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Donnerstag, 4. Juni 2026

Glückwunsch zum 85sten

Heute gehen Glückwünsche an den Pirckheimer Klaus Waschk, der „sich trotz seines jahrelangen Engagements als Lehrer und Professor immer wieder Zeit für freischaffende Arbeiten in Kunst und Illustration nahm“ (wikipedia).

1991 wurde das von ihm illustrierte Buch Litauischen Claviere von Johannes Bobrowski und 1997 Peter Rühmkorf Irdisches Vergnügen in g „Schönstes Buch des Jahres“ der Stiftung Buchkunst, 1994 wurde er mit dem Hans-Meid-Preis für Buchillustration geehrt.
Buchfreunde kennen natürlich auch seine Illustrationen für die, ebenfalls bei Faber und Faber erschienenen Titel Sämtliche Werke des Wandsbecker Boten (2005) von Matthias Claudius und Das Kapital (2007) von Karl Marx und Joseph Roths Beichte eines Mörders (2019), 2024 folgte bei Angeli und Engel Vor&NachBilder (Zeichnungen zur Literatur 1971 - 2021), 2024 Liebe, Leid & Untergang (Balladen / Bilderbogen) und 2025 sein Titel Övelgönne.

Freitag, 1. August 2025

Hamburger Bothe #29

Hamburger Bothen lesen durch Klick auf die Abb.
Erstmals können wir in unserer Serie „Meister der Illustration“ eine Künstlerin präsentieren. Aus eingehender Kenntnis des Werks stellt der Schriftsteller André Schinkel die in Halle lebende und wirkende Illustratorin Susanne Theumer vor.
Auch die eigene Verlagsarbeit geht bei Angeli & Engel nach dem schönen Erfolg mit dem neuen Buch „Övelgönne – Zeichnungen gegen den Strich“ des Hamburger Zeichners Klaus Waschk kontinuierlich weiter. Die Vorzugsausgabe dieses Bandes ist restlos vergriffen, nur noch wenige Normalausgaben sind zu haben. Derweil steht ein Buch des Hamburger Malers Gustav Kluge mit dem Titel „Codex Delta“ kurz vor dem Druck.
Anläßlich seines hundertsten Todestages des Impressionist Lovis Corinth, dessen Handbuch „Das Erlernen der Malerei“ von 1920 sogar mehrere Auflagen erreichte und später häufig nachgedruckt wurde. wird an dieses Werk des Malers in einem Beitrag erinnert.
Seinen bibliophilen Hinweis hat Abel Doering der „Kleinen Malik-Bücherei“ gewidmet. 
Schließlich kommt auch unser Autor Urs Heftrich, von dem wir 2023 den Lyrikband „Gehäuseschutt - House of Rubble“ herausgebracht haben, mit neuen Gedichten zu Wort.

(Peter Engel)

1 Kommentar:

Montag, 23. Juni 2025

Zeichnungen gegen den Strich

»Övelgönne«, ein neues Buch des Pirckheimers Klaus Waschk, erschienen bei Angeli & Engel, wird in diesen Tagen ausgeliefert.
Es ist die sechste Edition bibliophiler Titel und nach »Vor&NachBilder« und »Liebe Leid und Untergang« der dritte Titel des Künstlers in diesem Hamburger "Verlag für paradiesische Bücher".
Klaus Waschk: Övelgönne, Vorzugsausgabe #34 mit dem Pastell "Der Plumpsack geht um"
"Hinter Hecke und Rosen geschützt zu sitzen, zu betrachten, was so aufläuft, geschieht, vorbeizieht, das stelle ich mir als das Paradies des Zeichners vor: immer kritzeln zu können, wenn man mag, nicht bemerkt zu werden, wenn man es nicht will – und die Merkwürdigkeiten oder gar Absonderlichkeiten des menschlichen Verhaltens aus der Nahdistanz wahr- und ernstnehmen und aufzeichnen zu können.
Klaus Waschk zeichnet immer, oft so, vor allem aber Menschen. Er zeichnet – ‚eigentlich als ein Menschenfreund‘ (Weser-Kurier). Aber es darf daran gezweifelt werden, dass ihm immer alles so gefällt, was da vorbeizieht, so, wie er es zeichnet. Da geht es nicht andauernd gemütlich zu zwischen den Menschen, die er mit Bleistift umstrichelt, in Beziehung setzt zu anderen, bisweilen mit Farbstift überhöht, etwas merkwürdig bis grotesk verzogen … so wie er als Zeichner sich selbst oft mittenmang selbstironisch einbezieht.
Zu sehen ist, was jene in einer vielfältigen Welt um ihn herum miteinander anstellen, wie Orte sie aufnehmen und prägen und sich vieles dabei verändert. Övelgönne ist in einer fast dörflichen Verdichtung für diesen Zeichner ein ideales Terrain und dann so gar nicht immer ein Idyll.
"
(Jürgen Bönig ,ehem. Leiter der Abt. Grafisches Gewerbe im Museum der Arbeit Hamburg)

Klaus Waschk: Övelgönne. Zeichnungen gegen den Strich
Vorwort: Jürgen Bönig
Angeli & Engel, Hamburg 2025
Buchgestaltung: Heiko Müller, Großhansdorf und Jürgen Meyer, Hamburg
illustriert, 80 Seiten, Format 21×29,7
Aufl. 144 Expl., davon 55 Expl. als Vorzugsausgabe, num. und sign. mit org. Pastell-Zeichnung
ISBN: 978-3-9824980-3-4
Normalausgabe: 38 € / die Vorzugsausgabe ist ausverkauft

Sonntag, 25. Mai 2025

Hamburger Bothe #28

Hamburger Bothen lesen durch Klick auf die Abb.
Der Hamburger Klaus Waschk, der vor allem für die Frankfurter Büchergilde Gutenberg und für den Leipziger Verlag Faber & Faber, der leider nicht mehr existiert, gearbeitet hat, wird in unsere Serie mit „Meistern der Illustration“ einbezogen, in der wir bisher die Künstler Svato Zapletal, Pétrus Akkordéon und Moritz Götze vorgestellt wurden. Sein Bravourstück war die Bebilderung des „Kapitals“ von Karl Marx. Waschk schuf dazu 150 farbige Illustrationen, die im Jahr 2007 in zwei Bänden erschienen.

In seiner Rubrik „Die bibliophile Empfehlung“ stellt Abel Doering in der Juni-Ausgabe des „Hamburger Bothen“ ein Widmungsexemplar für den Berliner Bibliophilen Abend, den gedruckten Vortrag „Wege und Ziele der Bücherpflege“ vor, den der vielseitige Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder am 23, März 1930 anlässlich der Gründung der Kölner Bibliophilen-Gesellschaft hielt.

Den Literaturteil des „Bothen“ bestreitet diesmal der Hamburger Schriftsteller Wolfgang Denkel, der uns zwei Abschnitte aus einem entstehenden Roman als Vorabdruck zur Verfügung gestellt hat.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Zu ergänzender wäre noch der Hinweis auf eine Besprechung des Hamburger Autors und Verleger Ralf Plenz zu einem Titel, der nicht nur für ihn eine bedeutsame Entdeckung war und der 2015 hier schon einmal als herausragende Edition vorgestellt wurde: „S. - Das Schiff des Theseus“.

Mittwoch, 2. April 2025

Hamburger Bothe #27

zum Lesen anklicken
Die Serie mit „Meistern der Illustration“, die wir mit Svato Zapletal und Pétrus Akkordéon gestartet haben, ist jetzt bei dem Künstler Moritz Götze angelangt, den Jens-Fietje Dwars sehr intensiv vorstellt.
Darüber vergessen wir natürlich nicht die eigene Verlagsarbeit von Angeli & Engel. Unser nächstes Buch, der bereits dritte Band mit dem Hamburger Zeichner Klaus Waschk, wird jetzt in Berlin gedruckt und kann subskribiert werden. Der Titel „Övelgönne – Zeichnungen gegen den Strich“ deutet schon an, dass dieser besondere Hamburger Stadtteil am Elbufer nicht als „reine“ Idylle dargestellt wird, sondern dass der Zeichner Klaus Waschk auch manches in den Blick nimmt, was ihn an seinem Wohnquartier stört und zur Kritik herausfordert.
Ferner ist ein Hinweis auf den ziemlich vergessenen Schriftsteller Melchior Vischer zu finden, der vor 50 Jahren in Westberlin gestorben ist und 1920 mit seinem schmalen Debütwerk „Sekunde durch Hirn“ eine Sternstunde erlebt hatte.
Der Autor Urs Heftrich, von dem wir 2023 den Lyrikband „Gehäuseschutt - House of Rubble“ herausgebracht haben, steuert ein Gedicht-Triptychon bei mit dem Titel „Drei Ansichten von Wallace Stevens“ bei, angereichert mit Fotos des Autors und einem längeren erläuternden Text.

Einladung zur Subskription

Der Verlag Angeli & Engel bringt im Juni 2025 seine 6. Edition, den dritten Band mit dem Hamburger Künstler Klaus Waschk heraus. „Övelgönne – Zeichnungen gegen den Strich“.
Wie immer ediert Angeli & Engel die Auflage (144 Ex.) in zwei Ausstattungsvarianten, diesmal mit bemerkenswerten Besonderheiten: Die 55 Vorzugsausgaben werden wie gewohnt von Klaus Waschk nummeriert und signiert. Für diese neue Edition hat er sich was Besonderes ausgedacht: er schuf für jeden Band eine Original-Pastellzeichnung die als Unikat jedem Band beigelegt wird. Als Verleger und Herausgeber sind wir sehr glücklich unseren Bücher- und Kunstliebhabern, allen Waschk-Bewunderern diese Exklusivität anbieten zu können. Das ist originale Kunst mit einem Buch als Zugabe. 
Der Preis dieser Vorzugsausgabe bleibt gegenüber unseren bisherigen Vorzugsausgaben unverändert!
Auch die restlichen 89 Standardausgaben gehen über die Typisierung „normal“ hinaus, denn alle werden von Klaus Waschk signiert.

Klaus Waschk: Övelgönne Zeichnungen gegen den Strich 
Verlag Angeli & Engel, Hamburg, Juni 2025 
Format: 21 x 29,7 cm, 84 S. durchgehend ill.
ISBN: 978-3-9824980-3-
Aufl. 144 Expl., davon 55 Expl. mit bibliophiler Sonderausstattung:
nummeriert von 1-55, mit 55 für das Buch geschaffenen Original-Pastellzeichnung 
Vorzugsausgabe: 98 € (+ Versand 6 € für D), Subskriptionspreis: 75 €
Standardausgabe: 38 € (+ Versand 6 € für D), Subskriptionspreis: 30 €
Freunde des Verlages erhalten zusätzlichen Nachlass von 7 € (VZA) und 3 € (STA) 

Bestellungen an: Rudolf Angeli 
oder: Klaus Waschk 
Ende der Subskription: 31. Mai 2025

Samstag, 27. Juli 2024

ein Hinweis vom Karl Dietz Verlag

„Ein adäquates Verständnis des Kapitalismus ist ohne Marx nicht zu haben. Eine Kritik schon gar nicht.“
ein Klick auf die Abb. ruft einen Hinweis auf die von Klaus Waschk gestaltete Ausgabe von  "Das Kapital" auf
XXL-Interview mit Ingo Stützle, Leiter unserer MEW-Edition, mit viel spannendem Stoff zu Forschung & Relevanz in der neuen Ausgabe der ›Kieler sozialwissenschaftliche Revue‹

Dienstag, 11. Juni 2024

Angeli & Engel stellt sein bibliophiles Programm vor

Der Hamburger Verlag Angeli & Engel stellt in einer Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends sein bibliophiles Verlagsprogramm vor.
Der Verlag Angeli & Engel wurde im Sommer 2021 gegründet und widmet sich Publikationen zur Kunst mit bibliophilem Anspruch; Teilauflagen jeder Publikation werden mit Originalgraphiken ausgestattet. Im ersten Jahr seiner Tätigkeit brachte der Verlag den Band »Vor&Nachbilder - Zeichnungen zur Literatur 1971-2021« des Hamburger Malers Klaus Waschk heraus, 2022 folgte das Buch »Figur&Kontext - Zeichnungen, Druckgrafik & Künstlerbücher« von dem in Kleinmachnow bei Berlin lebenden Maler und Graphiker Rainer Ehrt.
Im Frühjahr 2023 erschien der Gedichtband »Gehäuseschutt - House of Rubble« des Heidelberger Lyrikers und Übersetzers Urs Heftrich, der seine Texte mit eigenen Fotografien illustrierte. Zur Jahreswende 2023/24 legte Angeli & Engel als vierte Edition die Balladen-Sammlung »Liebe, Leid und Untergang« vor, die der Maler Klaus Waschk zusammengestellt und durchgehend illustriert hat. Zu den weiteren Plänen des Verlags gehören Bände mit Zeichnungen des Hamburger Malers Gustav Kluge und die erstmalige Veröffentlichung der bildkünstlerischen Werke des Schriftstellers Wolfgang Borchert.

Lesung: 11. Juni 2024, 19.30 Uhr 

Literaturcafé
Haus des Buches Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Montag, 1. April 2024

Hamburger Bothe #21, jetzt auch als Vorzugsausgabe

Der Hamburger Bothe #21 wurde soeben ausgeliefert.

Diese Ausgabe verdient es, als Novum hervorgehoben zu werden, denn mit der Nummer 21 wird der „Hamburger Bothe“ erstmals auch in bibliophiler Sonderausstattung angeboten, siehe Abb., die in einer nummerierten Auflage von 50 Exemplaren und signiert von allen beteiligten Autoren im farbigen Pappband mit Leinenrücken, Fadenheftung und mit zwei Lesebändchen erscheint.
Diese Ausgabe kann kann zum Preis von 333 € plus Versandkosten hier bestellt werden.
durch Klick auf die Abb. kann das Heft aufgerufen werden
Im Gedenkjahr anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka wird auch allerlei Neues von und über den Dichter ans Licht gebracht. Eine Novität ist ein unlängst erschienenes Fotoalbum der Familie Kafka. Der vielseitige Maler, Zeichner und Erzähler Rainer Ehrt war da bei, als das Buch unlängst in Berlin vorgestellt wurde und hat es für diese Ausgabe des „Hamburger Bothen“ rezensiert. Aber dabei beließ es der Künstler nicht, sondern schuf auch noch eine einschlägige Zeichnung, die wir erstmals veröffentlichen dürfen. Den weitaus größten Teil unseres bibliophilen Rundbriefs nimmt diesmal der „Pirckheimer“ Paul Hennig aus Ottobrunn am östlichen Stadtrand Münchens mit einem ein gehenden Porträt seiner außerordentlichen Sammlungsbestände ein. Der Beitrag ist so umfangreich ausgefallen, dass wir ihn in zwei Teilen präsentieren müssen, die Passagen über Hennigs einzigartige Kollektion zur Kunst der früheren DDR veröffentlichen wir in der nächsten Ausgabe. Der Verlag Angeli & Engel, der den „Hamburger Bothen“ herausbringt, bereitet nach der reich illustrierten Balladensammlung „Liebe, Leid & Untergang“ von Klaus Waschk ein Buch des Frankfurter Malers Bernhard Jäger vor. Darin lässt dieser – mit vielen Bildbeispielen – die von ihm illustrierten Publikationen Revue passieren. Wir laden zur Subskription dieses Bandes ein, der sich in ebenbürtiger Weise an die Seite unserer bisherigen Bücher stellen wird.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Sonntag, 28. Januar 2024

Bibliophiles außer der Reihe

Pünktlich zum Wochenende brachte der Paketbote eine lang erwartete Sendung: "Liebe, Leid & Untergang - Balladen / Bilderbogen" von Klaus Waschk, ein Titel, der es verdient hier als "Bibliophiles außer der Reihe" nochmals vorgestellt zu werden.
Die Auswahl der Texte von Klaus Waschk folgt seinem "Vergnügen als lesender Zeichner" in chronologischer Reihenfolge vom Minnegesang bis Rühmkorf, aber man kann natürlich auch wie ich mit Heine beginnen und über Trakl, Mühsam und Kunert bei Brecht landen.
Oder sich in den wahren Bilderbogen an Zeichnungen vertiefen, denn die Balladen zu den Zeichnungen sind einem als Literaturfreund in der Regel bekannt.

Montag, 15. Januar 2024

Liebe, Leid & Untergang

Die vierte Edition von Angeli & Engel, Hamburg, zu der vor zwei Monaten hier zur Subskription eingeladen wurde, wird nach einer kleinen Verzögerung jetzt ausgeliefert: Klaus Waschk, Liebe, Leid & Untergang, Balladen / Bilderbogen.
Joseph von Eichendorff,
Der Kehraus
Diese Zusammenstellung von Balladen ist eigenwillig und folgt nur meinem Vergnügen als lesender Zeichner - in der Hoffnung, dass meine Vorstellungslust ansteckend ist. Natürlich habe ich mich oft selbst sentimental bis störrisch ironisch mitgezeichnet und ‚eingebracht' - gern als ein träumend Liebender (Walther v. d. Vogelweide) oder als listiger Genießer (Heine). Anderen Charakteren, Tätern wie Opfern, folgte ich mit weniger Identifizierungseifer, aber mit mehr Vergnügen an deren Überzeichnung. Da sind die Helden (Schillers Taucher), die vorbildlich scheitern, oder die schon parodistisch vorgeführten Männer: Der „Tantenmörder" (Wedekind) oder sein furchtbarer „Dampfhammer", beide wurden grotesk gezeichnet abgestraft. Ziemlich drastisch ist dann auch mein Umgang mit der Giftmischerin (Chamisso), der Magd in der „Ostpreußischen Ballade" (Volland) und der nicht nur Puppen kastrierenden Bettina (Novak). Ihr zeichnend nachzugehen war eigentlich nur in gemeiner Zuspitzung möglich, um es komisch erträglicher zu machen. In der Seelenlandschaft, die hier in den Balladen vor uns ausgebreitet wird, sind mir schließlich die einfachen mit Mitleid und Ironie erzählten Alltagsgeschichten am nächsten: Begegnungen im Zugabteil (Mühsam), im Büro (Tucholsky), im Café (Britting) - oder gar als freche Polemik in der politischen Diskussion (Grass). Balladen sind für mich sehr gegenwärtig Sie sind oft einfach angelegt, aber sie treffen doch mit jenem, Nähesinn, der reale Erfahrungen ausmacht (A. Kluge), mit „realistischer Haltung", sehr genau. Sie bieten wundervoll Material, das nachgezeichnet neugierig machen kann, das hilft, sich umzusehen und wahr- und ernst zu nehmen, was eigentlich an „Unglück in den realen Verhältnissen ist". Und wenn ich mit Genauigkeit und Empathie mitzeichnend dieses Hinschauen ein wenig unterstützen kann, werde ich jene Verlegenheit als jemand, der sich da einmischt als Leser und Zeichner, mit unordentlicher Literaturadaption und Kritzelvergnügen gern aushalten.

(Klaus Waschk)

Format 24×30, Fadenheftung,
Buchgestaltung: Heiko Müller, Großhansdorf
102 Zeichnungen von Klaus Waschk zu 49 Balladen
Auf.: 144 Expl.
davon 55 Expl. als Vorzugsausgabe, num., sign, mit Originalgraphik
ISBN: 978-3-9824980-1-0
Normalausgabe: 38 €
Vorzugsausgabe: 98 €

Freitag, 22. Dezember 2023

Weihnachtszeit - Lektürezeit

Mehr Lesestoff für die Weihnachtstage und die anschließenden Rauhnächte, der Weihnachtsbothe und der Extra-Bothe zum Balladenbuch von Klaus Waschk.

Mit bibliophilen Grüßen und viel Vergnügen bei der Lektüre!
Rudolf Leonardo Angeli / Peter Engel

Dienstag, 14. November 2023

Hamburger Bothe - Extrablatt

Hamburger Bothe lesen durch Klick auf die Abb.
Mit einer Extra-Ausgabe des Hamburger Bothen laden Rudolf Angeli und Peter Engel zur Subskription der vierten Edition ihres Verlags ein:

Klaus Waschk
Liebe, Leid & Untergang
Balladen / Bilderbogen

Subskription:
Standard-Ausgabe 30 €, Bibliophile Vorzugsausgabe 75 € (Der Verlags-Freundeskreis erhält zusätzlichen Nachlass)
Nach dem 15. Dezember 2023:
Standardausstattung: 38 €, Vorzugsausgabe: 98 €.
Vormerkungen bitte an den Verlag: angeliundengel@gmail.com, an Rudolf_Angeli@web.de oder direkt an Klaus Waschk: klaus@waschk.de

Sonntag, 1. Oktober 2023

Hamburger Bothe #18

Hamburger Bothe # 18 lesen durch Klick auf die Abb.
Die 18. Ausgabe des „Hamburger Bothen“ bringt die zweite Folge unserer neuen Rubrik, in der herausragende Buchillustratoren ihre Arbeit selbst vorstellen. Nach dem Hamburger Zeichner Klaus Waschk ist jetzt Rainer Ehrt aus Kleinmachnow bei Berlin an der Reihe, Einblicke in seine vielfältige künstlerische Tätigkeit zu gewähren. Zudem informiert der Münchner Künstlerbuch-Sammler Reinhard Grüner über seine herausragende Kollektion, Thomas Glöß zeichnet die bedeutende Editionstätigkeit des Leipziger Bibliophilen-Abends nach und unser Autor Urs Heftrich erzählt, was er bei einer Bonner Lesung aus seinem jüngst bei Angeli & Engel erschienenen Gedichtband „Gehäuseschutt – House of Rubble“ erlebt und beobachtet hat. Das Autorenporträt, das wir in jeder Ausgabe des „Hamburger Bothen“ bringen, gilt in der 18. Nummer der Hamburger Schriftstellerin Sigrid Behrens.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Dienstag, 1. August 2023

Hamburger Bothe #17

In der 17. Ausgabe des „Hamburger Bothen“ warten wir mit einer neuen Rubrik auf, die wir weiterhin pflegen wollen. Der Hamburger Zeichner und Illustrator Klaus Waschk hat auf unsere Bitte hin seinen Arbeitsalltag geschildert, den täglichen Blick auf die Elbe von seiner Wohnung aus und seinen peniblen Umgang mit Stift und Feder. Daraus ist ein neues Buch erwachsen, eine intensiv mit frischen Bildern versehene Sammlung deutscher Balladen von den Anfängen im Mittelhochdeutschen bis zu Peter Rühmkorf. Der Band wird noch in diesem Jahr bei Angeli & Engel erscheinen.
Hamburger Bothen aufrufen durch Klick auf die Abb.
Als Weiterführung unserer Beiträge über die bibliophilen Gesellschaften im deutschsprachigen Raum bringen wir einen Text von Abel Doering über den Berliner Bibliophilen Abend, der länger dahinsiechte, jüngst aber wiederbelebt werden konnte. Der „Pirckheimer“ Peter Arlt stellt anhand seiner eigenen Sammlung dar, welch große Bedeutung die Rezeption antiker Mythen in der DDR hatte.

Das Autorenporträt, das wir von Anbeginn an im „Hamburger Bothen“ geboten haben, gilt diesmal dem Hamburger Schriftsteller Herbert Hindringer.

(Peter Engel)

Sonntag, 4. Juni 2023

Alles Gute, Klaus Waschk

Der Hamburger Pirckheimer Klaus Waschk feiert heute seinen 82. Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch.
Als in einem zum 80. Geburtstag bei Angeli & Engel erschienenen Titel das bisheriges Lebenswerk des Hans-Meid-Preisträgers vorgestellt wurde, hätten nicht nur Bibliophile meinen können, damit würden Eulen nach Athen getragen, aber das Buch machte deutlich, dass es die Illustrationen dieses Zeichners immer wieder neu zu entdecken gilt.
Und zum heutigen Geburtstag möchte ich aus einem Ausstellungskatalog von 2016 zitieren:
„Das Zeichnen ist für ihn ‚von höchstem Interesse, indem man das Wunder sieht, dass der ganze Geist unmittelbar in die Fertigkeit der Hand übergeht’ (Hegel). Geist und Ungeist findet K. Waschk in den Anhäufungen von Menschen, die er etwas verzogen und schräg, gemein und grotesk, beziehungsreich und allein – und eigentlich zumeist freundlich gemeint – zeichnet. Seit über 50 Jahren findet er sie in seinem Umfeld, u.a.in Ottensen, im Bahnhof, im nun verschwundenen Bismarckbad.
Er erfindet sie illustrierend zum ‚Kapital’ bei Marx, zum ‚rothen Irrenhaus’ des O. Panizza. Und aktuell sind für ihn die seltsamen körperlichen Anstrengungen der Selbstoptimierer besonders anregend. Aber er hofft, dass die ästhetische Dichte der Zeichnungen dann doch auch etwas Versöhnliches haben kann.
... und eigentlich sind die etwas verzogenen Darstellungen der Mitmenschen wirklich freundlich gemeint, wenigstens versuchsweise, oder verwundert oder enttäuscht ... auch, wenn ein ‚fundamentales Nichteinverstandensein’ (J. Ph. Reemtsma) aktuell doch wohl zunimmt.“

Freitag, 2. Juni 2023

Hamburger Bothe #16

"Hamburger Bothen" lesen durch Klick auf die Abb.
In der Nr. 16 des Rundbriefs finden sich zwei Artikel über die bibliophile Szene in Leipzig, den auf eine reiche Tradition zurückgehenden Leipziger Bibliophilen-Abend und die siebenköpfige Künstlerinnengruppe „augen:falter“.

Der „Pirckheimer“ Norbert Schüßler aus Aschaffenburg ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einem neu ins Geschäft einsteigenden Galeristen ein hochmotivierter Sammler werden kann, wenn er auf die richtigen Ratgeber trifft und sich von einer Künstlerpersönlichkeit wie Frank Eißner begeistern lässt.

Der Hamburger Erzähler und Lyriker Wolfgang Denkel hat uns für das Autorenporträt neue Gedichte überlassen, die wir erstmals veröffentlichen.

Der vielfach erwartete neue Band des Verlags Angeli & Engel, der neben seinen Buchpublikationen auch den „Hamburger Bothen“ herausbringt, Urs Heftrichs neue Gedichtsammlung „Gehäuseschutt – House of Rubble“, ist in diesen Tagen ausgeliefert worden. Die beiden Verleger feiern dieses Buch zusammen mit ihrem ersten Autor, dem Zeichner und Illustrator Klaus Waschk, der im Begriff ist, sein zweites Buch für den Verlag fertigzustellen.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Die im Editorial erwähnte „bibliophile Empfehlung“, in der Abel Doering aus Berlin diesmal ein Werk von Erich Mühsam vorstellen wollte, wurde versehentlich nicht mit abgedruckt, kann aber aber als Bibliophiles des Monats Juni nachgelesen werden.

Montag, 24. April 2023

Juergen Seuss (1935 - 2023)

Der Typograph und Hersteller Juergen Seuss ist am 21. April mit 87 Jahren in Assenheim gestorben.
Juergen Seuss in seinem Arbeitsraum (2001), © Nn.Seuss
Juergen Seuss, geboren am 21. Dezember 1935 in Leipzig, hat die Buchgestaltung der Büchergilde Gutenberg jahrzehntelang geprägt und wurde mit zahlreichen (über 100 nationale und internationale) Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Er hat zudem Bücher für andere Verlage, wie etwa C.H. Beck, Faber & Faber, Aufbau, gestaltet. Im Laufe vieler Arbeitsprojekte vor allem für illustrierte Bücher hatte er intensive Kontakte mit Buchillustratoren und Künstlern wie Georg Eisler, Christoph Meckel, Sascha Juritz, Hans Ticha, Klaus Waschk, Gunter Böhmer, Gertrude Degenhardt, Kurt Löb oder A. Paul Weber.

Juergen Seuss führte selbst einen eigenen, kleinen Verlag, den BrennGlas Verlag: Dort verlegte er unter anderem "Das Tagebuch eines Laien" (von Wieland Herzfelde) oder "Vom Ornament zur Linie, ein Buch über den frühen Insel-Verlag". Er hat Gedichte geschrieben, Texte über Buchästhetik verfasst, er hat fotografiert ("London Scene", 1969, "Beat in Liverpool", 1965). Es gab Kontakte und gibt Briefwechsel unter anderem mit Hans Joachim Schädlich, Peter Rühmkorf (einige Briefe bei Kalliope), Peter Härtling, Jochen Gelberg, Werner Mittenzwei.

1985 wurde Juergen Seuss Professor für Buchgestaltung an der Fachhochschule in Hamburg, dort lernte er seine spätere Frau Nanna Seuss kennen. Das Buch "Eine Milchstraße von Einfällen. Juergen Seuss und die Deutsche Buchkunst der zweiten Jahrhunderthälfte" (Faber & Faber) erzählt über seine gestalterischen Arbeiten und sein Leben. Darin äußert er sich über seine Arbeit und auch über die gesellschaftlichen Zustände. Zudem kommen Schriftsteller und Künstler über ihn zu Wort.

"Seine Begeisterungsfähigkeit für das Buch und seine gestalterische Kraft, mit der er das ganze Buch von innen nach außen durchgestaltet hat, zeichnen ihn aus sowie sein Engagement, bezahlbare Literatur von guter Qualität – und dies schloss seine Arbeit als Hersteller in der Auswahl der Materialen unbedingt mit ein – zu produzieren", würdigt Nanna Seuss ihren verstorbenen Mann.

Zudem sei er ein manischer Büchersammler gewesen. In einem Interview von Deutschlandfunk Kultur sagte Juergen Seuss 2014 unter anderem: "Ich bin einmal Leser, intensiv und ganz begierig, um zu erfahren, was andere zu bestimmten Dingen erzählen und mitteilen. Dahinter verbirgt sich aber die Sehnsucht nach Wahrheit, auf Deutsch gesagt, nach Erkenntnis. Das ist eine ganz andere Geschichte, als in der S-Bahn ein Buch zu lesen."

(Börsenblatt, 24.4.2023)

Dienstag, 1. November 2022

Hamburger Bothe / Extrablatt

Die Macher des Hamburger Bothen, Rudolf Angeli und Peter Engel, freuen sich auf eine besondere Veranstaltung hinweisen zu können: Mit ihrem Verlag ANGELI & ENGEL sind sie und ihr erfolgreicher Autor-Künstler Rainer Ehrt im November in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zu sehen und zu hören.

Extrablatt aufrufen durch Klick auf die Abb.
Der Verlag Angeli & Engel wurde im Sommer 2021 von dem Antiquar Rudolf Angeli und dem Schriftsteller Peter Engel gegründet und brachte im ersten Jahr seiner Tätigkeit den sehr erfolgreichen Band „Vor&Nachbilder – Zeichnungen zur Literatur 1971-2021“ des Hamburger Malers Klaus Waschk heraus, der unter anderem das „Kapital“ von Karl Marx in zwei Bänden illustriert hat.
2022 folgte das Buch „Figur&Kontext - Zeichnungen, Druckgrafik & Künstlerbücher“ von Rainer Ehrt. Der Maler und Graphiker erweist sich darin als Doppelbegabung und steuert zu seinen Zeichnungen eigene Texte bei. Ehrt, Jahrgang 1960, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Burg Giebichenstein und wurde u.a. mit dem Brandenburgisches Kunstpreis und den Kunstpreis der Stadt Wernigerode ausgezeichnet.

Der Verlag Angeli & Engel widmet sich Publikationen zur Kunst mit bibliophilem Anspruch, Teilauflagen jeder Publikation werden mit Originalgraphiken ausgestattet. Im Frühjahr 2023 ist ein Gedichtband des Lyrikers und Übersetzers Urs Heftrich geplant, der seine Texte mit eigenen Fotografien illustriert. Zu den weiteren Plänen des Verlags gehören „LebensWERKgeschichten“ zeitgenössischer Künstler, darunter ein Buch mit dem Frankfurter Maler Bernhard Jäger, der seine illustrierten Buchveröffentlichungen dokumentiert und mit Erläuterungen versieht. Geplant ist auch ein Band über den Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, worin der Freund Goethes als „Malerpoet“ vorgestellt wird. 

(Rudolf Leonardo Angeli und Peter Engel)

Dienstag, 9. August 2022

Figur&Kontext

Die Papierknappheit hat es verhindert, dass das Buch "Rainer Ehrt: Figur&Kontext Zeichnungen, Druckgrafik und Künstlerbücher" an Subskribenten und andere Besteller wie vorgesehen vor anderthalb Monaten ausgeliefert werden konnte.

Nun ist das Buch erschienen und das Warten hat sich gelohnt. Es ist nach dem Buch "Vor&Nachbilder" zu Klaus Waschk die zweite Künstlermonografie, die im Verlag der Pirckheimer Rudolf Angeli und Peter Engel erschien.
50 Exemplare der auf 150 Exemplare begrenzten und damit bereits als bibliophil zu bezeichnende Auflage erschienen als Vorzugsausgabe, nummeriert und signiert von Rainer Ehrt und mit einer für das Buch geschaffenen Originalgraphik des Künstlers.
Bereits der Vorsatz mit einem Ausschnitt aus "Die Schule der Aufklärung" von Rainer Ehrt aus dem Jahre 2010 lädt zum intensiven Betrachten und ein weiteres Blättern im Buch lässt die Zeit vergessen. Rainer Ehrt schildert, wie man es von ihm kennt, selbstironisch seinen DDErinnerung und beschreibt dann in aufschlussreichen Texten auf 100 Seiten sein Œuvre, reich bebildert und hervorragend gedruckt, ergänzt durch eine Vernissagerede, gehalten 1999 von Martin Ahrends. Nicht alles passte zwischen zwei Buchdeckel, aber Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft haben ja auch weiteres, wie z.B. die Graphik "Table Ronde", die zum Jahrestreffen der Gesellschaft 2017 erschien.
Der Nachsatz zeigt dann noch einmal einen Ausschnitt aus "Cafe des Exils" des Künstlers von 2016, das ganze Buch ist online hier zu finden.

Rainer Ehrt: "Figur&Kontext Zeichnungen, Druckgrafik und Künstlerbücher"
Angeli & Engel, Hamburg 2022
Illustrierter Vor-/Nachsatz und Coverdesign vom Künstler.
ISBN: 978-3-9815836-7-0