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Sonntag, 26. April 2026

4. BuchKunstPotsdam 2026

Foto © SLB/Sin
Rund um den Welttag des Buches am 23. April fanden in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam verschiedene Veranstaltungen zum Kulturgut Buch statt.
Vom 1. bis 26. April konnten Besucher eine Vitrinen-Ausstellung „Künstlerbücher aus dem Bestand der SLB“ besichtigen, die u.a. Exponate der Bücherkinder Brandenburg, von Marc Berger, Herzattacke oder Matthias Gubig enthielt.
Am 24. April lasen die Bücherkinder Brandenburg aus ihren Buchprojekten und es stellte sich Herzattacke vor.
Und am 25. April fand dann  in den Räumen des Bibliothek die von Constanze KreiserTina Flau organisierte 4. Künstlerbuchmesse BuchKunstPotsdam statt, an der die Künstler Christiane Wartenberg, Rudolf Sittner, Constanze Kreiser, Tina Flau, Steffen Thiemann, Jana Wilsky, Jeannette Goldmann, Mike Bruchner, Rainer Ehrt, Karla Sachse, Siegfried Gwosdz, Matthias Gubig, sowie Herzattacke und die Edition Sand mit Sven Märkisch vertreten waren.
Album (Fotos © Abel Doering) aufrufen durch Klick auf die Abb.

Donnerstag, 26. März 2026

BuchKunstPotsdam zum Welttag des Buches (23. April)

Künstlerbücher sind von Künstlerinnen erdachte und gemachte Kunstwerke. Sie sprechen unsere Sinne und gesellschaftliche Themen an. Von kleinen Heften bis zu opulenten Werken ist alles vertreten.
Die Entscheidungen zu Form- und Farbgebung, Papierqualitäten, Typografie und künstlerischer Gestaltung beziehen sich auf die verhandelten Inhalte und bezeugen eine seltene Intensität der Auseinandersetzung mit Texten und Materialien.
Die Techniken sind vielfältig: Originale Malerei, Zeichnung, Bleisatz und Handschrift, alle Formen der künstlerischen Druckgrafik, Fotografie und Digitaldruck. Thematisch reicht die Spannbreite von Lyrik bis zu aktueller Wissenschaftsliteratur.

Am 25. April 2026 lädt dann die 4. Ausstellung BuchKunstPotsdam zum Betrachten besonderer Text- und Bildkombinationen ein Brandenburger Künstler ein. Die ausgestellten Werke sind direkt vor Ort zu erwerben. Folgende Teilnehmer stellen sich Gesprächen über Kunst, Buchgestaltung, Literatur und gesellschaftliche Beobachtungen:

Christiane Wartenberg, Letschin 
Herzattacke, Potsdam 
Rudolf Sittner, Cottbus 
Constanze Kreiser, Brandenburg 
Tina Flau, Potsdam 
Edition Sand, Brandenburg 
Steffen Thiemann, Brüssow 
Jana Wilsky, Potsdam 
Jeanette Goldmann, Brandenburg 
Mike Bruchner, Potsdam 
Julia und Rainer Ehrt, Kleinmachnow 
Karla Sachse, Herzfelde 
Siegfried Gwosdz, Schwielowsee 
Matthias Gubig, Blankenfelde 

Ab dem 1. April 2026: Künstlerbücher aus der Sammlung der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

24. April 2026 16 - 17 Uhr: Lesung mit den Bücherkindern Brandenburg
Die Bücherkinder Brandenburg stellen mit ihrem Mentor, dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Armin Schubert, verschiedene Bücher der letzten Jahre vor. Sie beschreiben uns ihre Inspirationen. Beispielhaft zeigt der Film „Ensikat unter der Lupe" den Entstehungsprozess ihrer Werke.
24. April 2026 18 - 19:30 Uhr: Lesung von Lyrik und Prosa aus der Herzattacke Die Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE präsentiert sich in ihrem 38. Jahrgang mit Texten der drei langjährigen Autoren Andreas Altmann, Eberhard Häfner und Ina Strelow

Künstlerbuchmesse: 25. April 2026, 11 Uhr, 

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 47, Potsdam

Samstag, 7. März 2026

Aktionen zum Tag der Druckkunst

Der jährlich am 15. März stattfindende »Tag der Druckkunst« fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag – und bereits jetzt sind über 300 Aktivitäten auf der entsprechenden Webseite gelistet. Zahlreiche Mitglieder des Vereins für die Schwarze Kunst sind wieder dabei, nur wenige Beispiele: In München Offene Werkstatt beim Fliegenkopf und der Offizin August & Stehsatz, im Schwarzwald die Alpirsbacher Offizin und in der Alten Kaserne in Pirna zwei Gründungen von ehemaligen Walzstipendiatinnen: die Officina Arcana von Heike Schnotale und die Steindruckwerkstatt Tiziana von Olivia Christen. Bei der Vorbereitung dieses Newsletters stieß unsere Berliner Redakteurin auf eine Schauvorführung des Käthe-Kollwitz-Museums: Der Steindrucker Dietmar Liebsch hat die Steindruckpresse von 1866 sowie zwei Lithografiesteine von Käthe Kollwitz – ›Brot‹ (1924) und ›Mutter mit Jungen‹ (1933) – wiederentdeckt und druckfähig gemacht.
In Berlin beginnt die Würdigung des Tags der Druckkunst bereits heute mit einer Vernissage in der Berliner Grafik Studio Galerie, die auch Drucke der Pirckheimer Linde Bischof, Matthias Gubig und Bernd Friedrich vorstellt.

Samstag, 15. November 2025

25 Bände der Edition Spätdruck

25 Bände
der Edition Spätdruck
Von der fröhlichen und schwierigen
Freiheit selbstbestimmten
Büchermachens.
Dieses kleine Jubiläum
ist Anlaß für eine Rückschau –
auf Erwartungen, Ideen, Illusionen,
auf Zweifel, Suchen und Umwege,
auf das Irren und das Glück
des Gelingens.
Anhand einer Auswahl
der grafischen Spätdruck-Bücher
spreche ich über die Vorgeschichte
und das Entstehen dieser Reihe
MATTHIAS GUBIG
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
22. November
17.30 Uhr

Donnerstag, 2. Oktober 2025

Matthias Gubig in der Kunstbibliothek

Matthias Gubig
Moderiert von Michael Lailach, Leiter der Sammlung Buch- und Medienkunst der Kunstbibliothek, sprach Matthias Gubig über seine "Spätdrucke".
PF 2025, Näheres durch Klick auf die Abb.
Der Titel der Veranstaltung „Nah dran“ war seinem 25. Spätdruck entlehnt, den Matthias Gubig im November letzten Jahres auf der artbook.berlin vorgestellt hatte.
2014 hieß es hier: „Seit 2003 widmet er sich als "Spätdrucker" eigenen Büchern (Edition "Spätdruck") oder gemeinsam mit Karl-Georg Hirsch (Edition "Zwiedruck") in exklusiven Auflagen. Mit den "Spätdrucken" fungiert er als Herausgeber, Verleger, Buchgestalter, Schriftsetzer für Blei- und Computersatz und Buchdrucker.
Matthias Gubig, Preußische Tugenden, Ein Heldenlied in zehn Strophen, 2020
Vor allem aber sucht er nach Bildern zu Texten, die ihm wichtig sind. Illustrationen entstehen dabei in der Regel nicht, sondern kommentierende Grafiken, welche in der Sprache der Bilder das Ihrige hinzufügen. Der gelernte Setzer läßt gern Schriftzeichen in seinen Bildern mitspielen und erinnert so an deren bildhafte Ursprünge. Stets druckt er die Grafiken von den Originaldruckstöcken, zumeist auf einer Buchdruck-Andruckpresse. Die Texte setzt er mittels Blei- oder Holzlettern, mitunter auch mit eigens hierfür geschnittenen Zeichen. Mit dem Buchbinder Michael Knop fand er einen außerordentlich kompetenten und kooperativ mitwirkenden Partner.
Matthias Gubig, Karel Capek, Die Strafe des Prometheus, 2021
Abbn. © Matthias Gubig, Fotos: ad

Mittwoch, 17. September 2025

Nah dran! - Edition Spätdruck

Nah dran! ist ein Veranstaltungsformat der Kunstbibliothek Berlin: eine exklusive Begegnung mit ausgesuchten Objekten der musealen Sammlungen, gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der Kunstbibliothek, plus Gästen aus den Fachbereichen.
Einmal im Monat lädt das kuratorische Team dazu ein, eine Werkgruppe aus den Schatzkammern der Depots ganz von Nahem zu betrachten. 
Matthias Gubig ist seit über fünf Jahrzehnten erfolgreicher Typograf und Buchgestalter. Er war auch für viele Jahre Hochschullehrer an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Die druckgrafische Edition Spätdruck begann er im Jahr 2003 in eigenem Auftrag: Texte, die ihn beschäftigen und berühren, gestaltete er in Bild und Schrift in überraschender und faszinierender Form.
Typografie, Bilddruck und Buchform sind in keinem der Bücher gleich und entstehen aus immer neuen Ideen.

Jetzt ist der 25. Band der Edition Spätdruck erschienen - die Kunstbibliothek Berlin nimmt dies zum Anlass, dafür einen Abend des Blätterns, Betrachtens, Lesens, Redens und Diskutierens zu veranstalten und gemeinsam mit Matthias Gubig das Jubiläum zu feiern. 

1.
Oktober
2025, 18
Uhr

Studiensaal der Kunstbibliothek Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Mittwoch, 19. März 2025

Marginalien #256 - neugestaltet

Mit dem ersten Heft der Marginalien 2025 kommen diese in neuem Design, 2015 übernahm Matthias Gubig die bis dahin in den Händen von Heinz Hellmis liegende Gestaltung, jetzt wurde diese in die Hände von Thomas Glöß gegeben.
Nicht nur die Covergestaltung wurde geändert, auch der Satzspiegel, wobei die Abbildungen jetzt häufig bis zum Seitenrand gehen.
Als ungünstig empfinde ich, dass die Paginierung jetzt an der Innenseite angebracht ist, was bei dem ohnehin schlechten Aufschlagverhalten des Heftes das Auffinden einer bestimmten Seitenzahl erschwert.
Beim vorliegenden Heft ist in Einzelfällen dem Buchbinder leider beim Zuschnitt der typografische Beilage, ab sofort ebenfalls von Thomas Glöß gestaltet, ein Fehler unterlaufen: sie wurde oben nicht aufgeschnitten ist und man muss diese somit vor dem ersten Durchblättern selbst aufschneiden.

Im Heft finden sich u.a. Beiträge von Roland Jaeger über Hermann Seewald, Matthias Haberzettl über Werner Klemke, Rainer Schmidt über Johannes Gutenberg und Helmut Garritzmann über Christan Ewald. Weiterhin berichtet Maria Bogdanovich über die 400jährige Reise eines Buches durch Europa und Till Schröder schreibt über die MaroHefte,
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine, in der Werkstatt für Satz und Druck aus Augsburg in einer 650ger nummerierten und signierten Auflage gedruckte, dreifarbige Offsetlithographie von Ulrike Steinke mit dem Titel "Glücksbringer" bei.

Donnerstag, 2. Januar 2025

P.F. 2025 von Matthias Gubig

friedlich mögen
sich vergleichen
die Ausruf- und
die Fragezeichen

Gesundheit, Glück und gute Gespräche 
wünscht für das Jahr 2025
Matthias Gubig

Freitag, 20. Dezember 2024

24. Spätdruck von Matthias Gubig

Matthias Gubig, Des Kaisers neue Kleider
Mit diesem Märchen schrieb Andersen 1837 einen allzeit aktuellen Text, welchen ich gern auch in unsere Zeit mitnehmen wollte. Deshalb entstand dieses Buch mit meinen grafischen Kommentaren. Es wird zusätzlich begleitet vom hier abgebildeten Holzschnitt des Hofstaats auf einem gesonderten, dreifach gefalzten Druckbogen. Ihr wahres Gesicht verbergen die Akteure auf heute zeitgemäße Weise und ich würde mich wundern, wenn diese digitale Maskerade entschlüsselt werden könnte.

Dieses Buch gestaltete, setzte und druckte Matthias Gubig. Die Grafiken im Buch entstanden auf einer Andruckpresse, der 66 cm breite Druckbogen hingegen als Handabzug. Auch der Bezug des Einbands wurde vom Holzstock und mit einer Buchdruck-Linienform bedruckt.

Die Texte wurden aus einem Schriftfont der Fleischmann-Antiqua gesetzt und von Nyloprint-Platten gedruckt. Diese fertigten ›Die Lettertypen‹ in Berlin an. Michael Knop, Berlin, stellte die Handeinbände sowie die Schuber und Grafikmappen her.

18 Seiten, Format 180 x 330 mm, 5 mehrfarbige Holzschnitte, Auflage 12 Exemplare mit beigefügtem Holzschnitt 660 x 330 mm, 8 Exemplare ohne beigefügtem Holzschnitt.

Mittwoch, 27. November 2024

Pirckheimer im 256. Frankfurter Grafikbrief

Nackter Kaiser, gesehen von Matthias Gubig

Märchen haben ja oft eine zeitlose Botschaft, aber meist muss man doch ein bisschen interpretieren und biegen, damit es auf das Heute passt. Anders bei Hans-Christian Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern, in dem ein – freilich selbst betrogener – Regent mit nichts daherkommt, wofür er allerdings sehr viel Geld ausgegeben hat. Ich fürchte, dass auch bei uns die Regentschaft zwar demnächst wechselt, die kaiserlichen Gewänder aber weiter getragen werden. Matthias Gubig hat das Märchen mit grafischen Kommentaren in die Jetztzeit geholt, und dabei, wie bei seinen „Spätdrucken“ immer üblich, mit dem großen buchkünstlerischen Besteck gearbeitet... 

Franziska Neubert
– „Aber Luise!“ Ein neues, mit Farbholzschnitten illustriertes Kinderbuch mit einer Vorzugsausgabe Franziska Neubert hat ein Alleinstellungsmerkmal, was ihre inzwischen sehr zahlreichen Buchillustrationen angeht: Sie schafft die Bildvorlagen in der Technik des Farbholzschnitts, ein unvergleichlich größerer Aufwand als Bildvorlagen zu zeichnen. Aber auch ein deutliches Statement, dass die Ästhetik der Druckgrafik eine eigene Aura hat. Und diesen Kraftakt betreibt sie nicht nur für die „Großen“, wie bei ihren Büchergilde-Illustrationen, sondern auch im Kinderbuch! Das neueste ist soeben im Kunstanstifter-Verlag erschienen, und dazu gibt es sogar eine Vorzugsausgabe: Eigentlich ist Luise ein ganz gewöhnliches Kind – bis auf die Tatsache, dass bei ihr immer alles gnadenlos schiefläuft. Von den Erwachsenen werden Luises Tollpatschigkeiten immer wieder mit dem Ausruf „Aber Luise!“ quittiert. Und natürlich endet auch der Besuch einer Raketenstation mit einem Missgeschick, und Luise findet sich unverhofft im Weltall wieder... 

Bernhard Jäger
– „Buchkunst, Flachware, Autobiografisches Eine kompakte und doch ausführliche Übersicht über das Lebenswerk des documenta-Teilnehmers Es ist ein wunderbares Buch über den Künstler, der nächstes Jahr 90 Jahre alt werden wird. Jäger, der 1964 auf der documenta vertreten war und Karl Valentin als Taufpaten vorweisen kann, hat ein unglaublich facettenreiches Werk geschaffen, inkl. einiger preisgekrönter Illustrationen für die Büchergilde. Das Buch spiegelt all das authentisch wieder, und es gibt eine schöne Künstler-Vorzugsausgabe. 

(Wolfgang Grätz, Frankfurter Grafikbrief)

Mittwoch, 11. September 2024

>Marginalien... # 254

Wie gewohnt zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, welches am kommenden Wochenende in Magdeburg stattfindet, erscheint das neue, in diesem Fall das dritte Heft des Jahres, der Marginalien.
Einige Mitglieder halten es bereits in den Händen, andere finden es in den nächsten Tagen im Briefkasten, die Teilnehmer des Jahre3streffens bekommen es vor Ort ausgehändigt.
Im aktuellen Heft spricht Volker Probst die Historie seiner Walt Whitman-Sammlung und Moritz Lampe beschreibt das Nachleben der Whitmans-Texte am Weimarer Bauhaus. Den ersten 10 Jahren der Büchergilde Gutenberg widmet sich aus Anlass ihres diesjährigen 100sten Geburtstages Ernst Falk. Jens-Fietje Dwars porträtiert Oskar Wolff (1799–1851), dessen "Die nobeln Passionen" in einer Kurzfassung als von Matthias Gubig gestaltete typografische Beilage ist. Peter Arlt würdigt Werner Oechslin und Thorsten Ahrend stellt den Verlag Das Kulturelle Gedächtnis vor.
Harald Kretzschmar, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der am 27. Juni, wenige Wochen nach seinem 93. Geburtstag starb, wird in zwei Nachrufen gewürdigt.
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine zweifarbige Originalgraphik (Abb..) von Henrik Schrat in verschiedenen Varianten und einer Gesamtauflage von 650 Exemplaren im Stempel- und Körperdruck bei.

Donnerstag, 13. Juni 2024

>Marginalien.... #253

Einige Pirckheimer halten es bereits in ihren Händen, bei anderen ist es noch auf dem Postweg. das Heft 253 der Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.
Marginalien 253 mit 3 der 4 beigelegten Siebdrucke "Schreibtischbegegnungen"
Darin veröffentlicht u.a. Till Schröder ein Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Davide Ferrario über Umberto Ecos Bibliothek, Mathias Wehty veröffentlicht den 2. Teil seiner Beitrages LUG UND BETRUG IM BUCH, Silvia Werfel trägt ihre Gedanken zu Josef Vächals Blutigem Roman und ein Interview vor, Katrin Nitzschke teilt Erinnerungen an Martin Walser und Jens-Fietje Dwars war im Atelier des Bildermachers Jakob Hinrichs.
Die von Matthias Gubig gestaltete und kommentierte typografische Beilage enthält Texte von Franz Kafka und als grafische Beilage enthält das Heft, nur für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, je ein Motiv von Jakob Hinrichs SCHREIBTISCHBEGEGNUNGEN, vier Siebdruckmotive, in je 170 Exemplaren vierfarbig gedruckt von Jens-Uwe Clauß im Shining-Labor Berlin.

Dienstag, 9. April 2024

Kafkas Texte in edelster Gestalt 2

Matthias Gubig/Franz Kafka – Turmbau zu
Babel, 
12. Spätdruck 2013
mit 5 ganzseitigen Holzstichen und Texten von
Franz Kafka und aus dem Alten Testament auf
Japanbütten. Bleisatz, Buchdruck, Hardcover
mit orig.-grafischem Einbandbezug, 36 Seiten,
Format 30 x 20 cm, schwarzer Pappschuber



Matthias Gubig –
Turmbau zu Babel
Matthias GubigTurmbau zu Babel

Matthias Gubig hat in seinem 12. Spätdruck, der 2012 erschienen ist, den alttestamentarischen Text zum Turmbau zu Babel eingebettet in die zwei Erzählungen „Das Stadtwappen“ und „Von den Gleichnissen“ von Franz Kafka: Die Buchgestaltung ist, wie bei Gubig nicht anders zu erwarten, vom Allerfeinsten: Die Kafka-Texte auf festes Bütten in Linotype gedruckt, der Bibeltext in der Mitte im Handsatz auf dünnes China-Bütten, illustriert mit 5 ganzseitigen Orig.-Holzstichen. Diese Seiten sind mit rotem Außenrand bedruckt, sodass bei geschlossenem Buch ein Teilfarbschnitt in der Buchmitte sichtbar wird.

Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen, weiter Beispiele für „Kafkas Texte in edelster Gestalt“ werden folgen.

Dienstag, 26. März 2024

2. Landesausstellung "Schöne Bücher aus Brandenburg"

Anlässlich des Welttages des Buches 2024 laden die Stadt Potsdam und die Stadt- und Landesbibliothek Buchverlage, verlegende Autorinnen und Autoren sowie Buchkünstlerinnen und -künstler des Landes nach Potsdam ein, um am ihre aktuellen Werke auszustellen.

Buchenthusiasten, Bibliophile und Kunstfreunde sind herzlich eingeladen, sich ein Bild vom Ideen- und Facettenreichtum, von der thematischen Vielfalt, vom hohen Anspruch und von der Qualität der Buchkunst der Büchermacherinnen und -macher „von nebenan“ zu verschaffen.

Es werden folgende Werke vorgestellt:
  • lbrecht Walter - UNGEBUNDEN - EIN BUCH UNGEBUNDENER VERBUNDENHEIT
  • Aufland Verlag - Kenneth Anders und Lars Fischer, JUGEND
  • Constanze Kreiser - CIRCLES, ein Künstlerbuch mit 17 Risoprints zu Texten von Mary Ruefle
  • Matthias Gubig - FABELFAUNA, eine Versammlung mythischer Wesen in Texten und Originalgrafiken
  • Natur+Text - Michael Succow und Lebrecht Jeschke, DEUTSCHLANDS MOORE -
  • IHR SCHICKSAL IN UNSERER KULTURLANDSCHAFT
  • Papierwerken - Ute Peters-Pásztor und Hans Jörg Rafalski, GEZEICHNET, GUSTAV UND FRANZ PFLUGRADT
  • Passanten Verlag - Joseph von Eichendorff, AUS DEM LEBEN EINES TAUGENICHTS
  • Rainer Ehrt - DER GROSSINQUISITOR
Vorzugsausgabe im Schuber, Abb. © Officina Ludi
  • Rudolf Sittner - SCRIPT - RUDOLF SITTNER
  • Steffen Thiemann - Bertolt Brecht, DIE NEUNZIGER JAHRE DES ZWANZIGSTEN JAHRHUNDERTS
  • Strauss Medien - Stephan Velten, VON ALLEM ZU WENIG
  • Tina Flau - Ulrike Draesner und Tina Flau, LYRIKHEFT 31
  • vacat verlag - Frank Gaudlitz (Fotografien) und Julia Schoch (Texte), FONTANESKE
20. April 2024, 10 - 16 Uhr

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Bildungsforum, Am Kanal 47 in 14467 Potsdam

Dienstag, 12. März 2024

Marginalien #252

Bücher erzählen Geschichten. So weit, so nicht neu. Literatur lebt vorn Wunsch des Menschen, sich anderen mitzuteilen, der Sterblichkeit ein Schnippchen zu schlagen. Geschichtenerzähler, Bänkelsänger, Buchdrucker, Mikrofilmverfilmer, Cloud Sales Representative: Beständig suchen wir, Erfahrung ein verlängertes Leben zu schenken. Wer schreibt, der bleibt. Was gleichermaßen wirkt, ist das Buch als Objekt. Gebrauchspuren, Exlibris, Stempel, Sammlungskontext: Bibliophile lieben Bücher nicht nur des Inhalts und der Gestalt wegen, sondern gerade ob der Geschichte hinter dem Exemplar. Diese Marginalien-Ausgabe ist voll solcher Beispiele.
(aus dem Editorial: Till Schröder)

In einem der Beiträge erwähnt Klaus Raasch, der unter dem Titel "Unterwegs im Büchermeer" über die 19. BuchDruckKunst in Hamburg schreibt, dankenswerter Weise auch die Bücherkinder Brandenburg.
Die von Matthias Gubig gestaltete typografische Beilage enthält die Schrift Typografisches Sündenregister von Albert Kapr, als graphische Beilage erhalten Mitglieder der Pirckheimer Gesellschaft eine von zwei Schablithografien zu Jean Paul, Die wunderbare Gesellschaft oder In der Neujahrsnacht (Die Maske), von Rolf Münzner, in je 325 Exemplaren gedruckt von Stephan Rosentreter im Lithographischen Atelier Leipzig.

Sonntag, 4. Februar 2024

Matthias Gubig in Leipzig zu Gast bei der Büchergilde

Erst hat er Studenten beigebracht, wie man Bücher gestaltet, dann hat er’s ihnen vorgemacht: Die mehr als 20 Pressen(Spät)drucke, von denen jeder eine andere Innovation brachte, lassen sich wohl dermaleinst als Lehrbuch der Buchkunstmöglichkeiten zusammenfassen.
Der langjährige Pirckheimer Matthias Gubig wurde 1942 in Dresden geboren, ist gelernter Buchdrucker und Schriftsetzer, studierte Typografie und war von 1992 bis 2007 Professor für Gebrauchsgrafik und Typografie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er lebt und arbeitet in Blankenfelde bei Berlin.
Zur Leipziger Buchmesse wird Matthias Gubig mit seinen „Spätdrucken“ Gast am Stand der Büchergilde Gutenberg sein.

(Wolfgang Grätz)

Messe: 21. - 24. März 2024

Leipziger Buchmesse
Marktplatz Druckgrafik
Stand der Büchergilde Gutenberg

Montag, 11. Dezember 2023

Marginalien #251

graphische Beilage Black Hole V von Petra Reichenbach, b.a.c.H. 2023
Im aktuellen Heft der Marginalien berichtet u.a. Dieter Scholz über Sascha Wiederhold, Künstler und Buchhändler, und Wolfgang Schmitz stellt den Hortus Eystettensis vor, ein botanisches Prachtwerk des 17. Jahrhunderts. Elke Lang teilt Erinnerungen an die Hochzeit der Gesellschaft zwischen 1981 und 1990, in der z.B. das Pirckheimer-Kabinett auf Schloss Burgk eingerichtet wurde und Katrin Nitzschke informiert über die ehemalige Büchersammlung des Schriftstellers Martin Raschke. Ralf Wege lässt nochmals das 50. Jahrestreffen der Pirckheimer in Gotha passieren (siehe auch Wandelhalle II/23) und neben anderen Würdigungen kann man von Silvia Werfel auch eine für Juergen Seuss lesen.

Die Typografische Beilage steht unter dem Thema Gedichte Gebilde - Kurz Lang Eckig Rund, kompiliert und annotiert von Jürgen Engler, gestaltet und kommentiert von Matthias Gubig.

Als graphische Beilage lag für Mitglieder eines von sechs Motiven zu Nancy Campells Black Hole des b.a.c.H. (book art center Halle) bei, je ein zweifarbiger Linolschnitt von Claudia Richter, Friederike von Hellermann, Annegret Frauenlob, Rita Lass, Petra Reichenbach und Magda Klemp, in je 110 signierten und nummerierten Exemplaren gedruckt von den Künstlerinnen an der Grafix von Annegret Frauenlob in der Ateliergemeinschaft Puschkinstraße 29, Halle (Saale).

Samstag, 14. Oktober 2023

Diverse Verse

Unter dem Titel "… worauf ich mir einen Reim machen wollte – Texte Bilder und Typografie aus einer Hand", liest der Pirckheimer Matthias Gubig aus einem neuen Buch der Editionsreihe Spätdruck auf der Messe artbook.berlin und zeigt die hierfür entstandenen
Grafiken.

artbook: 20. - 22. Oktober 2023
Präsentation: 21. Oktober 2023, 16 Uhr.

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz, Berlin/Kreuzberg

Mittwoch, 12. Juli 2023

Speisekarten zum Jahrestreffen

Eine schöne Tradition in der Pirckheimer-Gesellschaft war es, dass die Teilnehmer am Jahrestreffen neben einer Original-Graphik zum Treffen auch eine exklusiv zum Festessen gefertigte Speisekarte mit nach Hause nehmen können.

Diese Speisekarten wurden z.B. von Manfred Bofinger, Matthias Gubig, Albrecht von Bodecker, 2013 von Horst Hussel, 2017 von Rainer Ehrt und 2018 von Hanif Lehmann gestaltet.

Die Abbildung zeigt die von Hans Ticha zum Jahrestreffen 1995 geschaffene Speisekarte zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Mainz, eine Klappkarte, 20,9x14,8 cm, damals im Offset gedruckt und nicht signiert.