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Sonntag, 27. September 2026

Die besten Wünsche zum 65sten



Marina Fritzsche, 
Vorsitzende der 
Berlin/Brandenburger 
Regionalgruppe der 
Pirckheimer-Gesellschaft 
und seit einem Jahr 
Mitglied des 
Berliner Bibliophilen Abend
feiert heute, 
am 27. September, 
ihren 65. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch!

Samstag, 12. September 2026

Pirckheimer-Jahrestreffen in Nürnberg

Besuch meiner Druckwerkstatt in Nürnberg im Rahmen des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft.
(Johannes Häfner)
Albrecht Dürer: Brief aus Venedig
an Willibald Pirckheimer& 1506.
© Stadtbibliothek Nürnberg





Außerdem stand für die Teilnehmer ein Besuch des Albrecht-Bürer Hauses mit Besichtigung der Ausstellung „Original Dürer! Briefe aus Venedig“ mit zwei der Briefen im Original, ein dritter als Faksimile aus dem 19. Jahrhundert, auf dem Programm.

Montag, 7. September 2026

Flashmob am Alex

Zum „Lies-ein-Buch-Tag" gab es gestern innerhalb der Aktionswochen „Berlin ist Kultur“ auf dem Berliner Alexanderplatz einen Flashmob am Brunnen der Völkerfreundschaft, ausgerichtet vom Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zur Unterstützung der Zusammenlegung der Häuser OST und WEST zu EINER Zentralbibliothek in Berlin im derzeitigen Galeria-Gebäude.
Kinder lasen gleichzeitig laut aus ihrem Lieblingsbuch und wurden zum Lese-Orchester.
Silent Reading Party (die erste?), einige der ca. 150 Leser auf Liegestühlen, dem Reading-Bike und dem Brunnenrand
Selbstverständlich war auch der Berliner Bibliophilen Abend dort mit Informationsmaterial zu finden.

2 Kommentar(e):
07. September 2026: Uwe Offner hat gesagt
Kunst spricht eine Sprache, die jeder versteht – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Sprache. Sie schafft Verbindungen, wo Worte fehlen, und baut Brücken zwischen Menschen auf der ganzen Welt. In jedem Pinselstrich, jeder Melodie und jeder Bewegung lebt die Kraft der Gemeinschaft. Denn: Kunst verbindet die Welt.
Einen lieben Gruß von Uwe Offner Kunstcarlo aus Wanfried Heldra aus Deutschland
07. September 2026: Zentral- und Landesbibliothek Berlin hat gesagt
Danke

Sonntag, 6. September 2026

Ausstellung und Jahresgabe des Radiervereins München

In einer Gastausstellung des Vereins für Original-Radierung zeigt Madeleine Heublein „SPUREN“.
Räume entstehen durch Bewegung. Erhellende Präsenz durch Ausloten, durch Sich-Hineinbegeben. Aber da ist kein Streben, das frei wäre von Zurückweichen, Aussetzen, Ermatten, von Brüchen und Verwerfungen. Nichts davon erlischt, alles bleibt. Jegliches Bewegen hinterlässt Spuren.
Kein Tun, das verschwindet. Bei den Arbeiten handelt es sich um Monotypien. Tiefdruckfarbe wird auf eine Kupferplatte aufgebracht, mit Werkzeugen bearbeitet und auf Bütten gedruckt. Es braucht der Kontrolle von Atmung, innerer Erregung und Eingebung. Höchste Konzentration für das Fixieren unbekannter Zeichen.

Vernissage: 9. September 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 10. - 13. September 2026

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Mittwoch, 2. September 2026

Hanif Lehmann Malerei & Grafik

Der im September 2011 in der Überzeugung gegründete Verein Goldbergkunst, dass Kunst und Kultur eine eigene Beiträge zum Leben aller Menschen leisten und die Lebensqualitäten in unserer Region nachhalten verbessen kann, lädt ein zur Ausstellung „Hanif Lehmann Malerei & Grafik“,
Die Galerie ist am Wochenende von von 14 Uhr bis 17 Uhr und nach vorheriger Absprache geöffnet.

Eröffnung 4. September 2026

Galerie Goldbergkunst
Lange Straße 76, 19399 Goldberg

Samstag, 29. August 2026

Reading-Party am Alexanderplatz

Lesen macht Spaß, Lesen verbindet, Lesen öffnet Welten – und Lesen braucht Platz. Am 6. September ist "Lies-ein-Buch-Tag".
Mit einem Flashmob setzen Berliner Öffentlichen Bibliotheken ein Zeichen in den Aktionswochen von BerlinIstKultur, denn Kinder und Erwachsene brauchen gut ausgestattete Bibliotheken und eine neue Bibliothek für alle - Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin braucht ein neues Haus. Aktuell ist sie auf zwei Häuser verteilt, die marode sind und aus allen Nähten platzen. Am Alexanderplatz (im aktuellen Galeria-Gebäude) gibt es Platz. Dort könnte Berlin endlich eine moderne Zentralbibliothek bekommen. Dafür setzen wir ein Zeichen!

14:00 Uhr – Kinder-Lese-Orchester
Alle Kinder lesen gleichzeitig laut aus ihrem Lieblingsbuch und werden zum Lese-Orchester. Moderiert von Tina Kemnitz. Auf alle teilnehmenden Kinder warten kleine und große Überraschungen.

14:30 Uhr – Silent Reading Party
Im Anschluss wird es leise: Eine Stunde gemeinsames, ungestörtes Lesen – in Gemeinschaft und trotzdem jede Person für sich. Wir sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Ein Buch kann man mitbringen oder vor Ort ausleihen.

6. September 2026, 14 Uhr
Alexanderplatz, Brunnen der Völkerfreundschaft

Mittwoch, 26. August 2026

Unvergessen: Werner Klemke - Der Mann, der den Büchern der DDR ein Gesicht gab

Heute vor 32 Jahren, am 26. August 1994, starb Werner Klemke, Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, in Berlin. Geboren wurde er am 12. März 1917.
Werner Klemke gehörte zu den Künstlern, die das Erscheinungsbild von Büchern und Zeitschriften in der DDR über Jahrzehnte mitprägten. Er war Grafiker, Buchillustrator und Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1954 bis 1989 gestaltete er die Titelseiten der Zeitschrift „Das Magazin“ und war auch der Schöpfer des berühmten kleinen Magazin-Katers. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem dreimal den Nationalpreis der DDR.
Klemke illustrierte Bücher für Kinder ebenso wie große Werke der Weltliteratur. Boccaccio, Cervantes, Brecht und viele andere bekamen durch seine Feder eine ganz eigene Handschrift. Seine Zeichnungen waren oft leicht, lebendig, manchmal verschmitzt und trotzdem mit erstaunlich wenigen Strichen auf den Punkt gebracht. Man musste nicht erst auf den Namen des Illustrators schauen. Bei vielen seiner Arbeiten wusste man einfach: Das könnte ein Klemke sein.
Und genau an dieser Stelle schließt sich für mich ein ganz persönlicher Kreis.
Wer mein Buch DDR 2.0 - Was wäre, wenn wir geblieben wären? irgendwann zum ersten Mal in der Hand hält, soll nämlich nicht nur eine Geschichte über eine DDR lesen, die niemals verschwunden ist. Ich wollte, dass sich bereits das Buch selbst ein wenig so anfühlt, als wäre es irgendwann um 1970 herum entstanden.
Deshalb habe ich mich bei der gesamten Gestaltung bewusst an dieser Zeit orientiert. Das Papier, die Schrift, die Initialen am Anfang der Kapitel, die kleinen Vignetten und schließlich die insgesamt 40 Zeichnungen im Buch. Diese Illustrationen wurden im Grundstil jener klassischen DDR-Buchgrafik entwickelt, für die Künstler wie Werner Klemke stehen.
Die Bilder, von denen ihr hier einige Beispiele seht, sollen eben nicht aussehen wie moderne Hochglanzillustrationen aus dem Computer. Sie sollen wirken, als hätte ein Zeichner mit Feder und Tusche am Tisch gesessen und anschließend wären sie auf leicht vergilbtem Papier in einem DDR-Verlag gedruckt worden.
Das war für mich von Anfang an wichtig. Ich wollte kein modernes Buch, auf dessen Umschlag zufällig „DDR“ steht. Ich wollte versuchen, ein Buch zu schaffen, bei dem man beim Aufschlagen für einen kurzen Moment denkt: Das könnte seit 50 Jahren in meinem Bücherschrank stehen.
Und vielleicht ist genau das auch eine schöne Form der Erinnerung an Menschen wie Werner Klemke. Nicht indem man ihre Arbeiten einfach kopiert, sondern indem man sich daran erinnert, welche Wärme, welchen Humor und welche unverwechselbare Handschrift solche Zeichnungen einem Buch geben konnten.
Wenn ihr also irgendwann im Dezember mein Buch aufschlagt und euch eine dieser Zeichnungen irgendwie bekannt vorkommt, obwohl ihr sie garantiert noch nie gesehen habt, dann ist genau das beabsichtigt.
Werner Klemke starb heute vor 32 Jahren. Seine Bilder aber stehen noch immer in unzähligen Bücherregalen. Manchmal ziemlich gut versteckt zwischen zwei Buchdeckeln. Und vielleicht ist das für einen Buchillustrator ohnehin die schönste Form von Unsterblichkeit.

Das „DDR 2.0 - Was wäre, wenn wir geblieben wären“ erscheint in der ersten Dezemberwoche 2026 und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

(Holger Jacob)

Dienstag, 18. August 2026

Buchmachermarkt in Mosbach

Die Stadt Mosbach wird beim traditionellen Buchmachermarkt zum Schauplatz für Buchbinder, Drucker, Restauratoren und Papierkünstler. Die Aussteller zeigen, was sich alles aus und mit Papier machen lässt.
In Zusammenarbeit mit der Druckwerkstatt Mosbach ist auch der Verein für die Schwarze Kunst wieder dabei.

5. - 6. September 2026

Buchmachermarkt 
Hospitalhof, 74821 Mosbach

Freitag, 14. August 2026

Ich, Sisyphus - Intrigen, Lust und Leid

Das Winkelmann-Museum, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, veranstaltet am Sonnabend ihr Sommerfest 2026. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Auf dem Programm stehen für Mitglieder eine Versteigerung von Kunst- und anderen Objekten aus der Sammlung Werner Daum mit der Kunsthistorikerin Anka Zinserling und dem Schatzmeister der Winckelmann-Gesellschaft Jens Krumsieg sowie ein Sommertheater am Trojanischem Pferd „Ich, Sisyphus - Intrigen, Lust und Leid“ (Buch und Regie: Ioan C. Toma, Ausstattung: Bonnie Tillemann)

15. August 2026
Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36, 39576 Stendal

Mittwoch, 29. Juli 2026

Der Friedhof der vergessenen Bücher

Laut Schätzungen wurden nach 1989 mehr als 80.000.000 Bücher aus der DDR-Zeit unwiederbringlich vernichtet. Ganze Deponien stapelten Bücher, die kurz zuvor noch oft, gern und liebevoll von Menschen der DDR gelesen wurden, meterhoch.
Ich selbst habe diese Deponien noch in den 1990ern gesehen.
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal Vergleichbares gesehen: Auf Fotos aus dem Jahr 1933...
Nach 1990 verschwanden nicht nur Betriebe, Biografien und Lebensleistungen. Es verschwanden Bücher. Millionen. Ganze Bibliotheksbestände aus der DDR wurden entsorgt, verramscht, verbrannt oder schlicht ignoriert.

Was blieb, war eine kulturelle Leerstelle. Und genau hier beginnt die Geschichte der Peter-Sodann-Bibliothek.
Peter Sodann (1936 . 2024) beim Pirckheimer-Jahrestreffen 2015, Foto: Ralf Wege
In Staucha bei Meißen entstand ein Ort, den es so kein zweites Mal gibt: eine Bibliothek, die sich ausschließlich Büchern widmet, die zwischen 1945 und 1990 in DDR-Verlagen erschienen sind. Keine Auswahl nach politischer Opportunität, keine westliche Nachsortierung, kein "das kann weg": Alles bleibt.
Heute umfasst der Bestand mehrere hunderttausend Bücher. Rund 210.000 Titel sind bereits katalogisiert, viele weitere warten noch auf Sichtung und Erfassung. Darunter Belletristik, Kinder- und Jugendbücher, Sachliteratur, Lyrik, Theatertexte – und sogenannte graue Literatur: Betriebsdrucksachen, Gewerkschaftsmaterial, Broschüren, Publikationen, die sonst nirgends überliefert wurden.

(Markus Gelau, gesamter Artikel hier)

Freitag, 24. Juli 2026

Thomas J. Richter (1955 - 2026)

Thomas J. Richter, 15. Juni 2025, Vernissage zum 70. Geburtstag, Foto © ad
Der Maler und Grafiker Thomas J. Richter ist im Alter von 71 Jahren gestorben, er wurde am 17. Juli 2026 tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden.

Richter wurde am 15. Juni 1955 in Berlin geboren, bereits Vater und Großvater waren Maler. Er studierte zunächst an der Karl-Marx-Universität Leipzig, bevor er 1978 an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee wechselte, wo er bei Dieter Goltzsche und Dietrich Noßky Malerei lernte. Nach seinem Studium erhielt Richter wichtige Aufträge wie die Mitgestaltung des U-Bahnhofs Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin (1986/1987) oder die Monumentalskulptur »Schiff zur Rettung der Unschuld der Kunst« (1988/89, mit Martin Wilke) in Berlin-Pankow. Er schuf Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen. Besonders nach 1990 widmete sich Richter in seiner künstlerischen Arbeit der Verschränkung von Erotik und Revolution.

Vor einem Jahr fand in der jW-Ladengalerie, Thomas J. Richter wurde als „Hauskünstler“ der jungen Welt gesehen, die Ausstellung „Wenn Kommunisten träumen“ zum 70. Geburtstag des Künstlers statt, die Laudatio hielt der Pirckheimer Archi Galentz. Die Neujahrskarten, die Thomas J. Richter für Thomas Kaemmel schuf, finden sich in den PF-Sammlungen vieler Pirckheimer. U.a. erschien auch in der von Andreas Wessel, seinerzeit ebenfalls Pirckheimer, herausgegeben jW-Kunstedition der Holzschnitt des Künstlers „Paar am Strand“, ein schönes und provozierendes Gegenstück zu Walter Womackers gleichlautendem und wohl bekanntesten Gemälde aus der DDR der 60ger.

Montag, 20. Juli 2026

Internationaler Schachtag

Elke Rehder, Irrationale Stellung, 1991
Heute ist Internationaler Schachtag, der seit 1966 jährlich am Gründungstag (20. Juli 1924) des Internationalen Schachverbandes (FIDE), gefeiert wird.
Ein Gruß von Elke Rehder an alle schachbegeisterten Bibliophilen.

Sonntag, 19. Juli 2026

Gedenktafel für Heinz Knobloch

Anlässlich seines Todestages am 24.7.2003 wird am Heinz-Knobloch-Platz in Berlin Pankow eine Gedenktafel zu Ehren des Journalisten, Schriftstellers und zeitweiligem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Heinz Knobloch eingeweiht. Nach verschiedenen Ansprachen lesen Mitglieder des Freundeskreises Heinz Knobloch ausgewählte Feuilletons des Autors. Die Pankower Saxophonistin Dr. Brigitta Flick wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.
Gedenkstein am Heinz-Knobloch-Platz, Relief : Gerhard Thieme
Heinz Knobloch lebte fast fünf Jahrzehnte an dem Platz, der seit dem 3. März 2005 seinen Namen trägt.

24. Juli 2026, 17 Uhr
Heinz-Knobloch-Platz
an der Berliner Str. 32-34, 13189 Berlin

Donnerstag, 16. Juli 2026

Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit

Heinz Knobloch (3.3.1926 – 24.7.2003), geboren in Dresden, fand als Journalist und Schriftsteller in Berlin den Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens.
Im Mitgliederverzeichnis von 1981 der Pirckheimer-Gesellschaft, der er bis 1985 angehörte, wird er als Sammler von „Feuilleton, Berlin, Zeitungen, Judaica und (sic!) Friedhöfe“ ausgewiesen.

Das Stabi-Kulturwerk zeigt unter der Überschrift „Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit“ eine Ausstellung aus Anlass seines 100. Geburtstages. Die Freunde des Staatsbibliothek zu Berlin und der Berliner Bibliophilen Abend wird in einer Führung diese Ausstellung besuchen.

Ausstellung: 13. Mai - 27. September 2026
Führung: 29. Juli 2026, 15 Uhr, Anmeldung erforderlich

Stabi-Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Dienstag, 14. Juli 2026

Interview mit Armin Schubert und den Bücherkindern Brandenburg

nähere Informationen durch Klick auf die Abb.
Die aktuelle Folge der DENKMALZEIT des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege geht dem Geheimnis dieses mittelalterlichen Einhorns auf den Grund. Die Folge begleitet die feierliche Rückkehr des Kunstwerks in die Kirche und lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen, die sich kreativ mit dem Einhornteppich auseinandergesetzt haben: Besucherinnen und Besucher, Wissenschaftler, sowie die „Brandenburger Bücherkinder“ mit ihrem Mentor Armin Schubert.

Samstag, 11. Juli 2026

Vielseitige Buchpatienten im Domherrenhaus

Die Ausstellung "Vielseitige Buchpatienten" im Domherrenhaus zeigt neben den Ergebnissen auch den Prozess der aufwendigen Restaurierung. FOCKE STRANGMANN
Der Weser Kurier berichtet unter der Überschrift „Was sich aus restaurierten Büchern lesen lässt“ über eine Sonderausstellung "Vielseitige Buchpatienten" im Domherrenhaus in Verden, in welcher aktuell restaurierte Bände aus der Bibliothek des Domgymnasiums zu sehen sind.

In dieser Sonderausstellung zeigt das Historische Museum Domherrenhaus zusammen mit dem Kreisarchiv und dem Domgymnasium Verden besondere Exponate aus der rund 25.000 Bände umfassenden Historischen Bibliothek des Domgymnasiums, in der sich verschiedenste Atlanten, Landkarten, Handschriften und frühe Drucke aus ganz Europa befinden.
Seit 2022 konnten bisher 14 von rund 1700 beschädigten Titeln dieser Sammlung aus den Jahren 1550 bis 1836 aufwändig restauriert werden.

In der Meldung weist Museumsleiterin Frauke Müller darauf hin, dass eine Rezension des Begleitbands vom Hallenser Michael Spyra zur Ausstellung erschien, der „die verborgenen Geschichten enthüllt“, was, wie sie betont, auch von der Pirckheimer-Gesellschaft gewürdigt wurde. Malte Oehl schreibt über dieses Buch im Weser Kurier „Der Begleitband erzählt davon: Was lässt sich aus Büchern alles lesen? Nicht nur die Buchstaben, die in ihnen stehen. Wer sich Buchrücken, Einbände und beschädigte Seiten genauer anschaut, bringt mitunter Unerwartetes ans Tageslicht.“

13. Mai - 23. August 2026

Historisches Museum Domherrenhaus
Untere Straße 13, 27283 Verden (Aller)

Freitag, 10. Juli 2026

Verdienstorden des Freistaats Thüringen für Prof. Dr. Peter Arlt

Foto © Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
„Seit vielen Jahrzehnten prägt Prof. Dr. Peter Arlt das kulturelle Leben Thüringens auf besondere Weise – als Kunstwissenschaftler, Publizist, Hochschullehrer, Schriftsteller und engagierter Begleiter zahlreicher Künstler. Schon während seines Studiums engagierte er sich in literarischen Zirkeln und Autorenvereinigungen und entwickelte jene wissenschaftliche und künstlerische Neugier, die sein weiteres Wirken prägen sollte. Auch später brachte er sich in bedeutende Künstler-, Wissenschafts- und Kulturvereinigungen ein und wurde zu einer festen und hochgeschätzten Persönlichkeit der Thüringer Kunst- und Kulturlandschaft.

Seine wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen zur Kunstgeschichte und Kunsttheorie haben weit über Thüringen hinaus Beachtung gefunden. Insbesondere seine Veröffentlichungen zur bildenden Kunst der DDR und zur Methodik der Kunstwissenschaft in der DDR haben Generationen von Schülern und Studierenden geprägt und einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Kunstentwicklung in Ostdeutschland geleistet. Dabei zeichnete ihn stets eines besonders aus: die Fähigkeit, immer einen offenen Horizont innerhalb der Kunst- und Kulturpolitik zu bewahren.

Professor Arlt blieb Thüringen stets eng verbunden. Besondere Verdienste erwarb er sich auch als Hochschullehrer an der Universität Erfurt. Viele seiner Studierenden erinnern sich an einen Professor, der Wissen nicht nur vermittelte, sondern Begeisterung weckte. Der Kunst nicht als Gegenstand verstand, sondern als Einladung zum Nachdenken, zum Entdecken und zum Gespräch. Darüber hinaus hat er als Kurator, Autor zahlreicher Ausstellungskataloge und Monografien sowie als Lyriker und Schriftsteller künstlerische Lebenswege dokumentiert und kulturelle Zeugnisse für kommende Generationen bewahrt.

Mit seinem publizistischen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebenswerk hat sich Professor Arlt in herausragender Weise um Kunst und Kultur in Thüringen verdient gemacht.
Für diese außergewöhnlichen Verdienste verleihe ich Prof. Dr. Peter Arlt den Verdienstorden des Freistaats Thüringen.
“

(Laudatio Mario Voigt, Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen)

Samstag, 4. Juli 2026

Michael Eschmann, Zueignungen

die Vorzugsausgabe enthält eine Graphik (lks.) des Autors von Steffen Büchner
In der Lyrik-Edition NEUN des Verlags der 9 Reiche von Steffen Marciniak erscheint im August als Band 54 der Titel „Zueignungen“ des Pirckheimers Michael Eschmann, illustriert mit Linolschnitten von Steffen Büchner. Wie immer wird es eine Vorzugsausgaben im Pappband mit Originalgrafik geben.

31 Gedichte erzählen in poetischer Sprache vom Suchen und Finden – und manchmal auch vom Nichtfinden.
Manches bleibt offen. Wir schreiten nachdenklich voran. Was bleibt, sind Fragen und Staunen über ein Rätsel, das man Leben nennt.

Michael Eschmann - Zueignungen, Widmungsgedichte
Verlag der 9 Reiche, Berlin 2026
Mit Grafiken von Steffen Büchner
32 Seiten, Illustrierter Pappeinband
ISBN: 978-3-948999-54-4
Preis: 9 Euro plus Versand (bei Bestellung bis 16. August 2026 über das Antiquariat Michael Eschmann versandkostenfrei)

Antiquariat Michael Eschmann
Edith-Stein-Weg 2A
64521 Groß-Gerau

1 Kommentar(e):
04. Juli 2026: Michael Eschmann hat gesagt ...
Abel Doering ist seit Jahren bekannt für sein Engagement für die Bibliophilie. In seinem Blog "Informationen eines Pirckheimer" berichtet er täglich über Neuigkeiten aus der Buch- und Kulturszene. *** Heute bin ich dran mit meinem nächsten Lyrikband "Zueignungen" der von Steffen Marciniak in dessen Verlag & Antiquariat der 9 Reiche verlegt wird. Das Buch kostet 9,00 Euro plus Versand. Wer es bis zum 16. August 2026 bei mir direkt er Email bestellt, erhält es versandkostenfrei zugeschickt.
Email: antiquariat.eschmann@t-online.de

Montag, 29. Juni 2026

Winckelmanns Sicht auf Frauen

Der kommende Stendaler Hochschulvortrag des Pirckheimers Prof. Dr. Max Kunze beschäftigt sich unter dem Thema: „Das junge Mägden ist eine entzückende Schönheit, und verdiente allein eine Reise nach Rom" mit Winckelmanns Sicht auf Frauen.

Die Suche nach dem Schönheitsideal, prägte das Leben und Wirken des Gelehrten Johann Joachim Winckelmanns. Dieses fand er nicht nur bei männlichen Jünglingen, sondern auch Frauen ließ er nicht unbeachtet. Gemeinsam mit dem Referenten, dem Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, lernen die Hörer an diesem Nachmittag eine ambivalente und oft kaum beachtete Facette der Persönlichkeit Winckelmanns kennen.

1. Juli 2026, 15 Uhr
Hochschule Magdeburg-Stendal
Campus Stendal, Audimax
Osterburger Str. 25, 39576 Stendal

Donnerstag, 25. Juni 2026

Ein Dichterkraut, blaublühend

Cymbelkraut (Linaria cymbalaria), Foto: Ulrich Goerdten 
In der Wartburgstraße im Berliner Stadtteil Schöneberg gibt es einen gut gepflegten Vorgarten, dessen Gewächse das ganze Jahr über blühen. Auch ein unscheinbares Pflänzchen blüht dort von Juni bis Oktober, das Cymbelkraut. Es wächst in einer Art Polster über den Rand des Begrenzungsmäuerchens und streckt seine Spitzen bis auf den Bürgersteig. Der eilende Fußgänger wird bei seinem Anblick das Marschtempo verzögern, sofern er literaturkundig ist. Er wird einen Blick des Gedenkens auf diese Pflanze werfen, besonders am 25. Juni, dem Geburtstag des Dichters Heinrich Seidel (1842–1906). Von ihm gibt es einen Aufsatz mit dem Titel „Linaria cymbalaria“ im Jahrgang 1893 der Familienzeitschrift „Daheim“, der dann auch in den Band 12 seiner „Gesammelten Schriften“ aufgenommen worden ist.
Linaria cymbalaria ist der botanische Name der erwähnten Pflanze. Heinrich Seidel berichtet, dass er dieses grüne Kraut, das eher in südlichen Ländern heimisch ist, nach Berlin eingeschleppt hat, weshalb er von den orthodoxen Botanikern als Florafälscher und „Ansalber“ beschimpft wurde. Den Dichter hat das nicht angefochten. Vergnügt schreibt er in dieser „Geschichte voll kleiner Freuden und Enttäuschungen“, er würde wohl gern „eine kleine grüne Spur hinterlassen auf dieser Erde. Zwar hat er allerlei kleine Lieder und Geschichten ans Licht gestellt, allein diese entstanden aus der Zeit für die Zeit und werden schwinden mit der Zeit. Sie werden einst vergessen sein, und nur auf den höchsten Borten zurückgebliebener Leihbibliotheken in kleinen abgelegenen Landstädten werden die kleinen Bände noch stehen, und niemand mehr wird nach ihnen fragen. Dann aber wird vielleicht noch ein kleines zierliches Pflänzchen, das aus dürren Mauerritzen lieblich vervorgrünt, lebendige Kunde geben, daß der Verfasser jener vergessenen Geschichten einst über diese Erde gegangen ist“.

(Ulrich Goerdten)