Posts mit dem Label Marginalien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marginalien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 11. September 2026

Marginalien #262

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, die am Jahrestreffen in Nürnberg teilnehmen, haben die Zeitschrift heute mit den Tagungsunterlagen erhalten, alle anderen finden+ die „Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie“ heute oder in den nächsten Tagen im Briefkasten.
Marginalien # 262 mit einem Siebdruck von Pinselzeichnung von Christofer Kochs
Der Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend ließ dem Heft, wie bereits berichtet, ein von Thomas Glöß gestaltetes Heft „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ mit einem mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, beilegen, womit die Pirckheimer mit diesen Marginalien gemeinsam mit einem Siebdruck von Christofer Kochs gleich zwei Originalgraphiken erhalten.
Thomas Glöß gestaltete auch die typografische Beilage „Marlene Dietrich: ABC meines Lebens", die von Sibylle Kaldewey bearbeitet wurde. Zusammen mit dem Beitrag von ihr „Ein Blick in die Bibliothek von Marlene Dietrich“ eine schöne Einstimmung auf die Rare Books Berlin.
Remo Hug schreíbt über Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und Jens-Fietje Dwars über Karel Čapeks „Der Krieg mit den Molchen“. Erwähnenswert ist auch ein Artikel von Maria Bogdanovich über den Einbandmeister Eduard Taskas.
Leider konnte auch im aktuellen Heft nicht auf weitere Nachrufe verzichtet werden, diesmal für Christian Ewald und Klaus Raasch.

Donnerstag, 10. September 2026

Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag

Stephanie Marx, HK 90, mehrfarbiger Holzschnitt in vier Farbvarianten
Dem in Auslieferung befindlichen 262. Heft der Marginalien wird eine Schrift „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ beiliegen, die Beiträge von Thomas Glöß, Matthias Gubig, Karl-Georg Hirsch, Reinhard Minkewitz, Eberhard Patzig, Matthias Reiner, Till Schröder, Sven Uftring, Baldwin Zettl und Gerd Zimmermann enthält.
Beigelegt ist ein signierter mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, gedruckt von der Künstlerin in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in einer Auflage von 650 Exemplaren.
Die Gestaltung und den Satz in der 10 Punkt DTL Documenta Regular, Italic und Sans Regular, Italic übernahm Thomas Glöß, den Druck auf Fedrigoni 120 g führte Thomas Druck Leipzig aus, gebunden wurde das Heft von der Buchmanufaktur Müller Leipzig.

Freitag, 31. Juli 2026

Interview zur Pirckheimer-Gesellschaft

Interview hören oder herunterladen durch Klick auf die Abb.
Carsten Hueck vom Deutschlandfunk sprach mit Till Schröder in einem knapp 10minütigem Interview über die Pirckheimer-Gesellschaft und den von ihr herausgegebenen Marginalien.

Montag, 27. Juli 2026

Herzliche Glückwünsche zum 55sten

Hanif Lehmann auf der BuchDruckKunst
Hamburg 2026
Die herzlichsten Glückwünsche gehen heute an Hanif Lehmann!

Der Künstler und Betreiber der Widukind-Presse, seit 9 Jahren Pirckheimer, ist Bücherfreunden kein Unbekannter: für die Marginalien № 203 schuf er das Blatt „Entwässerungsgraben“, für das Pirckheimer-Jahrestreffen 2018 die traditionelle Speisekarte und die Aquatintaradierung „Bücherfenster“, der Berliner Bibliophilen Abend verdankt ihm die Graphik „Walter Benjamin“ als Bestandteil der Jahresgabe 2024.
Vor 5 Jahren stellte ich im damals von mir betriebenen Pirckheimer-Blog seinen Katalog „Radierungen aus fünfzehn Jahren. Verzeichnis der Tiefdrucke 2005 bis 2020“ vor.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Marginalien #261

Marginalien # 261 mit Thomas Henker: Lafotische Inseln V, Algrafie, Aufl. 143 Expl.
Ein wieder einmal gelungenes und informatives Heft für Freunde der Buchkunst und Bibliophilie hat die Pirckheimer-Gesellschaft mit den soeben ausgelieferten Marginalien Nummer 261 vorgelegt.

Unter anderem berichtet Sabine Knopf „Über das Sammeln von Goethe-Autografen in Leipzig“, Till Schröder führte ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Antiquare, Markus Brandis, über Sinn und Bedeutung des Sammelns, Peter Engel äußert sich zu Lesezeichen und Agnes Kunze stellt „Wilhelm Höpfners unveröffentlichte Bilderbücher“ vor.
Als typografische Beilage findet sich im Heft der von Thomas Glöß gestaltete Bericht von Michael Faber „Als Kind im Verlagsarchiv“ und für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine von vier Algrafien von Konrad Henker, gedruckt und geprägt von Torsten Leupold in der Grafikwerkstadt Dresden bei.

Donnerstag, 9. April 2026

Roland Berger (1942 - 2026)

Roland Berger (14.11.1942 - 4.4.2026), Foto 2019 © ad
Am 4. April 2026 ist Prof. Dr. Roland Berger nach langer Krankheit gestorben.

Bücherfreunden ist Prof. Dr. Roland Berger nicht nur als zeitweiliges Vorstandmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft bekannt, wir kennen ihn durch seine Vorträge zur Bildenden Kunst und aus Ausstellungen eigener Werke, durch seinen originellen Neujahrsgrüße, die u.a. in der Edition Schwarzdruck erschienen, und andere Grafiken, wie z.B. zu Jahrestreffen oder den Marginalien.

Die junge Welt veröffentlichte am 9. April einen Nachruf auf Roland Berger von Peter Michel:
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden. Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Am-heim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris. Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich. mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.

1 Kommentar:
15. April 2026: Peter Arlt hat gesagt…
In den vielen Jahrzehnten unserer Bekanntschaft als Kollegen von Einrichtungen, die Kunsterzieher ausbildeten, die wir in unserem Leben der DDR viel zu danken haben, als verlässliche Neujahrsgruß-Verfasser waren wir befreundete Pirckheimer, die auch beim Meißener-Staucha-Treffen zur Freude vieler gemeinsam Grafiken versteigerten. Seine künstlerischen Arbeiten schätze ich, besonders seinen am Stuhl gefesselten "Ikarus" von 1980!

Montag, 16. März 2026

Marginalien #260

Der Titel verweist auf bereits auf einen Schwerpunkt des Heftes: die Artikel von Till Schröder „Im Satire-Eldorado“ über den pardon-Verlag und die von ihm beigesteuerte typographische Beilage aus „Das Beste aus pardon“, sowie von Norbert Grewe „pardon. Eine Liebeserklärung“.
Daneben natürlich Beiträge zur kürzlich verstorbenen Núria Quevedo von Gunnar Decker, Michael Faber, Armin Schubert und Xago, oder von Ralf Plenz über „Das Verschwinden von Buchhandlungen“.
Die graphische Beilage, eine dreifarbige Offsetlithographie mit dem Titel „Lundi“ für die "Pirckheimer", stammt diesmal von Olga Prader, zu dieser Schweizer Illustratorin findet sich im Heft ein Artikel, ebenfalls von Till Schröder.

Montag, 9. Februar 2026

Graphik zum Pirckheimer-Treffen 2025

Von einer Sammlerin erreichte mich eine Bitte um Hilfe bei der Frage des Schöpfers der abgebildeten Graphik, die ich an dieser Stelle kurzzeitig mit dem Hinweis „Wer kann helfen?“ eingestellt habe.
Das hat sich jedoch schnell erledigt.
Es handelt sich um ein Blatt, auf dem unter anderem Nana-Figuren von Niki de Saint Phalle zu sehen sind, die auch im öffentlichen Raum zu finden sind. Die Jahreszahl 2025 und die Tatsache, dass diese Figuren z.B. neben in Frankfurt am Main, in Wiesbaden, in Köln eben auch in Hannover stehen, waren die entscheidenden Hinweise, was ein Blick in die Marginalien Heft 259 bestätigte:
Es handelt sich um einen Farbholzschnitt zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2025 in Hannover von der aus der Region stammenden Künstlerin Heike Küster, unter anderem bekannt für Illustratorin für Moloko-Print und die Achilla-Presse, wie auch für ihre ironischen Künstlerbücher.

Donnerstag, 29. Januar 2026

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Am 29. Januar 1956 wurde die Pirckheimer-Gesellschaft gegründet.

Bereits 8 Monate vor dem offiziellen Gründungsdatum, am 23. Mai 1955, verkündet im Berliner Club der Kulturschaffenden ein Initiativkomitee die Gründung einer »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, doch die Gründungsveranstaltung konnte nicht wie geplant 1955 anlässlich einer Ausstellung zum 150. Todestag Friedrich Schillers in der Bibliothek des Kulturbundes stattfinden, sondern erst im Folgejahr.
von Werner Klemke gestaltetes Logo, lks 1955, rechts seit 1972
Da nach 1945 hatte die bisherigen überregional bibliophil tätigen Organisationen ihren Sitz in der späteren BRD hatten, wurde damit auch in der DDR eine bibliophile Vereinigung ins Leben gerufen. Die »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, der dann auch regional tätige bibliophilen Zusammenschlüsse angehörten, wurde 1990 zur »Pirckheimer-Gesellschaft e.V.«; die »Sektion Exlibris« wurde in die entsprechende BRD-Gesellschaft integriert und der »Leipziger Bibliophilen-Abend«, die »Minibuchfreunde«, sowie der »Verein der Graphikfreunde Magdeburg« als eigenständige Gesellschaften wieder aus der Pirckheimer-Gesellschaft ausgegliedert.
Als erste Publikation der Pirckheimer-Gesellschaft erschien zur offiziellen Gründungsveranstaltung am 29. Januar 1956 und mit neuer Umschlaggestaltung die zur Gründung der Gesellschaft anlässlich der Schiller-Ausstellung vorgesehene Schrift von Friedrich Schiller: „Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547“. Das Design dieser Schrift wurde dann wiederum ein Jahr später, im Januar 1957, zur Vorlage der äußeren Gestaltung des 1. Heftes der Marginalien.
lks.: Gabe zum Gründungstreffen
oben: Marginalien #1 (1957), #48 (1972), #47 (1972), #75 (1979)
untere Reihe: #125 (1992), #217 (2015), #256 (2025)

Dienstag, 16. Dezember 2025

Marginalien #259

originalgraphische Beilage: Gerda Lepke
Das 4. Heft des Jahres 2025 der Zeitschrift der Pirckheimer-Gesellschaft ist erschienen und „spürt starken Persönlichkeiten nach, die als Herkulesaufgabe eines Individuums die Dinge, [die das Buch ausmachen,] anstoßen, forcieren und durchsetzen“. so Till Schröder im Vorwort.
So der Leipziger Verleger Otto Spamer oder Heinrich Barchfeld, den Leipziger Kunsthändler von Joachim Ringelnatz.
Jens-Fietje Dwars, von dem auch ein Nachruf auf Jens Henkel stammt, stellt Gerda Lepke vor, von der für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft jeweils eine von vier Offsetlithografien, vom Wurzbacher Christian Müller gedruckt, mit dem Titel „Tänzerin“ beiliegt. Er „inspizierte und und extrahierte“ auch die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage "250 Jahre Goethe in Weimar - Glücksfall oder Verhängnis“ und sein Buch „Die Ein-Wunsch-Fee ...“ ist Thema einer Besprechung in den „Nachrichten für Bücher- und Grafikfreunde“.

Dienstag, 11. November 2025

CHESS ... and Illustration

Eine Ausstellung der World Chess Hall of Fame & Galleries zeigt seltene Bücher, Kunstwerke und Artefakte zu Romanen, Gedichten, Autoren und Dichtern vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, darunter die Holzschnitte der deutschen Künstlerin Elke Rehder, die Szenen aus Stefan Zweigs Schachnovelle darstellen.
Abb, aus den Ausstellungskatalog derWorld Chess Hall of Fame
oben: Wedgewood Schachfiguren, 2004 | unten: Elke Rehder, Schachnovelle, 1996 - 2014
Holzschnitte zum Schach von Elke Rehder, welche z.B. auch die Graphik zum Jahrestreffen 2021 der Pirckheimer schuf, lagen für Mitglieder u.a. den Marginalien 156 und 231 bei und auch unter den Titeln, die zum Bibliophilen des Monats gekürt wurden, stammen einige aus der Rehder Presse.

Ausstellung: 18. September 2025 - 12. April 2026

World Chess Hall of Fame & Galleries
4652 Maryland Ave, St. Louis, MO 63108

Freitag, 7. November 2025

Angela Hampel stellt in der Galerie Sonnensegel aus

Pirckheimer kennen die Arbeiten von Angela Hampel nicht erst seit dem letzten Buchprojekt der Bücherkinder Brandenburg, in welches ein signierter Gicleédruck der Künstlerin eingebunden ist, sie lieferte auch schon eine originalgraphische Beilage für die Marginalien #206 oder die Speisekarte zum Jahrestreffen 2015.
Angela Hampel, Menükarte zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2015, Algrafie
Ab Ende November wird nun in der Brandenburger Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel eine Ausstellung ihres Schaffens zu sehen sein. Die Eröffnung findet in der gegenüberliegenden St. Gotthardtkirche statt.

Vernissage: 22. November 2025, 16 Uhr
Ausstellung: 23. November 2025 - 27. März 2026

Galerie „Sonnensegel“
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg

Sonntag, 14. September 2025

Marginalien #258

Mit der № 258 ist, pünktlich zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, das 3. Heft 2025 der Marginalien erschienen.
Heft 258 mit dem handkolorierten Holzschnitt Akt 25 von Peter Zaumseil
Darin berichtet u.a. Erik Glossmann unter dem Titel „Avantgardistisch, anarchistisch oder kommunistisch“ über Erich Mühsam und seine Verleger, Jürgen Overhoff über Sklaverei und Sklavenhandel in den Bilderbüchern der Aufklärung, Norbert Grewe zu Briefmarken aus der Hand von Künstler und von Wolfgang Schmitz stammt der Beitrag „Die Marseillaise der Bauern“, der u.a. näher auf die beigegebene typografische Beilage eingeht.
Unter den Rezensionen findet sich ein fundierter Überblick über „Die Bücherfrucht des Klopstock-Jahres“ vom ausgewiesenen Sammler und Kenner dieses bedeutenden Literaten, Fritz Jüttner.

Die vom Gestalter der Marginalien Thomas Glöß geschaffene typografische Beilage gibt im Bauernkriegsjahre „Die zwölf Artikel“ von 1525 unter Verwendung der Schwabacher nach dem Schnitt der Genzsch und Heyse Schriftgießerei AG Hamburg und München wieder, wobei als Grundschrift der Beilage die Maxima von Gert Wunderlich verwendet wurde. Nebenbei war erfreut zur Kenntnis zu nehmen, dass die u.a. auch von mir beanstandete Paginierung im inneren Seitenrand praktischerweise wieder an den Außenrand verlegt wurde.

Peter Zaumseil, der im Heft von Uwe Klos interviewt wird, schuf für das Heft die, nur für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft vorgesehene originalgrafische Beilage, 4 Holzschnitte in einer Auflage von jeweils 165 Exemplaren: Akt 25, Buchartist, Das kleine Geschenk und Baumgruppe, die beiden erstgenannten handkoloriert.

In diesem Jahr wird die Pirckheimer-Gesellschaft wieder einmal eine Jahresgabe an ihre Mitglieder ausgeben - der Sendung lagen dazu nähere Hinweise bei.

Mittwoch, 23. Juli 2025

Reading Between the Lines: Chess and Literature

Elke Rehder, Farbholzschnitt "Schachwut" mit einem in Bleibuchstaben gesetztem Zitat aus der Schachnovelle von Stefan Zweig, Druck auf Lana Bütten. Format: 21 x 29,6 cm. 2007, Auflage: 100 num. und sign. Expl.
Holzschnitte der oben abgebildeten Mappe, die Elke Rehder, Pirckheimerin aus Barsbüttel bei Hamburg, zu Stefan Zweigs Schachnovelle schuf, sie illustrierten auch darüber hinaus neben einer Suhrkamp-Ausgabe eine chinesische Edition dieser Erzählung, wurden vor zwei Jahren von der „World Chess Hall of Fame“ angekauft und werden ab September in einer von Emily Allred kuratierte Ausstellung im Norden der USA unter dem Titel "Zwischen den Zeilen: Schach und Literatur" gezeigt.
In der Ankündigung dieser Ausstellung heißt es: „Könige und Bauern, Kämpfe um die Macht und Geschichten von Abenteuern, Freundschaft und Romantik, seit Jahrhunderten nutzen Schriftsteller das Schach, um die unterschiedlichsten Geschichten zu erzählen, von Spielern, die die höchsten Ebenen des Spiels anstreben bis hin zu Kämpfen, bei denen es um Leben und Tod geht.
Elke Rehder, Schachnovelle, Holzschnitt 2013
Die geplante Ausstellung der World Chess Hall of Fame & Galleries zeigt seltene Bücher, Kunstwerke und Artefakte zu Romanen, Gedichten, Autoren und Dichtern vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Zu den Höhepunkten gehören ein Schachspiel, das einst Henry Ware Eliot Sr. und später seinem Sohn, dem in Saint Louis geborenen Dichter T. S. Eliot, gehörte, ein Schachtisch und andere Artefakte aus dem Besitz von Walter Tevis, dem Autor von The Queen's Gambit, sowie J. Allen St. Johns Gemälde, die die Abenteuergeschichte The Chessmen of Mars illustrieren. Zu den weiteren bemerkenswerten Werken gehören die Illustrationen des Grafikers Barry Moser für Through the Looking-Glass und What Alice Found There und die Holzschnitte der deutschen Künstlerin Elke Rehder, die Szenen aus Stefan Zweigs Schachnovelle darstellen, sowie Schachkunstwerke von Alessandro Gallo zu George Orwells Animal Farm und von Jessica DeStefano und Richard Felix zu Herman Melvilles Moby-Dick.“

Holzschnitte zum Schach von Elke Rehder, welche z.B. auch die Graphik zum Jahrestreffen 2021 der Pirckheimer schuf, lagen für Mitglieder u.a. den Marginalien 156 und 231 bei und auch unter den Titeln, die zum Bibliophilen des Monats gekürt wurden, stammen einige aus der Rehder Presse.

Ausstellung: 18. September 2025 - 12. April 2026

World Chess Hall of Fame & Galleries
4652 Maryland Ave, St. Louis, MO 63108

Montag, 7. Juli 2025

Carsten Wurm zum 65.

Carsten Wurm, mit kurzzeitiger Unterbrechung Mitglied der Pirckheimer Gesellschaft und 20 Jahre lang Chefredakteur der Marginalien, wird 65. Herzlichen Glückwunsch!

"Carsten Wurm [...] studierte Germanistik in Leipzig und wurde 1985 Archivar des Berliner Aufbau-Verlages. An dieser Stelle machte er Erfahrungen mit einem Literatursystem, das früh schon die ersten Risse zeigte und fünf Jahre später in sich zusammenfiel. In der neuen Bundesrepublik arbeitete er noch eine Weile im neuen Aufbau-Verlag, dann nahm er ein Studium an der Berliner Humboldt-Universität auf und promovierte, fünfunddreißigjährig, bei der Professorin Ursula Heukenkamp mit einer Arbeit über den frühen Aufbau-Verlag.
Dr. Carsten Wurm, 2023, Foto © ad
Veröffentlichungen begleiten den Weg von Carsten Wurm. Nach Arbeiten über den Aufbau-Verlag und den Verlag Rütten & Loening erschien 1996 seine Doktorarbeit als Buch, die exemplarische Untersuchung Der frühe Aufbau-Verlag. 1945-1961 mit dem Untertitel Konzepte und Kontroversen, ein Schlüssel zur Buchgeschichte der DDR. 2001 die bis in die Bibliographie gründlich dokumentierte Geschichte des Greifenverlags zu Rudolstadt – vom Verlag der Wandervogelbewegung bis zur skandalösen Privatisierung 1991. Für den Nachwendeverlag Faber & Faber gab er mit Elmar Faber ein fabelhaftes Lexikon der Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhundert heraus (Bühne auf !. 2012/2013). Und bald warteten auf ihn wieder kontinuierliche Beschäftigungen, ab 1998 und bis 2017 als Herausgeber der Bibliophilen-Zeitschrift Marginalien, die zuvor in der DDR gegründet worden war, ab 1998 als Archivar und später wissenschaftlicher Mitarbeiter im Literaturarchiv der Berliner Akademie der Künste. Und schließlich gab es für ihn Arbeit im Antiquariat, das Gabriele Ballon zuvor unter ihrem Namen gegründet hatte, heute Ballon & Wurm. (Im Jubiläumsbuch des Börsenvereins von 2025 schildert er die Geschichte des Zentralantiquariats der DDR.)

Zwei historische Großunternehmen des Börsenvereins sind bis heute mit dem Namen von Carsten Wurm verbunden und zeigen ihn als Beiträger, umsichtigen Organisator und sorgfältigen Redakteur: Das Archiv für Geschichte des Buchwesens und die Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Dass im vorigen Jahr die mehrbändige Buchhandelsgeschichte der DDR abgeschlossen werden konnte, ist auch seiner Mitarbeit zu danken.
"

(boersenblatt,net)

Dienstag, 1. Juli 2025

Marginalien

Bibliophiles des Monats sind diesmal die Hefte 1 – 45 (1957 – Frühjahr 1972) der „Marginalien“, ab Heft 5 „Marginalien - Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“, die vom damaligen Pirckheimer Walter Menge aus Leipzig als Liebhaber-Ausgabe in 8 Bänden mit einem Rücken aus Pergament und aufgeklebtem Rückenschild mit Goldprägung und mit Buntpapier bezogenen Buchdeckeln gebunden wurden.
Es ist bekannt, dass einige Pirckheimer, vor allem der ersten Stunde, die Marginalien für sich binden ließen, eine derartige Liebhaberausgabe ist also keineswegs einmalig. Was sie jedoch für mich auszeichnet, ist, dass diese Ausgabe sich schon in den Bibliotheken zweier Vorsitzender des Vorstands der Pirckheimer-Gesellschaft befand: beigelegte Notizen belegen, dass sie 1986 von Prof. Wolfram Körner (1920 - 2019) antiquarisch erworben wurde, am 31. Mai 1992 übereignete sie mir Hartmut Pätzke (1938-2023) - die Provenienz vor 1986 ist nicht mehr nachvollziehbar. Auch war bislang nicht zu ermitteln, ob eventuell weitere Bände dieser Ausgabe, mit der ich meine Marginalien-Sammlung bis zum Frühjahr 1972 vervollständigen konnte, existieren – ab 1975 erhielt ich diese Hefte als neues Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR frei Haus.

Bei den ersten 7 Bände der Liebhaber-Ausgabe wurde der Heftumschlag mit eingebunden, im 8. Band wurde nur noch der Titelumschlag des Heftes 41 berücksichtigt. Zusätzlich enthält Band 1 ein von Hans-Joachim Rockar erstelltes Register der darin enthaltenen Hefte 1 – 10, in den weiteren Bänden in gleicher Stärke finden sich jeweils 5 Hefte.
Die von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen „Marginalien“ erschienen anfangs in Redaktion von Heinrich F. Bachmair, später von Max Frank und wurden zuerst in der Betriebsberufsschule Rudi Arndt in Berlin hergestellt, das Heft 13 im Meißner Druckhaus und ab Heft 14 in der Offizin Andersen Nexö, Leipzig. Mit Heft 15 zeichnete Prof. Dr. Lothar Lang für die Redaktion verantwortlich, ab Heft 31 lt. Impressum gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Bruno Kaiser, Prof. Dr. Horst Kunze, Ludolf Koven. Die typografische Gestaltung lag in den Händen von Prof. Horst Erich Wolter.
Fotos © ad

Samstag, 28. Juni 2025

eine Abb., der Vollständigkeit halber

Am 17. Juni wurde hier die Auslieferung der Marginalien #257 vermeldet, jetzt, nachdem das Heft auch bei mir eingetroffen ist, kann ein Blick auf das Cover und die für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft beigelegte Graphik, eine zweifarbige sign. und num. Offsetlithografie eines bislang unveröffentlichten Motivs aus dem Jahr 1976 von Bernhard Jäger »Schauspieler«, gedruckt in 650 Expl. von Stephan Rosentreter, nachgereicht werden.

Dienstag, 17. Juni 2025

Marginalien #257

Vorschau auf das in Auslieferung befindliche Heft der Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, 257. Heft · 2025/2:
  • Stefan Soltek: Bernhard Jäger. Buchkunst. Grafik
  • FUNDSACHE – Bernd Friedrich Schulz: Leonhard Thurneyssers Bebaiōsis agōnismou von 1576 – ein Unikat in der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Ekkehard Schulreich: Peter Hinkes Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig führt seit 35 Jahren eine Tradition fort: Bücher verkaufen und Bücher machen
  • Till Schröder: Der Maler Hannes Möller im Interview über sein Bibliotheken-Projekt beschädigter und verbrannter Bücher
  • Joachim Möller: Überlegungen zu Möglichkeiten der literarischen Illustration am Beispiel von Jonathan Swifts Gulliver’s Travels (1726)
  • Peter Arlt: In der Buchsammlung Otto Kaysers auf der Suche nach Leben und Werk des Künstlers
  • Sebastian Fitzner: Eine vergessene Sternkarte aus dem Jahr 1893
  • Jens-Fietje Dwars: Fontane – Ein Emaille-Buch von Moritz Götze.
  • Matthias Haberzettl: Zum Tod des Illustrators und Grafikers Wolfgang Würfel
Als typographische Beilage enthält das Heft: Jonathan Swift, Die Bücherschlacht (1704) – Schlaglichternd dezimiert von Till Schröder. Gestaltet und kommentiert von Thomas Glöss.
Als graphische Beilage ist dem Heft für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft die zweifarbige Offsetlithografie von Bernhard Jäger: Schauspieler, 650 sign. und num. Exemplare, gedruckt von Stephan Rosentreter, beigelegt.

(nach einer Information von Sven Uftring)

Sonntag, 15. Juni 2025

Sarah Käsmayr zu Gast beim Berliner Bibliophilen Abend

Sarah Käsmayr, Verlegerin des MaroVerlags Augsburg und Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, stellt, moderiert von Till Schröder, den Berliner Bibliophilen und interessierten Gästen in einer Veranstaltung des BBA, des MaroVerlags, und Metis, books & café die »MaroHefte« vor.

Diese Hefte, in denen Essays auf Illustrationen treffen, sind besonders gestaltet und erfüllen in Fadenheftung mit Schutzumschlag und Originaldruckgraphiken mit bis zu 5 Sonderfarben durchaus bibliophile Ansprüche und regen zum Sammeln an. Den Originalausgaben liegen Plakate, Postkarten oder Lesezeichen bei.
Till Schröder stellte die MaroHefte unter dem Titel »Bunte Textwucht« in letzten Heft der Marginalien (#256, S. 93ff) vor.

1. Juli 2025, 19:30 Uhr, Anmeldung erbeten

Metis Buchhandlung und Specialty Coffee Shop
Gleimstr. 21, 10437 Berlin

Dienstag, 1. April 2025

Wandelhalle für Bücherfreunde wieder in konservativem Design

Nachdem die Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie und Aus dem Antiquariat ein neues Design verpasst bekamen, wurde heute auch die Frühjahrsausgabe 2025 der Wandelhalle für Bücherfreunde, den Nachrichten der Gesellschaft der Bibliophilen e. V.&nbsp i>in neuem Gewand ausgeliefert.
Dabei setzt die unter der Redaktion von Silvia Werfel herausgegebene Zeitschrift nicht wie die vorhergenannten Hefte auf ein modernistisches, eher Jugendliche ansprechendes Design, sondern kehrt zurück zu Bewährtem, auf eher betont konservative Traditionen, die das Erscheinungsbild dieser Gesellschaft seit den 50gern ausmachten.
Die bisher sehr farbige, fast bunte Umschlaggestaltung wird aufgegeben und den Titel der jeweils zweimal im Jahr erscheinenden Hefte wird eine schlichte schwarz/weiße Abbildung eines alten Druckes auf einem jeweils wechselnden einfarbig Hintergrund zieren.
Im Jahr 2025, in welchem wir den 500. Jahrestages des Deutschen Bauernkrieges begehen, ziert das erste Heft das Titelblatt der ältesten Eulenspiegel-Volksausgabe von 1515.

1 Kommentar:
01. April 2025: Abel Doering hat gesagt…
April, April - Klick auf die Abb.!
Abgebildet ist "Wandelhalle für Bücherfreunde, Nachrichten der Gesellschaft der Bibliophilen e.V.", Neue Folge * 13. Jahrgang * Heft 3 * Juli 1971