![]() Eckehart SchumacherGebler auf der BuchDruckKunst in Hamburg, 25.12.2021, Foto © ad |
Im Mai 2022 erhielt Eckehart SchumacherGebler den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Landeshauptstadt Mainz.
![]() Eckehart SchumacherGebler auf der BuchDruckKunst in Hamburg, 25.12.2021, Foto © ad |
allen Pirckheimer-Freunden bekannt duch die typographische Beilage zu den è MARGINALIEN, entstand zunächst als Jahresausgabe für Freunde und Kunden aus den Erfahrungen der damals üblichen Handsatzarbeiten. Für Setzer und Drucker des Typostudios SchumacherGebler lag der Reiz darin, einmal nach eigenem Empfinden eine zu dem jeweiligen Autor passende Schrift aus dem reichen Fundus an Bleilettern zu wählen. Typographie, Schrift und Schriftenvielfalt, aber auch die ästhetische Faszination der Form als solche, sind daher die verbindenden Themen des Programms.
Auch die Schriftproportionen sind anders. Bei den Bleibuchstaben sind die Strichstärken in den kleineren Graden nicht nur etwas kräftiger, die Zeichen sind auch insgesamt offener gehalten. Das gewährleistet eine gute Lesbarkeit. In den größeren Graden hingegen ist die Zeichnung enger angelegt, der Duktus schlanker, damit unseren Augen keine allzu großen Sprünge zugemutet werden.![]() |
| Unikateinband des "Centaur" von Andreas Bormann, MDE (Berlin), P.J. Moosbrugger (Pegasus-Presse) |
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| Fotos © Uwe Dettmar (Stiftung Buchkunst) |
Die dritte Dresdener Literaturmesse schriftgut ist ein gemeinsamer Auftritt von Buch- und Literaturschaffenden aus Dresden, Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Umrahmt werden diese Präsentationen durch Autoren und Künstler, durch Lesungen und Buchpräsentationen. Doch nicht nur das: Gezeigt wird auch, wie das gedruckte Wort auf das Papier kommt oder kam, immer unter dem Gesichtspunkt der handwerklichen Tätigkeit. Somit eröffnet sich für Interessierte beispielsweise ein Blick hinter die Kulissen einer traditionellen Druckerei, in welcher der „Satz“ durch zusammengefügte Bleibuchstaben gebildet wurde – eine Arbeitsweise, die man heute kaum mehr zu Gesicht bekommt.
Ziffern sind in gewissem Sinn die Schwestern der Buchstaben. Lassen sich mit Letzteren Worte und Gedanken visuell festhalten, haben Ziffern den Vorzug, daß man mit ihnen Informationen quantitativer Art - Mengen, Summen, Maße - leicht faßlich und zudem sehr einprägsam darstellen kann. Abgesehen von der oftmals mythologischen Bedeutung, die sich damit verbindet.![]() |
| Setzerei der Dresdener Druckerei (Quelle: Museum für Druckkunst Leipzig) |
Das Heft 248 der Marginlalien. Zeitschrift für Buchkunsr und Bibliophilie ist erschienen, darin u.a. "Nobilitiertes Pergament" von Till Schröder, Gerhard Seibold im Gespräch über versprengte Wappenbriefe und goldene Miniaturen oder ein Atelierbesuch von Ekkehard Schulreich beim Leipziger Grafiker und Kupferstecher Wolfgang Böttcher. Von Erik Spiekermann, von Manfred Richter und von Susanne Zippel gibt es jeweils Erinnerungen an Eckehart SchumacherGebler und Manfred Krause berichtet über das Christian Schad Museum Aschaffenburg.
Die wie immer von Matthias Gubig gestaltete und kommentierte typografische Beilage widmet sich Klaus Modicks "Casco in Kanda", die für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft in jeweils einem Exemplar beigelegte originalgraphische Beilage ist ein Kupferstich mit den Motiven "Villa Duodo Balbi", "Fonte Aretusa", "Cavaletta" und "Seiltanz" (siehe Abb.) stammt von Wolfgang Böttcher.
"Die Idee zu dieser Messe ist dem Verlegerehepaar Peggy und Dirk Salomo zu danken. ... Ihr Ziel war es, möglichst ALLEs zusammenzuführen, was mit Literatur zu tun hat. Engagierte Dresdener, eine generöse „Messe Dresden“ und verhandelbare Standgebühren ermöglichten die herz- und geisterfrischende Präsentation der sonst eher stillen Schriftkunst und -kultur durch 78 Teilnehmer in neun Räumen von Wohnzimmer- (Neubau) bis Messehallengröße."