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Freitag, 18. September 2026

einige Fotos vom Beginn der Rare Books Berlin

Zur Zeit findet ein Presserundgang statt, um 16 Uhr öffnet dann die Rare Books für 3 Tage ihre Pforten. Der Berliner Bibliophilen Abend ist, wie auch die Pirckheimer-Gesellschaft unter den Teilnehmern.
Dir Fotos 8 - 11 entstanden nach Beginn der Messe.

Sonntag, 13. September 2026

der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft

Der bisherige Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft wurde in der Mitgliederversammlung anlässlich des Jahrestreffens 2026 in Nürnberg bestätigt.
Hans Rabenbauer, Matthias Haberzettl, Dan Reynolds, Till Schröder, Robert Grieger
6 Kommentar(e):
13. September 2026: Berliner Bibliophilen Abend hat gesagt ...
Auf gute Zusammenarbeit!
13. September 2026: Ralf Plenz hat gesagt ...
Glückwunsch an alle!
13. September 2026: Uwe Apel hat gesagt ...
GIF [juhuu klatschen Klatschen jubeln Beifall Jubel Menge]
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Beste Wünsche für die nächste Legislaturperiode.
14. September 2026: Jens Papke hat gesagt ...
Herzlichen Glückwunsch allerseits!
14. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Vielen Dank Euch Allen - we'll do our very best

ein Höhepunkt des Pirckheimer-Jahrestreffens

Gestern Abend fand im Literatursalon des Literaturhauses in Nürnberg das Festessen anlässlich des Jahrestreffens statt.
Den Festvortrag hielt Dr. Anja Grebe (Universität für Weiterbildung Krems) zum Thema „Von Großen und Kleinen Passionen - Albrecht Dürer und die Erneuerung der Buchkunst um 1500) und Dirk Kruse, Leiter des Literaturhauses und Kulturredakteur des Bay. Rundfunks, sprach über Literatur. Der Abend wurde von Johannes Häfner musikalisch untermalt, der auch die traditionelle graphische Speisekarte in einer Auflage im Buchdruck gestaltete.
4 Kommentar(e):
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Herzlichen Glückwunsch zum Wiederwahl. Nur gut, dass es keinen Protest von den Frauen gibt.
13. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Es hat sich leider keine Frau zur Wahl gestellt.
Danke für die Glückwünsche.
We'll do our very best.
13. September 2026: Armin Schubert hat gesagt ...
Davon gehe ich aus und wünsche das Beste und freue mich auf die Rare Books am Samstag.
13. September 2026: Matthias Haberzettl hat gesagt ...
Wir freuen uns auch, lieber Armin.

Freitag, 11. September 2026

Buchkunst im Germanischen Museum Nürnberg

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, welches mit ca. 50 Teilnehmern im Jahr ihres 70jährigen Bestehens in Nürnberg stattfindet, führte diese heute, am ersten Tag, u.a. in das Germanische Museum.
Hier konnten sie u.a. Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ in der Ausgabe der  Doves Press, 1911, betrachten (Abb. lks.). Die Typographie der 1900 von Emery Walker und Thomas Cobden-Sanderson gegründeten Doves Press übte auf die jüngere deutsche Buchkunstbewegung nachhaltigen Einfluss aus. 
Auch das expressionistische Hauptwerk „Umbra vitae“ (so der inoffizielle Titel des Gedichtes, als offizieller Titel gilt die erste Strophe „Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen“) mit nachgelassenen Gedichten von Georg Heym und Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner, erschienen 1924 im Kurt Wolff Verlag in München, wurde den Teilnehmern präsentiert.

25. Meissner Grafikmarkt

Graphik: Lothar Sell, 2005
Der Grafikmarkt, vor 1989 eine Tradition der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR, lädt auch 2026 in Meißen wieder zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein.

Die Albrechtsburg Meißen - selbst ein Kunst- und Architekturdenkmal mit über 500-jähriger Geschichte - bietet den teilnehmenden Künstlern den perfekten Rahmen zur Präsentation ihrer Kunstwerke, Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle, Siebdrucke, Fotografien und Künstlerbücher.
Besucher können sich informieren, stöbern, ins Gespräch kommen und den Termin mit einem Stadtbesuch verbinden. Gerade solche Märkte und Messen sind attraktiv, weil sie überschaubar bleiben und trotzdem viele Eindrücke an einem Ort bündeln.

12. bis 13. September 2026

Albrechtsburg Meißen
Domplatz 1, 01662 Meißen

Umberto Eco - Il nome della rosa

1980 erschien bei Gruppo Editoriale Fabbri-Bompinni in Milano der Roman „Il nome della rosa“ von Umberto Eco, der in der Übersetzung von Burkhard Kroeber 1982 im Carl Hanser Verlag München Wien verlegt wurde. 1985 gab es dann eine mehrfach aufgelegte Lizenzausgabe in der DDR im Verlag Volk und Welt Berlin mit dem bekannten Einbandentwurf von Gudrun Olthoff, eine weitere Ausgabe gab es 1989 in der Reihe dieses Verlags „ex libris vuw“ mit der Umschlaggestaltung von Lothar Reher.
die beiden Ausgaben bei „Volk und Welt“
1986, also vor 40 Jahren, kam der von Jean-Jaques Annaud und Bernd Eichinger verfilmte Roman über den mittelalterlichen Kirchenstreit zwischen Inquisition und Verketzerung, genauer die an die Detektivgeschichten des Arthur Connan Doyle erinnernde Rahmenhandlung des Romans, erstmals in die deutschen Kinos.
Dieser Film begeistert nicht nur Cineasten, sondern auch bibliophil Interessierte, nicht nur aufgrund der zentralen Rolle der klösterlichen Bibliothek und dem Mysterium um das „Zweite Buch der Poetik - Über die Komödie“ von Aristoteles, sondern auch, weil der vor 10 Jahren verstorbene Umberto Eco als einer der bekanntesten Büchersammler gilt, weswegen die Verfilmung des Romans in der Woche nach der Rare Books Week in Kooperation mit der Pirckheimer-Gesellschaft gezeigt wird.
Zuvor wird gemeinsam mit dieser Bibliophilen-Gesellschaft der Dokumentarfilm über die Antiquariatsszene in New York „The Booksellers – aus Liebe zum Buch“, gezeigt. Das Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Till Schröder wird die Händlerin Heather O’Donnell (Honey & Wax Booksellers) aus dem Film interviewen. Am Tag darauf wird dort der Dokumentarfilm „Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt“ gezeigt.

The Booksellers: 17. September 2026, 17 Uhr 
Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt: 18. September 2026 
Kino Filmkunst 66
Bleibtreustr. 12, 10623 Berlin-Charlottenburg 
Der Name der Rose: 24. September 2026, 20:30 Uhr
Kino Casablanca
Friedenstraße 12/13, 12489 Berlin-Adlershof

1 Kommentar(e):
11. September 2026: Abel Doering hat gesagt ...
Und natürlich gibt es auf der Rare Books Berlin auch das erste Buch Umberto Ecos, „Il problema estetico in San Tommaso“, eine Erweiterung von Ecos gemeinsam Luigi Pareyson eingereichten Dissertation zu den ästhetischen Theorien des Thomas von Aquino.
Schaut selbst: catalogue rarebookweek berlin

Freitag, 7. August 2026

neue Vereinspostkarte des Berliner Bibliophilen Abend

Aus Anlass der Teilnehme des Berliner Bibliophilen Abend am Gedenken an die Bücherverbrennung auf dem Berliner Bebelplatz entstand 2025 eine erste Postkarte, um diese bibliophile Vereinigung stärker in öffentliches Licht zu rücken. Diese Postkarte, auf welcher aktuelle Jahresgaben und solche zum Stiftungsfest abgebildet waren (Karte unten), ist inzwischen fast vergriffen.
In Vorbereitung auf die, im September 2026 im Kronprinzenpalais stattfindenden Rare Books Berlin, an der auch der Berliner Bibliophilen Abend teilnimmt, gibt es nun eine zweite Postkarte, die auf dieser internationale Messe für Bücher & Graphik an Interessenten verteilt wird. Das Motiv entstand diesmal nicht direkt am heimischen PC, sondern wurde, man geht ja mit der Zeit, einer KI in Auftrag gegeben und am PC nur noch leicht nachbearbeitet (Karte oben).

Donnerstag, 6. August 2026

Katalog zur Rare Books Berlin

Katalog ansehen durch Klick auf die Abb,
Der Online-Katalog zur Rare Books Berlin, internationalen Messe für Bücher und Grafik, die vom 18. bis 20. September im Kronprinzenpalais Unter den Linden stattfindet, und an der auch die Pirckheimer-Gesellschaft und der Berliner Bibliophilen Abend mit Informationsständen vertreten sind, ist ab sofort im Netz einzusehen.

Mittwoch, 5. August 2026

Buchkunst-Ausstellung Druck&Buch

Jedes Jahr am letzten Augustwochenende feiert Erlangen den Auftakt zum deutschen Bücherherbst. Mit zahlreichen Einzelveranstaltungen rund um die aktuelle Literatur und über 80 Schriftsteller, Literaturkritiker, Publizisten, die in Lesungen und Gesprächen ihre Neuerscheinungen vorstellen, zählt das 1980 gegründete Erlanger Poet*innenfest zu den größten und renommiertesten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum.
Innerhalb des Poetenfestes findet die Buchkunst-Ausstellung Druck&Buch statt an der neben der edition wasser im turm.berlin dem ICHVerlag Häfner+Häfner, The Bear Press und der widukind presse werden als Sondergäste auch die Fränkische Bibliophilengesellschaft und die Pirckheimer-Gesellschaft am Poetenfestival teilnehmen.

28. - 30. August 2026
Kollegienhaus
Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen

Freitag, 31. Juli 2026

Interview zur Pirckheimer-Gesellschaft

Interview hören oder herunterladen durch Klick auf die Abb.
Carsten Hueck vom Deutschlandfunk sprach mit Till Schröder in einem knapp 10minütigem Interview über die Pirckheimer-Gesellschaft und den von ihr herausgegebenen Marginalien.

Mittwoch, 29. Juli 2026

Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit

Bei endlich sommerlichen Temperaturen von annähernd 30° zog es Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin in die zwar dunklen, aber kühlen Räume des Stabi-Kulturwerks zu einem inhaltsschweren Vortrag von Helmut Mehnert vom Freundeskreis Heinz Knobloch zu einer kleinen Ausstellung aus Anlass seines 100. Geburtstages in drei Vitrinen über diesen Schriftsteller und Journalisten. 
Fotod © ad, lks, rechts im Bild: Helmut Mehnert, Freundeskreis Heinz Knobloch
Bildmitte Gwendolyn Mertz-Jork, Geschäftsführerin der Freunde der Staatsbibliothek
Heinz Knobloch (3.3.1926 – 24.7.2003), geboren in Dresden, fand als Journalist und Schriftsteller in Berlin den Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens.
Im Mitgliederverzeichnis von 1981 der Pirckheimer-Gesellschaft, in der er bis 1985 Mitglied war, wird er als Sammler von Feuilleton, Berlin, Zeitungen, Judaica und (sic!) Friedhöfe ausgewiesen.
Übrigens, wer Zugriff auf die Zeitschrift „Marginalien“, 65. Heft (1977) hat, dem sei die „Perleberger Würfel-Rede“ von Heinz Knobloch ans Herz gelegt, die dieser anlässlich eines Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft hielt.

Ausstellung: 13. Mai - 27. September 2026
Stabi-Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Führungen möglich unter knobloch100@web.de

Montag, 27. Juli 2026

Herzliche Glückwünsche zum 55sten

Hanif Lehmann auf der BuchDruckKunst
Hamburg 2026
Die herzlichsten Glückwünsche gehen heute an Hanif Lehmann!

Der Künstler und Betreiber der Widukind-Presse, seit 9 Jahren Pirckheimer, ist Bücherfreunden kein Unbekannter: für die Marginalien № 203 schuf er das Blatt „Entwässerungsgraben“, für das Pirckheimer-Jahrestreffen 2018 die traditionelle Speisekarte und die Aquatintaradierung „Bücherfenster“, der Berliner Bibliophilen Abend verdankt ihm die Graphik „Walter Benjamin“ als Bestandteil der Jahresgabe 2024.
Vor 5 Jahren stellte ich im damals von mir betriebenen Pirckheimer-Blog seinen Katalog „Radierungen aus fünfzehn Jahren. Verzeichnis der Tiefdrucke 2005 bis 2020“ vor.

Freitag, 24. Juli 2026

Gedenktafel für Heinz Knobloch

In Berlin Pankow wurde einer Gedenktafel am Heinz-Knobloch-Platz im Beisein seiner Kinder und Helmut Mehnert, Sprecher des Freundeskreises Heinz Knobloch, eingeweiht.
Foto oben rechts: Helmut Mehnert, Sprecher des Freundeskreises Heinz Knobloch
Heinz Knobloch, der vermutlich bekannteste Feuilletonist der DDR, schrieb unter anderem zu einem Jahrestreffen in Rostock 1976 der Pirckheimer-Gesellschaft, der er bis 1985 angehörte, einen Text, der in einem Heftchen aus der Reihe "Angebote" des Verlags Tribüne Berlin nachzulesen ist.
Für den Blogbetreiber ist diese Ehrung mit einer Gedenktafel ein wichtiges Ereignis, verbindet mich doch mit diesem Autor eine lange freundschaftliche Bekanntschaft, die ihren Höhepunkt in der Präsentation seiner „Geisterbahnhöfe“ im Hinterhof-Antiquariat fand.

Montag, 20. Juli 2026

Manfred Funke zum 86sten



Heute gratuliere ich Manfred Funke, einem langjährigem Mitarbeiter der Staatsbibliothek zu Berlin und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft , sowie des Berliner Bibliophilen Abend  recht herzlich zu seinem heutigem 86. Geburtstag.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Michael Duske (1941 - 2026)

Michael Duske, langjährig Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft ist, wie jetzt bekannt wurde, Anfangs des Monats gestorben.
Michael Duske 2016, Foto Ralf Parkner
Ich lernte Michael Duske Ende der 90ger Jahre auf einer Antiquariatsmesse im Berliner Museum für Deutsche Geschichte kennen, wir teilten uns einen Stand. Bereits damals trat er schon als Person hinter seinem Werk als Herausgeber zurück und er vermied seitdem immer stärker die Öffentlichkeit.
Vor einem viertel Jahr, er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Vergangenheit hinter sich gelassen, Mitgliedschaften in bibliophilen Vereinigungen beendet und alle Kontakte zu seinen Freunden abgebrochen, stellte ich die Problikation seines von 1995 bis 2010 bestehenden Verlags „Serapion vom See“, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte, anhand einer beispielhaft ausgewählten Mappe als „Bibliophiles des Monats“ vor.

Die Nachricht von seinem Tod hat mich schwer berührt - die Erinnerung an Michael Duske wird durch die von ihm herausgegebenen bibliophilen Titel bleiben.

(Abel Doering)

1 Kommentar(e):
09. Juli 2026: Stephan Klenner-Otto hat gesagt ...
Ich bin Michael für all das was er mir ermöglicht hat mehr als dankbar! Ich werde ihn immer in Ehren halten!

Mittwoch, 1. Juli 2026

Klaus Märtens (1937 - 2026)

Die Galeristen-Legende Klaus Märtens ist am 28. Juni, 89-jährig, im Seniorenhaus Johannes Rau in Moers gestorben.
Klaus Märtens (1937–2026) vor seinem unergründlichen Grafikschrank in seiner Wilmersdorfer Galerie Taube, © Archi Galentz
Klaus Märtens, der Kunst-Enthusiast mit seiner Galerie Taube und dem alljährlichen Dezembersalon, ist eine Legende. 1973 gründete der 1937 in Pommern geborene, nach der Flucht 1945 im niederrheinischen Viersen aufgewachsene Kunstpädagoge die Galerie Taube in der Pariser Straße, Wilmersdorf.

Märtens bekannte bei vielen Gelegenheiten, nach dem Mauerfall auch als aktives Mitglied in der nunmehr auch im Westen wirkenden Pirckheimer-Gesellschaft, wer sein Vorbild in Sachen Haltung zu Figur und Gegenständlichkeit war: „Karl Hofer ist mein Prophet!“
Bis zum 30-jährigen Galerie-Jubiläum hatte Märtens 189 durchnummerierte Ausstellungen auf die Beine gestellt und dabei darauf geachtet, dass er Bilder zeigte, die er „selber gerne gemalt hätte“. Da waren Namen wie die des jüdischen Stillleben-Malers Pavel Feinstein, des kauzigen Schweizers Rudolf Stüssi, des Bildhauers Robert Metzkes aus dem Berliner Osten und des Landschaftsradierers Walter Herzog aus Dresden dabei. Und selbstredend Urgesteine der Galerie wie der Stadtmaler Klaus Jurgeit, dessen Motive Lokalkolorit versprühen. Oder Edwin Dickmann, dessen 1960 entstandenes, dunkles Ölbild „Die Hinrichtung“ heute, in Zeiten von neuen Machtkämpfen und Kriegen wieder erschreckend aktuell wirkt.

Corona-Pandemie und Krankheit zwangen den Galeristen 2022, sein Lebens- und Herzensprojekt aufzugeben.

(Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung)

Montag, 29. Juni 2026

Martin Nowak-Neumann, Maler und Schriftsteller des sorbischen Volkes

Das Antiquariat zum Dom in Bautzen bot vor Kurzem eine, inzwischen verkaufte, Mappe an, die, herausgegeben von der Bezirksgruppe Bautzen der Pirckheimer-Gesellschaft, aus Anlass von des 85. Geburtstages von Martin Neumann-Nechern und des 40. Jahrestages der Gründung des Kulturbundes der DDR erschien.
Diese Mappe ist im 1995 von Hartmut Pätzke herausgegebenen Katalog „Veröffentlichungen und Gaben der Pirckheimer-Gesellschaft und mit ihrer Unterstützung entstandenen Publikationen 1956 - 1991“ nicht aufgeführt!
Martin Neumann-Nechern (Martin Nowak-Neumann, 1900-1990): Das Leben der Sorben gestern und heute, VI. Festiwal Serbskeje Kultury 1985, 8 Textseiten (Deutsch/Sorbisch) und 8 Bildtafeln, Redaktion: Ekkehard Schipper und Eva-Maria Zschornack, Bautzen

Donnerstag, 25. Juni 2026

Junger Sammlerpreis 2026 ausgeschrieben

© Verband Deutscher Antiquare
Der Verband Deutscher Antiquare verleiht in diesem Jahr wieder einen Preis für junge Sammler, die Bücher, Graphiken, Autographen und sonstige Arbeiten auf Papier sammeln und lobt einen Preis für die originellste oder überzeugendste, ihr Thema am besten darstellende Sammlung aus. Es gibt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und eine
Jahresmitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft zu gewinnen.
Die Sammlung des Preisträgers 2026 wird auf der Rare Books Berlin präsentiert.

Samstag, 20. Juni 2026

Da lächelt das Mammut

Das Sommerpalais Greiz zeigt Ausstellungen zu den Werken von Harald Kretzschmar, sowie Manfred Sondermann und Heinz Jankofsky.
Kretzschmar, 2024 in Kleinmachnow verstorben, zeichnete regelmäßig für den Eulenspiegel Porträtkarikaturen und schrieb Glossen, Essays und Kunstkritiken für diverse Tageszeitungen. Auch war Kretzschmar Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und jahrelang Vorsitzender der Zentralen Sektionsleitung »Karikatur im Verband Bildender Künstler der DDR«. Für seine humorvolle Kunst erhielt er wichtige Ehrungen, etwa den Preis der internationalen Ausstellung »Satire im Friedenskampf« (1963), den Kunstpreis der DDR (1971) sowie den Vaterländischen Verdienstorden in Silber (1984).

Neben den Werken Kretzschmars hängen satirische Zeichnungen von Manfred Sondermann (1938–2025). Der Künstler, der bis zu seinem Tod in der Nähe des Satiricums lebte, wird mit einer umfassenden Retrospektive geehrt. Immer wieder griff Sondermann die Berufswelt auf, zeichnete den Spaß in die Technik- und Arbeitswelt. Später reifte er zum politischen Zeichner, karikierte Themen wie Umweltzerstörung, den Verfall der Infrastruktur oder die Falschheit des Systems. Nach 1990 entwickelte der Ingenieur und Karikaturist die Figur Ossikar und begleitete mit ihr über 15 Jahre lang den »Vereinigungsprozess« aus Sicht eines neuen Bundesbürgers, der freilich immer noch ein Ossi ist.

In einem weiteren Raum finden sich 130 Karikaturen von Heinz Jankofsky. Da fällt einem prompt die Zeichnung ein, in der es um die halbvergessene Sendung »Glücksrad« geht: Gesucht wird eine Redewendung. »Doof bl…ibt doof« ist bereits aufgedeckt, der Kandidat sagt: »Ich kaufe ein A.« Oder die Zeichnung eines prähistorischen Paares, das bei starkem Regen verzweifelt Schutz in einem Zelt sucht. Von der anderen Seite lächelt ein Mammut aus einer trockenen Höhle rüber. Die Frau sagt: »Wie wir hausen, ist dir egal. Hauptsache dein geliebtes Mammut steht trocken.« Der gelernte Lokschlosser Jankofsky wurde 1935 in Berlin geboren und verstarb 2002 am Bebersee in der Uckermark. Gern zeichnete er den Alltag mit Standesamt, Kneipe und Haustieren, aber auch absurde Ideen oder blödsinnige Wendungen. Typisch für ihn sind die Figuren – mit Gurken- oder dicken Stupsnasen, Augenringen. Charakteristische Typen, die seit den 70ern die Neue Berliner Illustrierte, den Eulenspiegel oder Die Trommel bevölkerten.

(Thomas Behlert, » junge Welt« vom 19.06.2026)

Manfred Sondermann & Harald Kretzschmar: bis 28. Juni 2026
Heinz Jankofsky: bis 1. November 2026

Satiricum im Sommerpalais
Fürstlich Greizer Park, 07973 Greiz

Dienstag, 16. Juni 2026

Herzlichen Glückwunsch zum 88.

Freunde des Buches und der Druckgraphik kennen den heutigen Jubilar Jürgen Wilke nicht nur als letzten Drucker von Conrad Felixmüller, sondern auch als langjähriges aktives Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend und von vielen Vorträgen zu seiner Leidenschaft und von Ausstellungen seiner Sammlung.
Jürgen Wilke, in der Ausstellung „Gerhard Goßmann“ anlässlich der Jahresexkursion des Berliner Bibliophilen Abend 2024
Dafür ist ihm zu danken! Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Geburtstag!