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Samstag, 8. November 2025

Franz Kafka, aus den Tagebüchern: 18. feb. 1920

Zur artbook.berlin wird Brigitte Iseli-Neustäbler ein neues Buchobjekt präsentieren.
© Brigitte Iseli-Neustäbler
Die Künstlerin hat einen mindestens 150 jähriger Torso eines Engels, der seiner Flügel und Arme beraubt war, komplett von Acrylschichten befreit, das Holz kurz geschliffen und im erweiterten Sinne ein Künstlerbuch daraus gemacht. Mit dem Kafka-Eintrag aus den Tagebüchern, auf das wesentliche reduziert, wurde mit unterschiedlichen Lagen von Japanpapieren Engel und Teufel als Gefühl dargestellt.

Engel und Teufel liegen nah beieinander.

21 - 23 November 2025
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz, Berlin/Kreuzberg

Dienstag, 21. Oktober 2025

Die Kunst des Sammelns, Bd. 11 – Dr. Ludwig Busam

Im Hybriden-Verlag erscheint der 11. Band der Reihe „Die Kunst des Sammelns“ mit Zeichnungen von Hartmut Andryczuk mit einem Gespräch mit dem Privatsammler Dr. Ludwig Busam.
Themen: Selbstbau einer Privatbibliothek – Alte Schreinerwerkzeuge – Secret Service Mitarbeiter inspizieren eine antike Bohrvorrichtung aus dem 19. Jahrhundert in Lebanon/OH – Afghanische Teppiche – Chinesische Holzschnitzarbeiten und Steinzeug-Flaschen – Genealogische Forschungen – Kurrentschrift – Über die Gifte aus Baccharis coridifolia und Polygala klotzschii – Brasilianische Giftpflanzen – Gebetsbücher & Sterbebilder – Chemie & Literatur – A Gentle Madness – Künstlerbücher und signierte Exemplare – Edition Augenweide – Herzattacke – Literatursammlungen, Signaturen und persönliche Begegnungen – Günther Grass – Peter Bichsel – Michael Lentz – Gute und schlechte Lesungen – Autofahrt und Signierstunden mit Daniel Kehlmann – Uljana Wolf – Judith Hermann – Herta Müller – Ulrike Draesner – Tanja Deckers – Antje Rávic Strubel – Juli Zeh – Im Parkhaus mit Jonathan Frantzen – Sirka Elspaß – Lisa Goldschmidt – Takis Würger – Clemens J. Setz – Dinçer Güçyeter – Recherche-Praktiken – Der Charme von Fehldrucken – Bestandslisten
Hartmut Andryczuk, Fliege & Papier
Titel der Zeichnungen

Asphalt & Fliegenpilz
Rindfleisch & Fledermaus
Kugelfisch & Wolken
Windeln & Autoabgase
Fliege & Papier
Kafka & Holz
Schlangengift & Streichhölzer
Tintenfisch & Saurer Regen

Faltblatt, Vorderseite:
TRICHOTHECEN MYCOTOXIN RORIDIN A.

Faltblatt, Rückseite:
GEISTERSIGNATUREN

Buch gebunden, signiert und nummeriert
Auflage: 30 Exemplare
650 €

Mittwoch, 9. April 2025

Einblattdrucke von Elke Rehder

Auf der BuchDruckKunst 2025 in Hamburg zeigte Elke Rehder am Pirckheimer-Stand Einblattdrucke aus ihrem Künstlerbuch zu den Erzählungen von Franz Kafka "Die Brücke", "Gemeinschaft", "Der Kreisel", "Kleine Fabel", "Der Geier" und "Der Steuermann".
Elke Rehder mit dem Einblattdruck "Der Geier"
Diese Erzählungen erschienen 2002 als Buch in Broschur in dunkelgrauem Bugra-Bütten mit zusätzlichem Titelholzschnitt mit 6 Zwischentitelblättern mit Original-Pinselzeichnungen auf 24 Seiten im Format: 20 x 27 cm in einer Auflage von 80 Exemplaren.
Elke Rehder, Künstlerbuch "Kafka"(lks.) und Einblattdruck "Der Steuermann"
Die Einblattdrucke, vom denen hier "Der Steuermann", vorgestellt wird, erschienen 2004 in Fadenheftung mit einem Kartonumschlag in einer Auflage vom jeweils 30 Exemplaren.

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Hamburger Bothe #24

Bothen #24 lesen durch Klick auf die Abb.
Die Jahrestagung der Pirckheimer- Gesellschaft hat unlängst in Magdeburg stattgefunden, Rudolf Angeli schildert ausführlich und mit vielen Fotos angereichert seine Eindrücke.

In diesem Jahr ist anlässlich der hundertsten Wiederkehr seines Todestages sehr viel über Franz Kafka und sein Schaffen geschrieben worden, kaum ein Aspekt seines Lebens und seines Werks blieb unbeleuchtet, aber dass sein Bildnis sehr früh schon und unter besonderen Umständen auch Verwendung für ein Lesezeichen fand, darauf war bisher wohl niemand gekommen.

Abel Doering hat diesmal eine bibliophile Empfehlung zum amerikanischen Schriftsteller Edgar Allen Poe, der vor 175 Jahren gestorben ist. (Er merkt dazu an: Die früh ausliegenden Weihnachtsangebote erlauben den Hinweis, dass diese „Empfehlung“ gleichzeitig auf eine mögliche Gabe hinweisen kann, um die Liebe zum Buch an die nachrückenden Generationen weiterzugeben.)

Im 24. „Bothen“ sind wieder bisher unveröffentlichte literarische Texte zu finden, diesmal steuert die in der Nähe von Ulm lebende Lyrikerin Christine Langer neue Gedichte bei. Die Hamburger Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft und deren Freunde können die Autorin in einer Lesung erleben, die am 9. Oktober im Säulenkeller der Patriotischen Gesellschaft stattfindet und kostenlos besucht werden kann.

Und wir besprechen zwei Bücher, die für Bibliophile interessant sein könnten. 

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Dienstag, 1. Oktober 2024

„Unheimlichen Geschichten“ von Edgar Allan Poe

Am 7. Oktober ist der 175. Todestag von Edgar Allan Poe, dem bedeutenden amerikanischen Schriftsteller, dessen Texte bekanntlich maßgeblich die moderne Dichtung beeinflussten. Diesem Autor ist Bibliophiles des Monats Oktober gewidmet.

Aus der Vielzahl buchkünstlerisch hervorragend gemachter Ausgaben soll hier eine aus jüngster Zeit vorgestellt werden, die in der Reihe Illustrierte Lieblingsbücher als Band 5 im April 2018 im Galiani Verlag Berlin erschienenen Auswahl „Unheimlichen Geschichten, ausgewählt von Fjodor Dostojewski“, illustriert von Kat Menschik.
Die drei, von Steffen Jacobs übersetzten düstere Erzählungen, in dieser Zusammenstellung auf Deutsch erstmals herausgegeben, erlebten bislang 3 Nachauflagen, farbig illustriert, OPp. 89 S., 3 Bl. 8°.
Kat Menschik, Pirckheimern nicht zuletzt bekannt als Nachfolgerin Werner Klemkes, sie führt erfolgreich die Titelillustrationen des „Magazin“ weiter, ist Freunden des gut gestalteten Buches vor Allem durch ihre „Lieblingsbücher“ bekannt geworden, in dieser Reihe illustrierte sie neben Edgar Allan Poe auch Franz Kafka, E.T.A. Hoffmann, Alexander Puschkin, Tschingis Aitmatow und andere.

Die früh ausliegenden Weihnachtsangebote erlauben den Hinweis, dass diese „Empfehlung“ gleichzeitig auf eine mögliche Gabe hinweisen kann, um die Liebe zum Buch an die nachrückenden Generationen weiterzugeben.

Samstag, 31. August 2024

Von Flöhen, Katzen, Affen und der Literatur

Franz Kafkas und E.T.A. Hoffmanns Bestiarien
In den Texten von Franz Kafka und E.T.A. Hoffmann kreucht und fleucht es: Der einer Akademie berichtende Affe Rotpeter, der Autorschaft behauptende Kater Murr und Meister Floh sind Beispiele für ein Schreiben, dem Tiere weit mehr als Metaphern sind. Wie literarischen Tieren spezifische Rollen im Text zugewiesen werden, welche Funktion sie übernehmen, welche Methoden der Inszenierung zur Anwendung kommen, zeichnet der Vortrag exemplarisch an den „Bestiarien" dieser zwei Autoren nach. Dr. Esther Köhring ist Theater- und Literaturwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt/M. Sie forscht zu Tieren in der Literatur und auf Bühnen und veröffentlichte zuletzt „Theatralisieren, Experimentalisieren, Bestiarisieren. Tiere auf Bühnen des Wissens von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart" (Metzler 2023).

19. September 2024, 19 Uhr, Anmeldung erforderlich, E-Mail

Staatsbibliothek zu Berlin
Fontane-Saal, 
Unter den Linden, 10117 Berlin

Mittwoch, 26. Juni 2024

Ehrung am Grab von E.T.A. Hoffmann

Die E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und Freunde des Dichters, Juristen, Komponisten, Kapellmeisters, Musikkritikers, Zeichners und Karikaturisten trafen sich heute an dessen Grab aus Anlass seines 202. Todestages. Mit dabei Rosemarie Bobach, Ralf Parkner, der Illustrator Steffen Faust, der Künstler Hanif Lehmann, der Jurist und Autor Bernd Hesse und der Vorsitzende des BBA Abel Doering.
Ralf Parkner, Rosemarie Bobach und Bernd Hesse
Jörg Petzel. Vorsitzender der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, last an dessen Grab im Kafka-Jahr einen Text von Franz Kafka, anschließend gemeinsam mit Doris Fouquet-Plümacher einen Text von Franz von Gaudy.
Minibuch mit aufklappbarem (Sarg)Deckel von Angela Herrmann, Tantillulus Libri Verlag, mit Illustrationen von Steffen Faust
Natürlich tranken die Ehrenden einen Libations-Wein auf E.T.A. Hoffmann, wovon auch dem Grab einige Tropfen gespendet wurden.

Freitag, 21. Juni 2024

3k, Glaswand

MMM-DIARIUM 4/2023 (1. November 2023 bis 31. Januar 2024) von Hartmut Andryczuk ist im Hybriden-Verlag erschienen.
Themen: Schlosspark-Klinik, Station 3k – Time-Out- & Raucherraum – Omikron XBB 1.5., Impfung Nr. 5 – Sympathisch & Empathisch – Boomer-Sauna Stadtbad Wilmersdorf – D. gestorben, 25.11.2023 – "Das Ziel allen Lebens ist der Tod" (100 Jahre Franz Kafka) – R.M.: St. Hedwig-Krankenhaus, Rauforderung, Plattenepithelkarzionom – PUK-Nummer vergessen – St. Annen-Friedhof – "Kambach", Münchehagen, Robotertanz mit Grabsteinen – R.M (über Weihnachten) "Was klingt besser: Krebs und Feiertage oder Feiertage und Krebs?" – Serienmörderpodcast zwischen drei Saunagängen – New England Window für Erdmute White – Bettina Wassmann tot – Haushaltsauflösung – Keine weitere Geisteredition auf der geschlossenen Psychiatrie – KAMPEN = PAKMEN...

Originalarbeiten von Freddy Flores Knistoff, Matthias Lyssy, Angelique van Wesemael, Egon Günther und Hartmut Robert Andryczuk.

Edition: 30 copies
300 €

Donnerstag, 13. Juni 2024

>Marginalien.... #253

Einige Pirckheimer halten es bereits in ihren Händen, bei anderen ist es noch auf dem Postweg. das Heft 253 der Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.
Marginalien 253 mit 3 der 4 beigelegten Siebdrucke "Schreibtischbegegnungen"
Darin veröffentlicht u.a. Till Schröder ein Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Davide Ferrario über Umberto Ecos Bibliothek, Mathias Wehty veröffentlicht den 2. Teil seiner Beitrages LUG UND BETRUG IM BUCH, Silvia Werfel trägt ihre Gedanken zu Josef Vächals Blutigem Roman und ein Interview vor, Katrin Nitzschke teilt Erinnerungen an Martin Walser und Jens-Fietje Dwars war im Atelier des Bildermachers Jakob Hinrichs.
Die von Matthias Gubig gestaltete und kommentierte typografische Beilage enthält Texte von Franz Kafka und als grafische Beilage enthält das Heft, nur für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, je ein Motiv von Jakob Hinrichs SCHREIBTISCHBEGEGNUNGEN, vier Siebdruckmotive, in je 170 Exemplaren vierfarbig gedruckt von Jens-Uwe Clauß im Shining-Labor Berlin.

Samstag, 1. Juni 2024

Hamburger Bothe #22

Hamburger Bothe #22 aufrufen durch Klick auf das Bild
In der vorherige Ausgabe gab es einem Beitrag des „Pirckheimers“ Paul Hennig aus Ottobrunn über seine großartigen Sammlungsbestände bestritten, nunmehr folgt der abschließenden Text. Darin geht es um eine ganz außerordentliche Kollektion zur Kunst der früheren DDR, wobei namentlich die damals eher „abtrünnigen“ Maler im Mittelpunkt stehen. .... 
Der Maler und Zeichner Rainer Ehrt aus Kleinmachnow, den wir für die Nr. 21 als Rezensen ten gewinnen konnten, ergreift diesmal in eige ner Sache das Wort und weist auf sein neuestes Künstlerbuch mit dem Titel „Kafka: Ich“ hin. Darin geht es ihm auch um den „abgründigen Humor“, der „nur Kafka eigen war“, wie Ehrt betont. 
(Peter Engel, aus dem Editorial, weite4rlesen durch Klick auf die Abb.=

Dienstag, 7. Mai 2024

Kafkas letzte Reise

Zum Abschluss der Ausstellung „Das Fotoalbum der Familie Kafka“ im Stabi-Kulturwerk präsentiert der Kurator Hans-Gerd Koch den zusammen mit Clemens Schmiedbauer produzierten Film „Kafkas letzte Reise“ als Deutschlandpremiere.
Der Film verfolgt die letzten Lebensstationen Franz Kafkas von Prag ins Sanatorium Wienerwald bei Pernitz, weiter in die Laryngologische Universitätsklinik Wien und zur letzten Station, dem Sanatorium Dr. Hermann in Kierling bei Klosterneuburg. Es werden Briefe und Dokumente gezeigt, in denen die verzweifelte Suche des an Tuberkulose Erkrankten nach Besserung zum Ausdruck kommt. In Interviews mit Kafka-Forschern geht es um eine Annäherung an den Menschen in seiner letzten Lebensphase, ein Medizinhistoriker erläutert Kafkas Krankheitsverlauf und die Hilflosigkeit der Ärzte beim damaligen Stand der Medizin.

2. Juni 2024, 11 Uhr, Um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm von Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Mittwoch, 10. April 2024

Kafkas Texte in edelster Gestalt 5

Originallithografien von Hermann Naumann

Um Hermann Naumann ist es – naturgemäß – still geworden, der 40 km östlich von Dresden lebende Künstler ist am 14. Februar gesegnete 94 Jahre alt geworden. Er hat sich vor allem in der DDR intensiv mit dem Werk Kafkas beschäftigt, seine Illustration von „Betrachtung“ erschien als Lizenzausgabe auch bei der Büchergilde. – Wir verfügen über einige der Originallithografien, die für das Buch zur Illustration reproduziert wurden.
Hermann Naumann, Zu Kafka – Betrachtung, Die Abweisung
Orig.-Lithografie 1974, Bildformat 39,5 x 30 cm,
Büttenformat 64 x 47 cm. Auflage 30 Exemplare
Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen.

Dienstag, 9. April 2024

Kafkas Texte in edelster Gestalt 3

Mathias Roloff – Kafka 4

Mathias Roloff, 1979 geboren, studierte an der Universität der Künste Berlin, wo er Meisterschüler von Volker Stelzmann war. Er darf als einer der interessantesten „Newcomer“ in der Phalanx der Künstlerbücher-Schöpfer gelten. Sein Kafka-Druck mit 4 handgeschriebenen/radierten und illustrierten Erzählungen von Franz Kafka besteht komplett aus 16 Orig.-Kaltnadelradierungen!

Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen, weiter Beispiele für „Kafkas Texte in edelster Gestalt“ werden folgen.

Kafkas Texte in edelster Gestalt 2

Matthias Gubig/Franz Kafka – Turmbau zu
Babel, 
12. Spätdruck 2013
mit 5 ganzseitigen Holzstichen und Texten von
Franz Kafka und aus dem Alten Testament auf
Japanbütten. Bleisatz, Buchdruck, Hardcover
mit orig.-grafischem Einbandbezug, 36 Seiten,
Format 30 x 20 cm, schwarzer Pappschuber



Matthias Gubig –
Turmbau zu Babel
Matthias Gubig – Turmbau zu Babel

Matthias Gubig hat in seinem 12. Spätdruck, der 2012 erschienen ist, den alttestamentarischen Text zum Turmbau zu Babel eingebettet in die zwei Erzählungen „Das Stadtwappen“ und „Von den Gleichnissen“ von Franz Kafka: Die Buchgestaltung ist, wie bei Gubig nicht anders zu erwarten, vom Allerfeinsten: Die Kafka-Texte auf festes Bütten in Linotype gedruckt, der Bibeltext in der Mitte im Handsatz auf dünnes China-Bütten, illustriert mit 5 ganzseitigen Orig.-Holzstichen. Diese Seiten sind mit rotem Außenrand bedruckt, sodass bei geschlossenem Buch ein Teilfarbschnitt in der Buchmitte sichtbar wird.

Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen, weiter Beispiele für „Kafkas Texte in edelster Gestalt“ werden folgen.

Montag, 8. April 2024

Kafkas Texte in edelster Gestalt 1

Rainer Ehrt – Kafka ICH

Der 100. Todestag (am 3. Juni) des wirklich zeitlos aktuellen Schriftstellers bringt die Kampagnen-Maschine zum Laufen: Es gibt den wohl sehr berührenden Film über Kafkas letzte Liebe, die das düstere Bild vom früh Verstorbenen um die Facette seines Liebesglücks erweitert, und eine Flut biografischer Neuerscheinungen, vom Fotoalbum bis zu Rüdiger Safranski. Kafkas düsterste Prognose aber bleibt natürlich: „Vielleicht hört der Fußball jetzt überhaupt auf!“

Die Buchkunst braucht aber keine Kampagne, um Kafkas Werk in aufwändigster Manier zu würdigen, auch wenn Rainer Ehrts neues Künstlerbuch tatsächlich gerade frisch erschienen ist, es ist aber schon sein zweites Kafka-Buch...
Originalgrafisches Künstlerbuch mit Briefen Franz Kafkas, 2024. 24 Seiten komplett als Original-Farbserigrafie gedruckt, gezeichnete Schrift, Format 31 x 25 cm, gebunden als offenes Leporello, bedruckter Leinen-Handeinband, Auflage 50 Exemplare, im Impressum signiert und nummerier
Dieser Beitrag von Wolfgang Grätz wurde aus dem gerade erschienenen 253. Frankfurter Grafikbrief übernommen, weiter Beispiele für „Kafkas Texte in edelster Gestalt“ werden folgen.

Montag, 1. April 2024

Hamburger Bothe #21, jetzt auch als Vorzugsausgabe

Der Hamburger Bothe #21 wurde soeben ausgeliefert.

Diese Ausgabe verdient es, als Novum hervorgehoben zu werden, denn mit der Nummer 21 wird der „Hamburger Bothe“ erstmals auch in bibliophiler Sonderausstattung angeboten, siehe Abb., die in einer nummerierten Auflage von 50 Exemplaren und signiert von allen beteiligten Autoren im farbigen Pappband mit Leinenrücken, Fadenheftung und mit zwei Lesebändchen erscheint.
Diese Ausgabe kann kann zum Preis von 333 € plus Versandkosten hier bestellt werden.
durch Klick auf die Abb. kann das Heft aufgerufen werden
Im Gedenkjahr anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka wird auch allerlei Neues von und über den Dichter ans Licht gebracht. Eine Novität ist ein unlängst erschienenes Fotoalbum der Familie Kafka. Der vielseitige Maler, Zeichner und Erzähler Rainer Ehrt war da bei, als das Buch unlängst in Berlin vorgestellt wurde und hat es für diese Ausgabe des „Hamburger Bothen“ rezensiert. Aber dabei beließ es der Künstler nicht, sondern schuf auch noch eine einschlägige Zeichnung, die wir erstmals veröffentlichen dürfen. Den weitaus größten Teil unseres bibliophilen Rundbriefs nimmt diesmal der „Pirckheimer“ Paul Hennig aus Ottobrunn am östlichen Stadtrand Münchens mit einem ein gehenden Porträt seiner außerordentlichen Sammlungsbestände ein. Der Beitrag ist so umfangreich ausgefallen, dass wir ihn in zwei Teilen präsentieren müssen, die Passagen über Hennigs einzigartige Kollektion zur Kunst der früheren DDR veröffentlichen wir in der nächsten Ausgabe. Der Verlag Angeli & Engel, der den „Hamburger Bothen“ herausbringt, bereitet nach der reich illustrierten Balladensammlung „Liebe, Leid & Untergang“ von Klaus Waschk ein Buch des Frankfurter Malers Bernhard Jäger vor. Darin lässt dieser – mit vielen Bildbeispielen – die von ihm illustrierten Publikationen Revue passieren. Wir laden zur Subskription dieses Bandes ein, der sich in ebenbürtiger Weise an die Seite unserer bisherigen Bücher stellen wird.

(Peter Engel, aus dem Editorial)

Donnerstag, 28. März 2024

ARTe Kunstmesse Stuttgart

Seit 2016 wirkt die ARTe als bedeutendes Schaufenster für Gegenwartskunst in der Metropolregion Stuttgart, heute mit Schwestermessen in Konstanz, Wiesbaden, Dortmund und Osnabrück. In diesem Jahr findet die ARTe Kunstmesse Stuttgart erstmals in der architektonisch beeindruckenden Phoenixhalle im Römerkastell Stuttgart statt.

Mit einer Ausstellungsfläche von circa 1.500 Quadratmetern ermöglichen die neuen Räumlichkeiten eine inspirierende Präsentation der aktuellen Positionen von rund 80 ausgewählten Künstlern aus der Region sowie dem In- und Ausland.

Aus der Region dürfen sich die Besucher unter anderen auf Suzanne Kolmeder aus Stuttgart und Rebecca Neundorf aus Weissach im Tal freuen. Daneben zeigen auch Künstler aus ganz Deutschland ihre zeitgenössischen Werke, wie Verena Heil aus Hattersheim bei Frankfurt und BUJA aus Dudenhofen bei Speyer. Internationale Kunstschaffende sind ebenfalls auf der Messe vertreten – beispielsweise Max Mensa aus Italien.
Brigitte Iseli-Neustäbler, Die Verwandlung (nach Kafka, Die Verwandlung), 2024 
Auch die Pirckheimerin Brigitte Iseli-Neustäbler (Abb.) aus Basel wird eine der Teilnehmerinnen an der ARTe Stuttgart sein (Standnummer D3/2). Sie zeigt u.a. Künstlerbücher, z.B. Zwiebelfisch, Glück ans Haus geklebt, Das Schweigen des Schäfers, Gespiegelte Welt.

 Messe: 5. - 7. April 2024

ARTe Stuttgart

Donnerstag, 7. März 2024

REISEREISE

Eckhard Froeschlin, "Franz Kafka", Farbradierung

Eckhard Froeschlin lädt ein zu seiner Ausstellung REISEREISE - Reisebilder und Künstlerbücher in der Städtischen Galerie Speyer. 
Werner Meyer, Kunsthistoriker und Herausgeber des Katalogbuches des Künstlers DIE ZWEITE STIMME wird die Einführung übernehmen.

Die Ausstellung zeigt Reisebilder in Aquarellen, Pastellmalerei und Radierungen, dazu Künstlerbücher und Dichterporträts.

Eröffnung: 15. März 2024, 18 Uhr
Ausstellung: 15. März - 21. April 2024

Städtischen Galerie Speyer
Kulturhof Flachsgasse
Flachsgasse 3, 67346 Speyer

Donnerstag, 29. Februar 2024

Das Fotoalbum der Familie Kafka

Ausstellung zu Ehren Franz Kafkas, Fotos © ad
Heute fand die Ausstellungseröffnung mit rund 100 Fotografien von Kafkas Familie statt, viele davon bislang unveröffentlicht und erstmals in dieser Zusammenstellung zu sehen.
Eingeladen hatten die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin und auch einige Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend folgten gern dieser Einladung.
Fred Schmechel (Bildmitte)
Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, spickte seine Begrüßung mit einer Anekdote vom 29. Februar 2023 aus dem Berliner Tagebuch Franz Kafkas. Susanne Schüssler, Archiv und Verlag Klaus Wagenbach sprach das Grußwort und der Kurator der Ausstellung Hans-Gerd Koch sprach zum Thema »Nein ganz zurückgezogen von meiner Familie lebe ich nicht.«.
Ingeborg Haase und Johanna Binger
Mit der Vernissage und in Würdigung des Schriftstellers zu seinem 100. Todestag am 3. Juni erschien eine neue Edition zu Kafka im Wagenbach-Verlag mit dem Titel der Ausstellung »Kafkas Familie | Ein Fotoalbum«.
Rainer Ehrt im Gespräch mit Hans-Gerd Koch, dem Kurator der Ausstellung

Dienstag, 6. Februar 2024

Kafka: 2024

Zum Kafka-Jahr sind viele Neuerscheinungen angekündigt, von denen hier eines herausgegriffen sei.

Zur Ausstellung der Villa Struck ‚Kafka: 1924‘ erscheint morgen ein Buch, welches zu einer Reise durch ein kafkaeskes Universum einlädt.
Eigens entstandene Prosastücke begleiten ausgewählte Werke zeitgenössischer Kunst, die auf Kafkas Literatur, seine Beziehung zu München und seine Leidenschaft für Kunst, treffen.
Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung ist Kafkas Erzählung ‚In der Strafkolonie‘. Darin finden sich zentrale Themen wie Scham, Schuld und Ohnmacht ebenso wie Kafkas charakteristischer makabrer Humor. Aus dieser Erzählung hat der Schriftsteller in München bei einer von seinen insgesamt nur zwei öffentlichen Auftritten gelesen. Daraufhin sollen Gäste in Ohnmacht gefallen und hinausgetragen worden sein.

Die Buchgestaltung nimmt die typografische Form der Erstveröffentlichung von Kafkas ‚Ein Landarzt‘ zum Ausgangspunkt – das war auch ursprünglich die geplante Ausstattung von ‚In der Strafkolonie‘. Als Tribut zum 100. Todestag erscheint die Erzählung in der von Kafka so geschätzten typografischen Form.

KAFKA: 1924
Hrsg von Helena Pereña, Anne Marr, Michael Buhrs
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser mit Martin Lostis
Lithografie: Serum Network, München
Druck und Bindung: DZA Druckerei zu Altenburg
Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König
672 Seiten, 225 Abbildungen, 35 €

Ausstellung: 26. Oktober 2023 - 11. Februar 2024

Museum Villa Stuck
Prinzregentenstraße 60, 81675 München