Posts mit dem Label Museum für Druckkunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Museum für Druckkunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 21. Februar 2026

Mein Morgenstern in Mainburg

Ab März wird die Wanderausstellung des Vereins für die Schwarze KunstMein Morgenstern“ in Mainburg zu sehen sein. Mit dabei auch ein Faksimile der "B42" Gutenbergbibel und ein Schwarzes Gebetbuch aus der Lichtdruckwerkstatt des Museums für Druckkunst in Leipzig.
Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff,
Typometer und Winkelhaken
Foto: Willi Bexk
Möglich gemacht hat die Ausstellung vor Ort Horst Pinsker, Drucktechniker und leidenschaftlicher Typograph aus Mainburg. Als Mitglied des Vereins für die Schwarze Kunst bereichert er „Mein Morgenstern“ auch noch mit etwas ganz Persönlichem, womit keiner der anderen deutschen Ausstellungs-Standorte aufwarten kann: Pinsker bringt aus seiner persönlichen Werkstatt für die Schwarze Kunst eine Mini-Druckmaschine, einen kleinen „Boston-Tiegel“, mit und besondere Schmankerl traditioneller Druckkunst. Auf einer sogenannten „Nudel“ dürfen die Besucher Bleisatz und Buchdruck selbst ausprobieren und das Ergebnis – natürlich ein Morgenstern-Zitat – mit nach Hause nehmen.

1. März - 3. Mai 2026
Stadtmuseum
Abensberger Str. 15, 84048 Mainburg

Blick auf die Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff, Typometer und Winkelhaken.

Freitag, 13. Juni 2025

Chinesische Steinabreibungen in digitalen Welten

Die chinesische Steinabreibung ist eines der ältesten Verfahren, um Texte und Bilder zu vervielfältigen. Aus diesem Grund widmet das Museum für Druckkunst Leipzig dieser frühen Technik eine eigene Ausstellung. Zu bestaunen sind Abreibungen von historischen Inschriften und Bildgravuren, die von der Zhou-Dynastie bis ins 20. Jahrhundert das chinesische Kulturleben eindrucksvoll widerspiegeln.

Die Exponate entstammen einer Privatsammlung aus dem Fundus der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft in Berlin e.V., die das Konfuzius-Institut Leipzig 2023 übernommen hat.
Ein Highlight der Schau ist der künstlerische Einsatz von Augmented Reality durch die deutsch-chinesische Künstlerin Yi Meng Wu, die die schwarz getuschten Darstellungen farbenprächtig animiert hat. Diese können über das persönliche Smartphone oder ein Leihgerät nach dem kostenlosen Download der ARTIVIVE-App abgespielt werden.

Ausstellung: 26. April - 31. August 2025

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 3804229 Leipzig

Mittwoch, 11. Juni 2025

Werkstadtbesuch des LBA

Der Leipziger Bibliophilen-Abend wird in seiner nächsten Zusammenkunft im Rahmen der Reihe WERKSTATTBESUCHE die Lichtdruck-Werkstatt des Druckkunst-Museums, nach eigenen Angaben die einzige ihrer Art, besuchen.
Interior of Joseph Albert's atelier, Munich From original Albertype in The Photographic Times, London, June 24, 1870
Der Lichtdruck, engl. collotype, ist ein Edeldruckverfahren zur Wiedergabe von rasterlosen Halbtönen und wird heute nur noch selten angewandt.

17. Juni 2025, 18 Uhr
Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Sonntag, 23. März 2025

Mein Morgenstern

Seit Oktober 2024 sind die Rohbögen des gemeinsamen Morgensternprojekts des Vereins für die Schwarze Kunst und der Meister der Einbandkunst auf den Werktischen der 22 teilnehmenden MDE-Mitglieder. Die ersten Einblicke machen Lust auf mehr. 
Am Rande der Leipziger Buchmesse wird am 28. März die Büchergilde Gutenberg dieses Projekt um 20 Uhr im Museum für Druckkunst der Öffentlichkeit vorstellen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Gesprächsrunde und dazu, mehr über den Entstehungsprozess zu erfahren.

(Theresa Wedemeyer)
Zu sehen ist die Vielfalt dieser Buchgestaltung in der Wanderausstellung »Mein Morgenstern«. Den Auftakt macht das Literaturmuseum Christian Morgenstern.

30. März - 25. Mai 2025
Christian Morgenstern Literaturmuseum Werder an der Havel

30. Mai - 31. August 2025
Zentralbibliothek des Kulturpalastes Dresden

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
Eröffnung: 12. September 2025
13. September - 16. November 2025

Museum für Druckkunst Leipzig
28. November 2025 - 1. Februar 2026

Weitere Ausstellungen für 2026 sind geplant.

Freitag, 14. März 2025

Zeit zu drucken 5

Das Museum für Druckkunst hat bereits zum fünften Mal im Rahmen seines Artist in Residence Programms, welches vom Museum für Druckkunst gemeinsam mit der Giesecke+Devrient Stiftung durchgeführt wird, vier Künstlerinnen die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Druckprojekte an historischen Pressen und Druckmaschinen umzusetzen.
Stefanie Neumann, Franziska Neubert, Chie Mori und Andrea Ackermann realisierten zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 jeweils vier Wochen lang ihre druckgrafischen Ideen.
Das Programm wurde erstmals 2020 ausgelobt. Aus über 40 Bewerbungen wählte eine Jury für die fünfte Folge vier Teilnehmer/innen aus.
Fotos © Museum für Druckkunst, vergrößern durch Klick auf die Bilder
Die Giesecke+Devrient Stiftung und das Museum für Druckkunst leisten damit einen Beitrag zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, deren Schwerpunkt die Druckgrafik ist und setzen sich für den Erhalt und die Vermittlung des Immateriellen Kulturerbes Drucktechniken ein.

Ausstellung: 1. März bis 6. April 2025

Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Freitag, 23. August 2024

100 Jahre Büchergilde

Ausstellung in der Gründungsstadt Leipzig

Frank Eißner100 Jahre Büchergilde,
Farbholzschnitt, 42 x 30 cm, Auflage 24 Expl.
Der 29. August 1924 war der Tag der Büchergilde-Gründung.
Am 29. August 2024 wird im Museum für Druckkunst in Leipzig die Ausstellung „Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg“ eröffnet. „Mit heiteren Augen“ war der Titel des ersten, von Mark Twain geschriebenen Buchs, das die Büchergilde herausgab.

Ausstellung: 29. August - 10. November 2024
Werkstattgespräch: 31. August 2024, 15 Uhr, Franziska Neubert: "Das illustrierte Buch bei der Büchergilde".

(Bitte ggfs. per Mail unter veranstaltung@buechergilde.de anmelden!)

Museum für Druckkunst
Leipzig, Nonnenstraße 38

Samstag, 13. Juli 2024

Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg

Im August 2024 feiert die Büchergilde an ihrem Gründungsort in Leipzig ihr 100-jähriges Bestehen mit einem großen Festwochenende und einer Jubiläumsausstellung. Es ist ein Fest der gelebten Gemeinschaft, für die vielen Leserinnen und Leser, Mitglieder sowie Genossinnen und Genossen, Künstlern, Autoren und Kulturbegeisterten.

In einer Jubiläumsausstellung zeigt das Museum für Druckkunst in Leipzig die Werkstattausstellung »Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg« macht 100 Jahre Büchergilde mit allen Sinnen (be-)greifbar.
Das Jubiläumsmotto »Vorwärts – mit heiteren Augen!« ist der Schlusssatz des Vorworts der allerersten Büchergilde-Publikation von 1924 – der Geschichtensammlung Mit heiteren Augen von Mark Twain.
Am Eröffnungswochenende der Ausstellung, vom 31. August bis 1. September, feiert die Büchergilde Gutenberg im Museum für Druckkunst mit Kinderprogramm, Druckworkshops und Werkstattgesprächen sowie einer literarischen Matinee.

Bücher für alle zu machen, das ist eines der zentralen Anliegen der Büchergilde Gutenberg seit ihrer Gründung. 1924 wurde sie vom Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker ins Leben gerufen, um Arbeiterinnen und Arbeitern den Zugang zu Büchern zu erleichtern.
Heute ist die Büchergilde als Verlagsgenossenschaft organisiert. Und auch heute geht es der Büchergilde ganz im Sinne des Gründungsgedankens darum, Bücher in hochwertiger Ausstattung für alle zugänglich zu machen. Um ein wohl kuratiertes Literaturprogramm, kreative Gestaltung sowie um eine kritische Reflexion des Zeitgeschehens.
Gegründet wurde die Büchergilde 1924 im Volkshaus zu Leipzig auf Initiative von Bruno Dreßler, dem Ersten Vorsitzender des Bildungsverbandes sowie späteren Geschäftsführer der gewerkschaftseigenen Buchdruckerwerkstätte. Seit Jahren schon trieb ihn die Idee einer »proletarischen Kulturgemeinschaft« um. Sein Anliegen fiel auf fruchtbaren Boden. Einstimmig erklärten die anwesenden Gewerkschaftskollegen ihre Zustimmung zur Einrichtung der Buchgemeinschaft. Die Idee, auch Arbeitern mit Hilfe einer Buchgemeinschaft zum Besitz von Literatur zu verhelfen und den Zugang zur Bildung zu erleichtern, war ein Gebot der Stunde.
1933 wurde die Büchergilde wie die meisten Kulturinstitutionen gleichgeschaltet. In Zürich übernahm der in die Schweiz ausgereiste Bruno Dreßler die Züricher Filiale, die sich zuvor von der Büchergilde in Berlin abgespalten hatte. Die Exil-Büchergilde führte den Gründungsgedanken fort: »Aufrichtige demokratische Tradition verträgt kein Diktat, keine sklavische Gesinnungsuniformierung.« Das Exil in der Schweiz war zentral für das Überleben der Büchergilde während der NS-Zeit und ihre Entwicklung nach 1945.
Nach Kriegsende wurde die Büchergilde Gutenberg 1947 mit Sitz in Frankfurt am Main neu gegründet. Sie bot wieder einen Zugang zu klassischen Stoffen, zu Autoren der Weltliteratur und zeitgenössischen Schriftstellern, der jahrelang verwehrt gewesen war.
Die Mitgliederzahlen wuchsen in den Jahren des Wirtschaftswunders und die Büchergilde betätigte sich wieder mehr als eigenständiger Verlag. 1964 gehören 300.000 Menschen zur Büchergilde, die Zahl der Mitarbeitenden ist auf über 10.000 gestiegen, in 52 Städten in der Bundesrepublik hat die Büchergilde Zweig- und Geschäftsstellen, Treffpunkte für Bücher- und Musikfreunde.
2014 beschloss man nach mehreren Umstrukturierungen, das Unternehmen in eine Genossenschaft umzuwandeln, um den Erhalt und die Unabhängigkeit der Büchergilde zu sichern. Die wirtschaftliche Sanierung und Gewinnung neuer Mitglieder wurde durch eine engagierte Programmpolitik vorangetrieben, die an die alten Ideale der Gründungsidee in neuer Form anknüpft.

Jubiläumsausstellung: 29. August bis 10. November 2024

Museum für Druckkunst Leipzig

Freitag, 13. Oktober 2023

10 Jahre Verein für die Schwarze Kunst

Im Museum für Druckkunst Leipzig eröffnet heute der Verein für die Schwarze Kunst seine Feier zum 10jährigen Jubiläum.Die Walz-Alumni des Vereins haben schon vor Ort spontan ein Plakat gesetzt und sind fleißig am Drucken!

Jubiläumsfeier: 13. Oktober 2023, 16 Uhr

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstr. 38, 04229 Leipzig

Samstag, 2. September 2023

Mitgliederversammlung des Vereins für die Schwarze Kunst

Der Verein für die Schwarze Kunst Dresden lädt für Mitte Oktober in das Museum für Druckkunst Leipzig zur Mitgliederversammlung und Jubiläumsfeier ein. 

Der Verein begeht dieses Jahr sein '0-jähriges Bestehen, das an den zwei Tagen mit verschiedenen Veranstaltungen in Leipzig gebührend gefeiert wird.

Auf dem Programm stehen u.a. eine Ausstellungseröffnung und Programm der Stipendiaten, eine Werkstättenbesichtigung der Hochschule für Grafik und Buchkunst und Vorstellung der Arbeitskreise des Vereins, sowie Werkstattbesichtigungen bei Carpe Plumbum und bei Katja Zwirnmann

Jubiläumstreffen: 13. - 15. Oktober 2023
Mitgliederversammlung: 15. Oktober 2023

Museum für Druckkunst Leipzig

Donnerstag, 24. August 2023

Die Offizin Haag-Drugulin hat eine neue Heimstatt

Setzerei der Dresdener Druckerei (Quelle: Museum für Druckkunst Leipzig)
In den vergangenen Wochen ist die Sammlung des Leipziger Museums für Druckkunst um einige Schätze reicher geworden. Das Museum übernahm die deutschlandweit einzigartigen historischen Druckschriften, Schriftmatrizen und Maschinen der Offizin Haag-Drugulin. Der Betrieb der Dresdener Buchdruckerei wurde nach dem Tod ihres Besitzers, Prof. Eckehart SchumacherGebler, der als einer der weltweit renommiertesten Druckhistoriker und Sammler galt – und der das Museum für Druckkunst Leipzig 1994 gründete – Anfang des Jahres aufgelöst und zeitgleich unter Denkmalschutz gestellt. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Erbengemeinschaft, dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und der Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst ist es gelungen, die industriekulturell wertvollen Objekte langfristig im Museum zu sichern.

Freitag, 7. Juli 2023

Let's print in Leipzig

Das Museum für Druckkunst Leipzig, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, ermöglicht traditionell  interessierten Künstlern aus aller Welt für einige Wochen in den Werkstätten des Museums zu arbeiten.
Der Radierverein München, ebenfalls Pirckheimer, zeigt, gefördert von der Giesecke+Devrient Stiftung, eine Auswahl von Druckgrafiken, die in den letzten fünf Jahren anlässlich der Workshops in Leipzig entstanden sind, unter anderem von Maren Oehling aus Leipzig, Ausma Šmite aus Lettland und Meik Brüsch aus Kopenhagen (Abb.).
FUNDAMENTAL FORCES SEEMED TO BE PLAY, Radierung, Linolschnitt, Holzschnitt, 50x70 cm, 2021 (Ausschnitt)
Eröffnung: 13. Juli 2023, 19 Uhr, Einführung: Katharina Walter Museum für Druckkunst Leipzig
Ausstellung: 14. Juli - 5. August 2023

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Dienstag, 6. Juni 2023

ein neues Blatt zu Morgenstern

Zum 111. Todestages von Christian Morgenstern 2025 rief der Verein für die Schwarze Kunst das Buchprojekt »Zusammenarbeiten oder zusammen arbeiten oder wie entsteht ein Buch« ins Leben.
Stipendiaten und Alumni werden in diesem Projekt ein Buch in Zusammenarbeit vom Papier über den Druck bis zum Einband eine Auflage mit Gedichten und Texten des Dichters fertigen.

Im Rahmen ihrer Walz setzte jetzt Sabine Fehmer in der Schriftsetzerei des Museums für Druckkunst ihr Druckprojekt zu Christian Morgenstern um und schuf damit eine weitere Seite zum Buch zu Ehren Morgensterns.
Sie testete dabei auch, welche Effekte mit der Überlagerung von Farben erzielt werden können und zeigte darüber hinaus die unterschiedliche Ästhetik von Bleilettern und Holzlettern.

Samstag, 29. April 2023

O die unerhörten Möglichkeiten

Am 21. Oktober 2022  sprach im Büchergilde-Salon der Herausgeber Günter Berg mit dem Pirckheimer Kurt Idrizovic über die ausgewählten Gedichte in „O die unerhörten Möglichkeiten“. Musikalisch begleitet wird der Abend von Sopranistin Isabell Münsch und Pianist Geoffrey Abbott.
Durch Klick auf die Abb. kann die Veranstaltung angeschaut werden.

Für Bertolt Brecht war die Vertonung seiner Gedichte von Bedeutung, viele entstanden aus seiner Feder bereits direkt als Lieder. Mit dem Büchergilde-Salon pflegen wird diese Tradition gepflegt und die Brecht'sche Lyrik musikalisch zelebriert.

Anlässlich der Leipziger Buchmesse fand am 27. April in der Buchhandlung Ludwig nochmals der Liederabend und am 28. April ein Werkstattgespräch im Museum für Druckkunst statt.

Sonntag, 26. Februar 2023

Sterntaler

Das größte und aufwändigstes Künstlerbuch der Neuhauser Kunstmühle ist der Leporello „Sterntaler“ von Michael Hedwig zu einem Text von Karin Peschka.
"Der Weg von der ersten Idee bis zur Signatur war lang, und die Teile des Buches reisten zwischen Salzburg, Niederösterreich und Leipzig hin und her, um schließlich in Salzburg wieder zusammenzufinden.
Mit Michael Hedwig (von ihm stammt die Gestaltung der Station Stubentor der Wiener U3) hatten wir schon viel Druckgrafik gemacht und seine Malerei in der Galerie ausgestellt, als er eine Zusammenarbeit mit der Wiener Schriftstellerin Karin Peschka begann. So formte sich 2007 die Idee, ein Künstlerbuch zu ihrem Text „Sterntaler“ zu gestalten, einem verdichteten, eindringlichen Prosastück über Abschied, Tod und Transition.
Das gewünschte große Format (53 x 40 cm), die angestrebte Form (ein zehnteiliger Leporello), die Textgestaltung (jedenfalls Bleisatz, und mit Radierungen im Text) war schon technisch eine Herausforderung. Die Lösung war ein Kern aus Pappelsperrholz, verbunden mit Leinengelenken, auf die beidseitig die Bild – und Textseiten aufkaschiert wurden.
Die Schrift aber, die der Künstler sich wünschte, die edle Centaur, gab es nur im Museum für Druckkunst in Leipzig, und sie wurde nicht ausgeliehen - also hat unser Drucker den Text im Museum gesetzt, und dann auch dort auf einer der musealen Buchdruckpressen gedruckt. Die bedruckten Seiten reisten dann nach Niederösterreich, um die Radierungen einzufügen, und vereinten sich dann in unserer Werkstatt mit den Lithografien. Alles - die Platten, die Lithografien, die Textseiten und die Radierung wanderten dann in die Buchsdruckwerkstatt und wurden fachkundig verbunden und zusammengefügt.
Und dann setzte Michael Hedwig seine Signatur auf die so entstandenen 21 Exemplare.
Der Text von Karin Peschka ist nur in dieser Edition veröffentlicht worden."

(Elisabeth und Nikolaus Topic – Matutin)

Sterntaler, Michael Hedwig
Faltbuch zu einem Text von Karin Peschka aus 10 Teilen
Edition Neuhauser Kunstmühle 2008
9 Farblithographien und 8 Radierungen
auf Zerkall-Bütten gedruckt von Steffen Tschesno (Lithographie), Thomas Franke (Bleisatz) und Rainer Voltmann (Radierung)
auf Pappelsperrholz kaschiert, Leinengelenke
Auflage: 21 Exemplare

Sonntag, 15. Januar 2023

Grafikdruckwerkstatt Leipzig bedroht

Seit 1992 wird in der Grafikdruckwerkstatt im Werk 2 (Kulturfabrik Leipzig e.V.) auf vielfältige Weise kreativ gearbeitet. Die Werkstatträume sind mit neun grafischen Druckpressen ausgerüstet. Als Druckverfahren stehen Hochdruck und Tiefdruck zur Verfügung, sowie das Handsetzen. Auch Zeichnen, Malen, plastisches Gestalten u.v.a. werden in der, von Nadine Respondek und Marc Dettmann geführten Werkstatt angeboten.

Leider beginnt das neue Jahr mit schlechten Nachrichten. Momentan gibt es einige besorgniserregende Entwicklungen in der Versorgung, Bildung und Finanzierung von Kindern und Jugendlichen und Angebote für sie. 

Der Grafikwerkstatt sollen sämtliche Mittel für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestrichen werden. Hier hatten Jünger der Schwarzen Kunst den ersten Kontakt mit Bleisatz, hier wird wichtige Kulturarbeit geleistet.
Für das Haus ist vorgesehen, die Förderung aller Angebote im Kinder- und Jugendbereich nicht fortzuführen. 
Jetzt muss die Politik auf diese Situation aufmerksam gemacht werden. Am Mittwoch zur ersten Ratsversammlung des Jahres werden die Betroffenen gemeinsam mit anderen Trägern eine Demonstration organisieren, bei der die Kinder und Jugendlichen selbst zu Wort kommen sollen.

Protestdemonstration: 18. Januar 2023, 13:20 Uhr 

Neues Rathaus, Leipzig

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Eckehart SchumacherGebler (13.7.1934 – 17.12.2022)

Der Pirckheimer Eckehart SchumacherGebler, einer der ganz großen Persönlichkeiten der Schwarzen Kunst, ist von uns gegangen, sein unermessliches Vermächtnis wird weiterleben.

Eckehart SchumacherGebler auf der BuchDruckKunst in Hamburg, 25.12.2021, Foto © ad
Das langjährige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Eckehart SchumacherGebler ist ausgebildeter Drucker und Schriftsetzer und war seit 2013 Honorarprofessor für Druckkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. In Dresden betrieb SchumacherGebler zudem die Offizin Haag-Drugulin, ein Studio für Typografie, sowie einen Verlag. Im Jahr 1994 gründete er das Museum für Druckkunst in Leipzig, das als „arbeitendes Werkstattmuseum“ die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken vermittelt. Im Jahr darauf rief er zudem die „Leipziger Typotage“ ins Leben, die sich jedes Jahr im Rahmen einer internationalen Tagung der Schriftgeschichte und der zeitgenössischen Typografie widmen. In seinen Unternehmen hielt SchumacherGebler bis heute die Buchdruckkunst lebendig.

Im Mai 2022 erhielt Eckehart SchumacherGebler den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Landeshauptstadt Mainz.

Dienstag, 6. Dezember 2022

2023 - einhundert Jahre MDE

Unter dem Titel »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst« ist vom 29. Januar bis 7. Mai 2023 Einbandkunstausstellung der Meister der Einbandkunst in Leipzig zu sehen, hier konnte ich bereits auf diese Ausstellung hinweisen.
Blick in das MDE-Archiv mit ca. 300 Bände, ca. 30 Alben, Kassetten und buchbinderischen Sonderarbeiten, Foto © MDE
Die Ausstellung wird einen Einblick in die Entwicklung der Einbandkunst am Beispiel des MDE geben.

Von den Anfängen in den Handbindeabteilungen der Leipziger Buchbindereien im frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert die Ausstellung neben zahlreichen Einbänden auch Buntpapiere, Werkzeuge, Materialien und Werkstatteinblicke.
In der Laufzeit der Ausstellung liegen die Leipziger Buchmesse, die Europäischen Tage des Kunsthandwerks, der Tag des Buches und die Leipziger Museumsnacht. Zu diesen Höhepunkten werden vom Museum Sonderveranstaltungen angeboten. Auch für die Ausstellung des MDE ist ein Begleitprogramm in Planung. Die entsprechenden Ankündigungen und Termine werden auf den Webseiten des MDE, des Museum für Druckkunst und hier in den "Informationen eines Pirckheimers" veröffentlicht.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

Die geplante Folgeausstellung 100 Jahre MDE vom 20. Juli bis 24. September 2023 in der Staatsbibliothek Berlin musste leider abgesagt werden. Der MDE sucht derzeit nach alternativen Ausstellungsmöglichkeiten.

Vernissage: 27. Januar 2023, 17 Uhr
Ausstellung: 29. Januar bis 7. Mai 2023

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Peter D. Verheyen
hat gesagt ...
Danke für den Hinweis auf diese Ausstellung. Werde mir den Katalog zulegen müssen.

Mittwoch, 9. November 2022

37. Leipziger Grafikbörse

»Turbulenzen« ziehen mit der 37. Leipziger Grafikbörse in das Museum für Druckkunst ein.

Zu diesem Thema haben 90 Künstlerinnen und Künstler grafische Arbeiten eingereicht, die in einer Ausstellung nunmehr zu sehen sind. Die Interpretationen sind vielfältig. Es geht um gesellschaftliche Themen wie Wetter, Klima, Politik oder Wirtschaft, aber auch private, zwischenmenschliche oder gedankliche Turbulenzen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt zeitgenössischen druckgrafischen Schaffens.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Leipziger Grafikbörse e.V. wird es in diesem Jahr eine kleine Sonderpräsentation geben, die einen Blick zurück wirft sowie die Grafik-Edition präsentiert, die anlässlich des Jubiläums entstand.

Außerdem erscheint zum Jubiläum ein Offset-Nachdruck des Plakats zur 2. Grafikbörse des Verbandes Bildender Künstler der DDR von Rolf Münzner aus dem Jahr 1973. Dieses Plakat erscheint in einer Auflage von 100 Exemplaren, nummeriert und von Rolf Münzner signiert.

Eröffnung: 11. November 2022, 18 Uhr
Ausstellung: 13. November 2022 - 29. Januar 2023

Museum für Druckkunst Leipzig

Meisterhafte Unikate - 100 Jahre Einbandkunst

Im Januar 2023 wird im Museum für Druckkunst anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Meister der Einbandkunst (MDE) die Ausstellung „Meisterhafte Unikate - 100 Jahre Einbandkunst“ eröffnet.

Ingela Dierick, Foto © L.H. Rubahn
Dazu stimmt die Buchbindemeisterin Ingela Dierick, 1. Vorsitzendes des „Meister der Einbandkunst“ mit ihrem Vortrag zur künstlerischen Idee eines Buches und seiner äußeren Gestalt im Sinne eines ästhetisch überzeugenden Ganzen ein.
Der Vortrag beschreibt die Besonderheiten des unikalen künstlerischen Einbandes und wie der Verein MDE im zeitgenössischen Einbandschaffen bis heute wirkt. Es werden einige in der Ausstellung vertretene MDE-Mitglieder und ihre Arbeiten vorgestellt sowie auf individuelle Stile, künstlerische Werdegänge und die Beweggründe künstlerische Einbände zu erschaffen eingegangen. Damit verbunden wird ein Einblick in aktuell angewandte handwerkliche Techniken, Tendenzen in der Gestaltung und die Vielfalt der verwendeten Materialien gegeben. Neben handwerklichen Gesichtspunkten werden auch persönliche Erfahrungen angesprochen.
Die Ausstellung gibt dann Einblick in die Entwicklung des zeitgenössischen künstlerischen Einbandes in Deutschland - von den Anfängen in den Handbindeabteilungen der Leipziger Buchbindereien im frühen 20. Jh. bis in die Gegenwart.
Handgebundene Bücher, Buntpapiere, Gestaltungskonzepte, Werkzeuge, Materialien und Werkstattimpressionen dokumentieren die kontinuierliche Entwicklung der Einbandkunst, Wandel und Innovationen in Gestaltung und handwerklichen Techniken sowie Einflüsse aus den europäischen Nachbarländern.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, welcher in den Ausstellungen oder über die MDE Geschäftsstelle Aachen erworben werden kann.

Vortrag: 15. November 2022, 18 Uhr
Ausstellung: 29. Januar - 7. Mai 2023

Werkstattmuseum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Sonntag, 6. November 2022

Grafikkalender 2023

Der Original Grafik Kalender 2023 – Hochdruckpartner & Gäste ist jetzt auch über den Webshop dieser Galerie und Werkstatt bestellbar.
Der Druck des Kalenders für wurde in der Werkstatt von hochdruckpartner auf Kniehebelpressen und im Museum für Druckkunst Leipzig an einer Andruckpresse von Hand ausgeführt.
200,00 € (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)