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Mittwoch, 1. April 2026
E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“
Sonntag, 1. Februar 2026
Freitag, 3. Oktober 2025
Hamburger Bothe #30
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Die „Empfehlung für den Bibliophilen“ verweist in der Nummer 30 sowohl auf Jean Paul, dessen Todestag sich am 14. November zum 200. Mal jährt, als auch auf die verdienstvolle „Bibliothek Deutscher Klassiker“, in welcher eine zweibändige Auswahl seiner Werke erschien. Und zur bibliophilen Empfehlung des letzten Hamburger Bothen machte Rainer Schmidt wertvolle Ergänzungen, die mir u.a. auch zeigten, dass Hinweise eines anderen Antiquars eigene Recherche nicht ersetzen sollten.
Freitag, 1. August 2025
Kleine Malik-Bücherei
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| Bd 3 mit Signatur Stefan Hermelin |
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| Bd. 19, Slang, Panzerkreuzer Potemkin, Fotos © ad |
- 1. August 2025: Rainer Schmidt hat gesagt…
siehe mein Nachtrag zur Bibliophilen Empfehlung der »Malik-Bücherei«
Sonntag, 1. Juni 2025
Wege und Ziele der Bücherpflege
Das 27 x 19,5 cm große, fadengebundene, ursprünglich nicht aufgeschnittene 20seitige Heft, 1931 gedruckt, wurde von Kommerzienrat Dr. h.c. Alfred Neven DuMont gestiftet. Als Schrift wurde von Prof. Heinrich Hußmann aus Köln die Unger-Fraktur gewählt. Er gestaltete auch den Umschlag mit dem, von zwei Grazien gehaltenen Logo der Bibliophilen-Gesellschaft Köln (siehe Abb.). Das Papier für den Umschlag stiftete »Handgeschöpft Bütten J. W. Zanders, Bergisch Gladbach« und für den Text »« »Zerkall-Bütten Papierfabrik Renker & Söhne, Zerkall bei Düren«.
Als bibliophile Empfehlung wird hier das Exemplar Nr. 156 aus dem Archiv des Berliner Bibliophilen Abend vorgestellt. Dieser Druck wurde von den Kölner Bibliophilen den Teilnehmern zum 30. Stiftungsfest des Berliner Bibliophilen-Abend am 16. März 1935 überreicht. Dem BBA, der bereits 1933 mit Hitlers Machtergreifung unter das Dach der Gesellschaft der Bibliophilen eingegliedert wurde und der damit schon nicht mehr als eigenständige Bibliophilen-Vereinigung bestand, gehörten 1930, also in seinen besten Jahren, über 160 Mitglieder an, er hatte zum besagten Gründungsfest 1935 nur noch 44 Mitglieder. Trotzdem finden sich im Archiv eingeklebte Hinweise zu Stiftungen aus diesem Anlass in erstaunlich vielen anderen Exemplaren von bibliophilen Partnergesellschaften, Druckereien und Verlagen. Auch dieses Widmungsblatt machte den vorgestellten Druck zur bibliophilen Empfehlung, gibt es doch einen Hinweis auf das erste Logo des BBA.1988 erschien ein Faksimile-Druck dieser Schrift der Bibliophilen-Gesellschaft Köln, die Gesellschaft selbst hat die Zeiten jedoch nicht überstanden. Sie löste sich nach 80 Jahren endgültig auf und ihre Tradition wird seitdem vom neugegründete »Studienkreis Buchkultur« der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft fortgeführt.
Dienstag, 1. Oktober 2024
„Unheimlichen Geschichten“ von Edgar Allan Poe
Aus der Vielzahl buchkünstlerisch hervorragend gemachter Ausgaben soll hier eine aus jüngster Zeit vorgestellt werden, die in der Reihe Illustrierte Lieblingsbücher als Band 5 im April 2018 im Galiani Verlag Berlin erschienenen Auswahl „Unheimlichen Geschichten, ausgewählt von Fjodor Dostojewski“, illustriert von Kat Menschik.
Die drei, von Steffen Jacobs übersetzten düstere Erzählungen, in dieser Zusammenstellung auf Deutsch erstmals herausgegeben, erlebten bislang 3 Nachauflagen, farbig illustriert, OPp. 89 S., 3 Bl. 8°.Kat Menschik, Pirckheimern nicht zuletzt bekannt als Nachfolgerin Werner Klemkes, sie führt erfolgreich die Titelillustrationen des „Magazin“ weiter, ist Freunden des gut gestalteten Buches vor Allem durch ihre „Lieblingsbücher“ bekannt geworden, in dieser Reihe illustrierte sie neben Edgar Allan Poe auch Franz Kafka, E.T.A. Hoffmann, Alexander Puschkin, Tschingis Aitmatow und andere.
Die früh ausliegenden Weihnachtsangebote erlauben den Hinweis, dass diese „Empfehlung“ gleichzeitig auf eine mögliche Gabe hinweisen kann, um die Liebe zum Buch an die nachrückenden Generationen weiterzugeben.
Donnerstag, 1. August 2024
Bibliophiles des Monats: „Der verwundete Sokrates von Bertolt Brecht“
1989 wurde der Titel im Kinderbuchverlag Berlin aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Verlages nochmals als Reprint der Auflage von 1949 herausgebracht.
Zu Bertolt Brecht muss man an dieser Stelle sicher nicht viel sagen, waren doch Bücher von ihm, illustriert von Rainer Ehrt, Hans Ticha, oder Hanfried Wendland schon Bibliophiles des Monats im Blog „Informationen eines Pirckheimers“ und im anderthalb Jahrzehnte von mir betriebenen Pirckheimer-Blog.
Samstag, 1. Juni 2024
Bibliophiles des Monats: „Engel der Geschichte“ von HAP Grieshaber
Die Werke von HAP Grieshaber, der sich u.a. auch für den Brückenschlag zwischen den beiden deutschen Staaten DDR und BRD einsetzte, gehörte schon immer auch bei Pirckheimern und anderen Bibliophilen zu den gesammelten Künstlern. 1973 konnte diese Gesellschaft das Epitaph für Allende: "Denn du wirst Grab der Freien sein oder Asyl vor Knechtschaft" als Jahresgabe ausreichen (das Blatt wurde im Juli 2023 als Bibliophiles des Monats vorgestellt) und selbst den Marginalien lag eine Grafik des Künstlers bei. Der Mentor der Bücherkinder Brandenburg Armin Schubert führte zum 90. Geburtstag von HAP Grieshaber die Reihe mit dem Projekt „Engel der Geschichte - ein Jugendengel“ fort, an dem u.a. Volker Braun, Christa Wolf, Friedrich Schorlemmer, Margot Fürst, Nuria Quevedo und viele Jugendliche mitgewirkt haben. Seitdem trägt der Gutenberg-Druckladen der Galerie Sonnensegel, in welchem die Bücherkinder Brandenburg ihre Graphiken drucken, als Logo einen von HAP Grieshaber geschaffenen Holzschnitt.
Die hier als bibliophile Empfehlung vorgestellte Publikation „Engel der Geschichte Nr. 22“ erschien 1975 in Folio (43 x 30,5 cm), gebunden im Pappband, enthält auf 19 Seiten in 10 Blättern 4 Original-Holzschnitte von HAP Grieshaber und ein doppelblattgroßes Flugblatt für Wahlhelfer "Ein Stein aus Barmherzigkeit" von Johannes Poethen, sowie Beiträge von Walter Benjamin, Charlotte Christoff, HAP Grieshaber, Margarete Hannsmann und Johannes Poethen. Das Heft erschien 1975 im Verlag Claassen in Düsseldorf, die Gesamtherstellung besorgte die Buchdruckerei Wilhelm Röck in Weinsberg.Montag, 1. April 2024
Bibliophiles des Monats: Karl Kraus, Ausgewählte Werke in 5 Bänden
Ausgewählt wurde dafür die im „Verlag Volk und Welt“ 1977/78 herausgegebene fünfbändige Ausgabe seiner Ausgewählten Werke. Die Ausgabe besteht aus drei Bänden seiner, häufig in „Die Fackel“ veröffentlichten Texte, Band 4 enthält seine Aphorismen und Gedichte und Band 5, der in zwei Halbbänden erschien, das noch nie komplett aufgeführte Drama „Die letzten Tage der Menschheit“, sowie einen Kommentar zu diesem Drama.
Diese Ausgabe wurde von „Volk und Welt“ auch für den „Albert Langen – Georg Müller Verlag München“ in gleicher Ausstattung produziert, neben einem Hinweis im Impressum wurde hierbei lediglich auf dem Schutzumschlag der Name des Verlags ausgetauscht. Auf diese Weise kam es zu der „gesamtdeutschen Ausgabe“ in meiner Bibliothek, wie sie auf dem Foto zu sehen ist.
Donnerstag, 1. Februar 2024
Bibliophiles des Monats: Zu Klopstocks 200jährigem Geburtstage ...
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| Innentitel / Zeichnung des Klopstockhauses von Wilhelm Steuerwald |
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| Zu Klopstocks 200jährigem Geburtstage 2. Juli 1924 |
Freitag, 1. Dezember 2023
Bibliophiles des Monats: 82. Veröffentlichung der Edition Mariannenpresse
Das Buch wurde hergestellt in der Druckwerkstatt im Bethanien, allen Freunden des Bibliophilen als Ort der artbook.berlin bekannt, die Handbindung wurde von Hendrik Liersch, der heute die Corvinus Presse betreibt, ausgeführt.
Das vorgestellte Exemplar XI ist sicher auch wegen der humorigen Widmung für Gregor Laschen (1941 - 2018) interessant:
Vor 15 Jahren, zum Ende des Jahres 2008, endete die Ära der Edition Mariannenpresse, es erschien 2009 nach 30 Jahren die letzte, die 130. Edition als „Kondolenzbuch“: Aus gepresst - Almanach der Edition Mariannenpresse.
Sonntag, 1. Oktober 2023
Bibliophiles Des Monats: Goethe in Dachau
Vor 75 Jahren wurde in der Sowjetischen Besatzungszone ein eher schmuckloses, aber dennoch gewichtiges Buch mit 318 Seiten in einem Papp-Einband herausgegeben. Auch wenn man ihm den bibliophilen Charakter auf den ersten Blick nicht ansieht, die Ausstattung ist dem Erscheinungsjahr geschuldet, doch aus den Nachkriegsjahren überstanden die Zeit nur in wenigen Exemplare, weshalb der Titel allein aus diesem Grund als bibliophil eingestuft werden kann.
Nico Rost hatte seine Aufzeichnungen heimlich im Konzentrationslager Dachau angefertigt und nach der Befreiung, zurückgezogen in den Ardennen, redigiert. So entstand „Goethe in Dachau“, ein Klassiker unter den KZ-Berichten. Dieses, von seiner Ehefrau Edith Rost-Blumberg ins Deutsche übersetzte und von Johannes R. Becher unterstützt in der SBZ herausgegebene Buch wurde zuvor 1946 auf Niederländisch im Amsterdamer Verlag L.J. Veen’s veröffentlicht. Es erschien in der Folgezeit, unter anderem auch mit einem Vorwort von Anna Seghers, insgesamt in 18 Auflagen und Übersetzungen, 1999 erneut bei Volk und Welt, zuletzt 2016 auf Katalanisch.
Nico Rost, Kommunist und Anarchist, der 1948 anlässlich des Erscheinens von „Goethe in Dachau“ in die SBZ auswanderte und dort, wie schon vor seiner Inhaftierung durch die Gestapo in Brüssel, als Kulturjournalist arbeitete, musste der DDR aufgrund politischer Differenzen und infolge von Denunziation bereits 1951 den Rücken kehren. Endgültig brach er mit der Kommunistischen Partei nach der Niederschlagung des Volksaufstandes in Ungarn.
Samstag, 1. April 2023
Bibliophiles des Monats: Sammlung Dieterich
2023 begehen wir den 300. Geburtstag von Melchior Grimm. Bislang von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, verdient dieses Jubiläum von Pirckheimern besonderes Augenmerk: der am 16. September 1723 in Regensburg geborene Melchior Grimm starb 1807 in Siebleben, einem heutigen Ortsteil von Gotha, also dem Ort des nächsten Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft.
Die 1937 von Wilhelm Klemm gegründete, gemeinsam mit Rudolf Marx ursprünglich als Taschenbuch herausgegebene „Sammlung Dieterich“ erschien nach Ende des 2. Weltkrieges in der BRD bei Schünemann in Bremen und von Klemm bis zur Verlagsschließung 1955 in Wiesbaden; in der DDR betreute Rudolf Marx die Reihe erfolgreich in der Leipziger Dieterich´schen Verlagsbuchhandlung, bis diese 1977 in den Gustav Kiepenheuer Verlag eingegliedert wurde.
1956 wurde die Sammlung Dieterich der Verlagsbuchhandlung Leipzig, die traditionell angelehnt u.a. von der Graphikerin Renate Schiwek, von Horst Adler und Eberhard Kahle gestaltet wurde, beispielhaft mit den Nummern 109 (Englische Gedichte aus sieben Jahrhunderten), 157 bis 159 (Adalbert Stifter: Gesammelte Erzählungen) und 140 (Nathaniel Hawthorne: Der scharlachrote Buchstabe) im Wettbewerb „Schönste Bücher der DDR“ ausgezeichnet.
Mittwoch, 19. November 2014
Buchempfehlung: Schatzkammer der Revolution
In der Zeit nach der Oktoberrevolution haben Künstler wie Wladimir Majakowski, El Lissitzky und Wladimir Lebedew in der jungen Sowjetunion zusammen mit Dichtern wie Daniil Charms, Samuil Marschak und Kornei Tschukowski Kinderbücher entworfen, die dem Formenkanon von Futurismus und Konstruktivismus verpflichtet waren. In diesen avantgardistischen Kinderbüchern, die das Weltbild einer neuen Zeit manifestieren, werden Postboten die neuen Prinzen, Eisverkäufer die neuen Zauberer und Feuerwehrmänner die neuen Helden.
Russische Kinderbücher von 1920-1935: Bücher aus bewegten Zeiten.
Hrsg. von Julian Rothenstein, Olga Budashevskaya. Zürich 2013.
Mit einem Vorwort von Philip Pullman.
19,7 x 26,6 cm. 312 S. mit 339 Abb. Künstlerverzeichnis und Bibliografie.
Fester Einband. Text in deutscher Sprache.
ISBN 978-3037783436
Preisbindung aufgehoben, ursprünglich 60 Euro,




















