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Montag, 31. August 2026

7. Aschaffenburger BuchKunstSalon

Messen sind für die Buchkunst weit mehr als reine Verkaufsveranstaltungen. Sie sind wichtige Treffpunkte für Künstlerinnen und Künstler, Sammlerinnen und Sammler, Verlage und alle, die sich für besondere Bücher, Grafik und Druckkunst begeistern. Hier entstehen Kontakte, neue Projekte und nicht selten langjährige Verbindungen.
Aus diesem Gedanken heraus riefen die Künstlerin Susanne Theumer, der Künstler Frank Eißner und Bernhard Hench im Jahr 2020 den Aschaffenburger BuchKunstSalon ins Leben. Seitdem findet er jedes Jahr parallel zur Frankfurter Buchmesse von Freitag bis Sonntag statt. Der BuchKunstSalon setzt bewusst auf persönliche Begegnungen, handwerkliche Qualität, künstlerische Individualität und den direkten Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum.

Der 7. Aschaffenburger BuchKunstSalon zieht vom bisherigen Ort im Café Krèm in die frühere Pumpenfabrik, der nun für kulturelle Zwecke genutzt wird. Auch die Teilnehmer-Liste ist noch ein bisschen illustrer geworden. So kommt Katrin Stangl, die aktuelle Hans-Meid-Preisträgerin aus Köln, und aus Leipzig kommt der Bibliophilen-Abend mit seinen hochwertigen Pressendrucken. Mit The Bear Press, dem Verlag Thomas Reche, der Berliner edition wasser im turm, dem Papierkünstler John Gerard und der Sascha Juritz-Pawel-Pan-Presse ist die Buchkunst bestens vertreten, ebenso wie von Künstlern Urte von Maltzahn-Lietz und Inka Grebner.
Die Büchergilde Gutenberg ist ebenfalls vertreten und zeigt Arbeiten von Peter Zaumseil, Antje Wichtrey, Gerda Lepke, Hans Ticha, Klaus Süß und Klaus Raasch.

9. - 11. Oktober 2026
Pumpenfabrik
Podium 30A, Würzburger Straße 30 A, Aschaffenburg

Sonntag, 21. September 2025

Aktionstag rund um „Mein* Morgenstern“

Ein bibliophiles Fest der besonderen Art, das Heidelberg so noch nicht gesehen hat: Nächste Woche Samstag präsentieren der ›Verein für die Schwarze Kunst e.V.‹ und der MDE gemeinsam mit der Büchergilde Gutenberg das wunderbare ›Mein* Morgenstern‹-Projekt in der Heidelberger Büchergilde-Buchhandlung in der Weststadt. Eingerahmt von Druckaktionen werden die Herstellung der außergewöhnlichen Bücher und verschiedene Ausgaben derselben ab 11 Uhr vorgestellt.
Zum 111. Todestag Christian Morgensterns haben der ›Verein für die Schwarze Kunst e.V.‹  und der MDE (Meister der Einbandkunst – Internationale Vereinigung) in Zusammenarbeit mit der Papiermühle Homburg ein vielseitiges, einzigartiges Buchkunstwerk entstehen lassen, das exklusiv von der Büchergilde Gutenberg

(Jürgen Franssen)

27. September 2025

Büchergilde Buch und Kultur
Kleinschmidtstr. 269115 Heidelberg

Samstag, 23. August 2025

Wertschätzung für „Mein Morgenstern“

bindereport, Fachmagazin für Buchbinderei und Druckverarbeitung, berichtet über die Sonderschau zu Ehren von Christian Morgenstern:
Die Wanderausstellung „Mein Morgenstern – von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden“ visualisiert die Darstellung der handwerklichen Fertigung eines Sonderbandes zum 111. Todestag des Dichters. Nach der Premiere im Christian-Morgenstern-Museum in Werder (Havel) und einer weiteren Präsentation in Sachsens Landeshauptstadt Dresden ist die Sonderschau in diesem Jahr in Köln (siehe unten), sowie in Leipzig zu sehen.
Ausgestellt werden 44 Druckgrafiken von 29 vorwiegend jungen Kreativen aus dem Design. Zusätzlich werden die Druckgrafiken im gebundenen Buch gezeigt – in 22 verschiedenen Varianten, gebunden von ebenso vielen Bucheinband-Kreativen. Insgesamt 111 Exemplare aus den Kleinserien können Interessierte exklusiv bei der Büchergilde Gutenberg erwerben. Ermöglicht wurde dieses Fest der Poesie, der Gestaltung und der Handwerkskünste dank einer zweijährigen Projektkooperation zwischen dem Verein für die Schwarze Kunst, der Papiermühle Homburg, dem Verein Meister der Einbandkunst und der Büchergilde Gutenberg.
Einband-Variante von Ulrich Widmanns. Foto: Bureau Sebastian Moock
Eröffnung: 12. September 2025, 19 Uhr, Begrüßung: Dirk Jachimsky Buchbindermeister, Einführung: Theresa Wedemeyer, Lesung: Heidrun Grote
Ausstellung: 13. September - 16. November 2023

Kunst. und Museumsbibliothek
Heinrich-Böll-Platz, Bischofsgartenstr. 1, 506697 Köln

Freitag, 27. Juni 2025

Mit heiteren Augen

1924 beginnt das „Abenteuer Büchergilde“ mit dem Titel von Mark Twain »Mit heiteren Augen!«.

Diese Geschichtensammlung von Mark Twain spiegelt die Prinzipien der 1924 frisch gegründeten Büchergilde: Weltoffenheit und Abenteuerlust, kluge Gesellschaftskritik gepaart mit Unterhaltung.
Als kritischer Beobachter gelang es Twain, soziale Konstellationen, Ungerechtigkeiten und Absurditäten präzise zu betrachten.
Abbn. © Büchergilde Gutenberg
Scharfzüngig kritisieren seine Erzählungen so Missstände wie zum Beispiel Alltagsrassismus. Das liegt auch an seinen Figuren, „normalen Leuten“, die für sich authentisch wirken, Ecken und Kanten haben und die er oftmals die Doppelzüngigkeit vermeintlich Bessergestellter durchschauen lässt.

Dieser Klassiker wurde von der Büchergilde 2024 au Anlass ihres 100jährigen Jubiläums als historisches redigitalisiertes Original in geprägtem Leinen, Fadenheftung und Kopffarbschnitt herausgebracht.

192 Seiten, 16 cm x 21,5 cm
Redigitalisierung: Schwab Scantechnik, Göttingen
Druck und Bindung: Friedrich Pustet, Regensburg
ISBN 978-3-7632-7537-3
28,00 €

Freitag, 18. April 2025

Christa Wolfs Kassandra mit Illustrationen von Nadine Prange

In der Büchergilde Gutenberg erschien Christa Wolfs Kassandra mit Illustrationen von Nadine Prange neben der Buchhandelsausgabe (28 €) in einer limitierte Vorzugsausgabe mit einem Siebdruck in drei Sonderfarben, signiert und nummeriert, im Schuber, Auflage: 99 Exemplare (148 €).

Nadine Prange, geboren 1980 in Düsseldorf, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und schloss als Meisterschülerin bei Thomas M. Müller ab. Ihr Diplom-Buch Neon Pantheon, das bei der Büchergilde Gutenberg erschien, ist eine zeitgenössische Interpretation der griechischen Götterwelt und wurde bei den „Schönsten deutschen Büchern“ ausgezeichnet. Sie arbeitet als Illustratorin und Grafikerin in Leipzig.

Donnerstag, 10. April 2025

"Mein Morgenstern" wird gebunden

In diesem Video zeigt Anne Schröter die handwerkliche Buchbindung des Gedichtbands "Mein Morgenstern", der anlässlich des 111. Todestages von Christian Morgenstern entstanden ist. Das bibliophile Buch ist in enger Zusammenarbeit mit dem Verein für die Schwarze Kunst, der Vereinigung Meister der Einbandkunst und der Büchergilde Gutenberg entstanden.
1 Kommentar:
10. April 2025: Bernd Friedrich Schulz hat gesagt…
instruktive sowie differenzierte Darstellung des Einbindens - danke

Sonntag, 23. März 2025

Mein Morgenstern

Seit Oktober 2024 sind die Rohbögen des gemeinsamen Morgensternprojekts des Vereins für die Schwarze Kunst und der Meister der Einbandkunst auf den Werktischen der 22 teilnehmenden MDE-Mitglieder. Die ersten Einblicke machen Lust auf mehr. 
Am Rande der Leipziger Buchmesse wird am 28. März die Büchergilde Gutenberg dieses Projekt um 20 Uhr im Museum für Druckkunst der Öffentlichkeit vorstellen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Gesprächsrunde und dazu, mehr über den Entstehungsprozess zu erfahren.

(Theresa Wedemeyer)
Zu sehen ist die Vielfalt dieser Buchgestaltung in der Wanderausstellung »Mein Morgenstern«. Den Auftakt macht das Literaturmuseum Christian Morgenstern.

30. März - 25. Mai 2025
Christian Morgenstern Literaturmuseum Werder an der Havel

30. Mai - 31. August 2025
Zentralbibliothek des Kulturpalastes Dresden

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
Eröffnung: 12. September 2025
13. September - 16. November 2025

Museum für Druckkunst Leipzig
28. November 2025 - 1. Februar 2026

Weitere Ausstellungen für 2026 sind geplant.

Dienstag, 4. März 2025

Susanne Theumer zum 50. – Die Lichtsehende

Wer als Künstler/in in Schwarz-Weiß arbeitet, hantiert mit purem Licht. Die Kunst ist, mit den Mitteln der Nichtfarbe, das sind Schwarz und Weiß qua Definition, beim Betrachtenden dennoch Eindrücke einer farbigen Realität zu erzeugen. In den Kohlezeichnungen und Radierungen von Susanne Theumer wirkt das Licht so intensiv und sinnlich, dass ein Bild allein dadurch im Gedächtnis haften bleibt.
Das hat sicherlich auch etwas mit der Arbeitsweise der Künstlerin zu tun: Sie zeichnet und radiert vor Ort. Als wir vor zwei Jahren in unserer Ausstellung „Lost places“ ihre Zeichnungen von zerfallenden Fabrikgebäuden ausgestellt haben, schrieb sie dazu: „Wenn ich so ein Gebäude entdecke, steige ich dort ein, es klappt fast immer, auch wenn es verboten ist. Einmal hatte ich auch Polizeibesuch... Doch es muss vor Ort geschehen! Ich zeichne auf dem Boden sitzend, ca. 3 Stunden arbeite ich vor Ort daran, mit den großen Radierplatten gehe ich meistens mehrere Tage an dieselben Stellen und arbeite daran weiter. Vor Ort ist die Stimmung, sind die Geräusche, die Begegnungen mit anderen Beobachtern und Tieren, das Licht, das Wetter insgesamt, das Erfühlen des Ortes etwas ganz Wesentliches und Authentisches, alles muss in die Zeichnung. Nur das Wenigste bearbeite ich im Atelier weiter, oder in der Druckwerkstatt.“ Gerade ist die Künstlerin von einem Arbeitsaufenthalt im Niemeyer-Holstein-Atelier auf Usedom zurück, und natürlich drang sie, wo sie schon mal in der Nähe war, unbefugt auf das Gelände der „Heeresversuchsstelle“ vor, wo noch gruselige Nazibaurelikte zerfallen.

(Wolfgang Grätz)

Eröffnung: 18. März 2025, 19 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin 
Ausstellung: 18. März . 17. Mai 2025

Büchergilde Buchhandlung & Galerie
Staufenmauer, Fahrgasse, 60311 Frankfurt am Main

Montag, 3. März 2025

Katrin Stangl – Das Glück des Lesens

Ihr erstes Buch überhaupt (von inzwischen mehr als 35) hat Katrin Stangl 2001 für die Büchergilde illustriert, Ray Bradburys „Fahrenheit 451“, als Gewinnerin des allerersten Büchergilde-Gestalterpreises (Mitglied der Jury, die sie auswählte, war seinerzeit auch Hans Ticha). Inzwischen aber kennt sozusagen jedes Kind ihre bildnerische Handschrift. Nicht nur, weil sie auch preisgekrönte Kinderbücher geschaffen hat, sondern weil sie zu den wenigen ausgewählten Grafiker/inne/n und Künstler/inne/n zählt, die vom Bundesfinanzministerium eingeladen werden, Entwürfe für Briefmarken der Deutschen Post zu gestalten. Aktuell können Sie Ihre Briefe mit der von Stangl entworfenen 85-ct-Marke „Gebärdensprache“ frankieren (jetzt leider + 10 ct).
Anlass der aktuellen Ausstellung aber ist ihr neuestes Buch, „Das Glück des Lesens“, das am 17. März, einen Tag vor unserer Ausstellungseröffnung erscheinen wird: eine von Marie Bernhard herausgegebene Anthologie, in der z.B. Virginia Woolf fragt, wie man ein Buch lesen soll, Hans Fallada von seltsamen Leerstellen im Regal berichtet, Theresia Walser ihre „Büchermauer“ beschreibt und Günter de Bruyn erzählt, wie er zur Literatur kam. Illustriert ist es mit 15 farbigen Lesebildern von Katrin Stang, für die sie ebenso viele Orig.-Linolschnitte geschaffen hat. Diese sind schwarz-weiß, wurden von ihr eingescannt, und am Computer kam dann die Farbe in die Druckvorlagen. Unsere Ausstellung zeigt (u.a.) die schwarz-weißen Orig.-Linolschnitt-Originale.

(Wolfgang Grätz)

Eröffnung: 18. März 2025, 19 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin
Ausstellung: 18. März . 17. Mai 2025

Büchergilde Buchhandlung & Galerie
An d. Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main, Deutschland

Sonntag, 2. März 2025

Deutsch-Niederländische Grafikbörse Borken

Abb. © Rainer Ehrt
Die Deutsch-Niederländische Grafikbörse Borken ist die größte und älteste Grafikmesse Deutschlands mit ca. 70 Ausstellenden, u.a. Franziska Neubert, Klaus Raasch, Petra Schuppenhauer, Rainer Ehrt, Susanne Theumer, Nadine Respondek, und Heike Küster!
Am Stand der ebenfalls teilnehmenden  Büchergilde Gutenberg werden neue Arbeiten von Eva Pietzcker, Philipp Hennevogl, Katrin Stangl, Druckstöcke von Antje Wichtrey, Radierungen von Katja Lang und Giesela Mott-Dreizler, neue Bücher von Svato Zapletal, Vorzugsausgaben mit Orig.-Fotografie von Barbara Klemm aus dem Thomas Reche Verlag und vieles mehr gezeigt.

7. bis 9. März 2025

Stadthalle Borken/Westfalen
Am Vennehof 1

Freitag, 27. Dezember 2024

P.F. 2025 der Büchergilde Gutenberg

Ellen Wagner aus: Ehmer/Hindermann, Die Schule der Trunkenheit und Büchergilde Kalender 2025
Das gesamte Team der 3üchergilde Gutenberg! wünscht frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.

Mittwoch, 9. Oktober 2024

5. Buchkunstsalon Aschaffenburg

Susanne Theumer auf dem Flyer zum Buchkunstsalon, aufzurufen durch Klick auf die Abb.
Im der zweiten Oktoberhälfte findet wie gewohnt der Buchkunstsalon Aschaffenburg statt, nunmehr bereits zum 5. mal.
An drei Tagen gibt es von 11 bis 20 Uhr verschiedene Aufführungen, Vorstellungen und Lesungen in den Veranstaltungsorten in Aschaffenburg, mit dabei sind u.a. augen:falter: mit Urte von Maltzahn-Lietz, ebenfalls Frank Eißner, die edition wasser im turm.berlin mit cornelius und Hanneke van der Hoeven, der  Frankfurter Grafikbrief des Büchergilde artclub, die Sonnenberg-Presse Chemnitz & Kemberg mit Bettina Haller & Andrea Lange, sowie Claudia Richter vom Netzwerkes book art center Halle (b.a.c.H.).
Zur Einstimmung in den Buchkunstsalon findet am Vorabend, 17. Oktober 2024 um 20 Uhr die Lesung   „Deutschland im Herbst“ statt, der Schauspieler Christian Wirmer (Darmstadt) liest aus Rainald Goetz: „Kontrolliert“.

18. - 20. Oktober 2024

Salon Künstlertreff im Café Krèm
Riesengasse 10 und Herstallstraße 20/21 63739 Aschaffenburg

Sonntag, 29. September 2024

Vorwärts - mit heiteren Augen!

Vor 10 Tagen erschien eine Festschrift zum 100jährigen Jubiläum der Büchergilde Gutenberg von Björn Biester, Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Wissenschafts-, Bibliotheks- und Universitätsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, in der die Geschichte der Büchergilde Gutenberg vorgestellt wird.
Diese Buchgemeinschaft ist Teil der deutschen Geschichte ab 1924 und hinterlässt darin an einigen Stellen selbst ihre Spuren. Was waren wichtige Büchergilde-Bücher, welche Autorinnen und Autoren waren mit der Büchergilde assoziiert, wie wandelte sich die Programmausrichtung und wer war maßgeblich daran beteiligt? Auf gut 100 Seiten führt der Autor unterhaltsam und kenntnisreich durch 100 Jahre Büchergilde, von den Gründerjahre über die Zäsur im Zweiten Weltkrieg und das Exil in der Schweiz bis heute.
Der Titel selbst zitiert das erste in der Büchergilde Gutenberg erschienen Buch „Mit heiteren Augen. Geschichten von Mark Twain“

Das von Clarra Scheffler und Cosima Schneider gestaltete Buch enthält ein Vorwort von Alexander Elspas, seit 2017 Vorsitzender der Büchergilde.
Gebunden wurde es in geprägtes Naturelle Mélange und ist in Fadenheftung mit einem Lesebändchen ausgestattet. Format 16,5 x 23,5 cm.
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M, Sept. 2024
ISBN 9787-3-7632-7558-8
28 €

Sonntag, 1. September 2024

Bibliophiles des Monats: Leo Tolstoi - Wieviel Erde braucht der Mensch?

Bibliophiles des Monats ist dem 100sten Gründungstag der Büchergilde Gutenberg gewidmet. Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Büchergilde erschien 1974 ihre allererste Vorzugsausgabe, die Erzählung von  Leo Tolstoi "Wieviel Erde braucht der Mensch?". illustriert von Michael Mathias Prechtl.
Es handelt sich um das Werkstattexemplar und wird/wurde von der Büchergilde-Buchhandlung Frankfurt am Main zum Preis von 348 € angeboten.

Neben den 38 Zeichnungen des Künstlers und einer Typographie von Hermann Zapf enthält das vorgestellte Exemplar eine handschriftlichen Widmung „dem idealen Kooperator Juergen Seuss einen Gruß! M.M. Prechtl, 3. X. 74“. und wie alle Vorzugsausgaben eine handkolorierten Orig.-Lithografie, die mit ihrer Anlehnung an Dürers Rasenstück nicht nur eine Brücke zwischen Epochen der Kunstgeschichte ist, sondern auch verschieden Kulturen zusammenbringt, hier im ersten Andruck, 23 x 13,5 cm, signiert, als Probedruck bezeichnet.
Buchformat 24,2 x 16,5 cm, Ganzleineneinband mit Schutzumschlag. Dieser nicht ganz frisch. Das Buch hat keinen Schuber.

(nach einer Information von Wolfgang Grätz)

Freitag, 23. August 2024

100 Jahre Büchergilde

Ausstellung in der Gründungsstadt Leipzig

Frank Eißner100 Jahre Büchergilde,
Farbholzschnitt, 42 x 30 cm, Auflage 24 Expl.
Der 29. August 1924 war der Tag der Büchergilde-Gründung.
Am 29. August 2024 wird im Museum für Druckkunst in Leipzig die Ausstellung „Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg“ eröffnet. „Mit heiteren Augen“ war der Titel des ersten, von Mark Twain geschriebenen Buchs, das die Büchergilde herausgab.

Ausstellung: 29. August - 10. November 2024
Werkstattgespräch: 31. August 2024, 15 Uhr, Franziska Neubert: "Das illustrierte Buch bei der Büchergilde".

(Bitte ggfs. per Mail unter veranstaltung@buechergilde.de anmelden!)

Museum für Druckkunst
Leipzig, Nonnenstraße 38

Mittwoch, 21. August 2024

Der 255. Frankfurter Grafikbrief

Der, diesmal etwas umfangreichere Leitartikel des Frankfurter Grafikbriefs widmet sich dem Thema "100 Jahre Büchergilde und die Kunst: Der Büchergilde artrclub".

„Empörung und Gestaltung“ – so betitelte der legendäre Büchergilde-Schriftleiter Erich Knauf (*1895, 1944 von den Nazis wegen „zersetzender Reden“ zum Tode verurteilt und hingerichtet) sein 1928 erschienenes Buch, mit dem er die damals noch weitgehend proletarische Mitgliedschaft der Büchergilde mit engagierter Gegenwartskunst konfrontieren wollte. Vorgestellt wurden u.a. Frans Masereel, Max Liebermann, Heinrich Zille, Ernst Barlach, Otto Dix und George Grosz. Die zeitgenössische Kunst war von Anfang an selbstverständlicher Teil einer Buchgemeinschaft, die sich zwar hauptsächlich der Verbreitung guter wie klassenbewusstseinsfördernder Literatur verschrieben hatte, aber auch die anregende Kraft des Bildes sehr zu schätzen wusste, was sich zunächst in hochwertiger Buchillustration zeigte.

Aus dieser Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern sollte aber erst 1971 eine freie Grafik-Edition entstehen, die an das von Knauf vorgegebene Niveau anknüpfte. Es erschienen Grafiken z.B. von Karl Hubbuch, Karl Rössing, HAP Grieshaber, Alfred Hrdlicka, Horst Antes und Gerhard Altenbourg. 1996 startet dann der „Büchergilde artclub“, der systematisch die zeitgenössische Druckgrafik in Szene setzte, die Büchergilde mit den eigenen Kunst-Editionen auf Buch- wie Kunstmessen präsentierte und Atelier- und Werkstatt-Besuche anbot.

(Wolfgang Grätz)

Samstag, 13. Juli 2024

Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg

Im August 2024 feiert die Büchergilde an ihrem Gründungsort in Leipzig ihr 100-jähriges Bestehen mit einem großen Festwochenende und einer Jubiläumsausstellung. Es ist ein Fest der gelebten Gemeinschaft, für die vielen Leserinnen und Leser, Mitglieder sowie Genossinnen und Genossen, Künstlern, Autoren und Kulturbegeisterten.

In einer Jubiläumsausstellung zeigt das Museum für Druckkunst in Leipzig die Werkstattausstellung »Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg« macht 100 Jahre Büchergilde mit allen Sinnen (be-)greifbar.
Das Jubiläumsmotto »Vorwärts – mit heiteren Augen!« ist der Schlusssatz des Vorworts der allerersten Büchergilde-Publikation von 1924 – der Geschichtensammlung Mit heiteren Augen von Mark Twain.
Am Eröffnungswochenende der Ausstellung, vom 31. August bis 1. September, feiert die Büchergilde Gutenberg im Museum für Druckkunst mit Kinderprogramm, Druckworkshops und Werkstattgesprächen sowie einer literarischen Matinee.

Bücher für alle zu machen, das ist eines der zentralen Anliegen der Büchergilde Gutenberg seit ihrer Gründung. 1924 wurde sie vom Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker ins Leben gerufen, um Arbeiterinnen und Arbeitern den Zugang zu Büchern zu erleichtern.
Heute ist die Büchergilde als Verlagsgenossenschaft organisiert. Und auch heute geht es der Büchergilde ganz im Sinne des Gründungsgedankens darum, Bücher in hochwertiger Ausstattung für alle zugänglich zu machen. Um ein wohl kuratiertes Literaturprogramm, kreative Gestaltung sowie um eine kritische Reflexion des Zeitgeschehens.
Gegründet wurde die Büchergilde 1924 im Volkshaus zu Leipzig auf Initiative von Bruno Dreßler, dem Ersten Vorsitzender des Bildungsverbandes sowie späteren Geschäftsführer der gewerkschaftseigenen Buchdruckerwerkstätte. Seit Jahren schon trieb ihn die Idee einer »proletarischen Kulturgemeinschaft« um. Sein Anliegen fiel auf fruchtbaren Boden. Einstimmig erklärten die anwesenden Gewerkschaftskollegen ihre Zustimmung zur Einrichtung der Buchgemeinschaft. Die Idee, auch Arbeitern mit Hilfe einer Buchgemeinschaft zum Besitz von Literatur zu verhelfen und den Zugang zur Bildung zu erleichtern, war ein Gebot der Stunde.
1933 wurde die Büchergilde wie die meisten Kulturinstitutionen gleichgeschaltet. In Zürich übernahm der in die Schweiz ausgereiste Bruno Dreßler die Züricher Filiale, die sich zuvor von der Büchergilde in Berlin abgespalten hatte. Die Exil-Büchergilde führte den Gründungsgedanken fort: »Aufrichtige demokratische Tradition verträgt kein Diktat, keine sklavische Gesinnungsuniformierung.« Das Exil in der Schweiz war zentral für das Überleben der Büchergilde während der NS-Zeit und ihre Entwicklung nach 1945.
Nach Kriegsende wurde die Büchergilde Gutenberg 1947 mit Sitz in Frankfurt am Main neu gegründet. Sie bot wieder einen Zugang zu klassischen Stoffen, zu Autoren der Weltliteratur und zeitgenössischen Schriftstellern, der jahrelang verwehrt gewesen war.
Die Mitgliederzahlen wuchsen in den Jahren des Wirtschaftswunders und die Büchergilde betätigte sich wieder mehr als eigenständiger Verlag. 1964 gehören 300.000 Menschen zur Büchergilde, die Zahl der Mitarbeitenden ist auf über 10.000 gestiegen, in 52 Städten in der Bundesrepublik hat die Büchergilde Zweig- und Geschäftsstellen, Treffpunkte für Bücher- und Musikfreunde.
2014 beschloss man nach mehreren Umstrukturierungen, das Unternehmen in eine Genossenschaft umzuwandeln, um den Erhalt und die Unabhängigkeit der Büchergilde zu sichern. Die wirtschaftliche Sanierung und Gewinnung neuer Mitglieder wurde durch eine engagierte Programmpolitik vorangetrieben, die an die alten Ideale der Gründungsidee in neuer Form anknüpft.

Jubiläumsausstellung: 29. August bis 10. November 2024

Museum für Druckkunst Leipzig

Freitag, 10. Mai 2024

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.

Der 10. Mai erinnern Freunde humanistischer Literatur und Bibliophilen an den Höhepunkt der Kampagne »wider den undeutschen Geist«, bei der 1933 in insgesamt 70 Städten in Deutschland Scheiterhaufen für Bücher aufgerichtet wurden.
In diesem Jahr gedenken wir das 91. Mal dieses Verbrechens, der Verfolgung von Schriftstellern, deren Werke als »undeutsch« eingestuft wurden, der Berliner Bibliophilen Abend widmete dem Gedenken an dieses Ereignis seine Jahresgabe.

Freitag, 3. Mai 2024

Mainz feiert 100 Jahre Büchergilde

Wir hier bei Erlesenes & Büchergilde sind mit vollem Herzen und aus tiefer Überzeugung Büchergilde Buchhändler. Wir sind stolz und froh, dass wir die außergewöhnlichen, schönen Bücher und das feine Programm der Buchgemeinschaft hier in Mainz exklusiv vertreten.
Feiert ihr mit uns? Unser Programm für das Jubiläumsjahr findet ihr auf unserer Website, im Flyer zum Mitnehmen, auf Facebook und natürlich bei Instagram. Am kommenden Dienstag gibt's die dritte, von insgesamt 12 Veranstaltungen.

Buchhandlung Erlesenes und Büchergilde
Neubrunnenstr. 17, 55116 Mainz

Mittwoch, 10. April 2024

Kafkas Texte in edelster Gestalt 5

Originallithografien von Hermann Naumann

Um Hermann Naumann ist es – naturgemäß – still geworden, der 40 km östlich von Dresden lebende Künstler ist am 14. Februar gesegnete 94 Jahre alt geworden. Er hat sich vor allem in der DDR intensiv mit dem Werk Kafkas beschäftigt, seine Illustration von „Betrachtung“ erschien als Lizenzausgabe auch bei der Büchergilde. – Wir verfügen über einige der Originallithografien, die für das Buch zur Illustration reproduziert wurden.
Hermann Naumann, Zu Kafka – Betrachtung, Die Abweisung
Orig.-Lithografie 1974, Bildformat 39,5 x 30 cm,
Büttenformat 64 x 47 cm. Auflage 30 Exemplare
Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen.