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Mittwoch, 21. Dezember 2022

Eckehart SchumacherGebler (13.7.1934 – 17.12.2022)

Der Pirckheimer Eckehart SchumacherGebler, einer der ganz großen Persönlichkeiten der Schwarzen Kunst, ist von uns gegangen, sein unermessliches Vermächtnis wird weiterleben.

Eckehart SchumacherGebler auf der BuchDruckKunst in Hamburg, 25.12.2021, Foto © ad
Das langjährige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Eckehart SchumacherGebler ist ausgebildeter Drucker und Schriftsetzer und war seit 2013 Honorarprofessor für Druckkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. In Dresden betrieb SchumacherGebler zudem die Offizin Haag-Drugulin, ein Studio für Typografie, sowie einen Verlag. Im Jahr 1994 gründete er das Museum für Druckkunst in Leipzig, das als „arbeitendes Werkstattmuseum“ die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken vermittelt. Im Jahr darauf rief er zudem die „Leipziger Typotage“ ins Leben, die sich jedes Jahr im Rahmen einer internationalen Tagung der Schriftgeschichte und der zeitgenössischen Typografie widmen. In seinen Unternehmen hielt SchumacherGebler bis heute die Buchdruckkunst lebendig.

Im Mai 2022 erhielt Eckehart SchumacherGebler den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Landeshauptstadt Mainz.

Freitag, 27. Januar 2023

Aufruf zur Rettung eines Kulturschatzes

Nach dem Tod Eckehart SchumacherGeblers am 17. Dezember 2022 ist ungewiss, wie es mit der Offizin Haag-Drugulin (OHD) weitergeht. SchumacherGebler hatte den 1829 gegründeten renommierten Leipziger Betrieb nach der Wende übernommen und ihn zuletzt zehn Jahre in Dresden weitergeführt. Nicht als Museumswerkstatt, sondern als Handwerksbetrieb. Gewinnmaximierung stand hier nicht im Fokus. Eckehart SchumacherGeblers Anliegen war, einen Kulturschatz und die damit verbundenen Fertigkeiten zu erhalten und weiterzugeben. So werden in der OHD Druckaufträge im Bleisatz und Buchdruck auf höchstem professionellen Niveau durchgeführt, dank der Monotype auch Buchprojekte größeren Umfangs.
Kern der OHD ist das historische typografische Material, das Eckehart SchumacherGebler in über sechzig Jahren zusammengetragen, gepflegt und genutzt hat: also die einzigartigen immensen Schrift- und Matrizenschätze, die funktionstüchtigen Monotype- und Buchdruckmaschinen, vor allem aber das hier versammelte Wissen. Gemeint sind die in den historischen Techniken ausgebildeten, hochmotivierten Menschen [...].
Weiterhin auf höchstem Niveau zu setzen und zu drucken, ist das erklärte Ziel. Druckprojekte gäbe es. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter dazu befähigt, andere auszubilden und so für den Fortbestand von Handwerksberufen wie Schriftsetzer, Monotype-Taster und ‑Gießer und Buchdrucker zu sorgen.
[...]

... weiterlesen auf "Verein für die Schwarze Kunst"

(Silvia Werfel)

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Zentenar-Fraktur

Mit allen guten Wünschen für ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2016
(Eckehart SchumacherGebler)

Das Talent Schneidlers, die sprühende Lust am kalligraphischen Fabulieren, die überschäumende Phantasie, all das kommt erst bei den Initialen der Zentenar-Fraktur ganz zur Geltung. Schwünge werden sichtbar, die an den Formenreichtum eines Geoffroy Tory oder Robert Granjon aus dem 16.Jahrhundert erinnern.
F. H. Ernst Schneidler (er starb vor 60 Jahren am 7.1.1956) war Kalligraph, Maler und Lehrer - in erster Linie aber ein begnadeter Schriftentwerfer. Unter den zahlreichen von ihm geschaffenen Schriften zeigt die »Zentenar-Fraktur« in besonderer Weise dessen große Begabung. Das Gitterwerk der Gemeinen; es atmet »spätgotisches Formenempfinden« und die Versalien zeigen neben einfacheren auch stärker verzierte, barocke Varianten. Die Schrift ist 1937 im Jubiläumsjahr der Bauerschen Gießerei herausgekommen, das Ereignis hat ihr ihren Namen verliehen. Sie wurde als das »großartige Aufleuchten« einer langen Tradition begrüßt und gefeiert.
Die Initialen wurden in vier Graden mit je 23 Buchstaben (ohne I; X und Y) angeboten, dazu 17 Sonderfiguren. Sie sind nicht als Bleilettern gegossen; sondern von Hand in Holz gestochen worden. Von den Original-Holzstichen wurden Galvanos für den Verkauf gefertigt. - Es war ein Glück für unser Haus, diese Originale erwerben zu können.

Max Caflisch, Albert Kapr, Eckehart SchumacherGebler, Antonia Weiss und Hans Peter Willberg
»F. H. Ernst Schneidler – Schriftentwerfer, Lehrer, Kalligraph«,
SchumacherGebler 2015
Format 24 × 34 cm – 352 Seiten – Halbgewebeband.
ISBN 9783-920856-29-2

Samstag, 24. Dezember 2022

Danke, Eckehart.

Memento mori – und doch hofften wir, hilflos, diese Zeilen nie schreiben zu müssen.

Es gibt oder gab Menschen, bei denen sich der Gedanke an die Vergänglichkeit des Lebens nicht einstellen will, ohne die man sich eine, ›seine Welt‹ nicht vorstellen mag. Sie schienen schon immer da zu sein und waren bis ins hohe Alter von scheinbar unbeugsamer Schaffenskraft. Eckehart SchumacherGebler war ein solcher Mensch. Bis zuletzt trieb ihn seine Leidenschaft für die Schwarze Kunst um, nahm er an Veranstaltungen teil, wie der Verleihung des Gutenberg-Preises an ihn im Juni, oder er war auf Schriftsuche und fuhr vor allem immer wieder zwischen Bad Tölz und der Offizin Haag-Drugulin in Dresden hin und zurück. Nun, nach 88 Jahren, hat seine Reise am 17. Dezember geendet, und die Gemeinde um die Schwarze Kunst wird sich ohne ihn weiter für den Erhalt und die Förderung des Buchdrucks einsetzen müssen.

Der ›Verein für die Schwarze Kunst‹ verdankt Eckehart SchumacherGebler nicht nur seine Existenz, sondern sein Wirken für den Erhalt und die Förderung des handwerklichen Buchdrucks hat uns, wie viele weitere Menschen, inspiriert und neue Zuversicht für unser Engagement vermittelt. Seine antreibende Schaffenskraft, sein enormes Wissen und sein geschulter, überaus präziser ›typographischer‹ Blick werden uns – neben dem Menschen selbst – sehr fehlen. Sein Erbe aber werden wir bewahren.

(Verein für die Schwarze Kunst)

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die Bibliothek SG

Buchkunst mit Blei und Faden

Im Januar 2010 erscheint in der bereits seit 1974 editierten Buch­reihe »Bibliothek SG« mit ausgewählten Texten klassischer Autoren der Band 34 ›Joseph Roth – Der Diener Jacques und anderes‹.
Diese Reihe unseres Mitglieds è Eckehart
SchumacherGebler, Die Bibliothek SGallen Pirckheimer-Freunden bekannt duch die typographische Beilage zu den è MARGINALIEN, entstand zunächst als Jahresausgabe für Freunde und Kunden aus den Erfahrungen der damals üblichen Handsatzarbeiten. Für Setzer und Drucker des Typostudios SchumacherGebler lag der Reiz darin, einmal nach eigenem Empfinden eine zu dem jeweiligen Autor passende Schrift aus dem reichen Fundus an Bleilettern zu wählen. Typographie, Schrift und Schriftenvielfalt, aber auch die ästhetische Faszination der Form als solche, sind daher die verbindenden Themen des Programms.
Das ist die wirkliche Besonderheit der Reihe: Beim traditionellen Druck mit Bleibuchstaben prägen sich die Typen gering­fügig in das Papier ein. Dadurch bildet sich ein hauchdünnes Relief. In der Verbindung mit dem dabei entstehenden Farbschmitz wächst den Buchstaben mehr Körper zu, erhalten sie zusätzliches Gewicht.
Die Bibliothek SGAuch die Schriftproportionen sind anders. Bei den Bleibuch­staben sind die Strichstärken in den kleineren Graden nicht nur etwas kräftiger, die Zeichen sind auch insgesamt offener gehalten. Das gewährleistet eine gute Lesbarkeit. In den größeren Graden hingegen ist die Zeichnung enger angelegt, der Duktus schlanker, damit unseren Augen keine allzu großen Sprünge zugemutet werden.
Diese Technik von Bleisatz und Buchdruck wird in der Offizin Haag-Drugulin in der alten Druckerstadt Leipzig gepflegt. Große Sorgfalt wird auf die Wahl des Papiers und auf werkgerechte Bindearbeit verwendet. Nur säurebeständige, leicht getönte Sorten kommen zur Anwendung. Der Buchblock ist fadengeheftet, der Einband mit farbigem Büttenpapier überzogen. Titel dieser Reihe werden immer wieder bei Wettbewerben prämiert: Die Bibliothek SG ist die einzige Serie, die noch ausschließlich in Bleisatz/Buchdruck hergestellt wird.

è Bibliothek SG

Donnerstag, 24. September 2015

Handpressen oder die Kunst handwerklicher Buchgestaltung

Das Besondere des in kleiner Auflage gedruckten Buches findet nach wie vor und nun auch gerade im digitalen Zeitalter erneut Liebhaber. Diese schätzen den visuell-haptischen Eindruck, die Sorgfalt bei der Herstellung, die überlegte Wahl der Materialien und der Schrift. Das sich in Einband, Materialwahl und Ausstattung als ästhetische und inhaltliche Einheit präsentierende Buch vermittelt zwischen Autor, Pressenbetreiber / Gestalter / Künstler und Leser. Es bildet in der bewussten Entscheidung für eine bestimmte Type, Farbigkeit, Layout, Technik und Art der ornamentalen oder bildlichen Ausstattung zugleich auch die Interpretation des jeweils ausgewählten Textes. Das Buch fungiert damit als Kommunikationsmittel zwischen Gestalter und Leser und lädt ein, die Auffassung des Textes und die ästhetische Umsetzung nachzuvollziehen und damit auch über die eigene Stellung zu dem Text zu reflektieren.
Eine Ausstellung der Galerie Handwerk zeigt handwerklich gestaltete Bücher, in denen Typographie und Illustration eine Verbindung eingehen bzw, das Buch allein durch die Schrift gestaltet ist. Der Schwerpunkt der Ausstellung ist so gelegt, dass die vielfältigen Möglichkeiten präsentiert werden, durch Druck ein Buch zu kreieren. Das Ziel dabei ist es, die erstaunliche Breite an Möglichkeiten vorzustellen, die in diesem Bereich zurzeit vorliegt. In Hinblick auf die typographische Gestaltung soll es sich jedoch bevorzugt um solche Bücher handeln, die im Handsatz (Bleisatz) und im Handdruck entstehen.
Unikateinband des "Centaur" von Andreas Bormann, MDE (Berlin),
P.J. Moosbrugger (Pegasus-Presse)
Der Schwerpunkt wird dabei auf der aktuellen Produktion in Deutschland liegen. Die Pirckheimer Dr. Wolfram Benda (Bear Press), Jens Henkel (burgart-presse), Peter Moosbrugger (Pegasus-Presse) und Eckehart SchumacherGebler (Offizin Haag Drugulin) werden ebenso dabei sein wie Christian Ewald (Katzengraben-Presse), Sabine Golde (Carivari), Peter Rensch (Andante Handpresse), sowie Uta Schneider und Ulrike Stoltz (usus). Ergänzend sollen einige Arbeiten bedeutender Pressen aus dem Ausland gezeigt, sowie aus der Zeit um 1900 und der jüngeren Vergangenheit vorgestellt werden.

Ausstellung: 22. Oktober - 21. November 2015

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk
weitere Informationen durch Klick auf die Abb. des Flyers ...

Freitag, 8. März 2013

50 Jahre "Schönste Bücher aus aller Welt"

Jubiläumsfeier und Podiumsveranstaltung auf der Leipziger Buchmesse
 
Juroren, Prämierte und Zeitzeugen diskutieren am 15. März 2013 (Halle 3, Stand G 600) über Geschichte, Kriterien und Relevanz des Wettbewerbs »Schönste Bücher aus aller Welt«.
Fotos © Uwe Dettmar (Stiftung Buchkunst)
Podiumsteilnehmer sind unsere Mitglieder Prof. Matthias Gubig und Eckehart SchumacherGebler, die Absolventen der HGB Leipzig Elisabeth Hinrichs und Daniel Rother, sowie Susanne Zippel, Typografin und Grafik-Designerin. Die Moderation übernimmt Alexandra Sender von der Stiftung Buchkunst. Der Bürgermeister der Stadt Leipzig und Pirckheimer Michael Faber wird die Veranstaltung eröffnen und die Goldene Letter, Medaillen und Urkunden verleihen.
 

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Bekenntnis zum Handwerk

Heute wurde die wunderbar kuratierte Ausstellung "Handpressen oder die Kunst handwerklicher Buchgestaltung" in der Galerie Handwerk der Handwerkskammer in München eröffnet. Geschätzt 120! Besucher weilten bei der Eröffnung, bei der sich viele bekannte Buchkünstler und das interessierte Publikum persönlich begegneten.
Viele Pirckheimer Mitglieder gehörten natürlich auch zu den Ausstellern. Benda, Henkel, SchumacherGebler oder Moosbrugger, um nur einige zu nennen, sind in München vertreten, so wie wir sie kennen, mit bibliophilen und künstlerisch anspruchsvollen Exponaten ihres Schaffens. Reinhard Grüner ist als Leihgeber vertreten und gibt mit den ausgestellten Werken einen weiteren Einblick in sein Sammler-Repertoire.
Dafür, dass angeblich niemand mehr sich für Bücher interessiert, sind erstaunlich viele junge Künstler mit ihrer Buchkunst zu sehen.
Die ausgestellten Werke und das spannende Rahmenprogramm der Ausstellung sollte nicht nur Münchner zu einem Besuch motivieren.
(Dr. Ralph Aepler)

Ausstellung: 22. Oktober - 21. November 2015

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk

weitere Informationen hier ...
siehe auch: Edition Schwarze Seite ...

Donnerstag, 6. November 2014

3. Dresdner Literaturmesse schriftgut 2014

Die dritte Dresdener Literaturmesse schriftgut ist ein gemeinsamer Auftritt von Buch- und Literaturschaffenden aus Dresden, Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Umrahmt werden diese Präsentationen durch Autoren und Künstler, durch Lesungen und Buchpräsentationen. Doch nicht nur das: Gezeigt wird auch, wie das gedruckte Wort auf das Papier kommt oder kam, immer unter dem Gesichtspunkt der handwerklichen Tätigkeit. Somit eröffnet sich für Interessierte beispielsweise ein Blick hinter die Kulissen einer traditionellen Druckerei, in welcher der „Satz“ durch zusammengefügte Bleibuchstaben gebildet wurde – eine Arbeitsweise, die man heute kaum mehr zu Gesicht bekommt.
Mit von der Partie ist die berühmte Offizin Haag-Drugulin, gegründet 1829 in Leipzig, und seit drei Jahren in Dresden ansässig. Sie bewahrt einen einzigartigen Schatz an Schriften aus mehr als zwei Jahrhunderten, mit Raritäten aller Art: Schriftalphabete, die zwei Weltkriege überstanden haben und sonst nirgends mehr zu finden sind. Faszinierende Ziffernsätze in gigantischen Ausmaßen; verspielte, ja skurril anmutende Zier-Initialen aus lange zurückliegenden Zeiten. Daneben herrliche Fraktur-Schriften, die der Ächtung durch die Nazis entgangen sind. Nicht zu vergessen die unzähligen Sätze an Monotype-Matrizen, die es der Offizin gestatten, mit nagelneuen Lettern werkgetreue bibliophile Bücher herzustellen, wie zum Beispiel Bände für die jüngst erschienene Shakespeare-Gesamtausgabe oder Klassiker-Editionen wie die Bibliothek SG oder Sammlungen von Schrift-Alphabeten, wie sie in der Typothek veröffentlicht wurden.
Am Stand der Offizin Haag-Drugulin auf der Messe schriftgut kann man selbst Hand anlegen werden und auf den aufgestellten Handpressen – eine ist ein Unikat – eigene Drucke fertigen. Mitarbeiter der Offizin wie auch ihr Inhaber, Eckehart SchumacherGebler, der Hüter der Schriftschätze, wie ihn kürzlich die Sächsische Zeitung apostrophierte (29. Oktober 2014), stehen dabei hilfreich zur Seite.

Messe: 7. bis 9. November 2014

Samstag, 16. Mai 2015

Ausschreibung 22. Antiquaria-Preis

Am 28. Januar 2016 wird der Antiquaria-Preis zum 22. Mal verliehen, wofür Vorschläge an den Verein für Buchkultur e.V. bis 30. Juli 2015 eingereicht werden können.
Diese Vorschläge können das gesamten Spektrum Buchkultur betreffen: besondere Leistungen aus den Bereichen Buchrestaurierung, Buchkunst, Buch- und Schriftgraphik, Buchgeschichte und buchgeschichtliche Forschungen, wissenschaftliche Arbeiten zur Buchgeschichte, Verlagswesen / verlegerische Leistungen, Ausstellungen, Pflege von Sammlungen sowie Projekte und Aktionen, die das Buch fördern. Preisträger können natürliche und juristische Personen sein.
Seit 1995 wird der jährlich vergebene Antiquaria-Preis während der Antiquaria - Antiquariatsmesse Ludwigsburg vergeben. Stifter ist der “Verein der Freunde antiquarischer Bücher“, den die ausstellenden AntiquarInnen der Messe gründeten. Sie wollen neben dem Handel mit antiquarischen Büchern, Autographen und Graphiken ihren kulturpolitischen Auftrag wahrnehmen und das Umfassende der Buchkultur bewusst machen. Seit 1997 ist die Stadt Ludwigsburg Mitstifterin des Preises.
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Bisherige Preisträger waren u.a. Albert Kapr, die Büchergilde Gutenberg, Eckehart SchumacherGebler, Herbert Jacob, Josua Reichert, Faber & Faber, Wulf D. von Lucius, Katharina Wagenbach-Wolff, Reinhard Öhlberger, Bernhard Fischer, Jürgen Holstein, Das Autorenteam des Kataloges "Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit". Hans Ries, D.E. Sattler und KD Wolff, Gangolf Ulbricht, Ines Geipel und Joachim Walther, Clemens-Tobias Lange, Lothar Müller.

Weitere Informationen unter antiquaria-preis.de und bei Petra Bewer, 1. Vorsitzende Buchkultur e.V.

Dienstag, 18. Oktober 2022

Walzstationen bei Eckehart SchumacherGebler

   Walzerin Pia Höhfeld war drei Wochen bei der Offizin Haag-Drugulin als Walzstation zu Gast. Es war eine Zeit intensiven Lernens, aber auch Experimentierens mit verschiedenen Druckmaterialien.
   Herausgekommen sind tolle Ergebnisse: Eine achtseitige Broschur mit der Erzählung „Mäusefest“ von zeigt verschiedene Antiqua-Schriften und wurde von Pia im Handsatz gesetzt. Aber auch abseits der Antiqua-Schriften lernte sie Satztechnik, denn bei ihrem selbst erdachten Projekt, einem kleinen Leporello zu Goethe, verwendete sie zudem eine gebrochene Schrift und stellte so einen guten Kontrast zwischen den Zitaten aus Goethes Werk und der modern-frischen Kurzfassung des jeweiligen Textes her. In der letzten Woche experimentierte Pia erfolgreich mit zwei besonderen Bedruckstoffen, die auch für uns ein spannender Versuch waren: Snappap (Zellolose mit Latexüberzug) und Tyvek (Kunststoff-Vlies). Aus den gedruckten Zitaten und Sätzen möchte sie Stiftemäppchen und Taschen nähen.
   Im September war erneut für drei Wochen ein Walz-Stipendiaten des Verein für die Schwarze Kunst in der Werkstatt der Offizin Haag Drugulin: Sebastian Moock. Der selbstständige Grafikdesigner engagiert sich bereits im Druckmuseum in Hannover, druckt mit einem Handtiegel auf Messen und erweiterte nun sein Wissen und Können durch die Besuche unterschiedlicher Werkstätten der Schwarzen Kunst. Wir waren seine letzte, aber wohl doch sehr lehrreiche Station.
  Mit sehr viel Enthusiasmus wurden Schriftbestände, Klischees und Schätze sowie die handwerklichen Feinheiten eines guten Satzes entdeckt und genutzt. Dabei hatte Sebastian seine Vorliebe für unsere Vielzahl an Goudy-Schriften entdeckt, die sich dann durch (fast) alle Projekte durchzog. Mit viel Spaß und Ehrgeiz entstanden so ein aufwendiges Leporello mit eigens gefertigten Linolschnitten zu Johannes Gutenberg, Texteindrucke auf Siebdruckplakaten mit verschiedenen Druckmaschinen, ein mehrfarbiges Etikett für einen Weizen-Korn sowie Postkarten.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Mit allen guten Wünschen für ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2015

Ziffern sind in gewissem Sinn die Schwestern der Buchstaben. Lassen sich mit Letzteren Worte und Gedanken visuell festhalten, haben Ziffern den Vorzug, daß man mit ihnen Informationen quantitativer Art - Mengen, Summen, Maße - leicht faßlich und zudem sehr einprägsam darstellen kann. Abgesehen von der oftmals mythologischen Bedeutung, die sich damit verbindet.
Wie jedes Mal stellen wir in unseren Schriftkarten historisch bemerkenswerte Schöpfungen in ihrer ursprünglichen Form vor, frei von digitaler Manipulation, im direkten Abdruck von den Bleilettern, so wie sie vom Stempelschneider geschaffen wurden. In diesem Jahr fiel die Wahl auf eine Serie graziöser, sehr anmutiger Ziffern, die unserer Offizin erst vor kurzem - 2009 -, von der Bundesdruckerei in Berlin überlassen worden ist. Wir verdanken dies dem Umstand, daß man sich damals dort im Haus von den letzten Relikten aus der Bleisatz-Ära zu trennen suchte.
Ziffern führen in der Regel kein Eigenleben. Sie sind meist integraler Bestandteil ihres Zeichensatzes, zu dem neben den Versalien (Großbuchstaben), den Gemeinen (Kleinbuchstaben), den Ligaturen, Akzenten und Interpunktionen eben die den Zahlen gewidmeten Schriftzeichen gehören. Wenn sie nun allein, ohne ihre Gefährten auftreten, so wie wir sie erhalten haben, dann macht das neugierig, man sucht Herkunft und frühere Verwendungszwecke zu ergründen.
Bei den Nachforschungen stießen wir auf die dreibändige »Schriftprobe der Reichsdruckerei« aus dem Jahr 1886. Der dritte Band zeigt auf 22 Folio-Seiten alle nur denkbaren Sorten von Ziffern, darunter auch die, die Gegenstand unserer Betrachtung sind. Der Größenbereich ist mehr als beeindruckend: Alle 24 Schriftgrade, beginnend mit Perl (5p), Nonpareille (6p), Colonel (7p) tragen frühere Bezeichnungen; die beiden abgebildeten werden als »Grobe Sabon« und »11 Cicero« bezeichnet. Weitere Varianten sind ohne Größenangabe, 39 Cicero (17,5 cm!) ergab das Nachmessen. Die einzelne Ziffer, ganz aus Blei, bringt fast vier Kilo auf die Waage.
Zum Schluß fand sich, winzig gedruckt, doch noch ein Hinweis, wonach die Ziffern zu einer Fraktur in Band I gehören, die vermutlich 1837 von der Frankfurter Gießerei Dresler und Rost-Fingerlin geschaffen wurde. Weiteres blieb freilich in rätselhaftem Dunkel.
(E. SchumacherGebler)

Donnerstag, 24. August 2023

Die Offizin Haag-Drugulin hat eine neue Heimstatt

Setzerei der Dresdener Druckerei (Quelle: Museum für Druckkunst Leipzig)
In den vergangenen Wochen ist die Sammlung des Leipziger Museums für Druckkunst um einige Schätze reicher geworden. Das Museum übernahm die deutschlandweit einzigartigen historischen Druckschriften, Schriftmatrizen und Maschinen der Offizin Haag-Drugulin. Der Betrieb der Dresdener Buchdruckerei wurde nach dem Tod ihres Besitzers, Prof. Eckehart SchumacherGebler, der als einer der weltweit renommiertesten Druckhistoriker und Sammler galt – und der das Museum für Druckkunst Leipzig 1994 gründete – Anfang des Jahres aufgelöst und zeitgleich unter Denkmalschutz gestellt. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Erbengemeinschaft, dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und der Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst ist es gelungen, die industriekulturell wertvollen Objekte langfristig im Museum zu sichern.

Samstag, 12. Juli 2014

Relaunch: »Verein für Schwarze Kunst Dresden«

Heute sind es noch sieben Tage, bis das Schriftenfest 2014 in Dresden beginnt. Es findet, wie schon im vergangenen Jahr, zusammen mit der Mitgliederversammlung des Vereins für die Schwarze Kunst statt - in diesem Blog wurde darauf hingewiesen.
Dazu hat der Verein eine neue Homepage mit interessanten Bildern und zahlreichen Anregungen ins Netz gestellt, die durch Klick auf die Abbildung aufzurufen ist.
Auf eine Teilnahme an der Veranstaltung freuen sich der
Verein für die Schwarze Kunst Dresden e.V. und die Offizin Haag-Drugulin, Dresden.
(Eckehart SchumacherGebler)
 
Tagung: 19. und 20. Juli 2014
 
»Schriftenfest Dresden 2014«
Offizin Haag-Drugulin Dresden
Großenhainer Straße 11a
01097 Dresden
(Gebäude ehemals von Typoart)

Dienstag, 2. Mai 2023

>Marginalien ... #248

Für die Meisten sicher nicht mehr aktuell, aber der Post geschuldet, sei dieser Hinweis hier nachgereicht:

Das Heft 248 der Marginlalien. Zeitschrift für Buchkunsr und Bibliophilie ist erschienen, darin u.a. "Nobilitiertes Pergament" von Till Schröder, Gerhard Seibold im Gespräch über versprengte Wappenbriefe und goldene Miniaturen oder ein Atelierbesuch von Ekkehard Schulreich beim Leipziger Grafiker und Kupferstecher Wolfgang Böttcher. Von Erik Spiekermann, von Manfred Richter und von Susanne Zippel gibt es jeweils Erinnerungen an Eckehart SchumacherGebler und Manfred Krause berichtet über das Christian Schad Museum Aschaffenburg.

Die wie immer von Matthias Gubig gestaltete und kommentierte typografische Beilage widmet sich Klaus Modicks "Casco in Kanda", die für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft in jeweils einem Exemplar beigelegte originalgraphische Beilage ist ein Kupferstich mit den Motiven "Villa Duodo Balbi", "Fonte Aretusa", "Cavaletta" und "Seiltanz" (siehe Abb.) stammt von Wolfgang Böttcher.

Donnerstag, 23. Februar 2023

15. Vereinskarte

Die neue, inzwischen 15. Vereinskarte ist unterwegs zu allen Mitgliedern des Vereins für die Schwarze Kunst.
Sie ist eine typographische, leicht wehmütige, aber auch verschmitzte Erinnerung an unseren vor gut zwei Monaten verstorbenen Initiator und unser Ehrenmitglied Eckehart SchumacherGebler. Die Gestaltung und das Konzept stammen vom Gründungsmitglied Rudolf Paulus Gorbach, (um)gesetzt und gedruckt wurde sie am OHT in der Offizin Alpirsbach von der Schatzmeisterin des Vereins Anne König, ihres Zeichens auch gelernte Buchdruckerin.

Donnerstag, 19. Mai 2016

IV. Schriftenfest Dresden 2016

Zum Schriftenfest Dresden 2016 werden wieder interessante Beiträge erwartet.
Martin Majoor beschäftigt sich seit gut dreißig Jahren mit Schriftgestaltung. Bei seiner Arbeit als Grafikdesigner am Musik Zentrum Vredenburg in Utrecht musste er 1988 feststellen, daß die Schriften auf dem Computer weder Mediävalziffern noch Kapitälchen oder Ligaturen enthielten, worauf er sich entschloss, selbst eine Schrift zu entwerfen.
Ferdinand Ulrich arbeitet an Projekten wie dem Werk von Gudrun Zapf. Mit seinem Vortrag und einer Ausstellung wird das Lebenswerk von Gudrun Zapf von Hesse einem erweiterten Kreis zugänglich machen.
Der Buchdruck und die begleitenden Techniken – Stempelschnitt etc.− haben unsere Kultur entscheidend verändert. Eine Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin untersuchte, welche Relevanz der Buchdruck in einer Zeit hat, in der mit anderen Mitteln wirtschaftlicher und schneller bei gleicher Qualität gedruckt werden kann - Katharina Walter berichtet darüber.
Eckehart SchumacherGebler würdigt den tatsächlichen Urheber der irrtümlich ›Janson-Antiqua‹ genannten Schrift, die Nicholas Kis (sprich Kisch) vor über 300 Jahre in Amsterdam geschnitten hatte und stellt neue Forschungsergebnisse vor, nicht zuletzt begründet durch die Tatsache, daß die Jahrhunderte alten Matrizen bis 1919 zur Offizin Drugulin gehörten.
Friedrich Forssman widmet seinen Vortrag dem, was da manchmal bei der Buchgestaltung im Argen liegt: Die vielfach fehlende Einheit von Inhalt und Form. Statt dessen findet sich vernachlässigte Detailtypographie, sinnentstellende oder hässliche Trennungen, dazu schlechte Gliederung. Design statt Lesekomfort ...

Tagung: 18. und 19. Juni 2016

Offizin Haag-Drugulin Dresden
Großenhainer Straße 11a
01097 Dresden – (im Gebäude der früheren Schriftgießerei Typoart)

Sonntag, 11. November 2012

1. Dresdener Literaturmesse „schriftgut“

Unter dem Titel "Der Buchbinder und ich – zwei Weißwasseraner auf der Schriftgut-Messe in Dresden" veröffentlicht Bernd-Ingo Friedrich auf seiner Seite kulturpixel einen vorläufiger Bericht von dieser Messe, die vom 9. bis 11. November 2012 stattfand.
 
Die Bibliothek SG"Die Idee zu dieser Messe ist dem Verlegerehepaar Peggy und Dirk Salomo zu danken. ... Ihr Ziel war es, möglichst ALLEs zusammenzuführen, was mit Literatur zu tun hat. Engagierte Dresdener, eine generöse „Messe Dresden“ und verhandelbare Standgebühren ermöglichten die herz- und geisterfrischende Präsentation der sonst eher stillen Schriftkunst und -kultur durch 78 Teilnehmer in neun Räumen von Wohnzimmer- (Neubau) bis Messehallengröße."
Bernd Ingo Friedrich beschreibt, was ihn "als Bibliophilen und Menschen :) am meisten beeindruckte." Unter anderem "die „Offizin Haag-Drugulin“, seit einiger Zeit im Zentrum Dresdens ansässig, und der Verlag „SchumacherGebler“ mit der „Bibliothek SG“. Das Gesamtverzeichnis der Bibliothek enthält mittlerweile 34 Titel, von denen 11 bereits ein „Vergriffen“-Sternchen tragen. ...
Der den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft als Gestalter ihrer MARGINALIEN - Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie bestens bekannte Heinz Hellmis und Linde Kauert zeigten das Neueste aus ihrer „Edition Zwiefach“. Das sind unter anderem originelle, farbstarke Bilderbögen im Format A2, drei Mal zusammengefaltet und zwischen zwei A5-Pappen mit einem Bindfaden montiert; die Künstler beschreiben sie als ein Einblattbuch zum An-die-Wand-hängen. ...
Am Stand des „Bundes für deutsche Schrift und Sprache e.V.“ überzeugte ..." Aber lesen Sie hier den kompletten Bericht, der damit endet: "Es hat auf dieser Messe wirklich ALLES gepaßt."

kulturpixel.de
Von Büchern, Bibliotheken, Briefbeschwerern und Menschen

Sonntag, 18. Dezember 2022

Zum Jahresausklang 2022

Ein Jahr mit spannenden Herausforderungen geht zu Ende. Neben voranschreitenden Bauarbeiten, dem Umzug von mehr als 1000 Schriftkästen aus dem Außenlager in neue Räumlichkeiten, einhergehend mit der Sortierung und Registrierung, hatten unsere Mitarbeiter ihre tägliche Arbeit zu bewältigen. So veranstalteten wir Führungen und Workshops, es waren Stipendiaten des Vereins für die Schwarze Kunst zu Gast, denen wir unser Handwerk lehren durften, und natürlich gab es die laufenden Aufträge.
Ganz besonders beschäftigte uns ein Auftrag, es handelte sich um die Replik einer Seite der 42-zeiligen Bibel Gutenbergs. Nach vielen Recherchen konnten wir die geeignete Schrift dafür ausfindig machen: die Bibelschrift der Dale Guild Type Foundry, ein sehr exakter Nachschnitt jener Type, die Gutenberg nutzte. Die Matern waren längst nicht mehr in Amerika, sondern in Antwerpen, aber wer könnte sie gießen? Unsere Kollegen im polnischen Lódz liehen uns eine kanadische Spezialvorrichtung für die Monotype Supra. So war es möglich, erstmals eine Komplettguß-Mater der Bibeltype bei uns abzugießen. Der Versuch gelang, die Zeit floss allerdings bei diesen grenzübergreifenden Kollaborationen auch schneller als gedacht dahin. Schließlich schickte uns Patrick Goossens, der Besitzer der Matern, amerikanische Restbestände der Lettern. Ihm sei an dieser Stelle herzlich gedankt!
Es ging weiter und neue Herausforderungen taten sich auf: Eine lateinische Abschrift wurde als Hilfestellung nötig. Zudem hatte Gutenberg nicht einfach ein Alphabet geschaffen, sondern die Handschriften seiner Zeit originalgetreu wiedergeben wollen. Und so weist seine 42-zeilige Bibel mehr als 240 verschiedene Typen auf, die wir gar nicht alle hier abbilden können. Welches der vielen »e« ist nun an dieser Stelle, welches an jener? Welches »a« hat die gutenbergsche Vorlage hier, welches dort? Eine wahre Sisyphusarbeit!

(Eckehart SchumacherGebler)

Freitag, 23. Dezember 2016

Mit allen guten Wünschen ...

... für ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2017

Auf die Zukunft gesetzt hatten Eltern wie Taufpaten bei der Namensgebung der neuen Groteskschrift, die Paul Renner (1878-l9550) Mitte der zwanziger Jahre für die Bauersche Gießerei in Frankfurt entworfen hat. Ihr Optimismus sollte in Erfüllung gehen: Die ››FUTURA« zählt nicht nur zu den meistverwendeten Schriften weltweit, mit 22 Garnituren übertrifft sie an Umfang auch die Univers. - Der halbfette Schrift erschien Mitte 1927, die magere und fette Version etwas später im gleichen Jahr. 2017 können wir den neunzigsten Geburtstag der illustren Dame feiern - keineswegs als »Dinner for one«.
Das Gutenberg-Museum in Mainz widmet der Futura eine umfassende Ausstellung.
Doch werfen wir einen Blick zurück: ln der Zeit des Bauhauses setzte eine intensive Suche nach neuen Formen von Groteskschriften ein. Es entstanden die »Erbar-Grotesk« (1924) und die »Kabel« von Rudolf Koch (l927). Renner war damals Leiter der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München, als Robert Hegner und Siegfried Buchenau ihn 1924 in seinem Atelier besuchten. Angesichts der vorgelegten Entwürfe drängten sie ihn, eine »Schrift unserer Zeit« zu schaffen. Das ist sie noch immer.
Die Abbildung zeigt die halbfette Futura, ein Klick auf die Abb. zeigt auch die Rückseite mit der Futura Buchschrift.
(SchumacherGebler)