Freitag, 17. April 2026

Berliner Bibliophilen Blog

Der Berliner Bibliophilen Abend stellt für Freunde und Interessierte an Buch und Druckgraphik aus Berlin und Umgebung ab sofort Informationen zu Veranstaltungen, Personalia, Terminen und Nachrichten zu bibliophilen Themen in einem eigenen Blog zur Verfügung.
Selbstverständlich kann Jede und Jeder eigene Beiträge dazu beisteuern, z.B. per E-Mail.

Der Blog ist unter Berliner Bibliophile, sowie durch Klick auf die Abb. oder, wie auch der Facebook-Auftritt oder die Instagram-Präsenz des Berliner Bibliophilen Abend, über dessen Homepage.

angefiedert


Ausstellung Petrus Akkordeon

Vernissage: 22. Mai 2026, 18 Uhr, es lesen Denise Sheila Puri & Petrus Akkordeon
Ausstellung: 22. Mai - 21. Juni 2026

Galerie R31
Reuterstr. 31
12047 Berlin-Neukölln

Donnerstag, 16. April 2026

Print²AR – Vom Druck ins Digitale

In Zusammenarbeit mit dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der Neuhauser Kunstmühle, zeigt die AR-Galerie K1 eine multimediale Ausstellung „Print²AR – Vom Druck ins Digitale“, die Druckgrafik mit digitale Kunst auf völlig neue Weise verbindet und in der sowohl Lithografie auf Augmented Reality trifft als auch Wien auf Sarajevo. In der Ausstellung sind zahlreiche Arbeiten aus dem gemeinsamen Digitalprojekt mit dem Verein DruckKunst zu sehen, virtuelle Artworks, erlebbar direkt über die K1_ARt App – begleitet von Lithografien und Druckgrafiken als physische Übersetzungen der digitalen Werke.

Gezeigt werden Werke von Andrea Nagl, Antonio Labuhar, Belma Bešlić-Gál, Catherine Spet, Dagmar Schürrer, Ivan Jakarić, Marie Pfaffl, Markus Passecker, Markus Wintersberger, Sanja Lasić und Zlatan Filipović.

Die Druckgrafiken können erworben werden, beide gemeinnützige Vereine haben die Listenpreise aller Werke um etwa ein Drittel gesenkt, damit durch den Verkauf die begonnen Projekte weitergeführt werden können.

Eröffnung: 20. April 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 20. April - 17. Juni 2026

Public-Gallery der MVOE
Reichsratsstraße 15, 1010 Wien

Mittwoch, 15. April 2026

Im magischen Bildergarten des OLAF HAJEK

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“.
Auch die Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ stellt sich auf den Frühling ein und lädt in einen „magischen Bildergarten“ ein.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Olaf Hajek, einem virtuosen Illustrator und Geschichtenerzähler. Auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so phantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert. In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst- Bilderbüchern veröffentlicht.
Olaf Hajek, Blumenkohl-Mischtechnik Acryl
The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren u. a. schon in Einzelausstellungen Hamburg, München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren.

Ausstellungseröffnung: 25. April 2026, 16 Uhr
Ausstellung: 25. April - 19. Juni 2026

Galerie „Sonnensegel“
Gotthardtkirchplatz 4-5, 14770 Brandenburg an der Havel

Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde

Unter dem Titel „Insektenwissen“ zeigt die Universitätsbibliothek gemeinsam mit der Zoologischen Sammlung der Universität Leipzig historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde.

Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den Zimelien einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, dass sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren.
Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Im Zeitalter Carl von Linnés (1707–1778) stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an: Käfer und Schmetterlinge zu sammeln wurde ein regelrechter Trend und die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des ‚Insektenwissens‘ in Büchern einen massiven Aufschwung.
Ergänzend zu den historischen Insektenbüchern der Universitätsbibliothek werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung sowie Leihgaben der Geologisch-Paläontologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt. Neben Fragen zur Darstellung, Beschreibung und Ordnung von Insekten wird auch der Umgang mit unerwünschten Tierchen in der Bibliothek thematisiert. Und passend zum Thema wird die Ausstellung selbst auch eine Metamorphose erleben und im Laufe des Sommers ihr Aussehen verändern.
Am 7. Mai 2026 erscheint ein 120seitiger Katalog, herausgegeben vom Kurator der Ausstellung Thomas Thibault Döring und gestaltet von Stefan Gunnesch, .

Eröffnung: 7. Mai 2026, 18 Uhr, Vortrag: Thomas Thibault Döring
Ausstellung: 8. Mai - 9. August 2026

Bibliotheca Albertina
Ausstellungsraum

Dienstag, 14. April 2026

Exlibris als Auftrag – Marco Birnholz und sein künstlerisches Netzwerk

Richard Lux: Exlibris für Marco Birnhoz
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Exlibris aus der Sammlung Premstaller, die für den jüdischen Apotheker und leidenschaftlichen Exlibris-Sammler Marco Birnholz gestaltet wurden. 
Als aktives Mitglied der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft förderte Birnholz ab 1914, vor allem während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre, zahlreiche Exlibris-Künstlerinnen und Künstler. 
Die Ausstellung lädt dazu ein, in die vielfältige Welt eines der wichtigsten Exlibris-Sammler Österreichs einzutauchen. Die Bandbreite der für ihn gestalteten Blätter reicht von Arbeiten mit klar erkennbaren jüdischen Symbolen über Werke jüdischer Künstlerinnen und Künstler bis hin zu Exlibris, die auf den ersten Blick keinen Bezug zum Judentum erkennen lassen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welche Symbole und Darstellungen typisch für jüdische Exlibris sind. 
Die gezeigten Werke entstanden im Zeitraum von 1924 bis 1938 und wurden von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern geschaffen. Kuratorin: Dana Patsch

Eröffnung 25. April 2026, 14 Uhr
Ausstellung: 25. April - 31. Oktober 2026

Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus
Museumstraße 16, 4643 Pettenbach, Österreich

Stammtisch der Berliner Miniaturbuchfreunde

Achtung: Der öffentliche Stammtisch des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, zu dem jeweils von 17 bis 19 Uhr Mitglieder sowie alle anderen Miniaturbuchinteressierte herzlich willkommen sind, findet für gewöhnlich am zweiten Donnerstag im Monat statt, im Mai aber ausnahmsweise einmal am ersten Donnerstag!
7. Mai 2026
Kunst- und Kultu​rcafè Marzahn
(MuseumsGut Marzahn)
Alt Marzahn 23, 12685 Berlin

Montag, 13. April 2026

Aufregung am Straßenrand

Wer sich schon immer mal am Straßenrand aufregen wollte, hat am kommenden Samstag, den 18. April 2026, Gelegenheit dazu! An diesem Tag wird meine dreidimensionale Arbeit „La vie devant soi“ in einem öffentlich zugänglichen Bildkasten in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der Ausstellungsreihe „Aufregung am Straßenrand“ aufgehängt.

Der Bildwechsel findet um 15 Uhr in der Fidicinstrasse 37, 10965 Berlin-Kreuzberg statt. Die Ausstellungsreihe wird von corn.elius kuratiert.
Ich freue mich auf regen Besuch, für einen Umtrunk („petit goûter“) während des Bildwechsels ist gesorgt!

(Nathalie Giraud)

Elvira Tasbach - Max-Herrmann-Preisträgerin 2026

Elvira Tasbach, Foto: privat
Elvira Tasbach studierte Philosophie. Politische Theorie und Soziologie in Konstanz und Berlin. Vor fast vierzig Jahren erwuchs aus einer Neigung für das Sammeln alter Bücher der Entschluss zur Gründung eines Antiquariats. 
Antiquare sind für Bibliotheken seriöse. kenntnisreiche und letztlich unverzichtbare Partner. In Zeiten der Digitalisierung benötigt der doch oft stationäre Handel mit alten Drucken, Manuskripten, Noten und Karten ein nationales wie internationales Netzwerk von Antiquaren und Bibliophilen. Hierfür steht dar Verband Deutscher Antiquare (VDA), in dessen Vorstand sich Elvira Tasbach engagiert. 
Die Staatsbibliothek zu Berlin verdankt der mäzenatischen Gesinnung Elvira Tasbachs ein großzügiges Geschenk: den »Catalog der Bücher im Besitz seiner Exzellenz Herrn Freiherrn Alexander´s von Humboldt« mit mehr als 1.000 handschriftlichen Notizen Humboldts.
 
Festliche Preisverleihung: 11. Mai 2026, 18 Uhr
Laudatio: Thedel von Wallmoden, Gründer und Verleger des Wallstein Verlags, Vorsitzender der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Musikalische Umrahmung von Studierenden am Julius-Stern-Institut Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden 8

Sonntag, 12. April 2026

ein Fest für Bibliophile

Fotostrecke aufrufen durch Klick auf die Abb.
Ein Wochenende voller Begegnungen mit Freunden des Bibliophilen ist in Hamburg zu Ende gegangen, die BuchDruckKunst 2026, erstmals organisiert von Matthias Taube und Annette Kölbel.
Bereits einen Tag vor der Eröffnung der 21. Messe für Druckgrafik, Künstlerbücher und Druckhandwerk war das Museum für Arbeit mit geladenen Gästen gut besucht, das wurde am Wochenende noch getoppt.
Peter Engel und Rudolf Angeli
Neben den Künstlerinnen und Künstlern, die man aus den vergangenen Messen kennt und den neu dazugekommene Ausstellern wird man auf den Fotos Buchschaffende treffen, die seit über einem Jahrzehnt nicht mehr dabei sein konnten. Naturgemäß war die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand, betreut von Rudolf Angeli und Peter Engel auf der BuchDruckKunst präsent, aber auch mit Ständen der Mitglieder wie corn.elius, Ralf Plenz, John Gerard, Rainer Ehrt, Fred Lautsch, dem Verein für die Schwarze Kunst, Rainer Stec, Hanif Lehmann, Henry Günther, Klaus Raasch, Claus Lorenzen, Tina Flau, Hans-Hilmar Koch und Armin Schubert und Franziska Neubert.
Armin Schubert und Abel Doering
3 Kommentar(e):
12. April 2026: Gabriele hat gesagt…
Danke für die tollen Bilder, auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, nicht selbst vor Ort sein und all' die wunderbaren Dinge in Augenschein nehmen zu können !
13. April 2026: Klaus D. Schult hat gesagt...
Danke für den Bericht und die umfangreiche Fotostrecke, die einen sehr guten Eindruck von der Hamburger Veranstaltung vermittelt.
14. April 2026: Astrid Froese hat gesagt…
Es war wirklich wieder ein Fest - für die Sinne und für Herz und Seele!

Glückwünsche an Bernd Friedrich zum 80.

Bernd Friedrich auf einer Veranstaltung des BBA im September 2025
Bernd Friedrich Schulz, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in dessen BFS-Edition Berlin, dem, wie er selbst sagt, kleinsten und unbekanntesten Verlag der Welt, seit Jahrzehnten eigene Künstlerbücher erscheinen, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 
Der Sammler von gedruckten Stundenbüchern, Weltchroniken, Kräuterbücher und illustrierte botanische Werke vor 1900, Totentanz und Holzschnittbüchern des 15. - 17. Jahrhunderts, ist vor allem Berlinern durch seine Vorträge vor der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend, sowie durch Ausstellungen und Drucke bekannt; sein Künstlerbuch zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007 wurde weltweit in Ausstellungen gezeigt.

Samstag, 11. April 2026

Die Buchmacher, Messe der unabhängigen Verlage

Dass in einer Kirche eine Messe gelesen wird, ist ganz normal. Aber dass eine Kirche zu einer Messe für Lesebegeisterte einlädt, ist etwas ganz Besonderes. St. Petri zu Lübeck öffnet wieder ihre Tore für die „Buchmacher“, die Messe der unabhängigen Verlage.
Insgesamt 35 Verleger aus ganz Deutschland reisen an, um ihre aktuellen Romane, Sachbücher und Kinderbücher im Kirchenraum zu präsentieren: handverlesene Werke, mit Liebe ausgesucht und gestaltet. Bei freiem Eintritt darf zwei Tage lang gelesen und gelauscht, gestöbert und gekauft werden. Im Vorleseprogramm wird eine Auswahl von Neuerscheinungen von den Autorinnen und Autoren im Chorbereich der Kirche vorgestellt. Bereits zum neunten Mal kommen die „Buchmacher“ in Lübeck zusammen und freuen sich auf ein interessiertes Publikum.

25. – 26. April 2026

St. Petri zu Lübeck
Petrikirchhof, 
23552 Lübeck

„Vergessene Kunst in Bamberg“

In der Reihe „Vergessene Kunst in Bamberg“ zeigt die Staatsbibliothek Bamberg die Ausstellung „Alexej Borutscheff (1911–1994)“.
Alexej Borutscheff mit einer Radierung des Alten Rathauses in Bamberg. © Alfons Steber, 1989 | SBB
Alexej Archipowitsch Borutscheff wurde 1911 in Roslawl im Westen Russlands geboren. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft, 1945 kam er nach Bamberg. Hier lebte und wirkte er bis zu seinem Tod 1994, nur einmal unterbrochen durch einen mehrjährigen Aufenthalt im schweizerischen Murten.

Der studierte Architekt wandte sich bald ganz der Kunst zu. Bedeutend sind seine literarischen Illustrationen, so 176 zu Goethes „Faust“ und zahlreiche zu E. T. A. Hoffmann. Andere Werke der Weltliteratur schrieb Borutscheff von Hand ab und illustrierte vor allem solche Texte, die große menschliche Themen behandeln: Aesops Fabeln“, Aristophanes’ „Lysistrate“, Erasmus’ von RotterdamLob der Narrheit“, Shakespeares „Macbeth“, Swifts „Gullivers Reisen“, Brechts Gedichte. Die Werke russischer Autoren, wie Tolstois „Leinwandmesser“ und Solschenizyns „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“, schätzte er besonders.

27. April bis 18. Juli 2026

Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg

Freitag, 10. April 2026

Zu Besuch bei Ria Tiemeyer

Ria Tiemeyer (è Atelier Tiemeyer), Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend und Meister der Einbandkunst, öffnet im Rahmen der 12. Europäischen Tage des Kunsthandwerks und aus Anlass ihres 40. Firmenjubiläums am 10. und 11, April von 11 bis 19 Uhr ihre Türen.
rechts: Ria Tiemeyer

רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R.

Reprint ansehen durch Klick auf die Abb.
Die Jahresgabe der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin ist der Reprint eines Bandes von Rachel Bluwstein (1890-1931) aus der Displaced Persons-Sammlung der Staatsbibliothek: רחלס לידער / יידיש פון ז.ר | Raḥel's lider / yidish fun Z. R. | Rachel's Songs (1932), die Dank einer Übersetzung in dem Buch auch wirklich gelesen werden können und nicht nur von denen, die des Hebräischen mächtig sind. 
Ziel dieses Nachdrucks ist es, die Schönheit von Rachels Gedichten zu präsentieren und sie einem breiteren Publikum in einer Übersetzung, Transliteration, und musikalisches Setting, das speziell für diesen Nachdruck geschaffen wurde. Es mag überraschen, dass wir als Vorlage einen Druck aus München aus dem Jahr 1947/48 gewählt haben. Es besticht durch sein schlichtes ästhetisches Design und seine handliche Größe.

Nachdruck Hrsg. Winnipeg 1932. Nerzhenne: Yaḥad, [5]708
Veröffentlicht 1947/48, DP-Camp München
Unterschrift: SBB-PK, Orientabteilung, 4 A 49497, der Staatsbibliothek zu Berlin

Donnerstag, 9. April 2026

Roland Berger (1942 - 2026)

Roland Berger (14.11.1942 - 4.4.2026), Foto 2019 © ad
Am 4. April 2026 ist Prof. Dr. Roland Berger nach langer Krankheit gestorben.

Bücherfreunden ist Prof. Dr. Roland Berger nicht nur als zeitweiliges Vorstandmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft bekannt, wir kennen ihn durch seine Vorträge zur Bildenden Kunst und aus Ausstellungen eigener Werke, durch seinen originellen Neujahrsgrüße, die u.a. in der Edition Schwarzdruck erschienen, und andere Grafiken, wie z.B. zu Jahrestreffen oder den Marginalien.

Die junge Welt veröffentlichte am 9. April einen Nachruf auf Roland Berger von Peter Michel:
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden. Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Am-heim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris. Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich. mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.

1 Kommentar:
15. April 2026: Peter Arlt hat gesagt…
In den vielen Jahrzehnten unserer Bekanntschaft als Kollegen von Einrichtungen, die Kunsterzieher ausbildeten, die wir in unserem Leben der DDR viel zu danken haben, als verlässliche Neujahrsgruß-Verfasser waren wir befreundete Pirckheimer, die auch beim Meißener-Staucha-Treffen zur Freude vieler gemeinsam Grafiken versteigerten. Seine künstlerischen Arbeiten schätze ich, besonders seinen am Stuhl gefesselten "Ikarus" von 1980!

Jahresversammlung der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft

Die Jahresversammlung der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft findet 2026 in Sarnen und Engelberg statt.
Am Samstag ist der Besuch des Klosters St. Andreas, des Staatsarchivs Obwalden im Hexenturm und Burch-Korrodi geplant, abends findet die Generalversamm-lung der Gesellschaft statt. 
Am Sonntag steht eine Führung durch Bibliothek und Archiv des Klosters Engelberg und abschließendes Mittagessen im Gastbetrieb des Klosters auf dem Programm.

9. / 10. Mai 2026

Mittwoch, 8. April 2026

Frühjahrstreffen der Fränkische Bibliophilengesellschaft

Das diesjährige Frühjahrstreffen der Fränkische Bibliophilengesellschaft findet in der Geburtsstadt von Michael Mathias Prechtl anlässlich seines 100. Geburtstags mit der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung statt.
© Provinzialbibliothek Amberg
Auf dem Programm des Treffens steht u.a. der Besuch der Provinzialbibliothek, die erweiterte Ausstellung über das Werk des Künstlers und die sogenannten „Glaskathedrale“, ein Spätwerk von Walter Gropius, dem Begründer des Bauhauses.

10. - 12. April 2026
Amberg

10. Künstlermesse Dresden

Die KÜNSTLERMESSE DRESDEN öffnet zum zehnten Mal ihre Türen im Deutschen Hygiene-Museum.

Um die 100 Künstlerinnen und Künstler - darunter sowohl einzelne Positionen wie auch Künstlergruppen, Produzentengalerien und Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden - präsentieren ihre aktuellen Arbeiten und machen das Haus für drei Tage zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunstinteressierte, Sammler, Galeristen und Neugierige.
Mit den Zeichnungen und Druckgrafik von Hanif Lehmann werden auch die der Künstlerinnen Sylvia Pasztor, Susanne Bartel, Anita Müller und von Kassandra von Aschenbach (Anja Seidel), Stand 14, im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden zu sehen sein.

17. - 19. April 2026

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1, 01069 Dresden

Dienstag, 7. April 2026

Aktualisierung der Homepage "Fränkische Bibliophilengesellschaft"

Pünktlich zum Frühjahrstreffen der Fränkischen Bibliophilengesellschaft wurde auch der Webauftritt dieser Gesellschaft aktualisiert und die Navigation auf der Seite vereinfacht. Etwas verwirrend ist allerdings die Tatsache, dass mit der neuen Vorstellung von Veranstaltungen ohne Jahresangabe einzustellen, was natürlich, da die Seite über ein Jahr nicht mehr aktualisiert wurde, Zweifel an der Aktualität der Einträge aufkommen ließ.

Unter Veranstaltungen wird unter anderem auch auf die Ausstellung „Mit Dürer im Herzen“ im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg hingewiesen, die seit dem 25. März noch bis zum 24. Juni diesen Jahres läuft. Darin begibt sich Michael Mathias Prechtl auf den Spuren von Dürers Niederländischer Reise.
Michael Mathias Prechtl: Die Nonne mit der Fliegenhaube/ Erdarbeiter in Deurne, 1970/71. Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung; © Prechtl Rechtsnachfolge
Er bereiste 1970 im Vorfeld von Albrecht Dürers 500. Geburtstag die Niederlande, angeregt von Dürers Reise 1520/21. Während Dürer auf eigene Faust mit Schiff und Pferdewagen unterwegs war, reiste Prechtl meist mit dem Auto und begleitet durch ein Filmteam des ZDF. Dürer bangte um die Fortzahlung seiner kaiserlichen Leibrente und begab sich ins Unbekannte, um neue Märkte für seine Kunst zu erschließen. Prechtl dagegen wurde unterstützt durch ein Stipendium.
Die unterwegs entstandenen Zeichnungen, die heute in der Sammlung der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung Nürnberg und in der Grafischen Sammlung der Stadt Nürnberg verwahrt werden, stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung zum 100. Geburtstag Prechtls. Sie greifen Motive von Dürers Reiseskizzen auf, holen sie in die Gegenwart und drehen sie vielfach spielerisch ins Gegenteil. Zugleich beweisen sie Prechtls ureigene technische Virtuosität. Diese Mischung aus Leichtigkeit und Gelehrsamkeit prägt viele seiner überaus populären Werke und macht ihn zu einer wichtigen Figur in der Dürer-Rezeption seiner Zeit. Für Prechtl war Dürer in seiner Vielseitigkeit neben Picasso die zentrale Inspirationsquelle.

zur Geschichte des manuellen Bilddrucks

Der Pirckheimer Bernd Friedrich Schulz wird vor dem Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft in 24 Tagen einen Vortrag zum Thema „Ein kurzer Abriss der Geschichte des manuellen Bilddrucks, ausgehend von den ältesten Belegen der Menschheitsgeschichte über die Entwicklung der Buchillustration vom 15. Jhd. bis zur Gegenwart mit Beispielen aus der eigenen Sammlung“ halten.
Gäste sind an der Veranstaltung wie immer herzlich willkommen. 

23. April 2026, 19 Uhr, Treffpunkt 18:50 Uhr am Diensteingang

Staatsbibliothek zu Berlin
Konferenzraum 4
10117 Berlin, Unter den Linden 8

Montag, 6. April 2026

Fritz Keller III

Druck nach einer Gouache von Fritz Keller
Zur dritten Ausstellung des Museums für Steindruck im Kunsthaus Müller mit Werken von Fritz Keller (1915 - 1994) gibt es eine besondere Veranstaltung: Prof. Elmar Schenkel und Franns Wilfried von Promnitz treffen sich zu dem Maler Fritz Keller und zu dem Komponisten Erik Satie.Zur Ausstellung halten wir einen Offsetdruck nach einer Gouache "Tigerlilien" in einer Auflage von 50 Exemplaren bereit. Gedruckt von Christian Müller in Handanlage auf der Offsetandruckpresse. Blattformat 50 x 55 cm, Motivformat 36 x 47 cm, Nachlaßstempel und signiert mit I. Franke, geb. Keller. Vorzugspreis während der Ausstellung 60 €, danach 90 €. Ihre Reservierung nehmen wir gerne entgegen.
 
Ausstellung: 25. März - 16. Mai 2026
Kleine Konzerte/Museumsgespräch: 25. April 2026, 14.00 Uhr

Kunsthaus Müller
è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Sonntag, 5. April 2026

Frohe Ostern!

Mit diesem Frühlingsgruß von Pètrus Akkordéon, zu sehen in der Märzausstellung der Vitrinengalerie B4, der vermutlich kleinsten Galerie der Welt am S-Bhf. Lichterfelde Ost in Berlin, wünsche ich allen Freunden des Bibliophilen eine erfolgreiche Eiersuche und ein Frohes Osterfest!

LIBRARIUM I/2026

Heft 1 des Jahres der Zeitschrift der Schweizerischen Bibliophilen Gesellschaft, Librarium, ist erschienen.

Inhalt
  • Rolf De Kegel: «Sine libris vita est mors». Die Bücherschenkung des Beat F. Zurlauben an die Stiftsbibliothek Engelberg.
  • Gerhard Seibold gen. Stoffele: Steigerung der Wertigkeit neuzeitlicher Standes-erhebungen mittels Einsatz künstlerischer Ausdrucksmittel.
  • Rene E. Honegger: Das böse Krokodil? Das fremde Lebewesen Krokodil in der europäischen Kultur.Anna Lehninger: Exlibris für Zürich. Bücherzeichen von Ida Maly aus den ig2oerjahren.
  • Konrad Tobler: Augenscheinliche Erfahrung aller Kunstdrucktechniken. Zu einem neuen bibliophilen Grundlagenwerk.
  • Simone Gehr: Von Ehrenmitgliedschaften und Mitgliedschaften. Die ersten Frauen in der Zürcher Künstlergesellschaft.
  • Alex Rübel: Kongress der Association Internationale de Bibliophilie. Kopenhagen, 7.-14. September 2025.

Samstag, 4. April 2026

Auktion zugunsten des BBA

Ein interessantes Angebot eines anonym bleibender Pirckheimers für alle, die ihre Sammlung zur burgat-presse oder der Pirckheimer-Gesellschaft vervollständigen wollen, wurde gestern auf eBay eingestellt: eine Graphik, die innerhalb der nächsten 6 Tage zugunsten des Berliner Bibliophilen Abend ersteigert werden kann, es sei denn, sie wird dort zuvor über die Option "Sofort-Kaufen" erworben.
aufrufen auf eBay durch Klick auf die Abb,
Es handelt sich um das Exemplar 63/100 des großformatigen Einblattdrucks der burgart-presse von Jens Henkel mit einem Text im Handsatz von Jan Volker Röhnert und einem Holzschnitt (Handabzug) von Andreas Berner für Teilnehmer des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft 2004 in Altenburg, Format 52,5 x 39 cm, gefaltet.
Das erste Gebot beträgt bereits 5 € bei einem "Sofort-Kauf"-Preis von 40 € plus Versandkosten.

IX International Mini Print Cantabria

The Call for the IX International Mini Print Cantabria is OPEN! (photography printed on paper is accepted)

These are the Rules and a Participation Guidelines https://www.miniprintcantabria.es/en/rules.

Freitag, 3. April 2026

der doppelte Antiquar

Da dieser Beitrag, der zwei namensgleiche Antiquare und Bibliophile aus Prenzlauer Berg betrifft, auf Facebook erstaunlich viel Zuspruch fand, poste ich ihn auch hier.

Einladung zur Subskription - »Er wollte einmal Maler werden.«

Der Verlag Angeli & Engel kündigt den 8. Band seiner Editionen zur Kunst und Literatur an: »Er wollte einmal Maler werden.« Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert.

Der Verfasser des Heimkehrerdramas „Draußen vor der Tür“ und von Erzählungen wie der „Hundeblume“ und der „Traurigen Geranien“ ist noch immer ein viel gelesener Schriftsteller.

Rainer Ehrt, Porträt Wolfgang Borchert, 2026
Im Buch wird das bislang unbekannt gebliebene bildkünstlerische Werk Borcherts erstmals geschlossen dokumentiert, von den frühen Kinderzeichnungen bis zu den späteren Arbeiten des jungen Erwachsenen.In Beiträgen von Literaturwissen-schaftlern, die mit dem schriftstellerischen Werk des Autors vertraut sind, geht es um das Thema Borchert und die bildenden Kunst, um die Bildungsbiographie des Schriftstellers und darum, wie seine Werke in die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek gelangt sind.

»Er wollte einmal Maler werden.« Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert 
Hardcover, Format 24 x 30 cm, 132 Seiten, 
ca. 100 überwiegend farbigen Abbildungen. 
Neben einer Normalausgabe in 89 Exemplaren erscheint eine Vorzugsausgabe in 55 Exemplaren, nummeriert (1–55), mit einer beigelegten Original-Radierung „Porträt Wolfgang Borchert“ von Rainer Ehrt
ISBN 978-3-9824980-5-8 

Vorzugsausgabe: Subskription bis 15.5.2026: 110 € (später: 144 €) 
Normalausgabe: Subskription bis 15.5.2026: 48 € (später: 60 €)
Freundeskreis-Rabatt: Normalausgabe 5 €, Vorzugsausgabe 10 €, zuzüglich Versandkosten: 7 €
Bestellungen per Mail an: Rudolf_Angeli@web.de oder Peter_Engel@gmx.de.

Heike Ruschmeyer - Wiesengrund

»Mein liebes Kind« – Zum Gedenken an die Kinder
vom Wiesengrund 1941–1945, Berlin, Eichborndamm
238  (Ausschnitt), 2023, Kunstharz, Bleistift auf
Fotokopie auf Papier auf Holz, 20 × 15 cm
Die Berliner Galerie Gesellschaft lädt zur Ausstellung "Wiesengrund - Ein Gemäldezyklus von Heike Ruschmeyer" ein.
Die Historikerin Sabine Hillebrecht von der Humboldt-Universität zu Berlin wird uns den Hintergrund des Themas "Wiesengrund" erhellen (gegen 19 Uhr).

Zur Ausstellung erscheint das 5. Künstlerheft der Galerie Gesellschaft; die Vorzugsausgabe mit einem zweifarbigen Originalsiebdruck in einer exklusiven Auflage von 50 Exemplaren.

Vernissage: 10. April 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 11.April - 3. Mai 2026

Galerie Gesellschaft
Heike & Peter Saborowski GbR
Auguststraße 83, 10117 Berlin

Donnerstag, 2. April 2026

Mastering Type

Was ist der aktuelle Stand im Type Design? Welche schriftgestalterischen Ideen werden in aktuellen Masterstudiengängen entwickelt?
Seit 2016 sind etwa 350 neue Schriften in den Masterstudiengängen entstanden, die auf einzelnen Plakaten vorgestellt wurden.
Die Pop-up-Ausstellung „Mastering Type“ am Kulturforum präsentiert eine Auswahl herausragender Schriftentwürfe aus internationalen Masterstudiengängen der letzten zehn Jahre.
Ergänzt wird die Präsentation durch sogenannte Process Books, die Einblicke in Konzeption, Gestaltung und Entstehungsprozesse geben. Für zwei Tage verwandelt sich die Ausstellungshalle in einen begehbaren, dreidimensionalen Schriftraum.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 25. April 2026 eine Vortragsreihe mit Workshops statt.

25. - 26. April 2026

Kunstbibliothek im Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Exlibris - Horst Brandenburg für Heinz Haffki

Exlibris des Monats April 2026 – „Der König der Lüfte

Horst Brandenburg, Jg. 1964, hat sein 1. EL für mich gemacht! Was mir ausgezeichnet gefällt. Dieses Blatt entsteht aus einem Telefongespräch heraus, wobei meine Leidenschaft für Greifvögel angesprochen wurde. Nach ein paar Tagen, Unvorbereitet und unangekündigt kommt ein Bild, der erste Entwurf mit einem Adler und schon die Platte wo er aufgezeichnet ist. Absolut erstaunt und sehr erfreut, harre ich der Dinge die da kommen und es geht Schlag auf Schlag, der Adler bringt den Druckerballen zum Holzstich, der große Bruder des großartigen Vogels kreist mit dem Eigner-Namen über dem Federkleid majestätisch über den Berggipfeln. Er trägt den Namen durch die weiten der Ex Libris Welt. Über die Schluchten und Geröllhalden segeln sie dahin und der eine setzt zur Landung an. Es entsteht eine Sehnsucht die Vögel kreisen zu sehen. Man muss sich einlassen auf das Blatt, auf die Szenerie um die Leichtigkeit des Blattes zu spüren Für mich wird Bergluft, Leichtigkeit, Naturelles, meine Leidenschaft zu großen Vögeln und mein Beruf in gekonnter Weise zusammengeführt. Für ein Blatt das nie besprochen wurde, für das es nie einen Entwurf, eine Zeichnung, Skizze oder sonstwas gab, hat der Norddeutsche Künstler „aus dem Bauch raus“ für den Süddeutschen Sammler eine exzellente Idee gezaubert. Das Blatt hätte nie besser besprochen werden können. Für mich nur grandios.

Zwischenzeitlich arbeitet er an der PF 2026 für die DEG und Utz Benkel hat ihn auch schon besucht. Für mich ist er ein ausgezeichneter Mann, der meine Vorliebe zu Holzschnitt weiter leben lässt. Ich freue mich riesig über dieses Blatt Ich würde mich sehr freuen, wenn andere Sammler ebenso begeistert über das Blatt urteilen würden, die Hochdrucktechniken wieder mehr geschätzt würden und sich die Konzentration nur auf C Blätter und die großen Formate, wieder etwas beruhigen würden Immer zu einem Tausch bereit!

(Heinz Haffki)

Mittwoch, 1. April 2026

Hamburger Bothe # 33

Hamburger Bothe 33 aufrufen durch Klick auf die Abb.
Im Mittelpunkt unseres 33. „Hamburger Bothen“ steht diesmal eine Neuerscheinung des Verlags Angeli & Engel. Nur ganz wenige Kenner wußten bisher, daß der Schriftsteller Wolfgang Borchert neben dem Drama „Draußen vor der Tür“, Erzählungen und Gedichten in seinem kurzen Leben noch Zeit für bildkünstlerische Arbeiten hatte. Rund 70 solcher Werke werden erstmals in dem Band „Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert“ geboten. Für die Vorzugsausgabe dieser Edition, die im Mai vorliegen soll, hat Rainer Ehrt ein Porträt des doppelt begabten Borchert radiert.
Neben kurzen Nachrichten aus der Bibliophilie findet man im neuen „Bothen“ einmal wieder eine Rezension. Sie gilt dem Band „50 Jahre unterwegs mit Büchern“, worin der Antiquar Wolfgang Neubert seine Berufserfahrungen darlegt und sich als besonderer Kenner der Insel-Bücherei erweist.
In bewährter Weise läßt Abel Doering die Leser des „Bothen“ an seinen bibliophilen Interessen teilhaben und empfieht ihnen diesmal einen Verlag, der sich auf neu illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann spezialisiert hatte.

(Peter Engel)

Maximilian-Gesellschaft wird in Weimer-Stiftung überführt

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst hat ihre Mitglieder in Auswertung der tiefgründigen Analyse des Kulturstaatsministers Weimer, die diesen zu dem Schluss brachte, das Sammeln von Büchern sei mit dem Fortschritt der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, aufgerufen, ihre Bibliotheksbestände, seien es Inkunabeln, Künstler- oder auch Taschenbücher, an die Geschäftsstelle der Maximilian-Gesellschaft mit dem Ziel abzugeben, diese Bücher wieder dem Antiquariatsmarkt zuzuführen. Der Verkaufserlös soll dann in eine Stiftung der Maximilian-Gesellschaft zum Aufbau einer Deutschen Digitalbibliothek fließen, die künftig die Deutsche Nationalbibliothek ersetzen soll.
Obwohl die Namensgebung der neugeschaffenen Stiftung lange diskutiert wurde - einige Maximilianer wollten am ursprünglichen Namen festhalten und die Gesellschaft durch den Namen Maximilian-Stiftung in die moderne Zeit retten - wurde sie durch endgültige Entscheidung des Kulturstaatsministers "Weimer-Stiftung zur Digitalisierung alter und neuer Buchkunst" benannt und die Maximilian-Gesellschaft gab mit heutigem Datum ihre Auflösung zum Ende des Geschäftsjahrs bekannt. Weitere bibliophile Gesellschaften wollen diesem Beispiel, so Wolfram Weimer in einem Interview, folgen.

3 Kommentar(e):
1. April 2026: Bücherfreundin hat gesagt…
Kluge Entscheidung!😀





1. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
genauer Wortlaut des Interviews hier
1. April 2026: Rainer Schulze hat gesagt…
Hoffen wir mal, dass es nicht irgendwann wirklich soweit kommt, dass die Literatur und Kunst nicht nur kaputtgespart, sondern tatsächlich dematerialisiert wird und in einem virtuellen Nirwana verschwindet.





2. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
Das war natürlich ein Aprilscherz!

Obwohl ... ?
Das Interesse am Besitz des gedruckten Buches nimmt ab, Viele lesen verstärkt auf E-Readern und Laptops. Zwar steigen die Umsätze der Buchhandlungen noch immer, wenn auch sehr geringfügig, aber das ist sicher auch auf erhöhte Buchpreise zurückzuführen. Und Künstlerbücher und gut gemachte bibliophile Ausgaben haben halt ein kleines Klientel. Diese bibliophilen Freunde werden darüber hinaus immer weniger, wie sich gerade am Erlöschen des „Verein(s) der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt“ zeigt.

Auf der anderen Seite ist es gerade deshalb wichtig, das gedruckte Buch als Kulturgut zu bewahren!