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Sonntag, 11. Oktober 2026

Kater Murr und Johannes Kreisler – Eine illustrierte Begegnung

© Steffen Faust, Kater Murr | © Stephan Klenner-Otto, Kapellmeister Kreisler
Zum 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns steht sein berühmter Roman “Lebens-Ansichten des Katers Murr” im Mittelpunkt einer besonderen Künstler-Lesung, die in Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin, der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend stattfindet.

Stephan Klenner-Otto illustriert die Welt des Kapellmeisters Kreisler, Steffen Faust die des Katers Murr. Lesung, Bilder, Live-Druck und -Zeichnung verbinden sich am 30. November – dem Todestag von Hoffmanns eigenem Kater Murr – zu einer ungewöhnlichen künstlerischen Beschäftigung.
Jörg Petzel führt in den Abend ein. Zum Abschluss wird das Gesehene selbst zum Kunstwerk: Steffen Faust zeichnet den Kater Murr, während Stephan Klenner-Otto den Kreisler druckt.

30. November 2026, 18 Uhr, Um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor-Fontane-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Freitag, 14. August 2026

Save the Date: 30. November

v.l.n.r.: Steffen Faust, Stephan Klenner-Otto, Jörg Petzel
Aus Anlass des 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns wird es in der Staatsbibliothek zu Berlin in Kooperation mit dem Berliner Bibliophilen Abend eine besondere Begegnung mit dem berühmten Roman Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern geben, gestaltet von Steffen Faust, Stephan Klenner-Otto und Jörg Petzel, wozu gestern in der Staatsbibliothek letzte Absprachen erfolgten.

Die Veranstaltung wird am 30. November stattfinden, 1821 der Sterbetag des Katers, zu dem E.T.A. Hoffmann eine private Traueranzeige verfasste.

Näheres zu gegebener Zeit hier.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Libation am Grab von E.T.A. Hoffmann

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann traf sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.
Jörg Petzel hält die Grabrede des Kater Murr

Mittwoch, 1. April 2026

E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“

Im Jahr des 250. Geburtstages von E.T.A. Hoffmann am 24. Januar soll mit dem Bibliophilen des Monats an den Verlag „Serapion vom See“ von Michael Duske erinnert werden, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte - Künstlerbücher und Mappenwerke, u.a. von Michael Knobel, Anke Dziewulski, Stephan Klenner-Otto oder Horst Hussel, auch einen Faksimile-Druck nach einem Skizzenbuch von Fritz Fischer. Der zwischen 1995 und 2010 aktive Verlag ist inzwischen erloschen, der Verlagsinhaber, das ehemalige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, lebt in einem Berliner Pflegeheim.

Michael Duske stellte, gerade eben, weil Hoffmann bereits oft illustriert wurde, an die Editionen seines Verlags hohe Ansprüche und verwendete möglichst klassische Originalgrafik wie Radierung, es sind somit jeweils seltene Originalkunstwerke in Buchform.
Als Bibliophiles des Monats, gleichzeitig die Empfehlung für den Bibliophilen des Hamburger Bothen, wird hiermit Band II der „Berlinische Geschichten“ vorgestellt, eine Graphikmappe, die E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Die Brautwahl“, illustriert von Steffen Faust enthält; Band I dieser Reihe war „Aus dem Leben eines bekannten Mannes“, illustriert und gestaltet von Xago.

Die 2001 erschienen Mappe „Die Brautwahl“ enthält neun Farbradierungen von Steffen Faust, alle vom Künstler betitelt, nummeriert und signiert. Die Titelgrafik wurde handkoloriert. Ein zehnseitiges Beiheft erläutert die Graphiken im Format 20 x 15cm, Blattgröße 28 x22cm, in einer handgearbeiteten Flügelmappe mit Fenster für das Aquarell. Diese Grafiksuite erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und 10 Künstlerexemplaren. Acht Exemplare enthalten zusätzlich einen Farbentwurf zu einer Einzelradierung.

Freitag, 13. März 2026

Schnurrpfeifenkarussell beim BBA

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten am 12. März in der Staatsbibliothek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Dr. Fritz Jüttner, Dr. Dr. Bernd Hesse, Steffen Faust, Abel Doering, Jörg Petzel
Inspirierend und amüsant!

Freitag, 27. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi Kulturwerk „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna Rozenfeld „Knacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Michael Bensman, Ralf Parkner, Fotos © ad

Sonntag, 25. Januar 2026

Tischkarten für E.T.A. Hoffmann

Steffen Faust gestaltete zum 250. Geburtstag des heute Geehrten Tischkarten zum gemeinsamen Essen der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft.

Montag, 13. Oktober 2025

„Töne im Tumult“

Auf dieses Buch zu E.T.A. Hoffmann wurde ich zuerst aufgrund der Zeichnungen von Steffen Faust aufmerksam, ein ausgewiesener Illustrator dieses universellen Künstlers und Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, der hier in den „Informationen eines Pirckheimers“ schon häufiger Erwähnung fand. Solch ein Buch will jedoch nicht nur betrachtet, sondern, zumal von einem Freund der Texte Hoffmanns vor allem gelesen werden, diese Lektüre führte zwangsläufig zu einer Buchempfehlung:

„Töne im Tumult. E.T.A. Hoffmann in Sachsen“ behandelt einprägsam einen kurzen, dennoch typischen, Abschnitt eines Künstlerlebens, in dem unter anderem trotz aller Entbehrungen, Schwierigkeiten und Komplikationen der „Goldene Topf“ und seine Oper „Undine“ entstanden. Kenntnisreich und mit eingestreuten Zitaten begleitet die Autorin Lydia Schieth, Germanistin und Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, dessen Flucht aus Bamberg im April 1813 und sein Wirken in Dresden und Leipzig in den Wirren des Napoleonischen Befreiungskrieges bis zu seinem Aufbruch Ende September 1814 nach Berlin.
Diese, in einem flüssigen Stil daherkommende Erzählung ist gleich dreifach empfehlenswert, zum einen ist die Erzählung ein Ansatz, die Mühen künstlerischen Schaffens zu verstehen, welche häufig zeitlos und damit auch aktuell gültig sind, darüber kann man tief in die Historie der Befreiungskriege in Sachsen eintauchen und natürlich erhält man einen kleinen Einblick in das Werk des Komponisten, Dichters und Juristen E.T.A. Hoffmann und lernt dessen Gefühls- und Arbeitswelt kennen. Gerade letzteres ist sicher Impuls, sich stärker mit den Werken dieses Künstlers zu beschäftigen - eine Empfehlung nicht nur für Eltern, die bei ihren Heranwachsende kulturelle Begeisterung wecken möchten.

Lydia Schieth, Töne im Tumult
Ill. Steffen Faust
Noack  Block, Berlin 2025
Broschur, 227 S.
ISBN 978-3-86813-221-2

1 Kommentar:
16. Oktober 2025: Bücherfreundin hat gesagt…
Diese Empfehlung werde ich an Kolleginnen und Kollegen weiterreichen, die sich noch nicht, so wie ich, im Ruhestand befinden.

Montag, 6. Oktober 2025

E.T.A. Hoffmann & Kater Murr

Noch war nicht das lang erwartete Heft 1/2025 der von Curt Visel begründeten, später von Jürgen Schweitzer betreute und inzwischen von Rainer Stec herausgegebenen Graphischen Kunst im Briefkasten, aber, sozusagen um die Wartezeit etwas zu versüßen, erhielt ich heute von Steffen Faust (Frankfurt/O) dessen Einblattdruck, der der Illustration 63, de facto ein Vorläufer der Graphischen Kunst, in Heft 2/2003 beilag. Diese exquisite Werbezeitschrift von Curt Visel über die Buchillustration mit Aufsätzen über Künstler und Editionen, mit Künstler-Bibliographien, sehr vielen Buchrezensionen u.v.m. erschien von 1963 - 2003 und wurde dann in die Graphische Kunst integriert.
Der Original-Holzschnitt „E.T.A. Hoffmann & Kater Murr“ illustriert „Unterdrücktes des Autors“ aus dessen satirischen Roman „Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern“.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Töne im Tumult

Heute trafen sich Mitglieder der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft mit weiteren Bibliophilen im Berliner Ännchen von Tharau zur Buchpremiere „Töne im Tumult“ von Lydia Schieth, illustriert von Steffen Faust.
Die Erzählung, „die Hoffmann zu historischen Schauplätzen, in die Wirtshäuser voller Debatten, zur riskanten Liaison mit der so ehrgeizigen wie dubiosen Sopranistin Clarissa folgt“ (aus dem Klappentext), erschien bei Noack & Block, Berlin.
Bernd Hesse, Lydia Schieth, Jörg Petzel
Steffen Faust, Lydia Schieth, Abel Doering | Lydia Schieth, Ralf Parkner

Dienstag, 19. August 2025

E.T.A. Hoffmann – Highlights aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin lud ein zu einer Präsentation von Highlights zu E.T. A. Hoffmann aus ihrem Bestand, darunter z.B. ein Brief von Hoffmann an Adalbert von Chamisso mit dem Inhalt:
sitzend: Steffen Faust (lks,) und Jörg Petzel
Recht herzlich bitte ich Sie, teuerster Freund! Morgen, den 24. Jaqn: d(es) J(ahres) mit einem frugalen Abendbrot bei mir vorlieb zu nehmen. Fouqué, Hitzig, Neumann vielleicht auch Devrient sind bei mir; es ist mein Geburtstag! -
Jede andere Einladung, die Sie für Morgen erhalten haben könnten wird Kraft dieses für ungültig erklärt.
Vale faveque
Hoffmann
d. 23. Jan 19
Ralf Parkner (lks.) und Dennis Schäfer (stehend)
Ursula Jäcker
, Leiterin des Archivs, und Dennis Schäfer präsentierten die Stücke, unterstützt von Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, durch dessen Hände viele der vorgestellten Preziosen der Staatsbibliothek gingen, sowie von Steffen Faust, einem der gegenwärtigen Illustratoren des Autors.
Exlibris H.D.E. Holzhausen von Xago


Die Sammlung der Staatsbibliothek wurde in den letzten Jahren durch die Eingliederung der Sammlung Hans-Dieter Holzhausen († 2013), dem langjährigen Vorsitzenden der Berliner Gruppe der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, und Michael Duske (Serapion vom See) ergänzt.

Ralf Parkner und Steffen Faust, Fotos © ad
3 Kommentare:
19. August 2025: Wolfgang Opel hat gesagt…
Schade, dass solche interessanten Veranstaltungen gerade im Hochsommer in der Urlaubszeit stattfinden.
19. August 2025: Brigitte Iseli-Neustäbler hat gesagt ...
Schade, dass solche interessanten Veranstaltungen für mich garnicht infrage kommen, weil ich 1000 Kilometer entfernt bin! Mir wäre das Wetter egal
19. August 2025: Ralf Parkner hat gesagt…
Danke, lieber Abel für die schönen Fotos - viel besser wie meine diesmal.

Sonntag, 18. Mai 2025

Traumtänzer & Glücksgötter

Das war heute wieder eine gelungene Vernissage in der Spectrum Galerie Kunigam in Frankfurt (Oder)!
Rainer Ehrt stellt dort ab dem 17. einen schönen Querschnitt seiner Werke aus. Der Andrang war groß; die Sitzplätze haben nicht ausgereicht. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Uwe Stroner und Jule Novelle.
Eine schöne Gelegenheit, viele Freunde und Bekannte aus der Frankfurter und Berliner Kulturszene zu begrüßen.
(Bernd Hesse)

lks.: Rainer Ehrt, daneben: Steffen Faust & Ralf Parkner, Fotos © Bernd Hesse
17. Mai - 15. Juni 2025

Spectrum Galerie Kunigam
Baumschulenweg 48, 15236 Frankfurt /O

Mittwoch, 26. Juni 2024

Ehrung am Grab von E.T.A. Hoffmann

Die E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und Freunde des Dichters, Juristen, Komponisten, Kapellmeisters, Musikkritikers, Zeichners und Karikaturisten trafen sich heute an dessen Grab aus Anlass seines 202. Todestages. Mit dabei Rosemarie Bobach, Ralf Parkner, der Illustrator Steffen Faust, der Künstler Hanif Lehmann, der Jurist und Autor Bernd Hesse und der Vorsitzende des BBA Abel Doering.
Ralf Parkner, Rosemarie Bobach und Bernd Hesse
Jörg Petzel. Vorsitzender der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, last an dessen Grab im Kafka-Jahr einen Text von Franz Kafka, anschließend gemeinsam mit Doris Fouquet-Plümacher einen Text von Franz von Gaudy.
Minibuch mit aufklappbarem (Sarg)Deckel von Angela Herrmann, Tantillulus Libri Verlag, mit Illustrationen von Steffen Faust
Natürlich tranken die Ehrenden einen Libations-Wein auf E.T.A. Hoffmann, wovon auch dem Grab einige Tropfen gespendet wurden.

Sonntag, 3. März 2024

Steffen Faust in der Frankfurter Spectrum-Galerie

Der Galerist der Frankfurter Spectrum Galerie Stefan Kunigam eröffnete seine 73. Ausstellung mit Werken des Berliner Buchkünstlers Steffen Faust.
v.l.n.r.: Jörg Petzel, Steffen Faust und Stefan Kunigam, Foto © Ralf Parkner
Die Laudatio hielt der Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft Jörg Petzel aus Berlin.
Die Veranstaltung wurde von Alexandra Rakowski musikalisch umrahmt.

(Ralf Parkner)
Illustrationen zu E.T.A. Hoffmann von Steffen Faust
Ausstellung Steffen Faust: 2. - 30. März 2024

Spectrum Galerie
Baumschulenweg 48, 15236 Frankfurt (Oder)

Dienstag, 20. Februar 2024

Ausstellungen in Frankfurt (Oder)

Zwei kommende Ausstellungen in Frankfurt (Oder) sind u.a. auch dem Einsatz des Pirckheimers Ralf Parkner zu verdanken.
Visitenkarte von Steffen Faust für Ralf  Parkner, teilw. unkenntlich
Im März wird sich eine Ausstellung den Arbeiten von Steffen Faust zu E.T.A. Hoffmann widmen. 
Und im Juli wird Ralf Parkner Stücke aus seiner Sammlung des Graphikers und Illustrators Gerhard Goßmann (1912 - 1994) vorstellen.
Schutzumschläge von Gerhard Goßmann 
Ausstellung Steffen Faust: 2. - 30. März 2024
Ausstellung Gerhard Go0mann: 6.Juli - 3.August 2024

Spectrum Galerie
Baumschulenweg 48, 15236 Frankfurt (Oder)

Samstag, 4. November 2023

Jahrestagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft

Gestern ging die zweitägige Jahrestagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft zu Ende.
Hoffmann-Illustrationen von Steffen Faust
Das anspruchsvolle Programm zu den Stichworten Rezeption und Übersetzung, mediale Adaptionen und Textanalyse, fand einen würdigen Abschluss mit der Lesung "Der goldne Topf" durch Steffen Faust mit seinen Illustrationen. Zuvor gab es eine profunde Vorstellung des Grafikers, der seit 1983 eine Vielzahl von Künstler- und Unikatbüchern, u.a. auch für den Berliner Bibliophilen-Abend oder z.B. im Verlag des Pirckheimers Michael Duske, Serapion vom See,durch den Vizepräsidenten der Gesellschaft Jörg Petzel.

Anschließend konnten die Teilnehmer noch eine Führung durch die Sonderausstellung "Otfried Preußler" im Stabi Kulturwerk erleben.
Dr. Irrmtraut Jüttner & Hanif Lehmann
Ralf Parkner & Steffen Faust
Jörg Petzel & Bernd Hesse

Montag, 9. Oktober 2023

E.T.A. Hoffmann-Tagung in Berlin

E.T.A. Hoffmann Tagung 2023 | SBB-PK CC BY-NC-SA 3.0
In diesem Jahr findet die internationale Jahrestagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. In drei Panels rund um „Rezeption, Adaption und Interpretation“ werden Forschungen zu medialen Bearbeitungen (Hörspiel, Film, Comic, Oper), Übersetzungen und zur Bildgestaltung sowie transdisziplinäre Textanalysen vorgestellt und diskutiert.

Am Ende des ersten Tagungstages wird der DEFA-Film „Zauber um Zinnober“ präsentiert, der 1983 in Anlehnung an „Klein Zaches, genannt Zinnober“ (1819) entstand. Celino Bleiweiß führte Regie, Henry Hübchen spielte die Rolle des Violinisten Vincent.
Steffen Faust, Exlibris für
Ralf Parkner (Kater Murr)
Im Anschluss diskutiert der Germanist Dennis Schäfer (Princeton University) mit den Filmexpertinnen Dr. Anett Werner-Burgmann (Universität zu Köln) und Elizabeth Ward (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)) sowie der Germanistin Dr. Stefanie Großmann (Universität Passau).

Zum Abschluss der Tagung am Freitag hält der Berliner Künstler Steffen Faust eine „Lesung mit Illustrationen“.

2. / 3. November 2023

Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

Donnerstag, 16. Februar 2023

Ein neues Künstlerbuch und ein wiedergefundener Koffer

Zum Abschluss der Ausstellung "Unheimlich Fantastisch" aus Anlass des E.T.A Hoffmann-Jahres stellt gestern in der Staatsbibliothek zu Berlin die französische Künstlerin Claire Illouz das im Verlauf der Ausstellung in in Bamberg, Berlin und Frankfurt am Main entstandene Künstlerbuch „Les Corridors de Theodore. Une visite chez E.T.A. Hoffmann“ vor.
Das Leporello in einer Auflage von 5 Exemplaren enthält 14 auf Seide gedruckte Kaltnadelradierungen, inspiriert von Hoffmanns Erzählungen, der Ausstellung und seinem Haus in Bamberg.
Claire Illouz
Zwei der Texte stammen aus "Prinzessin Brambilla", einer aus "Der goldene Topf". Die Künstlerin bezeichnet das Leporello als "Spaziergang in Hoffmanns Gesellschaft, eine imaginäre Reise durch seine verschiedenen Obsessionen, die im Jahr 2022 stattfand." Und sie "betrachtet dieses Buch als ´gestochene Träumerei´, bei der die Radierungen den eigentlichen Korpus bilden. Sie müssen nicht nur gesehen, sondern auch gelesen werden, wie ein Text."
Claire Illouz schloss mit der Hoffnung, den Betrachtern mit ihrem Buch "... den Wunsch zu geben, Hoffmann zu Lesen oder wieder zu lesen."
Ein Exemplar des Künstlerbuches ist seit gestern Abend im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin.
v.l.n.r.: Jörg Petzel, Bernd Hesse, Steffen Faust, alle Fotos © ad
Der zweite Teil der Veranstaltung hatte den Anklang eines modernen Kriminalfalls, an dessen Ende die Entdeckung eines Koffers steht, den der Freund und Nachlassverwalter Hoffmanns, Julius Eduard Hitzig, 
Steffen Faust, mech. Puppe
aus dem Kofferinhalt, Zeichnung
besaß und in dem sich offensichtlich Gegenstände befinden, die nicht nur als verschollen galten, sondern vermutlich Hoffmanns literarisches Schaffen in großem Masse inspiriert haben. Die durchaus spannende Geschichte um diesen Koffer wurde vom Germanisten Jörg Petzel zu ihrem historischen Hintergrund beleuchtet, Dr. Dr. Bernd Hesse erläuterte den juristischen und auch kriminellen Hintergrund und mit Steffen Faust, von dem zahlreiche Graphiken und Illustrationen zu Hoffmann stammen, konnte man einen Blick auf den Inhalt des Koffers werfen.

Montag, 30. Januar 2023

Finale mit Künstlerbuch und Koffer

© Claire Illouz | Steffen Faust
Die französische Künstlerin Claire Illouz erhielt im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Unheimlich Fantastisch – E.T.A. Hoffmann 2022“ den Auftrag, die Schau an allen drei Standorten in Bamberg, Berlin und Frankfurt am Main zu besuchen und basierend auf ihren Eindrücken ein Künstlerbuch für die E.T.A. Hoffmann-Sammlung der Berliner Staatsbibliothek zu gestalten. So entstand das exklusive XXL-Leporello „Les Corridors de Theodore. Une visite chez E.T.A. Hoffmann“, das Claire Illouz nun anlässlich seiner Übergabe an die Staatsbibliothek zu Berlin präsentieren wird.
Im zweiten Teil der Veranstaltung berichten Steffen Faust, Jörg Petzel und Bernd Hesse über einen spektakulären Fund: Ein Koffer aus dem ehemaligen Besitz von E.T.A. Hoffmanns Freund und Nachlassverwalter Julius Eduard Hitzig soll Gegenstände enthalten, die einmal Hoffmann gehört haben.

15. Februar 2023, 18 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor Fontane-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Montag, 25. Januar 2016

240. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann

Gestern fand in der Berliner Büchergilde Filiale am Wittenbergplatz eine Matinee anlässlich des 240. Geburtstags von E.T.A. Hoffmann statt. Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, stellte als Autor das 57. Buntbuch, das Hoffmanns Leben in Berlin thematisiert, vor (siehe hier).
Anwesend waren u.a. die Herausgeber der Buntbuch-Reihe im Frankfurter Kleist-Museum, Dr. Wolfgang de Bruyn, Direktor des Museums, und Jürgen Rehfeld - letzterer sprach zur Einführung, sowie Peter Liebers, ehemaliger Feuilleton-Chef der MÄRKISCHEN ODERZEITUNG und Leiter der Jury für den Brandenburgischen Kunstpreis, sowie der Grafiker und Illustrator Steffen Faust und Prof. Barbara Kroll. Der Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bernhard Schemmel, war aus Bamberg angereist.
Zur weiteren Ehrung E.T.A. Hoffmanns ging es traditionell auf den alten Jerusalemskirchenfriedhof am Mehringdamm an sein Grab. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Umtrunk bei einem Inder.
(Ralf Parkner)
Kater Murr und Anselmus