Donnerstag, 29. Januar 2026

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Am 29. Januar 1956 wurde die Pirckheimer-Gesellschaft gegründet.

Bereits 8 Monate vor dem offiziellen Gründungsdatum, am 23. Mai 1955, verkündet im Berliner Club der Kulturschaffenden ein Initiativkomitee die Gründung einer »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, doch die Gründungsveranstaltung konnte nicht wie geplant 1955 anlässlich einer Ausstellung zum 150. Todestag Friedrich Schillers in der Bibliothek des Kulturbundes stattfinden, sondern erst im Folgejahr.
von Werner Klemke gestaltetes Logo, lks 1955, rechts seit 1972
Da nach 1945 hatte die bisherigen überregional bibliophil tätigen Organisationen ihren Sitz in der späteren BRD hatten, wurde damit auch in der DDR eine bibliophile Vereinigung ins Leben gerufen. Die »Pirckheimer-Gesellschaft zur Pflege des deutschen Buches im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands«, der dann auch regional tätige bibliophilen Zusammenschlüsse angehörten, wurde 1990 zur »Pirckheimer-Gesellschaft e.V.«; die »Sektion Exlibris« wurde in die entsprechende BRD-Gesellschaft integriert und der »Leipziger Bibliophilen-Abend«, die »Minibuchfreunde«, sowie der »Verein der Graphikfreunde Magdeburg« als eigenständige Gesellschaften wieder aus der Pirckheimer-Gesellschaft ausgegliedert.
Als erste Publikation der Pirckheimer-Gesellschaft erschien zur offiziellen Gründungsveranstaltung am 29. Januar 1956 und mit neuer Umschlaggestaltung die zur Gründung der Gesellschaft anlässlich der Schiller-Ausstellung vorgesehene Schrift von Friedrich Schiller: „Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547“. Das Design dieser Schrift wurde dann wiederum ein Jahr später, im Januar 1957, zur Vorlage der äußeren Gestaltung des 1. Heftes der Marginalien.
lks.: Gabe zum Gründungstreffen
oben: Marginalien #1 (1957), #48 (1972), #47 (1972), #75 (1979)
untere Reihe: #125 (1992), #217 (2015), #256 (2025)

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