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Sonntag, 12. April 2026

ein Fest für Bibliophile

Fotostrecke aufrufen durch Klick auf die Abb.
Ein Wochenende voller Begegnungen mit Freunden des Bibliophilen ist in Hamburg zu Ende gegangen, die BuchDruckKunst 2026, erstmals organisiert von Matthias Taube und Annette Kölbel.
Bereits einen Tag vor der Eröffnung der 21. Messe für Druckgrafik, Künstlerbücher und Druckhandwerk war das Museum für Arbeit mit geladenen Gästen gut besucht, das wurde am Wochenende noch getoppt.
Peter Engel und Rudolf Angeli
Neben den Künstlerinnen und Künstlern, die man aus den vergangenen Messen kennt und den neu dazugekommene Ausstellern wird man auf den Fotos Buchschaffende treffen, die seit über einem Jahrzehnt nicht mehr dabei sein konnten. Naturgemäß war die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand, betreut von Rudolf Angeli und Peter Engel auf der BuchDruckKunst präsent, aber auch mit Ständen der Mitglieder wie corn.elius, Ralf Plenz, John Gerard, Rainer Ehrt, Fred Lautsch, dem Verein für die Schwarze Kunst, Rainer Stec, Hanif Lehmann, Henry Günther, Klaus Raasch, Claus Lorenzen, Tina Flau, Hans-Hilmar Koch und Armin Schubert und Franziska Neubert.
Armin Schubert und Abel Doering
3 Kommentar(e):
12. April 2026: Gabriele hat gesagt…
Danke für die tollen Bilder, auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, nicht selbst vor Ort sein und all' die wunderbaren Dinge in Augenschein nehmen zu können!
13. April 2026: Klaus D. Schult hat gesagt...
Danke für den Bericht und die umfangreiche Fotostrecke, die einen sehr guten Eindruck von der Hamburger Veranstaltung vermittelt.
14. April 2026: Astrid Froese hat gesagt…
Es war wirklich wieder ein Fest - für die Sinne und für Herz und Seele!

Freitag, 5. September 2025

Hermann Hesse - Kurgast

Vor einer Woche erschien in der Officina LudiKurgast – Aufzeichnungen von einer Badener Kur “von Hermann Hesse, hundert Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe im Jahr 1925, illustriert vom der Schweizer Grafikerin Karin Widmer.
Die humorvollen und selbstironischen Aufzeichnungen ihres Urgroßvaters Hermann Hesse über seinen ersten Kuraufenthalt in Baden bei Zürich über den Kurbetrieb im Allgemeinen, über seine Mitpatienten und auch über seine eigenen Neurosen und Befindlichkeiten, sind auch heute nach 100 Jahren mit den Illustrationen seiner Urenkelin Karin Widmer im Stil der 1920er Jahre ein großes Lesevergnügen.
Karin Widmer, Hesse-Porträt Strichätzung auf Hahnemühle-Bütten der Ausgabe A
Offsetdruck auf Salzer eos natural 1.5 (120 g/qm). 144 Seiten; 24,5 x 17,5 cm.; illustrierter Einband; Hardcover; Fadenheftung. Mit einem Nachwort von Regina Bucher, der langjährigen Direktorin des Hesse-Museums in Montagnola.
ISBN 978-3-946257-10-3
Buchhandelsausgabe 24,80 €
Karin Widmer, Grafik der Ausg. B im achtfarb. Giclée-Druck
auf 270g/qm Velvet FineArt-Bütten
Vorzugsausgabe (B) in 150 arabisch nummerierten und von Karin Widmer signierten Exemplaren im illustrierten Schuber mit einer beigelegten sign. Grafik (128 €)
Luxusausgabe (A) in 25 römisch nummerierten im geprägten Ganzleder-Handeinband enthalten neben der Grafik noch eine von der Künstlerin aquarellierte Strichätzung (360 €)

Freitag, 11. April 2025

wiedergerlesen: Typoeten

Auf der BuchDruckKunst Hamburg wurde u.a. an die 2011 erschienene Kassette Typoeten mit typographischen Dichterportraits von Ralf Maurer erinnert - Claus Lorenzen präsentierte am Stand der Officina Ludi einige Blätter dieser Kollektion aus der inzwischen vergriffenen Vorzugsausgabe, die in 125 num. Exemplaren erschien. Die Holzkassette der Buchhandelsausgabe ist inzwischen ebenfalls vergriffen, lediglich die Loseblattsammlung ist beim Verlag noch erhältlich.
Dr. Claus Lorenzen am Stand der Officina Lud auf der BuchDruckKunst 2025, Foto © ad
(zum Vergrößern der Graphiken bitte anklicken)
Das Foto zeigt den Pirckheimer Claus Lorenzen mit zwei für die Vorzugsausgabe von Ralf Maurer signierten Blättern, die gegenüber der Buchhandelsausgabe auf schwererem Karton (350 g/m²) gedruckt wurden, mit dem Portrait von Thomas Mann und dem, nur in dieser Ausgabe enthaltenen Blatt zu Heinrich Mann. Beide gezeigten Graphiken konnten jetzt meiner Kassette (unter den Typographien ist auch ein Blatt mit dem Portrait Bertolt Brechts) hinzugefügt werden. Herzlichen Dank!

Freitag, 3. November 2023

Rainer Ehrt illustriert Fjodor Dostojewski

In der Officina Ludi von Claus Lorenzen erscheint in wenigen Tagen „Der Großinquisitor oder die Lust an der Unfreiheit“ von Fjodor M. Dostojewski mit Illustrationen von Rainer Ehrt.

In Dostojewskis berühmter Erzählung „Der Großinquisitor“ als Teil des Romanwerks „Die Brüder Karamasow“ tritt der greise Großinquisitor dem nach fünfzehn Jahrhunderten tatsächlich wieder auferstandenen und unter dem Volk wandelnden Christus entgegen und lässt ihn verhaften, um ihn als Ketzer auf dem Scheiterhaufen der Inquisition verbrennen zu lassen.
Vordergründig ging es Dostojewski dabei um die Kritik am römischen Papsttum und der katholischen Kirche. Seit dem 20. Jahrhundert ist der Text aber zunehmend auch als vorweggenommene Parabel auf den modernen totalitären Staat interpretiert worden. Der Großinquisitor behauptet, dass die Menschen nichts mehr beunruhige und peinige als die Freiheit. Sie würden jedem folgen, der ihnen „Brot“ verspreche und bereit sei, ihnen jegliche Verantwortung für ihr Leben abzunehmen.
„Mache sie satt und verlange dann von ihnen Tugend.“
Insofern ist die Inquisitor-Erzählung gerade heute ein höchst aktueller und brisanter politischer Text angesichts der Tatsache, dass weltweit auch in ehemals demokratischen Ländern zunehmend autoritäre Machthaber und populistische Anführer an die Macht kommen oder sich „Gottesstaaten“ etablieren – oft sogar durch freie Wahlen. Und folgen die Menschen ihren Parolen tatsächlich nur wegen ihrer Versprechen, ihnen „Brot“ – sprich Konsum und soziale Wohltaten – zu verschaffen?
Rainer Ehrt hat den Text (in der modernen Übersetzung von Swetlana Geier) vor allem auch unter diesem Blickwinkel mit seinen farbigen Federzeichnungen und seiner unverwechselbaren Künstlerschrift opulent illustriert, teilweise mit großformatigen doppelseitigen Bildern.Das Buch erscheint in einer Auflage von 1200 Exemplaren, davon 125 arabisch nummerierte und signierte Vorzugsausgaben im illustrierten Schuber mit einer beigefügten signierten Grafik, als Giclée auf hochwertigem FineArt-Bütten gedruckt. (128,.00 €). 25 römisch nummerierte Luxusausgaben in Ganzleder mit Blindprägung und im Schuber enthalten neben der Grafik zusätzlich eine signierte handkolorierte Original-Radierung von Rainer Ehrt (420,00 €).
Der Preis der Buchhandelsausgabe beträgt 26,00 €. ISBN 978-3-946257-09-7
Format 19 x 28 cm; 56 Seiten. Druck auf Munken Print cream 15 (150 g/qm). Fadenheftung mit offener verstärkter Broschur, die wegen des für die großformatigen doppelseitigen Grafiken gewünschten guten Aufschlagverhaltens gewählt wurde, und mit illustriertem Schutzumschlag.
Vorzugsausgabe im Schuber, Abbn. und Foto © Officina Ludi

Donnerstag, 29. Dezember 2022

Der Krieg | Ein Schulaufsatz

Neujahrsdruck zum Jahreswechsel 2022/23 der Officina Ludi

Der Text erschien erstmals unter dem Pseudonym »Maxl« in der Extranummer »Friede« der Zeitschrift Simplicissimus zum Jahreswechsel 1902/03 und dürfte heute trotz veränderter Weltlage in viererlei Hinsieht leider kaum an Aktualität verloren haben. Ludwig Thoma, der für den Simplicissimus über 800 satirische Beiträge schrieb, unter anderem gegen den Adel und den Klerus, nahm als Feldsanitäter am L Weltkrieg teil, wobei offenbar das Kriegserlebnis seine politische Haltung extrem veränderte. Bis zu seinem Tod 1921 schrieb er meist anonym nationalistische und auch antisemitische Hetzschriften, die sein Bild als ehedem populärer Volksschriftsteller in der Literaturgeschichte bis heute maßgeblich negativ geprägt haben. Dennoch sollte dieser kleine pazifistische Schulaufsatz aus den frühen Simplicissimus-Jahren nicht ganz vergessen oder gar »gecancelt« werden, wie man es im heute schon fast üblichen Sprachgebrauch auch formulieren könnte. Deshalb haben wir ihn nun genau 120 Jahre später für die Freunde, der Officina Ludi zum Jahreswechsel 2022/23 im Buchdruckverfahren auf den historischen Maschinen im Hamburger Museum der Arbeit gedruckt.

(Claus Lorenzen)

Dieses satirische Pamphlet gegen den Krieg kann zum Selbstkostenpreis von 10 € plus Porto (frei ab 2 Expl.) beim Verlag bestellt werden.

Montag, 19. November 2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.
Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Mittwoch, 29. März 2017

Auch in Leipzig neu eingetreten ...

... ist Claus Lorenzen, der Inhaber der zum Jahreswechsel 1989/90 gegründeten Officina Ludi. Auf seiner Webseite stellt der Kleinverlag, dessen aufsehenerregende Anthologie "… am Golde hängt doch alles" (Abb.) hier und in den Marginalien Heft 1/2017 vorgestellt wurde, in der reich bebilderten Chronik "Von der Handpresse zum Kleinverlag – eine Wegbeschreibung" über die Entstehung seiner illustrierten Bücher, Einblatt- und Gelegenheitsdrucke und über die Entwicklung der Handpresse zum heutigen Kleinverlag, wobei er vor allem auch die Begegnung und Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern beschreibt, die seine Bücher illustriert und ihnen ein ganz eigenes Gepräge gegeben haben.