Montag, 15. Mai 2023

37. Antiquaria & 60. Antiquariatsmesse Stuttgart

Der Themenschwerpunkt der 37. Antiquaria Ludwigsburg, dem die Aussteller einen Teil ihres Angebots widmen, ist in diesem Jahr »Natur & Technik. Eine Entfremdung«
Die Antiquaria bietet jährlich in der schönen Atmosphäre der Musikhalle ein spannendes Angebot antiquarischer Bücher, Autographen und Graphiken: vom alchimistischen Handbuch der frühen Renaissance über Pressendrucke bis zum ersten deutschen Micky Maus Comic von 1951. Dazu Gelegenheit für das Gespräch, neue Kontakte und den Wissensaustausch zwischen Antiquaren und Bücherfreunde.
Seit 1995 wird auf Initiative der Aussteller jährlich am ersten Abend der Messe der Antiquaria-Preis für Buchkultur vergeben, in diesem Jashr geht der Hauptpreis an die Sängerin und Autorin Evelin Förster für ihr Buch „Die Perlen der Cleopatra“.
bitte anklicken
Unter den Ausstellern der Antiquaria 2023 ist neben Michael Solder und dem Roten Antiquariat mit Christian Bartsch diesmal auch die Pirckheimer-Gesellschaft mit der zweiten Graphikmappe der Edition Pirckheimer.
Der gesamte Messekatalog ist als PDF verfügbar.

15. - 17. Juni 2023

Musikhalle Ludwigsburg
Bahnhofstr. 19, 71638 Ludwigsburg

Nur wenige Fußminuten entfernt findet, um einen Tag zeitversetzt, die 60. Antiquariatsmesse Stuttgart des Verbandes Deutscher Antiquare statt, die auf eine Tradition von 60 Jahren zurückblickt.
Deutsche und internationale Galerien und Antiquariate präsentieren wertvolle Bücher, Druckgraphik, Autographen, Landkarten und illustrierte Werke. Der Verband Deutscher Antiquare ist in diesem Jahr zu Gast in Ludwigsburg und lädt zur 60. Jubiläumsmesse, begleitet von einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm für alle Sammler und Buchliebhaber.
Der Messekatalog ist ab Mitte Mai auf der Webseite einzusehen.

16.-18. Juni 2023

Forum am Schlosspark
Stuttgarter Str. 33, 71638 Ludwigsburg

Thema: Buchmessen und Buchmarkt nach Corona

Der nächste Jour Fixe der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz steht an! 

Am Freitag lädt die Gesellschaft mit der Gutenbergstiftung in die die Kulturei Mainz ein zu einem Vortragsabend mit Weinprobe. Karin Schmidt-Friderichs wird einen Vortrag zum Thema "Die Entwicklung der Buchmessen und des Buchmarkts nach Corona" halten.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter info@gutenberg-gesellschaft.de

Jour Fixe: 25.Mai 2023, 18 Uhr

Kulturei Mainz
Wallstr. 11, 55122 Mainz

Sonntag, 14. Mai 2023

in Mainz dabei: Titi Zaadnoordijk

Nun heißt es nicht mehr lange warten auf die nächste, die 26. Mainzer Minipressen-Messe.

Mit dabei ist u.a. die ANDANTE Handpresse von Peter Rensch, die Katzengraben-Presse von Christian Ewald, Christophe Carbenay, Hendrik Liersch mit der Corvinus-Presse, Die gläserne Libelle mit Barbara Beisinghoff, Silke Müller mit Erlesenem & der Büchergilde, Annegret Frauenlob, John Gerard mit Paperworks, die Pirckheimerinnen Inka Grebner und Brigitte Iseli-Neustäbler, der Gans Verlag, Anja Harms, Herzattacke, Günther Wilhelm mit Independent Art, der Pirckheimer Ralf Plenz mit dem Input-Verlag, Tanja Leonhardt, der MaroVerlag, Ingo Cesaro, die Pirckheimer Hanfried Wendland mit NeueKleiderDrucke und Peter J. Moosbrugger mit der Pegasus Presse, Hilmar Koch mit der Offizin Schwarze Kunst, die Edition Schwarze Seite mit Eckhard Froeschlin, Andrea Lange mit der Sonnenberg-Presse, der Verlag der neun Reiche des Pirckheimers Steffen Marciniak, natürlich corn.elius, auch die widukind-presse des Pirckheimers Hanif Lehmann.

Auch Titi Zaadnoordijk wird wieder dabei sein, mit ihren Büchern, Karten und andere Sachen. Jeden Tag um 15 Uhr wird es von ihr eine kleine Poesieperformance geben, auf der sie dann ihre neuen, auf Deutsch übersetzten Gedichte lesen wird.
Messe: 18. - 21. Mai 2023

Mainz
Rheingoldhalle und Gutenbergmuseum

Inkunabeln in Paris

Aristotelis Opera latina, commentariis Averrois, erschienen in Venedig bei Andrea Torresani und Bartolomeo de' Blavi, 1483/1484, BnF, Reserve of Rare Books
Anfang des 16. Jahrhunderts erlebte ganz Westeuropa eine Revolution des Druckens: Fast 150 europäische Städte produzieren vor 1501 die ersten gedruckten Bücher, heute Inkunabeln genannt.

Das Wort „Inkunabel“ kommt aus dem lateinischen „incunabulum“ („Wiege“) und bezieht sich auf jedes Buch, das unter der Druckerei zwischen der Erfindung der Druckerei bis zum späten 15. Jahrhundert, d. h. bis einschließlich 31. Dezember 1500, gedruckt wird. Dieses Datum ist völlig willkürlich.

Die Inkunabeln sehen aus wie das handgeschriebene Mittelalterbuch: Sie zeugen von einer Übergangszeit, in der sich die Druckpraktiken und die Regeln für die Darstellung des mittelalterlichen Manuskripts überschneiden. Diese ersten gedruckten Bücher enthalten einen kompakten Text, Illustrationen, manchmal handgefertigt coloriert wurden und noch keine Titelseite haben.

Die Gesamtproduktion von Inkunabel wird auf etwa 30.000 bis 32.000 Ausgaben des 15. Jahrhunderts geschätzt. Die Französische Nationalbibliothek besitzt mit mehr als 8.000 verschiedenen Ausgaben weltweit die drittgrößte Inkunabeln-Sammlung.
In der aktuellen Ausstellung "Drucken! Gutenberg-Europa“ der Französischen Nationalbibliothek (BnF) kann man derzeit  einer Auswahl der schönsten Inkunabel unserer Kollektionen bestaunen.

Samstag, 13. Mai 2023

Loriot sagte einmal ...

... "Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos" und wer ihn kennt, weiß, dass er nicht die Möpse meinte, die mir in den Sinn kamen, was aber für Wolfgang Wissing, Menschenrechtler, unter anderem Sammler und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, Motto war und für mich wiederum Anlass, auch, um auf andere Gedanken am heutigen, vom ESC geprägten Tag zu kommen, ein Exlibris dieses Eigners von Karl-Georg Hirsch aus dessen "Hofstaat" vorzustellen, womit ich diesem Künstler ganz persönlich recht herzlich zum 85. gratulieren möchte.

Verwirrt? Dann seid froh, dass ich in diesem Satz nicht auch noch mein Bedauern unterbrachte, nicht an der Tagung der DEG in Paderborn teilnehmen zu können.

ein Gruß von der 73. Jahrestagung der DEG

Zur derzeit stattfindenden 73. Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft in Paderborn schuf der aus Lwiw stammende, jetzt im Französischen in Angoulême lebende Graphiker Oleg Derhachov zwei Gravuren.

Karl-Georg Hirsch zum 85.

Durchsucht man den Pirckheimer-Blog, gegründet vor 15 Jahren, ab Mitte 2017 auf die Pirckheimer-Homepage angesiedelt und ab Mitte letzten Jahres als "Informationen eines Pirckheimers" hier weitergeführt, nach Hinweisen auf den Jubilar, kommt man auf 84 Einträge zu Karl-Georg Hirsch mit Verweisen auf Ausstellungen, Beteiligungen an Buchprojekten, neuen Graphiken und Illustrationen, auf Jubiläen und weiteres.
Die Zusammenarbeit von Karl-Georg Hirsch mit der burgart-presse begann 1989, hier die zehnte gemeinsame Edition, der 45. Druck der burgart-presse
Ein Indiz für die Bedeutung dieses Graphikers, der als einer der letzten Meister des Holzstichs gilt, dessen Œuvre aber auch den Holzschnitt, die Radierung, Zeichnungen und Schabblätter umfasst. Und ein Beleg dafür, dass es hieße, Eulen nach Athen zu tragen, wenn an dieser Stelle auf den Lebens- und Schaffensweg dieses bedeutenden Künstlers hingewiesen würde.
Karl-Georg Hirsch "Schwofen", 2017, Holzschnitt für die Pirckheimer-Gesellschaft, Aufl. 75 nummerierte und signierte Exemplare
Deshalb sei zur Würdigung des 85. Geburtstag von Karl-Georg Hirsch lediglich auf die Einführung zu „Erster Gutenberg Pressendruck" in einer einmaligen Ausgabe und Auflage von 95 nummerierten und signierten Exemplaren der Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M. und Wien, 1992 hingewiesen, die Gültigkeit des Textes hat in den letzten 30 Jahren nicht gelitten.
ein Blatt von Karl-Georg Hirsch aus der Ausstellung
mit Hans-Meid-Preisträgern 1994 -2009

Bofinger-Dauerausstellung in Treptow

Manfred Bofinger, Plakat für das 1990
geschlossene Theater im Palast
Der Karikaturist, Illustrator und Autor Manfred Bofinger (1941- 2006) gehörte zu den bekanntesten und beliebtesten Graphikern der DDR. Ganze Generationen sind mit seinem umfangreichen Werk groß geworden. „Bofi“ illustrierte über 300 Bücher, gestaltete Plakate und schuf Karikaturen und Cartoons.

Seit dem 21. April 2023 ist eine Auswahl seiner Arbeiten in einer Dauerausstellung in Treptow zu sehen.
Die von Gabi Bofinger kuratierte Ausstellung wird unterstützt von der KungerKiezInitiative e.V. und dem Park Center Treptow. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales.

Park Center Treptow
Am Treptower Park 14, 12435 Berlin

Freitag, 12. Mai 2023

VauO Stomps

Axel Dielmann, der am 18. Mai bei einem Festakt im Rahmen der 26. Mainzer Minipressen-Messe den erstmals ausgelobte V.O. Stomps-Ehrenpreis der Stadt Mainz erhalten wird, wird am darauf folgenden Tag in der Vitrine Galerie in einem Leseabend Victor Otto Stomps als Schriftsteller vorstellen.
Die zum 50. Todestag von V.O. Stomps am 4. April 2020, vor allem aber zum 100sten Jubiläum seiner ersten beiden eigenen Publikationen als Schriftsteller erschienene 4-bändige Buch-Kassette mit dem schriftstellerischen Werk Victor Otto Stomps 'Victor Otto Stomps als Schriftsteller' waren eines der Mammutprojekte des diesjährigen Ehrenpreisträgers.
Neben Axel Dielmann lesen Daniel Daub, Hans Goswin Stomps und Hendrik Liersch, selbst Stomps-Preisträger von 2009.

19. Mai 2023, 19.30 Uhr

Vitrine Galerie
Klarastraße 5, 55116 Mainz

Die Kunst des Sammelns

2019 zitierte ich hier den Redakteur der Marginalien Till Schröder "Ein Sammler [...] ist genauso Opfer seiner Passion wie der Künstler. Verwandte Seelen eben." (Der Sound des Sammelns, Marginalien #224, 2017).
Dieser Passion ist Gegenstand des nächsten Abends des regionalen Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“, an welchem der Buchkünstler, Verleger und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Hartmut Andryczuk seine im Hybriden-Verlag erschienenen Künstlerbücher "Die Kunst des Sammelns" vorstellen wird.
Hartmut Andryczuk, Die Kunst des Sammelns", v.l.n.r.: Hubert Kretschmer, Jens Henkel, Serge Stommels & Albert Lemmens, Helmut Mayer, Peter Zitzmann, Wulf D. von Lucius, unten: Michael Lailach
Seit 2015 widmet Hartmut Andryczuk Künstlerbücher bedeutenden Sammlern. Bisher erschienen, jeweils in einer 30ger Auflage, Bände über Gerhart Odenwald, Wulf D. von Lucius, Peter Zitzmann, Helmut Mayer, Serge Stommels & Albert Lemmens, Michael Lailach, Hubert Kretschmer, sowie Jens Henkel.
Michael Lailach im Gespräch mit dem Künstler, Kunstbibliothek Berlin, Januar 2020,
Foto © Hartmut Andryczuk
Weitere Informationen zur Künstlerbuchreihe "Die Kunst des Sammelns" siehe  im Blog des Hybriden-Verlags oder im seinerzeit hier betriebenen Pirckheimer-Blog.

17. Mai 2023, 19 Uhr

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstr. 7, 39104 Magdeburg

Klaus Walther (1937–2023)

Wie der Mironde-Verlag mitteilt, ist der Pirckheimer Klaus Walther am 10. Mai in Chemnitz verstorben.
Nach dem Abitur in Aue studierte Walther Journalistik und am Literaturinstitut in Leipzig, wo er auch eine Zeitlang als Oberassistent tätig war. Von 1964 bis 1978 war er Lektor des Mitteldeutschen Verlags, danach leitete er das Bezirkskunstzentrum in Karl-Marx-Stadt. 1982 promovierte er mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit zu Leben und Werk von Bodo Uhse und arbeitete ab 1983 als freier Verleger, Literatur-, Theaterkritiker und Autor.
Von 1991 bis 2002 leitete Klaus Walther den Chemnitzer Verlag, das Buchprogramm der Freien Presse und war nach seinem Ausscheiden dort zudem als Berater und Herausgeber tätig. Er engagierte sich im Sächsischen Schriftstellerverein und begründete 1991 die Buchhandlung Bücher Walther, die nunmehr Filialen in vier Städten hat. Zudem hatte er eine Zeitlang den Vorsitz für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Börsenverein des Deutschen Buchhandels inne und war Mitglied des PEN seit 2002. Klaus Walther veröffentlichte und gab über 40 Bücher heraus, darunter auch eine Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft.

Donnerstag, 11. Mai 2023

eine Erinnerung

Heute vor 40 Jahren ist unser gemeinsamer Katalog zur Bücherverbrennung erschienen. Den Umschlag habe ich mithilfe von Fotos zu einer Umschlagcollage gestaltet, die Buchstaben mit Letraset abgerubbelt. Das Katalogmanuskript mit einer IBM-Kugelkopfschreibmaschine abgetippt und jedes Mal den Kugelkopf für h'fett, kursiv und die Anmerkungen ausgewechselt; die Abbildungen sind damals in der Reproanstalt angefertigt worden und die Titelaufnahmen selbstverständlich auf Karteikarten getippt sowie mit der Hand im Karteikasten geordnet. Die vorangestellten biographischen Kurznotizen mithilfe von Nachschlagewerken, Zeitzeugen bis hin zu Telefonaten nach Australien und anderswo zusammengetragen.

Als Mitinhaber der Firma Carl Wegner konnte ich Dank meines Freundes Gert Hammerby in Kopenhagen Teile der Bibliothek von Herbert Steinthal erwerben, besonders Werke von Bertolt Brecht, Franz Kafka, Irmgard Keun und seltene Ausgaben von Erich Kästner. In Berlin Bücher aus der Bibliothek des Theaterkritikers Herbert Ihring und vor allem der Nachlass des Dadaisten Karl Döhmann (äußerst seltene Schriften aus dem Umfeld der Dadaisten und Expressionisten); er selbst publizierte unter dem Pseudonym Edgar Firn und Daimonides - ich habe ihn drei Jahre zuvor kennengelernt.
 
Kleine Anmerkung, weil beide in Deutschland weitgehend unbekannt sind: Gert Hammerby hat im Mai 1943 die erste illegale dänische Widerstandszeitschrift "Fri Press" herausgegeben und war nach dem Krieg Journalist bei der dänischen Tageszeitung "Politiken" in Kopenhagen sowie u.a. kurz nach Kriegsende Korrespondent in Berlin. Herbert Steinthal war ebenfalls Journalist, Theater- und Filmkritiker bei "Politiken" und während des Krieges der Briefkasten für viele Exilanten, u.a. für Joseph Roth - Irmgard Keun, Walter Mehring und seine Mutter in Berlin, sowie für Erich Kästner. Neben dem Journalismus war er als Übersetzer für Irmgard Keun, Erich Kästner, Robert Neumann, Franz Kafka tätig, später für Heinrich Böll.

Lange her - ich denke an meine Kollegen Waltraud Materne und Carlos Kühn.

(Michael Lehr, 10.Mai 2023 auf Facebook)

bei anderen gelesen

GROSSER ANDRANG UND GROSSE SUCHE

Literatur in all ihrer bunten Vielfalt wurde auf der Leipziger Buchmesse präsentiert. 3.200 Mitwirkende aus aller Welt und über 2.000 Ausstellende aus 40 Ländern beteiligten sich, 274.000 Besucher kamen. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, für Magdeburg zu werben. Stattdessen musste man Beteiligte aus der Landeshauptstadt an anderen Ständen suchen, was nicht ganz einfach war – „versteckten“ sie sich doch bei anderen Verlagen und Vereinen. [...] Die Pirckheimer-Gesellschaft fand sich am gemeinsamen Stand des Berliner Vereins ein*, wo es nicht nur um die Schönheit von Grafiken ging, sondern auch Lesungen wie die der Bücherkinder stattfand. „Es gab viele wunderbare Begegnungen“, sagt der Magdeburger Vorstand Ralf Wege. Die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung präsentierte Literatur aus Sachsen-Anhalt am Gemeinschaftsstand mit der Universität Leipzig, dem Polnischen Institut Leipzig und dem Hirnkost-Verlag Berlin. [...]
stehend: Matthias Haberzettl (lks.), Armin Schubert, Fotos © Abel Doering auf bücherkinder-brandenburg.de
Die Buchmesse zeigte: Bücher sind kein Auslauf-Modell. Sie bieten Inspiration und führen die Menschen zusammen. Die nächste findet vom 21. bis 24. März 2024 statt. Vielleicht ja auch wieder mit einem Magdeburg-Stand?

(Birgit Ahlert in Kompakt Zeitung Nr. 232, S. 10)

*korrekt müsste es heißen: Der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt fand sich am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft ein, die Bibliophile aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus vereint.

Meisterhafte Unikate #2

Die bereits in Leipzig gezeigte Ausstellung zum 100jährigen Bestehen der Meister der Einbandkunst "MEISTERHAFTE UNIKATE -100 JAHRE EINBANDKUNST" macht Station in Oldenburg, bevor sie Ende des Jahres in Hamburg gezeigt wird.

Zur Eröffnung der Ausstellung spricht Ingela Dierick, Vorsitzende des MDE.

Die Ausstellung präsentiert meisterhafte Exponate der Einbandkunst vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart - ergänzt durch historische Werkstatteinblicke am Beispiel der 1923 in Leipzig gegründeten Meister der Einbandkunst - Internationale Vereinigung e.V. Ergänzt wird die Ausstellung durch besondere Einbände aus der Sammlung Onno Feenders.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: 7. Juni 2023, 19 Uhr
Ausstellung: 8. Juni - 19. August 2023

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdernarkt 15, 25121 Oldenburg

Mittwoch, 10. Mai 2023

In Erinnerung: 10. Mai 1933

«Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.»
Erich Kästner Über das Verbrennen von Büchern, 10. Mai 1953
90 Jahre nach den Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 setzt die Staatsbibliothek zu Berlin auf dem Bebelplatz ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Hass. Wo 1933 Tausende Menschen Scheiterhaufen aus Büchern entzündeten, erklingen 2023 die verbrannten Werke selbst und laden Passanten zum Innehalten und Zuhören ein, bevor sie ihren Alltag fortsetzen.

Claudia Roth, Klaus Lederer, Tessa Ganserer, Claudia Michelsen, Natalia Wörner und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin lesen Literatur, die während der NS-Zeit indiziert und verbrannt wurde. Nasir Ahmad Nadeem und Meral Şimşek ergänzen den Blick in die Vergangenheit mit ihren eigenen Texten. Die musikalische Begleitung übernehmen Ensembles der Barenboim-Said-Akademie und der Staatsoper Unter den Linden.

10. Mai 2023, 11:30 - 13:30 Uhr

Abends wird in einer weiteren Veranstaltung an Schriftstellerinnen und Schriftsteller erinnert, deren Bücher vor 90 Jahren in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden.
Es lesen und singen Jens-Uwe Bogadtke, Knut Elstermann, Anita Prestes, Christian Grashof, Gregor Gysi, Tania Concha Hidalgo, Beate Klarsfeld, Studenten der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Petra Pau, Alejandro Soto Lacoste, Ingo Schulze und Robert Stadlober.
Zum 50. Jahrestag des Putsches in Chile sind chilenische Künstler und Politiker eingeladen. Es wird u. a. aus dem Canto General von Pablo Neruda gelesen – eines der Bücher, die durch die chilenische Militärjunta massenhaft verbrannt wurden.

10. Mai 2023, 17 - 18:30 Uhr

Bebelplatz
Unter den Linden
10117 Berlin

Achtung: enthält Leben.

Notizbücher, Bullet Journals und Tagebücher: als Container von Flüchtigem begleiten sie unser Leben. Sie werden Stück für Stück angefüllt mit Erlebtem, Bemerkenswertem und Memos und nehmen im Leben vieler Menschen eine wichtige Funktion als strukturierendes Medium ein. Oft entstehen dabei individuelle Kunstwerke, zumal dann, wenn Künstler Tagebuch führen. Das Klingspor-Museum hat eindrucksvolle Beispiele in seiner Sammlung. Der Bogen spannt sich von Arbeiten des Konzeptkünstlers Dieter Roth, über Barbara Fahrners Aufzeichnung aus New York während des islamistischen Terroranschlags im September 2001, bis zum zeitgenössischen Zine „Lockdown Diary“ von Malte Spindler. Ein besonderer Schatz sind die „Skizzbücher“ von Paul Stein, eine Mischung aus Tagebuch, Skizzenbuch und literarischen Aufzeichnungen.
Skizzbuch von Paul Stein
Auch Bullet Journals sind liebevoll gestaltete Orientierungshilfen, die Tätigkeiten des Alltags sortieren und gewichten. Die Ausstellung fragt nach Motiven und Herangehensweisen, ein zunächst leeres Buch zu füllen. Zahlreiche Menschen sind dem Aufruf des Museums gefolgt und haben ihre eigenen Arbeiten zur Verfügung gestellt: die vielfältigsten Notizbücher, Bullet Journals und Tagebücher haben so den Weg in die Ausstellung gefunden. Interviews mit Tagebuchschreibern geben Aufschluss über individuelle Beweggründe und Arbeitsweisen. Auf Instagram wird es zusätzlich einen virtuellen Ausstellungsraum geben.
Notizbuch Ksenia Echle, Fotos © Ehret
In der Kooperation mit der Frankfurter Notizbuchschmiede nuuna by brandbook wird auch die Gestaltung des leeren Buches thematisiert, die ebenfalls Einfluss auf den Prozess des Schreibens hat. Viele Designs warten in der Ausstellung darauf gefüllt zu werden.

Ein umfangreiches Begleitprogramm zeigt Blicke hinter die Kulissen oder lädt zu eigener Kreativität ein.

Eröffnung: 14. Juli 2023, 19 Uhr
Ausstellung: 15. Juli – 29. Oktober 2023

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Dienstag, 9. Mai 2023

Bücherkinder Brandenburg gedachten am 8. Mai der Befreiung

Zum Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus unternahmen die Bücherkinder Brandenburg am 8. Mai 2023 eine Bildungsreise nach Berlin.
im Anna-Seghers-Museum
Sie besuchten am Vormittag das Anna-Seghers-Museum in Berlin - Adlershof und bekamen eine sachkundige Führung von der Literaturwissenschaftlerin Monika Melchert durch das Literaturmuseum.
Die Bücherkinder hörten weitere Informationen zu Leben und Werk dieser Autorin, die von 1936 bis 1940 mit ihrer Familie in Paris im Exil leben musste. Est 1941 gelang der Familie Seghers-Radvanyi die komplizierte Flucht nach Mexiko.
Dazu recherchieren die Kinder weitere verschiedene Schicksale, um daraus ein Friedensbuch "Pax questuosa" zu schreiben, das dann 2024 auf der Buchmesse in Leipzig u.a.O. vorgestellt werden wird.
am Grab von Anna Seghers
Am Nachmittag besuchten die Brandenburger Bücherkinder mit ihrem Mentor Armin Schubert die Gräber der Familie von Anna Seghers, Bertolt Brecht u.a. .
Der Autor B.B. wird im Juni mit seinen Texten zum Frieden ein Forschungsgegenstand sein, die wieder gemeinsam mit Christine Becker und den Kindern erarbeitet werden.
am Grab von Bertolt Brecht, Fotos: privat
Die Arbeit an dem Friedensbuch wird sich, unterstützt von der Pirckheimer- Gesellschaft und der Christa-Wolf-Gesellschaft über das gesamte Jahre 2023 erstrecken.

(Armin Schubert)

Weitere Informationen und Fotos auf www.bücherkinder-brandenburg.de.

Prinzipien Metamorphose und Transformation

Die Künstlergruppe arche präsentiert in einer Doppelausstellung gemeinsam mit dem Holzbildhauer Ernst Thevis Arbeiten der Grafikerin und Malerin Kathrin Heyer.
Von der Künstlerin wird eine Auswahl ihrer großformatigen Linolschnitte gezeigt, die mit den „PRINZIPIEN METAMORPHOSE und TRANSFORMATION" arbeiten und vielschichtige erzählerische Inhalte besitzen.
Impulse aus kunstgeschichtlichen und historischen „Bildmaterialien", sowie aus Wirklichkeitsfragmenten des heutigen Alltags, werden kunstvoll grafisch verdichtet, verfremdet, neu inszeniert und collagehaft innovativ kombiniert.
Ihre Formsprache, die zunächst auch an historische Druckgrafik erinnern mag, unterwirft sie zeitgemäßen Kunstströmungen und überführt sie subjektiv in eine „Postmoderne Inszinierung".


(aus Stationkunst, Edition 2/2015, W. Schlegel)

Vernissage: 26. Mai 2023, Begrüßung: Prof. Wulf Schomer

Ausstellung: 27. Mai - 9. Juli 2023  

Künstlergruppe arche
Kastanienwall 12, 31785 Hameln

Midissage der Ausstellung „Neues aus unseren Ateliers“

Mit einer Midissage wird heute eine Ausstellung mit aktuelle Positionen von 51 Dresdener Künstlern gefeiert, die in Zusammenarbeit mit dem Künstlerbund Dresden e.V. entstand.

Im Jahr 2015 wurde in der Villa Eschebach erstmals eine Überblicksausstellung von Mitgliedern des Dresdner Künstlerbundes gezeigt. Anlass war das 25jährige Bestehen des Künstlerbundes. Das Echo des kunstsinnigen Dresdner Publikums und der beteiligten Künstler war so groß, dass innerhalb der Ausstellungsreihe „Kunst in der Villa Eschebach“ eine wiederkehrende Reihe etabliert wurde. So waren auch in den 2017 und 2019 aktuelle Positionen Dresdner Kunst in Überblicksausstellungen zu erleben.
Im Jahr 2021 war dies leider nicht möglich. Im Frühjahr 2023 öffnete sich die Villa Eschebach damit zum vierten Mal für „Neues aus unseren Ateliers“.

Kassandra von Eschenbach
Für gut zwei Monate sind aktuelle Arbeiten von 51 Künstlern aus den Genres Grafik, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Plastik zu erleben. Sie laden zum Innehalten, zum Betrachten, zum Nachdenken oder auch einfach nur zum sinnlichen Genuss ein.

Midissage am 9. Mai 2023, 19:00 Uhr
Ausstellung: 12. April - 9. Juni 2023

Villa Eschebach am Albertplatz
Georgenstraße 6 | 01097 Dresden

Montag, 8. Mai 2023

50. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft

In Gotha feiert die Pirckheimer-Gesellschaft in diesem Jahr ein Jubiläum, das 50. Jahrestreffen.
Es wird organisiert durch Prof. Peter Arlt. Das erste Jahrestreffen dieser, 1956 in der DDR gegründeten Bibliophilen-Gesellschaft, fand 1972 in Dresden statt.
Die Residenzstadt Gotha, in der der vor 300 Jahren geborene Melchior Grimm verstarb (siehe Bibliophiles des Monats April), "bietet Führungen durch die Forschungsbibliothek Gotha, eine musikalische Reise in der Schlosskirche zu Willibald Pirckheimer und seinen Zeitgenossen mit Sabine Lindner, Bildende Kunst und Musik von Thomas Offhaus, eine Ausstellung im Spiegelsaal mit Neujahrsgrafiken aus fünf Jahrzehnten der Sammlung Peter Arlt und das Sammlerpaar Christiane und Norbert Grewe geben im Vortrag und Gespräch Einblicke in ihre Buch- und Grafikschätze.
Das Programm und die Modalitäten der Anmeldung werden im Frühsommer auf der Internetseite der Pirckheimer und in Heft 249 der Marginalien veröffentlicht", so der stellv. Vorsitzende der Pirckheimer-Gesellschaft Till Schröder.

Im Rahmen des Jahrestreffens wird am 24. September um 9 Uhr im Cranach-Saal des Hotels "Der Lindenhof" eine Mitgliederversammlung mit Wahl des Vorstandes stattfinden. (Ergänzungen zur  Tagungsordnung waren bis zum 10. April 2023 einzureichen, wie dem Heft 248 der Marginalien zu entnehmen war.)

Jahrestreffen: 22. - 24. September 2023

Gotha