| Hans Günter Ludwig: Das fremde Kind, 2025, (Ausschnitt) Staatsbibliothek Bamberg, (Foto: Gerald Raab) |
Die Forschung hat diesem beliebten, seit dem 19. Jahrhundert in zahlreiche Sprachen und mediale Adaptionen überführten ‚Märchen‘ wiederholt Aufmerksamkeit geschenkt. Diskutiert wurden Gattungsfragen, der Zusammenhang mit zeitgenössischen Kindheitsmodellen, der Stellenwert des Phantastischen und die textstrukturierende Duplizität. Wir möchten solche und andere Perspektiven auf Das fremde Kind erweitern, indem wir den Text gemeinsam neu lesen und analysieren. Die Schauspielerin Maria Hartmann bringt das Märchen zu Gehör; die Autorin Nora Gomringer macht es in der Abendveranstaltung zum Ausgangspunkt einer poetischen Performance; zwei Impulsvorträge erörtern die romantische Faszination für das Kind-Sein und Ansätze eines „Queer Reading“ des Textes; und in gemeinsamen Lektürekreisen sollen die Themenfelder Natur, Materialität und Erziehung vertieft werden.
Tagung: 29. – 30. Oktober 2026
Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8, Wilhelm-von-Humboldt-Saal
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