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Sonntag, 8. Februar 2026

Immer wieder zurück zum Buch

Tanja Leonhardt, 1966 geboren, studierte in Mainz Germanistik und Freie Bildende Kunst und schloss als Meisterschülerin in der Schriftklasse von Prof. Alban Grimm und Pamela Stokes mit dem Schwerpunkt Schriftkunst ab. Danach gründete sie im Rhein-Main-Gebiet ihr Atelier Leonhardt, heute wohnt sie im Vogelsberg/Hessen. Neben Auftragsarbeiten und Lehrtätigkeiten (u.a. am Mainzer Institut für Buchwissenschaft) entsteht seit dem Studium auch ein umfangreiches freies Werk, in dem Sprache und ihre Erscheinungsformen eine Rolle spielen.
© Tanja Leonhard

Immer schon begleitet das Künstlerbuch die unterschiedlichen Schaffensphasen. Eine Ausstellung in Mainz gibt seit November 2025 einen Einblick in das Werk der vielseitigen Künstlerin.

12. November 2025 - 13. März 2026
Künstlerinnengespräch: 25. Februar 2026, 16.30 Uhr: Beim gemeinsamen Gang durch die Ausstellung erläutert Tanja Leonhardt ihre Werke, den Entstehungs- und Schaffensprozess.

Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz
Rheinallee 3 B, 55118 Mainz

Donnerstag, 18. September 2025

„Joseph“

In einer Gemeinschaftsproduktion der Buchkünstler Stephan Flommersfeld und Tanja Leonhardt entstand ein ganz besonderes Künstlerbuch zum Thema Demenz, der Titel „Joseph“.
Fotos © Tanja Leonhardt
Dieses Künstlerbuch mit Papercuts (Stephan Flommersfeld), gestaltet von Tanja Leonhardt, wurde jetzt vom Freundeskreis des Klingspor Museums der Stadt Offenbach angekauft.

Samstag, 20. April 2024

Schrift-Performances in Offenbach

Fotos aus den Performances: „Der Prophet fragt nach“ von Tanja Leonhardt und „Mutternacht“ von Sigrid Artman
  • Alles dreht sich spiegelt das ewige Prinzip der sich ablösenden, einander bedingenden und durchdringenden Dualitäten: Licht /Dunkel, Entstehen/Sterben, Tod/Leben, ... verschränkt im endlosen Reigen schreibender Hände, zerreißender Hände. 
  • Aus uralten sumerischen Mythen treten uns die Schattenschwestern Inanna und Ereschkigal entgegen. Heute erkennt die Psychologie den Schatten in jedem einzelnen von uns, in Familien und Gesellschaften. Wie im Mythos geht es auch im eigenen Ich um eine Befriedung der Gegensätze, um das Anerkennen und Würdigen des Andersartigen im Schatten. 
  • Schattenschwester Die Seele ist ein Durchgangsort der Zeit Vielleicht meint Augustinus mit diesem Rätselwort die Unverletzbarkeit der Seele in ihrer Wahrheit als Anteil des Göttlichen. Welches Schicksal wir auch wählen oder uns im Laufe der Zeit zuteil wird - in diesem Denkmodell wird es die Seele lediglich passieren.
Konzepte: Tanja Leonhardt und Sigrid Artmann, Musik: Tanja Leonhardt und Stephan Flommersfeld.
Sigrid Artmann ist Schriftkünstlerin, Autorin und Dozentin aus Ludwigsburg. Für ihren eigenwilligen Stil wurde sie mit hochkarätigen Preisen ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in internationalen Ausstellungen und Sammlungen vertreten.
Tanja Leonhardt, die schon Gast bei den Berliner Pirckheimern war. studierte Schriftkunst in Mainz und arbeitet heute u.a. in den Bereichen Künstlerbuch, Landart und Videopoetry. Sie unterrichtet klassisches und freies Arbeiten mit Schrift und Schrift-Performance. Sie lebt und arbeitet im Rhein-Main-Gebiet. 

4. Mai 2024, 20:30 / 21:30 / 22:30 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, Offenbach

Donnerstag, 4. Januar 2024

Illustration spezial

Das Klingspor Museum begrüßt das neue Jahr mit Feuerzauber: Nach der Renovierungspause lädt es am Freitag, 12. Januar, ab 18 Uhr zur stimmungsvollen Schrift-Feuershow von Tanja Leonhardt und zum geselligen Beisammensein an der Buchbar ein.

Die diesjährige Kinderbuch-Ausstellung zeigt zum 68. Mal aktuelle Kinderbücher aus aller Welt und wirft unter dem Thema "Illustration spezial" einen genaueren Blick auf die Entstehung und die Wirkung der Bilder im Buch.
Kinderbücher erzählen häufig mit Texten, aber die Bilder mischen kräftig mit. Manchmal erzählt die Illustration eine ganz eigene Geschichte, fügt dem Text etwas hinzu oder deutet ihn anders. Auch das Lesen von Bildern will gelernt sein und das Kinderbuch bietet eine erste Möglichkeit, mit künstlerischen Konzepten vertraut zu werden. Doch wie kommen die Illustrationen eigentlich ins Buch? Was ist der Prozess dahinter und wie arbeiten Illustratorinnen und Illustratoren heute. Kann eine Illustration die Wahrnehmung einer Geschichte beeinflussen? 
Bunte Leselandschaften laden ein zum Schauen, Lesen und Entdecken!

Eröffnung: 13. Januar 2024, 11 Uhr, mit einem Neujahrskonzert der Musikschule von Stephanie Fehling
Ausstellung: 13. Januar - 14. April 2024

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, Offenbach

Montag, 18. September 2023

Buchobjekt von Tanja Leonhardt

Die Schriftgrafikerin und Künstlerin Tanja Leonhardt aus Schotten im Vogelsberg, Berlin-Brandenburger Pirckheimer konnten sie im Oktober 2021 in der Stadtbibliothek in der Breiten Straße. erleben und über den Geist der "Mainzer Schule" und ihre Lehrer, insbesondere Franz Müller und Pamela Stokes sprechen, wird ihr neues Buchobjekt demnächst in der Gemeinschaftsausstellung "Tief ins Licht" zeigen.
Tanja Leonhardt, Schiefer-Buchobjekt
Im labyrinthischen Gewölben des Alsfelder „Bananenkeller", einem Industriedenkmal, das drei Stockwerke in die Tiefe führt (also nur für Menschen ohne Klaustrophobie!) werden daneben ihre Höhlenvideos und vieles mehr zu entdecken sein. Videopoetry und Lesungen von Tanja Leonhardt, Aquarelle, Künstlerbuch, Objekte, Fotografien, Licht/Soundkunst.

23. September 2023, 18 Uhr,
sowie 7. Oktober 2023

Bananenkeller 
Marburger Str. 56, 36304 Alsfeld

Sonntag, 14. Mai 2023

in Mainz dabei: Titi Zaadnoordijk

Nun heißt es nicht mehr lange warten auf die nächste, die 26. Mainzer Minipressen-Messe.

Mit dabei ist u.a. die ANDANTE Handpresse von Peter Rensch, die Katzengraben-Presse von Christian Ewald, Christophe Carbenay, Hendrik Liersch mit der Corvinus-PresseDie gläserne Libelle mit Barbara Beisinghoff, Silke Müller mit Erlesenem & der Büchergilde, Annegret Frauenlob, John Gerard mit Paperworks, die Pirckheimerinnen Inka Grebner und Brigitte Iseli-Neustäbler, der Gans Verlag, Anja Harms, Herzattacke, Günther Wilhelm mit Independent Art, der Pirckheimer Ralf Plenz mit dem Input-Verlag, Tanja Leonhardt, der MaroVerlag, Ingo Cesaro, die Pirckheimer Hanfried Wendland mit NeueKleiderDrucke und Peter J. Moosbrugger mit der Pegasus Presse, Hilmar Koch mit der Offizin Schwarze Kunst, die Edition Schwarze Seite mit Eckhard Froeschlin, Andrea Lange mit der Sonnenberg-Presse, der Verlag der neun Reiche des Pirckheimers Steffen Marciniak, natürlich corn.elius, auch die widukind-presse des Pirckheimers Hanif Lehmann.

Auch Titi Zaadnoordijk wird wieder dabei sein, mit ihren Büchern, Karten und andere Sachen. Jeden Tag um 15 Uhr wird es von ihr eine kleine Poesieperformance geben, auf der sie dann ihre neuen, auf Deutsch übersetzten Gedichte lesen wird.
Messe: 18. - 21. Mai 2023

Mainz
Rheingoldhalle und Gutenbergmuseum

Mittwoch, 29. März 2017

Tanja Leonhardt, Scherbenzeit

© Tanja Leonhardt
"Scherbenzeit" - Dieses Künstlerbuch thematisiert die persönliche Handschrift im Zeichen von Bewahren und Vergänglichkeit. Im Klingspor-Museum wird die Schriftgrafikerin und Künstlerin Tanja Leonhardt ausgehend vom Konzept dieses Buches ihren besonderen Zugang zur Schrift und insbesondere zur Handschrift erläutern, dessen Fundament an ihrer Ausbildungsstätte, dem Fachbereich Bildende Kunst der Universität Mainz, gelegt wurde. Wir erfahren mehr über den Geist der "Mainzer Schule" und ihre Lehrer, insbesondere Franz Müller und Pamela Stokes.

Donnerstag, 2. Juli 2015

SchriftStücke

Gesägt, genäht, gebrannt… - es muss nicht immer Papier sein

Tanja Leonhardt
Schriftkunst wird zumeist mit Feder und Papier in Verbindung gebracht. Daneben gibt es jedoch Schrift in vielfältigen anderen, zumal plastischen, Erscheinungsformen. Als Relief und Skulptur, in verschiedenen Materialien und Farbgebungen, entfaltet Schrift ihre Aussage. Die Ausstellung zeigt eine große Bandbreite von Objekten: Holz, mit der Kettensäge bearbeitet, Genähtes, Texte, die mit Hilfe eines Laserstrahls entstanden sind und in Beton gegossene Schriftskulpturen. Gezeigt werden Arbeiten von Tanja Leonhardt, Hans Schmidt, Rudolf Koch, Peter Malutzki und weiteren Künstlern.

Ausstellung: 10. Juli – 23. August 2015

è Klingspor-Museum

Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Dienstag, 7. Mai 2013

... nur für eines Augenblickes Dauer ...

Vier Künstlerinnen, die sich im Bereich der Schriftkunst und Installation, oder im Künstlerbuch hervorgetan haben, schufen eigens für diese Ausstellung Inszenierungen, die betitelt wurde nach einer Zeile aus Hermann Hesses Gedicht „Was der Wind in den Sand geschrieben“.
Tanja Leonhardt, Groß Gerau, lotet die vielfältigen Möglichkeiten von Schrift aus. Ausgebildet bei Pamela Stokes, hat sie die angestammten Felder der Kalligraphie verlassen und beschäftigt sich mit Bestand und Veränderlichkeit von Schrift, sie experimentiert mit ungewöhnlichen Materialien und Schreibwerkzeugen. Ihr neuester Werkzyklus thematisiert die Veränderbarkeit von beschriebenen Seidenfahnen, die in der Natur installiert, den Einflüssen von Wind und Wetter ausgesetzt sind.
Gabrielle Hattesen, Wiesbaden, hat sich an dem Gedicht „Time past long“ des englischen Lyrikers Percy Bysshe Shelley (1792-1822) orientiert. Scherenschnitte dieser Verse hat sie mit der Hand geschrieben. Sie liegen eingebettet in transparenten Ebenen, die wellenförmig einen Turm bilden. Auf diese Weise wird das Gedicht „durchsichtig“. Die damit verbundene Auflösung des ursprünglich allein an die Sprache gebundenen Sinnzusammenhangs führt zu verschiedenartigen, jeweils vom Standort des Betrachters abhängigen, Deutungen.
Ingrid Heuser, Wiesbaden, füllt ihren Raum in der Ausstellung – eng abgestimmt mit der Arbeit von Gabrielle Hattesen - mit lauter amorphen Flugkörpern aus transparenter Folie über Draht. An ihnen schweben Buchstaben und Wörter, entliehen der Geschichte von Christoph Meckel „Brennesseln“. „Sprache ist für mich ein Ort, wo Zeit kristallisiert und in Wortbildungen eine Materialisation entsteht“, erläutert die Künstlerin.
Nora Schattauer schafft Künstlerbücher, deren Seiten eine Dehnung von Raum und Zeit bewirken. Farbflächen von unerschöpflichen Valeurs, die Stille sich sanft bewegender Linien und Muster spannen sich zwischen den Deckeln der Bücher aus. „Das Blatt wird zum Doppelblatt, es beansprucht Raum. Ich lege Doppelblätter ineinander. Oder aneinander. Es gibt einen bestimmten Augenblick, wo ich empfinde: nun wird es“.
 
Ausstellung: 17. Mai bis 7. Juli 2013

Dienstag, 2. Februar 2010

Wozu Handschrift heute?

Tanja Leonhardt:
Reflexionen über Sprache und Schrift

Der Vortrag geht aus der Eröffnungsveranstaltung der siebten „Fachtagung Alphabetisierung“ im Rahmen der UN-Weltalphabetisierungsdekade hervor, die im November 2009 in Hannover stattfand. Die dreitägige Tagung stand unter dem Motto: „Kunst. Kultur. Aktion”., der Grund, weshalb die Schriftkünstlerin gebeten wurde, eine Einführung in das Thema zu geben. Aus der Werkstatt Tanja Leonhardts stammen zahlreiche Projekte, die sie als Expertin für das Thema Schriftkunst und –aktion ausweisen. Gerade auch im Offenbacher Klingspor-Museum fanden denkwürdige Projekte statt (wie etwa: „Lyrik auf nackter Haut“ und „Schrift mit der Kettensäge“).
Auch auf diese nimmt die Künstlerin mit Foto- und Videobeiträgen in ihrem Vortrag Bezug, um die komplexen Verflechtungen von Sprache, Schrift und Seele auf ungewöhnliche Weise anschaulich zu machen.
“Ihre kalligrafischen Arbeiten weisen Tanja Leonhardt als Künstlerin aus. Ihr theoretisches Rüstzeug reicht in die Philosophie und die Schriftgeschichte und führt zu differenzierten Überlegungen zur Wirkweise der Schrift.”
(Dr. Stefan Soltek) aus dem Projekt “Wortgarten”

Mittwoch, 24.02.2010, 19.00 Uhr,
Eintritt: 3 Euro, Mitglieder 2 Euro

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach