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Samstag, 1. März 2025

Bibliophiles des Monats: Von Büchern und Menschen

Bibliophiles des Monats März ist, wir befinden uns im 120. Gründungsjahr des Berliner Bibliophilen Abend, die Festschrift für das Gründungsmitglied und ersten Vorsitzenden des BBA, sowie langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft der Bibliophilen, Fedor von Zobeltitz 1857–1934), „Von Büchern und Menschen“, die von Conrad Höfer im Auftrag der Gesellschaft der Bibliophilen herausgegeben wurde, die ihrerseits im letzten Jahr auf ihr 125jährige Bestehen zurückblicken konnte. Die Festschrift erschien 1927 in Weimar im Verlag der Gesellschaft der Bibliophilen,
Das großformatige Buch (4°) mit 377 Seiten ist ausgestattet mit einer signierten Orig.-Radierung von Hans Alexander Müller und 7 Tafeln (davon 2 gefaltet) mit teils montierten Abbildungen auf verschiedenen Papieren. Die hier vorgestellte Vorzugsausgabe aus dem Archiv des Berliner Bibliophilen Abend (Nr. XXXII von LX) ist in Original-Pergament mit Rücken- und Deckelfileten gebunden und mit Kopfgoldschnitt. Weitere 240 Exemplare erschienen als Normalausgabe, arabisch nummeriert, im Halbpergamentband mit goldgeprägtem Rückenschildchen.
lks.: Faksimile der Leipziger Relation 1609
Die Beiträge behandeln Themen der Bibliophilie wie Buchbinder, Sammler, das Antiquariat, Graphik, Illustratoren, Schriftsteller u.s.w. Karl Wolfskehl schreibt über „Sprache und Mundart im Deutschen“, Hans Schulz über „D.B.W. Susers Reise nach Berlin“, C.G. von Maassen übe3r „Chriatian Dietrich Grabbe, Nikolaus Meyer und das Mindener Sonntagsblatt“, Rudolf Payer von Thurn über „Ein kaiserlicher Bibliophile“, Gustav Kirstein zu „Ein Bildnis Paul Heyses von Adolph Menzel“, Friedrich Schulze zum Thema „Das lyrische Selbstbildnis“, Gustav Wahl schreibt „Aus der Geschichte der deutschen Auslandszeitungen“ und Walter von Zur Westen „Der junge Menzel als Gebrauchsgraphiker“, weitere Beiträge sind von Breslauer, Collijn, Loubier, von Maaßen und anderen. Besonders zu würdigen ist die Beigabe eines Faksimiles zum Artikel von Georg Witkowski übe3r „Die älteste Leipziger Zeitschrift“

Montag, 1. Januar 2024

Bibliophiles des Monats - eine frühe Ausgabe für den BBA

Bibliophiles des Monats ist ein Privatdruck des Berliner Bibliophilen-Abends aus dem Jahre 1906: Das Karikaturenbuch des Franz Freiherrn Gaudy, herausgegeben von Fedor von Zobeltitz.
Umschlag der Vorabausgabe für den Berliner Bibliophilen-Abend 1906
Dieser Privatdruck zeugt von der engen Zusammenarbeit des erst einjährigen BBA mit einem Verlag, denn er wurde vom erstem Vorsitzenden des BBA, Fedor von Zobeltitz, noch vor der offiziellen Ausgabe, die im Verlag Ernst Frensdorff im gleichen Jahr erschien, herausgegeben.
Frontispiz der Vorabausgabe
Diese Vorabausgabe für den Berliner Bibliophilen-Abend umfasst 100 nummerierte, kartonierte Exemplare im Format 23,5 x 33 cm, 4 Blätter, 62 Bildtafeln und ist mit der Ausgabe im Verlag Ernst Frensdorff weitgehend identisch.
Neben Gedichten und humoristischen Erzählungen zeichnete der im Biedermeier sehr erfolgreiche Autor Franz von Gaudy auch Karikaturen im Stile von William Hogarth. Diese entstanden teils schon während seiner Militärzeit und persiflieren häufig die konservativen Offiziere der Restaurationszeit. Fedor von Zobeltitz schreibt dazu: "Seine Neigung zur Satire, die in seiner Poesie zuweilen gern das politische Gebiet streift, zeigt sich in diesen lustigen Bildern ebenso wie sein harmloser Humor."
Umschlag und Frontispiz der Ausgabe des Verlags Ernst Frensdorff 1906

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abend

Heute wird die Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abend auf der Adventsveranstaltung vorgestellt.
Die diesjährige Jahresgabe des BBA, vier Texte von Erich Kästner Über das Verbrennen von Büchern, greift zurück auf eine Ausgabe der Büchergilde Gutenberg, gestiftet von der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz unseres Mitglieds Johanna Binger.
Der Titel erschienen aus Anlass der vor 90 Jahren erfolgten Bücherbrennung. Auf Seite 40 verweist Erich Kästner auf die Bemühungen von Fedor von Zobeltitz, dem Begründer des BBA, schlichtend nach der Auflösung des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller bei der Vorstandswahl des neu eingesetzten Reichsverbandes zu vermitteln. Es war jedoch bereits fünf Minuten nach Zwölf.
Der Dresdener Künstler Steffen Büchner schuf für diese auf 25 Exemplare limitierten und nummerierten Jahresgabe eine Suite von 3 Porträts des Autors in einer Auflage von jeweils 15 Exemplaren, die von Hendrik Liersch (Corvinus Presse Berlin) gedruckt wurde und von denen ein nummeriertes und signiertes Original der Jahresgabe beiliegt. Mitglieder haben die Möglichkeit, die zwei nicht beiliegenden Porträts zu erwerben, um dann alle drei Linolschnitte der Jahresgabe zu besitzen.

Freitag, 23. Juni 2023

Alea iacta est

Unter die Auflösungsdebatten des Berliner Bibliophilen Abend wurde ein Schlussstrich gezogen: Der Berliner Bibliophilen Abend wird weiterhin bestehen.
Der BBA ist ein zu schützendes Kulturgut, so wurde argumentiert und, im Gegensatz zu einer der vorhergehenden Zusammenkünften waren sich die Teilnehmer an der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber einig, dass es am Ideal eines Guten Buches eines Fedor von Zobeltitz festzuhalten gilt. Eine 118jährige Kulturtradition darf nicht beendet werden, darüber waren sich die Anwesenden einig, nur weil der bisherige Vorstand an seine Belastungsgrenzen gekommen ist.
Als neuer Vorsitzender wurde gestern einstimmig Abel Doering gewählt, als Vorsitzende der Revisionskommission wurde Ninon Suckow bestätigt.
Abel Doering (lks.) mit dem ehem. Vorstand Dr. Jens Ziegler, Till Schröder und Bernd Illigner (sitzend)

Sonntag, 1. Juli 2012

Bibliographie Gotthilf Weisstein

Von unserem Mitglied Ulrich Goerdten erschien diese Publikation in der Reihe Bibliographie zur deutschen Literaturgeschichte als Band 19

Gotthilf Weisstein (1852-1907), Mitbegründer des Berliner Bibliophilen Abend, war lange Zeit hindurch nur noch den bibliophilen Sammlern und Antiquaren bekannt. Seine umfangreiche Bibliothek war nach seinem frühen Tode zeitweise als Depositum in der Berliner Staatsbibliothek untergebracht. Der 1913 erschienene Katalog der Weisstein-Bibliothek verzeichnet etwa 11.000 Bände in 9.178 kommentierten Titelbeschreibungen. 1933 wurden die Bücher verkauft. Sein übriger umfangreicher Nachlass an Handschriften, Briefen, Portraits und anderen Dingen ist verschollen. Im Gedächtnis der Nachwelt blieb Weisstein nur als korpulentes Berliner Original, dessen Spürsinn als Sammler, dessen geistreiche Witzigkeit und dessen Sprachfehler Fedor von Zobeltitz im Vorwort zu jenem berühmten Bücherverzeichnis geschildert hat. Vom Unfang und den Qualitäten seines wissenschaftlichen und schriftstellerischen Werkes konnte sich niemand bisher eine rechte Vorstellung machen, da es vorwiegend aus Beiträgen zu Zeitungen und Zeitschriften besteht, von denen nur wenige in den Bibliographien verzeichnet sind. Durch die Bibliographie Gotthilf Weisstein soll das Werk dieses jüdischen Schriftstellers für die Forschung und für alle Interessierten wieder zugänglich gemacht werden.

Aisthesis-Verlag 2012
ISBN 978-3-89528-940-8
185 Seiten, kart. EUR 28,-

... Vorwort lesen

Montag, 14. März 2011

BBA-Jahresversammlung 2011

Am heutigen Abend fand die Jahresversammlung 2011 des è Berliner Bibliophilen Abend im Heimatmuseum Charlottenburg statt. Die Anwesenden nahmen den Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Herrn Bernd Illigner, den Bericht des Schatzmeisters Herrn Uwe Domke und den Bericht der Kassenrevision, der in Vertretung durch Frau Gisela Frick vorgetragen wurde, entgegen, bedankten sich für die geleistete Arbeit aller engagierten BBA-Mitglieder und verständigten sich über die Arbeit des BBA in den nächsten Monaten.
Bernd Illigner, Foto © Abel Doering
Anschließend sprach Herr Bernd Illigner über Fedor von Zobeltitz, den großen Bibliophilen und BBA-Gründer, sowie Verfasser von über 100, in seiner Zeit sehr erfolgreichen Büchern. Herr Illigner stützte sich dabei auf die Zobelitz-Autobiographie "Ich hab so gern gelebt", die letztlich die einzige Informationsquelle über von Zobeltitz darstellt und präsentierte seltene und wertvolle Dokumente aus dem Vereinsarchiv des BBA und gern vorgezeigte Stücke aus seiner Privatsammlung.