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Freitag, 11. September 2026

Marginalien #262

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, die am Jahrestreffen in Nürnberg teilnehmen, haben die Zeitschrift heute mit den Tagungsunterlagen erhalten, alle anderen finden+ die „Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie“ heute oder in den nächsten Tagen im Briefkasten.
Marginalien # 262 mit einem Siebdruck von Pinselzeichnung von Christofer Kochs
Der Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend ließ dem Heft, wie bereits berichtet, ein von Thomas Glöß gestaltetes Heft „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ mit einem mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, beilegen, womit die Pirckheimer mit diesen Marginalien gemeinsam mit einem Siebdruck von Christofer Kochs gleich zwei Originalgraphiken erhalten.
Thomas Glöß gestaltete auch die typografische Beilage „Marlene Dietrich: ABC meines Lebens", die von Sibylle Kaldewey bearbeitet wurde. Zusammen mit dem Beitrag von ihr „Ein Blick in die Bibliothek von Marlene Dietrich“ eine schöne Einstimmung auf die Rare Books Berlin.
Remo Hug schreíbt über Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und Jens-Fietje Dwars über Karel Čapeks „Der Krieg mit den Molchen“. Erwähnenswert ist auch ein Artikel von Maria Bogdanovich über den Einbandmeister Eduard Taskas.
Leider konnte auch im aktuellen Heft nicht auf weitere Nachrufe verzichtet werden, diesmal für Christian Ewald und Klaus Raasch.

Donnerstag, 10. September 2026

Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag

Stephanie Marx, HK 90, mehrfarbiger Holzschnitt in vier Farbvarianten
Dem in Auslieferung befindlichen 262. Heft der Marginalien wird eine Schrift „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ beiliegen, die Beiträge von Thomas Glöß, Matthias Gubig, Karl-Georg Hirsch, Reinhard Minkewitz, Eberhard Patzig, Matthias Reiner, Till Schröder, Sven Uftring, Baldwin Zettl und Gerd Zimmermann enthält.
Beigelegt ist ein signierter mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, gedruckt von der Künstlerin in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in einer Auflage von 650 Exemplaren.
Die Gestaltung und den Satz in der 10 Punkt DTL Documenta Regular, Italic und Sans Regular, Italic übernahm Thomas Glöß, den Druck auf Fedrigoni 120 g führte Thomas Druck Leipzig aus, gebunden wurde das Heft von der Buchmanufaktur Müller Leipzig.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Marginalien #261

Marginalien # 261 mit Thomas Henker: Lafotische Inseln V, Algrafie, Aufl. 143 Expl.
Ein wieder einmal gelungenes und informatives Heft für Freunde der Buchkunst und Bibliophilie hat die Pirckheimer-Gesellschaft mit den soeben ausgelieferten Marginalien Nummer 261 vorgelegt.

Unter anderem berichtet Sabine Knopf „Über das Sammeln von Goethe-Autografen in Leipzig“, Till Schröder führte ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Antiquare, Markus Brandis, über Sinn und Bedeutung des Sammelns, Peter Engel äußert sich zu Lesezeichen und Agnes Kunze stellt „Wilhelm Höpfners unveröffentlichte Bilderbücher“ vor.
Als typografische Beilage findet sich im Heft der von Thomas Glöß gestaltete Bericht von Michael Faber „Als Kind im Verlagsarchiv“ und für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine von vier Algrafien von Konrad Henker, gedruckt und geprägt von Torsten Leupold in der Grafikwerkstadt Dresden bei.

Freitag, 20. März 2026

Bibliophile Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft war, wie auch der Leipziger Bibliophilen Abend, mit großem Aufgebot auf der Leipziger Buchmesse anzutreffen.
v.l.n.r. Hans Rabenbauer, Robert Grieger, Till Schröder, Matthias Haberzettl, Thomas Glöß, sigrid Wege, Ralf Wege, Jutta Osterhof
Am Nachmittag stellte Armin Schubert mit den Bücherkindern Brandenburg auf der Lesebühne ihr Buchprojekt des letzten Jahres „Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst“ vor.
Henry Günther und Armin Schubert
In Kooperation mit dem Museum Barberini und dem Museé de Cluny in Paris haben die Bücherkinder Brandenburg ein Jahr lang zu Kunstwerken über das Einhorn aus verschiedenen Jahrhunderten Erzählungen und Gedichte geschrieben und sind dabei zu phantastischen, utopischen, sozialen, umweltschützenden und kreativen Texten und Bildlösungen gekommen.

Sonntag, 18. Januar 2026

Wechsel im LBA-Vorstand

Der Leipziger Bibliophilen-Abend hat einen neuen Vorsitzenden: Nach 12 Jahren hat Dr. Thomas Glöß dieses Ehrenamt abgegeben und der LBA wählte einen neuen Vorstandsvorsitzenden, den Leipziger Architekten Gregor Fuchshuber.

Wie die Gesellschaft der Bibliophilen berichtet, konnte der bisherige Vorsitzende „mit 148 Veranstaltungen, 9 Messebeteiligungen, 25 Publikationen und einer Vereinsmitgliederzahl von über 200 ... auf der [vermutlich bereits vor über einem Monat stattgefundenen] Wahlveranstaltung eine sehr positive Bilanz“ ziehen.
Dr. Thomas Glöß, Foto © ad, Greogor Fuchshuber, Quelle: Christian Modla
Als weitere Mitglieder sind neu im Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend Dr. Jens Katzek als Schatzmeister und Uwe Duckstein als Stellvertretender Vorsitzender.
Auch das Programm des LBA für 2026 ist ab sofort auf der Webseite dieser regionalen Bibliophilen-Gesellschaft abrufbar und wird in Kürze auch zum Download bereitstehen.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Marginalien #259

originalgraphische Beilage: Gerda Lepke
Das 4. Heft des Jahres 2025 der Zeitschrift der Pirckheimer-Gesellschaft ist erschienen und „spürt starken Persönlichkeiten nach, die als Herkulesaufgabe eines Individuums die Dinge, [die das Buch ausmachen,] anstoßen, forcieren und durchsetzen“. so Till Schröder im Vorwort.
So der Leipziger Verleger Otto Spamer oder Heinrich Barchfeld, den Leipziger Kunsthändler von Joachim Ringelnatz.
Jens-Fietje Dwars, von dem auch ein Nachruf auf Jens Henkel stammt, stellt Gerda Lepke vor, von der für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft jeweils eine von vier Offsetlithografien, vom Wurzbacher Christian Müller gedruckt, mit dem Titel „Tänzerin“ beiliegt. Er „inspizierte und und extrahierte“ auch die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage "250 Jahre Goethe in Weimar - Glücksfall oder Verhängnis“ und sein Buch „Die Ein-Wunsch-Fee ...“ ist Thema einer Besprechung in den „Nachrichten für Bücher- und Grafikfreunde“.

Freitag, 21. November 2025

Jahresgabe des Leipziger Bibliophilen-Abend

Mit seinem letzten Rundbrief verschickte Thomas Glöß, der nach 12 Jahren zur Mitgliederversammlung am 12. Dezember seine Funktion als Vorsitzender des Leipziger Bibliophilen-Abend abgeben wird, die Jahresgabe dieser Regionalvereinigung.

Die Mitglieder erhielten den Band 1555 der Insel-Bücherei, Christoph Hein, „Das Havelberger Konzert. Bach-Novellen“, gedruckt in einer Teilauflage von 250 Exemplaren und vom Autor signiert.
Der am 1. Oktober 1901 und somit fast 3 Jahre vor dem LBA in Leipzig gegründete Insel-Verlag hat inzwischen seinen Sitz in Berlin, der Autor der Novellen um den Komponisten und Kantor der Thomasschule Johann Sebastian Bach, ein Name, ebenfalls im Zusammenhang mit Leipzig stehend, wuchs in Bad Düben in der Nähe von Leipzig auf. Das Leben in der DDR des Christoph Hein sollte laut F. H. von Donnersmarck Vorbild für den Film „Das Leben der Anderen“ sein, von dem Hein jedoch sagte, dass dieser ein „bunt durcheinandergemischter Unsinn“ und „ein Gruselmärchen“ sei - er setzte dem seinen äußerst erfolgreichen Roman des Jahres 2025 „Das Narrenschiff“ entgegen.

Sonntag, 14. September 2025

Marginalien #258

Mit der № 258 ist, pünktlich zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, das 3. Heft 2025 der Marginalien erschienen.
Heft 258 mit dem handkolorierten Holzschnitt Akt 25 von Peter Zaumseil
Darin berichtet u.a. Erik Glossmann unter dem Titel „Avantgardistisch, anarchistisch oder kommunistisch“ über Erich Mühsam und seine Verleger, Jürgen Overhoff über Sklaverei und Sklavenhandel in den Bilderbüchern der Aufklärung, Norbert Grewe zu Briefmarken aus der Hand von Künstler und von Wolfgang Schmitz stammt der Beitrag „Die Marseillaise der Bauern“, der u.a. näher auf die beigegebene typografische Beilage eingeht.
Unter den Rezensionen findet sich ein fundierter Überblick über „Die Bücherfrucht des Klopstock-Jahres“ vom ausgewiesenen Sammler und Kenner dieses bedeutenden Literaten, Fritz Jüttner.

Die vom Gestalter der Marginalien Thomas Glöß geschaffene typografische Beilage gibt im Bauernkriegsjahre „Die zwölf Artikel“ von 1525 unter Verwendung der Schwabacher nach dem Schnitt der Genzsch und Heyse Schriftgießerei AG Hamburg und München wieder, wobei als Grundschrift der Beilage die Maxima von Gert Wunderlich verwendet wurde. Nebenbei war erfreut zur Kenntnis zu nehmen, dass die u.a. auch von mir beanstandete Paginierung im inneren Seitenrand praktischerweise wieder an den Außenrand verlegt wurde.

Peter Zaumseil, der im Heft von Uwe Klos interviewt wird, schuf für das Heft die, nur für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft vorgesehene originalgrafische Beilage, 4 Holzschnitte in einer Auflage von jeweils 165 Exemplaren: Akt 25, Buchartist, Das kleine Geschenk und Baumgruppe, die beiden erstgenannten handkoloriert.

In diesem Jahr wird die Pirckheimer-Gesellschaft wieder einmal eine Jahresgabe an ihre Mitglieder ausgeben - der Sendung lagen dazu nähere Hinweise bei.

Dienstag, 8. Juli 2025

Pirckheimer planen wieder eine Jahresgabe

Nachdem es im letzten Jahr nicht möglich war, erhalten Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft 2025 wieder eine Jahresgabe - das von Thomas Glöß gestaltete Buch von Wolfgang Neubert »50 Jahre unterwegs mit Büchern«, entweder als Normalausgabe oder mit Zuzahlung von 32 € als Vorzugsausgabe. Letztere errscheint in 50 Expl. mit einem kolorierten Acrylstich von Egbert Herfurth.
Ill. Egbert Herfurth, aus: Karneval der Bücher, Faber & Faber, 2004
Die ersten Ideen zu diesem Buch, welches nun erscheint, wurden im Vorstand der Pirckheimer bereits bei der Teilnahme der Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse vor 8 Jahren diskutiert.
Wolfgang Neubert, seit 50 Jahre Pirckheimer, beschreibt in »50 Jahre unterwegs mit Büchern« die Zeit von seinem Werdegang als junger Sammler in der DDR Ende der 60er Jahren bis zu seinem Versandantiquariat in Thalheim (Erzgebirge) nach dem Ende dieses Staates, er berichtet vom Ausverkauf antiquarischer Bücher in den Westen, der Benachteiligung der Sammler gegenüber Devisenkunden, den Schleichwegen zu Raritäten, der Verfolgung durch die Steuerfahndung, aber auch von der Unterstützung, die er in der Pirckheimer-Gesellschaft fand bis zum Aufbau eines eigenen Geschäfts und die Bekanntschaft mit neuen bedeutenden Sammlern.

Wolfgang Neubert: 50 Jahre unterwegs mit Büchern
Hrsg. mit einer Vorbemerkung von Carsten Wurm
Berlin: Pirckheimer-Gesellschaft 2025
ca. 200 S., gebunden, 12 Abb. und viele Vignetten von Egbert Herfurth

Mittwoch, 19. März 2025

Marginalien #256 - neugestaltet

Mit dem ersten Heft der Marginalien 2025 kommen diese in neuem Design, 2015 übernahm Matthias Gubig die bis dahin in den Händen von Heinz Hellmis liegende Gestaltung, jetzt wurde diese in die Hände von Thomas Glöß gegeben.
Nicht nur die Covergestaltung wurde geändert, auch der Satzspiegel, wobei die Abbildungen jetzt häufig bis zum Seitenrand gehen.
Als ungünstig empfinde ich, dass die Paginierung jetzt an der Innenseite angebracht ist, was bei dem ohnehin schlechten Aufschlagverhalten des Heftes das Auffinden einer bestimmten Seitenzahl erschwert.
Beim vorliegenden Heft ist in Einzelfällen dem Buchbinder leider beim Zuschnitt der typografische Beilage, ab sofort ebenfalls von Thomas Glöß gestaltet, ein Fehler unterlaufen: sie wurde oben nicht aufgeschnitten ist und man muss diese somit vor dem ersten Durchblättern selbst aufschneiden.

Im Heft finden sich u.a. Beiträge von Roland Jaeger über Hermann Seewald, Matthias Haberzettl über Werner Klemke, Rainer Schmidt über Johannes Gutenberg und Helmut Garritzmann über Christan Ewald. Weiterhin berichtet Maria Bogdanovich über die 400jährige Reise eines Buches durch Europa und Till Schröder schreibt über die MaroHefte,
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine, in der Werkstatt für Satz und Druck aus Augsburg in einer 650ger nummerierten und signierten Auflage gedruckte, dreifarbige Offsetlithographie von Ulrike Steinke mit dem Titel "Glücksbringer" bei.

Montag, 25. März 2024

Bibliophilen-Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft und der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentierten sich vom 21. bis 24. März 2024 auf der Leipziger Buchmesse.
Auf dem Rundgang konnte man natürlich auch Mitglieder dieser Bibliophilen-Organisationen treffen, u.a. Gabi Albani oder Klaus Barthel und andere.
Matthias Haberzettl und Robert Grieger am Pirckheimer-Stand
Hans Rabenbauer im Gespräch mit Herbert Kästner
Reinhard Grieger, Herbert Kästner und Thomas Glöß
Armin Schubert auf der Lesung der Bücherkinder Brandenburg
Thomas Glöß präsentiert mit den Künstlerinnen Aafke Ytsma und Selma van Panhuis die neue Ausgabe der Reihe "24 x 34 Grafik"
Steffen Marciniak
Rudolf Angeli, Fotos © ad

Dienstag, 19. März 2024

LBA auf der Buchmesse

Der Leipziger Bibliophilen-Abend hat auch in diesem Jahr einen Stand auf der Leipziger Buchmesse vom 21. bis 24. März, wieder in direkter Nachbarschaft zur Pirckheimer-Gesellschaft.
Wir freuen uns, Sie in Halle 2 am Stand E501 zu begrüßen. Dort findet am Messesamstag um 15 Uhr die Präsentation der neuen Ausgabe unserer Reihe "24 x 34 Grafik" statt. Passend zum diesjährigen Gastland haben die beiden niederländischen Künstlerinnen Aafke Ytsma und Selma van Panhuis je eine Grafik geschaffen.
Alle Interessenten sind zu dem kleinen Empfang herzlich eingeladen.

(Thomas Glöß)

Montag, 16. Oktober 2023

Common Sense

Der Leipziger Bibliophilen-Abend lädt ein zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung "Common Sense" - Künstlerbücher der Edition Augenweide, die von Ulrich Tarlatt und Jörg Kowalski herausgegeben wurde.
Nach einer Begrüßung durch Dr. Thomas Glöß, dem Vorsitzenden des LBA, hält Dr. Adrian La Silvia die Laudatio, die musikalische Begleitung erfolgt durch Tilo Augsten (p) & Torsten Walther (sax).
Vernissage: 3. November 2023, 18 Uhr
Ausstellung: 6. November 2023 - 9. Januar 2024

Haus des Buches
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Sonntag, 1. Oktober 2023

Hamburger Bothe #18

Hamburger Bothe # 18 lesen durch Klick auf die Abb.
Die 18. Ausgabe des „Hamburger Bothen“ bringt die zweite Folge unserer neuen Rubrik, in der herausragende Buchillustratoren ihre Arbeit selbst vorstellen. Nach dem Hamburger Zeichner Klaus Waschk ist jetzt Rainer Ehrt aus Kleinmachnow bei Berlin an der Reihe, Einblicke in seine vielfältige künstlerische Tätigkeit zu gewähren. Zudem informiert der Münchner Künstlerbuch-Sammler Reinhard Grüner über seine herausragende Kollektion, Thomas Glöß zeichnet die bedeutende Editionstätigkeit des Leipziger Bibliophilen-Abends nach und unser Autor Urs Heftrich erzählt, was er bei einer Bonner Lesung aus seinem jüngst bei Angeli & Engel erschienenen Gedichtband „Gehäuseschutt – House of Rubble“ erlebt und beobachtet hat. Das Autorenporträt, das wir in jeder Ausgabe des „Hamburger Bothen“ bringen, gilt in der 18. Nummer der Hamburger Schriftstellerin Sigrid Behrens.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Mittwoch, 23. August 2023

Prof. Gert Wunderlich, 18. November 1933 – 15. August 2023

Der Leipziger Bibliophilen-Abend trauert um sein Ehrenmitglied Prof. Gert Wunderlich.

Als einer der herausragenden Buchgestalter und Typografen Deutschlands hat er zahlreichen Büchern des LBA ihr unverwechselbares grafisches Erscheinungsbild gegeben.

Mit der hohen Qualität seiner Gestaltung hat Gert Wunderlich mehrere Auszeichnungen – u.a. bei „Die schönsten deutschen Bücher“ – erhalten und damit den Ruf des LBA als wegweisende bibliophile Gesellschaft bezüglich ihrer Editionen begründet.
Wir werden ihn stets als großen Buchkünstler und wunderbaren Menschen in Erinnerung behalten.

Im Namen des Vorstands
Dr. Thomas Glöß

Sonntag, 30. April 2023

Leipziger Buchmesse 2023

Die Leipziger Buchmesse hatte noch nicht die Größe der Zeit vor Corona erreicht, ungünstig war auch, dass die Antiquariatsmesse nicht auf dem Messegelände stattfand.
Aber es blieb Zeit für einem Besuch bei den Bücherkindern Brandenburg, die, unterstützt von der Pirckheimer-Gesellschaft mit Armin Schubert ihr Buchprojekt des Jahres 2023 "Die Farben der Kindheit" vorstellten (siehe hier) und einem Abstecher zum LBA, der die "Paradiesischen Dialoge 6" präsentierte (siehe hier) nur zu wenigen Gesprächen, z.B. mit den Pirckheimern Michael Faber, Rainer Ehrt oder Wolfgang Grätz.
Am Stand von Hanif Lehmann gab es Gelegenheit, seine aktuelles Projekt. eine Graphik-Suite zu Tarot-Karten kennenzulernen, die als Künstlerbuch mit einem eigenen Text zusammengeführt werden wird.
Abel Doering, Hanif Lehmann, Foto © Thomas Glöß
Am Stand von Hans Hilmar Koch konnte man seine Tochter Almuth Koch antreffen, die, zur Zeit auf Walz, für den Verein für die Schwarze Kunst die Walzpostkarte Nr. 5 geschaffen hat (siehe hier).
Hans-Hilmar Koch und seine Tochter Almuth Koch, Foto © ad
So wie der Leipziger Bibliophilen-Abend mit Thomas Glöß und Eberhard Patzig war auch die Pirckheimer-Gesellschaft wieder mit einem Stand auf der Buchmesse vertreten, dieser wurde u.a. betreut von Matthias Haberzettl, Till Schröder, Katrin Aepler, Jutta Osterhof, Hans Rabenbauer, Matthias Kolossa und Ralf Wege.
weitere Fotos durch Klick auf die Abb.

Dienstag, 31. Januar 2023

Vorstandswahl beim LBA

Auf der Mitgliederversammlung des Leipziger Bibliophile-Abend am 20. Januar 2023 stand auch eine Vorstandswahl auf der Tagesordnung.

Mit großer Mehrheit wurden wieder- bzw. neu gewählt:
Dr. Thomas Glöß Vorsitzender
Eberhard Patzig Stellvertreter
Yana Borysenko Schatzmeisterin
Dr. Jens Katzek Schriftführer
Evelin Krüger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ekkehard Schulreich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julia Rinck Verbindung zum Buch- und Schriftmuseum der DNB
Prof. Sabine Golde Betreuung junge Buchkunst
Axel Schöpa Rechnungsprüfer
Petra Gläß Rechnungsprüferin

Weitere Informationen sowie das Programm für 2023 kann auf der Homepage des LBA nachgelesen werden.

Donnerstag, 4. August 2022

Einladung zur Auktion

Stephan Hermlin: Zur Lage
Essay (Blätter zu Literatur und Grafik, (21)
Vor wenigen Stunden konnte ich folgende Aktualisierung auf der Seite des Leipziger Bibliophilen-Abends eintragen:

Der Vorstand des LBA lädt Sie und Ihre Freunde ganz herzlich zur Auktion bibliophiler Bücher am 6. September 2022 ein. Beginn ist 19.00 Uhr im Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. Die Vorbesichtigung der Objekte ist am 5. 9. von 15–18 Uhr und am 6. 9. von 17–18.30 Uhr im HdB möglich. Auf unserer Homepage steht die Objektliste zum Download bereit.
Die Auktion speist sich aus den gestifteten Beständen von Vereinsmitgliedern, angereichert mit Einreichungen Leipziger Buchkünstler. Bibliophile Editionen kom­men zu generell niedrigen Ansetzungen zur Versteigerung. Im Vordergrund stehen dabei Editionen des LBA von 1905 bis 2015, aber auch Ausgaben vieler weiterer bibliophiler Urheber. Darunter befinden sich zahlreiche seltene Stücke und Rara. Das Auktionsangebot in seiner Fülle darf als einmalig bezeichnet werden. Der Erlös der Auktion kommt dem LBA und seiner Publikationstätigkeit zugute, ein Teil der Einnahmen wird für den Erwerb von Büchern für die Kinder ukrainischer Flüchtlinge gespendet.
(Thomas Glöß)

Samstag, 8. April 2017

Die erstaunlichen Langlebigkeit eines Fakes

Warum begann Rainer Friedrich Meyer, so fragt er sich, "überhaupt mit dem Buchwörterbuch? Als ich vor neun Jahren das Handbuch des Verbandes deutscher Antiquare durchblätterte, traf ich auf Michael Trenkles „Fachbegriffe im Antiquariat. Ein Glossar“, und dort unter „Alinea, Alineazeichen“ auf die bemerkenswerte Passage: „In der Frührenaissance war ein Zeichen in der Form eines Blatts (das Aldus-Blatt, nach Aldus Manutius d. Ä. 1449-1515) beliebt.“
Dieser kritiklos übernommene Unfug hat sich bis in die neueste Auflage retten können. [...] die Tatsache, daß Fehlinformationen jahrelang weitergeschleppt wurden, hat mich inspiriert, es selbst zu versuchen.
Doch falls Trost darin zu finden sein sollte, die deutsche Wikipedia fällt auch darauf herein: „Das Aldusblatt ist eine Ornamentform, welche nach dem italienischen Buchdrucker und Verleger Aldus Manutius benannt ist. Dieser verwendete das herzförmige Blatt als Schmuck in seinen Büchern.“ Und: „Bereits in frühgriechischen Inschriften ist das Aldusblatt zu finden. In der Frührenaissance wird es als Alineazeichen, als Einleitungszeichen für einen Absatz verwendet. Durch seine häufige Verwendung bei Aldus Manutius fand es im 16. Jahrhundert eine noch größere Verbreitung als Schlussstück für eine Textpassage oder zur Zierde von Titelblättern.“
Hofft man nun auf einen Beleg in Gestalt eines Bildes aus einer Aldine, so hofft man vergebens. Zur Illustration dienen nur andere Textseiten [...].
Einer ebenfalls gewagte Hypothese, das Blättlein sei auf den Aldinischen Einbänden verwandt worden, sei nur entgegnet: Es gab sie nicht, die Aldinischen Originaleinbände, auch wenn Hans Loubier in „Der Bucheinband von seinen Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts“ (2. Aufl., Leipzig, 1926) auf Seite 153 von „Arabesken, die in Delphine auslaufen“ träumt und „goldene Lindenblättchen, die sogenannten Aldus-Blätter“ auf solchen Originaleinbänden zu erblicken vermeint."

(aus dem Blog meyerbuch)

2 Kommentare:

12. April 2017: T. Glöß hat gesagt …

Lieber Rainer Friedrich Meyer,
da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, oft werden wissenschaftliche "Fakten" kritiklos übernommen. Der Mythos vom Aldusblatt gehört in diese Reihe und was dazu bei Wikipedia steht, ist in der Tat Unfug.
Es stimmt ebenfalls nicht, dass die sogenannten Aldusblätter im Buchdruck als Alineazeichen für den Beginn einer neuen Zeile genutzt wurden. Zumindest im frühen Buchdruck dienten sie nach dem Vorbild römischer Inschriften als Einfassung eines Textes oder einzelnen Wortes, z. B. in Konrad Peutingres Druck "Romanae vetustatis fragmenta in Augusta vindelicorum", Augsburg 1505.
Zu der Verwendung des Aldusblattes auf Originaleinbänden der Werkstatt von Manutius muss gesagt werden, dass es diese gab. Jenseites der These vom einheitlichen Aldinischen Originaleinband fanden Aldusblätter in Form von blindgeprägten Einzelstempeln auf einzelnen Aldinischen Originaleinbänden Verwendung. Die deutschen Buchbinder Kaspar Kraft d. Ä. ab 1521 sowie Balthasar und Bartholomaeus Ziehenaus ab 1552 nutzten sie; Beispiele in: "Im Zeichen von Anker und Delphin", Faber & Faber 2005, Abb. S. 115, 161. Vielleicht leitet sich ja daher der Begriff Aldusblatt ab.

12. April 2017: RF Meyer hat gesagt …

Sehr geehrter Herr Glöß,
wie ich unter "Originaleinband" im BWB schreibe:
„So far as we can judge no bookbinder was employed during the elder Aldus's lifetime, or at least none that produced tooled leather covers.“. (Anthony Hobson: Was there an Aldine Bindery? In: Aldus Manutius and Renaissance Culture. Essays in Memory of Franklin D. Murphy. Edited by David S. Zeidberg. Florence: Leo S. Olschki, 1998. p. 245.) Hingegen wurde der "Mendoza Buchbinder" von Andrea Torresano etwa 1519-1529, dann von den Geschäftspartnern Manuzio-Torresano und schließlich 1539-1540 von Gianfrancesco und Federico Torresano beschäftigt.
- - -
Siehe auch "Jean Picard" im BWB.
Dies ist meines Wissens der derzeitige Stand der Forschung.

Donnerstag, 10. November 2016

Subskriptionsangebot Leipziger Bibliophilen-Abend

Der langjährige Verleger unserer Drucke Herbert Kästner hat seine erfolgreiche Tätigkeit für den Leipziger Bibliophilen-Abend beendet. Für die künftige Publikationstätigkeit konnten wir als neuen Herausgeber den ehemaligen Literaturredakteur des MDR, Michael Hametner gewinnen. Mit seinem hohen literarischen Anspruch und seinen Kontakten zu Schriftstellern und Künstlern ist er prädestiniert, das Niveau bibliophiler Editionen des LBA fortzuführen. Die einmalige limitierte Auflage von 120 Exemplaren (davon 30 als Vorzugsausgabe) wird beibehalten, sämtliche Drucke werden weiterhin nur mit signierten Originalgrafiken ausgestattet und nummeriert. Selbstverständlich werden auch in Zukunft alle Drucke sorgfältig gestaltet und mit hochwertigen Materialien hergestellt.
Zur Leipziger Buchmesse 2017 beginnt die neue Reihe unter dem Titel »Paradiesische Dialoge«. Im Band 1 erscheinen unveröffentlichte Lyrik und Liedtexte von Hans-Eckhard Wenzel mit Grafiken von Johannes Heisig. Beiliegen wird eine CD mit neuen Liedern von Wenzel.
unter Verwendung eines Fotos © Gaby Waldek
Im Herbst 2017 erscheinen als Band 2 Lyrik und Prosatexte von Anja Kampmann mit Grafiken des Leipziger Künstlers Frank Berendt. Die weiteren Drucke sind in der konkreten Planung, die Ankündigungen für Band 3 und Band 4 (Erscheinungsjahr 2018) erfolgen Anfang 2017.
Bezüglich der Preise für die kommenden Ausgaben werden Sie davon profitieren, dass ein Großteil der Kosten durch ehrenamtliche Tätigkeit abgedeckt wird. Der Preis setzt sich aus den reinen Herstellungskosten zusammen und wird sich auch in Zukunft auf dem gleichen vergleichsweise niedrigen Stand bewegen wie bei den bisherigen Ausgaben. Für die Vorzugsausgabe gibt es leider keine freien Subskriptionsplätze mehr, für die Normalausgabe sind altersbedingt einige Plätze frei geworden.
Bei Interesse schreiben Sie an den LBA, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig oder schicken eine E-Mail.
(Thomas Glöß)