literatur, Bücher von Angeli und Engel & weitere
Zwischen 11 und 15 Uhr findet das Pirckheimer-Treffen der Region Nord statt. Zu sehen gibt es Bibliophiles, Druckkunst, lesefreundliche Typografie und Kalligrafie … – Und zu hören sind Bücherliebhaber, Sammler, Verleger, Künstler. Neben je zehnminütigen Vorträgen der Aussteller entsteht im Beiprogramm eine kostenlose Büchertauschbörse für alle Besucher und Aussteller mit maximal sieben Büchern pro Person.
Von 12:00 bis 13:00 gibt es Gelegenheit, den Input-Verlag zu besichtigen. Danach veranstaltet die Hamburger Autorenvereinigung von 15:30 bis 17:30 Uhr eine Lesung mit 5 Neuerscheinungen aus dem Input-Verlag. Es lesen Sibylle HallbergRalf PlenzMaren SchönfeldCharlotte Ueckert, sowie 
Podiumsgespräche und Lesung aus 80 bis 300 Jahre alten Büchern. Mit Texten von George Sand (Indiana), Jan Tschichold (Erfreuliche Drucksachen), Hermann Sudermann (Frau Sorge) und Jonathan Swift (Gullivers Reisen).

9. Mai 2026

Alfred-Schnittke-Akademie
Max-Brauer-Allee 24, Hamburg-Altina

Mittwoch, 6. Mai 2026

Exkursion durch den Münchener Waldfriedhof

Die Pirckheimer der Regionalgruppe Bayern werden mit Dr. phil. Gerd Holzheimer, dem Verfasser von über dreißig Büchern, künstlerischen Leiter der Veranstaltungsreihe Literarischer Herbst im Fünfseenland und Herausgeber der Zeitschrift Literatur in Bayern, eine gut zweistündigen Exkursion in die literarische Vergangenheit im Waldfriedhof in München unternehmen.
Ein Besuch auf einem Friedhof ist immer auch ein Stück Erinnerungskultur. In ganz besonderem Maße trifft das auf den Waldfriedhof in München zu. Ein Gang durch seine weitverzweigten Wege kommt einem Gang durch Literatur- wie Kulturgeschichte und auch durch die politische Geschichte gleich. Der Waldfriedhof, von 1905 bis 1907 angelegt ist der größte in München.

Weitere Informationen hier. Anmeldung erbeten bei: rabenbauer8at)pirckheimer-gesellschaft.org.

(Hans Rabenbauer)

21. Mai 2026 - 11:00
Waldfriedhof in München

Samstag, 2. Mai 2026

Offene Ateliers Brandenburg 2026

Heute und morgen öffnen im Land Brandenburg über 1000 Künstlerinnen und Künstler an über 730 Orten im Land Brandenburg ihre Türen.
Darunter z.B. Manfred Neumann, dessen Atelier in Frankfurt (Oder) 2024 Ziel eines Ausflugs des Berliner Bibliophilen Abend war
Atelier von Manfred Neumann, Frankfurt (O)
oder Julia und Rainer Ehrt in Kleinmachnow, im Jahr 2021 Ziel der Berlin/Brandenburger Pirckheimer nach kontaktlosen und vor allem kulturarmen Zeiten.
Rainer Ehrt /Julia Ehrt in ihren Ateliers in Kleinmachnow
2,/3. Mai 2026
Land Brandenburg

Freitag, 24. April 2026

zur Geschichte des Bilddrucks

Der Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Regionalgruppe und dem Berliner Bibliophilen Abend präsentierte Bernd Friedrich gestern in der Staatsbibliothek zu Berlin einen "Kurzen Abriss zur Geschichte des Bilddrucks", ein Thema, das er vor 20 Jahren schon einmal vor dem BBA behandelte.
Als Künstler, Drucker und Kunsterzieher sammelte Bernd Friedrich zahlreiche Objekte des manuellen Bildrucks, mit denen er dessen Entwicklung seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nicht nur anschaulich darstellen, sondern auch seine kunstgeschichtlichen Thesen begründen konnte, die einen bislang wenig beachtete Sichtweise auf die Geschichte des Bilddrucks ermöglichten, wie z.B. die Bedeutung von Farbigkeit in frühen Abbildungen, das Entstehen und der Wandel von Techniken der Illustration oder die Ablösung des Handwerkers als Illustrator durch den Künstler (siehe Abbildungen der Weltchronik).
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten darüber hinaus auch aus berufenem Munde Näheres zu Kupferstich, Radierung, Stahlstich und Co. erfahren und wie man Echtheit der Blätter erkennt, was für den ungeübten Laien sicher nicht einfach ist.

Sonntag, 12. April 2026

Glückwünsche an Bernd Friedrich zum 80.

Bernd Friedrich auf einer Veranstaltung des BBA im September 2025
Bernd Friedrich Schulz, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in dessen BFS-Edition Berlin, dem, wie er selbst sagt, kleinsten und unbekanntesten Verlag der Welt, seit Jahrzehnten eigene Künstlerbücher erscheinen, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 
Der Sammler von gedruckten Stundenbüchern, Weltchroniken, Kräuterbücher und illustrierte botanische Werke vor 1900, Totentanz und Holzschnittbüchern des 15. - 17. Jahrhunderts, ist vor allem Berlinern durch seine Vorträge vor der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend, sowie durch Ausstellungen und Drucke bekannt; sein Künstlerbuch zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007 wurde weltweit in Ausstellungen gezeigt.

Donnerstag, 9. April 2026

Roland Berger (1942 - 2026)

Roland Berger (14.11.1942 - 4.4.2026), Foto 2019 © ad
Am 4. April 2026 ist Prof. Dr. Roland Berger nach langer Krankheit gestorben.

Bücherfreunden ist Prof. Dr. Roland Berger nicht nur als zeitweiliges Vorstandmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft bekannt, wir kennen ihn durch seine Vorträge zur Bildenden Kunst und aus Ausstellungen eigener Werke, durch seinen originellen Neujahrsgrüße, die u.a. in der Edition Schwarzdruck erschienen, und andere Grafiken, wie z.B. zu Jahrestreffen oder den Marginalien.

Die junge Welt veröffentlichte am 9. April einen Nachruf auf Roland Berger von Peter Michel:
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden. Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Am-heim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris. Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich. mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.

1 Kommentar:
15. April 2026: Peter Arlt hat gesagt…
In den vielen Jahrzehnten unserer Bekanntschaft als Kollegen von Einrichtungen, die Kunsterzieher ausbildeten, die wir in unserem Leben der DDR viel zu danken haben, als verlässliche Neujahrsgruß-Verfasser waren wir befreundete Pirckheimer, die auch beim Meißener-Staucha-Treffen zur Freude vieler gemeinsam Grafiken versteigerten. Seine künstlerischen Arbeiten schätze ich, besonders seinen am Stuhl gefesselten "Ikarus" von 1980!