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Donnerstag, 15. Oktober 2026

EinBlick #11: Samisdat

In den Jahren vor der politischen Wende 1989 entstanden in sozialistischen Ländern, so auch in der DDR, Samisdats (nach dem russ. сам издательство - selbst verlegt) - in einer rechtlichen Grauzone kursierende nicht-systemkonforme, häufig von Künstlern geschaffene Zeitschriften. Die größtenteils von Hand gefertigten Blätter wurden, um Druckgenehmigungsverfahren und damit staatlicher Kontrolle zu umgehen, in Kleinstauflagen erstellt und von Hand zu Hand weitergereicht und nur in wenigen Fällen in den Bestand von Bibliotheken aufgenommen.
Was ihre Inhalte so subversiv und brisant machte, zeigt ein neuer EinBlick der Bibliotheca Albertina anhand mehrerer Exemplare aus den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig.

Vor einem knappen Jahr wurde ein Samisdat, die Zeitschrift ENTWERTER/ODER, die u.a. von Uwe Warnke herausgegeben wurde, im Willy-Brandt-Haus vorgestellt.

Vernissage: 12. November 2026, 17 Uhr, Referentinnen: Irina Scherbakowa, Dr. Franziska Davies, Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
Ausstellung: 13. November 2026 - 24. Januar 2027

Bibliotheca Albertina
Vortragssaal/Ausstellungsraum
Beethovenstr 6, 04107 Leipzig

Freitag, 7. November 2025

ENTWERTER/ODER

Uwe Warnke
Nach Taschenkontrolle und Registrierung der Meldedaten erlebten gut 200 Freunde des „Zeitschriftenunwesens“, wie es in der DDR benannt wurde, im überfüllten Regine-Hildebrandt-Saal des Willy-Brandt-Hauses die Eröffnung einer Ausstellung über die originalgraphische Künstlerzeitschrift ENTWERTER/ODER von Uwe Warnke, die 10. in diesem Jahr des Freundeskreises des Willy-Brandt-Hauses, gekoppelt an dessen neugestaltete Ausstellung zu (nach heutigem Sprachgebrauch) „nonkonformer Kunst“ der DDR.
ENTWERTER/ODER wurde im März 1982 von Uwe Warnke und Siegmar Körner gegründet und seit 1984 von Uwe Warnke als eine der zahlreichen Künstlerzeitschriften, die ohne Genehmigungs- und Kontrollverfahren, jedoch natürlich stark beäugt, in der DDR in den 80gern in einer Auflage von 4 bis 99 Exemplaren, herausgegeben. An der vorgestellten Zeitschrift waren insgesamt über 500 Autoren, Künstler und Fotografen beteiligt, es entstanden bis zur aktuellen (hoffentlich nicht letzten!) 102. Ausgabe insgesamt ca. 3.000 Exemplare, die es sogar schon zu DDR-Zeiten in eine öffentliche Bibliothek schafften.
Dr. Jens Ziegler, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend
Vom Herausgeber der Zeitschrift, der auch die Ausstellung kuratiert, konnte ich erfahren, dass er eine, von Freunden des Genres sicher lang vermisste Publikation über die Underground-Künstlerzeitschriften plant, ein Thema, welches Uwe Warnke in seiner Einführung als Insider humorvoll umriss.
Uwe Warnke und Klaus Staeck, Fotos © ad
Ausstellung: 7 November 2025 - 12 April 2026

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28, 10963 Berlin

Montag, 3. November 2025

das sogenannte „Zeitschriftenunwesen“

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus stellt in Berlin ENTWERTER/ODER und das sogenannte „Zeitschriftenunwesen“ aus.

Im März 1982 gründeten Uwe Warnke und Siegmar Körner in Berlin, der Hauptstadt der DDR, die original-grafische Künstlerzeitschrift ENTWERTER/ODER. "Alles geschah ohne jegliches kommerzielle Interesse. Wir waren jung und auf Ärger vorbereitet. Wir hatten nichts zu verlieren. Wir taten etwas, ohne zu fragen. Genau das war das Politikum.“ (Uwe Warnke)
Umschläge: № 33 (1989) Thomas Günther | № 100 (2016) Uwe Warnke | № 1 (1982) Siegmar Körner | № 21 Harald Rautenberg
500 Beteiligte aus 15 Ländern haben sich an insgesamt 130 Ausgaben von ENTWERTER/ODER beteiligt. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden der Zeitschrift mit Fokus auf die 1980er Jahre. Zu sehen sind Grafiken aller Techniken, Fotografien, Objekte, Handschriften und Texte. Mit dabei waren unter anderem Claus Bach, Kurt Buchwald, Harald Hauswald, Ruth Wolf-Rehfeldt, Strawalde, Ottfried Zielke, und Peter Wawerzinek. 

Anlässlich der von Uwe Warnke kuratierten Ausstellung wird im November 2025 eine letzte Ausgabe von ENTWERTER/ODER erscheinen.

Eröffnung: 6. November 2025, 19 Uhr, Einführung: Uwe Warnke
Ausstellung: 7 November 2025 - 12 April 2026

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28, 10963 Berlin

Montag, 8. Januar 2024

„Bibliophiles des Jahres“ 2023

Hier eine Erinnerung an alle dreizehn Titel, die 2023 aufgrund der Empfehlungen von Pirckheimern und Mitgliedern des BBA zum Bibliophilen des Monats gekürt wurden. Näheres kann jeweils durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.

DEZEMBER - 82. Veröffentlichung der Edition Mariannenpresse


NOVEMBER - Armin Renker Über das Papier (Vorzugsausgabe für den BBA)

OKTOBER - Nico Rost, Goethe in Dachau

SEPTEMBER - Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche (Leipziger Drucke des LBA)

AUGUST - Die impressionistische Buchillustration (Vorzugsausgabe für den BBA)

JULI - HAP Grieshaber (Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft)

JUNI - Erich Mühsam, Billys Erdengang 

MAI - Uwe Warnke und Ottfried Zielke, Vom Ende der Utopie

APRIL - Sammlung Dieterich, Nr. 364, Melchior Grimm, Paris zündet die Lichter an

MÄRZ -  Johann Karl August Musäus, Freund Heins Erscheinungen in Holbeins Manie

10. FEBRUAR - außer der Reihe - Künstlerbücher von Hanfried Wendland zu Bertolt Brecht

FEBRUAR - Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden

JANUAR - Es gieng ein schäffer undern bäumen

Bibliophiles des Jahres 2021 und 2022 kann durch Klick auf die jeweilige Jahreszahl aufgerufen werden.

Montag, 1. Mai 2023

Bibliophiles des Monats: Vom Ende der Utopie

Bibliophiles des Monats Mai
ist der bei Redfoxpress im Juli 2014 erschienene Siebdruck von Uwe Warnke und dem 2016 verstorbenen Ottfried Zielke "VOM ENDE DER UTOPIE".

Es wird uns täglich aus allen Kanälen erklärt, wir lebten am Ende der Geschichte, alles sei nun gut so, Utopien seien obsolet usw. Die Veränderung des Bestehenden ist aber etwas das uns antreibt. Utopia, der Nicht-Ort, dabei die Folie: ein vages Ziel. Der Text "Vom Ende der Utopie" von Uwe Warnke spielt nun Varianten des Wortes verändern in konjunktiven Wortkombinationen durch. Die Reihung zeigt auf, dass es ohne Veränderungen nicht geht. Ottfried Zielke zerlegt die einzelnen Zeilen und bettete sie ein in eine Bildsprache russischer Avantgardisten des frühen 20sten Jahrhunderts. Damit knüpft er ästhetisch an eine Zeit an, als Utopien noch zum Greifen nah waren.

Das 25 x 33 cm große Buch mit 28 Siebdruckseiten ist handgedruckt und gebunden in Achill Island, Irland und erschien in 60 signierten und nummerierten Exemplare.
Uwe Warnke, geboren 1956 in Wittenberge, aufgewachsen in Schwerin, studierte Kartografie an der Technischen Universität Dresden und lebt und arbeitet in Berlin. 1982 gründete er gemeinsam mit Siegmar Körner die illegal erscheinenden original-grafischen Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder, die er ab 1984 allein herausgab. 1991 wurde ihm der V.O. Stomps-Preis verliehen.
Ottfried Zielke wurde 1936 in Berlin geboren. Er lebte und arbeitete in Schiffmühle/Oderbruch bei Berlin. Lehre als Gebrauchswerber. Studium an der Fachschule für angewandte Kunst Berlin. Seit 1968 freischaffend als Grafiker und Maler in Berlin. Er war Mitglied der Künstlerinitiative "Kunst statt Werbung", Berlin und Gründungsmitglied der Cartoonfabrik Köpenick, Berlin. Seit 1992 arbeite mit dem Uwe Warnke Verlag, Berlin, zusammen und schuf unikate Malerbücher und andere original-grafischen Künstlerbücher.

Das Buch findet sich u.a. in den Sammlungen des Klingspor Museums, sowie der State Library of Victoria in Melbourne und der Bibliothèque Nationale de Luxembourg.

Dienstag, 29. November 2016

Sensation – Propaganda – Widerstand

500 Jahre Flugblatt: von Luther bis heute

Ohne das Medium des Flugblatts hätten die reformatorischen Gedanken Martin Luthers niemals das Echo gefunden, das Luther zu einem der wichtigsten Protagonisten der Neuzeit gemacht hat. Das durch den Druck mit beweglichen Lettern möglich gewordene Massenmedium Flugblatt sorgte im 16. Jahrhundert für die Berichterstattung über aktuelle Themen und stellte eine bis dahin nicht gekannte Öffentlichkeit her. Die Ausstellung, die sich – ausgehend vom Lutherjahr 1517 – der Geschichte des Flugblatts bis in die heutige Zeit widmet, fragt nach der gesellschaftlichen Wirkmächtigkeit von Flugblättern und holt das Publikum dort ab, wo es heute steht: Auch die Zeit der digitalen Netze kennt den »Blätterwald«.
Die Ausstellung wird mit dem Vortrag »Flugschrift im Flugschutt« von Uwe Warnke eröffnet.

Ausstellung: 9. Dezember 2016 - 23. Juli 2017

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Deutschen Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Montag, 21. November 2016

das war die artbook.berlin 2016

Ein halbes Jahrzehnt artbook.berlin! Es haben sich Traditionen herausgeschält, Fehler der Anfangszeit wurden beseitigt und die künstlerische Qualität der gesamten Ausstellung befindet sich auf hohem Niveau.
Sicher gilt es für die Veranstalter noch immer Dinge zu verbessern, was aber am derzeitigen Ausstellungsort, dem Bethanien in Kreuzberg, ein Ort, der ansonsten sehr geeignet erscheint für die Messe, kaum zu lösen ist. Es fehlen Öffentlichkeit, Übersichtlichkeit, Möglichkeit der Zahlung mit Plastikgeld ...
Wenn auch leider zu wenig besucht, ist auf jeden Fall das erweiterte Rahmenprogramm hervorzuheben, zu nennen sind beispielhaft die Lesungen und Auftritte von Petrus Akkordeon, Sabine Theumer mit André Schinkel, Uwe Warnke zu Ottfried Zielke, ‹usus›, Matthias Gubig und natürlich die Mazzoka Show, illustrierte Musik von Osteuropa nach Westamerika. Nicht zu vergessen, die zwar auch kaum besuchte, aber stark beachteten Brandenburger Bücherkinder mit einer Kunstaktion gemeinsam mit Klaus Ensikat.
Das Gezeigte war durchweg interessant und sehenswert - hier stellte sich hochwertige Buchkunst, Illustration, Text und Arbeit mit dem Papier von seiner besten Seite vor. Lobend zu erwähnen, dass es dem Veranstalter wieder gelang, eine anspruchsvolle künstlerische Auswahl an Teilnehmern zusammen zu bringen und auf rein handwerkliches ohne künstlerischen Belang zu verzichten. So fiel es kaum auf, dass von wichtigen Buchkünstlern, auf der letzten Messe noch zu finden, der einen oder die andere fehlte - das Angebot war auch so kaum überschaubar. Unter den Ausstellern fanden sich auch Pirckheimer und viele Freunde dieser Gesellschaft und so konnte man vieles erfahren, was an künftigen Projekten im Raum steht, so von Marc Berger, Hanfried Wendland, Wolfgang Grätz und P.J. Moosbrugger, von Rainer Ehrt, augen:falter, der Tabor-Presse, Christian Ewald, Barbara Beisinghoff oder Henry Günther: ein unmögliches Unterfangen, alle zu nennen. Unter den Besuchern u.a. Xago, Richard Pietraß, Felix M. Furtwängler, die Pirckheimer Gerhard Rechlin, miley, Albrecht v. Bodecker, Helmut Mayer, Konrad Hawlitzki, Ulrich Goerdten und und und, einen kleinen Eindruck erhält man in der Fotostrecke auf Facebook, zu erreichen durch Klick auf eine der Abbildungen.
Der BBA und die Pirckheimer waren wieder mit einem eigenen Stand vertreten, letzteren betreute Till Schröder, Abel Doering, Ralph Aepler und Jutta Osterhof, immer auch im Kontakt nicht nur zu den Besuchern, sondern auch zu anderen Ausstellern, um die Attraktivität und die Öffentlichkeit der Pirckheimer-Gesellschaft zu fördern, Interesse an den Pirckheimern und ihrer Arbeit / ihrem Hobby zu wecken und es konnten, vor allem durch Ralph Aepler, auch ganz konkret Wege für eine, für alle lohnende, Zusammenarbeit abgesteckt werden.
Drei Tage und trotzdem zu wenig Zeit für Gespräche, trotzdem zu wenig Zeit, sich mit allen Exponaten gründlich zu beschäftigen. Aber die 6. artbook.berlin wird kommen!
(ad)

Montag, 20. Juni 2016

Die Zweite Kultur der DDR

Entwerter/Oder Nr. 33, Berlin 1989,
Hrsg: Uwe Warnke, Umschl: Thomas Günther
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Berliner Universitäten und der Staatsbibliothek zu Berlin über „Die Materialität von Schriftlichkeit“ spricht Uwe Warnke (Uwe Warnke Verlag) über „ENTWERTER/ODER und die Folgen: vom >Zeitschriftenunwesen< zur Buchkunst im DDR-Untergrund“.
Der Publikationswille des literarischen und künstlerischen Untergrunds (besser: der Zweiten Kultur) der 1980er Jahre in der DDR zeichnete sich durch eine große Vielfalt an Ausdrucksmitteln aus: Künstlerzeitschriften, original-grafische Editionen, Mappenwerke, Bücher. Die Künstlerzeitschriften waren das Experimentierfeld. Die Künstlerbücher folgten.

5. Juli 2016, 18.15 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Unter den Linden, Konferenzraum 4

Mittwoch, 11. Mai 2016

Provokant und bissig – Ottfried Zielke

Das Klingspor-Museum zeigt in seiner Sommerausstellung aus Anlass seines 80. Geburtstages unter dem Titel „Laut, bunt und böse, Buch und Grafik von Ottfried Zielke“ Unikatbücher des Berliner Malers, Grafikers und Karikaturisten.
Der Künstler beginnt 1993 auf Anregung des Künstlers und Verlegers Uwe Warnke großformatige Unikatbücher zu schaffen. Er arbeitet an Warnkes Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder mit.
Foto: © Ottfried Zielke
In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander und thematisiert Konsumfetischismus, Amerikanisierung und die Bedrohung durch Rechtsradikalismus, immer vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Ost- und Westdeutschland. Durch seine Arbeit als Karikaturist, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, bringt er Schärfe und oft auch eine erfrischende Portion Bosheit mit in seine Bücher. Seine Arbeiten sind in renommierten Sammlungen des In- und Auslandes vertreten.
In großformatigen handgeschriebenen Büchern schafft er ein Wechselspiel von verbalen und visuellen Elementen. Er selbst spricht von Malerbüchern, doch diese Malerbücher haben nichts gemein mit Inhalt und Form traditioneller Bibliophilie.
Bissigkeit, Witz und Ironie charakterisieren das Werk des „Arbeiter- und Bauernsohns“, wie sich Ottfried Zielke selbst bezeichnet. Die gewählten Texte sind äußerst vielfältig: Gedichte von Christian Morgenstern und Zeitgenössisches von Autoren, die ebenso wie Zielke selbst eine DDR-Biographie haben, setzt er kongenial in Schrift und Bild um.
Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Ausstellung: 19. Mai - 14. August 2016

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Samstag, 7. November 2015

5. Buchkunst Weimar

Zum 5. Mal findet die Biennale Buchkunst Weimar statt, veranstaltet von Gudrun Illert (Atelier G) in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar.
Gezeigt werden wie gewohnt bibliophile Kostbarkeiten, Originalgrafiken, Malerbücher, limitierte Handpressendrucke, Unikatbücher bis hin zu Buchobjekten von hoher künstlerischen und handwerklichen Qualität. Alle gezeigten Künstlerbücher sind Exponate, die in keiner Buchhandlung zu finden sind und können gekauft werden.
anja harms, »goethe · der zauberlehrling«
(c) Anja Harms
Unter den Ausstellern finden sich wieder Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, wie Johannes Häfner (Brothers in Art), Jens Henkel (burgart-presse) und Peter Zitzmann (schPeZi-Presse). Daneben auch weitere bekannte Buchkünstler, von denen hier nur beispielhaft genannt seien Barbara Beisinghoff (Die gläserne Libelle), Rainer Ehrt (Edition Ehrt), Frank Eißner (Frank Eißner Handpresse), Christian Ewald (Katzengraben-Presse), Tina Flau (Atelier Flau) und Henry Günther (Edition Balance), Anja Harms (Ateliers Anja Harms), Uta Schneider und Ulrike Stoltz, (usus), Klaus Süß, Susanne Theumer oder Uwe Warnke (Uwe Warnke Verlag). Die komplette Teilnehmerliste kann hier nachgelesen werden.
Mit dem Anliegen, künstlerischen Nachwuchs zu fördern, bekommen auch Studierende der Burg Giebichenstein und der Alanus Hochschule Alfter die Möglichkeit, die ihre hohe Kreativität bei Künstlerbüchern zeigen.

Messe: 28. und 29. November 2015

Seminargebäude des
congress centrum neue weimarhalle
Weimar, UNESCO-Platz 1


Dreierlei
Neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen
Am 28.11.2015 laden Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. und burgart-presse Rudolstadt in die Bibliothek des „Hotel Elephant“ ein.


Hotel Elephant | Weimar, Markt 19

Samstag, 8. März 2014

Edition Balance auf der Leipziger Buchmesse

Henry Günther gehört zu den Buchkünstlern, die seit dem Mauerfall regelmäßig in Leipzig und Frankfurt auf den Buchmessen zu finden sind, wie burgart presse, katzengraben, Uwe Warnke, Thomas Günther, Frank Eißner, Carivari. Er stellt auf der Leipziger Buchmesse in Halle 3 E 547 aus seiner Edition Balance / Atelier BuchKunst neue Künstlerbücher, Malerbücher und  die Poetische Miniaturen Band V vor.
HELGE LEIBERG
Unikates Malerbuch zu einem Text von Friederike Mayröcker mit Zeichnungen von Helge Leiberg, 34 Seiten, Format: 33 x 50 cm
BuchKunstBalance, Gelbensande 2o14

TRÄNENSPUR
Hommage an das Meer und die Liebe. Poetischer Dialog in einem Malerbuch zu Paul Celan.

Unikatexemplar, Acryl, Kreide, Tusche, Pigmente, Holzdrucke.
Fomat: 31 x 34 cm, in Kassette mit Prägung; 22 Seiten
BuchKunstBalance, Gelbensande 2o14
POETISCHE MINIATUREN V
Susanne Concha-Emmrich Insel - Haiku
mit kolorierten Radierungen und Siebdrucken von Gerlinde Chreutzburg.
Lit. Erstausgabe. Gedruckt auf franz. Bütten BFK Rives.
Format: 11,5 x 23,5 cm, S. 26, 15 Unikatexemplare.
Halbleinband mit Farbprägung, im Futteral. BuchKunstBalance 2013

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Wie jedes Fühjar stellt Henry Günther auch bei Hugendubel in Rostock Künstlerbücher vor. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf "Kalligrafie und Künstlerbücher". Es werden Arbeiten von Gudrun Illert, Sabine Kalicki und Rolf Lock vorgestellt und einige exorbitante Gästenücher Günther - passend zur Kalligrafie. Auch das neue Christa Wolf Projekt zeigt er in Rostock und Leipzig.


Samstag, 23. November 2013

artbook.berlin 2013 / II

Tisch von Cornelius Brändle, Edition Wasser im Turm
Fotos © Abel Doering, weitere Fotos durch Klick auf das Bild
Heute war nun Gelegenheit, sich mit den präsentierten Büchern und Graphiken etwas genauer zu beschäftigen und mit den Buckkünstlern, Druckern und Verlegern intensiver ins Gespräch zu kommen, nachdem gestern erst einmal die Fülle des Ausgestellten sondiert werden konnte.
So ergab sich endlich die Möglichkeit, auch die Aussteller näher kennenzulernen, die mir noch unbekannter waren. Zum Beispiel Spring, eine Künstlerinnengemeinschaft, in Hamburg gegründet, die jährlich ein Magazin mit Graphiken zu einem vorgegebenen Thema herausgibt. Oder Karl H. Thiel, dessen Gedankenbücher und ZugReiseBücher schon allein für die Art ihrer Entstehung Aufmerksamkeit verdienen.
Erfreulich war am heutigen Tag jedoch vor allem die Möglichkeit, flüchtig Bekannte näher kennenzulernen, wie Fred Lautsch, dessen Verlag Mückenschwein mir natürlich ein Begriff ist und mit dem ich schon E-Mails tauschte, aber selbst noch nie persönlich ein Wort wechseln konnte. Genau wie Uwe Warnke, dessen Verlagsproduktion ich sehr schätze, ihm selbst aber noch nie begegnen konnte.
Besonders beeindruckt haben mich die Exponate einer Gruppe russischer Buchkünstler, die in Berlin unter dem Namen MTM (nach den Initialen der drei Vornamen) tätig sind und das Gespräch mit ihnen. Sie arbeiten sehr vielseitig, so stellte Michael Bensman Künstlerbücher vor, die sich genauso mit der Geschichte der Sowjetunion, wie auch mit dem Jüdischen Viertel in Berlin auseinandersetzen, Tamara Ivanova war mit Unikatbüchern zu Themen wie Berliner Alltagsleben und erotischen Licht- und Schattenspielen vertreten. Meine persönliche Entdeckung ist jedoch Welf Schiefer, ein ambitionierter junger Graphiker aus Hannover.
Aber auch mit mir gut bekannten Ausstellern gab es Möglichkeiten zum Gedankenaustausch, wie mit unseren Mitgliedern Marc Berger, Hanfried Wendland und Albrecht von Bodecker, der genau wie Klaus Ensikat innerhalb des Rahmenprogramms zu einer Signierstunde geladen hatte oder Christian Ewald von der Katzengraben-Presse, Hanif Lehmann von der Widukind-Presse und Hans-Hilmar Koch vom historischen Druckkunstmuseum Krakow, welches durch die Berlin-Brandenburger Pirckheimer vor 2 Jahren besucht wurde.
Es ist mir trotz alledem ein Bedürfnis, auch am letzten Tag nochmals zur artbook.berlin zu gehen, denn einige Gelegenheiten, mit Ausstellern näher ins Gespräch zu kommen, ergaben sich auch heute aufgrund des hohen Besucheraufkommens noch immer nicht. Hendrik Liersch von der Corvinus-Presse, bei dem ich schon geradezu legendäre Lesungen und Buchvorstellungen erlebte, konnte ich nur flüchtig begrüßen, bei Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg, dessen Grafikbrief zu meinen obligatorischen Lektüren gehört, habe ich auch nur vorbeigeschaut und außerdem hoffe ich natürlich auch darauf, Freunde aus der Pirckheimer-Gesellschaft oder vom BBA zu treffen.
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weitere Beiträge zu artbook.berlin in diesem Blog für Pirckheimer ...

Mittwoch, 21. November 2012

Schöpfungen

Was war am Anfang? Schöpfungsgeschichten versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu geben. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe „Buch des Monats“ steht diesmal das farbenprächtige Unikat-Malerbuch „Schöpfungen“ von Ottfried Zielke mit Texten aus der Bibel, dem Koran, dem Heiligen Buch der Quiché sowie Texten von Uwe Warnke und Gerhild Ebel. Die Textauswahl lässt Parallelen zwischen den Mythen verschiedener Kulturen aufscheinen; die visuelle Umsetzung ist grandios: Mit dem ihm eigenen, fast krakeligen Schreibstil und knalligen, cartoonhaften Bildern verblüfft und fasziniert Zielke den Betrachter. Drucke aus der Sammlung des Museums ergänzen die Präsentation, u.a. mit einem hebräischen Schöpfungsalphabet und einem Mythos der Aborigines.
 
Freitag, 7. Dezember 2012, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €, Mtgl. 1,50 €

Donnerstag, 30. Juli 2009

Buchverhandlungen # 2

Sabine GoldeDas Klingspor-Nuseum in Offenbach lädt für Sonntag, den 23. August 2009, 15:00 Uhr herzlich zu einer Buchvorstellung ein. Mit Sabine Golde, Leipzig, und Uwe Warnke, Berlin, präsentieren zwei arrivierte Persönlichkeiten des Künstlerbuchs ihre Erfahrungen als Künstler in der DDR und in der BRD.
Sie haben ihre Positionen zu Papier gebracht und legen sie als den zweiten Band der Reihe "Buchverhandlungen", herausgegeben vom Klingspor Museum und dem Gutenberg Museum, vor.

Uwe Warnke / Ottfried Zielke
è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach