Dienstag, 24. September 2024

Katalog »Schönsten Deutschen Bücher 2024«

Am 6. September fand im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt/M die Preisverleihung »Die Schönsten Deutschen Bücher« und den »Förderpreis für junge Buchgestaltung« statt: Birte Kreft, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, und Dr. Joachim Unseld, Verleger der Frankfurter Verlagsanstalt und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, vergaben den Preis in einem feierlichen Rahmen im Foyer des Museums.

Wie berichtet, ging der »Preis der Stiftung Buchkunst« in diesem Jahr an das von Kaj Lehmann gestaltete Buch »Holy Smoke: Censers Across Cultures« (Hirmer Verlag, München).
Fotos ©  Christoph Boeckheler
Der festliche Anlass wurde genutzt, den jährlich erscheinenden Katalog der »Schönsten Deutschen Bücher 2024« erstmalig zu präsentieren, den das Team von Neue Gestaltung aus Berlin gestaltet und umgesetzt hat. Derr Katalog ist ab sofort im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-9822108-3-4).

Montag, 23. September 2024

Exlibris für Ralf Parkner

Das Exlibris Parkener Pegasus vor Parkverbotsschild von Peter Sottmeier, einem bei Frankfurt an der Oder lebenden und arbeitenden Gebrauchsgrafiker, entstand ca. 1988, dieses Motiv findet sich später noch auf weiteren Arbeiten des Künstlers.

Das Exlibris für Ralf Parkner mit einem Hinweis auf den beruflichen Hintergrund und die Sammelleidenschaft des Pirckheimers von Karl Koppe entstand in den 80ern.
Am Beginn der 70er Jahre begann der 1938 in Jena geborene Gebrauchswerber Karl Koppe mit Tusche und Feder Karikaturen zu zeichnen, seit 1974 veröffentlichte er im Eulenspiegel. Sein besonderes Markenzeichen waren die aus Punkten geformten Zeichnungen. Karl Koppe verstarb am 23. März 2006.

Ein weiteres Exlibris für Ralf Parkner von Steffen Faust findet sich hier.

Sonntag, 22. September 2024

Buch Berlin, 2. Tag

Wer das Ende des Buches und das Verschwinden von Lesern prognostizierte, wurde auf der Buch Berlin wieder eines Besseren belehrt. Sicher ist einem Großteil der nachwachsenden Generation das Gedruckte fremd geworden, aber auf der Berliner Messe fand das Buch gerade in der nachwachsenden Generation Interessenten, Leser und Käufer. Diese Messe stimmte optimistisch, denn diese Messebesucher werden die Leser (und vielleicht auch die Freundes des Bibliophilen?) von morgen sein.
Melissa David
Lisa Erbe, Cosplayerin/Bloggerin (lks.)
Anastasia Czepf und Annemarie Bruhns präsentieren "Blind Date with a Book"
21./22. September 2024

Arena-Halle
Eichenstr. 4, 12435 Berlin-Treptow

Samstag, 21. September 2024

Buch Berlin

Heute startete die Buch Berlin. Obwohl es in der Umgebung der Messehalle keinerlei, nicht einmal am Eingang, Hinweise auf diese, neben Frankfurt/M. und Leipzig derweil größte Deutsche Buchmesse gab, war die Halle gut gefüllt.
Die Zahl der Aussteller hat sich gegenüber den Vorjahren erhöht, aber auch das Publikum strömte bereits am ersten Tag in großer Anzahl in die Messehalle, so dass der Andrang an den Ständen und Lesebühnen erfreulich deutlich größer als in den letzten Jahren war und auch größer, als man es von den beiden großen Buchmessen kennt.
Ralf Plenz (Bildmitte) am Stand des Inpot-Verlag
Im Gegensatz zu Leipzig und Frankfurt/M. besteht das Messepublikum in Berlin vorrangig aus jungen Leserinnen und Lesern, sicher begründet in der Tatsache, dass hier vor allem Kleinverleger oder Selfpublisher ihre Bücher vorstellen, was das Angebot auf Phantasie, Krimis und Romance, sowie queere Literatur beschränkt, klassische Literatur, gesammelte Werke oder Bestseller fand man unter den vorgestellten Büchern nicht. Natürlich fanden sich auch Klassiker und anspruchsvolle Literatur auf der Messe, so z.B. am Stand des Input-Verlags aus Hamburg, der vom Pirckheimer Ralf Plenz betrieben wird, auch kleinere Lyrik- und Kinderbuchverlage sind mit einem beachtenswertem Angebot hervorragend gemachter Ausgaben vertreten.

21./22. September 2024

Arena-Halle
Eichenstr. 4, 12435 Berlin-Treptow

Text Matters. Matters of Text

PERFORMANCE UND GESPRÄCH 

Die Literatur, das waren einmal die Bücher. Die Bücher aber genügen uns nicht mehr. Dass ein Buch den Lauf der Geschichte unterbrechen könnte, dieser Glaube hat sich, wenn er denn jemals richtig war, heute erschöpft. Ein anderes Erzählen ist nötig geworden. 

TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, ein Festival zur Materialität der Sprache, geht in seinem zweiten Jahr der Frage nach, ob Texte eine Bühne sein können, die nicht nur jenen gilt, die dort klassischerweise schreiben und sprechen, sondern auf der wir gemeinsam zur Sprache kommen. 

OFFENBACH ist ein einzigartiges Beispiel für eine Konzentration der Sprachen, Kulturen und alltagsästhetischen Real itäten. Entlang ihrer Spannungen lässt sich hier das ganze Potential einer kosmopolitischen Gesel lschaft ablesen. Selten kreuzen sich die unterschiedlichen ge-schichtlichen Linien einer Arbeit am Text mit einer solchen Intensität. 

Sas Klingspor Museum verkörpert mit seinen 80.000 Künstlerbüchern, Plakaten, Schriftteppichen und Kalligrafien die Materialität der Schrift in Geschichte und Gegenwart: matters of text.

4. Oktober 2024 - 14. März 2025

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Freitag, 20. September 2024

Walzpostkarte Nr. 9

Die Walzpostkarte Nr. 9 für den Verein für die Schwarze Kunst schuf Julian Jaffe. Gesetzt aus 10p Times New Roman an einer Intertype C4, sowie 14p Times New Roman im Handsatz. Die Illustration wurde aus 20p Futura, Typo-Elementen und Messinglinien entworfen, gedruckt auf einem Original Heidelberger Tiegel im Grafiska Museet Helsingborg.

Der Text ist Teil der Produktion eines Buches zum 111. Todestag von Christian Morgenstern, Gedruckt wird auf Büttenpapier, das in der Papiermühle Homburg bei Johannes Follmer geschöpft wird. Die Handsatzarbeit, Pressendrucke und Illustrationen fertigen die Stipendiaten des Vereins. Die Gestaltung der Einbände übernehmen die Buchbinderinnen der MDE, Meister der Einbandkunst.

Donnerstag, 19. September 2024

Eine Torte für Thé Tjong-Khing

Ein Leben für die Kunst

Als „großes Werk der Kleinigkeiten“ feierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Bilderbuch Die Torte ist weg! (Moritz Verlag, 2006) des Illustrators Thé Tjong-Khing. Tatsächlich sind es gerade diese Torten-Bücher, von denen in den folgenden Jahren noch vier weitere erschienen sind, die den Künstler in Deutschland sehr bekannt machten.

Als Thé Tjong-Khing den Einfall zu seinen mehrfach preisgekrönten Wimmel-Torten-Büchern hatte, war er schon über 70 Jahre alt. Geboren wurde er 1933 als Kind einer chinesischen Familie auf der Insel Java im damals niederländisch besetzten Indonesien. Gegen den Willen seines Vaters studierte er Kunst und setzte sein Studium ab 1956 an der Amsterdamer Kunstgewerbeschule in den Niederlanden fort. Nur kurze Zeit später wurde er als Zeichner im Studio von Marten Toonder, der wichtigsten Produktionsstätte für Comics und Trickfilme, eingestellt.

Letztendlich war es aber die damals schon sehr bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Miep Diekmann, die 1973 Thé Tjong-Khing einem  - weiteren anderen Bild-Genre zuführte: Er illustrierte ihr neuestes Kinderbuch Total Loss, weetjeweel, welches in den Niederlanden große Beachtung erfuhr. Und schon setzte der Erfolg ein:

Thé Tjong-Khing erhielt in den darauffolgenden Jahren so viele weitere Aufträge für Buchillustrationen, dass er sich ab 1975 als Illustrator selbstständig machen konnte. Seitdem hat er zahlreiche Bücher sehr renommierter Autor*innen mit Bildern versehen. Die preisgekrönte Vos en Haas-Reihe gehört dabei zu seinen populärsten Werken in den Niederlanden.

Thé Tjong-Khing erhielt als einziger Künstler der Niederlande dreimal den „Gouden Penseel“. Er wurde mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis, für den Astrid Lindgren Memorial Award und für den Hans Christian Andersen Award, den Nobelpreis für Illustrationskunst, nominiert. 2010 erhielt er den Max Velthuijs-Preis für sein Lebenswerk.

29. September 2024 - Ende Januar 2025

è
Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee, 53840 Troisdorf

Mittwoch, 18. September 2024

der Nicolai-Verlag wiederbelebt

Brüderstraße 13, der erste und heutige neue Sitz des Nicolai-Verlags, Foto nachbearbeitet, Original © Jürgen Ritter/imago
Der Nicolai-Verlag hat eine Jahrhunderte währende Geschichte mit großen Unterbrechungen, er geriet in jüngster Zeit mehrfach unter die Räder von Umstrukturierung und Eigentümerwechsel. Unter dem Namen Nicolai wurde 1713 in der Brüderstraße 13 zunächst eine Buchhandlung gegründet, 1759 erschien das erste Buch mit dem Verlagshinweis „bey Friedrich Nicolai“. Besucher wie Daniel Chodowiecki, Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Schadow und Karl Friedrich Schinkel ließen das Haus ab Ende des 18. Jahrhunderts zu einem Zentrum der literarischen Aufklärung und Romantik werden. Im Lauf des politischen Wandels verlor sich die Tradition. Die Verlagsadresse gab es bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges.
Im Jahr 1965 wurde in Herford in Westfalen eine neue Verlagsbuchhandlung mit dem alten Namen gegründet; Dieter Beuermann editierte dort Sachbücher, Kunstbände, später auch Berlin-Literatur, verlegte den Standort in den 70er-Jahren nach West-Berlin und verkaufte 1995 die Nicolaische Verlagsbuchhandlung im wiedervereinigten Berlin an den Holtzbrinck-Konzern, der aber nur knapp zehn Jahre Geduld hatte. 2004 wurde sie vom Verleger Andreas von Stedman übernommen, der vom Dumont-Reisebuchverlag gekommen war. Eine Weile versuchte der noch, den Verlag auf einem Markt mit vielen Konkurrenten in einer Nische für das besondere Berlin-Buch zu erhalten. Zuletzt, Ende 2018, hat die Medienmanagerin Christiane zu Salm eine Neubelebung versucht, nannte den Verlag Nicolai Publishing & Intelligence und publizierte Sachbücher zwischen Wissenschaft und Zeitgeist, verfasst von debattenbewährten Autoren. Doch das Konzept ließ sich nicht durchsetzen.
Der Verlag wird in das Haus in der Brüderstraße 13 ziehen, welches Ende des 18. Jahrhunderts ein Zentrum der Aufklärung und der Romantik war und jetzt der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz gehört. Martina Tittel leitet seit 2014 die Nicolaische Buchhandlung in Friedenau, seit 2021 steht sie dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Berlin-Brandenburg vor. 
Heute wurde das Konzept des Verlages, der zunächst mit jährlich 3 Titel pro Saison an den Start geht, der Öffentlichkeit vorgestellt.

(unter Verwendung einer Inf. von Cornelia Geißler)

Holy Smoke

Am 6. September wurden im Frankfurter Museum Angewandte Kunst die Preise für Die schönsten deutschen Bücher 2024 und die drei Förderpreise für junge Buchgestaltung verliehen. Und es wurde das Geheimnis um den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst gelüftet:.
Foto © Stiftung Buchkunst,
Fotos: Carolin Blöink
er mit 10.000 Euro dotierte Preis der Stiftung Buchkunst geht 2024 an das Buch: Holy Smoke Hirmer Verlag, München Kultischer Rauch ist Träger von Botschaften des Menschen an höhere Instanzen. Thema von »Holy Smoke« sind sind die Gefäße seiner Zubereitung und ihre Rolle in verschie denen Religionen und Epochen. Eine Verpackung als Metapher: Eine leuchtorange glühen de Banderole umringt das in Kohlepapier eingeschlagene Buch. Man zieht die Banderole ab und befreit den Band vom flatternden Durchschlagpapier. Während dieser Proze dur legt sich die Schwärze auf die Finger, und man selbst verschmiert damit das graue Einbandgewebe des druckfri schen Werks. Die Silhouetten von Räuchergefäßen wurden schwarz auf die Buchdeckel geprägt; nun erinnern sie an Holzkohlebröckchen. ...


Birte Kreft (Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst) zu dieser Ehrung: «Mit dem Preis der Stiftung Buchkunst sollen mutige Entscheidungen in der Gestaltung und Herstellung gewürdigt werden. Holy Smoke ist dies wunderbar gelungen: Die besondere Verpackung des Buches über religiöses Räucherwerk führt die Leser:innen bereits mit rauchigen Händen zum Inhalt. Ein inspirierendes Beispiel dafür, was mit guten Ideen in der Buchproduktion möglich ist.»

Dienstag, 17. September 2024

Fleisch

Auch in diesem Jahr lädt der Kunstverein Tiergarten zum Kunstfestival ORTSTERMIN ein. Vom 20. bis 22. September 2024 öffnen Künstler und Kulturschaffende in Berlin Moabit und im Hansaviertel ihre Türen, um ihre Arbeiten und Projekte zu präsentieren. Das diesjährige Festival widmet sich dem provokanten und vielschichtigen Thema Fleisch – ein Begriff, der nicht nur für Nahrung steht, sondern darüber hinaus ethische, kulturelle sowie historische Fragestellungen reflektiert. Tierische Lebensmittel haben einen besonderen Status, der in ein kulturelles System von Werten, Traditionen und Symbolen eingebettet ist. Der Umgang mit Fleisch unterscheidet sich in verschiedenen Religionen und Kulturen und ist mit spezifischen Regeln, Bräuchen und oft auch Tabus oder Reinheitsvorstellungen verbunden. Fleisch dringt auch in die zwischenmenschlichen Beziehungen – von romantischen Partner bis hin zu Familienbanden – und steht symbolisch auch für ein patriarchales Weltbild, welches sich auf allen Ebenen manifestiert. Ihr seid dazu eingeladen, diese und viele weitere Ebenen in den Arbeiten der Teilnehmenden zu erkunden.
Hinweis auf die Teilnahme von miley, Mizgl. des BBA am Ortstermin 
Während die Sonderausstellung in the flesh in der Erlöserkirche menschliche Dimensionen des Fleischlichen in den Fokus rückt, verhandelt piece of meat im Haus Kunst Mitte – House for Contemporary Art die Umdeutung des Tieres vom Lebewesen zum Produkt. Zwischen Mensch und Tier entsteht so ein erster Eindruck über das weitreichende thematische Geflecht. Hier und an anderen Orten starten auch die zahlreichen Rundgänge durch Moabit und das Hansaviertel, die sich verschiedenen fleischlichen Aspekten widmen.

Montag, 16. September 2024

Büchertreff der Schweizerischen Bibliophilen

Am nächsten Treffen besuchen die Schweizerischen Bibliophilen das Case Studio VOGT (Werk-Bibliothek Burckhardt-Wackernagel).
Die Werk-Bibliothek von Lucius und Annemarie Burckhardt-Wackernagel umfasst 100 Laufmeter Bücher und 34’000 digitalisierte Diapositive. Im Herbst 2022 wurde die Sammlung aus dem Zwischendepot in der Universitätsbibliothek Basel ins Case Studio VOGT in Zürich überführt. Seit März 2023 ist der gesamte Bestand der Präsenzbibliothek in Zürich im Case Studio Vogt für das Publikum zugänglich.

Thomas Kissling vom Büro Vogt wird uns um 18.00 Uhr in der Bibliothek zu einer Führung willkommen heißen. Nach der Präsentation ist Zeit gegeben zu diskutieren und das Werk anzuschauen. Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit im Restaurant «Spitz» beim Landesmuseum etwas zu essen und das Gespräch mit Herrn Kissling noch zu vertiefen (Essen à la carte). 

9. Oktober 2024, um 18.00 Uhr

Case Studio VOGT
Stampfenbachstrasse 59, 8006 Zürich 

Sonntag, 15. September 2024

BücherLust Berlin schoss die Pforten

Der zweite und letzte Tag der BücherLust Berlin ist mit eher mäßiger Bilanz zu Ende gegangen.
Vivaldi, gespielt von Dr. Liesbeth Bloemsaat (Florisatus Fine Books, Manuscripts & Musicalia) Edwin Bloemsaat & Den Haag
Antiquarin Elvira Tasbach
Unter den Ausstellern fanden sich Pirckheimer wie Volker Riepenhausen, Christan Bartsch, Reinhard Denecke vertrat die GIAQ vertrat, sowie Sebastian Eichenberg, der natürlich die Gesellschaft der Bibliophilen repräsentierte. Am von Abel Doering betreuten Stand des Berliner Bibliophilen Abend trafen sich Mitglieder und Freunde des BBA und Pirckheimer, darunter Irmtraud und Fritz Jüttner, Ulrich Goerdten, Thomas Schmiedeck, Michael Ley und auch Freunde, die sich für das bibliophile Leben in Berlin interessierten, es war dennoch ein schwindendes Interesse am Buch zu erkennen, nicht zuletzt daran ablesbar, dass ich einige Antiquare vermisste, die wohl nicht mehr so recht von Antiquariatsmessen überzeugt sind, und auch, weil Besucher unter 50 Jahren die absolute Ausnahme waren. Diese waren eher an der schlecht gemachten und uninspirierten bunten Massenware von Gedrucktem im angrenzenden Trödelmarkt interessiert.
Jasmin Fritz, Antiquariat DIDEROT und Sebastian Eichenberg, Antiquariat Hamecher, Naumburg-Altenstädt
Antiquare unter sich, Fotos © ad

Das 51. Pirckheimer-Treffen ist Geschichte

Heute fand das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft seine Abschluss.
v.l,n.r.:. Till Schröder, Ralf und Sigrid Wege, Matthias Haberzettl, Hans Rabenbauer
Im Forum Gestaltung in Magdeburg wurde die jährliche Mitgliederversammlung abgehalten.
Danke nochmal an Sigrid und Ralf Wege und alle anderen Beteiligten für dieses schöne Treffen.

(Text und Foto Robert Grieger auf Facebook)

Herzlichen Glückwunsch, Christoph

Der Berliner Verleger und Publizist Christoph Links feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Christoph Linke bei der Vorstellung der neuern Bände "Geschichte des Deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert" vor der Pirckheimer-Gesellschaft, Foto © ad
Mit seinem Verlag, direkt nach der Wende aus der Taufe gehoben, hat sich Christoph Links insbesondere auf Themen rund um die DDR, den Kalten Krieg und die Wiedervereinigung spezialisiert. Mit mehr als 1000 veröffentlichten Büchern ist der Verlag zu einer festen Größe geworden, wenn es um die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und Gegenwart, um politische Debatten und Aufklärung geht.

Später öffnete Christoph Links sein Programm auch für Werke zur NS-Geschichte sowie zur deutschen Kolonialgeschichte und nahm stärker die internationale Politik in den Blick.

2018 wurde der Verleger, der sich auch intensiv für Meinungsfreiheit engagierte, mit der Goldenen Nadel des Börsenvereins geehrt: „In seinem Verlag, der Historischen Kommission und als Sprecher der IG Meinungsfreiheit hat Christoph Links die gesellschaftliche Bedeutung des Buches nachhaltig gestärkt,“ hieß es damals in der Laudatio.

In den letzten Jahren berichtete Links von zunehmenden Drohungen gegen den Verlag und von gezielten Störungen bei Veranstaltungen – so konnten 2017 zum Beispiel Lesungen aus dem Band „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen“ nur unter Polizeischutz stattfinden. Auch Angriffe juristischer Art aus organisierten rechtsextremistischen Kreisen nähmen zu.

Christoph Links hat als Sachbuchautor selbst zahlreiche Werke herausgegeben und veröffentlicht, darunter vielbeachtete Bücher wie "Das Schicksal der DDR-Verlage", das sich mit der Privatisierung der 78 Buchverlage in der DDR um 1989 und deren Konsequenzen auseinandersetzt.

2019 wurde der Ch. Links Verlag Teil der Aufbau-Gruppe und zog in die Räume des Aufbau-Hauses in Berlin Kreuzberg. Bis Ende 2020 blieb Christoph Links alleiniger Geschäftsführer, bevor er sich in den Ruhestand verabschiedete.

(boerrsenblatt,net)

Samstag, 14. September 2024

bei der Lektüre der Marginalien

Christian Bartsch, Foto © ad
Christan Bartsch vom Roten Antiquariat Berlin bei der Lektüre des aktuellen Heftes der Marginalien auf der BücherlLebe Berlin
Empfohlen wurde ihm von einem anderen Pirckheimer und Antiquar (ich war es nicht, ich bin noch nicht dazu gekommen, das Heft zu lesen) der Artikel von Moritz Lampe "Buchkunst am Bauhaus. Anny Wottitz und das Nachleben der Whitman-Druckbögen. aus dem Utopia Verlag Weimar".

14./15. September 2024, 10 - 17 Uhr

Trabrennbahn Karlshorst
Tribünenhalle
Treskowallee 159, 10318 Berlin

Freitag, 13. September 2024

Magdeburg und Berlin

An diesem Freitag, den 13., starteten zwei Ereignisse für Bibliophile: die 3. Antiquariatsmesse BücherLust und das 51. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft.
Beim Betrachten der Bilder drängt sich unweigerlich eine alte Weisheit auf: "Die Hoffnung stirbt zuletzt." Möge ich mich irren, zumindest in Berlin wird sich das in den nächsten zwei Tagen zeigem.
Ralf Parkner (lks.) macht ein Gruppenfoto der Teilnehmer am Jahrestreffen

Antiquariatskollegen beim Aufbau auf der BücherLust Berlin

Christian Thanhäuser auf der BücherLust

An diesem Wochenende findet auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst zum 3. mal die Antiquariatsmesse BücherLust Berlin statt.

Christian Thanhäuser, der internationalbekannte und geschätzte Künstler, Graphiker und Verleger , begleitet in diesem Jahr die Antiquare auf der BücherLust Berlin mit einer Ausstellung seiner Reiseskizzenbücher, Holzschnitte und Bücher aus seiner Edition.
Christian Thanhäuser, 1956 geboren in Linz/Österreich. Lebt und arbeitet in Ottensheim an der Donau/Österreich als Künstler, Illustrator und Verleger. 1989 Gründung des Verlages Edition Thanhäuser. Buchillustrationen für verschiedene Verlage, u.a.: Insel Bücherei | Suhrkamp, Matthes & Seitz Berlin, Friedenauer Presse Berlin, Kalligram Budapest, Haymon Verlag Innsbruck, Wieser Verlag Klagenfurt, edition fundamental Fulda, Neue Literatur Bukarest, Poeteka Tirana, Al-Kamel Beirut, Ketos Verlag Wien, Edition Tandem Salzburg und Verlag der blaue reiter.

Auch der Berliner Bibliophilen Abend wird auf der 3. BücherLust vertreten sein, in diesem Jahr das zweite mal und mit einem eigenen Stand.
Mitgliedeer des BBA erhalten freien Eintritt.

Vernissage: 13. September 2024, 19 Uhr
Messe und Ausstellung: 14./15. September 2024, 10 - 17 Uhr

Trabrennbahn Karlshorst
Tribünenhalle
Treskowallee 159, 10318 Berlin

Donnerstag, 12. September 2024

Neues von Lubok

Buchmesse. Vom 20. bis 22.9. präsentieren wir Neuerscheinungen, Lieblingstitel und Schnäppchen bei Between Books in der Kunsthalle Düsseldorf. 
Und falls noch nicht geschehen, bitte unterstützt und teilt unser aktuelles Crowdfunding-Projekt:

Ende des Jahres soll „Lubok 14“ erscheinen mit Original-Linolschnitten von Tiziana Jill Beck, Maja Behrmann, Anna Haifisch, Stefanie Leinhos, Stefhany Y. Lozano, Gudrun Petersdorff, Nora Riggs, Malwine Stauss, Gemma Wilson.

Der 14. Band der originalgrafischen Lubok Reihe mit vorauss. 64 schwarz-weißen und 8 dreifarbigen Linolschnitten kostet 50 EUR inkl. Mwst. für unsere Abonnent*innen und Vorbesteller*innen. Der Vorverkaufspreis gilt bis 30.11., danach wird das Buch 70 EUR kosten.

Alle Infos hier: https://lubok.de/de/shop/lubok-14/

Wir freuen uns von Euch zu hören,
Henriette und Christoph vom Lubok Verlag.

Sibylle Prange. Spätes Licht

Das Museum Schloß Burgk, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, zeigt Malerei und Zeichnung von Sibylle Prange.

Die Künstlerin, 1969 in Eberswalde geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg. Die Künstlerin hat als Zeichnerin begonnen und die Zeichnung (mit malerischen Elementen) hat bis heute einen festen Platz in ihrem Oeuvre. Sibylle Prange liebt das Meer, die Wüste, die Weite, wo Verlorenheit das Melancholische berührt. Auf ihren zahlreichen Reisen steuert sie nicht die touristischen Orte der Reiseprospekte an, sondern Gegenden, die sie „gebrochene Locations“ nennt. Schönheit wächst ihr aus Übersehenem, auch Unansehnlichem. Man kann sich der Faszination ihrer Bilder, dem Spannungsfeld von tiefer Melancholie und großer Lebensfreude, kaum entziehen. Gezeigt werden in Burgk Arbeiten aus allen Schaffensperioden.

Vernissage: 14. September 2024, 16 Uhr, Musik Hans-Georg Kramer (Viola da Gamba), Ingelore Schubert (Cembalo)
Ausstellung: 14. September - 24. November 2024

Museum Schloß Burgk
Burgk 17, 07907 Schleiz

Mittwoch, 11. September 2024

>Marginalien... # 254

Wie gewohnt zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, welches am kommenden Wochenende in Magdeburg stattfindet, erscheint das neue, in diesem Fall das dritte Heft des Jahres, der Marginalien.
Einige Mitglieder halten es bereits in den Händen, andere finden es in den nächsten Tagen im Briefkasten, die Teilnehmer des Jahre3streffens bekommen es vor Ort ausgehändigt.
Im aktuellen Heft spricht Volker Probst die Historie seiner Walt Whitman-Sammlung und Moritz Lampe beschreibt das Nachleben der Whitmans-Texte am Weimarer Bauhaus. Den ersten 10 Jahren der Büchergilde Gutenberg widmet sich aus Anlass ihres diesjährigen 100sten Geburtstages Ernst Falk. Jens-Fietje Dwars porträtiert Oskar Wolff (1799–1851), dessen "Die nobeln Passionen" in einer Kurzfassung als von Matthias Gubig gestaltete typografische Beilage ist. Peter Arlt würdigt Werner Oechslin und Thorsten Ahrend stellt den Verlag Das Kulturelle Gedächtnis vor.
Harald Kretzschmar, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der am 27. Juni, wenige Wochen nach seinem 93. Geburtstag starb, wird in zwei Nachrufen gewürdigt.
Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft liegt dem Heft eine zweifarbige Originalgraphik (Abb..) von Henrik Schrat in verschiedenen Varianten und einer Gesamtauflage von 650 Exemplaren im Stempel- und Körperdruck bei.