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Sonntag, 23. November 2025

artbook.berlin 2025 ist beendet

Fazit der artbook.berlin 2025: interessante Gespräche, Wiederbegegnungen und Neuentdeckungen!

Und - der Berliner Bibliophilen Abend hat ein neues Mitglied!
Ralf und Sigrid Wege vom Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt | Peter Appelt | Marina und Detlef Fritzsche | Gregor Nitzsche im Gespräch mit Tina Flau | am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft: Till Schröder, Klaus Bartel, Sigrid und Ralf Wege | mit der Jahresgabe des BBA: Günter Reichel |  Tamara Ivanova und Michael Bensman | corn.elius und Hanneke van der Hoeven

Freitag, 4. November 2022

Tamara Ivanova „stadtfaltenstadt“

Die Galerie Vinogradov in Prenzlauer Berg zeigt derzeit Gemälde von Tamara Ivanova.

Tamara Ivanova, Foto © ad

Sie wurde in Tbilissi geboren, studierte und promovierte 1986 an der Hochschule für Druck und Grafik in Moskau, später arbeitete sie als Dozentin an derselben Hochschule.
Ab den frühen 90er war sie als Künstlerin und Grafikerin tätig. Seit 1992 lebt sie in Berlin. Seitdem beschäftigte sie sich hauptsächlich mit Grafik, Malerei und Künstlerbüchern. In letzter Eigenschaft konnten Pirckheimer und andere Freunde des Buches die Künstlerin z.B. auf der artbook.berlin oder zum Jahrestreffen 2021 auf der BuchDruckKunst Hamburg kennenlernen.

In der Ausstellung werde u.a. ihre neueste Arbeiten, die Serie „Faltenstadt“, vorgestellt: Die Stadt als gefalteter Raum, der einem besonderen inneren Rhythmus unterliegt. Ein Rhythmus, der von wechselnden Stimmungen und Gestalten bestimmt und auf die architektonischen Flächen projiziert wird, erinnert an die Leinwände mit bewegenden Bildern aus Fritz Langs „Metropolis“.
Tamara Ivanova, aus der Serie „Faltenstadt
Ausstellung: 3. - 12. November 2022

Galerie Vinogradov
Chodowieckistr. 25, 10405 Berlin

Donnerstag, 6. Februar 2014

Tamara Ivanova in der Staatsblbliothek

Tamara Ivanova - aus „Kartinki s vystavki“
In der Sammlung russischer Künstlerbücher der Staatsbibliothek ist die in Tiflis geborene und mittlerweile in Berlin ansässige Tamara Ivanova, eine Künstlerin, auf die hier bereits im Zusammenhang mit der artbook.berlin hingewiesen wurde, mit acht Werken vertreten, deren formales Spektrum von aufwändig gestalteten Buchobjekten über kleine gebundene Bändchen bis hin zu Albummappen mit handkolorierten Drucken reicht.
Ivanovas Künstlerbücher thematisieren dabei in maßgeblicher Weise das Verhältnis von Sprachlich-Textuellem zu Bildhaft-Imaginativem, das bei den in der Staatsbibliothek bewahrten Arbeiten der Künstlerin in zwei charakteristischen Ausprägungen auftaucht. Grundlegend ist, dass jeweils ein bestimmter Text, sei es ein Gedicht oder seien es volkstümliche Reim- und Spottverse, das Thema und leitmotivische Gestaltungselement jedes einzelnen Werkes bildet.
Entweder inszenieren dann einige ihrer oft handkolorierten und fein gezeichneten Arbeiten die Verlängerung des Textes ins typographisch-Illustrative. Hierbei spielen jeweils außerordentlich interessante Quer- und Rückbezüge zu spezifischen historisch-künstlerischen Stilrichtungen und Strömungen, speziell der russischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, eine wichtige Rolle. Oder die Künstlerin gestaltet das Zusammenwirken von sprachlich transportierter Aussage und begleitendem Bild als bisweilen provokatives, postmodernes Spiel mit den Kategorien von Hoch- und Populärkultur. Mit dieser Stoßrichtung ordnet sie sich in eine Entwicklungslinie postsowjetischer Kunst, Kultur und Literatur ein, die mit aggressiven Formen der Umcodierung von ästhetischen Bewertungs- und Wahrnehmungskriterien arbeitet. Auf diese Weise entsteht eine neue Dynamik künstlerischer Perspektiven auf die postsowjetische Situation nach dem Zerfall der bis dato herrschenden ästhetischen Doktrinen des sozialistischen Realismus.
(nach einer Mitteilung von Marina Fritzsche)
 
Einige Künstlerbücher aus der Sammlung werden hier vorgestellt.

Samstag, 23. November 2013

artbook.berlin 2013 / II

Tisch von Cornelius Brändle, Edition Wasser im Turm
Fotos © Abel Doering, weitere Fotos durch Klick auf das Bild
Heute war nun Gelegenheit, sich mit den präsentierten Büchern und Graphiken etwas genauer zu beschäftigen und mit den Buckkünstlern, Druckern und Verlegern intensiver ins Gespräch zu kommen, nachdem gestern erst einmal die Fülle des Ausgestellten sondiert werden konnte.
So ergab sich endlich die Möglichkeit, auch die Aussteller näher kennenzulernen, die mir noch unbekannter waren. Zum Beispiel Spring, eine Künstlerinnengemeinschaft, in Hamburg gegründet, die jährlich ein Magazin mit Graphiken zu einem vorgegebenen Thema herausgibt. Oder Karl H. Thiel, dessen Gedankenbücher und ZugReiseBücher schon allein für die Art ihrer Entstehung Aufmerksamkeit verdienen.
Erfreulich war am heutigen Tag jedoch vor allem die Möglichkeit, flüchtig Bekannte näher kennenzulernen, wie Fred Lautsch, dessen Verlag Mückenschwein mir natürlich ein Begriff ist und mit dem ich schon E-Mails tauschte, aber selbst noch nie persönlich ein Wort wechseln konnte. Genau wie Uwe Warnke, dessen Verlagsproduktion ich sehr schätze, ihm selbst aber noch nie begegnen konnte.
Besonders beeindruckt haben mich die Exponate einer Gruppe russischer Buchkünstler, die in Berlin unter dem Namen MTM (nach den Initialen der drei Vornamen) tätig sind und das Gespräch mit ihnen. Sie arbeiten sehr vielseitig, so stellte Michael Bensman Künstlerbücher vor, die sich genauso mit der Geschichte der Sowjetunion, wie auch mit dem Jüdischen Viertel in Berlin auseinandersetzen, Tamara Ivanova war mit Unikatbüchern zu Themen wie Berliner Alltagsleben und erotischen Licht- und Schattenspielen vertreten. Meine persönliche Entdeckung ist jedoch Welf Schiefer, ein ambitionierter junger Graphiker aus Hannover.
Aber auch mit mir gut bekannten Ausstellern gab es Möglichkeiten zum Gedankenaustausch, wie mit unseren Mitgliedern Marc Berger, Hanfried Wendland und Albrecht von Bodecker, der genau wie Klaus Ensikat innerhalb des Rahmenprogramms zu einer Signierstunde geladen hatte oder Christian Ewald von der Katzengraben-Presse, Hanif Lehmann von der Widukind-Presse und Hans-Hilmar Koch vom historischen Druckkunstmuseum Krakow, welches durch die Berlin-Brandenburger Pirckheimer vor 2 Jahren besucht wurde.
Es ist mir trotz alledem ein Bedürfnis, auch am letzten Tag nochmals zur artbook.berlin zu gehen, denn einige Gelegenheiten, mit Ausstellern näher ins Gespräch zu kommen, ergaben sich auch heute aufgrund des hohen Besucheraufkommens noch immer nicht. Hendrik Liersch von der Corvinus-Presse, bei dem ich schon geradezu legendäre Lesungen und Buchvorstellungen erlebte, konnte ich nur flüchtig begrüßen, bei Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg, dessen Grafikbrief zu meinen obligatorischen Lektüren gehört, habe ich auch nur vorbeigeschaut und außerdem hoffe ich natürlich auch darauf, Freunde aus der Pirckheimer-Gesellschaft oder vom BBA zu treffen.
(ad)

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