Dienstag, 2. Juli 2024

Paul Veres (1944 – 2024)

Wir haben die Nachricht erhalten, dass Paul Veres Anfang Mai verstorben ist. Er war ein wunderbarer Künstler, Sammler, Typograf und ein wahrer Kenner des Künstlerbuchs. Es gibt nur sehr wenige Menschen wie ihn heutzutage. Er war eine echte Rarität, ein Meteorit von einem anderen Planeten, ein wunderbares Geschenk an unsere Welt. Wann immer wir kommunizierten, konnte ich nicht anders, als zu denken, dass er aus einem anderen Universum stammte. Seine Reaktionsfähigkeit, Freundlichkeit, sein Altruismus, seine unendliche Liebe zum Leben und seine positive Einstellung zu allem, was ihn umgab, sind heute seltene Eigenschaften. Er war ein einzigartiger und fantastischer Mensch, der wie ein heller Komet über meinen Himmel huschte und nun in die Ewigkeit oder auf den Planeten seiner Geburt zurückkehrte. Möge er in Frieden ruhen.

(Dmitry Sayenko)

Montag, 1. Juli 2024

aktuell bei Wolf & Galentz

Gestern war die Finissage in der Pankower Galerie Wolf & Galentz der ersten Ausstellung mit zeitgenössische Kunst aus Irland. Oona Hyland wurde mit Installationen, Zeichnungen, Video und Druckgrafik präsentiert.
Blick in die Ausstellung Oona Hyland, Foto © Archi Galentz
Thematisch zentral in Oona Hylands Arbeit ist das Vergessene und Verdrängte, das, was totgeschwiegen wird, Menschen, die mundtot gemacht worden sind. Ihr besonderes Interesse gilt der Erkundung von künstlerischen Mitteln, die die Prozesshaftigkeit des Vergessens und auch des Erinnerns nicht nur darstellen, sondern erlebbar machen.
Die titelgebende Arbeit Active Forgetting beleuchtet den institutionellen Missbrauch in irischen Mutter- und Säuglingsheimen und den zugehörigen sogenannten Magdalene Laundries (Wäschereien), in denen unverheiratete schwangere Frauen interniert wurden und Zwangsarbeit leisten mussten (vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1990er-Jahre).

Ein zweiter Teil mit zeitgenössischer Kunst aus Irland zeigt in einer Gruppenausstellung unter dem Titel "Out of Place" Arbeiten von Camilla Fanning, Oona Hyland, Grace Sexton.
Ausstellungsplakat (Ausschnitt)
Der Titel der Ausstellung spielt mit den verschiedenen Bedeutungen der englischen Wendung „out of place“, was man wörtlich verstehen kann als Bezeichnung für etwas, das nicht an seinem angestammten Ort ist, auch mit einer Konnotation von verloren, desorientiert, und in übertragener Bedeutung heißt es, das etwas unpassend ist, im Deutschen ebenfalls mit einer Ortsmetapher benannt: deplatziert.
Die drei irischen Künstlerinnen beschäftigen sich in der Ausstellung mit unterschiedlichen Aspekten von Vertreibung und Verdrängung von Menschen und Naturphänomenen, Dingen, die nicht an dem Ort sind, an dem wir sie zu finden erwarten. Die Künstlerinnen rücken dadurch die Peripherie ins Zentrum, machen Übersehenes und Verdrängtes sichtbar.

Ausstellung 5. - 28 Juli 2024

Galerie Wolf & Galentz
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Bibliophiles des Monats: La Canzone Toscana

Am 19. Juli 2024 begehen wir den 650. Todestag Francesco Petrarca, was läge also näher, als dass im Bibliophilen des Monats im Juli dieser italienische Dichter zumindest erwähnt wird.
Vorgestellt wird die Klappmappe von Hermann Rapp „La Canzone Toscana“ mit 8 farbigen und 2 einfarbigen signierten Original-Holzschnitten nach Skizzen und Erinnerungen aus der Toskana, ergänzt mit einem originalsprachigen und einem übersetzten Sonett von Francesco Petrarca, mit einem Ausschnitt aus Goethes Reise-Tagebuch und Gedichten von Giosuè Carducci, Hermann Hesse und David Herbert Lawrence (Accidentia).
Die in einer Auflage von 33 Exemplaren in seinem eigene Verlag Offizin ‚Die Goldene Kanne‘ in Neuweilnau 1998 erschienen Mappe in Broschur wurde von Hermann Rapp aus der schmalen Bembo-Kursiv gesetzt, sowie auf Zerkall-Bütten gedruckt und signiert.
Hermann Rapp (1937 – 2015), Schriftsetzer, Holzschneider und Graphiker, fand seine Inspiration stets in den Bildenden Künsten. 1989 gründete er mit seiner Frau Gisela eine eigene Bleisatzwerkstatt, die Offizin ‚Die Goldene Kanne‘. Hier pflegte er die klassische und experimentelle Typographie mit Bleisatz und Originalgraphik. Dabei verwendete Rapp neugegossene und aufgefundene Schriften sowie handverlesene Bütten- und Konsumpapiere.
Neben dem vorgestellten entstanden edle Drucke zu Texten von klassischen wie auch zu antiken Dichtern und Philosophen. Vor allem Hölderlin fühlte sich Rapp tief verbunden, ebenso Schelling, dessen ‚Aphorismen über die Naturphilosophie‘ er als siebzehnteilige Graphikfolge gestaltete, und zu einem Manuskript aus der Hand Hegels schuf er unter dem Titel ‚Hinterlassenschaft einer Zukunftsidee‘ 34 mehrfarbige Linolschnitte.

Sonntag, 30. Juni 2024

Berlin im Blick – Künstler sehen ihre Stadt

Arno Mohr: Museumsinsel Berlin, Zeichnung, Kohle, Aquarell, 1989
Die Galerie der Berliner Graphikpresse zeigt graphische Arbeiten der Künstler: Manfred Butzmann, Antje Fretwurst-Colberg, Dieter Goltzsche, Monika Meiser, Harald Metzkes, Klaus Magnus, Arno Mohr, Manfred Pietsch, Gerenot Richter, Gottfried Richter, Anke Rische, Klaus Roenspieß, Susanne Schüffel, Ursula Strozynski und Max Uhlig

Die Vernissage findet bei Kunst und Sekt, sowie Kaffee und Kuchen, im Garten statt. Ein vollständiger Katalog zur Ausstellung kann hier als pdf herunterladen werden.

Vernissage 6. Juli 2024, von 11 bis 14 Uhr, einführende Worte: Sabine Ulber
Ausstellung: 6. Juli - 31, August 2024

Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25, 12524 Berlin

Samstag, 29. Juni 2024

ZEITGLEICH-ZEITZEICHEN 2024

Im Zeichen der zeitgenössischen experimentellen Druckkunst

ZEITGLEICH-ZEITZEICHEN ist ein Jahresprogramm des BBK Bundesverbands. Traditionell beteiligen sich sehr viele BBK-Landes- und Regionalverbände.

In diesem Jahr entstehen Grafikmappen, die von den Mitgliedern der einzelnen BBK Landes- und Regionalverbände mit aktueller Druckkunst gefüllt werden. Diese Mappen gehen auf die Reise, um in Museen und Galerien, Werkstätten und Hochschulen die Bandbreite der zeitgenössischen und experimentellen Druckgrafik zu dokumentieren. Künstler tauschen ihre Werkstätten und Ausstellungsräume, veranstalten Workshops, Druckkunst Festivals und vieles mehr und machen somit Druckkunst sichtbar.
mit dabei: Arbeiten von Julienne Jattiot
Ausstellung: 28. Juni - 13. Juli 2024

Kunsthalle Dessau
Hobuschgasse 5, 06844 Dessau-Roßlau

Freitag, 28. Juni 2024

"Ich hab's mein Lebtag nicht gelernt, mich fremden Zwang zu fügen."

Der Kulturhistorische Verein Friedrichshagen erinnerte gestern im Antiquariat Brandel an Erich Mühsam, der vor 90 Jahren ermordet wurde und die Mitglieder der Regionalgesellschaft Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend waren eingeladen.
Erich Mühsam lebte 1902 fast ein Jahr lang in Friedrichshagen in einem kleinen Raum neben der Waschküche im Hof des Hauses Ahomallee 24 und arbeitete als Redakteur der anarchistischen Zeitung "Der arme Teufel", die er zusammen mit dem Journalisten Albert Weidner produzierte. Mühsam traf sich hier auch mit Bruno Wille und Wilhelm Bölsche, die einst den Friedrichshagener Dichterkreis gegründet hatten.
Die musikalische Begleitung am Akkordeon übernahm Isabel Neuenfeldt, die einige der Gedichte Mühsams einfühlsam vertont hatte.

Donnerstag, 27. Juni 2024

Graphische Kunst Heft 1/2024

Originalgraphiken (v.l.n.r.) Artur Wiener: Ansichtssache, Caroline Salzwedel: Werkstadt und Thomas Escher: Hommage á Böcklin, Titelabb.: Nina Bergold
Im gerade ausgelieferten Heft findet sich von Siegrfied Bressler ein Überblick über das graphische Werk vom Carla Fusi, ein Bericht über die raumgreifenden, in Schwarz gehaltenen Folienschnitte von Nina Joanna Bergold, Dr. Irmgard Heidler informiert über die Pegasus Presse, Fabian Skotorzick stellt den Meister der Schwarzen Kunst Artur Wiener und Henry Tauber die Deutsche Exlibris-Gesellschaft vor, Den Künstlerbüchern der Hirundo-Presse widmet sich Reiner Stec.
Neben den abgebildeten Originalgraphiken ist der Ausgabe A die Radierung Due betulle von Carla Fusi und 2-farbige Linolschnitt Tauchsprung von Nina Joanna Bergold beigelegt.

Aus dem Antiquariat 2/2024

Das 2. Heft der Zeitschrift Aus dem Antiquariat wurde ausgeliefert. Noch bis vor einer Woche war nicht klar, ob diese Zeitschrift der Maximilian-Gesellschaft weitergeführt werden kann, erst vor einer Woche konnte der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels mitteilen, dass die Maximilian-Gesellschaft und der MVB ihre Kooperation auch in den Jahren 2025 und 2026 fortführen.
In den zentralen Artikel beschäftigt sich Mark Lehmstedt mit der Entstehung des Modernen Antiquariats, dessen Geschichte erstaunlicher Weise bis ins Jahr 1780 zurückreicht, und Günther Fetzer gibt, fußend auf den Untersuchungen von Jane Langforth im kürzlich erschienenen ersten Teil der Buchgeschichte der DDR, "eine gültigen Überblick§ über das Taschenbuch in der DDR".

Mittwoch, 26. Juni 2024

neue Ausstellung des Radiervereins München

Die aktuelle Ausstellung von Julia Powles und Peter Westwood aus Melbourne endet, am Donnerstag werden die beiden Künstler, moderiert von Gesa Puell weiter in ihre Geschichte und die Entstehung ihrer Arbeiten einführen.
Die Arbeiten von Julia Powles und Peter Westwood unterscheiden sich sehr voneinander und dennoch vereint sie ein Thema: Wie formuliert sich Wissen? Hierzu verarbeiten beide Bruchstückhaftes, Fragmente, Zufälliges und kombinieren und ergänzen ihre Bilder mit Texten. Wiederum reduziert auf das Nötigste entstand eine Ausstellung in der jede einzelne Arbeit ihren Raum hat und doch mit allen anderen in Verbindung steht.
Florian Huth: #1371095 GLOBE IN SQUARE, HALVED (adjusted to fit), 2024 
Die nächste Ausstellung des Münchners Radiervereins (un)finished business mit Werken von Dominik Bais, Hannes Heinrich, Angelika Huber, Florian Huth (Abb.), Paula Knaps Loos und Alix Stadtbäumer wird am Freitag eröffnet,

Finissage: 4. Juli 2024 18 Uhr
Vernissage: 5. Juli 2024, 19 Uhr
Ausstellung: 6. – 26. Juli 2024

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Ehrung am Grab von E.T.A. Hoffmann

Die E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und Freunde des Dichters, Juristen, Komponisten, Kapellmeisters, Musikkritikers, Zeichners und Karikaturisten trafen sich heute an dessen Grab aus Anlass seines 202. Todestages. Mit dabei Rosemarie Bobach, Ralf Parkner, der Illustrator Steffen Faust, der Künstler Hanif Lehmann, der Jurist und Autor Bernd Hesse und der Vorsitzende des BBA Abel Doering.
Ralf Parkner, Rosemarie Bobach und Bernd Hesse
Jörg Petzel. Vorsitzender der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, last an dessen Grab im Kafka-Jahr einen Text von Franz Kafka, anschließend gemeinsam mit Doris Fouquet-Plümacher einen Text von Franz von Gaudy.
Minibuch mit aufklappbarem (Sarg)Deckel von Angela Herrmann, Tantillulus Libri Verlag, mit Illustrationen von Steffen Faust
Natürlich tranken die Ehrenden einen Libations-Wein auf E.T.A. Hoffmann, wovon auch dem Grab einige Tropfen gespendet wurden.

Dienstag, 25. Juni 2024

Hot Printing

Zum zweiten Mal wird das Druckfestival Hot Printing in Offenbach zum Treffpunkt für ca. 70 Künstlerinnen und Künstler, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Thema Drucken beschäftigen. Eine junge und agile Szene, daruinter der Verein für die Schwarze Kunst, ‹usus› oder edition wasser im Turm, zeigt ihre Druckerzeugnisse vom Siebdruckplakat über traditionellen Buchdruck bis zum Comic oder Zine in Knallfarben aus dem Risodrucker.
© turbo type
Drucken spielt in Offenbach historisch eine große Rolle. Die Lithografie wurde in Offenbach Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal kommerziell für den Notendruck genutzt und legte den Grundstein für Plakat- und Bilderdruck, wie er heute allgegenwärtig ist. Das Offenbacher Klingspor Museum sammelt moderne und zeitgenössische Druckerzeugnisse und kleine Druckwerkstätten und Initiativen siedeln sich seit einigen Jahren neu in Offenbach an. Drucken gehört zu Offenbach und Ausstellerinnen und Aussteller aus der Umgebung freuen sich nun neben Druckbegeisterten aus Leipzig, Hamburg und Chemnitz auf ebenso vielfältige Besucherinnen und Besucher des Festivals. Alle Standbetreibenden beteiligen sich mit einem Programmpunkt, so dass nicht nur geschaut und geshoppt werden kann, sondern auch eigenes Drucken angesagt ist. Auf dem Mitmachprogramm stehen Postkartendruck auf dem Boston-Tiegel in der Druckwerkstatt, Legodruck und Küchenlithografie, außerdem eine Socken-DIY-Druckstation im Siebdruck, Monotypie und Naturselbstdruck, außerdem etliche Vorträge, Vorführungen und Lesungen. Die Workshops richten sich sowohl an erfahrene Druckfreundinnen und -freunde wie an alle anderen neugierigen Erwachsenen und Kinder.

6./7. Juli 2024

Offenbach
Klingspor Museum, auf dem Museumsvorplatz und in der Druckwerkstatt im Bernardbau

Montag, 24. Juni 2024

"Ich hab's mein Lebtag nicht gelernt, mich fremden Zwang zu fügen."

Der Kulturhistorische Verein Friedrichshagen und die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft erinnern im Antiquariat der Pirckheimerin Katrin Brandel an Erich Mühsam.
Der Autor, Lyriker und Anarchist nahm kein Blatt vor den Mund und fügte sich keiner Autorität. Vor 90 Jahren wurde der Unbeugsame von den Nazis ermordet.
Erich Mühsam lebte 1902 fast ein Jahr lang in Friedrichshagen in einem kleinen Raum neben der Waschküche im Hof des Hauses Ahomallee 24 und arbeitete als Redakteur der anarchistischen Zeitung "Der arme Teufel", die er zusammen mit dem Journalisten Albert Weidner produzierte. Mühsam traf sich hier auch mit Bruno Wille und Wilhelm Bölsche, die einst den Friedrichshagener Dichterkreis gegründet hatten und noch immer hier wohnten - ebenso der Illustrator Fidus.
Das Erich Mühsams höchst aktuellen Texte und seine Gedichte nicht in Vergessenheit geraten, verdanken wir wir Enthusiasten wie zum Beispiel Isabel Neuenfeldt, die seine Tagebücher ins Internet gestellt haben oder seine Gedichte vertonen und vortragen . Die Sängerin, Schauspielerin und Gesangslehrerin wurde vor zwanzig Jahren bei Veranstaltungen auf Mühsam aufmerksam und fing Feuer.
Bibliophiles des Monats Juni 2023
27. Juni 2024. 19 Uhr, Musik  Isabel Neuenfeldt (Akkordeon)

Antiquariat Katrin Brandel
Scharnweberstr. 59, 12587 Berlin

Sonntag, 23. Juni 2024

Generalversammlung der Wiener Bibliophilen

Am Donnerstag, 20. Juni, findet um 18.30 Uhr in der „Bibliothek“ des Café Museum (I, Operngasse 7) unsere jährliche ordentliche Generalversammlung statt
Die dreijährige Amtsperiode des aktuellen Vorstands läuft ab, sodass satzungsgemäß eine Neuwahl des Vorstandes erfolgen muss. Wir dürfen ankündigen, dass sich der bisherige Vorstand geschlossen zur Wiederwahl stellen wird; selbstverständlich ist es aber möglich, auf der Generalversammlung andere Wahlvorschläge einzubringen.

Die Generalversammlung, die hoffentlich zügigst durchgeführt werden kann (und auf der es ein besonderes Buchgeschenk für alle Teilnehmer geben wird), ist eingebettet in ein „Treffen für Buchliebhaber“, das schon um 18.00 Uhr beginnt und für das wieder einige schöne „Vorzeigungen“ erbeten werden.

(Ernst Fischer, Vorsitzender)

Samstag, 22. Juni 2024

3. Münchner Buchfest

In einer Woche findet die dritte Ausgabe des Münchner Buchfests statt, bei schlechtem Wetter eine Woche später.
Im wunderschönen Garten des Schleusenwärterhäuschens direkt an der Isar (Thalkirchen) lassen sich die Buchprogramme von 12 unabhängigen Münchner Verlagen entdecken: Belletristik, Krimis, spannende Regionaltitel, Stadtgeschichte, Kinderbücher, Comics, Kochbücher, Reiseberichte, Lyrik und vieles mehr. Außerdem es gibt Lesungen, Live-Musik, eine Olivenölverkostung und eine Spielecke für den Lesenachwuchs.

Mit dabei sind die Verlage:
● austernbank verlag 
● Edition Helden
● Edition Rauchzeichen
● Franz Schiermeier Verlag
● Hagebutte Verlag
● Hirschkäfer Verlag
● Lebensgut Verlag
● Mediathoughts Verlag
● Morisken Verlag
● Schillo Verlag
● Stroux edition
● Susanna Rieder Verlag

29. Juni 2024 | 12 – 18 Uhr
Ausweichtermin: 6. Juli 2024 | 12–18 Uhr

Garten des Schleusenwärterhäuschens
Zentralländstraße 35, München-Thalkirchen

Freitag, 21. Juni 2024

3k, Glaswand

MMM-DIARIUM 4/2023 (1. November 2023 bis 31. Januar 2024) von Hartmut Andryczuk ist im Hybriden-Verlag erschienen.
Themen: Schlosspark-Klinik, Station 3k – Time-Out- & Raucherraum – Omikron XBB 1.5., Impfung Nr. 5 – Sympathisch & Empathisch – Boomer-Sauna Stadtbad Wilmersdorf – D. gestorben, 25.11.2023 – "Das Ziel allen Lebens ist der Tod" (100 Jahre Franz Kafka) – R.M.: St. Hedwig-Krankenhaus, Rauforderung, Plattenepithelkarzionom – PUK-Nummer vergessen – St. Annen-Friedhof – "Kambach", Münchehagen, Robotertanz mit Grabsteinen – R.M (über Weihnachten) "Was klingt besser: Krebs und Feiertage oder Feiertage und Krebs?" – Serienmörderpodcast zwischen drei Saunagängen – New England Window für Erdmute White – Bettina Wassmann tot – Haushaltsauflösung – Keine weitere Geisteredition auf der geschlossenen Psychiatrie – KAMPEN = PAKMEN...

Originalarbeiten von Freddy Flores Knistoff, Matthias Lyssy, Angelique van Wesemael, Egon Günther und Hartmut Robert Andryczuk.

Edition: 30 copies
300 €

Donnerstag, 20. Juni 2024

Von Hungersnot, süßen Verlockungen und Aufbegehren bei Tisch

Eine  Ausstellung im Kinderbuchmuseum Havelland widmet sich der Darstellung des Essens im Bilderbuch, einem Gegenstand, mit dem sich die Literatur- und Kulturwissenschaft bislang wenig beschäftigt hat. 

Das Thema „Essen“ ist allgegenwärtig im Kinder- und Jugendbuch. Dort gibt es Nahrungsmangel ebenso wie Überfluss. Es gibt Fressen-und-gefressen-Werden, heimliche Näscher und Essenverweigerer, artige Kinder mit Tischmanieren sowie Rangen, die Mahlzeiten sabotieren.
Aber welche Intentionen liegen solchen Schilderungen zugrunde? Dies wird anhand von Kinderbüchern aus vier Jahrhunderten untersucht. Wie sich zeigt, sind es aufschlussreiche Einblicke in den Wandel der Beziehung des Erwachsenen zum Kind und im Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit, die sich dabei verfolgen lassen.

Eröffnung: 29. Juni 2024, 14 Uhr.

Spielzeugmuseum im Havelland e.V./Kinderbuchmuseum
Schulweg 1, 14728 Kleßen-Görne

Mittwoch, 19. Juni 2024

51. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft

Das 51. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft wird in Magdeburg, wie gewohnt Mitte September,  stattfinden.
Foto © Ralf Roletschek
Am Anreisetag wird Interessierten eine Stadtführung rund um den Magdeburger Dom oder  eine Besichtigung der Johanniskirche mit den von Max Uhlig geschaffenen Fenstern angeboten.
Abends eröffnet im Literaturhaus Magdeburg die Jahresausstellung des Vereins der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“, die in diesem Jahr das 30jähriges Jubiläum ihrer Wiedergründung feiert, mit den Künstlerbüchern der Edition Augenweide. Die Betreiber von Common Sense und Edition, Ulrich Tarlatt und Jörg Kowalski, werden anwesend sein.
Common Sense der Edition Augenweide 
Am Samstag wird der Geschäftsführer des Forums Gestaltung einen Einblick in dessen Geschichte, seine Absolventen und Lehrer geben und dessen Sammlungen vorstellen, sowie durch die Ausstellung "Ganz modern" führen und über das Wewerka-Archiv informieren. Nachmittags die Direktorin des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen, Annegret Laabs, durch das Haus, seine Geschichte und die Ausstellung führen oder sich durch den Stifter Professor Wolfram Neumann durch die Ute-und-Wolfram-Neumann-Stiftung führen lassen. Eine dritte Gruppe wird im Depot der Stadtbibliothek Magdeburg Maik Hattenhorst Kostbarkeiten zu Gesicht bekommen und besucht eine Ausstellung zur Reformation. Eine weitere Gruppe wird Gelegenheit haben die Graphische Sammlung des Kulturhistorischen Museum Magdeburg, geführt durch Karin Kanter, zu besichtigen. Im Kloster-Café findet das traditionelle Festessen der Pirckheimer-Gesellschaft mit Festvortrag statt.

Am Sonntag wird das Jahrestreffen mit einer Mitgliederversammlung abgeschlossen.

13. bis 15. September 2024

Hotel Ratswaage
Ratswaageplatz 1–4, Magdeburg

Dienstag, 18. Juni 2024

neu auf bücherkinder-brandenburg.de

Die Bücherkinder Brandenburg stellten in der Landesvertretung Brandenburg beim Bund gemeinsam mit ihrem "Büchervater" Armin Schubert ihre Buchprojekte der vergangenen Jahre vor.
Urheberschaft des Fotos wird nachgereicht
aa Unterstützung fand diese Arbeit durch unterstützt von der Christa-Wolf-Gesellschaft, der Anna-Seghers-Gesellschaft und der Pirckheimer-Gesellschaft, auf obigem Foto ihre Vertreter gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Friederike Haase.
Durch Klick auf die Abb. können einige Fotos von dieser Veranstaltung, sowie die Einladung und einleitende Worte von Armin Schubert aufgerufen werden.

Schönste Deutsche Bücher 2024

© Stiftung Buchkunst, Uwe Dettmar
Im Wettbewerb der »Schönsten Deutschen Bücher« wählten zwei Jurys aus Experten in einem aufwendigen Verfahren die 25 schönsten Bücher des Jahres aus. 14 Juror:innen diskutierten sieben Tage lang über die eingereichten Titel. Die 25 ausgewählten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung. Sie zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten sowie wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion. In jeder der fünf Kategorien »Allgemeine Literatur«, »Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher«, »Ratgeber, Sachbücher«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher« gibt es je fünf Prämierte.
Die offizielle Verkündung der Prämierten erfolgte gestern im Rahmen der Release Night im Bücherbogen am Berliner Savignyplatz.

Montag, 17. Juni 2024

Momente und Augenblicke

Am 6. Juli wird in der Spectrum Galerie Kunigam in Frankfurt (Oder) in ihrer 76. Ausstellung unter dem Titel „Momente und Augenblicke" die Sammlung von Ralf Parkner "Gerhard Goßmann" eröffnet. Anlass für den Berliner Bibliophilen Abend, Frankfurt/O. zu besuchen.
aus dem Ausstellungsflyer
Abb. © Stefan Kunigam
 

1912 Gerhard Großmann am 01.11. in Gruben (Brandenburg) geboren.
1917 Umzug der Eltern und der beiden Söhne. Mittelschule, Förderung seines künstlerischen Talentes und der wissenschaftlichen Interessen
1928 in Berlin Lehre als Schrift und Chromolithograph
1929 Begegnung mit Otto Nagel 1930 Mitglied der ASSO (Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler)
1930 Jüngster Teilnehmer Kunstausstellung in Amsterdam
1933 bis 1935 Ausbildung und der höheren graphischen Fachschule Berlin / dann freier Grafiker
1937 im H. Goverts Verlag Schutzumschlag zum Roman „Vom Winde verweht"
1939 bereits 160 Umschläge für 26 Verlage hergestellt u. a. Ernst Rowohlt und die Gustav Kiepenheuer
1939/1940 Hausbau in Fürstenwalde mit seiner Frau Charlotte (gelernte Buchhändlerin)
Nach 1945 mehrere Jahre Zeichen- und Geschichtslehrer.
1939-1945 im Weltkrieg Fahrtenzeichner der Wehrmacht in Norwegen
1947 Mitarbeit im Lothar Blanvalet Verlag „Almanach für junge Leute"(der Phoenix)
Seit 1951 zahlreiche internationalen Ausstellungen, zahlreiche Medaillen, Preise und Auszeichnungen 1955 freischaffender Grafiker
1960: Kunstpreis des Bezirks Frankfurt/Oder für Buchillustrationen
1968 schuf Gossmann die Maxim-Gorki-Stele in Bad Saarow
1972: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
1977: Heinrich-von Kleist-Kunstpreis des Rates der Stadt Frankfurt/Oder
1979: Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1982:Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur
1986 Käthe Kollwitz Preis der Akademie der Künste der DDR
1989 Übereignung des verbliebenen Werkes an die Stadt Fürstenwalde
1994 am 25. Juli in Bad Saarow verstarb Gerhard Goßmann 
Ralf Parkner wurde 1951 in Caputh bei Potsdam geboren 1952 Umzug nach Frankfurt/0.
Bereits in der Kindheit intensiver Leser und Betrachter der Illustrationen, so auch die von Gerhard Goßmann.
Dert gelernte Betonfacharbeiter arbeitete im Plattenwerk Schwedt und Eisenhüttenstadt, in der Energiewirtschaft, zuletzt im Heizkraftwerk Ffo.
Ab 1977 begann seine intensiven Kunst Sammlerzeit.
1982 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der Frankfurter Bezirksgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft
1987 war Parkner's Goßmann Sammlung so umfangreich, dass er zu dessen 75. Geburtstag eine Ausstellung im damaligen Kunstforum der Marienkirche ausrichten konnte. Seit langem verband beide eine Freundschaft, wovon  ein zehnjähriger Briefwechsel zeugt. Exponate aus der Sammlung Parkner waren in den Galerieräumen von Karl Witzleben Lessingstraße, später Petersdorf zu sehen.

Ausstellung: 6. Juli - 3. August 2024, Laudatio: Frank Drömert, Musikalische Begleitung: Alexandra Rakowski

Spectrum Galerie Stefan Kunigam
15236 Frankfurt/Oder, Baumschulenweg 48