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Freitag, 2. Oktober 2026

Hamburger Bothe # 36

Hamburger Bothen aufrufen durch Klick auf die Abb.
Der Hamburger Bothe, die Regionalzeitschrift der Pirckheimer Regionalgruppe Nord, ist erschienen. Die Ausgabe, nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Rudolf Angeli aus der Redaktion das erste Mal allein herausgegeben von Peter Engel, wurde wieder von Jürgen Meyer anspruchsvoll gestaltet.

In dieser Ausgabe findet sich eine Würdigung des Lebenswerks des kürzlich verstorbenen Klaus Raasch durch Jürgen Balze, von Rainer Ehrt eine Vorstellung zweier Künstlerbücher nach frühen Texten von Rainer Maria Rilke, Sabine Knopf schreibt über einen neuartigen Literaturzweig seit dem 18. Jahrhundert: Weihnachtsbücher für Kinder in Hamburg, es werden zwei neue Handpressendrucke vorgestellt und von Peter Engel stammt der besondere Buchhinweis zu einem Roman eines schwierigen Autors: Wolfgang Koeppens Buch Der Tod in Rom.

Samstag, 1. August 2026

Hamburger Bothe # 35

Hamburger Bothen lesen durch Klick auf die Abb.
Der »Hamburger Bothe«, dessen 35. Ausgabe hier vorliegt, war ja in einer Notsituation ge gründet worden, als die Corona-Krise eine Zusammenkunft von Hamburger Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft verhinderte und ein digitales Mitteilungsorgan an die Stelle der unmittelbaren Kommunikation treten musste. Aus diesen bescheidenen Anfängen heraus hat sich der »Bothe« inzwischen zu einem beachteten Organ entwickelt, in dem bibliophile Interessen auf vielfältige Weise bedient werden und die Buchkunst einen engagierten Fürsprecher gefunden hat.

(Peter Engel)

Dienstag, 2. Juni 2026

Hamburger Bothe # 34

In der 34. Ausgabe des „Hamburger Bothen“ gibt es einen sehr substantiellen und mit etlichen Fotos ausgestatteten Beitrag über die aus Hamburg stammende Verlegerin Katharina Kippenberg, die das Gesicht des für seine schönen Bücher gerühmten Insel Verlags nicht weniger stark geprägt hat als ihr Mann, aber bisher bedauerlicherweise viel weniger wahrgenommen worden ist.
Außer durch einen kleinen Kreis von Spezialisten wird auch der Vortragskünstler Ludwig Hardt kaum wahrgenommen, dabei war er in der Zeit der Weimarer Republik ein sehr erfolgreicher Rezitator bedeutender literarischer Texte und hat dieses Genre auf neue Höhen gehoben. Auf sein antiquarisch selten angebotenes „Vortragsbuch“ weisen wir in diesem „Bothen“ neu hin und betonen dabei insbesondere, wie sehr sich der Rezitator bei seinen öffentlichen Auftritten gerade für die Erzählungen Franz Kafkas eingesetzt hat. Und das gerade auch in Hamburg, das mit seinem Tierpark Hagenbeck in Kafkas berühmten „Bericht für eine Akademie“ eingegangen ist, gehalten von dem Affen Rotpeter, der sich zu einem Menschen entwickelt hat.
Ein Ort früher Druckkunst war die Hansestadt Rostock, wo man sich kürzlich anlässlich eines Jubiläums des bedeutenden Erbes in einer Tagung vergewissert hat – auch darüber informiert die neue Ausgabe unseres „Hamburger Bothen“. Und last but not least können wir wieder mit Gedichten nebst Einführungstext und Fotos von Urs Heftrich aufwarten, dessen Lyrik wir wiederholt vorgestellt haben.

(Peter Engel)

Mittwoch, 1. April 2026

Hamburger Bothe # 33

Hamburger Bothe 33 aufrufen durch Klick auf die Abb.
Im Mittelpunkt unseres 33. „Hamburger Bothen“ steht diesmal eine Neuerscheinung des Verlags Angeli & Engel. Nur ganz wenige Kenner wußten bisher, daß der Schriftsteller Wolfgang Borchert neben dem Drama „Draußen vor der Tür“, Erzählungen und Gedichten in seinem kurzen Leben noch Zeit für bildkünstlerische Arbeiten hatte. Rund 70 solcher Werke werden erstmals in dem Band „Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert“ geboten. Für die Vorzugsausgabe dieser Edition, die im Mai vorliegen soll, hat Rainer Ehrt ein Porträt des doppelt begabten Borchert radiert.
Neben kurzen Nachrichten aus der Bibliophilie findet man im neuen „Bothen“ einmal wieder eine Rezension. Sie gilt dem Band „50 Jahre unterwegs mit Büchern“, worin der Antiquar Wolfgang Neubert seine Berufserfahrungen darlegt und sich als besonderer Kenner der Insel-Bücherei erweist.
In bewährter Weise läßt Abel Doering die Leser des „Bothen“ an seinen bibliophilen Interessen teilhaben und empfieht ihnen diesmal einen Verlag, der sich auf neu illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann spezialisiert hatte.

(Peter Engel)

E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“

Im Jahr des 250. Geburtstages von E.T.A. Hoffmann am 24. Januar soll mit dem Bibliophilen des Monats an den Verlag „Serapion vom See“ von Michael Duske erinnert werden, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte - Künstlerbücher und Mappenwerke, u.a. von Michael Knobel, Anke Dziewulski, Stephan Klenner-Otto oder Horst Hussel, auch einen Faksimile-Druck nach einem Skizzenbuch von Fritz Fischer. Der zwischen 1995 und 2010 aktive Verlag ist inzwischen erloschen, der Verlagsinhaber, das ehemalige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, lebt in einem Berliner Pflegeheim.

Michael Duske stellte, gerade eben, weil Hoffmann bereits oft illustriert wurde, an die Editionen seines Verlags hohe Ansprüche und verwendete möglichst klassische Originalgrafik wie Radierung, es sind somit jeweils seltene Originalkunstwerke in Buchform.
Als Bibliophiles des Monats, gleichzeitig die Empfehlung für den Bibliophilen des Hamburger Bothen, wird hiermit Band II der „Berlinische Geschichten“ vorgestellt, eine Graphikmappe, die E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Die Brautwahl“, illustriert von Steffen Faust enthält; Band I dieser Reihe war „Aus dem Leben eines bekannten Mannes“, illustriert und gestaltet von Xago.

Die 2001 erschienen Mappe „Die Brautwahl“ enthält neun Farbradierungen von Steffen Faust, alle vom Künstler betitelt, nummeriert und signiert. Die Titelgrafik wurde handkoloriert. Ein zehnseitiges Beiheft erläutert die Graphiken im Format 20 x 15cm, Blattgröße 28 x22cm, in einer handgearbeiteten Flügelmappe mit Fenster für das Aquarell. Diese Grafiksuite erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und 10 Künstlerexemplaren. Acht Exemplare enthalten zusätzlich einen Farbentwurf zu einer Einzelradierung.

Montag, 1. Dezember 2025

Hamburger Bothe # 31

Nach fünf Jahrgängen wird auch für den „Hamburger Bothen“ eine Auffrischung seines Erscheinungsbildes notwendig. Das soll sich von dieser Nummer an vor allem in einer besseren Übersichtlichkeit unserer Beiträge ausdrücken, in mehr „Luft“ zwischen den einzelnen Texten und in Überschriften in Rot, die dazu dienen, mehr Aufmerksamkeit auf die gebotenen Artikel zu ziehen.
Hamburger Bothe # 31 lesen durch Klick auf die Abb.

Montag, 17. November 2025

Hamburger Bothe Extra: Gustav Kluge

Die Einzelausstellung von Gustav Kluges »Codex Delta« in Hamburg bezieht sich ursprünglich auf einen Text, der aus 15 Paragrafen besteht. Ein Ziel dieses Textes ist es, 60 Jahre Zeichnen, Schreiben und Malen in Kluges Werk zu ordnen und verorten.
Ausgangspunkt für diese Gedanken ist ein Satz aus der chinesischen Tradition: Zeichnen und Schreiben stammen aus einer Quelle.
Diese Sichtweise motiviert den Maler, Tagebucheinträge und Briefe einzubeziehen und sie seinen Werken gleichzustellen. Für Kluge war diese Aussage ein Ausgangspunkt, die anders ausgerichtete europäische Denktradition neu zu überprüfen.
Auszüge aus den 15 Paragrafen sind in einem Wandtext in der Ausstellung aufgelistet und chiffriert. Sie stehen für die Überzeugung des Autors, dass Konzepte, Begriffe und Gedanken in den Bildern eingeschrieben sind.

Zur Ausstellung erscheint ein exklusives Buch in limitierter Auflage des Verlags Angeli & Engel.

Eröffnung: 20. November 2025, 18 Uhr
Ausstellung: 21. November 2025 – 31. Januar 2026

Produzentengalerie Hamburg
Admiralitätstraße 71, 20459 Hamburg

Sonntag, 12. Oktober 2025

Künstlerportraits von Bertolt Brecht

In Ergänzung des Beitrages im Hamburger Bothen „Mitteilungen aus dem Sammlerleben“ werden drei Porträts von Bertolt Brecht aus der Sammlung von Abel Doering als „Bibliophiles außer der Reihe“ vorgestellt, die jeweils in einem Abstand einer Generation, davon in einem Fall von einem Künstler, der den Dichte zu Lebzeiten befreundet war, entstanden.
Horst Janssen – Bertolt Brecht
Gustav Seitz – Portraitstudie Bert Brecht
Bodo W. Klös – Berthold Brecht
Die Liste der Brecht-Portraits von Künstlern ist lang, einige, wie Herbert Sandberg, der sein Schaffen am Berliner Ensemble begleitet, der mit ihm befreundet Arno Mohr, oder Bernhard Heisig kannten Brecht noch persönlich, andere wie Hans Ticha, oder der in den Informationen eines Pirckheimers früher schon vorgestellte Hanfried Wendland oder Steffen Büchner mussten auf überlieferte Abbildungen zurückgreifen.
Das wird zum Teil auch in den ausgewählten Drucken deutlich – Künstler, die persönlich Brecht kennenlernen durften, legen den Fokus mehr auf seine Wesensart, diejenigen, die ihn lediglich aus seinen Werken kennen, setzen seine Person eher in Beziehung zu seinem Schaffen.

Nähere Angaben zu den vorgestellten Arbeiten können im Blog „Bibliophiles des Monats“ nachgelesen werden.

1 Kommentar:
15. Oktober 2025: Bücherfreundin hat gesagt…
Eine schöne Ergänzung zu deinem Artikel im Hamburger Bothen. Danke!

Freitag, 3. Oktober 2025

Hamburger Bothe #30

Der Hamburger Bothe № 30 ist erschienen. In dieser Jubiläumsausgabe startet die neue Serie „Mitteilungen aus dem Sammlerleben“, zu der der Blogbetreiber den ersten Beitrag liefern durfte - leider wurden hier die Abbildungen falsch platziert.
Die „Empfehlung für den Bibliophilen“ verweist in der Nummer 30 sowohl auf Jean Paul, dessen Todestag sich am 14. November zum 200. Mal jährt, als auch auf die verdienstvolle „Bibliothek Deutscher Klassiker“, in welcher eine zweibändige Auswahl seiner Werke erschien. Und zur bibliophilen Empfehlung des letzten Hamburger Bothen machte Rainer Schmidt wertvolle Ergänzungen, die mir u.a. auch zeigten, dass Hinweise eines anderen Antiquars eigene Recherche nicht ersetzen sollten.
Des weiteren wird in der aktuellen Ausgabe der bedeutende Buchkünstler E. R. Weiß, der bis 1933 insbesondere das Erscheinungsbild des Berliner S. Fischer Verlags entscheidend geprägt hat, zu seinem 150. Geburtstag geehrt und es findet sich im Bothen ein erster Bericht über das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, über die Jahrestagung der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft, über die vor 125 Jahren gegründete „Steglitzer Werkstatt“ und über eine Publikation zum 100. Geburtstag des Buchkünstlers Otto Rohse. Auch diesmal konnte wieder eine Erstveröffentlichung in die Jubiläumsausgabe aufgenommen werden, diesmal vom Büchner-Preisträger Jan Wagner.

Alles kann wie immer durch Klick auf die obige Abb. mit den Blättern des Hamburger Bothen nachgelesen werden.
Ein Klick auf die untere Abb. zeigt den Artikel „Mitteilungen aus dem Sammlerleben“ mit der richtigen Anordnung der Bebilderung, wie er auf der Archiv-Seite des Berliner Bibliophilen Abend wiedergegeben wird.

Freitag, 12. September 2025

Hamburger Bothe, Extra-Ausgabe Sept. 2025

Hamburger Bothen Extra-Ausgabe aufrufen durch Klick auf die Abb.
7. Edition von Angeli & Engel - Einladung zur Subskription: 

Gustav Kluge: Disegno ≠ Disegno

Alles im gewohnten Format 24x30 cm, Umfang 140 Seiten und durchgehend mit Bildern von Gustav Kluge versehen.
ISBN: 978-3-9824980-4-1
Auflage: 144 Ex., davon 55 Ex. als bibliophile Vorzugsausgabe: nummeriert von 1-55, signiert von Gustav Kluge, und mit Beilage einer für das Buch geschaffenen Originalgraphik von Gustav Kluge.

Freitag, 1. August 2025

Hamburger Bothe #29

Hamburger Bothen lesen durch Klick auf die Abb.
Erstmals können wir in unserer Serie „Meister der Illustration“ eine Künstlerin präsentieren. Aus eingehender Kenntnis des Werks stellt der Schriftsteller André Schinkel die in Halle lebende und wirkende Illustratorin Susanne Theumer vor.
Auch die eigene Verlagsarbeit geht bei Angeli & Engel nach dem schönen Erfolg mit dem neuen Buch „Övelgönne – Zeichnungen gegen den Strich“ des Hamburger Zeichners Klaus Waschk kontinuierlich weiter. Die Vorzugsausgabe dieses Bandes ist restlos vergriffen, nur noch wenige Normalausgaben sind zu haben. Derweil steht ein Buch des Hamburger Malers Gustav Kluge mit dem Titel „Codex Delta“ kurz vor dem Druck.
Anläßlich seines hundertsten Todestages des Impressionist Lovis Corinth, dessen Handbuch „Das Erlernen der Malerei“ von 1920 sogar mehrere Auflagen erreichte und später häufig nachgedruckt wurde. wird an dieses Werk des Malers in einem Beitrag erinnert.
Seinen bibliophilen Hinweis hat Abel Doering der „Kleinen Malik-Bücherei“ gewidmet. 
Schließlich kommt auch unser Autor Urs Heftrich, von dem wir 2023 den Lyrikband „Gehäuseschutt - House of Rubble“ herausgebracht haben, mit neuen Gedichten zu Wort.

(Peter Engel)

1 Kommentar:

Kleine Malik-Bücherei

Als Bibliophiles des Monats (gleichzeitig die bibliophile Empfehlung im Hamburger Bothen) soll diesmal eine Reprint-Sammlung gelten, eine wieder aufgelegten Buchreihe des legendären Malik-Verlags. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass der sammelnde Bibliophile bestrebt ist, keine Nachdrucke, sondern neben eventuellen Varianten vor allem Originale, am besten als Erstausgabe, in seine Bibliothek einzureihen, mitunter ist es jedoch auch reizvoll oder, speziell für angehende Sammler aus anderen Gründen angebracht, gut gemachte Reprints oder auch Neuauflagen zu erwerben. Das traf für mich speziell für Bücher des Malik-Verlags zu, für die ich mich zu Beginn meiner Sammelleidenschaft Anfang der 70er Jahre interessierte, damals waren die Originalausgaben des Verlags, der zwar vor gut 100 Jahren mit dem Anspruch auftrat, qualitativ hochwertige Bücher preiswert zu verlegen, mit heute teilweise sehr preisgünstigen Angeboten nicht zu vergleichen und zumindest für einen Studenten noch unerschwinglich.
In einer leinengebundenen roten Kassette mit Rückenschild wurden 1981 alle Bände der »Kleine(n) Malik-Bücherei«, die von 1924 bis 1926 in »Der Malik-Verlag, Herzfeld und Gumperz« erschienen sind, von Wieland Herzfelde (1996-1988) im Zentralantiquariat der DDR, Leipzig, neu herausgegeben. Damit wurde eine Auswahl an „künstlerischen und historischen Dokumenten der sozialen und kulturellen Kämpfe aller Völker in Vergangenheit und Gegenwart“, so der Hinweis im Band Eins des Reprints, neu aufgelegt. Diese Ausgabe ist nicht nur inhaltlich eine, zwar kleine, dennoch umfassende Zusammenstellung der proletarisch orientierten Literatur bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, für den Bücherfreund erlaubt diese Ausgabe zugleich einen Einblick in die verschiedenen Gestaltungsvarianten des Verlags und die Arbeit der Druckereien dieser Zeit. Für die von John Heartfield in der Regel zweifarbig gestalteten Einbände wurden u.a. Zeichnungen von Honoré Daumier, George Grosz, Bob Minor, Rudolf Schlichter, Adolph Menzel, Theophile Steinlen oder Frans Masereel genutzt, der Druck erfolgte bei „Nobertus“ Buch- und Kunstdruckerei oder Koch & Werner, beide Wien, von der Buchdruckerei Gustav Ascher oder in den Brandenburgischen Druckwerkstätten, beide Berlin, von F. Ullmann, Zwickau, oder Julius Klinkhardt, der Spamerschen Buchdruckerei und J.B. Hirschfeld, alle Leipzig.
Die 20bändige Ausgabe enthält in fadengehefteten Pappbänden im Klein-Oktav-Format u.a. „Der Bürgerspiegel“, tschechische Lieder und französische Revolutionslieder, 3 Aufsätze von George Grosz und Wieland Herzfelde unter dem Titel „Die Kunst“ und von Majakowsky (Schreibweise des Originals) „150 Millionen“ in der Nachdichtung von Johannes R. Becher, Texte von Albert Ehrenstein, Victor Hugo, Wera Figner, Georg Herwegh, Upton Sinclair, Georg Forster und Maxim Gorki.
Bd 3 mit Signatur Stefan Hermelin
Die Neuausgabe der »Kleine(n) Malik-Bücherei«, die vom Reprintverlag, einer (mit dem vornehmlichen Ziel der Devisenerwirtschaftung geschaffenen) Abteilung des Zentralantiquariats der DDR gefertigt und im Nationalen Druckhaus in Berlin gedruckt wurde, „erschien“ 1981 in identischer Ausstattung auch in der BRD in der Athenäum Verlags GmbH, Königsstein, wobei in dieser Ausgabe der tatsächliche Ort der Herstellung, des Drucks und des Erscheinens im Impressum unerwähnt bleibt.
Bd. 19, Slang, Panzerkreuzer Potemkin, Fotos © ad
Der hier als bibliophile Empfehlung vorgestellte fotomechanische Reprint des Zentralantiquariats der vor 100 Jahren erstmalig publizierten Reihe »Kleine Malik-Bücherei« stellte, von mir allerdings erst in den 90ern auf dem Flohmarkt erworben, einen doppelten Glücksfall dar, habe ich doch nicht nur den ohnehin preisgünstigen Nachdruck billig erstandenen, ich fand darin als Zugabe in der bestens erhaltenen Sammlung noch eine originale Widmung des Herausgebers Wieland Herzfelde.

1 Kommentar:

Montag, 26. Mai 2025

Bibliophiles - außer der Reihe

Die Juni-Ausgabe des "Hamburger Bothen" stellt, eine Woche vorfristig, einen Titel vor, auf den als "... die schönste Liebeserklärung an das gedruckte Buch" hier bereits schon einmal am 25. Oktober 2015 aufmerksam gemacht wurde:

Doug Dorst,S. – Das Schiff des Theseus

Ralf Plenz, Autor, Verleger und Dozent für Gestaltung, berichtet über dieses Buch:

Als das Buch 2015 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erschien, berichtete die Druckerei in einer Fachzeitschrift ausführlich darüber, wie aufwendig es war, bei einer Auflage von 70.000 Exemplaren so unterschiedliche Teile wie eine Drehscheibe, eine bedruckte Serviette, vergilbte Zeitungsausschnitte, handgeschriebene Briefe, Postkarten und Faxe zu drucken und wie eine Blaupause beizufügen.
Mein berufliches Interesse war damals sofort geweckt, dieses Buch für 48 € zu erwerben.
Das großformatige gebundene Buch ist durchgehend vierfarbig gedruckt, scheint aus einer Leihbibliothek zu stammen, hat angeblich vergilbtes Papier (Druckflecken und -ränder) und sticht neben den vielen hier fotografisch dokumentierten Beilagen vor allem durch handschriftliche Randbemerkungen zweier Leser aus dieser Universitätsbibliothek hervor.
Knapp ein Jahr nach Erscheinen des Buches musste aufgrund des großen Verkaufserfolges eine zweite Auflage gedruckt werden. Die Druckerei wollte diesen Auftrag zunächst ablehnen, entschied sich dann aber, ihn in einer Tochterfirma in Tschechien produzieren zu lassen. Nur in einer Schriftgröße von etwa vier Punkt erfährt man, wer der eigentliche Autor ist (J. J. Adams, Regisseur von Star Trek, der die Idee hatte und den Ghostwriter Doug Dorst mit dem Schreiben des Buches beauftragte). Die Verwirrung hat ein Ende, denn der Autor V. M. Straka und der Übersetzer F. X. Caldeira haben nie existiert, ebenso wenig wie die beeindruckende Liste seiner anderen Veröffentlichungen.

... gesamter Artikel u.a. in: Bibliophiles des Monats, außer der Reihe

Sonntag, 25. Mai 2025

Hamburger Bothe #28

Hamburger Bothen lesen durch Klick auf die Abb.
Der Hamburger Klaus Waschk, der vor allem für die Frankfurter Büchergilde Gutenberg und für den Leipziger Verlag Faber & Faber, der leider nicht mehr existiert, gearbeitet hat, wird in unsere Serie mit „Meistern der Illustration“ einbezogen, in der wir bisher die Künstler Svato Zapletal, Pétrus Akkordéon und Moritz Götze vorgestellt wurden. Sein Bravourstück war die Bebilderung des „Kapitals“ von Karl Marx. Waschk schuf dazu 150 farbige Illustrationen, die im Jahr 2007 in zwei Bänden erschienen.

In seiner Rubrik „Die bibliophile Empfehlung“ stellt Abel Doering in der Juni-Ausgabe des „Hamburger Bothen“ ein Widmungsexemplar für den Berliner Bibliophilen Abend, den gedruckten Vortrag „Wege und Ziele der Bücherpflege“ vor, den der vielseitige Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder am 23, März 1930 anlässlich der Gründung der Kölner Bibliophilen-Gesellschaft hielt.

Den Literaturteil des „Bothen“ bestreitet diesmal der Hamburger Schriftsteller Wolfgang Denkel, der uns zwei Abschnitte aus einem entstehenden Roman als Vorabdruck zur Verfügung gestellt hat.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Zu ergänzender wäre noch der Hinweis auf eine Besprechung des Hamburger Autors und Verleger Ralf Plenz zu einem Titel, der nicht nur für ihn eine bedeutsame Entdeckung war und der 2015 hier schon einmal als herausragende Edition vorgestellt wurde: „S. - Das Schiff des Theseus“.

Mittwoch, 2. April 2025

Hamburger Bothe #27

zum Lesen anklicken
Die Serie mit „Meistern der Illustration“, die wir mit Svato Zapletal und Pétrus Akkordéon gestartet haben, ist jetzt bei dem Künstler Moritz Götze angelangt, den Jens-Fietje Dwars sehr intensiv vorstellt.
Darüber vergessen wir natürlich nicht die eigene Verlagsarbeit von Angeli & Engel. Unser nächstes Buch, der bereits dritte Band mit dem Hamburger Zeichner Klaus Waschk, wird jetzt in Berlin gedruckt und kann subskribiert werden. Der Titel „Övelgönne – Zeichnungen gegen den Strich“ deutet schon an, dass dieser besondere Hamburger Stadtteil am Elbufer nicht als „reine“ Idylle dargestellt wird, sondern dass der Zeichner Klaus Waschk auch manches in den Blick nimmt, was ihn an seinem Wohnquartier stört und zur Kritik herausfordert.
Ferner ist ein Hinweis auf den ziemlich vergessenen Schriftsteller Melchior Vischer zu finden, der vor 50 Jahren in Westberlin gestorben ist und 1920 mit seinem schmalen Debütwerk „Sekunde durch Hirn“ eine Sternstunde erlebt hatte.
Der Autor Urs Heftrich, von dem wir 2023 den Lyrikband „Gehäuseschutt - House of Rubble“ herausgebracht haben, steuert ein Gedicht-Triptychon bei mit dem Titel „Drei Ansichten von Wallace Stevens“ bei, angereichert mit Fotos des Autors und einem längeren erläuternden Text.

Samstag, 15. Februar 2025

Rudolf Angeli feiert 75sten Geburtstag

Heute geltem die besten Wünsche dem Pirckheimer aus Hamburg zu seinem heutigen Ehrentag.
Rudolf Angeli auf der Leipziger Buchmesse 2024, Foto © ad
Mit diesen Zeilen wird ein Bücherfreund und Schachspieler geehrt, den Bibliophile nicht nur als Initiator einer bemerkenswerten Weltreise von Stefan Zweigs Schachnovelle kennen, sondern vor Allem als Mitbegründer der Regionalgesellschaft Nord der Pirckheimer-Gesellschaft, als Mitherausgeber des Hamburger Bothen und verdienstvollen bibliophilen Titeln zu aktuellen Illustratoren und Graphikern bei "Angeli & Engel".

Herzlichen Glückwunsch, lieber Rudolf Angeli!

Samstag, 1. Februar 2025

Hamburger Bothe #26

Hamburger Bothe #26 lesen durch Klick auf die Abb.
„In Zeiten sich überlagernder Krisen und Katastrophen zeigt Carsten Broda (Hamburger Kultursenator) in seinem jüngsten Buch Wege in eine gute Zukunft auf. Im Zentrum steht dabei die Kraft gemeinsamer Geschichten, die wir uns als Gesellschaft endlich neu und besser erzählen müssen…“ (aus dem Klappentext von Carsten Brosdas „Mehr Zuversicht wagen“).

Dieser Leitlinie des Geschichten-Erzählens folgen wir mit dem „Hamburger Bothen“ unbeirrt und unverzagt.
Er bietet Geschichten über Menschen, ihr Schaffen und ihre Werke in der Vergangenheit und Gegenwart.
Das Buch, der liebevolle Umgang mit ihm, und die phantastischen, geistigen Reisemöglichkeiten damit bilden das Zentrum unserer Geschichten. Ergänzt werden sie durch die begleitende Kunst der Illustration und ihren eigenen Geschichten.
Damit lenken wir die Blicke auf die unendliche Menge der Meerestropfen, der Sandkörner, der Gedankenblitze, Träume und Einfälle. Diese Sicht schafft Kraft auf Hoffnung anderer Möglichkeiten und Wege. Und diese Kraft wächst potenziell durch gemeinsames, neugieriges Betreten aufscheinender Landschaften.

„Land in Sicht“ sagt man in der Seefahrt.

(Rudolf Leonardo Angeli und Peter Engel)

Dienstag, 3. Dezember 2024

Hamburger Bothe #25

Für die Jubiläumsnummer des Hamburger Bothen beginnen die Herausgeber die Serie „Meister der Illustration“. Dem Porträt des Hamburger Buchkünstlers Svato Zapletal sollen alle zwei Monate weitere Artikel über herausragende Illustratoren im deutschsprachigen Raum folgen – und am Ende machen wir daraus vielleicht ein Buch.
Hamburger Bothe #25 lesen durch Klick auf die Abb.
Der „Literaturdetektiv“ Reinhard Pabst legt in einem Beitrag dar, wie ein Tag im Leben eines eingefleischten „Büchernarren“ verlaufen kann. Mitherausgeber Rudolf Angeli schildert in einem weiteren Beitrag seine vielfältigen Eindrücke vom Kongress der Internationalen Stefan Zweig-Gesellschaft und geht in Salzburg und Wien auf Spurensuche nach dem Schriftsteller. Wie immer gibt es bisher unveröffentlichte Literatur im Leseangebot, diesmal Gedichte des Hamburger Lyrikers Hendrik Rost.
Abel Doering stellt als bibliophile Empfehlung sein "Bibliophiles des Monats" vor, eine Festgabe für den Berliner Bibliophilen Abend, als Unikatbuch eigentlich weniger eine Empfehlung. Marc Berger, Handpressendrucker und Buchgestalter, dessen Ausstellung mit Typographiken zum 120sten Gründungsjubiläum Thema des Berliner Bibliophilen Abend  sein wird, stellt die Verlagsgeschichte seiner Edition Schwarzdruck vor.

(Peter Engel, Editorial)

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Hamburger Bothe #24

Bothen #24 lesen durch Klick auf die Abb.
Die Jahrestagung der Pirckheimer- Gesellschaft hat unlängst in Magdeburg stattgefunden, Rudolf Angeli schildert ausführlich und mit vielen Fotos angereichert seine Eindrücke.

In diesem Jahr ist anlässlich der hundertsten Wiederkehr seines Todestages sehr viel über Franz Kafka und sein Schaffen geschrieben worden, kaum ein Aspekt seines Lebens und seines Werks blieb unbeleuchtet, aber dass sein Bildnis sehr früh schon und unter besonderen Umständen auch Verwendung für ein Lesezeichen fand, darauf war bisher wohl niemand gekommen.

Abel Doering hat diesmal eine bibliophile Empfehlung zum amerikanischen Schriftsteller Edgar Allen Poe, der vor 175 Jahren gestorben ist. (Er merkt dazu an: Die früh ausliegenden Weihnachtsangebote erlauben den Hinweis, dass diese „Empfehlung“ gleichzeitig auf eine mögliche Gabe hinweisen kann, um die Liebe zum Buch an die nachrückenden Generationen weiterzugeben.)

Im 24. „Bothen“ sind wieder bisher unveröffentlichte literarische Texte zu finden, diesmal steuert die in der Nähe von Ulm lebende Lyrikerin Christine Langer neue Gedichte bei. Die Hamburger Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft und deren Freunde können die Autorin in einer Lesung erleben, die am 9. Oktober im Säulenkeller der Patriotischen Gesellschaft stattfindet und kostenlos besucht werden kann.

Und wir besprechen zwei Bücher, die für Bibliophile interessant sein könnten. 

(Peter Engel, aus dem Editorial)