Siân Bowen, eine bildende Künstlerin und Papierspezialistin, untersucht in ihrer zeichnungsbasierte Praxis Materialität, Zeit und Ort. Nach ihrem Kunststudium in Großbritannien lebte sie vier Jahre in Japan. Ihre Arbeiten entstehen häufig aus Recherchen in Archiven, Museen und archäologischen Stätten und beschäftigen sich mit fragilen Materialien und Transformation. Sie forscht derzeit als Honorary Research Associate in Kew Gardens und verbrachte jüngst einige Monate in Japan um traditionelle Pflanzenfärbungen und das seltene Schneebleichen von Washi-Papier zu erlernen. Ihre Arbeiten - komplexe Künstlerbücher zu
Nova Zembla und zum
Hortus Malabaricus - befinden sich unter anderem in den Sammlungen des
Victoria and Albert Museum, der
New York Public Library, der
Stanford University, des
Boston Athenaeums und der
Königlichen Bibliothek in Den Haag.
Die Arbeiten sind Teil eines fortlaufenden Projekts über Räume, die gefaltet, erweitert, neu konstruiert und transportiert werden können. Die Werke aus der Serie „
Collapsible Spaces: urushi“ bewegen sich zwischen Falten und Entfalten sowie zwischen Zwei- und Dreidimensionalität. Im kleinen Maßstab entstanden, schaffen sie eine intime Verbindung zum Raum und verweisen zugleich auf größere architektonische Zusammenhänge.
(
Susanne Padberg)
Künstlergespräch: 2. Juni 2026, 19 Uhr, eine Online-Version folgt in Kürze
GALERIE DRUCK & BUCH
Berggasse 21, 1090 Wien
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