| Núria Quevedo 2022 unter einem Ginkgo bei der Vernissage einer Ausstellung mit Illustrationen zu Kinder- und Jugendbüchern Franz Fühmanns, Foto © ad |
Donnerstag, 27. November 2025
Núria Quevedo (18.03.1938 - 22.11.2025)
Sonntag, 1. Juni 2025
Lesung der Bücherkinder Brandenburg
Unser Programm begann nach zwei wertschätzenden Auszügen aus Briefen von Jean Radvanyi aus Paris und von Marion Tauschwitz vom PEN-Zentrum Deutschland mit unserem Video zu “Ensikat unter der Lupe” und Lesung aus den Büchern “Die Farben der Kindheit”, u.a. zur Kindheit von Christa Wolf in Landsberg, die Geschichte zu Dr. Leitner und zur Flucht mit dem LKW der Fa. Otto Bohnsack.
Danach kamen zwei Texte aus dem Buch “Pax questuosa- ein Friedensbuch” zu einem Gemälde von Nuria Quevedo und zu Anna Seghers “Das Obdach” und zu Georg Heislers Flucht in den Mainzer Dom.
(Armin Schubert)
Montag, 17. März 2025
Hello Again in der Galerie Sonnensegel
Diese fanden das Konzept der Verbindung von Kunstrezeption und -produktion in einer entstehenden Kunstschule so interessant sowie überzeugend, dass sie aufgeschlossen auf die Bitten der Galerie-Gründer um Unterstützung reagierten. Zahlreiche Kunstspenden trafen in Brandenburg an der Havel ein. So konnte die Galerie in den letzten Jahrzehnten ein ansehnliches Deputat an Bildnerischem sammeln.In einer Ausstellung werden derzeit einige dieser Kunstwerke, zumeist Druckgraphik in der noch bis zum 1. Juni laufenden Ausstellung „Hello Again“ gezeigt und damit nicht nur die breite Unterstützung durch Kunstschaffende gezeigt, sondern auch ein Überblick über das anspruchsvolle Spektrum des Kunstbetriebes der letzten Jahrzehnte, insbesondere der DDR, offeriert.
Die erste Graphik, die man beim Betreten der Galerieräume zu Gesicht bekommt, eine Radierung von Reinhard Minkewitz, gab der Kinder- und Jugend-Kunstgalerie 1989 ihren Namen, „Das Sonnensegel“.
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| Reinhard Minkewitz, Das Sonnensegel, Radierung |
| Arno Mohr |
| Angela Hampel, lks.: Meine beiden Schatten. Kunterbu7nt bin ich, Algrafie, 1986 |
| Max Uhlig, Kleines Selbstporträt, Litho, 1985 |
| Wolfgang Mattheuer |
| Ellen Fuhr, Mann mit Kindern, Litho Reinhard Minkewitz, Die ungleichen Schwestern, Radierung, 1997 Heidrun Hegewald, Das Gesicht, Ätzradierung, 1986 |
| Moritz Götze, Fotos © as |
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg
Samstag, 1. Juni 2024
Bibliophiles des Monats: „Engel der Geschichte“ von HAP Grieshaber
Die Werke von HAP Grieshaber, der sich u.a. auch für den Brückenschlag zwischen den beiden deutschen Staaten DDR und BRD einsetzte, gehörte schon immer auch bei Pirckheimern und anderen Bibliophilen zu den gesammelten Künstlern. 1973 konnte diese Gesellschaft das Epitaph für Allende: "Denn du wirst Grab der Freien sein oder Asyl vor Knechtschaft" als Jahresgabe ausreichen (das Blatt wurde im Juli 2023 als Bibliophiles des Monats vorgestellt) und selbst den Marginalien lag eine Grafik des Künstlers bei. Der Mentor der Bücherkinder Brandenburg Armin Schubert führte zum 90. Geburtstag von HAP Grieshaber die Reihe mit dem Projekt „Engel der Geschichte - ein Jugendengel“ fort, an dem u.a. Volker Braun, Christa Wolf, Friedrich Schorlemmer, Margot Fürst, Nuria Quevedo und viele Jugendliche mitgewirkt haben. Seitdem trägt der Gutenberg-Druckladen der Galerie Sonnensegel, in welchem die Bücherkinder Brandenburg ihre Graphiken drucken, als Logo einen von HAP Grieshaber geschaffenen Holzschnitt.
Die hier als bibliophile Empfehlung vorgestellte Publikation „Engel der Geschichte Nr. 22“ erschien 1975 in Folio (43 x 30,5 cm), gebunden im Pappband, enthält auf 19 Seiten in 10 Blättern 4 Original-Holzschnitte von HAP Grieshaber und ein doppelblattgroßes Flugblatt für Wahlhelfer "Ein Stein aus Barmherzigkeit" von Johannes Poethen, sowie Beiträge von Walter Benjamin, Charlotte Christoff, HAP Grieshaber, Margarete Hannsmann und Johannes Poethen. Das Heft erschien 1975 im Verlag Claassen in Düsseldorf, die Gesamtherstellung besorgte die Buchdruckerei Wilhelm Röck in Weinsberg.Mittwoch, 7. Februar 2024
Pax questuosa - Ein Friedensbuch
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| Einband und Bindung: Henry Günther mit Graphiken von Sophia (10) , Helene (12) und Prägedruck Edition BuchKunstBalance |
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| Text und colorierte Radierung von Yuna (11) |
Während der Arbeit am Buch lernten die Kinder durch die Vermittlung von Kunst und Literatur die Welt ein wenig besser zu begreifen und etwas über Humanismus, wofür den Initiatoren des Projekts nicht genug gedankt werden kann.
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| Graphik: Egbert Herfurth |
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| Gedichte von Adele und Helene (12), Malte (12) und Ernst (11) |
Freitag, 12. Januar 2024
Pax questuosa - Ein Friedensbuch
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| Umschlaggestaltung und Bindung: Henry Günther |
In einer Feierstunde mit Jahresrückblick auf ein ereignisreiches-kulturvolles Jahr bekamen die Kinder am 14. Dezember ihr Buch “Pax questuosa – ein Friedensbuch” mit Texten zu Anna Seghers und Nuria Quevedo als Hommage, und mit weiteren Texten zu Böll, zu Brecht und zur Lindgren.
Samstag, 16. Dezember 2023
Meetingpoint Brandenburg berichtet über die Bücherkinder
Sonntag, 11. Dezember 2016
Angebot zum Weihnachtsfest
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| "Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen" ( II) , 6 / 15 |
Dienstag, 13. September 2016
Nuria Quevedo
1 Kommentar:
Armin Schubert hat gesagt...Danke für die anhaltende Solidarität, die ich seit 1989 - beginnend auf dem Alexanderplatz von Berlin - erfahre. Es scheint jetzt wieder nötig zu sein. Das nächste Buch der Bücherkinder Brandenburg wird sich mit der Postkarten-Poesie von Jurek Becker befassen.
Dienstag, 19. Januar 2016
Arno Mohr und seine Schüler
In 30jähriger Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Weißensee bildete er ganze Generationen nachfolgender Künstler aus und prägte so die Ostberliner Kunstszene entscheidend mit.
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| Arno Mohr - Einzeichnung für Wolfram Körner |
Vernissage: 4. Februar 2016, 19 Uhr
Einführende Worte: Andreas Wessel, Musik: Felix Korinth, Viola
Ausstellung: 4. Februar - 11. März 2016
è Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6
10247 Berlin
Montag, 23. November 2015
Hommage für Christa Wolf
Die meisten Grafiken entstanden durch die Malerfreunde von Christa und Gerhard Wolf und wurden extra für diesen Band neu geschaffen. Dabei sind Manfred Butzmann, Jan Beumelburg, Regina Conrad, M. Enderlein, Ellen Fuhr, Dieter Goltzsche, Annette Gundermann, Henry Günther, Angela Hampel, Barbara Henniger, Martin Hoffmann, Rolf Kuhrt, Helge Leiberg, Gerda Lepke, Liz Mields-Kratochwil, Thomas K. Müller, Ronald Paris, Nuria Quevedo, Dagmar Ranft-Schinke, Christine Schlegel, Ruth Tesmar und Antje Wichtrey. Die Schirmherrschaft übernahm dankenswerte Weise Gerhard Wolf.
Von diesem Künstlerbuch sind noch zwei Exemplare erhältlich, die # 30/50 und die # 43/50.
Schuber mit zwei Bänden
Auflage 50 nummerierte Exemplare
Alle Grafiken wurden von den Künstlern signiert
Preis: 350 €
Armin Schubert – Projektleitung
14776 Brandenburg
03381 – 22 51 59
Dienstag, 13. November 2012
Ikarus im Offenen
Dem steht 2012 in Weimar eine andere Richtung gegenüber. Schon 2003 präsentierte eine Retrospektive der Nationalgalerie »Kunst in der DDR« als kulturelles Erbe und führte 2006 im Schloß Oberhausen Ost- und West-Kunst zu »Deutsche Bilder« zusammen und entdeckte, wie 2009/10 in Nürnberg »Kunst und Kalter Krieg«, nationale Gemeinsamkeiten. Seit 2009 durchforsteten mit bewundernswertem Engagement Karl-Siegbert Rehberg und Paul Kaiser im Verbundprojekt »Bildatlas: Kunst in der DDR« der Technischen Universität Dresden lokale Museen und 87 öffentliche, niedergelegte Sammlungen. Die dort meist unsichtbar bleibenden Werke wollten sie aus dem Depot ins Offene holen, um sie und ihren wertenden Sinn aus der Abgeschiedenheit zu befreien. Dazu legten sie eine umfassende Dokumentation an und bereiteten Ausstellungen vor. Mit korrespondierenden Expositionen in Erfurt zur biblischen Thematik und Gera zu Atelierbildern zeigen sie mit dem Museumsdirektor Wolfgang Holler im Neuen Museum Weimar bis zum 3. Februar ein wirkliches Großereignis: 260 Arbeiten, vor allem Gemälde, wenige Plastiken und Grafiken aus allen Zeitphasen und Genres, staatsnah und -fern. Wie die Neue Zürcher Zeitung zurecht meint, habe man es nicht auf kunstrichterliche Wertungen abgesehen, sondern auf kulturhistorische und kunstsoziologische Deutung, die verfolge, wie sich die gesellschaftliche Situation der DDR in der Entwicklung der bildenden Künste spiegelt. Zur Neubewertung empfiehlt Karl-Siegbert Rehberg zu lernen, »daß es in der DDR nicht eine Einheitskunst gegeben hat, obwohl es eine einheitliche Kunstpolitik gab. Und daß nicht durch die Diktatur und die autoritären Verhältnisse die Bilder entwertet sind.« Das hätte jeder wissen können. Bereits 1977 präsentierte die Kasseler documenta, ein Hort der Freiheit der Kunst, realistische Kunst aus der DDR; und als Quelle zu einer Neubewertung gehören selbstverständlich die in der DDR erarbeiteten kunsthistorischen Sichten. Immerhin schwingt man sich mit der umfangreichen Arbeit am »Bildatlas« zur Behauptung auf: Das ist erstens Kunst und zweitens nicht Antimoderne, sondern Andere Moderne. Richtigerweise wird die Moderne plural und unter Einschluß der realistischen Strömungen definiert.
Weil das gesellschaftliche Projekt mit der Republik abgestürzt ist und wohl auch, was zu bezweifeln ist, die sozialistische Utopie, wird die Exposition mit »Abschied von Ikarus« überschrieben, ein Rahmenthema, das allerdings vielfältige Themen von Aufmunterung zum Übermut bis Niedersturz umfaßt. Das prägt den Auftakt mit der Konfrontation von Bernhard Kretzschmars zukunfts-weisender »Eisenhüttenstadt (Stalinstadt)«, 1955, und Wolfgang Mattheuers »Freundlicher Besuch im Braunkohlenwerk«, 1974, das nicht nur Landschaftszerstörung, sondern auch sozialen Dissens zeigt. Bergleute, profanierte Brüder des Sisyphos, beim landschaftsfressenden Steinwälzen, werden von maskenlachenden, schattenlosen Prüfern kontrolliert.
Die Masken herunterzureißen, die Wahrheit und Veränderungsbedürftigkeit der Realität zu sehen, fordern solche Bilder; in ihnen wird wie bei den Stürzenden von Fritz Cremer, Wieland Förster und Waldemar Grzimek ein tragischer Widerspruch von Utopie und Realität ausgetragen, Sinnbilder der entfremdeten Arbeit mit neuer globaler und gegenwärtiger Dimension.
Verwundert begegnen manche Bildern einer volksnahen Welt Arbeiter und Brigaden, der Maurerlehrling von Otto Nagel, die Mamais von Walter Dötsch und Willi Neuberts Parteidiskussion bis zu Volker Stelzmann mit seinem Schweißer oder die Brigaden von Lothar Zitzmann, Werner Tübke, Wolfgang Peuker, Nobert Wagenbrett und das badende Kollektiv von Wilfried Falkenthal. Jüngere wissen nicht, wie der Meister Falk damals die Leute vor die Fernseher zog, weil ihnen der Erfolg der gemeinschaftlichen Anstrengung wichtig war. Ein humanes Menschenbild mit Sinnlichkeit, gepriesen von Liebespaaren Willi Sittes oder Nuria Quevedos, und mit wissenschaftlichen Rationalismus und technokratischer Idealität illusorisch gesteigert vom spanischen Immigranten Josep Renau. Oft wurde die ostdeutsche Kunst kritisiert, weil sie mit dem Staat DDR identifiziert werden kann. Nunmehr heißt ein neuer Weg, die DDR zu delegitimieren: Jetzt machen wir die Kunst der DDR zu unserem Verbündeten und loben sie als engagierten Gegner der DDR, Kunst versus Staat. Gezeigt, gedeutet, vermutet Rehberg irrtümlich im Katalog beim Bildmotiv einer Tricolore, diese sei bundesrepublikanisch, obwohl sie, auf die französische Revolution bezogen, davon sprach, zur Revolution zu eilen und nicht zur Einheit. Natürlich bediente sich die Kritik im Lande nicht zuletzt der Kunst als Organ kollektiver Selbstverständigung und subversiver Kraft. Dazu hinterfragten Künstler in allen Phasen der DDR ungewöhnlich häufig antike Mythen auf deren aktuelle Bedeutung. Mit Kassandra, Prometheus, Parisurteil oder Angela Hampels »Penthesilea« zeigt Weimar nicht allein Ikarus' Schicksal. Dieses erschien allerdings sowohl für optimistische Hochphasen als auch für krisenhafte persönliche wie gesellschaftliche Situationen paradigmatisch: Ikarus als kosmischer Flugpionier bei Willi Sitte, 1957; Absturz des begeisterten Ikarus und sein Tod bei Bernhard Heisig, 1979; behinderte Ikarusse wie bei Via Lewandowsky, 1988. Manches fehlt, zum Beispiel Winfried Wolks Ikarus, der eine angedeutete Flughaltung mit realem Duckmäusertum verbindet, oder die Sturzgestalten Bernd Göbels und Ronald Paris' Ikarus, dem Sisyphos begegnet, die zeigen, daß das Leitbild Bestand hat. Ikarus, die kritische und innovative Kraft der Menschheit, wird immer wieder von Künstlern verabschiedet und willkommengeheißen, um im Offenen zu wirken.
Dienstag, 8. März 2011
Künstlerbücher
Ausstellung des è Halleschen Kunstverein e.V.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Kassandra auf dem Forum
Ausstellung: 5. November 2010 bis 28. Februar 2011
è Willi-Sitte-Galerie Merseburg














