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Dienstag, 26. Mai 2026

Bücher sammeln, Bücher verstreuen

Die Frage, was mit der eigenen oder einer ererbten Bibliothek werden soll, treibt viele um.
Memento mori: Die private Büchersammlung eines verstorbenen Deutschlehrers empfängt die Besucher im Deutschen Romantikmuseum.© Maximilian von Lachner
Sollten wir uns nicht als „Gastgeber“ von Büchern verstehen, die wir dann irgendwann wieder ziehen lassen?
Das war einer der Gedanken auf einem Symposium, das unter dem Titel „Die Zukunft der Privatbibliotheken“ am Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt abgehalten wurde.
Sammlungen werden lange aufgebaut und treffen nach dem Tod des Besitzers auf Erben, die kein Interesse und keinen Platz für oft an die zehntausend Bücher haben, wohl aber wissen, wie wichtig dem Verstorbenen das alles war. Antiquare kaufen nur einen Bruchteil an, weil sie wiederum keine Käufer für die meisten Bände haben. 
Wenn, wie Anne Bohnenkamp vorschlug, eine Büchersammlung auch „das geistige Porträt“ eines Individuums darstellt, dann schmerzt der Anblick eines Bauschuttcontainers vor einer Wohnung, in dem Tausende Bücher dem Regen ausgesetzt sind, bevor sie auf den Schuttplatz wandern, eben doppelt: einmal um der Bücher willen, dann aber auch, weil auf diese Weise die Erinnerung an einen Menschen entwertet und ausgelöscht wird.
Was also tun, wenn die Klassiker – behalten, verschenken, verkaufen – aus unterschiedlichen Gründen wenig geeignet sind, das Problem zu lösen? An diesem Nachmittag kamen viele Perspektiven zusammen, die im Publikum vielfach geteilte des besorgten Liebhabers, aber auch die kühle des Frankfurter Antiquars Wolfgang Rüger, der zu Recht auf das Internet als Schicksal seiner Branche verwies: Am Anfang war die Reichweitenvergrößerung ein Segen für sein Antiquariat, dann machte die totale preisliche Transparenz das Geschäft kaputt, weil nun jeder den anderen unterbiete.

(aus: Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Dank an Klaus Bartel für den Hinweis

Mittwoch, 25. Februar 2026

Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 24. Februar 2026 beim Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin bei einem erhellenden Vortrag von Ronen Steinke (Süddeutsche) über „Jüdisches in der deutschen Sprache“, ein Vortrag, den man übrigens gern veröffentlicht sehen würde, danach bei Gesprächen über DAS BUCH bei Häppchen und einem und einem zweiten und vielleicht dritten Glas Wein oder Orangensaft oder Bier ...
Ein schöner Abend!
oben: Klaus Bartel, Abel Doering, Detlef und Marina Fritsche, Ninon Suckow
Klaus Bartel und Wolfgang Kaiser | Bernd Illigner (Bildmitte)

Sonntag, 23. November 2025

artbook.berlin 2025 ist beendet

Fazit der artbook.berlin 2025: interessante Gespräche, Wiederbegegnungen und Neuentdeckungen!

Und - der Berliner Bibliophilen Abend hat ein neues Mitglied!
Ralf und Sigrid Wege vom Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt | Peter Appelt | Marina und Detlef Fritzsche | Gregor Nitzsche im Gespräch mit Tina Flau | am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft: Till Schröder, Klaus Bartel, Sigrid und Ralf Wege | mit der Jahresgabe des BBA: Günter Reichel |  Tamara Ivanova und Michael Bensman | corn.elius und Hanneke van der Hoeven

Dienstag, 28. Januar 2025

Jahresempfang der Staatsbibliothek zu Berlin

Die Gäste des Jahresempfangs der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin, darunter selbstverständlich auch viele Mitglieder bibliophiler Organisationen, wie der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, erlebten am 28. Januar einen Vortrag von Stephan Schütz (gmp Architekten) über "Das Haus Potsdamer Straße zwischen Bewahrung und Fortentwicklung".
Den Teilnehmern wird lange die Begrüßung der Gäste durch den neuen Vorsitzenden der Freunde der Staatsbibliothek, Peter Altmaier, in Erinnerung bleiben, der in einer bewegenden Ansprache eine Lanze für das Buch brach, eine Rede, die sowohl die kulturgeschichtliche Bedeutung dieses Mediums verdeutlichte, wie auch die Unkenrufe zum Ende des gedruckten Wortes ad absurdum führte.
Peter Altmaier, Foto ad
Eine Rede, die Danke sagte und Mut machte, all denen, die sich für das Buch einsetzen, ob in der Bibliothek, als Förderer oder als Sammler und Bibliophiler!
v.l.n.r.: Thomas Döring, Abel Doering, Klaus Bartel, Ninon Suckow und Marina Fritzsche bei der Diskussion über den Vortrag von Stephan Schütz

Montag, 25. März 2024

Bibliophilen-Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft und der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentierten sich vom 21. bis 24. März 2024 auf der Leipziger Buchmesse.
Auf dem Rundgang konnte man natürlich auch Mitglieder dieser Bibliophilen-Organisationen treffen, u.a. Gabi Albani oder Klaus Barthel und andere.
Matthias Haberzettl und Robert Grieger am Pirckheimer-Stand
Hans Rabenbauer im Gespräch mit Herbert Kästner
Reinhard Grieger, Herbert Kästner und Thomas Glöß
Armin Schubert auf der Lesung der Bücherkinder Brandenburg
Thomas Glöß präsentiert mit den Künstlerinnen Aafke Ytsma und Selma van Panhuis die neue Ausgabe der Reihe "24 x 34 Grafik"
Steffen Marciniak
Rudolf Angeli, Fotos © ad

Sonntag, 22. Oktober 2023

nach der artbook ist vor der artbook

Einige Fotoimpressionen von der gerade zu ende gegangenen artbook.berlin 2023
Stand des BBA mit Abel Doering, Foto © Robert Grieger
Julienne Jattiot und Skadi Engeln, Foto von Facebook, leider nicht von mir
Reinhard und Robert Grieger am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft
Tina Flau, Rainer Ehrt
v.l.n.r.: Heike Haedicke, Ninon Suckow, Udo Headicke, Klaus Bartel
Hanif Lehmann
Till Schröder am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft, Fotos © ad
Abgebildet sind hier einige Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft und des BBA, sowie des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, weitere Fotos können durch Klick auf eines der Bilder ausgerufen werden.

Sonntag, 10. April 2016

neu im Pirckheimer-Archiv

Fotoserie: Renate Gollmitz, oben: Grabstein Albrecht Dürer
Vor Kurzem konnte hier über Neuzugänge für das Pirckheimer-Archiv aus dem Nachlass der Berliner Pirckheimerin Renate Gollmitz berichtet werden, da erreichten mich aus diesem Nachlass weitere Fotos von Aktivitäten dieser Bibliophilen-Organisation, darunter eine Serie von 21 Fotos, aufgenommen beim Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 1993 in Nürnberg (Abb. oben) und von der Exkursion der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe zur 1927 gegründeten Künstlerkolonie Berlin in Wilmersdorf am 1. Juli 1995 (Abb. unten).
Foto: Klaus Bartel

Montag, 10. Juni 2013

neuer Vorstand

Anlässlich unseres Jahrestreffens fand am 7. Juni 2013 die Mitgliederversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft statt, auf der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Dem Vorstand gehören an: Ulrich Goerdten (Berlin) als Vorstandsvorsitzender, Ferdinand Puhe (Heppenheim) als stellv. Vorsitzender, Abel Doering (Berlin) als Schatzmeister, Prof. Dr. Roland Berger (Hohen Neuendorf) als Beisitzer, sowie Ernst Reif (Reichertshofen) als Schriftführer.
Als Revisionskommission wurde Jutta Osterhof (Berlin), Klaus Bartel (Berlin) und Hiltraud Schröder (Berlin) gewählt.
Außerdem beschloss die Mitgliederversammlung, dass das Pirckheimer-Jahrestresffen 2014 vom 19. bis 21. September gemeinsam mit der Fränkischen Bibliophilengesellschaft, deren stellv. Vorsitzender unser Mitglied Jürgen Schweitzer ist, in Bamberg stattfinden wird. Die Organisation wird in den Händen von Ernst Reif liegen.