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Donnerstag, 26. Juni 2025

Johanna Binger (ehem. Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz)

Unter dem Titel »Die Welten zwischen den Buchdeckeln« wurde auf bücherHEROES ein Interview mit Johanna Binger veröffentlicht.




Johanna Binger, (ehem.) Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz

© Yvonne de Andrés
Das hat mich in die Buchbranche geführt:
Lange Jahre war ich im Buchhandel in verantwortlicher Position tätig. Den Wunsch selbständig eine Buchhandlung zu führen bot sich mit der Büchergilde – Buchhandlung am Wittenbergplatz an. Ich habe es nie bereut. Diese Welten, die sich zwischen zwei Buchdeckeln verstecken und die Menschen dahinter haben mich immer fasziniert. Es bereitet mir eine große Freude diese Geschichten an Leserinnen und Leser zu vermitteln.

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Sonntag, 9. Juni 2024

Berliner Bücherfest 2024

Fotos © ad / Ralf Parkner
Zwei Tage, die wieder Hoffnung schöpfen ließen für das Buch.

Gut 100 Verlage und 35 Buchhandlungen und Antiquariate präsentierten sich beim Berliner Bücherfest 2024, darunter auch viele Mitglieder Bibliophiler Gesellschaften
Als Organisation von Bücherfreunden war diesmal allein der Freundeskreis Minibuch Berlin, anwesend, darüber hinaus war der Berliner Bibliophilen Abend, wenn auch ohne Stand, auf dem Bücherfest präsent. 
In den Zelten fanden für ein Publikum von ca. 200 Personen rund, teils bis auf den letzten Platz besetzte Lesungen statt, ca. 75 an der Zahl, und es gab an den Ständen und zentral auf dem Festplatz ein Programm für Kinder, sowie durch Buchhandlungen organisiert, teilweise spontan, Autogrammstunden 

Durch Klick auf die Abb. können einige Fotos vom Bücherfest aufgerufen werden.

Donnerstag, 8. Februar 2024

Der Input-Verlag war Gast des BBA

Gestern war der Hamburger Verleger und Autor Ralf Plenz (Input-Verlag) zu Gast beim Berliner Bibliophilen Abend in der Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz.
Thema des Abends war die von ihm herausgegebene Reihe "Perlen der Literatur", in der bisher zu einem 25 Titel erschienen, alle neu lektoriert und in attraktiver Ausstattung im Leinen-Einband mit jeweils individueller Typografie und Bachbinde, sowie speziell gestaltetem Vorsatzpapier und enthalten sorgfältig erarbeitete Vor- und Nachworte.
Ralf Plenz stellte im Besonderen drei Bände aus der Reihe vor: Christian Morgenstern (Palmström, Palma Kunkel, Der Gingganz), Felix Salten (Bambi) und E.T.A. Hoffmann (Meister Floh). Der Verleger brachte die teilweise sehr seltenen frühen Ausgaben mit und analysiert sie. Auch anhand von etlichen Fotos zeigt er, wie in seinem Neuauflagen dieser Bücher entstehen.
Alle, die diesen interessanten Abend versäumen mussten, können diese diese Ausführungen nochmals nachzuhören, allerdings dann ohne die vorgestellten Bücher oder das Bildmaterial zu sehen.

Mittwoch, 17. Januar 2024

Graphik des Monats: Klaus Raasch – Wellenberge

Klaus Raasch – Wellenberge
Bildformat 45 x 22 cm
auf Bütten 53 x 30 cm,
Auflage 40 Expl., sign., num.

Preis: 180 Euro
Das erfolgreiche Projekt Das Meer. La Mer. The Sea. findet mit der Reihe Seestücke eine Fortsetzung. Die Farbholzschnitte entstehen in loser Reihenfolge und sind nicht auf einen konkreten Text bezogen. Sie erscheinen in einem schlanken Hochformat – die Serie wurde im September 2020 anlässlich der Ausstellung »Unterwegs im Meer der Farben« im Museum Wilhelm Morgner Soest vollständig präsentiert.

Jedes Motiv wird in mehreren Druckgängen von den Hölzern abgezogen, der Spannungsbogen reicht dabei von fein nuancierten bis zu sehr expressiven Tönungen. Die Farben werden von Hand angemischt und kommen in vielen transparenten und deckenden Schichten zum Einsatz. Die Verwendung einer hochwertigen Andruckpresse ermöglicht nicht nur äußerst präzise Paßgenauigkeit, sondern auch die Wiedergabe feinster Strukturen.

Diese Präzision ist die Voraussetzung für den Aufbau hauchdünner Farbschichten, die den fertigen Druck wie gemalt, manchmal leicht und schwerelos erscheinen lassen. Ebenso wichtig für das Ergebnis ist ein geeignetes Papier. Hier fiel die Wahl auf das Bütten »Alt Bern« der Firma Zerkall in einer leichten Grammatur von 150 g/qm. Das Material hat eine raue und eine glatte Seite; für den Druck wurde die glatte Oberfläche gewählt.

Klaus Raasch, geboren 1960 in Wanne-Eickel, studierte von 1981 bis 1986 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg Visuelle Kommunikation. Mit Artur Dieckhoff gründete er 1984 die Buchdruckwerkstatt Schwarze Kunst. Seit 1986 ist er als freier Künstler in Hamburg tätig und hat als Grafiker, Drucker und Verleger der Edition Klaus Raasch mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet.

Arbeiten des Künstlers zeigten u.a. das Gutenberg Museum Mainz (2008), die Albrecht Dürer Gesellschaft Nürnberg (1993) und das Druckmuseum Rendsburg (1998). Gesammelt werden sie von der Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Klingspor-Museum Offenbach und dem Museum van het Boek, Den Haag.

Freitag, 15. Dezember 2023

Pirckheimer-Abend im Dezember

Handpressendruck von Bernd Friedrich
Gestern Abend fand der letzte Pirckheimer-Abend der Berlin Brandenburger Regionalgruppe statt, traditionell in der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz bei der Pirckheimerin Johanna Binger.
Und wie immer am letzten Abend des Jahres stellten die Teilnehmer, nach einem ersten Einblick in die Veranstaltungen des Jahres 2024 durch Ninon Suckow, ihre Lieblingserwerbungen der vergangenen Monate vor, so Christel Haacke Erwerbungen von Gerd Mackensen, was Gerhard Rechlin mit der Erwerbung einer Vorzugsausgabe aus dem Hause Jens-Fietje Dwars mit einem Titel ergänzte, dem ein Blatt von Karl-Georg Hirsch beilag, Carsten Wurm sprach über Neuerwerbungen für seine Sammlung Erstausgaben Deutscher Autoren, darunter einen in sorbischer Sprache verfassten Titel von Kito Lorenc, Manfred Kujau zeigte Bücher aus einem jüdischen Nachlass mit einem Exlibris von Heinrich Zille, Abel Doering präsentierte neben der Jahresgabe 2023 des Berliner Bibliophilen Abend seltene Neuzugänge für das BBA-Archiv und Ninon Suckow präsentierte Neuerwerbungen ihrer Inselbuchsammlung.
Als besonderes Bonbon gab es für alle Teilnehmer dieser Adventsveranstaltung von Bernd Friedrich Schulz einen von ihm geschaffenen Handpressendruck mit über 100 Jahren alten Bleilettern und einer Blindprägung: "Weihnachten vor 200 Jahren" von einem Druckstock aus seinem Besitz (Abb. oben).

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Adventsveranstaltung des BBA

Thomas Döring wartete als Gast mit einem Quizz auf, der offensichtlich einiges Kopfzerbrechen verursachte: Dr. Jürgen Ziegler, Matthias Proksch und Jürgen Wilke
Der Berliner Bibliophilen Abend kam am 7. Dezember zu seiner traditionellen Adventsveranstaltung zusammen, diesmal wieder wie vor der Corona-Pause bei Susanne Rothe und dem BBA-Mitglied Ulrich Goerdten.
Thomas Döring, Günter Reichl
Abel Doering zog eine erfolgreiche Bilanz der vergangenen sechs Monate und stellte die Jahresgabe vor, einen Titel von Erich Kästner mit vier Texten zur Bücherverbrennung 1933, gestiftet von der Büchergilde-Buchhandlung von Johanna Binger und als Jahresgabe getrüffelt mit einem (aus einer Serie von drei) Linolschnitten von Steffen Büchner.

In den Vorstand des BBA wurde Maria Bogdanovich gewählt, die damit die bislang nicht besetzte Stelle der stellvertretenden Vorsitzenden ausfüllt.
Matthias Proksch, Detlef Porth, Fotos © ad
1 Kommentar:
09. Dezember 2023: Ulrich Goerdten gesagt…
Die "Möpse von Frau Loriot" stehen auf der Dezemberseite des Widerdruckkalenders von 2023, der vom Schwarzdrucker Marc Berger herausgegeben wurde.

Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abend

Heute wird die Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abend auf der Adventsveranstaltung vorgestellt.
Die diesjährige Jahresgabe des BBA, vier Texte von Erich Kästner Über das Verbrennen von Büchern, greift zurück auf eine Ausgabe der Büchergilde Gutenberg, gestiftet von der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz unseres Mitglieds Johanna Binger.
Der Titel erschienen aus Anlass der vor 90 Jahren erfolgten Bücherbrennung. Auf Seite 40 verweist Erich Kästner auf die Bemühungen von Fedor von Zobeltitz, dem Begründer des BBA, schlichtend nach der Auflösung des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller bei der Vorstandswahl des neu eingesetzten Reichsverbandes zu vermitteln. Es war jedoch bereits fünf Minuten nach Zwölf.
Der Dresdener Künstler Steffen Büchner schuf für diese auf 25 Exemplare limitierten und nummerierten Jahresgabe eine Suite von 3 Porträts des Autors in einer Auflage von jeweils 15 Exemplaren, die von Hendrik Liersch (Corvinus Presse Berlin) gedruckt wurde und von denen ein nummeriertes und signiertes Original der Jahresgabe beiliegt. Mitglieder haben die Möglichkeit, die zwei nicht beiliegenden Porträts zu erwerben, um dann alle drei Linolschnitte der Jahresgabe zu besitzen.

Mittwoch, 29. November 2023

Grafik des Monats der Büchergilde Gutenberg

Die Grafik des Monats Dezember der Büchergilde ist diesmal, pünktlich vor Weihnachten, ein Konvolut aus 5 Jahren Tabor-Originalgrafik-Kalender. Die Grafik(en) des Monats werden von Johanna Binger in der :Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz vorgestellt. 

Diese Kalender der TABOR PRESSE Berlin und des Büchergilde Artclub boten mit je 12 einzeln signierten und nummerierten Originalgrafiken bedeutender Künstlerinnen und Künstler einen außergewöhnlichen Querschnitt durch die zeitgenössische deutsche Kunstszene. Die Grafiken sind lösbar mit zwei säurefreien Klebepunkten auf ein Träger-Papier montiert, das Kalendarium auf das darüber liegende Passepartout gedruckt. Lieferung in stabiler Box.
Je 12 Originalgrafiken im Format: 70 x 50 cm, Auflage: 200 Exemplare. Einzeln signiert und nummeriert zum Preis von 250 Euro pro Kalender, das entspricht einer Original-Grafik für knapp 21 Euro!

Der Tabor-Kalender für das Jahr 2007 strotzt nur so von bekannten Namen: Bernhard Heisig, Hans Ticha Abb.), Volker Pfüller, Gerda Lepke, Gesa Puell, Henning Wagenbreth, dazu die begabten Jungen wie Michael Hegewald, Rebecca Raue, Max Diehl, Stefan Oppermann und Frank Wildenhahn, sowie das „Fräuleinwunder“ Franziska Schaum.

Tabor-Grafik-Kalender 2008 - Lithografien und Farbholzschnitte von Moritz Götze, Fides Becker, Robert Lucander (Abb.), Katrin Stangl, Uros Djurovic, Werner Liebmann, Margarete Lindau, Sebastian Speckmann, Wim Jonkman, Anya Triestram, Rüdiger Giebler und Sooyung Park.

2011 bietet signierte Lithografien und Holzschnitte von K.-H. Hödicke, Karl-Georg Hirsch, Thomas M . Müller, Franziska Neubert, Detlef Karsten, Ralph Kerbach, Franca Bartholomäi, Frédérique Loutz (Abb.), Martin Dammann, Claudia Rößger, B. C. Epker, Jan Muche!

Im Kalender 2018 finden sich Originalgraphiken von: Hans Ticha, Franziska Neubert, Johannes Heisig, Gabriela Jolowicz, Thomas Hornemann, Gerd Rohling, Monika Michalko, Christian Awe, Fritz Bornstück, Julio Rölle, Daniel M. Thurau (Abb.) und Jan Brokof.

Und 2020 enthält Grafiken von Klaus Süß (Abb.), Fides Becker, Reinhard Stangl, Maik Wolf, Tamina Amadyar, Tatjana Doll, Katharina Ziemke, Katharina Arndt, Hanna Hennenkemper, Francoise Petrovitch, Sebastian Meschenmoser und Adam Saks.

Dienstag, 31. Oktober 2023

Adolf Endler - Die Antwort des Poeten

Die Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz des Pirckheimer- und BBA-Mitglieds Johanna Binger bietet monatlich aus ihrer Schatzkammer eine Rarität an, Bücher wie Grafiken.

Für den kommenden Monat ist das der Titel von Adolf Endler - Die Antwort des Poeten, der als 11. Druck der Gutenberg-Presse 1992 erschien, 48 Seiten, Broschur, die typographische Gestaltung übernahm Albrecht von Bodecker.

Endler schrieb diesen Text für die Gutenberg-Presse und bezeichnete ihn als „einen quasi postmodernen-dadaistischen ‚Roman‘ (schon die Genrebezeichnung ist ein Ulk und eine Verhöhnung des Üblichen), der möglicherweise den gebühldeten Biederbäuchen arg gegen den Strich gehen wird.“

Adolf Endler wurde am 20. September 1930 in Düsseldorf geboren und starb am 2. August 2009 in Berlin.

Das Exemplar 592 vom 925 nummerierten Exemplaren kann zum Preis von 24,50 Euro erworben werden.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Lesung am Wittenbergplatz wird verschoben

Vor wenigen Wochen wurde hier auf eine Lesung bei Johanne Binger, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, in die :Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz hingewiesen  
Herausgeberin Annette Seeler hatte zur Vorstellung des neu erschienenen Buches "Gerhart Hauptmann/Käthe Kollwitz – Ja, wir waren jung … jung, sehr jung und wirklich jung" eingeladen.

Leider muss die Lesung wegen Krankheit ausfallen. Die Lesung wird nachgeholt. Ein Termin steht noch 

Donnerstag, 28. September 2023

Ja, wir waren jung …

Johanne Binger hat in die :Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz die Herausgeberin Annette Seeler zu einer Lesung des neu erschienenen Buches "Gerhart Hauptmann/Käthe Kollwitz – Ja, wir waren jung … jung, sehr jung und wirklich jung" eingeladen.

Von Beginn ihres Schaffens an verband Gerhart Hauptmann und die fünf Jahre jüngere Käthe Kollwitz ein reger Austausch und eine künstlerische Freundschaft. Für beide brachten „Die Weber“ ihren künstlerischen Durchbruch: Hauptmann mit seinem Theaterstück und Kollwitz mit ihrem durch das Stück inspirierten Zyklus „Ein Weberaufstand“. Der Austausch der beiden sollte ein Leben lang anhalten. Annette Seeler hat erstmals die erhaltene Korrespondenz von Kollwitz und Hauptmann vollständig zusammengestellt und mit umfangreichem, teilweise kaum bekanntem Material ergänzt. Kenntnisreich erzählt sie vom künstlerischen Werden der beiden und von den privaten und politischen Umständen, die sie zu dem gemacht haben, was sie wurden.

19. Oktober 2023, 19.30 Uhr

:Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Kleiststr. 19 - 21 10787 Berlin

Montag, 4. September 2023

Franziska Neubert - Buchakrobaten

Die Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz von Johanna Binger, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, stellt die "Grafik im September" vor: Franziska Neubert – Buchakrobaten.
Original-Flachdruckgrafik, Druck: Jörg Hensel Leipzig, Bildformat 31,2 x 22,5 cm, Papierformat 40 x 30 cm
Auflage 100 Exemplare, signiert und nummeriert, 98 / 128 €

Die Künstlerin hat eine hohe Affinität zum Buch. Dafür stehen nicht nur ihre herausragenden Illustrationen für die Büchergilde, Joseph Roths „Spinnennetz“ und Arthur Millers „Fokus“. Immer wieder hat sie auch wunderbare Bild-Methapern rund ums Lesen geschaffen, hier nun eine der schönsten: Wenn ein Buch das ist, was ein Paar in riskanter Situation verbindet und zusammenhält, dann weiß man, dass man sich aufeinander verlassen kann. Nervenkitzel soll aber auch dabei sein…
Und, für alle, die jetzt ein Déjà-vu haben: Ja von Franziska Neubert gab es schon einmal zwei Blätter mit dem Titel "Buchakrobaten", und zwar zur leider ausgefallenen BuchDruckKunst 2020.

Franziska Neubert wurde 1977 in Leipzig geboren. Sie studierte Buchkunst und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig u. a. bei Volker Pfüller und nahm dort auch das Meisterschülerstudium auf. 2002 erhielt sie ein einjähriges Stipendium des DAAD und studierte an der Ecole Nationale des Arts Décoratifs Paris. 2005-2007 war sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Thomas Mattheus Müller. Seit 2008 lehrt Franziska Neubert in Dresden. Ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hans-Meid-Förderpreis für Illustration (2009), erschienen in verschiedenen Printveröffentlichungen und waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

Dienstag, 4. Juli 2023

Grafik im Juli: Klaus Böttger – Wilhelm Busch

Klaus Böttger und die Frage nach der Beständigkeit der Kunst

Radierung 1980, Bildformat 31×25,5cm,
Bütten 60×49 cm, Blatt 71/100, 240 Euro
Er war einer der besten Radierer, die Deutschland im 20. Jahrhundert hatte – vielleicht liebten ihn die Götter deswegen zu sehr und holten ihn schon im Alter von nur 50 Jahren zu sich. Das war 1992. Jetzt, 30 Jahre nach seinem Tod und anlässlich seines 80. Geburtstages, kann man sich ansehen, ob das künstlerische Werk Böttgers, das schon Mitte der 1960er-Jahre, während seines Studiums in Mainz, seinen Anfang nahm, vor der Zeit Bestand hat.

In den Sechzigern habe es einen Aufbruch der Künste gegeben, den es so vorher nur in den Zwanzigern gegeben habe – beide Male wäre die Gesellschaft im Umbruch gewesen, meint der Kunsthistoriker Andreas Beitin. Der Vietnamkrieg, die Ästhetik der gegen das kulturelle Establishment gerichteten Popkultur, aber auch die Enttabuisierung des Sex in der öffentlichen Bildkommunikation waren die Themen, denen sich Künstler in Westdeutschland auch schon einige Jahre vor 1968 widmeten.

(Johanna Binger, Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz, gesamter Beitrag hier)

Montag, 19. Juni 2023

Berliner Bücherfest

Die Büchergilde Gutenberg stellte für intersessierte Besucher des nach 15jähriger Pause erstmals wieder stattfindenden Berliner Bücherfestes eine Sonderveröffentlichung zum Gedenken an die Bücherverbrennung im Mai 1933 mit Texten von Erich Kästner zur Verfügung - vor 90 Jahren brannten Bücher bedeutender Autoren hier auf dem heutigen Bebelplatz, der jetzt wieder Ort der Begegnung von Literatur und Leser wurde.

Auf früheren Berliner Bücherfesten begegnete man traditionell auch der Pirckheimer-Gesellschaft, die sich gemeinsam mit dem Hinterhof-Antiquariat vorstellte.
Steffen Marciniak, Verlag der 9 Reiche
Qintus Verlag, André Förster
Das fehlte in diesem Jahr, aber Pirckheimer waren dennoch vertreten, mit einem eigenen Stand, so André Förster mit dem Quintus-Verlag, Steffen Marciniak mit dem Verlag der 9 Reiche, Catharine Nicely mit PalmArtPress oder Johanna Binger mit der Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz.
Johanna Binger, Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Abel Doering, Foto Steffem Marciniak
Wagenbach, Matthes & Seitz, März, Galiani, u.a. mit einem von Kat Menschik illustrierten Titel von Puschkin, Edition Faust mit wunderbar illustrierten Titeln von E.T.A. Hoffmann, kopf & kragen mit dem Künstlerbuch Metamorphosis von Christian Weber - man könnte ewig schwärmen.
kopf & kragen, Metamorphosis von Christian Weber
Catharine J. Nicely, PalmArtPress, Fotos © ad

Freitag, 9. Juni 2023

Berliner Bücherfest

Nach 15 Jahren findet wieder das Berliner Bücherfest auf dem Bebelplatz statt: Ein Festival, eine riesige Open-Air-Buchhandlung und ein ganzes Wochenende lang, um zu schwelgen, zu entdecken und in die bunte, vielfältige Bücherwelt einzutauchen.
Weit über 100 Berliner Verlage und Buchhandlungen sind auf dem Bebelplatz, darunter auch Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, wie die Buchhandlung am Wittenbergplatz mit Johanna Binger, PalmArtPress mit Catharine J. Nicely oder der Verlag Neun Reiche mit Steffen Marciniak.
Endlich ist wieder Zeit, sich über alte und neue Bücher auszutauschen. Oder einfach mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Gibt es ein Bücherfest ohne Autorinnen und Autoren? Natürlich nicht! Auf über sechzig Veranstaltungen können Sie prominenten und jungen Autoren begegnen: Literarische Texte, Krimis, Debatten über gesellschaftliche Themen wie Natur und Umwelt, Flucht und Exil, modernes Leben und die Metropole Berlin stehen auf dem Programm. Für Kinder und Jugendliche sind neben Lesungen auch verschiedene Workshops geboten. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei! 
Der Bebelplatz bietet an diesem Wochenende Leseinseln, um zu verschnaufen und bei kleinen Leckereien den Trubel auf dem Platz zu genießen.

Freitag, 2. Dezember 2022

Rückblick und Ausblick

Gestern Abend trafen sich einige Berlin-Brandenburger Pirckheimer ein letztes Mal in diesem Jahr, wie üblich um sich in der Büchergilde-Buchhandlung bei Johanna Binger über die interessantesten Neuerwerbungen des Jahres auszutauschen.
Obwohl diesmal krankheitsbedingt nur Wenige zusammenkamen ein interessanter Abend mit Informationen zu Kinderbüchern, seltenen Zeitschriften, eine historische Schrift zur Gesundheitsaufklärung, zu Conrad Felixmüller und ein Ausblick auf das Programm des kommenden Jahres, darunter auch ein erster Hinweis auf das nächste Jahrestreffen, das für Ende September in Gotha von Peter Arlt organisiert wird.

Montag, 19. November 2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.
Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Mittwoch, 3. Mai 2017

Hannes Hübner

In der Büchergilde Buchhandlung Am Wittenbergplatz wird eine Ausstellung mit Druckgrafik des 1939 in Leipzig geborenen und in Heidelberg lebenden Hannes Hübner stattfinden.
Der Künstler wird seinen Teil des Verkaufserlöses dem Verein „Die Welt des Lesens e.V.“ zugute kommen lassen. Er möchte damit einen Beitrag zur Leseförderung leisten. Noch ein schöner Grund, diese ungewöhnlichen, facettenreichen Zeichnungen auf sich wirken zu lassen und das eine oder andere Kunstwerk nach Hause nehmen. Sie können sich daran erfreuen und Kinder werden zum Lesen motiviert.
Fast vierzig Jahre arbeitete Hannes Hübner als Architekt. Mit Tuschefüllern und einer Reißschiene entstanden zahlreiche Strichzeichnungen. Rational Geordnetes als Basis für das Bauen von Häusern.
Seit etwa 10 Jahren entstehen Grafiken, die manch Irrationales einfangen. Teils mit Humor. Aber auch Abgründiges findet den Weg zum Licht. Spielerisch entwickeln sich Selbstgespräche auf dem Papier, erwecken Figuren zum Leben. Diese machen sich in einer Vielzahl von Varianten selbständig. Die einzelnen Blätter haben keine Titel. Es sind Illustrationen zu Geschichten, die noch geschrieben werden müssen. Von wem auch immer.

Vernissage: 8. Mai 2017, 19:30 Uhr
Einführung: Günter Rudolf Kokott, Gisela Hübner-Dross liest Lyrik und Prosa
Ausstellung: Mai - 8. Juli 2017
Finissage: 8. Juli 2017, 19:30 Uhr

:Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Johanna Binger GmbH
Kleiststr. 19 - 21 10787 Berlin

Donnerstag, 2. Februar 2017

Druckgrafik heute!

Eine Hochleistungsschau des Büchergilde artclub ist zur Zeit in der Berliner Büchergilde Buchhandlung des Pirckheimer-Mitglieds Johanna Binger zu sehen.
Eva Pietzcker: Mellensee am Abend, Holzschnitt mit Wasserfarben, 2015
Neben vielen eindrucksvollen Grafiken aus unserer Schatzkammer präsentiert die Büchergilde einige neue Holzschnitte von Eva Pietzcker. In dieser Ausstellung ist weitere hochwertige Druckgrafik zu sehen, unter anderem von folgenden Künstlern:
Jim Avignon
Karl Horst Hödicke
Alfred Hrdlicka
Halina Kirschner
Hans-Jürgen Reichelt
Hans Ticha
Julia Weck

Ausstellung: bis 31. März 2017

Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Berlin, Kleiststr. 19 - 21