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Montag, 12. Februar 2024

Trauerstunde für Elke Lang

Egbert Herfurth:
Ill. zu Paul Gerhardt, "Deutsche Lieder"

Am 16. Januar 2024 ist Elke Lang für immer eingeschlafen.

Wir wollen ihrer in einer Trauerstunde gedenken und laden ein für Sonnabend, den 2. März, 11 Uhr, in die Kirche „Zum guten Hirten" in Grünheide (Mark). Im Anschluss findet die Bestattung auf dem Friedhof Spreeau-Spreewerder statt.

Juliane Burbaum, Till Sailer,
Steffen Dehnel und Familie

Freitag, 19. Januar 2024

Elke Lang (1942 - 2024)

Elke Lang aus Grünheide ist mit 81 Jahren am 16. Januar gestorben.
Elke Lang zum literarisch-musikalischen Sommerfest in Spreewerder  August 2022
Foto © Ralf Parkner
Elke Lang, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, hat in den vergangenen Jahren einige Bücher publiziert, nicht nur zur bildenden Kunst der DDR, zu Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus im Zusammenhang mit dem Wirken ihres Mannes Lothar Lang (1928 - 2013) - zur Sammlung erster Bücher nach 1945 ihres Mannes schuf sie eine Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft. Zuletzt erschien bei Faber & Faber der von ihr zusammengestellte Titel "Kalkulation und Wagnis", eine Publikation mit bislang weitgehend unveröffentlichten Texten von Lothar Lang.
Elke Lang berichtete in regionalen Zeitungen, vor allem in der MOZ, aber auch hier im Blog und auf der Seite der Pirckheimer-Gesellschaft über das kulturelle Leben in Brandenburg und verfasste zahlreiche Beiträge für die Marginalien. Seit 6 Jahren zählten die literarisch-musikalischen Nachmittage in Spreewerder zu den Höhepunkten bei den Berlin-Brandenburger Bücherfreunden.

Ein Nachruf in der MOZ ist hier nachzulesen: Elke Lang ist tot.

Montag, 11. Dezember 2023

Marginalien #251

graphische Beilage Black Hole V von Petra Reichenbach, b.a.c.H. 2023
Im aktuellen Heft der Marginalien berichtet u.a. Dieter Scholz über Sascha Wiederhold, Künstler und Buchhändler, und Wolfgang Schmitz stellt den Hortus Eystettensis vor, ein botanisches Prachtwerk des 17. Jahrhunderts. Elke Lang teilt Erinnerungen an die Hochzeit der Gesellschaft zwischen 1981 und 1990, in der z.B. das Pirckheimer-Kabinett auf Schloss Burgk eingerichtet wurde und Katrin Nitzschke informiert über die ehemalige Büchersammlung des Schriftstellers Martin Raschke. Ralf Wege lässt nochmals das 50. Jahrestreffen der Pirckheimer in Gotha passieren (siehe auch Wandelhalle II/23) und neben anderen Würdigungen kann man von Silvia Werfel auch eine für Juergen Seuss lesen.

Die Typografische Beilage steht unter dem Thema Gedichte Gebilde - Kurz Lang Eckig Rund, kompiliert und annotiert von Jürgen Engler, gestaltet und kommentiert von Matthias Gubig.

Als graphische Beilage lag für Mitglieder eines von sechs Motiven zu Nancy Campells Black Hole des b.a.c.H. (book art center Halle) bei, je ein zweifarbiger Linolschnitt von Claudia Richter, Friederike von Hellermann, Annegret Frauenlob, Rita Lass, Petra Reichenbach und Magda Klemp, in je 110 signierten und nummerierten Exemplaren gedruckt von den Künstlerinnen an der Grafix von Annegret Frauenlob in der Ateliergemeinschaft Puschkinstraße 29, Halle (Saale).

Freitag, 27. Oktober 2023

Till Sailer - Der Krieg meines Vaters

Nach Till Sailers Roman „Haus mit der Madonna“, 2021 im Mitteldeutschen Verlag erschienen, in dem der Schriftsteller den schweren Weg seiner eigenen Mutter ab 1945 beschrieben hat, sich von der Nazi-Ideologie zu lösen und als Kriegerwitwe mit drei schulpflichtigen Kindern einen angemessenen Platz im Leben zu finden, liegt nun von ihm mit „Der Krieg meines Vaters. Eine Annäherung“, ebenfalls Mitteldeutscher Verlag, ein dokumentarischer Band über seinen Vater Herbert Sailer (1912 – 1945) vor, den Erzieher einer Nazi-Eliteschule und Lyriker mit zahlreichen Veröffentlichungen schon zu Lebzeiten. Er basiert auf Tagebucheintragungen, Briefen und Gedichten aus den Jahren vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis 1945, als der Erzieher in den letzten Kriegstagen in treuer Erfüllung seiner vermeintlichen Pflicht für das Vaterland fiel. Das Buch geht der Frage nach, wie ein intelligenter, feinfühliger, musisch begabter und leidenschaftlicher Lehrer letztendlich durch seine ideologische Unterstützung eines verbrecherischen Systems selbst zum Täter werden konnte.

Till Sailer, Foto © Elke Lang
Die Buchpremiere fand im Oktober, musikalisch unterstützt durch seine Tochter, die Pianistin Juliane Sailer, im Kleist-Museum Frankfurt / Oder statt und löste dort einen regen Gedankenaustausch aus, dessen Quintessenz der Psychologe Roland Kant so formuliert: „Till Sailers Buch greift auf die sehr persönlichen Dokumente aus dem leben seiner Vaters von 1939 bis 1945 zurück. Er ergänzt die aus gutem Grund vielfältig beschriebene Opferperspektive um eine Täterperspektive. Und insofern beschreibt das Buch nicht nur einfach Vergangenheit. Es ist besonders wichtig für unsere gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft. Kein Täter werden! Das bleibt eine menschliche Herausforderung. Und, wie vermitteln wir das einer Generation, die, zu unser aller Glück, ohne eigene Diktaturerfahrung aufgewachsen ist?

Nächste Buchvorstellung: 16. November, 19 Uhr in der Gemeindebibliothek Bad Saarow. Es wird der Verleger Roman Pliske anwesend sein.

(Elke Lang)

Montag, 21. August 2023

mit Bücherfreunden in Spreewerder

Es war eine wunderbare Veranstaltung mit Natur, Harfenmusik, Pflaumenkuchen vom Blech, Anekdoten, vorzüglichem Käse, Rotwein, Widmungsexemplaren und Künstlerbüchern.

Danke an die Pirckheimer Elke Lang und Till Sailer.

Einen ersten Eindruck vermitteln vielleicht diese Bilder.

Mittwoch, 2. August 2023

Literarisch-musikalischen Nachmittag

Literarisch-musikalischer Nachmittag in Spreewerder 2018, Foto © ad
Im Mittelpunkt des 6. literarisch-musikalischen Nachmittags in Spreewerder, zu dem Berlin-Brandenburger Pirckheimer und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend eingeladen sind, stehen in diesem Jahr Künstlerbücher. Das Thema ist aber nicht zu eng gefasst, Vorzugsausgaben und durch ihre besondere typographische Gestaltung hervorstechende Editionen dürfen natürlich auch vorgestellt werden. Ebenso Ausgaben die durch besondere Illustrationen oder Einbandgestaltungen ins Auge fallen. Für die musikalische Umrahmung konnte in diesem Jahr eine Harfenistin gewonnen werden.

Für Speis und Trank werden wie immer die Gastgeber Elke Lang und Till Sailer sorgen.

Der Garten ist mit dem Zug RE 1(73772) und anschließender Autofahrt zu erreichen, 13.50 ab Potsdam, 14.08 Berlin Zoo, 14.14 Hbf., 14.17 Friedrichstr., 14.21 Alexanderplatz, 14:25 Ostbahnhof. Der Zug hält nicht in Ostkreuz! 14:51 Ankunft in Fangschleuse. Autofahrer werden Zugfahrende am Bahnhof Fangschleuse mit nach Spreewerda zu nehmen.

Veranstaltung: 20. August 2023, Anmeldung bitte per E-Mail bis spätestens zum 12. August

Spreeauer Str. 29, 15537 Grünheide-Spreewerder

Donnerstag, 20. Juli 2023

10. Todestag von Lothar Lang

Heute vor 10 Jahren verstarb im 84. Lebensjahr in Grünheide Lothar Lang, langjähriges Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft.

Zum Lebenswerk des Kunstwissenschaftlers wird im September bei Faber & Faber von Elke Lang unter dem Titel "Kalkulation und Wagnis" eine neue Publikation mit bislang weitgehend unveröffentlichten Texten von Lothar Lang erscheinen. 
Elke Lang, Kalkulation und Wagnis. Eine neue Künstlergeneration wird geboren
mit zahlreichen Abbildungen, ca. 208 S.,
Format 16,5 x 24,5 cm Hardcover
ca. 34 Euro
ISBN 978-3-86730-255-5

Montag, 10. Juli 2023

Disparate Freunde

Die 53. Veranstaltung „Aus dem deutschen Kunstarchiv“ am 5. Juli im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg stand unter der Überschrift „Disparate Freunde: Der Kunsthistoriker Lothar Lang und der Künstlerphilosoph Carlfriedrich Claus“ statt.
Brigitta Milde bei ihrem Vortrag, Foto Elke Lang
Das Archiv beherbergt den schriftlichen Nachlass von Lothar Lang, zu dem die rund 250 Briefe gehören, die er von Carlfriedrich Claus erhalten hat. Den Vortrag mit vielen bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Bestand des Archivs Nürnberg und des Claus-Archivs Chemnitz hielt die bestens mit dem Thema vertraute Kunsthistorikerin Brigitta Milde. Sie war von 1999 bis 2021 Leiterin des Claus-Archivs in den Kunstsammlungen Chemnitz und hat sowohl den Kunsthistoriker als auch den Künstler persönlich gekannt und geschätzt und ein interessantes Bild von Leben und Schaffen beider geboten.
v.l.n.r.: Juliane Sailer, Brigitta Milde, Elke Lang und Susanne Brogi
Die Pianistin Juliane Sailer, die künftige Nachlassverwalterin von Lothar Lang, verstärkte die Eindrücke durch eine Improvisation zu Claus' beidseitiger Zeichnung auf Transparentpapier, „Blickworte reflektierende Studie“ von 1962/63, indem sie unter anderem die für Claus typischen Schichtungen musikalisch deutlich werden ließ.

Archivleiterin Susanne Brogi hatte zu diesem Anlass drei Vitrinen mit Material aus dem Kunstarchiv zu Claus – Lang gestaltet. Diese wird ein Vierteljahr in der Archivabteilung zu sehen sein. Das Jahr 2023 ist das Jahr des 10. Todestages von Lothar Lang und seines 95. Geburtstages.

(Elke Lang)

Jahrestagung der Altenbourg-Gesellschaft

Die Vorsitzende der Gerhard Altenbourg-Gesellschaft, Jutta Penndorf, sowie der Direktor des Lindenau-Museums und Vorsitzende der Stiftung Gerhard Altenbourg, Dr. Roland Krischke, hatten zur Jahrestagung am 17. und 18. Juni eingeladen hatten, auf der auch eine Website Premiere hatte, die eine Biografie des Künstlers Biografie bis zum Tod der Schwester Anneliese Ströch im Jahr 2013, die Auflistung der Werkverzeichnisse, eine Auswahlbibliografie über ihn, die Satzung und die Editionen der Gesellschaft sowie die Veranstaltungen und Publikationen seit Gründung am 11. November 2018 enthält.
Mit dem Vortrag „Gerhard Altenbourgs Garten. Gartendenkmalpflegerische Dokumentation und Restaurierungskonzept“ von Petra Hübinger vom Büro für Gartendenkmalpflege und Landschaftsarchitektur Dr. Jacobs & Hübinger, Berlin wurde Gerhard Altenbourgs Garten vorgestellt. Bei einer Führung durch den Garten erläuterte die Fachfrau, welche Eingriffe in den jetzigen, etwas verwilderten Zustand möglich sind.
Führung im Garten von Gerhard Altenbourg im Braugartenweg, Foto © Elke Lang
Die erste Publikation der Gesellschaft 2022 „Altenbourgs Garten. Schattengewächse und Mittagshelligkeit“, herausgegeben durch Jutta Penndorf ist  gegen eine Spende von 25 Euro erhältlich, ebenso der Nachdruck des Holzschnitts „Erich dressiert seinen Vogel“ von 1968 für 350 Euro.
Die nächste Veranstaltung wird am 27. August ein Spaziergang mit Grit Martinez, Umwelthistorikerin, durch die Kleingartensiedlung hinter der Spinnbahn sein, welche von Altenbourg 1956 zeichnerisch dargestellt wurde.

(Elke Lang)

Samstag, 8. Juli 2023

6. Sommerfest des Kleist-Museum Frankfurt / Oder

Zum Programm des 6. Sommerfest des Kleist-Museum Frankfurt / Oder am 24. Juni gehörte die Versteigerung einiger Gegenstände und Bücher, die dem Kleist-Museum gehörten, einige auch dem Förderkreis des Museums. Es handelte sich um Dubletten, signierte Bücher und ähnliches, die für eine kleine Summe angesetzt waren und in der Regel nach zwei Gebotsrunden im Bereich von 20 bis 40 Euro ihre Interessenten fanden. Das eingenommene Geld wird, so Anette Handke, wissenschaftliche Mitarbeiterin, der Bibliothek und der Sammlung für den Erwerb zur Verfügung gestellt.
Versteigerung durch Hans-Jürgen Rehfeld, ehem. wiss. Mitarbeiter (r.) und Adrian Robanus, Foto ©Elke Lang
Über 200 Gäste waren der Einladung durch Anke Pätsch, Direktorin der Stiftung Kleist-Museum, und Wolfgang de Bruyn, Vorstandsvorsitzender des „Förderkreis Kleist- Museum, Frankfurt (Oder) e.V.“ gefolgt, darunter mit dem Kleist-Museum verbundene Institutionen und Vereine, die Förderer des Hauses sowie auch zufällige Hausgäste. Ein kurze Führung durch die Sonderausstellung mit Adrian Robanus, eine Kinderrallye mit Leon Marziniak, die musikalische Umrahmung durch das Berliner Swingduo „la grande bouche“ sowie ein Imbiss mit Getränken rundeten das Fest ab.

(Elke Lang)

Dienstag, 4. April 2023

Thomas Ranfts SCHWINGUNGEN und Sprachblätter von Carlfriedrich Claus

Die Ausstellung von Thomas Ranft, „Wish you were here, unikate Radierungen“ und Carlfriedrich Claus, „Starting Point. Sprachblätter“ in der Galerie Weise im Chemnitzer Rosenhof bot am 30. März das passende Ambiente für einen Gesprächsabend über Thomas Ranft, Carlfriedrich Claus und die Künstlervereinigung Clara Mosch mit Elke Lang, Thomas Ranft, Brigitta Milde und als Moderator Philipp Freytag, dem neuen Leiter des Claus Archivs Chemnitz nach Brigitta Milde.
Rund 30 Gästen waren versammelt, und einige nahmen die Möglichkeit wahr, sich am Gespräch zu beteiligen.
Elke Lang, Dagmar Ranft-Schinke, Bernd Weise, Foto © Till Sailer
Grundlage bot anlässlich des 95. Geburtstages und des 10. Todestages von Lothar Lang das von Elke Lang 2021 im Verlag Faber & Faber in Leipzig herausgegebene Buch „Carlfriedrich Claus und Lothar Lang. Der Briefwechsel“, in dem von Claus' Seite Clara Mosch eine große Rolle spielt. Es wurden die Auseinandersetzungen mit den offiziellen Kulturfunktionären der DDR um die politische und künstlerische Anerkennung des Annaberger Künstler-Philosophen Claus angesprochen. Anekdoten aus den persönlichen Begegnungen heraus konnten Brigitta Milde und Thomas Ranft, die beide Briefpartner persönlich kannten, ebenso zum Besten geben wie die Autorin Elke Lang. Die Kunsthistorikerin Brigitta Milde trug außerdem mit ihrem fundamentalen Wissen als erste Leiterin des Claus-Archivs bis 2022 viel zum Verständnis der Kunst von Carlfriedrich Claus bei.

(Till Sailer)

Ausstellung: 1. März - 29. April 2023

Weise Galerie und Kunsthandel
Kunstsalon Rosenhof
Rosenhof 4, 09111 Chemnitz

„Carlfriedrich Claus. Lothar Lang. Der Briefwechsel“
192 Seiten,
Leipzig: Faber & Faber, 1921
ISBN 978-3-86730-220-3

Donnerstag, 17. November 2022

Horst Zickelbein in Friedrichshagen

Mit großem Publikumszulauf wurde am 12. November in der ZeitGalerie Friedrichshagen eine Horst Zickelbein-Ausstellung mit Arbeiten aus vier Jahrzehnten eröffnet.
Der Zeitraum, in dem die Aquarelle, Gouachen und Mischtechniken entstanden, erstreckt sich von 1977 bis 2020.
Die Kunsthistorikerin Anita Kühnel, welche die Laudatio hielt, war zur Vorbereitung der Exposition extra zusammen mit der Betreiberin der Galerie, Katrin Brandel, zum Künstler nach Bornholm gefahren, wo dieser seit 1995 ansässig ist.
Zickelbein-Ausstellungen in Berlin finden wegen dieser räumlichen Distanz nicht so oft statt.
Anita Kühnel lobte bei Zickelbein die Kompromisslosigkeit in den eigenen ästhetischen Ansprüchen und die stete Auseinandersetzung des Künstlers mit der internationalen Moderne. Es sei eine alters- und zeitlose Kunst entstanden, deren Ausgangpunkt im Seherlebnis liegt.
Unter den ausgestellten Werken befinden sich viele Landschaftseindrücke aus seiner neuen Heimat ebenso wie von Reisen, zum Beispiel immer wieder nach Venedig.

(Text & Fotos Elke Lang)

Ausstellung: noch bis zum 9. Dezember 2022

ZeitGalerie Friedrichshagen
Scharnweberstraße 59. 12587 Berlin

Dienstag, 23. August 2022

Jazz und Lyrik

Am vergangenen Sonntag fand im Garten der Pirckheimerin Elke Lang in Spreewerder zum fünften Mal das literarisch-musikalische Sommerfest statt. Der Nachmittag stand diesmal unter dem Motto "Jazz und Lyrik".

Der Pirckheimer Ralf Parkner lieferte hierzu wieder einige Fotos.
Elke Lang stellte den Briefwechsel von Carlfriedrich Claus mit Lothar Lang vor.
Als Musikerin konnte Prof. Ursula Dehler aus Weimar gewonnen werden. Nachdem sie in den Ruhestand ging, verlegte sie sich aufs Saxophon und erfreute mit Jazz-Standards.
Hier rezitierte Till Sailer "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland", die bekannte Ballade von Theodor Fontane. Anschließend trug er ein Gedicht von Volker Braun vor.
Der Potsdamer Pirckheimer Gerhard Rechlin stellte zwei Buchreihen vor, unter anderem "100 Gedichte" mit unterschiedlichen Illustratoren.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Altenbourgs Atelier und Garten

Zwei Buchpremieren zur Tagung der Gerhard Altenbourg Gesellschaft
Dieter Blume während der Buchpremiere am 9. Juli bei der Gerhard Altenburg Gesellschaft, Foto © Elke Lang
Schon 2021 ist von Dieter Blume das Buch „Ein Engel im Atelier. Zu Gast bei Gerhard Altenbourg“ erschienen, mit einem Nachwort herausgegeben von Roland Krischke, Direktor des Lindenau-Museums Altenburg, für die 2002 durch die Schwester des Künstlers, Anneliese Ströch, gegründete Stiftung Gerhard Altenbourg. Die Premiere konnte nach coronabedingten Verschiebungen nun am 9. Juli 2022 zur Mitgliederversammlung der Gerhard Altenbourg Gesellschaft stattfinden. Blumes Vortrag bezog sich vor allem auf die Kapitel „Engel und Phallus – Licht und Schatten“ sowie „Das Triptychon – Sündenfall, Nächstenliebe und antiker Mythos“. Der Engel, eine Ausmalung an der Fensterwand, und das gerahmte Triptychon von 1957 befinden sich im sogenannten Atelier, einem sorgsam ausgestalteten und ausgestatteten Empfangsraum des Künstlers. Beide Werke werden von Dieter Blume tiefgreifend interpretiert und in Beziehung zum Raum gebracht. Fotografien des Ateliers von 1958 und von heute bieten einen anschaulichen Eindruck. Das mit zahlreichen Abbildungen versehene wissenschaftliche Werk erfuhr durch den Wallstein Verlag eine solide Buchgestaltung.
In Christa Grimms (r.) Garten. Jutta Penndorf links neben ihr, Foto © Elke Lang
Das zweite Buch, „Altenbourgs Garten. Schattengewächse und Mittagshelligkeiten“, wurde 2022 durch die Vorsitzende der Gerhard Altenbourg Gesellschaft, Jutta Penndorf, mit vielen Abbildungen herausgegeben, darunter einige bisher noch nicht publiziert gewesene. 18 Autoren haben daran mitgewirkt. Unter ihnen ist Christa Grimm, die Nachbarin von Gerhard Altenbourg. Beider Häuser und Gärten sind zur gleichen Zeit gebaut beziehungsweise angelegt worden, und Christa Grimm konnte vor einer Führung durch des Künstlers Garten Interessantes aus deren Entstehungsgeschichte erzählen.
Jutta Penndorf mit dem Buch „Altenbourgs Garten“ zum Vergleich
mit der heutigen Ansicht, 
Foto © Elke Lang
Beide Bücher können bezogen werden über: post@gerhard-altenbourg-gesellschaft.de

(Elke Lang, Mitglied der Gerhard Altenbourg Gesellschaft)

Dienstag, 11. April 2017

Johannes Bobrowski zum 100sten

Wir spielen gern zum Geburtstag", begrüßte der Musiker Thomas Strauch am Sonntagnachmittag die rund 30 Gäste des Lyrikhauses. Wie das bei solchen Festen üblich ist, gab es auch hausgebackenen Kuchen und Kaffee dazu. Hausherr Gisbert Amm hatte unter dem Titel „Vogel, komm ...." zu einer Hommage auf Johannes Bobrowski eingeladen. Der 1965 in Berlin gestorbene Dichter hätte an diesem Tag seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Das literarisch-musikalische Programm zu Ehren Johannes Bobrowskis hatten neben Thomas Strauch die in Warthe lebende Ursula Suchanik, Geige und Gesang, sowie der Lyriker, Nachdichter und Journalist Henry-Martin Klemt aus Frankfurt und Ehefrau Rita mit Rezitation übernommen.
Im Publikum war wieder „eine hohe Dichterfülle" vertreten, wie Gisbert Amm zufrieden feststellte,  [neben Amm selbst u.a.] der Berliner Lyriker Richard Pietraß [und Ulrich Goerdten ...]
Gelesen wurden Selbstzeugnisse, Gedichte und Erzählungen von Bobrowski. Unter anderem wurde den durchweg kundigen Geburtstagsgästen bekräftigt, dass der aus Tilsit stammende Dichter seine Aufgabe darin sah, ein gutes Verhältnis der Deutschen mit den östlichen Ländern herbeiführen zu helfen. Er wollte Vorurteilen auf beiden Seiten, "wahre Geschichten gegenüberstellen. Diese Geschichten spielen dort, wo er aufgewachsen ist, und zwar „um die Memel herum, wo Polen, Litauer, Russen, Deutsche miteinander lebten, unter ihnen allen die Judenheit". Dabei betonte er, kein Heimatdichter zu sein, denn er betrachtet diese mit Kriegen und Verschuldungen verbundene Geschichte aus den Augen eines Berliners seiner Gegenwart. Sehr gut abgestimmt auf Johannes Bobrowskis Dichtung war die Musik. Thomas Strauch und Ursula Suchanek haben sich improvisierend und in Originalsprache der Folk- und Weltmusik verschrieben. Es waren zum einen temperamentvoll-tänzerischen Beiträge, zum anderen auch stimmungsvoll-nachdenklich Weisen. (Elke Lang in Märkische Oderzeitung)

Donnerstag, 16. Februar 2017

Elke Lang und Till Sailer bei den Magdeburger Pirckheimern

Viele Erinnerungen wurden bei den Magdeburger Pirckheimern wach, als Elke Lang am 15. Februar im Literaturhaus das Buch Lothar Lang: „Begegnung und Reflexion. Kunstkritik in der Weltbühne“, vorstellte. 
Von den anwesenden Gästen konnte sich so mancher an den Besuch des in der DDR wohl bekanntesten und vielleicht einflussreichsten Kunstkritikers in Magdeburg erinnern. Historische Fotos von diesem Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Magdeburg im November 1973, hatte Elke Lang mitgebracht. Sie ist die Witwe des 2013 verstorbenen Pirckheimers, Kritikers, Wissenschaftlers und Publizisten Lothar Lang. 
Er war von 1956 bis 1981 Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft, aus deren Regionalgruppe Magdeburg sich 1990 der Verein der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“ (kurz Magdeburger Pirckheimer) wiedergründete.
Diese Erinnerung an das Jahrestreffen 1973 sorgte für viel Diskussionsstoff und für angenehme Rückblicke.
Im Mittelpunkt des Abend standen jedoch die Kunstkritiken, die Lothar Lang in der traditionsreichen „Weltbühne“ veröffentlicht hatte und die 2016 gesammelt als Buch erschienen.
Der Schriftsteller Till Sailer las Passagen aus dem Buch, während Elke Lang mehr aus dem persönlichen Umfeld ihres Mannes plauderte und so einen kleinen aber höchst interessanten Einblick in das Kunst-und damit auch Alltagsleben von Lothar Lang ermöglichte.

Samstag, 4. Februar 2017

Lothar Langs Kunstkritiken

Die Journalistin und Publizistin Elke Lang wird auf Einladung der Magdeburger Bibliophilen und Grafikfreunde das Buch Lothar Lang: „Begegnung und Reflexion. Kunstkritik in der Weltbühne vorstellen. An ihrer Seite der Schriftsteller Till Sailer, der aus dem Buch lesen wird.
Die Kunst der Klassischen Moderne bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hatte in dem Kunsthistoriker Lothar Lang (1928-2013) einen ihrer profiliertesten Kritiker. Insbesondere seine mitunter persönlich gefärbten Anschauungen zur bildenden Kunst, die von 1957 bis 1993 in der renommierten Weltbühne erschienen, gaben durchaus Anlass zu heftigen Diskussionen. Lothar Lang kam es besonders darauf an, die Arbeit der ostdeutschen Künstler seiner Generation zu fördern. Er wollte zudem seine Leser mit der europäischen Moderne vertraut machen und die „ältere Generation“, an welcher er seine Qualitätsmaßstäbe geschult hatte, vor dem Vergessen bewahren.

Gespräch und Lesung: 15. Februar 2017, 19 Uhr

Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7

Montag, 26. Dezember 2016

Coole Kids und freche Kater

»Seit langem gibt es diese Katze mit der coolen Zeitungsfratze«, hat ein Kind der im Dezember 1989 in Brandenburg an der Havel als Jugendkunstschule gegründeten Jugend-Kunst-Galerie »Sonnensegel« gereimt. Das Gedicht steht in dem soeben in einer Startauflage von 40 handgesetzten Exemplaren erschienenen Buch »Kinder kennen Klemkes Kater«. Dieses versteht sich als eine Hommage auf den 1994 verstorbenen Künstler Werner Klemke anlässlich dessen 100. Geburtstag am 12. März 2017. Im nächsten Jahr wird eine größere Auflage im modernen Buchdruck folgen.  
[...]
Die Aufgabe für die Kinder hatte darin bestanden, sich zu einigen Magazin-Titelbildern sowohl Geschichten einfallen zu lassen als auch in der von Klemke gern verwendeten Schabkunsttechnik neue Bilder zu schaffen. In dem seit dem Jahr 2000 zur Galerie gehörenden Druck-Laden haben sie selbst per Hand gesetzt und gedruckt. Entstanden ist ein Buch »von intelligenten Kindern für kluge Erwachsene« zum Zwecke der »ästhetischen Erziehung der nächsten Generation«, wie Armin Schubert in seiner Begrüßung zur Buchpremiere ausführte. [...] Gefördert wurde das Projekt [... unter anderen von] der Pirckheimer-Gesellschaft [...]. 
(Elke Lang)
gesamter Artikel in Ossietzky 24/2016, Bemerkungen

Mittwoch, 9. November 2016

Lust, Instinkt und Spürsinn

In der »Weltbühne« eine Instanz: Lothar Langs Kunstkritiken in einem Buch
zum Lesen der Rezension von Klaus Bellin im ND vom 9.11.2016 bitte anklicken
Lothar Lang: Begegnung und Reflexion. Kunstkritik in der Weltbühne.
Hg. von Elke Lang,
Quintus Verlag, 246 S., geb., 20 €