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Donnerstag, 1. Mai 2025

Exlibris des Monats – Erhard Beitz für Wolfgang Wissing

Mensch und Hund – beste Freunde sind sie seit jeher. Als solche werden sie denn auch dargestellt, in Bildern und Texten, von der Höhlenmalerei bis zum Film, von Homer bis Thomas Mann: Seite an Seite, in Treue fest …
Dies Exlibris nun, das Bild und Text zusammenfügt, arbeitet einen ungewöhnlichen Aspekt dieser Freundschaft heraus. Gleich beim ersten Hinsehen erweist sich: Wir haben es mit einem Doppelportrait zu tun. Aber, wie befremdlich – Mensch und Hund halten weiten Abstand voneinander – und was machen sie für Gesichter!
[...] Es geht nämlich – modern ausgedrückt – um eine Beziehungskiste. Und eine Beziehungskrise kommt bekanntlich in den besten Beziehungen vor – somit auch zwischen Mensch und Hund! Dies Naturgesetz spiegelt sich in einer kurzen, alltäglichen Szene; unser Exlibris hat sie meisterlich ins Bildhafte übersetzt.
Schauen wir nochmals genau hin: Da trägt der Mensch eine Brille, deren Gläser ein zweifaches O bilden, in der Mitte montiert von zwei kleinen t; der Eigner gesteht wohl damit, zerknirscht und humoristisch, dass er selber gelegentlich ein Otto ist, der sich seinem Liebling genervt entzieht … Ein Glück, dass der Mops das vernünftigere Tier von beiden ist: Er wartet ergeben und geduldig ab, bereit zu sofortigem Entgegenkommen (man beachte die gestreckte Hinterpfote). Ein persönliches Denkmal also haben wir vor uns. Das aber hat darüber hinaus Gültigkeit: Jeder, der einen Dackel oder Spitz oder Neufundländer besitzt, kennt diesen Mops-Blick an seinem Gefährten, weiß um dessen Hochherzigkeit gegenüber seinem Otto … Und die Moral von der Geschicht‘: Wahrhaft beste Freunde vertragen sich schon mal nicht, aber sie raufen sich zusammen – bis zur nächsten Krise allerdings: „ogottogott“ –
Wer dieses Blatt betrachtet, mag demnach eine heitere Weisheitslehre daraus ziehen. Zudem aber möge er den Appell des Dichters vernehmen, selber zu „jandln“, will sagen: der eigenen Kreativität die Zügel schießen zu lassen, sich zwischen Sinn und Unsinn zu tummeln, aus schierer Lust an Spiel und Freiheit. Sollten also Sie sich einmal mopsen (sic), so greifen Sie kühn in den Fundus der Sprache, erproben Sie sämtliche Vokale, Konsonanten, Diphtonge, Punkt und Komma – stöhnt da jemand: au? genau, wow! wow?! wau!! Wauwau!!! Ä

(Andrea-Gabriele Fritz M. A., gesamter Beitrag hier)

Samstag, 13. Mai 2023

Loriot sagte einmal ...

... "Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos" und wer ihn kennt, weiß, dass er nicht die Möpse meinte, die mir in den Sinn kamen, was aber für Wolfgang Wissing, Menschenrechtler, unter anderem Sammler und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, Motto war und für mich wiederum Anlass, auch, um auf andere Gedanken am heutigen, vom ESC geprägten Tag zu kommen, ein Exlibris dieses Eigners von Karl-Georg Hirsch aus dessen "Hofstaat" vorzustellen, womit ich diesem Künstler ganz persönlich recht herzlich zum 85. gratulieren möchte.

Verwirrt? Dann seid froh, dass ich in diesem Satz nicht auch noch mein Bedauern unterbrachte, nicht an der Tagung der DEG in Paderborn teilnehmen zu können.

Montag, 23. März 2015

Agnieszka Borowska

Agnieszka Borowska, eine polnische Malerin und Graphikerin (*1984), lädt Bücher- und Graphikfreunde über die Internetpräsenz der Pirckheimer-Gesellschaft bei Facebook zum virtuellen Besuch ihres Ateliers in Gdańsk ein.
Interessant dürfte für Bücherfreunde sein, dass zu ihrem Schaffen u.a. Exlibris in Aquatinta gehören, so auch für die Pirckheimer Anke Polenz und Wolfgang Wissing - in der Abbildung schon einmal eines aus dem Jahre 2012 mit besten Wünschen für kommende Ostertage.
Agnieszka Borowska studierte Malerei an der Fakultät für Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Gdańsk 2003-2005, Master of Arts 2010.

Montag, 2. April 2012

Exlibris-Sammler VIII:

Mops, Tod und Literatur in den Exlibris für Wolfgang Wissing

Annette Fritzsche, Exlibris Wolfgang Wissing,
Holzschnitt, 2010, „König Mops“
Alice Aeberhard | Eva Aulmann | Burghard Aust | Franca Bartholomäi | Erhard Beitz | Claudia Berg | Maxi Blunck | Manfred Butzmann | Jean Delvaux | Christine Dockhorn | Rainer Ehrt | Frank Eißner | Ina Fiebig | Bettina Francke | Regina Franke | Annette Fritzsche | Carla Fusi | Eva Gaeding | Bernd Göbel | Peter Götz Güttler | Moritz Götze | Maja Graber | Inka Grebner | Bettina Haller | Angela Hampel | Alexandra v. Hellberg | Egbert Herfurth | Heike Herold | Madeleine Heublein | Karl-Georg Hirsch | S. O. Hüttengrund | Horst Hussel | Peter Israel | Wojciech Jakubowski | Harry Jürgens | Yvette Kießling | Elena Kiseleva | Ulrich Karlkurt Köhler | Heike Küster | Andrea Lange | Helge Leiberg | Thomas Löhning | Wojciech Luczak | Jule Claudia Mahn | Eva Natus-Salamoun | Cathleen Meier | Iwona Najduch Göttfert | Franziska Neubert | Nele Palmtag | Hedwig Pauwels | Sophia Pechau | Lars Petersohn | Gerd Philipps | Karin Pietschmann | Nicolaas Poignon | Ottmar Premstaller | Katrin Prinich-Heutzenröder | Thomas Ranft | Andreas Raub | Michael Recht | Nadine Respondek | Irina Rössler | Bettina Rulf | Barbara Ruppel | Norbert Salzwedel | Franziska Schaum | Stefanie Schilling | Robert Schmiedel | Therese Schulte | Petra Schuppenhauer | Tatiana Skalko-Karlovska | Sebastian Speckmann | Katrin Stangl | Regina Stiegler | Klaus Süß | Susanne Theumer | Anya Tristram | Tim von Veh | Hans Vent | Vladimir Vereshagin | Kay Voigtmann | Maria Volokhova | Frank Wahle | Irina Yelagina | Judith Weißig | Joseph Werner | Miriam Zedelis | Majla Zeneli | Herwig Zens | Baldwin Zettl | Ina Zimmermann | Helmut Zobl | Ute Zyrus | Schüler der Levana Schule Eisleben

Ausstellung: 24. März bis 17. Juni 2012

è Museum Schloß Burgk

Mittwoch, 7. April 2010

Ex libris Medizin gegen den Tod?

1. - 30. September, Exlibris-Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Plakat zur Ausstellung: EX LIBRIS Medizin gegen den Tod?Die Graphiksammlung Mensch und Tod der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf präsentiert Exlibris aus dem eigenen Bestand, die den Kampf gegen den Tod als vornehmste Aufgabe der Medizin thematisieren. Das Spektrum reicht von triumphalen Siegen des Arztes oder Apothekers über den Tod bis zur Infragestellung der Wirkmacht der Medizin. Einen wichtigen Anstoß für die Ausstellung gab die großzügige Schenkung von Exlibris-Blättern durch unser Mitglied Wolfgang Wissing.

Institut für Geschichte der Medizin
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Tel.: 0211/8113943