Freitag, 10. Juli 2026

Buchpatenschaft anlässlich der 250-Jahrfeier der USA

Doyle, Thomas: Five years in a lottery office; or an exposition of the lottery system in the United States. Boston, 1841.“ ist eine kleine Buchpatenschaft zum Thema Lotterie als Einnahmequelle, Gefährdung der Sitten und Betrugsmöglichkeit.
Lotterien dienten lange nicht der Unterhaltung allein, sondern wurden häufig zur Finanzierung öffentlicher Projekte eingesetzt – etwa für Straßen, Brücken, Schulen, Universitäten (z. B. Harvard, Yale) und sogar zur Unterstützung der Unabhängigkeitsbewegung. Viele frühe US-Staaten nutzten Lotterien als wichtige Einnahmequelle.
In den 1830er Jahren wuchs die Ablehnung der Lotterien in der Öffentlichkeit. Die Menschen hatten nicht nur Einwände gegen die vermeintlich schädlichen Auswirkungen der Lotterien auf die Sitten, sondern auch gegen deren sehr reale wirtschaftliche Folgen: Während man früher nur ein- oder zweimal im Jahr einen Lottoschein kaufen konnte, war es nun möglich, täglich an mehreren verschiedenen Lotterien teilzunehmen. Da viele Lotterien jedoch manipuliert waren, wurden die versprochenen hohen Gewinne selten ausgezahlt. Anfang der 1840er Jahre hatten die meisten Bundesstaaten den öffentlichen Lotterien ein Ende gesetzt, doch private Lotterien wurden das ganze Jahrhundert über weiter betrieben.
„Five Years in a Lottery Office“ ist eine seltene Enthüllungsgeschichte, die die inneren Abläufe von Lotteriesystemen bis hin zu den geringen Gewinnchancen und den Gewinnspannen der Veranstalter detailliert beschreibt. Auf gerade mal vierzig, eng bedruckten Seiten wird von der Geschichte der Lotterie über die verschiedenen Formen der Lotterien das Thema ausführlich und eindringlich warnend dargestellt. Leider ist über diesen Autor nicht mehr bekannt.

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