Dem aktuellen Grafikbrief ist u.a. ein Nachruf von
Wolfgang Grätz auf
Hermann Naumann zu entnehmen, einen Künstler, den die Berlin-Brandenburger Pirckheimer im Juni 2012 im Rahmen ihrer
Jahresexkursion in seinem Dresdener Atelier besuchten.
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| Hermann Naumann wurde in Kötzschenbroda geboren, lebte aber ab 1947 in Dresden, wo er eine Bildhauerlehre absolvierte und ab 1950 als freischaffender Künstler arbeitete. Aus einem Granatsplitter des 2. Weltkriegs schliff er sich einen Stichel, mit dem er die alte grafische Tiefdrucktechnik des Punzenstichs wiederbelebte: Aus vielen Tausenden in die Kupferplatte gehämmerten Punkten entsteht das Bild. In dieser Technik schuf er eindrucksvolle orig.-grafische Buchillustrationen, u.a. zu Texten von Arthur Rimbaud und Knut Hamsun. Sein malerisches und das umfangreiche grafische Werk umfassen abstrakte wie gegenständliche Arbeiten. Naumann, der seit 1994 etwas abseits des Kunstbetriebs auf einem Gutshof in Dittersbach lebte, gehörte zu den bedeutendsten Künstlern der DDR. Er starb im Alter von 95 Jahren. |
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