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Freitag, 25. September 2026

37. Berliner Exlibris Treffen

Wie immer findet am ersten Samstag im November das Berliner Exlibris Treffen (BET) statt.
Zum 37. Mal laden die Organisatoren in das RUDI-Nachbarschaftszentrum Berlin ein. An diesem  Samstag wird von 12.00 bis 19:00 Uhr im RUDI getauscht, geplauscht und eine Exlibris-Ausstellung mit Grafiken ukrainischer Künstler und Künstlerinnen eröffnet. Daneben werden auch Werke der italienischen Künstlerin Silvana Martignoni gezeigt.

Exlibris Treffen: 7. November 2026
Ausstellung: 7. November - 18. Dezember 2026
RUDI-Nachbarschaftszentrum Berlin
Modersohnstr. 55, 10245 Berlin

Sonntag, 23. August 2026

DEG-Jahrestreffen 2027

Die Jahrestreffen der Deutschen Exlibris-Gesellschaft wird nach 2017 und 2023 2027 ein drittes Mal in Paderborn stattfinden.
Das Stadtbild der kleine Bischofsstadt mit dem mehr als 1200-jährigen Dom und der übersichtlichen Altstadt mit den zahlreichen Quellen der Pader wird geprägt durch zahlreiche Kirchen, der Kaiserpfalz und vielen alten Stadthäuser.
Den Namen hat die Stadt vom kürzesten Fluss Deutschlands, der Pader, die im Stadtzentrum an Hunderten Stellen aus dem Boden quillt. 
Die Europäische Kommission hat im Februar 2026 die urbane Flusslandschaft Pader in Paderborn mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Und die Stadt begeht im Jahr 2027 ihr 1250. Jubiläum mit vielen Veranstaltungen auch während der DEG-Tagung.

6. - 8. Mai 2027
WELCOME Hotel Paderborn
Fürstenweg 13, 33102 Paderborn

Samstag, 8. August 2026

Schatten auf dem Mond

Gestern war die Eröffnung der Ausstellung „Schatten auf dem Mond“ des ukrainischen Grafikkünstlers Konstantin Kalynovych im 3 Königinnen Palais auf Schloß Mirow.
Der Titel der Ausstellung verweist auf eines der zentralen Motive im Werk des Künstlers. Der Mond ist in Kalynovychs Arbeiten nicht nur ein Himmelskörper, sondern ein Symbol für Ruhe, Traum und die Distanz zum Alltag. Er ist ein wichtiger Bestandteil seiner Bildwelt und erscheint immer wieder in Werken aus verschiedenen Schaffensperioden.
In der Ausstellung werden rund 100 Werke der Druckgrafik präsentiert – Exlibris, Radierungen und PF verschiedener Jahre – sowie etwa 30 Aquarelle, Gouachen und Arbeiten in Mischtechnik. Die Ausstellung ermöglicht es, die Entwicklung des künstlerischen Schaffens nachzuvollziehen und dessen Vielfalt kennenzulernen.
Organisiert wird diese Ausstellung vom neuen Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft Roman Demidov.
Zu Gast waren neben Utz Benkel auch die ukrainische (Exlibris-)Künstlerin Mariana Myroshnychenko und die Leiterin des Kultur- und Tourismusamtes der Stadt Drogobych, Iryna Partyka. Auch der Holzstecher Horst Brandenburg aus Greifswald war Gast dieser gelungenen Vernissage.

Ausstellung: 7. August – 31. Oktober 2026

3 Königinnen Palais
Schlossinsel 2a, 17252 Mirow

Mittwoch, 5. August 2026

Exlibris-Ausstellung: In Memoriam Gernot Blum

Gernot Blum, Psychiater, Exlibris-Sammler und langjähriger Präsident der Deutschen Exlibris Gesellschaft ist am 26. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben. 
Das Internationale Exlibris-Zentrum Mönchengladbach (IEZ-MG) entstand in direkter Folge der großzügigen Schenkung seiner Exlibris-Sammlung an die Stadt. 2013 wechselten über 150.000 Graphiken den Besitzer und umgehend machte das neu gegründete IEZ-MG sich an die Arbeit, die zahlreichen Graphiken der Kollektion zu digitalisieren und seit 2016 im Rahmen der Internetdatenbank „Exlibrisportal“ der Öffentlichkeit zur Recherche und Forschung zur Verfügung zu stellen. Gernot Blum sammelte jedoch nicht nur Exlibris, er beauftragte im Laufe seines langen Lebens dutzende von Künstlern, Exlibris für sich und auf seinen Namen zu kreieren. Ausgehend vom ersten Exlibris, das der Sammler 1965 für sich selbst schuf, kamen auf diese Weise über 500 Graphiken zusammen, die den Namen Gernot Blum oder den seiner Familienangehörigen tragen. Die Ausstellung fokussiert die wesentlichen Bildwelten der Exlibris des Gernot Blum und zeigt eine Auswahl von etwa 100 Graphiken, die zwischen 1965 und 2015 entstanden sind. Maßgebliche Themen sind neben dem Beruf des Eigners, alte Kulturen, Erotik, seine Familie und natürlich die Deutsche Exlibris Gesellschaft, der Blum von 1992 bis 2012 vorstand.

Ein Nachruf auf Gernot Blum, der im Rahmen der Schriften des Internationalen Exlibris-Zentrums Mönchengladbach entstanden ist, liegt zur kostenfreien Abgabe aus.

Ausstellung: 7. August - 23. Oktober 2026

Gladbachkabinetts im Carl Brandts Haus
Mönchengladbach

Freitag, 24. Juli 2026

Restitution geraubter Bücher

Sieben Bücher aus der Bibliothek des französischen Historikers Marc Bloch (1886– 1944) und seiner Ehefrau Simonne Vidal, die während der NS-Zeit geraubt wurden, sind in Berlin an an die Familie des Historikers restituiert worden. Die Provenienz der Bücher konnte anhand von Besitzeinträgen und eines Exlibris eindeutig zugeordnet werden.
Marc Bloch wurde als Mitglied der Résistance am 16. Juni 1944 von der Gestapo hingerichtet. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war er während der deutschen Besatzung antisemitischer Verfolgung und Enteignung ausgesetzt. Die nun restituierten Bücher stammen aus seiner umfangreichen Bibliothek, die im Dezember 1941 von den deutschen Besatzern in Paris beschlagnahmt worden war.
Organisiert wurde die Restitution von der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz mit Unterstützung der französischen Kommission für die Rückgabe von Kulturgütern und die Entschädigung der Opfer antisemitischer Enteignungen (CIVS).

Auf Wunsch der Erbengemeinschaft werden alle in Deutschland wiedergefundenen Bücher an die Bibliothèque Halphen der Universität Sorbonne Paris I übergeben, um den serienmäßigen Charakter der Bibliothek Blochs zu bewahren.

(DEG)

Samstag, 6. Juni 2026

DEG Jahrbuch 2026

Im neuen Jahrbuch der DEG sind 11 Artikel rund ums Exlibris vereint. Dem Buch sind drei Originalgrafiken beigelegt. Einen Einblick gibt dieser Beitrag von Dr. Jan Boetius über Anni Pescatore – Kunsthistorikerin, Exlibris- Sammlerin und Künstlerin.

Bei Interesse an dem Jahrbuch, wenden Sie sich an die DEG. Das bibliophil gestaltete Werk kann auch von Nicht Mitgliedern erworben werden

Freitag, 5. Juni 2026

Klaus Witte († 7.4.2026)

Am 7. April diesen Jahres starb Klaus Witte, seit 1980 Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft und ab 1992 einige Jahre Vorstandsmitglied als Archivar.
Utz Benkel, 1991, Op. 153, C3,
"Unser tägliches Brot...", Aufl. 50
1971 - 1980 Studium von Politologie, Soziologie, Pädagogik und Ur- und Frühgeschichte in Münster. Danach war er als Kodikologe und Padäograph am Institut für Neutestamentliche Textforschung in Münster tätig. Er verfasste eine Reihe von Exlibrisbüchern, darunter „Monogramm-Lexikon europäischer Exlibriskünstler“, "Exlibris-Bibliographie europäischer Künstler" sowie Werkverzeichnisse und Monographien von bzw. über Martin E. Philipp, Ottohans Beier und Georg Broel (alle 1984), Fidus (1990, 1995) und Adolf Kunst (1996).
Auf der DEG-Jahrestagung letztes Jahr in Memmingen nahm er in Begleitung seiner Tochter nach längerer Abwesenheit wieder einmal teil.

(Utz Benkel)

Donnerstag, 28. Mai 2026

Don Quijote – Kunst und Kuriosa

Der Roman des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes (1547-1616) um die Abenteuer von Don Quijote und seinem weltklugen Knappen, Sancho Panza, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Von der Symbolfigur des an der Realität scheiternden Idealisten ließen sich zahlreiche Künstler inspirieren.

Auch unter Exlibris-Künstlern und Künstlerinnen sind die Abenteuer des tragikomischen Ritters ein verbreitetes Thema, das von den Sammlern gerne aufgenommen wird. Eine einzigartige Sammlung von Papierarbeiten und Skulpturen europäischer Künstler aus verschiedenen Jahrhunderten mit Darstellungen des Don Quijote beherbergt das Mönchehaus Museum in Goslar.
Darunter auch die Don Quijote Exlibris-Sammlung des ehemaligen DEG-Ehrenpräsidenten Paul G. Becker, die er vor einigen Jahren dem Museum gestiftet hatte. Ein Buch zu der Sammlung Paul G. Beckers mit einem ausführlichen Text von ihm ist im Museumsshop erhältlich. Auf Nachfrage ist ein Einblick in die einmalige Sammlung möglich.

Mönchehaus Museum Goslar
Verein zur Förderung moderner Kunst e.V.
Mönchestraße 1, 38640 Goslar

Dienstag, 19. Mai 2026

Ergebnisse des DEG-Wettbewerbs 2026

Auf der vor einer Woche zu Ende gegangenen Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft wurden die Ergebnisse des hauseigenen Wettbewerbs 2026 bekannt gegeben.

Der Preis der Jury (Wolfgang Fiedler, Lydia Willemsen und Gert Groeneveld) für den „Besten Künstler“ bzw. die „Beste Künstlerin“ ging an Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen, dem von der „Society of Wood Engravers“ der „First-Time Exhibitor Price“ für das Exlibris „Despair“, mit einem palästinensischen Jungen auf Trümmern hockend im Gazastreifen verliehen wurde und dessen Exlibris „Der König der Lüfte“ hier als Exlibris des Monats April der DEG vorgestellt wurde.
Den Publikumspreis erhielten die Ukrainer Marina Kupkina und Sergey Kirnitskiy, sowie Jochen Kublik aus Deutschland, die Abbn. der von den Künstlern geschaffenen Exlibris werden hiermit nachgereicht,

Montag, 11. Mai 2026

Jahrestagung 2026 der Deutschen Exlibris-Gesellschaft

Diese fand dieses Mal zum zweiten Mal (nach 2019) im schönen Wetzlar statt, bestens organisiert von unserem Mitglied Matthias Wenger. Von Donnerstag bis Samstag trafen sich 80 Exlibrissammler- und Künstler aus 14 Ländern zum Tausch und Beisammensein.
Es gab Gelegenheit für Spaziergänge und Stadtbesichtigung, ebenso ein Ausflug ins Waldmuseum in Braunfels. Es war ein - wie immer - lebendiges und intensives Zusammensein in freundschaftlicher und gelöster Atmosphäre.
Höhepunkt war das Festdinner am Samstag Abend mit Ehrungen. Es wurden die Sieger des Exlibris-Wettbewerbs verkündet. Preisträger des Jurypreises war der Holzstecher Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen. Den Publikumspreis teilten sich Marina Kupkina und Sergiy Kirnitsky aus der Ukraine und Jochen Kublik aus Deutschland.
an den Exlibris-Tausch-Tischen: Klaus-Jürgen und Marita Tischer
Utz Benkel wurde in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Exlibris-Bewegung die Walter-von-Zur-Westen-Medaille von unserem Vizepräsidenten Siegfried Bresler verliehen.
Dr. Henry Tauber wurde von unserem Präsidenten Utz Benkel in Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. zum Ehrenpräsidenten unserer Gesellschaft ernannt.
Dies waren bewegende Momente an diesem wunderbaren Abschlussabend.

(Utz Benkel)

Donnerstag, 2. April 2026

Exlibris - Horst Brandenburg für Heinz Haffki

Exlibris des Monats April 2026 – „Der König der Lüfte“

Horst Brandenburg, Jg. 1964, hat sein 1. EL für mich gemacht! Was mir ausgezeichnet gefällt. Dieses Blatt entsteht aus einem Telefongespräch heraus, wobei meine Leidenschaft für Greifvögel angesprochen wurde. Nach ein paar Tagen, Unvorbereitet und unangekündigt kommt ein Bild, der erste Entwurf mit einem Adler und schon die Platte wo er aufgezeichnet ist. Absolut erstaunt und sehr erfreut, harre ich der Dinge die da kommen und es geht Schlag auf Schlag, der Adler bringt den Druckerballen zum Holzstich, der große Bruder des großartigen Vogels kreist mit dem Eigner-Namen über dem Federkleid majestätisch über den Berggipfeln. Er trägt den Namen durch die weiten der Ex Libris Welt. Über die Schluchten und Geröllhalden segeln sie dahin und der eine setzt zur Landung an. Es entsteht eine Sehnsucht die Vögel kreisen zu sehen. Man muss sich einlassen auf das Blatt, auf die Szenerie um die Leichtigkeit des Blattes zu spüren Für mich wird Bergluft, Leichtigkeit, Naturelles, meine Leidenschaft zu großen Vögeln und mein Beruf in gekonnter Weise zusammengeführt. Für ein Blatt das nie besprochen wurde, für das es nie einen Entwurf, eine Zeichnung, Skizze oder sonstwas gab, hat der Norddeutsche Künstler „aus dem Bauch raus“ für den Süddeutschen Sammler eine exzellente Idee gezaubert. Das Blatt hätte nie besser besprochen werden können. Für mich nur grandios.

Zwischenzeitlich arbeitet er an der PF 2026 für die DEG und Utz Benkel hat ihn auch schon besucht. Für mich ist er ein ausgezeichneter Mann, der meine Vorliebe zu Holzschnitt weiter leben lässt. Ich freue mich riesig über dieses Blatt Ich würde mich sehr freuen, wenn andere Sammler ebenso begeistert über das Blatt urteilen würden, die Hochdrucktechniken wieder mehr geschätzt würden und sich die Konzentration nur auf C Blätter und die großen Formate, wieder etwas beruhigen würden Immer zu einem Tausch bereit!

(Heinz Haffki)

Mittwoch, 18. Februar 2026

Nürnberg, China und gemalte Musik

Das Ex-Libris-Kabinett auf Schloss Burgk zeigt zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931-2018) die Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft „Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza“.
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.

(Juergen K. Klimpke)

1. März bis 26. September 2026
Museum Schloss Burgk
07907 Schleiz

Dienstag, 10. Februar 2026

Ehrung für Horst Brandenburg

Die altehrwürdige „Society of Wood Engravers“ verlieh dem Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft Horst Brandenburg den „First-Time Exhibitor Price“.
Verliehen wurde der Preis für seinen Holzstich „Despair“, der einen palästinensischen Jungen auf Trümmern hockend im Gazastreifen zeigt.

Donnerstag, 29. Januar 2026

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Am 29. Januar 1956 wurde die Pirckheimer-Gesellschaft gegründet.

Bereits 8 Monate vor dem offiziellen Gründungsdatum, am 23. Mai 1955, verkündet im Berliner Club der Kulturschaffenden ein Initiativkomitee die Gründung einer »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, doch die Gründungsveranstaltung konnte nicht wie geplant 1955 anlässlich einer Ausstellung zum 150. Todestag Friedrich Schillers in der Bibliothek des Kulturbundes stattfinden, sondern erst im Folgejahr.
von Werner Klemke gestaltetes Logo, lks 1955, rechts seit 1972
Da nach 1945 hatte die bisherigen überregional bibliophil tätigen Organisationen ihren Sitz in der späteren BRD hatten, wurde damit auch in der DDR eine bibliophile Vereinigung ins Leben gerufen. Die »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, der dann auch regional tätige bibliophilen Zusammenschlüsse angehörten, wurde 1990 zur »Pirckheimer-Gesellschaft e.V.«; die »Sektion Exlibris« wurde in die entsprechende BRD-Gesellschaft integriert und der »Leipziger Bibliophilen-Abend«, die »Minibuchfreunde«, sowie der »Verein der Graphikfreunde Magdeburg« als eigenständige Gesellschaften wieder aus der Pirckheimer-Gesellschaft ausgegliedert.
Als erste Publikation der Pirckheimer-Gesellschaft erschien zur offiziellen Gründungsveranstaltung am 29. Januar 1956 und mit neuer Umschlaggestaltung die zur Gründung der Gesellschaft anlässlich der Schiller-Ausstellung vorgesehene Schrift von Friedrich Schiller: „Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547“. Das Design dieser Schrift wurde dann wiederum ein Jahr später, im Januar 1957, zur Vorlage der äußeren Gestaltung des 1. Heftes der Marginalien.
lks.: Gabe zum Gründungstreffen
oben: Marginalien #1 (1957), #48 (1972), #47 (1972), #75 (1979)
untere Reihe: #125 (1992), #217 (2015), #256 (2025)

Samstag, 13. Dezember 2025

Exlibris aus der Universitätsbibliothek Rostock

Anne Büsing, Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, hat gemeinsam mit Frau Heide Haarländer ihre neusten Forschungsergebnisse veröffentlich.
In dem neuen Band werden nach ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2023 eine Auswahl von weiteren 100 Exlibris aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Rostock vorgestellt, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert geschaffen wurden.

Das Buch ist online erschienen und kann hier oder durch Klick auf die Abb. als PDF heruntergeladen werden.

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Exlibris im MdbK Leipzig

Die grafische Sammlung des Museums der bildenden Künste in Leipzig umfasst rund 55000 Blätter. Eine Sonderstellung nimmt in der Leipziger Sammlung das Schaffen Max Klingers ein, das sich durch seltene Geschlossenheit auszeichnet. Darunter auch seine Exlibris Grafiken mit verschiedenen Zustands- und Probedrucken. Allein in diesem Bestand kann man Stunden, wenn nicht Tage auf Entdeckungsreise gehen.
Auch liegen von den in Leipzig tätig gewesenen Künstlern Alois Kolb und Bruno Héroux sehr viele Exlibris in der grafischen Sammlung.
Auf Voranmeldung kann man ausgewählte Mappen zu einem bestimmten Künstler im Museum einsehen.
Kontakt und Anmeldung Dr. Jeannette Stoschek, Leiterin Graphische Sammlung

(DEG-Rundbrief Nov. 2025)

Sonntag, 30. November 2025

DEG Magazin 2025

Das DEG-Magazin 2025 der Deutschen Exlibris-Gesellschaft wird in diesen Tagen ausgeliefert.
Das Magazin erscheint einmal jährlich, für Mitglieder der DEG ist es kostenlos, Nichtmitglieder können es für 9 € erwerben.
Neben Berichten zu Aktivitäten der DEG und Rezensionen von Informationen über Ausstellungen finden sich darin Überblicksdarstellungen zu Exlibris-Sammlungen „Leda und der Schwan“, „Berühmte Komponisten“, sowie „Exlibris im Schulatelier“ oder „Exlibris in der Art des Malers Guiseppe Arcimboldo“.

Donnerstag, 27. November 2025

Berlin und die Exlibriskunst

Abbn.: Norbert Salzwedel 2003, Egbert Herfurth 2005
Die Deutsche Exlibris-Gesellschaft konnte dank der Unterstützung einiger Mitglieder eine Sonderpublikation von Wolfgang Fiedler und Erhard Beitz zum Thema „Berlin und die Exlibriskunst“ herausgeben.

Auf 30 reich illustrierten Seiten schildern die Autoren die Rezeption des Exlibris in Berlin von der Gründung des Exlibris-Vereins zu Berlin, dem Vorläufer der Deutschen Exlibris-Gesellschaft im Jahre 1891 bis zum 36. Berliner Exlibris-Treffen 2025 im RuDi-Nachbarschaftszentrum.
Künstler, Eigner und Sammler aus gut 130 Jahren des Berliner Exlibris-Geschehens werden in diesem informativen Heft kenntnisreich beschrieben, ergänzt durch umfangreiche Quellenangaben und detaillierte Anmerkungen, sowie eine Auflistung aller Ausstellungen anlässlich der Berliner Exlibris-Treffen seit 1990.

Wolfgang Fiedler, Erhard Beitz - Berlin und die Exlibriskunst
DEG 2025
brosch., Klammerheftung, 30 Seiten
Auflage 350 Expl.