Der Fahrer wurde mit einer Geldstrafe belegt. Die 63 Bücher russischer und belarussischer Verlage, deren Einfuhr in die Ukraine gesetzlich verboten ist, hatten einen Wert von 140.000 Hrywnja (ca. 2.800 €) und wurden für staatliche Zwecke beschlagnahmt.
„Alle Russen sind Feinde! ... Und ihre Literatur kann das Gehirn eines Ukrainers zerstören!“ kommentierte Oleh Pustovgar, ein Vertreter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken in der Oblast Poltawa.
(Michail Onufriyenko, Правда, 4. April 2026)
1 Kommentar(e):
- Auch wenn es sich bei der Meldung aus der Правда offensichtlich um ein propagandistisch ausgeschlachtetes Zollvergehen bei der Einfuhr von Büchern russischer und belorussischer Verlage handelt, sollte die Aussage des Vertreters des „Instituts für Nationales Gedenken“, die sicher Einfluss auf die Strafzumessung hatte, zu denken geben.
Es erinnert mich an Zeiten, wo mir bundesdeutsche Freunde und Verwandte Titel von Ernst Fischer, Freud, Sartre, Horkheimer oder Adorno durch den „Schutzwall“ schmuggelten. Inwieweit das mein Gehirn zerstörte oder aber beflügelte, mag zukünftiges Geschehen beurteilen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen