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Samstag, 9. Mai 2026

Trauerfeier für Roland R. Berger


Prof. Dr.
Roland R. Berger
ist am 4, April 2026
nach langer schwerer Krankheit
friedlich eingeschlafen.

Christel Berger
Anne Berger und Marc Berger
Lotte Reinke und Paul Berger
Undine Schneider


Die Urnenbeisetzung und Trauerfeier findet am Dienstag, den 2, Juni 2026, um 12 Uhr auf dem Friedhof Pankow III, Am Bürgerpark 24 in 13156 Berlin statt.

Donnerstag, 9. April 2026

Roland Berger (1942 - 2026)

Roland Berger (14.11.1942 - 4.4.2026), Foto 2019 © ad
Am 4. April 2026 ist Prof. Dr. Roland Berger nach langer Krankheit gestorben.

Bücherfreunden ist Prof. Dr. Roland Berger nicht nur als zeitweiliges Vorstandmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft bekannt, wir kennen ihn durch seine Vorträge zur Bildenden Kunst und aus Ausstellungen eigener Werke, durch seinen originellen Neujahrsgrüße, die u.a. in der Edition Schwarzdruck erschienen, und andere Grafiken, wie z.B. zu Jahrestreffen oder den Marginalien.

Die junge Welt veröffentlichte am 9. April einen Nachruf auf Roland Berger von Peter Michel:
Roland Berger gehörte in der DDR zu den aktivsten Mitgestaltern der Grafikedition der jungen Welt. Geboren 1942 in Weinböhla bei Dresden, erwarb er 1972 sein Diplom als Maler und Grafiker an der Kunsthochschule Berlin, wurde 1983 zum Dozenten mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität berufen und bestimmte seitdem das hohe Niveau grafischer Techniken im Osten Deutschlands mit: in der freien Zeichnung, der Lithographie, dem Holz- und Linolschnitt, dem Farblinoldruck, der Frottage, der Farbaquatinta und anderem. Auch plastische Gestaltungen gehörten zu seinen Arbeitsmethoden. Bergers Werke wurden in Berlin, Rotterdam, Mainz, Am-heim, Warschau, Moskau, Banska Bystrica und vielen weiteren Orten gezeigt. Bekannt wurde er mit Arbeiten zu den Werken von Anna Seghers und Franz Fühmann und mit seinen Beiträgen zur Kunst des Exlibris. Seine letzte große Einzelausstellung fand erst vor zwei Jahren im Schloss Oranienburg statt. Am 4. April 2026 verstarb Berger im Alter von 83 Jahren in Hohen Neuendorf. Vielleicht erinnert sich. mancher Leser, der die junge Welt aus den DDR-Jahren kennt, an seine frischen Editionsgrafiken.

1 Kommentar:
15. April 2026: Peter Arlt hat gesagt…
In den vielen Jahrzehnten unserer Bekanntschaft als Kollegen von Einrichtungen, die Kunsterzieher ausbildeten, die wir in unserem Leben der DDR viel zu danken haben, als verlässliche Neujahrsgruß-Verfasser waren wir befreundete Pirckheimer, die auch beim Meißener-Staucha-Treffen zur Freude vieler gemeinsam Grafiken versteigerten. Seine künstlerischen Arbeiten schätze ich, besonders seinen am Stuhl gefesselten "Ikarus" von 1980!

Montag, 16. Dezember 2024

Widerdruckkalender 2025

Er ist nun endlich - so spät wie noch nie - endlich fertig. Und wer schnell (bis zum Mittwoch) bestellt, bekommt ihn nach menschlicher Voraussicht noch bis Weihnachten. Es tut mir furchtbar leid wegen der Verspätung, aber wir hatten gleich mehrere Katastrophen zu bewältigen. Und geloben feierlich: wird nie wieder vorkommen. Aus purem schlechten Gewissen haben wir auch den Preis nicht erhöht … Angesehen werden kann er hier und gekauft werden kann er in unserem Shop.

Das wunderbare Thema lautete diesmal: Es hätte alles ganz anders kommen können. Was einerseits wahr ist, zum anderen ein breites Feld an Weltverbesserung denkbar erscheinen lässt. Diesmal mit ziemlich viel Kleingedrucktem, weshalb die Abbildungen der Kalenderblätter diesmal etwas größer sind.

Das wunderschöne Thema haben sehr vielfältig originell und original(typo)grafisch bearbeitet: Oskar Bernhard (Rehlensche Handpresse Nördlingen), Daniel Kunz (Basel), Birgit Reichert (Sonnenbergpresse Chemnitz), Werner Enke (Harrisfeldwegpresse, Schweinfurt), Jürgen Meyer Jurkowski (Hamburg), Undine Schneider (Berlin), Roland R. Berger (Edition Linksrum, Hohen Neuendorf), Werkdruck (Schweinfurt), Heike Schnotale (Officina Arcana, Pirna) und natürlich Marc Berger (Edition Schwarzdruck, Gransee).

Es wurden wie immer 100 Exemplare im Format von 58 x 21 cm gefertigt, von denen allerdings diesmal noch weniger als gewöhnlich in den Handel kommen. Solange der Vorrat reicht, können Verkaufsexemplare zu Preis von 80 Euro in unserem Shop geordert werden. Die Bestellungen werden in eingehender Reihenfolge bearbeitet. Wenn der Kalender ausverkauft ist, dann ist er ausverkauft.

(Marc Berger)

Dienstag, 21. Mai 2024

Kontinuität und Umbrüche: neuer Katalog Roland R. Berger

Roland R. Berger: Zu Anna Seghers’ Erzählung »Die Reisebegegnung« (2015)
Wer sich an die Grafikeditionen der jungen Welt in der DDR erinnert, dem werden die eindrucksvollen Arbeiten Roland R. Bergers einfallen. Sie bestachen schon damals durch die Vielfalt seiner Gestaltungsmethoden und ihre breit gefächerte Thematik. Jahrzehnte später, am 6. März 2017, schrieb er uns: »Umbrüche in der Gesellschaft provozieren geradezu zwangsläufig und seismografisch Veränderungen, die radikalisierend oder beruhigend ausfallen können. (…) Verdruss und Empörung verlangen andere Ausdrucksmittel als Einverständnis und Zuwendung.«

Nun schickte er uns seinen in diesem Jahr in der Edition Schwarzdruck Gransee erschienenen Katalog »Illus­triertes« – eine Bilanz seines bisherigen Schaffens auf diesem Gebiet. Roland R. Berger ist jetzt 82 Jahre alt, kämpft mit schweren gesundheitlichen Problemen und wird wohl nach dieser Publikation kaum Neues schaffen können. Nicht nur deshalb ist dieser Katalog eine kleine Kostbarkeit. Man blättert und liest darin mit großem Genuss, bestaunt die Vielfalt der künstlerischen Techniken und den Reichtum sowohl der Wirklichkeitssichten als auch der Phantasie.

Die früheste abgebildete Arbeit stammt aus dem Jahr 1967 – ein Gipsschnitt zu Brecht-Songs aus der Dreigroschenoper, die letzte ist ein Blatt für den Kalender 2023 der Edition Linksrum zum 100. Geburtstag von Loriot mit dem Bonmot: »Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Da sind sie tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.« Aus den dazwischen liegenden Jahrzehnten gibt es eine sinnreiche Auswahl von Illustrationen zu Gedichten von Joachim S. Hohmann, Thomas Luthardt und Novalis. Es erscheinen Porträtdarstellungen, Arbeiten zu Anna Seghers, Christa Wolf und zum Nibelungenlied. Das Märchen »Der Holzwurm und der König« von Bernd Schirmer wird ebenso illustriert wie Texte von Wolfgang Kohlhaase, Christoph Hein und Günther Rücker. Es gibt Arbeiten für die Pirckheimer-Gesellschaft und Buchumschläge zur internationalen Literatur. Eine Gruppe von Arbeiten für verschiedene Theater ist ebenso zu bewundern wie Neujahrsgrafiken, Vignetten, Lesezeichen und Exlibris. Damit ist die Fülle des Schaffens von Roland R. Berger nur angedeutet. Es ist eine große Leistung der Edition Schwarzdruck mit ihrem Leiter Marc Berger, ein solches Schmuckstück nach allen Regeln der Buchkunst gestaltet zu haben, mit dem der Sohn den Vater ehrt. Zugleich gibt es Rechenschaft über eine langjährige, achtungsvolle Zusammenarbeit, die bis in die Gegenwart reicht.
Roland R. Berger: Zu Anna Seghers’ Roman »Das Siebte Kreuz« (2017)
Für Freunde grafischer Techniken ist dieser Katalog eine Fundgrube. Da geht es nicht nur um den bekannten Linol- oder Holzschnitt, sondern auch um Kaltnadelradierungen, Kreidelithographien, Zeichnungen für den Rollenoffsetdruck, um Papierschnitte und freie Zeichnungen in Kohle, Graphit und Feder. Schließlich entdeckt man auch die mit viel Einfühlung und genauer Planung verbundene Grafikfrottage.

Seit 1983 war Roland R. Berger Dozent und Professor des Studienganges Kunsterziehung an der Humboldt-Universität Berlin. 1995 erlebte er verbittert die Abwicklung dieses Bereiches. Seitdem war er Oberstufenlehrer in Gransee und Oranienburg und wurde Zeuge des Niedergangs des Bildungssystems. Er fühle sich mehr als Sozialarbeiter, weniger als Lehrer, sagte er damals. Als Dozent bemühte er sich um die Lehrerfortbildung in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Ab 2007 arbeitete er freiberuflich weiter, obwohl er Rentner war. Auch in diesen Jahren bewährte er sich als Künstler, Kunstwissenschaftler, Publizist, Sammler und Laudator.

In seinen Arbeiten mischen sich Ernsthaftigkeit und Spielfreude. Möge ihm beides noch lange erhalten bleiben. Dass Kunst das Leben bereichern, Stellung beziehen und manchen ermutigen kann, selbst künstlerisch tätig zu sein, das hat er als Kunsterzieher jungen Menschen vorgelebt. Sein eigenes Schaffen ist dafür bis heute ein Vorbild. Der letzte Katalog beweist es. Wir hoffen mit ihm, dass ihm die originellen Ideen nicht ausgehen.

Von Maria und Peter Michel Aus: junge Welt, 21.05.2024, Seite 10 / Feuilleton

Roland R. Berger: Illustriertes
Edition Schwarzdruck, Gransee 2024
120 Seiten, 28 Euro

Montag, 29. April 2024

Illustriertes

Roland R. Berger ist nicht vorrangig als »Auftragsgraphiker« bekannt, obwohl er jahrzehntelang immer wieder »im Auftrag« gearbeitet hat. So hat er nicht nicht nur als freier Graphiker, Hochschullehrer und Publizist, sondern neben seinen Arbeiten für die Edition Schwarzdruck auch viele andere gebrauchsgrafische Arbeiten für Verlage, Theater, Privatpersonen, Gemeinschaftsprojekte beigesteuert. Die Grenzen zu seinen freien Arbeiten sind fließend, auch dort gibt es eine große Anzahl Graphiken zur Literatur.
Ein jetzt in der Edition Schwarzdruck erschienenes Buch stellt die eher gebrauchsgraphischen Arbeiten Bergers vor: Illustrationen im engeren Sinne (also den Text fortlaufend begleitende Bilder) und zweckgebundene Arbeiten für Theater, Verlage, Gemeinschaftsprojekte, Vereine und private Auftraggeber. Überraschend ist die Vielfalt der verwendeten Techniken und der Gestaltung.

Roland R. Berger, Illustriertes
Mit einem einführenden Text von Helmut Müller.
Edition Schwarzdruck • Gransee 2024
120 Seiten • 21 x 21 cm • Paperback mit 252 durchgehend farbigen Abb.
ISBN 978-3-96611-028-0 • 28 Euro

Donnerstag, 7. September 2023

Improvisation über TUSBLU

Almut Schlichting improvisiert auf dem Bariton-Saxophon über das Gedicht TUSBLU von Ulrich Goerdten („Lünische Ybungen" 2016, S. 20)

Die Gedichtsammlung "Lürischen Ybungen" von Ulrich Goerdten erschienen bei Marc Berger in der Edition Schwarzdruck als Band 21 der BWL-Reihe in 333 nummerierten Exemplaren und erlebte seine Premiere vor den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen Abend. Für diesen Titel gestaltete wie immer Roland Berger den Schutzumschlag.
 
Im Berliner Acker Stadt Palast sind an drei Tagen im Musikfestival für Solo-Improvisation (Berliner Solo-Impro) insgesamt 15 Künstler zu erleben, die in ganz unterschiedlichen musikalischen Universen zu Hause sind.

Zu Beginn eines jeden Abends steht ein einführendes Podiumsgespräch mit den fünf Musikern, wonach diese nacheinander Solo-Performances von jeweils ca. 20 Minuten geben. Den kontrastreichen Abschluss jedes Abends bildet das gemeinsame Finale: Hier liefern alle fünf Beteiligten eine kollektive Improvisation ab, bei der sie entsprechend aufeinander reagieren müssen, während Sie im Solo-Kontext noch allein mit sich und dem Publikum waren. 

Musikfestival: 13. September 2023 19:30 Uhr

Acker Stadt Palast
Ackerstraße 169/170 10115 Berlin 

Mittwoch, 28. Dezember 2022

P.F. 2023


Unter Sanktionen
und Inflation ist
Lachen demnächst,
wenn überhaupt,
nur noch erlaubt
in dieser Version.

Christel & Roland R. Berger

Sonntag, 4. Dezember 2022

Widerdruckkalender: Früher war mehr Lametta

Thema des Widerdruckkalenders für 2023 vom Schwarzdrucker ist der 100. Geburtstag von Loriot. Es gibt wohl wenige Menschen in diesem Land, die Loriot nicht kennen. Weil er das weit verbreitete Vorurteil, die Deutschen hätten keinen Humor, in genialer Weise widerlegt hat. Die Deutschen können Humor haben - sogar einen sehr eigenen. Neben seinen Cartoons, Filmen, Fernsehsketchen, Trickfilmen hat er auch ein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen. Und dabei auch etliche politische Themen bearbeitet, was leider mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten ist. Aber natürlich in unserem Kalender eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Das wunderschöne Thema haben sehr vielfältig originell und original(typo)grafisch bearbeitet:
Oskar Bernhard
(Rehlensche Handpresse Nördlingen), Daniel Kunz (Basel), Birgit Reichert (Sonnenbergpresse Chemnitz), Annette Vogel (Vogelpresse, München), Werner Enke (Harrisfeldwegpresse, Schweinfurt), Jürgen Meyer Jurkowski (Hamburg), Julienne Jattiot (carpe plumbum, Leipzig), Roland R. Berger (Edition Linksrum, Hohen Neuendorf), Thomas Konietschke (Kaefertalpresse, Eppenhausen), Marc Berger (Edition Schwarzdruck, Gransee) und als neues Gesicht in diesem erlesenen Kreis Heike Schnotale aus Dresden.

Es wurden wie immer 100 Exemplare im Format von 58 x 21 cm gefertigt, von denen allerdings die meisten nicht in den Handel kommen. Solange der Vorrat reicht, können Verkaufsexemplare zu Preis von 80 Euro in unserem Shop geordert werden.
Und, da wir in Zeiten leben, in denen man nicht unbedingt Drucksachen kauft, haben wir die mittlerweile eigentlich auch beim Widerdruckkalender dringend mal nötige Preiserhöhung vorläufig verschoben …

(Marc Berger)

Nähere Infos und Bestellmöglichkeit hier.

Samstag, 18. Dezember 2021

Bibliophiles des Monats

Das erste Jahr, in welchem im Blog der Pirckheimer-Gesellschaft "Bibliophiles des Monats" vorgestellt wurde, geht zu Ende.
Ein Überblick über das Jahr 2021 findet sich hier - vorgestellt wurden in diesem Jahr
Januar - Edition Schwarzdruck: BWL-Reihe (1999ff)
Februar - Pirckheimer-Gesellschaft: 29. Januar 1956 (1955)
März - LBA: Rote Wut und schwarze Galle (1991)
April - Bertolt Brecht: Gegen Verführung (2017)
Mai - BBA: Tellers Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland, 1792 (1928)
Juni - Klaus Waschk: Vor&NachBilder (2021)
Juli - Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft: Bibliophilie (2021)
August - Ulrich Tarlatt: abschied von sara (1992)
September - miley: Ein Tagebuch (2002)
Oktober - Ingo Schulze: Kakoj Koschmar oдer You Are Welcome (2021)
November - Frans Masereel und das Buch (1961)
Dezember - Jacobus Schnellpfeffer: Stecknadeln im Sofa (1997)
Das Spektrum der ersten mit diesem Ehrentitel bedachten Bücher ist zwar bereits annähernd breit gefächert, doch sollte durchaus auch Besonderes aus anderen Sammlungen, wie z.B. Buchobjekte, historisch Wertvolles oder Raritäten der Druckgraphik in dieser Rubrik auftauchen. Wir wissen, die Regalen der Pirckheimer beherbergen viele Schätze und auch Kuriosa.

Obwohl alle Freunde des Bibliophilen aufgerufen waren, Lieblingstitel für diese Rubrik vorzuschlagen und es auch einige Bekundungen gab das zu tun, fehlte es doch an der Tat. Damit nun nicht weiterhin ausschließlich Titel aus der Bibliothek des Blogbetreibers Bibliophiles des Monats werden, ist hiermit jeder (was jede einschließt) angesprochen, entsprechende Vorschläge einzureichen.

Samstag, 17. Juni 2017

Vernissage der Harlekinade

Am Donnerstag, den 15. Juni 2017, fand in der Galerie Ost-Art in Lichtenberg die Ausstellungseröffnung mit einem wesentlichen Teil des Schaffens des Pirckheimers Roland Berger, seiner Harlekinade, statt, eine Ausstellung, die eigentlich schon 2013 gezeigt werden sollte. Vorgestellt werden konnte nur eine kleine Auswahl der Harlekinade, vieles davon aus der 15 Jahre bestehenden Lichtenberger Druckwerkstatt, in der einige der Werke entstanden.
Durch Klick auf die Bildvorschau können einige Fotos (© Abel Doering) von der Vernissage betrachtet werden. Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli zu sehen.

Dienstag, 13. Juni 2017

Harlekinade

Abbildungen von links nach rechts:
»Sketch«, »RolaRola«, »Jongleur mit Kegeln und Kugeln«, »Zauberstab«
Linolschnittgrafiken aus »Harlekinade«, 2010, je 297 x 210 mm

Bereits eine Woche nach Ausstellungseröffnung mit Illustrationen zu Anna Seghers eröffnet der Pirckheimer Roland R. Berger eine weitere Ausstellung: "Harlekinade". Aus der Graphikfolge lag der Linolschnitt "... und tschüss!" den MARGINALIEN Heft 209 bei.
Prof. Dr. Roland R. Berger, 1942 in Weinböhla bei Dresden geboren, legte 1966 sein Staatsexamen als Kunsterzieher ab, war von 1966 bis 1995 tätig im Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität zu Berlin. 1972 erhielt er das Diplom als Graphiker an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, promovierte 1976 zum Dr. phil. und wurde 1983 zum Dozenten und 1985 zum Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit berufen. 1995 war er Lehrer an einer Gesamtschule und Dozent in der Lehrerweiterbildung von Brandenburg, Sachsen und Thüringen.  Roland R. Berger lebt in Hohen Neuendorf bei Berlin. Er arbeitet als Grafiker, Zeichner, Publizist und Kunstpädagoge. Seit 1993 gibt er die EDITION LINKSRUM heraus.

Vernissage: 15. Juni 2017
Ausstellung: 16. Juni - 27. Juli 2017

Galerie Ost-Art
Giselastraße 12, 10317 Berlin

Mittwoch, 31. Mai 2017

Roland R. Berger

Roland R. Berger, Skizze zu "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers
Federzeichnung 2016, 183 x 218 mm
In der Stadtbibliothek Oranienburg wird eine Ausstellung mit Graphiken und Zeichnungen des Pirckheimers Roland R. Berger zu Texten von Anna Seghers zu sehen sein. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Vernissage: 8. Juni 2017, 16 Uhr
Ausstellung: 8. Juni - 1. September 2017


Stadtbibliothek Oranienburg
Schlossplatz 2

Freitag, 5. Mai 2017

Bilder vom Zirkus (2)

Die Eremitage Gransee lädt ein zur zweiten Ausstellung »BILDER VOM ZIRKUS«
Auch am Projekt »48 Stunden Oberhavel«, das am Wochenende vom 26. und 27. August 2017 stattfindet, beteiligt sich der im Hause ansässige V.E.B. Schwarzdruck mit Druckvorführungen und lädt zur Besichtigung des Drucksaales und der Bleisetzerei ein.
Jeweils um 14 Uhr wird in der Galerie ein Rundgang mit Erläuterungen durch die Ausstellung angeboten.
Den »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, den 10. September 2017, macht die Eremitage Gransee von 11 bis 18 Uhr zum »Tag der offenen Druckwerkstatt«.
Drucksaal und Setzerei können besichtigt werden; die eine oder andere Maschine wird vorgeführt und fachmännisch erklärt.
Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

Vernissage: 15. Juli 2017, 16 Uhr, es spricht Prof. Roland Berger
Ausstellung: 15. Juli - 8. Oktober 2017


è Eremitage Gransee
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4a | D-16775 Gransee

Donnerstag, 4. Mai 2017

Ein Illustrator und Gebrauchsgraphiker aus Leidenschaft

Heute wurde in der "Hellen Panke" eine Ausstellung mit Holzstichen, Illustrationen und weiteren Graphiken, Theaterplakaten, Briefmarken und Schallplattenhüllen von Werner Klemke eröffnet. Die Exponate stammen aus Sammlungen von Andre Eckardt, Hans Hübner und dem Pirckheimer Roland Berger. Die Ausstellung enthält auch zwei Informationstafeln zum Film "Treffpunkt Erasmus" von Annet Betsalel, der dort am 28. Juni gezeigt wird.
Die Laudatio (die zentralen Worte waren "Leidenschaft" und "Lust") stammte aus der Feder von Herbert Kretzschmar, der leider seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und die Vernissage wurde durch Musik von Frank-Paul Schubert am Saxophon begleitet.
Die Pirckheimer-Gesellschaft war ständig präsent, sowohl in den Begrüßungsworten und der Laudatio, wie auch persönlich durch viele ihrer Mitglieder.
Einige Fotos von der Vernissage, aufgenommen von Abel Doering, können hier betrachtet werden.


Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Mittwoch, 5. April 2017

Werner Klemke zum 100. Geburtstag

Die "Helle Panke" und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin zeigt aus Anlass des 100sten Geburtstages von Werner Klemke die Ausstellung "Ein Illustrator und Gebrauchsgrafiker aus Leidenschaft" mit Arbeiten aus den Privatsammlungen von Annet Betsalel, Andre Eckardt, Hans Hübner und Prof. Roland R. Berger.
Am Mittwoch, den 28. Juni 2017 wird der Dokumentarfilm von Annet Betsalel "Treffpunkt Erasmus – Die Kriegsjahre von Werner Klemke" gezeigt. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Annet Betsalel (Niederlande).

Vernissage: 4. Mai 2017, 19:00 bis 21:00 Uhr, Laudatio: Harald Kretzschmar
Musik: Frank-Paul Schubert (Saxophon)
Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Dienstag, 13. Dezember 2016

Lürische Ybungen

Marc Berger hat als Band 21 der BWL-Reihe eine Sammlung von Gedichten des Pirckheimers Ulrich Goerdten herausgegeben. Für diese „Lürischen Ybungen“ [sic], die in einer Auflage von 333 nummerierten Exemplaren erschienen, gestaltete wie für die Reihe gewohnt Roland Berger den Schutzumschlag.
Im Nachwort schreibt Goerdten zu seinen Texten: „Zu allen Zeiten hat es Texte gegeben, deren Absicht es war, mit Buchstaben zu spielen und anstelle von Sinn und Gedanken Struktur und Anordnung, Form und Gestalt, rhythmische Gliederung und Klang als Mittel zu verwenden, um nicht nur den Autor sondern auch Hörer und Leser zu erfreuen ....“. BWL, eigentlich „Bibliothek wohldosierter Lakonie“, wurde so für die Nummer 21 zu „Belle Weeble Lebbewee“

Edition Schwarzdruck, Gransee 2016
ISBN:978-3-935194-82-2

Samstag, 20. August 2016

Druck-Graphik aus dem "Tal der Ahnungslosen"

In seiner 17. Ausstellung präsentiert Marc Berger in der Eremitage Gransee Graphiken unter dem Titel "Druck-Graphik aus dem »Tal der Ahnungslosen«".
Gezeigt wird Graphik aus der Sammlung von Roland Berger. Der Titel der Ausstellung ist ironisch und trotzig zugleich gemeint. Druckgraphik aus der Region des Dresdener Elbtales aus den Jahren 1948 - 1990 hat nicht nur eine Jahrzehnte überdauernde solide Tradition als Basis aufzuweisen, sondern auch das seltsam erfrischende Neben- und Miteinander von sachlich-romantischem Weltgefühl und eigenwillig-konstruktiver Selbstbehauptung. Der Sammler selbst wird die einführenden Worte sprechen und Kaffee und Kuchen gibt es in bewährter Weise natürlich auch wieder ...

Eröffnung: 27. August 2016, 16 Uhr
Ausstellung: 27. August - 9. Oktober 2016

è Eremitage Gransee
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4a | D-16775 Gransee

*
Marc Berger

Freitag, 12. August 2016

Jubelrufe aus Bücherstapeln III

Zum 50. Jahrestag der Pirckheimer-Gesellschaft erschienen die ersten Jubelrufe aus Bücherstapeln - nun, im 60. Jahr des Bestehens dieser Gesellschaft, wurde als Jahresgabe für die Mitglieder der dritte Band dieses Almanachs herausgegeben. Er enthält neben Erinnerungen und Berichten aus der Geschichte der Pirckheimer-Gesellschaft Aufsätze zum Thema Menschen, Bücher, Sammlungen und führt die Expressreise durch die Pirckheimer-Geschichte für die Jahre 2006 bis 2016 fort.
Alle Mitglieder der Gesellschaft erhalten diesen bibliophil gestalteten Band mit einem zweifarbigen Linolschnitt von Roland Berger als Lesezeichen (Abb. lks.) und einer Zeichnung von Klaus Ensikat von der Nyloprintplatte gedruckt (Abb. rechts). Die Mitgliederausgabe wurde in einer Auflage von 500 Exemplaren herausgegeben, daneben erschien eine Vorzugsausgabe A in 75 Exemplaren mit 3 zusätzlichen Originalgraphiken von Hans Vent, Kay Voigtmann (der auch den Titel gestaltete - Abb. Mitte) und Wolfgang Würfel. Eine weitere Vorzugsausgabe B in 25 Exemplaren mit 5 zusätzlichen Originalgraphiken der vorgenannten Künstler ist bereits vergriffen. Die Gestaltung und den Druck übernahm Marc Berger, Gransee.

Jubelrufe aus Bücherstapeln III
Hrsg.: Carsten Wurm (i.A. der Pirckheimer-Gesellschaft und gefördert durch die Kulturbundstiftung)
Pirckheimer-Gesellschaft 2016
ISBN: 978-3-935194-79-2

Montag, 4. Juli 2016

Exkursion der Berlin-Brandenburger Pirckheimer

Der Bus war fast voll, der am frühen Samstagmorgen mit zahlreichen Pirckheimern und vielen Gästen vom Alex in Richtung Gransee startete, denn am 2. Juli stand die diesjährige Exkursion der Berlin-Brandenburger Pirckheimer nach Gransee und Bergsdorf auf dem Programm. Nach einer guten Stunde Fahrzeit war die erste Etappe erreicht. Erster Stopp war die „Eremitage“ unseres Mitgliedes Marc Berger, wo für die Hälfte der Gruppe der Besuch der Werkstatt und der am 4. Juni eröffneten Ausstellung „dada ist 100“ - in die uns Roland Berger äußerst kenntnisreich einführte - anstand.
Der zweite Teil der Reisegruppe stieg am Luisen-Denkmal aus und konnte zunächst mit einer Führung das hübsche Städtchen Gransee kennenlernen. Natürlich wurde auch gewechselt und nach einer schmackhaften Stärkung in der Gaststätte „Huckeduster“ starteten wir zum zweiten Programmpunkt in Richtung Bergsdorf. Nach kurzer Fahrt wurden wir dort in der Saalpresse von Angela Schröder und Jürgen Zeidler freundlich begrüßt, die uns in die Geheimnisse des Tiefdrucks und der Lithographie einweihten. Nachdem auch alle unsere Fragen beantwortet waren ging es mit einem kurzen Spaziergang durch das Dorf zum letzten Programmpunkt „Kaffeetrinken“ in das Kurt Mühlenhaupt Museum. Für viele von uns war das riesige Anwesen mit Museum, Kunstscheune, Museumsshop und, und, und … eine große Überraschung.

Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen stärkten wir uns für die Rückfahrt. Unser freundlicher Busfahrer sorgte dafür, dass wir pünktlich um 18 Uhr am Alex wieder aus dem Bus klettern konnten. Leider war uns Petrus nicht die ganze Zeit hold, das schmälerte aber keineswegs die gute Stimmung und die einhellige Meinung war: Das war ein gelungener Tag, mit vielen Eindrücken und guten Gesprächen.
(Ninon Suckow)


... siehe auch Exkursion zu Brandenburger Druckern.