Mittwoch, 13. September 2023

Minibuch-Treffen oder Bibliotheksbesichtigung?

Am Donnerstag trifft sich der Freundeskreis Miniaturbuch Berlin zu seinem monatlichen Stammtisch, der wie immer am zweiten Donnerstag im Monat im Café "KulturGut Marzahn" stattfindet.
14. September 2023, 17 Uhr

Kunst- und Kulturcafé KulturGut
Alt Marzahn 23 in 12685 Berlin

Mitglieder der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft werden am selben Tag zu einem bibliophilen Abend in der Rathäuslichen Bibliothek in Charlottenburg zusammen kommen. In der Reihe "Die schönen Unbekannten - Bibliotheken, die nicht jeder kennt", wird der Leiter Thomas Wolfes das Verwaltungsinformationszentrum mit seiner Vorgängereinrichtung, der Magistratsbibliothek der Königlichen Residenzstadt Charlottenburg, vorstellen.
Sie kann auf eine lange Tradition bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückblicken. Die ältesten Bücher mit Besitzvermerk datieren von 1810. Die Bibliothek entstand in dieser Zeit als Folge der preußischen Städteordnung von 1809, die die Bildung einer modernen städtischen Verwaltung mit Magistrat und Stadtverordnetenversammlung regelte. Im Januar 1898 wurde eine Anweisung zur Führung der Magistratsbibliothek erteilt, 1916 erschien der bereits dritte gedruckte Katalog der Magistratsbücherei, nach 1897 und 1904. Die Räume, in denen sich das VIZ als Nachfolger der Magistratsbibliothek bis heute befindet, wurden nach der Fertigstellung des Rathauses Charlottenburg im Jahre 1905 bezogen.

14. September 2023, 19 Uhr

Rathaus Charlottenburg
Otto-Suhr-Allee 10, 10585 Berlin

France Prešeren und die Slowenische Romantik

In den kommenden Jahren will das Freie Deutsche Hochstift, Träger des Frankfurter Goethe-Hauses, des Deutschen Romantik-Museums und Betreiber des Brentano-Hauses, den Blick verstärkt auf die europäische Romantik richten. Einen Anfang macht Slowenien, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2023.
Die slowenische Romantik mit ihrer Betonung der Volksdichtung und des nationalen Sinns entwickelte sich unter dem Einfluss der Französischen Revolution, der deutschen Romantiker und des italienischen Risorgimento. Die wohl bedeutendste literarische Figur seiner Epoche ist France Prešeren (1800–1849). Ihm vor allem ist eine Kabinettausstellung im Deutschen Romantik-Museum gewidmet, die in Kooperation mit der National- und Universitätsbibliothek Sloweniens, der Universität Ljubljana sowie dem slowenischen Kulturzentrum Berlin entstand.

Vorgestellt werden Leben und Werk des Dichters, seine literarischen Wurzeln und sein Einfluss auf die kommende Dichtergeneration anhand von Briefen, Übersetzungen und Gedichthandschriften. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der ersten und bedeutsamsten Manuskripte und Ausgaben von France Prešeren und Luiza Pesjak, die in der National- und Universitätsbibliothek in Ljubljana aufbewahrt werden, sowie den historischen Kontext von Prešerens Werk und das wichtige Erbe, das der Dichter der slowenischen und europäischen Kultur hinterlassen hat.

Eröffnung: 14. September 2023, 18 Uhr
Ausstellung: 15. September - 25. November 2023

Deutsches Romantik-Museum
Großer Hirschgraben 21, 60311 Frankfurt am Main

Dienstag, 12. September 2023

Preis der Stiftung Buchkunst 2023

Der Preis der Stiftung Buchkunst 2023 wurde an das Buch der schwedischen Bildhauerin Nina Canell: Shell Reader BOM DIA BOA TARDE BOA NOITE vergeben. 
Fotos © Stiftung Buchkunst / Franziska Holly Geiß
In der Installation der Bildhauerin bedecken mehrere Tonnen Muschelstücke den Boden zwischen vier Wänden. Wer die  betritt, erzeugt mit jedem Schritt ein Knirschen. Viele Schritte erzeugen einen rauschenden Klang.
Der »Shell Reader« ergänzt diese Installation. Schweres Papier ergibt einen mächtigen Buchblock. Allerdings – und das ist so rar wie eine Perle – zeigt der dreiseitige, breite Buchschnitt Scharen heftiger Kratzspuren. Die Blattkanten sind angefräst, während Perlmutt im inneren Buchdeckel schimmert. Diese allegorischen Merkmale von Rauheit und Glanz umhüllen den Inhalt. Er zeigt die harten Schutzhüllen der weichen Meerestiere in Nahaufnahme. Man schaut auf die gut 300 ganzseitig präsentierten Schalenfragmente, als wären es Portraits.
Tatsächlich sind es skelettierte Mollusken, ehemalige Individuen, deren selbst gebaute, gewachsene Behausung man bestaunt wie ein antikes Artefakt. Die riesige Menge von Muschelschalen in der Kunstgalerie repräsentiert die noch riesigeren Mengen, die aus dem Meer gebaggert, zermahlen und als Kalklieferung der Betonindustrie zugeführt werden. Bereits vor 2000 Jahren hatten die Römer:innen Monumentalbauten in Beton gegossen. Das Abstrakte dieses Werkstoffes nimmt das Übernatürliche der modernen Plastikstoffe vorweg.

Nina Canell 
Shell Reader 
BOM DIA BOA TARDE BOA NOITE, Berlin 
ISBN 978-3-96436-057-1 
56 Euro

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in der Presse

In "Oscar am Freitag", einem Magazin für die Stadt und den Landkreis Gotha, informierte Ulrike Tröger über kommende Veranstaltungen der Forschungsbibliothek Schloss Friedenstein, darunter auch ein erster Hinweis in der Presse auf das kommende Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft:

Am Sonnabend, dem 23. September, beginnt um 14.30 Uhr im Spiegelsaal die Einführung in die Ausstellung „p.f. – Neujahresgrafik” von Prof.
Peter Arlt (Gotha). Um 15.30 Uhr spricht unter dem Titel „Ein Blick in die Bibliothek Grewe” Till Schröder (Chefredakteur der Zeitschrift „Marginalien”) mit den Sammlern Christiane und Prof. Dr. Norbert Grewe (Darmstadt). Beide Veranstaltungen finden im Rahmen des Jahrestreffens der Pirckheimer Gesellschaft statt.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um Anmeldung bis 15. September unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de. ...

Montag, 11. September 2023

Die Neuhauser Kunstmühle öffnet ihre Türen

Zum „Tag des Denkmals“ öffnet die Neuhauser Kunstmühle des Pirckheimers Nikolaus Topic–Matutin auch in diesem Jahr das Wohnhaus, das „Bärenhaus“, sowie für die Druckwerkstatt von 10 - 17 Uhr wieder ihre Türen.

Es werden Führungen von jeweils 150 min. um 10 und 14 Uhr zum Thema Besichtigung Markt 20 und Werkstattführung angeboten.

Anmeldungen und Rückfragen unter: +43 664 336 13 20 oder nikolaus.topic@neuhauser-kunstmuehle.at. Anmeldeschluss für die Führungen: 22. September 2022

Tag des Denkmals: 29, September 2023

Bärenhaus/Druckwerkstatt
Markt 20 und Obere Hauptstr.1, 3192 Hohenberg

Gerhard Marcks-Schenkung

Gerhard Marcks, Selbstbildnis, Lithographie, 1969.
Das Ehepaar Hildegard und Dr. Herbert Wippel hat der Klassik Stiftung Weimar 67 frühe Holzschnitte des Bauhausmeisters Gerhard Marcks (1889–1981) gestiftet. Das Paar sammelt seit über fünf Jahrzehnten moderne und zeitgenössische Kunst, darunter seit den frühen 1970er Jahren das druckgrafische Frühwerk von Gerhard Marcks.

Annette Ludwig, Direktorin der Museen der Klassik Stiftung Weimar, konnte die großzügige Schenkung über einen Kunsthändler einwerben. Sie betont: «Kein anderes Museum ist prädestinierter für diese Sammlung als die Museen der Stiftung mit ihrem Sammlungsschwerpunkt zum frühen Bauhaus. Dies auch angesichts der herausragenden Qualität der Werke, ihrer vorzüglichen Provenienz und ihrem einwandfreien Erhaltungszustand.»

Bei der Übergabe des Konvoluts konnte zudem eine weitere Zustiftung entgegengenommen werden: eine Porträtzeichnung aus dem Jahr 1932, die Trude Jalowetz (1910–1976) zeigt, Studentin und bevorzugtes Modell Gerhard Marcks’ an der Burg Giebichenstein. Das Blatt ergänzt den Weimarer Bestand, zu dem auch die Skulptur Selene (1935) zählt, für die Jalowetz ebenfalls Modell saß, hervorragend.

Foto:
Gerhard Marcks, Der Stall, Holzschnitt, 220×315 mm, 1923, Klassik Stiftung Weimar, Schenkung Hildegard und Herbert Wippel; © VG Bild-Kunst

Sonntag, 10. September 2023

Bücherlust Berlin, Tag 2

Die zweite Bücherlust Berlin ist zu Ende gegangen, für die Pirckheimer-Gesellschaft erfolgreich Dank des Einsatzes von Gerhard Rechlin, Jürgen Wilke, Ninon Suckow, Abel Doering und Till Schröder. Der Berliner Bibliophilen Abend gewann neue Freunde.
Jürgen Wilke und Gerhard Rechlin
Elvira Tasbach
Doreen Langguth, dahinter Michael Banzhaf und Volker Riepenhausen
Jürgen Wilke am Stand von Volker Riepenhausen
die Pirckheimer Gerhard Rechlin, Ninon Suckow und Michael Solder
Sebastian Eichenberg, 2. Vors. der Gesellschaft der Bibliophilen

Samstag, 9. September 2023

Bücherlust Berlin, Tag 1

Hier einige Aufnahmen von der Bücherlust. Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft Heike und Udo Haedicke, nachmittags Robert und Reinhard Grieger. Flankiert vom Berliner Bibliophilen Abend, vertreten durch Abel Doering.
Heike Haedicke und Abel Doering am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft und des BBA
Rotes Antiquariat von Christian Bartsch
v.l.n.r.: Udo Haedicke, Irmtraud Jüttner, Reinhard und Robert Grieger, Heike Haedicke
Erich Bürck, Thomas Döring
Reinhard Denecke
Thomas Döring, Michael Solder
Foto 1: Udo Haedicke, Fotos 2 - 10: Abel Doering

Freitag, 8. September 2023

DADA ruht nicht

 Letterpress & Grafik

Stéphane de Schrevel (Functionmatters, BE),
 Je suis DADA, 2016,
Letterpress © Stéphane de Schrevel,
Foto: Andreas Bartsch
Zum 100-jährigen Jubiläum der 1916 in Zürich begründeten literarischen und künstlerischen DADA-Bewegung keimte bei Marc Berger in der Edition Schwarzdruck im brandenburgischen Gransee die Idee, dies zum Anlass und Thema des alljährlichen „Widerdruck“-Kalenders zu machen. Die Resonanz innerhalb der internationalen Handpressendrucker-Szene war daraufhin so begeistert, dass dieses Projekt zu einer eigenen Wanderausstellung mit rund 100 Arbeiten von mehr als 50 künstlerischen Druckwerkstätten anwuchs. Sieben Jahre später wird diese Ausstellung nun auch in Cottbus zu sehen sein: 
Je suis dada – das Bekenntnis zu produktiv-wildem Nonsens, Sprengung typografischer Konvention mithilfe traditioneller Drucktechniken bleibt jenseits aller Jubiläen zeitlos wie an- und aufregend für Auge und Hirn.

18. November 2023 - 21. Januar 2024, zur Eröffnung wird Ulrich Goerdten sprechen

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus

Bücherlust mit bibliophilen Gesellschaften

Morgen treffen sich Bücherfreunde in Karlshorst das zweite Mal zur Bücherlust, wer noch keine Freikarte dafür erworben hat, kann das hier noch nachholen. Mitglieder des BBA werden die Messe am Sonnabend gemeinsam besuchen.

Neben 56 Antiquariaten, darunter auch Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, wird auch die Gesellschaft selbst mit den Marginalien, sowie der Berliner Bibliophilen Abend mit bibliophile Kostproben seiner Jahresgaben auf der Messe zu finden sein. Kostbare antiquarische Einzelstücke von 10 dieser Jahresgaben, die auf untenstehender Abb. zu sehen sind, werden zur Bücherlust zu stark reduzierten Preisen verkauft - ein Besuch lohnt sich. Für BBA-Mitglieder beträgt der Preis für frühere Jahresgaben übrigens max. 65 €, also nicht mehr als ein Jahresbeitrag. 
Nähere Angaben hier.
Jahresgaben, gestaltet und mit Ill. von Johannes Häfner, Xago, Horst Hussel, Guntram Vesper, Hanfried Wendland ....
9. und 10. September 2023, ab 10 Uhr

Tribünen-Halle der Trabrennbahn Berlin Karlshorst
Treskowallee 159 in 10318 Berlin

Donnerstag, 7. September 2023

Improvisation über TUSBLU

Almut Schlichting improvisiert auf dem Bariton-Saxophon über das Gedicht TUSBLU von Ulrich Goerdten („Lünische Ybungen" 2016, S. 20)

Die Gedichtsammlung "Lürischen Ybungen" von Ulrich Goerdten erschienen bei Marc Berger in der Edition Schwarzdruck als Band 21 der BWL-Reihe in 333 nummerierten Exemplaren und erlebte seine Premiere vor den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen Abend. Für diesen Titel gestaltete wie immer Roland Berger den Schutzumschlag.
 
Im Berliner Acker Stadt Palast sind an drei Tagen im Musikfestival für Solo-Improvisation (Berliner Solo-Impro) insgesamt 15 Künstler zu erleben, die in ganz unterschiedlichen musikalischen Universen zu Hause sind.

Zu Beginn eines jeden Abends steht ein einführendes Podiumsgespräch mit den fünf Musikern, wonach diese nacheinander Solo-Performances von jeweils ca. 20 Minuten geben. Den kontrastreichen Abschluss jedes Abends bildet das gemeinsame Finale: Hier liefern alle fünf Beteiligten eine kollektive Improvisation ab, bei der sie entsprechend aufeinander reagieren müssen, während Sie im Solo-Kontext noch allein mit sich und dem Publikum waren. 

Musikfestival: 13. September 2023 19:30 Uhr

Acker Stadt Palast
Ackerstraße 169/170 10115 Berlin 

Klangwelten – Bildkosmen

Musik im Plakat und in der bildenden Kunst

Jürgen Haufe, Jazz in der Philharmonie,
Joachim Kühn, piano – Daniel Humair,
drums – Jean- François Jenny-Clark, bass,
Ludwigshafen Staatsphilharmonie, 1996,
Offsetdruck © Nachlass Jürgen Haufe,
Foto: Thomas Kläber
Eine Ausstellung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst in der Rathaushalle folgt der engen Beziehung zwischen Musik und bildender Kunst sowie Plakatkunst.Die Parallelen von Musik und Kunst zeigen sich schon in Begriffen wie Harmonie, Komposition, Ton, Stimmung, Rhythmus und Klangfarbe, die in beiden Künsten zur Anwendung kommen. Insbesondere die zeitgenössische Kunst nimmt die Eigenheiten der Schwesterkunst Musik in engen Querbezügen variantenreich in ihr eigenes formales Vokabular auf.

Ausstellung: 3. September 2023 - 14. Januar 2024

Rathaushalle
Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder)

Mittwoch, 6. September 2023

Herbstprogramm der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft

27. September, 18 Uhr: Sonderführung durch die Bibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien. 
Der kühn-spektakuläre Entwurf der WU-Bibliothek stammt von der weltberühmten Architektin Zaha Hadid
Bildrechte: WU-Bibliothek
25. Oktober, 18 Uhr: „Treffen für Buchliebhaber“ im Café Museum

8. November, 18.30 Uhr: Vortrag Eberhard Köstler (Tutzing): „Thomas Mann und seine Familie in der Erfahrung eines Antiquars“, Loos-Räume der Wienbibliothek (gemeinsame Veranstaltung mit der Österreichischen Goethe-Gesellschaft)

13. Dezember, 18.30 Uhr: Präsentation der Jahresgabe 2024 von Wolfgang Buchta in der Bibliothek der Akademie der Bildenden Künste (mit Bibliotheksführung).
 
(Ernst Fischer)

"Historische Rosen" in der Staatsbibliothek

Die Staatsbibliothek zu Berlin präsentiert Geschichten und Tipps rund um das Thema „Historische Rosen“ und besondere Illustrationen aus ihren Beständen.
Sofia Blind
Historische Rosen – Sorten, Geschichten, Gartentipps
Rosa mundi, 
Souvenir de la Malmaison, Frau Karl Druschki – die mal klangvollen, mal kuriosen Namen alter Rosen beschwören die Klostergärten des Mittelalters, die Rosensammlungen von Kaiserin Joséphine oder das Rosenfieber der vorletzten Jahrhundertwende herauf. Und jede dieser alten Rosen hat ihre eigene Geschichte, so wie die Moschusrose, unter der schon Shakespeares Elfenkönigin Titania im ›Sommernachtstraum‹ ruhte. Oder auch die Kapuzinerrose, über die es heißt: „Alte Rosen müssen nicht unschuldig weiß oder romantisch rosa sein: Mit ihren strahlend bunten, außen gelben und innen orangeroten Blüten gehört die Kapuzinerrose zum Auffallendsten, was man in den Garten pflanzen kann. ‚So groß wie ein kleiner Heuhaufen und so feurig lodernd wie einer von Turners Sonnenuntergängen‘ sei diese Strauchrose, befand ein britischer Rosenfreund im Jahr 1890.

Sofia Blind und Katrin Böhme stellen zahlreiche Rosensorten mit ihren Geschichten vor; gezeigt werden prachtvolle historische Illustrationen aus den Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin, wie zum Beispiel von Pierre-Joseph Redouté; dazu praktische Tipps für die heimischen Rosen und Rezepte.

Sofia Blind lebt als Autorin, Übersetzerin und Gärtnerin im Lahntal. In ihrem historischen Garten wachsen Rosenklassiker ebenso wie seltene Sorten.
Dr. Katrin Böhme ist wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Handschriften und Historische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin.

19. September 2023, 18 Uhr, um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin,
Wilhelm von Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Dienstag, 5. September 2023

Talk & Magazine launch Umbigo

Talk & Magazine launch Umbigo

im AAP Archive Artist Publications

Hubert Kretschmer und sein Archive Artist Publications stellen
im Rahmen von VARIOUS OTHERS
die Verlagsplattform und das Magazin Umbigo aus Lissabon vor,
und präsentieren die neueste Ausgabe der Publikation.

Im gemeinsamen Gespräch werden Hubert Kretschmer (AAP),
António Néu und Elsa Garcia (Umbigo),
zusammen mit Jonas Beuchert (Edition Taube, München)
diskutieren, was das Veröffentlichen von Kunstmagazinen so schön und so schwer macht.

Donnerstag 7. September 2023
geöffnet ab 15 Uhr, TALK von 16 bis 17 Uhr
Türkenstrasse 60 UG (im Hinterhof links die Treppe runter), 80799 München


Heike Ratfisch zeigt im AAP
neue Collagen und große Ölpastellbilder
im Rahmen der Open Art Munich
Do. 7. Sept. bis So.10. Sept.

Sammeln

Ein Magazin des Auktionshauses Ketterer Kunst wendet sich an Sammler und versucht Fragen zu beantworten, die die Zukunft einer Sammlung betreffen und gibt Antworten zu Themen wie z.B. Schenkung, Stiftungsgründung oder Zustiftung, Leihgaben und Verkauf.
Sicher nicht uneigennützig, dennoch durchaus hilfreich.

So verweist z.B. der Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Raue, selbst Kunstsammler und Kunstmäzen, im Beitrag Sammeln und Vererben - ein weites Feld darauf, dass Sammler rechtzeitig entscheiden sollten, was nach ihrem Tode mit der Sammlung geschieht.

Das Magazin ist damit eine umfassende Darstellung von Fragen, die bereits häufig im Mittelpunkt von Veranstaltungen bibliophiler Gesellschaften standen und gibt ihren Mitgliedern umfassende Antworten zu diesen Problemfeldern.

Montag, 4. September 2023

Franziska Neubert - Buchakrobaten

Die Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz von Johanna Binger, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, stellt die "Grafik im September" vor: Franziska NeubertBuchakrobaten.
Original-Flachdruckgrafik, Druck: Jörg Hensel Leipzig, Bildformat 31,2 x 22,5 cm, Papierformat 40 x 30 cm
Auflage 100 Exemplare, signiert und nummeriert, 98 / 128 €

Die Künstlerin hat eine hohe Affinität zum Buch. Dafür stehen nicht nur ihre herausragenden Illustrationen für die Büchergilde, Joseph Roths „Spinnennetz“ und Arthur Millers „Fokus“. Immer wieder hat sie auch wunderbare Bild-Methapern rund ums Lesen geschaffen, hier nun eine der schönsten: Wenn ein Buch das ist, was ein Paar in riskanter Situation verbindet und zusammenhält, dann weiß man, dass man sich aufeinander verlassen kann. Nervenkitzel soll aber auch dabei sein…
Und, für alle, die jetzt ein Déjà-vu haben: Ja von Franziska Neubert gab es schon einmal zwei Blätter mit dem Titel "Buchakrobaten", und zwar zur leider ausgefallenen BuchDruckKunst 2020.

Franziska Neubert wurde 1977 in Leipzig geboren. Sie studierte Buchkunst und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig u. a. bei Volker Pfüller und nahm dort auch das Meisterschülerstudium auf. 2002 erhielt sie ein einjähriges Stipendium des DAAD und studierte an der Ecole Nationale des Arts Décoratifs Paris. 2005-2007 war sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Thomas Mattheus Müller. Seit 2008 lehrt Franziska Neubert in Dresden. Ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hans-Meid-Förderpreis für Illustration (2009), erschienen in verschiedenen Printveröffentlichungen und waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

wiedergelesen: Exlibris-Mappe

Gerhard Beyer, Exlibris für M. Höhnk, Holzstich
Zu DDR-Zeiten waren die Exlibris-Sammler, wie auch die Minibuchsammler nicht in eigenen Verbänden organisiert, sondern als Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR.
Diese Arbeitsgemeinschaften beteiligten sich auch an internationalen Kongressen, zu denen auch heute begehrte Sammlerstücke entstanden. Als Beispiel sie hier eine Mappe der Arbeitsgemeinschaft Grafiksammler der Pirckheimer-Gesellschaft angeführt, die zum Internationalen Exlibris-Congress in 
Budapest 1970 herausgegeben wurde.

Die von Albrecht v. Bodecker gestaltete Mappe im Format 8° (20,7 x 15 cm) wurde im Oktober selben Jahr in Berlin herausgegeben, enthält 10 Tafeln und erschien in einer Auflage von 300 nummerierten Exemplaren.

Eine kleine Anmerkung: Der als Gohliser Schlößchen bezeichnete Kopferstich von Oswin Volkamer zeigt in Wirklichkeit das Schillerhaus in Leipzig.

Sonntag, 3. September 2023

Julius Stindes Bibliothek

Julius Stinde an seinem Schreibtisch.
In: Velhagen & Klasings Monatshefte,
Jg. 12 (1897/98) I, S. 65.

Die privaten Bibliotheken von Schriftstellerinnen und Schriftstellern sind nicht nur Dokumentationen ihrer Vorlieben, Arbeitsschwerpunkte und Interessengebiete, sie sind nach deren Tode oftmals wichtige Quellen für Wissenschaftler, die sich mit Leben und Werk der Verstorbenen befassen. Sie überliefern, sofern sie erhalten sind, nicht nur ein Abbild des zu ihrer Zeit üblichen privaten Buchbestandes, die Bücher sind auch, falls es sich um eine echte Arbeitsbibliothek handelt, in der es Bearbeitungsspuren, Randbemerkungen und andere Einträge gibt, wichtige Quellen zum Verständnis der Arbeitsweise und des kreativen Umgangs, den die Betreffenden mit ihren Büchern pflegten. Einige Autorenbibliotheken sind in ihrer ursprünglichen Aufstellung in den Wohnhäusern der Schriftsteller erhalten, die zu musealen Gedenkstätten geworden sind, andere haben das Glück gehabt, dass sie von Bibliotheken oder Archiven komplett übernommen und damit für die Zukunft erhalten worden sind, andere sind von den Erben dem Antiquariatshandel übergeben worden, dann allerdings manchmal durch Auktionskataloge rekonstruierbar. Wieder andere sind aufgelöst, verteilt, verkauft und vergeben worden, ohne dass Nachrichten über ihren Bestand überliefert wurden.

Ein Glückslfall ist es, wenn eine Autorenbibliothek, die das Schicksal der Zerstreuung erleiden musste, vor ihrem Auseinanderfliegen noch einmal von einem Fachmann betrachtet und in ihren Hauptmerkmalen beschrieben wird. Dies ist 1905 geschehen, als Gotthilf Weisstein, der Journalist und Bibliophile, Gelegenheit erhielt, die Bibliothek des kurz zuvor verstorbenen Julius Stinde
im Antiquariat Gsellius in Berlin zu besichtigen. Er berichtet davon unter der Überschrift „Julius Stindes Bibliothek” in der Morgenausgabe der National-Zeitung vom 5. November. 

 
Nach Weissteins Angaben müsste ein großer Teil des Buchbestandes von der Berliner Stadtbibliothek angekauft worden sein. Forscht man aber den Titeln nach, so findet man keines der Bücher an diesem Ort. Das kann nur bedeuten, dass die Bücher aus Stindes Bibliothek dasselbe Schicksal erfuhren wie die Sprichwörterbibliothek von etwa 2000 Bänden, die der erwähnte Emil Jacobsen der Berliner Stadtbibliothek seinerzeit vermacht hatte: Sie sind im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und vernichtet worden. Erhalten geblieben ist in der Berliner Stadtbibliothek allerdings die Bibliothek Ernst von Wildenbruchs, mit dem Stinde befreundet war. Hier befindet sich ein Widmungsexemplar der Erstausgabe von Stindes „Buchholzens in Italien“, das einen Brief Stindes an Wildenbruch enthält.

(Ulrich Goerdten)

Kolloquium: »Symbolik des Schiffs, der Bootsfahrt«

Die Schweizerischen Bibliophilen treffen sich zu einem Kolloquium der Schweizerischen Gesellschaft für Symbolforschung.
Auf dem Programm stehen neben einer Mitgliederversammlung Vorträge von 
  • Willemijn de Jong / Paola von Wyss-Giacosa / Andreas Isler »Seelenschiffe in Indonesien«
  • Eike Schnall »Das Schiff als technisches Kollektivsymbol: Von der Arche zum Langen Wurm«
  • Fritz Gutbrodt: »Have you a mind to sink?” – Literatur aus dem Schiffswrack«
  • Dieter Bitterli: »Schiffsymbolik in der angewandten Emblematik der Schweiz«
  • Rosa Micus »Das Schiff als Symbol der Kirche« und selbstverständlich wird 
  • Nikolaus Henkel zu »Brants Narrenschiff« referieren.
23. September 2023

Theatersaal des "Zentrum Klusplatz" 
Asylstrasse 130, 8032 Zürich