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Donnerstag, 17. September 2026

BBA auf der Rare Books Berlin

Der Stand des Berliner Bibliophilen Abend auf der Rare Books Berlin steht.
Hier kann man morgen von 16 - 21 Uhr, am Sonnabend von 11 - 19 Uhr und Sonntags von 11 - 17 Uhr. eine Auswahl an Publikationen des BBA aus über 120 Jahren bewundern. Der BBA-Stand wird betreut von Abel Doering und Dr. Jens Ziegler.

Rare Books Berlin, Internationale Messe für Bücher & Graphik
18. - 20. September 2026
Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10117 Berlin

Freitag, 7. November 2025

ENTWERTER/ODER

Uwe Warnke
Nach Taschenkontrolle und Registrierung der Meldedaten erlebten gut 200 Freunde des „Zeitschriftenunwesens“, wie es in der DDR benannt wurde, im überfüllten Regine-Hildebrandt-Saal des Willy-Brandt-Hauses die Eröffnung einer Ausstellung über die originalgraphische Künstlerzeitschrift ENTWERTER/ODER von Uwe Warnke, die 10. in diesem Jahr des Freundeskreises des Willy-Brandt-Hauses, gekoppelt an dessen neugestaltete Ausstellung zu (nach heutigem Sprachgebrauch) „nonkonformer Kunst“ der DDR.
ENTWERTER/ODER wurde im März 1982 von Uwe Warnke und Siegmar Körner gegründet und seit 1984 von Uwe Warnke als eine der zahlreichen Künstlerzeitschriften, die ohne Genehmigungs- und Kontrollverfahren, jedoch natürlich stark beäugt, in der DDR in den 80gern in einer Auflage von 4 bis 99 Exemplaren, herausgegeben. An der vorgestellten Zeitschrift waren insgesamt über 500 Autoren, Künstler und Fotografen beteiligt, es entstanden bis zur aktuellen (hoffentlich nicht letzten!) 102. Ausgabe insgesamt ca. 3.000 Exemplare, die es sogar schon zu DDR-Zeiten in eine öffentliche Bibliothek schafften.
Dr. Jens Ziegler, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend
Vom Herausgeber der Zeitschrift, der auch die Ausstellung kuratiert, konnte ich erfahren, dass er eine, von Freunden des Genres sicher lang vermisste Publikation über die Underground-Künstlerzeitschriften plant, ein Thema, welches Uwe Warnke in seiner Einführung als Insider humorvoll umriss.
Uwe Warnke und Klaus Staeck, Fotos © ad
Ausstellung: 7 November 2025 - 12 April 2026

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28, 10963 Berlin

Samstag, 25. Januar 2025

Zusammenführung des BBA-Archivs

Gestern konnte das Archiv des Berliner Bibliophilen Abend komplettiert werden.
ein von Bernd Illigner gefertigter
Dokumentenschrank

Nachdem ich Ende 2023 kleinere Teilbestände des Archivs vom den ehemaligen Vorsitzenden Rainer Laabs und Bernd Iligner entgegennehmen konnte, konnte dieser Fundus dank meines Vorgänger als Vorsitzender, Dr. Jens Ziegler, jetzt auch mit dem Rest des erhalten gebliebenen Bestands zusammengeführt werden. Drunter auch erhaltene Gaben, die nach Verbot des BBA und Weltkrieg gerettet oder neu zusammengetragen werden konnten und sonstige Publikationen des BBA, Geschenke an den BBA von anderen bibliophilen Organisationen und Förderern, sowie weitere Dokumente aus der Geschichte des BBA. Dabei sind auch 12 Aktenordner zur Tätigkeit seit der Neugründung des Berliner Bibliophilen Abend nach 1954, Fotos und Dias.
Ein flüchtiger Blick in das neu zum Archiv gekommene, als Antiquar spreche ich von ca. 10 Bananenkartons, ergab bereits Überraschendes, z.B. ein mir bislang unbekanntes, vom Arnulf Backe, Carlos Kühn, Rainer Laabs und Werner Schuder erstelltes Verzeichnis aller Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend seit der Gründung bis 2005, welches anlässlich des 100. Gründungsjubiläum in 70 Exemplaren erschien.

Freitag, 23. Juni 2023

Alea iacta est

Unter die Auflösungsdebatten des Berliner Bibliophilen Abend wurde ein Schlussstrich gezogen: Der Berliner Bibliophilen Abend wird weiterhin bestehen.
Der BBA ist ein zu schützendes Kulturgut, so wurde argumentiert und, im Gegensatz zu einer der vorhergehenden Zusammenkünften waren sich die Teilnehmer an der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber einig, dass es am Ideal eines Guten Buches eines Fedor von Zobeltitz festzuhalten gilt. Eine 118jährige Kulturtradition darf nicht beendet werden, darüber waren sich die Anwesenden einig, nur weil der bisherige Vorstand an seine Belastungsgrenzen gekommen ist.
Als neuer Vorsitzender wurde gestern einstimmig Abel Doering gewählt, als Vorsitzende der Revisionskommission wurde Ninon Suckow bestätigt.
Abel Doering (lks.) mit dem ehem. Vorstand Dr. Jens Ziegler, Till Schröder und Bernd Illigner (sitzend)

Dienstag, 31. Januar 2023

Wie geht es weiter mit dem BBA?

BBA bei Ulrich Goerdten (Bildmitte), 7. Dezember 2016, Foto © ad
In den letzten drei Jahren fanden, vornehmlich pandemiebedingt, mit einer Ausnahme keine Veranstaltungen des Berliner Bibliophilen-Abend mehr statt. Darüber hinaus ist leider eine Überalterung der Mitglieder zu konstatieren, wodurch die Aktivitäten des BBA zusätzlich eingeschränkt sind.
Die letzte Aktivität des Vereins fand vor Jahresfrist statt, es konnte die, in 45 Expl. erschienene Jahresgabe 2021 an die Mitglieder ausgereicht werden.

Der Vorstand (Dr. Jens Ziegler, Till Schröder) ist sich nach eingehender Diskussion trotzdem einig darüber, den BBA, der immerhin auf eine fast 118jährige Geschichte (sie ruhte in den Jahren 1941 bis 1954) zurückblicken kann, wiederzubeleben. Dazu haben bereits erste Gespräche stattgefunden.

Die Mitglieder des BBA sind aufgerufen, sich über diese und weitere Fragen in einer Ordentlichen Mitgliederversammlung zu verständigen.

Mitgliederversammlung: 1. März 2023, 18:30 Uhr

Hegenbarth Sammlung Berlin
Laubacher Str. 38, 14197 Berlin

Dienstag, 17. Januar 2017

Buch- und Bildergeschichten

Zum nächsten Berliner Bibliophilen Abend wird Prof. Dr. Joseph Anton Kruse, Direktor a. D. des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf (1975 – 2009), unter dem Thema "Buch- und Büchergeschichten, zumal von und mit Heine und Schumann" ein Thema in einer überaus facetten- und kenntnisreichen Weise deklamieren, dass uns die Ohren sausen werden (Jens Ziegler).
Es wird um Sammlungen aus Privatbesitz gehen, um das Verhalten als Schriftsteller und Komponist zum Buch, um die Nachlassbibliothek Heines, um die Jagd nach Manuskripten und Büchern, um Vorkommnisse bibliophiler und künstlerischer Auseinandersetzungen zwischen Heine und Schumann.
Zum Vortrag sind Gäste herzlich willkommen!

31. Januar 2017

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9, 10785 Berlin

Montag, 5. Dezember 2016

Sammlerabend des BBA

Heute trafen sich Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abends und ein Gast, um sich zum Jahresausklang gegenseitig Neuerwerbungen für die eigene Sammlung und andere bibliophile oder interessante Titel vorzustellen.
Die Gastgeber Susanne Rothe und Ulrich Goerdten hatten für ein angenehmes Ambiente gesorgt und die Teilnehmer des Abends brachten nicht nur Kuchen und Wein zu diesem geselligen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit mit, sondern vor allem Anekdoten, Geschichten und Beispiele aus dem Sammlerjahr 2016. Seltene Autographen (Jürgen Wilke) gehörten dazu, wie auch Funde zu Klopstock in Auktionskatalogen (Fritz Jüttner) oder weise Worte von Erasmus von Rotterdam (Christian Klinkenstein), eine eigene Veröffentlichung (Jörg Petzel), der Fund eines Buches auf dem Flohmarkt, welches der eigene Vater einmal besaß (Bernd Illigner) oder die Entdeckung einer Arbeit einer Studentin aus Burg Giebichenstein mit dem Titel überuntertage (Jürgen Ziegler).
Zuvor konnten die Teilnehmer die wieder gelungene Jahresgabe des BBA in Empfang nehmen, über die in einem späteren Post berichtet wird.

Dienstag, 26. Juli 2016

Große Lesereise: Guntram Vesper

Mit der Jahresgabe 2014 lag der Berliner Bibliophilen Abend e.V wohl goldrichtig! In der, von Hendrik Liersch in seiner Corvinus-Presse besonders schön gestalteten und mit einer Radierung von Frank Wildenhahn ausgestattete kleinen Erzählung “Guntram Vesper, Weg ins Leben”, geht es um einen Besuch nach langer Zeit im Städtchen Frohburg.
In einer Verlagsanzeige von Schöffling & Co. wird darauf verwiesen, dass Guntram Vesper in diesem Frühjahr einen kompletten Roman unter dem Titel “Frohburg” veröffentlicht und dieser einen Preis der Leipziger Buchmesse 2016 erhalten hat. Erste Stimmen zu dieser offensichtlich äußerst erfolgreichen Veröffentlichung finden Sie hier.
Innerhalb einer Lesereise liest Guntram Vesper auch in Berlin aus seinem Roman “Frohburg” im Literaischen Colloquium, weitere Termine hier.
(nach einer Inf. von Dr. Jens Ziegler)

Lesung: 4. August 2016, 20.00 Uhr

Literarisches Colloquium Berlin

Dienstag, 12. Juli 2016

Einladung zur BBA-Exkursion nach Leipzig

Im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek werden die Teilnehmer der diesjährigen Exkursion des Berliner Bibliophilen Abend zunächst eine Führung durch die vielgerühmte Dauerausstellung „Zeichen-Bücher-Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“ erhalten. Wer mag, kann im Anschluss daran noch zwei dort aktuell laufende Ausstellungen besuchen.
Am Nachmittag geht es zur ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei, die nach ihrer imposanten und wechselvollen Geschichte nun zu einem pulsierenden Kulturzentrum geworden ist, in der einige bekannte Maler, Grafiker und Buchkünstler ihre Ateliers haben. Nach einer Führung über das Gelände können die Teilnehmer dann gemeinsam oder individuell auf Entdeckungstour gehen.
Anmeldungen bitte bis spätestens 15. Juli 2016 per eMail oder Telefon 030 40 10 45 11 - weitere Informationen durch Klick auf das Veranstaltungsfoto.
(Dr. Jens Ziegler)

Montag, 25. April 2016

BBA besucht die Restaurierungswerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin

Würmer, Wasser, Licht und Säure - alles setzt den Büchern zu! So manche bibliophile oder kulturell bedeutsame Kostbarkeit aus Papier und Pergament wäre schon zu Staub zerfallen, gäbe es die fachkundigen Damen und Herren in den Restaurierungswerkstätten nicht.
Der Berliner Bibliophilen Abend besucht die Abteilung Bestandserhaltung und Digitalisierung der Staatsbibliothek zu Berlin.
In Anbetracht der räumlichen Verhältnisse und praktischen Vorgaben ist diese Veranstaltung ausnahmsweise auf 20 Teilnehmer begrenzt. Herr Dr. Jens Ziegler bittet deshalb um persönliche Anmeldung unter Tel.: 030/40104511.

27.April 2016

Staatsbibliothek zu Berlin (Haus Unter den Linden)
Dorotheenstraße 27, 10117 Berlin

Montag, 18. April 2016

BBA in den Restaurierungswerkstätten der Staatsbibliothek zu Berlin

Würmer, Wasser, Licht und Säure - alles setzt den Büchern zu! So manche bibliophile oder kulturell bedeutsame Kostbarkeit aus Papier und Pergament wäre schon zu Staub zerfallen, gäbe es die fachkundigen Damen und Herren in den Restaurierungswerkstätten nicht.
Der Berliner Bibliophilen Abend besucht die Abteilung Bestandserhaltung und Digitalisierung der Staatsbibliothek zu Berlin.
In Anbetracht der räumlichen Verhältnisse und praktischen Vorgaben ist diese Veranstaltung ausnahmsweise auf 20 Teilnehmer begrenzt. Deshalb wird um persönliche Anmeldung bei Dr. Jens Ziegler, Tel.: 030/40104511, gebeten.

27. April 2016, 16:30

Staatsbibliothek zu Berlin (Haus Unter den Linden)
Dorotheenstraße 27, 10117 Berlin

Mittwoch, 30. März 2016

Das Buch als Symbol

Ulrich Goerdten, Foto: Ralf Parkner
Am Dienstag kam der Berliner Bibliophilen Abend im Haus am Lützowplatz zu seinem monatlichen Treffen zusammen.
Nach vorangegangener Mitgliederversammlung, in der Dr. Jens Ziegler als Vorsitzender bestätigt wurde, hielt Ulrich Goerdten einen Vortrag über "Das Buch als Symbol". Er stellte verschiedene Symboltheorien von Ernst Cassirer bis Sigmund Freud vor, mit Zitaten von Goethe bis Benjamin, wobei besonders die psychoanalytische Symboltheorie berührt wurde.
Auch über Sammler mit ihren Sammlungen wurde gesprochen, mit dem Buch als Gegenstand kleptomanischer Gelüste und Fetisch, ein Thema, auf welches Ulrich Goerdten auch schon im Pirckheimer-Blog eingegangen ist, siehe hier.
Trotz ausgefallenem Beamer war der Vortrag auch so anschaulich geraten. Unter den Gästen des Abends war auch Ralf Parkner, der in seinem Profil auf Facebook einige Fotos einstellte.
(nach einer fb-Information von Ralf Parkner)

Dienstag, 9. Dezember 2014

Sammlerfreuden II

Foto © Abel Doering, weitere Fotos durch Klick auf das Bild ...
Das vorweihnachtliches Beisammensein des BBA am gestrigen Abend bot - wie jedes Jahr – durch die Vorstellung von Trouvaillen des Jahres wieder Einblicke in die Interessengebiete einiger Anwesender. Das Spektrum ist breit und spannend! Hervorheben möchte ich den Bericht des jüngsten BBA-Mitglieds Robert F. Fehler (19 Jahre!), der uns den Fund einer nächtlichen Entdeckungsreise im Prenzlauer Berg zeigte und mit seiner Schilderung der Begleitumstände für große Heiterkeit im Publikum sorgte.
(Dr. Jens Ziegler)

Montag, 19. Mai 2014

zu Gast bei Hendrik Liersch

Heute Abend war der Berliner Bibliophilen Abend zu Gast in der Werkstatt der Corvinus Presse im tiefen Kreuzberg, unweit des Görlitzer Bahnhofs. Man glaubt sich, obwohl an einem verkehrsreichen und belebten Ort, in idyllischer ländlicher Gegend, nachdem man die Tordurchfahrt zum Hinterhof mit der Remise durchschritten hat, wo die Corvinus Presse seit nunmehr 15 Jahren beheimatet ist. Vor fast 25 Jahren von Hendrik Liersch gegründet, erschien im April 1990 das erste Buch in diesem, für die Kunstszene in Berlin wichtgen Verlag, mittlerweile sind es über 300 Titel von ca. 100 Autoren. Meist mit Zeichnungen, Linolschnitten, Holzschnitten oder Radierungen, so von Horst Hussel, Kay Voigtmann, Bernhard Jäger, Zoppe Voskuhl, Frank Wildenhahn, Hans Scheib, u.v.a., im Hand- und Maschinensatz hergestellte bibliophile Kostbarkeiten in häufig geringen Auflagen.
Hendrik Liersch schilderte dem BBA anschaulich seinen Werdegang vom Bausoldaten in der DDR zum Verleger und Drucker, beginnend als Autor, womit er seine Erlebnisse und sein Trauma als Pazifist aufarbeitete. Inzwischen ist die Corvinus Presse eine wichtige kulturelle Institution in Berlin geworden und Hendrik Liersch wurde 2009 mit dem V.O. Stomps-Preis geehrt.
Die anschließende Besichtigung der Werkstatt gab den Teilnehmern des Abends Gelegenheit, die Editionen der Corvinus Presse etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und eventuell auch das eine oder andere zu erwerben und sie zeigte deutlich, dass Hendrik Liersch nicht nur in der Tradition von Victor Otto Stomps steht, er führt dessen künstlerisches und verlegerisches Vermächtnis in würdiger Form fort.
Einige Teilnehmer fanden sich dann noch zu einem Gespräch bei einem kühlen Bier in einer der zahlreichen Kneipen neben der Werkstatt zusammen und setzten damit bereits eine Idee des Vorstandes um, künftig neben den Vorträgen mehr Gelegenheit für Gespräche untereinander zu geben.
(Abel Doering)
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... und noch einige Fotos aus dem facebook-Album von Ralf Parkner 

Montag, 17. März 2014

im vaterländischen Auftrag

Heinrich Zilles Zeichnungen während des 1. Weltkrieges

Roland Templin, Fotos © Abel Doering
Heute Abend widmete sich der Berliner Bibliophilen Abend im Haus am Lützowplatz einer Schaffenszeit Heinrich Zilles, die sicher zumindest teilweise ganz zu Recht in den Hintergrund getreten ist, die aber dennoch, wie der Referent Herr Roland Templin ausführte, nun einmal bei der Würdigung dieses mit Berlin eng verknüpften herausragenden Zeichners nicht unterschlagen werden kann. Wieder einmal wurde deutlich, dass große künstlerische Leistung immer im Kontext ihrer Zeit zu sehen ist und es überheblich wäre, das Schaffen und die Persönlichkeit allein mit dem Wissen von Heute zu beurteilen. Tucholsky schrieb 1925 über die Blätter, die von 1914 – 1918 in der Satirezeitschrift „ULK“ wie z.B. „Vadding und Korl“ und dann während des oberschlesischen Abstimmungskampfes in dem Propagandablatt „Der lustige Pierron“ veröffentlicht wurden: „… er hat im Kriege eine geradezu schauerliche Serie vom Stapel lassen müssen“.
100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde dieser unrühmliche Aspekt im Schaffen des volkstümlichen Künstlers einer näheren Betrachtung unterzogen und in seinem historischen Zusammenhang analysiert.
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Zuvor fand die Mitgliederversammlung des BBA mit einer Neuwahl des Vorstandes statt. In einer einstimmigen Wahl wurde als Vorsitzender Herr Dr. Jens Ziegler gewählt, wiedergewählt wurden als stellvertretender Vorsitzender Herr Dipl.-Germanist Jörg Petzel, als Schatzmeister Uwe Domke und als Schriftführer Dr. Christian Klinkenstein.
Dr. Jens Ziegler