Donnerstag, 10. Juli 2025

24. Int. Bucheinbandwettbewerb für Auszubildende

Eine Ausstellung in Köln zeigt alle Bücher, die für den 24. Bucheinbandwettbewerb für Auszubildende im Buchbindehandwerk eingereicht wurden.
Ausgelobt wurde dieser Wettbewerb von der Stiftung zur Förderung des Bucheinbandes (SFB) in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Buchbinder e.V. (BDBI) und der Bundesinnung der Kunsthandwerke die Berufsgruppe der Buchbinder, Kartonagewaren- und Etuierzeuger Österreichs. Teilnahmeberechtigt waren alle Auszubildenden, die in einem Ausbildungsverhältnis in der Schweiz, Deutschland und Österreich oder in anderen Staaten stehen, die den Ausbildungsverordnungen entsprechen.

Im Rahmen der Buchherstellung ist es die Aufgabe von Buchbinder, das Buch in seine letztendliche äußere Form zu bringen. Entsprechend die Teilnehmenden an dem Wettbewerb bekamen die Rohbogen, d.h. einen Stapel des fertig gedruckten jeweils gleichen Buches, um den Einband zu fertigen. Die Ausführung der Bindung wurde hinsichtlich Gestaltung, Technik und Materialwahl freigestellt.

Handwerkliche Buchbindereien, wie auch die in der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, gehören seit 2021 zum anerkannten Immateriellen Kulturerbe im Bereich "traditionelle Handwerkstechniken".

Ausstellungseröffnung: 25. Juli 2025, 19 Uhr
Ausstellung: 26. Juli - 7. September 2025

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Mittwoch, 9. Juli 2025

schrift : buch : kultur

In der Martinus-Bibliothek in Mainz findet die Plakatausstellung „schrift:buch:kultur. Sammlungen in Bibliotheken“ des Arbeitskreises Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz statt.
Abbn. © Martinus-Bibliothek
Zwölf Roll-ups und ein Katalog skizzieren Bedeutung und Kontexte, Aufgaben und Perspektiven für die Sammlungen des schriftlichen kulturellen Erbes. Erkunden Sie Materialität und Medienproduktion vom Mittelalter bis zur Industrialisierung, Sammlungs- und Provenienzforschung, Erschließung historischer Bestände und kulturelle Bildungsarbeit in Bibliotheken.
Vorgestellt werden außerdem Herausforderungen des Originalerhalts, Risikoanalyse und Notfallvorsorge sowie die digitale Transformation zwischen Forschungsdaten und Citizen Science. Die begleitende digitale Ausstellung ist hier zu finden.
Konzipiert wurde die Wanderausstellung „schrift : buch : kultur“ vom „Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“ anlässlich seines 18-jährigen Bestehens.
Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter und ausführlicher Katalog:
schrift : buch : kultur. Sammlungen in Bibliotheken / Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (Münster 2025),
124 Seiten mit zahlr. Illustrationen. ISBN 978-3-00-081880-6, Preis: 24 Euro

Ausstellungseröffnung: 10. Juli 2025, 17 Uhr
Ausstellung: 11. Juli - 15. Oktober 2025

Martinus Bibliothek
Eingang: Grebenstraße 8, 55116 Mainz

„Dies ist mein Buch“

Unter diesem Titel wurde vor wenigen Tagen eine sehr sehenswerte Ausstellung von vor allem Jugendstil Exlibris im Wetzlarer Stadtmuseum eröffnet. 
Fast alle Blätter sind aus der umfangreichen Sammlung von Alexander Kerrutt, der in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Neuner und dem Waldmuseum in Braunfels einen großen Teil des obersten Stockwerks bestückt hat. Das Team der Museumsleitung hat dabei die Exlibris in großen Rahmen und Vitrinen sehr vorteilhaft zur Schau gestellt.
Fotos: DEG
Der Katalog, der alle Blätter zeigt, ist für 20€ dort zu erwerben.

Sie wird auch während der nächsten Tagung in Wetzlar bzw Braunfels zu sehen sein, zu der der Ausrichter Matthias Wenger alle an der Eröffnung Anwesenden herzlich einlud.

Zusätzlich gibt es einen Tauschtag am 3. August in den Räumen des Stadtmuseums.

(Deutsche Exlibris Gesellschaft)

3. Juli - 12. Oktober 2025
Wetzlarer Stadtmuseum

Dienstag, 8. Juli 2025

Pirckheimer planen wieder eine Jahresgabe

Nachdem es im letzten Jahr nicht möglich war, erhalten Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft 2025 wieder eine Jahresgabe - das von Thomas Glöß gestaltete Buch von Wolfgang Neubert »50 Jahre unterwegs mit Büchern«, entweder als Normalausgabe oder mit Zuzahlung von 32 € als Vorzugsausgabe. Letztere errscheint in 50 Expl. mit einem kolorierten Acrylstich von Egbert Herfurth.
Ill. Egbert Herfurth, aus: Karneval der Bücher, Faber & Faber, 2004
Die ersten Ideen zu diesem Buch, welches nun erscheint, wurden im Vorstand der Pirckheimer bereits bei der Teilnahme der Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse vor 8 Jahren diskutiert.
Wolfgang Neubert, seit 50 Jahre Pirckheimer, beschreibt in »50 Jahre unterwegs mit Büchern« die Zeit von seinem Werdegang als junger Sammler in der DDR Ende der 60er Jahren bis zu seinem Versandantiquariat in Thalheim (Erzgebirge) nach dem Ende dieses Staates, er berichtet vom Ausverkauf antiquarischer Bücher in den Westen, der Benachteiligung der Sammler gegenüber Devisenkunden, den Schleichwegen zu Raritäten, der Verfolgung durch die Steuerfahndung, aber auch von der Unterstützung, die er in der Pirckheimer-Gesellschaft fand bis zum Aufbau eines eigenen Geschäfts und die Bekanntschaft mit neuen bedeutenden Sammlern.

Wolfgang Neubert: 50 Jahre unterwegs mit Büchern
Hrsg. mit einer Vorbemerkung von Carsten Wurm
Berlin: Pirckheimer-Gesellschaft 2025
ca. 200 S., gebunden, 12 Abb. und viele Vignetten von Egbert Herfurth

Montag, 7. Juli 2025

Carsten Wurm zum 65.

Carsten Wurm, mit kurzzeitiger Unterbrechung Mitglied der Pirckheimer Gesellschaft und 20 Jahre lang Chefredakteur der Marginalien, wird 65. Herzlichen Glückwunsch!

"Carsten Wurm [...] studierte Germanistik in Leipzig und wurde 1985 Archivar des Berliner Aufbau-Verlages. An dieser Stelle machte er Erfahrungen mit einem Literatursystem, das früh schon die ersten Risse zeigte und fünf Jahre später in sich zusammenfiel. In der neuen Bundesrepublik arbeitete er noch eine Weile im neuen Aufbau-Verlag, dann nahm er ein Studium an der Berliner Humboldt-Universität auf und promovierte, fünfunddreißigjährig, bei der Professorin Ursula Heukenkamp mit einer Arbeit über den frühen Aufbau-Verlag.
Dr. Carsten Wurm, 2023, Foto © ad
Veröffentlichungen begleiten den Weg von Carsten Wurm. Nach Arbeiten über den Aufbau-Verlag und den Verlag Rütten & Loening erschien 1996 seine Doktorarbeit als Buch, die exemplarische Untersuchung Der frühe Aufbau-Verlag. 1945-1961 mit dem Untertitel Konzepte und Kontroversen, ein Schlüssel zur Buchgeschichte der DDR. 2001 die bis in die Bibliographie gründlich dokumentierte Geschichte des Greifenverlags zu Rudolstadt – vom Verlag der Wandervogelbewegung bis zur skandalösen Privatisierung 1991. Für den Nachwendeverlag Faber & Faber gab er mit Elmar Faber ein fabelhaftes Lexikon der Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhundert heraus (Bühne auf !. 2012/2013). Und bald warteten auf ihn wieder kontinuierliche Beschäftigungen, ab 1998 und bis 2017 als Herausgeber der Bibliophilen-Zeitschrift Marginalien, die zuvor in der DDR gegründet worden war, ab 1998 als Archivar und später wissenschaftlicher Mitarbeiter im Literaturarchiv der Berliner Akademie der Künste. Und schließlich gab es für ihn Arbeit im Antiquariat, das Gabriele Ballon zuvor unter ihrem Namen gegründet hatte, heute Ballon & Wurm. (Im Jubiläumsbuch des Börsenvereins von 2025 schildert er die Geschichte des Zentralantiquariats der DDR.)

Zwei historische Großunternehmen des Börsenvereins sind bis heute mit dem Namen von Carsten Wurm verbunden und zeigen ihn als Beiträger, umsichtigen Organisator und sorgfältigen Redakteur: Das Archiv für Geschichte des Buchwesens und die Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Dass im vorigen Jahr die mehrbändige Buchhandelsgeschichte der DDR abgeschlossen werden konnte, ist auch seiner Mitarbeit zu danken.
"

(boersenblatt,net)

»Aus dem ANTIQUARIAT« 2/25

Das zweite Heft des Jahres »Aus dem ANTIQUARIAT« ist erschienen und wurde an die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst ausgeliefert.

Richard Armbruster, der im nächsten AdA einen weiteren Artikel in der Rubrik Musik veröffentlichen wird, schreibt über Orchesterpartituren des 19. Jahrhunderts, Günther Fetzer über »rowohlts deutsche enzyklopädie« und Anneke de Rudder über die Bibliothek Hans Sternheims. Interessant auch ein umfassende Information von Wolfgang Schnitz zum Abschluss nach 45jähriger Arbeit des Göttinger Inkunabelkatalogs, sowie die Katalogbesprechung des neuesten Kinderbuchkatalogs von Sabine Keune durch Friedrich C. Heller.

Sonntag, 6. Juli 2025

«Antiquar» zu Gast bei den Kiewer Bibliophilen

Gestern fand im Kiewer Club der Bibliophilen ein außergewöhnliches Treffen statt.
Анна Шерман, Foto: Наталия Василишина
Zu Gast war der Verlag des «Antiquar». Die Direktorin und Chefredakteurin von «Антиквар» Анна Шерман präsentierte exquisite und interessante Ausgaben dieses Magazins.
Jede einzelne Nummer ist ein Meisterwerk! Vielfältige Themen, tiefgründige Artikel, anerkannte Wissenschaftler als Autoren und ein exquisites Design! Es ist eine wahre Freude, diese Ausgaben in Händen zu halten!

Später fand eine traditionelle Buchauktion und Tee auf der Veranda des legendären Kiewer Hauses statt!

(Наталия Василишина)

Buchsprechstunde in der SUB Hamburg

In der dritten Buchsprechstunde dieses Jahres der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky können sich Interessierte informieren, ob es sich bei alten Bücher im Familienbesitz um Raritäten oder weit verbreitete Standardliteratur handelt und erfahren, worauf bei der Erhaltung solch alter Schätze geachtet werden sollte.
Fragen dazu beantworten Experten aus den Sondersammlungen der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek in der Buchsprechstunde.

Für eine gute inhaltliche Vorbereitung wird um vorherige Anmeldung unter stabi.hamburg/bss gebeten.

8. Juli 2025, 15 – 16 Uhr

è Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Foyer
Von Melle Park 3, 20146 Hamburg

Samstag, 5. Juli 2025

Kleine Verlage am Großen Wannsee 2025

Heute feiert das traditionelles Fest unabhängiger Verlage am Großen Wannsee sein 20. Jubiläum! Ab 14 Uhr kann man dabei sein und die Autoren und Bücher der Gastverlage des Literarisches Colloquium Berlin kennenlernen, an den Ständen in Haus und Garten stöbern oder den Lesungen mit Blick auf den See lauschen. Ab 19.30 Uhr spielt der Musiker und Songwriter Hannes Wittmer Songs aus seinem aktuellen Album »Sag es allen Leuten«.
Gartenmesse mit mehr als 40 Verlagen: Albino, avant, AvivA, Berenberg, Büchergilde, Droschl, Edition Orient, eta, FVA, Gans, Guggolz, Hydre Éditions, Kanon, kookbooks, Kopf & Kragen, DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS, Leykam, Limmat, mairisch, Maro, MÄRZ, mikrotext, Mitteldeutscher Verlag, Mixtvision, Müry Salzmann, Edition Nautilus, Orlanda, PalmArtPress, parasitenpresse, poetenladen, Reprodukt, Rotpunkt, Satyr, Secession, Verbrecher, Verlagshaus Berlin, Voland & Quist, Weissbooks, Das Wunderhorn und XS.
Sarah Käsmayr, Maro Verlag, zu Gast beim Berliner Bibliophilen Abend
5. Juli 2025
Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Freitag, 4. Juli 2025

Kinderbuch-Sammlung Sybil Gräfin Schönfeldt

Die Hamburger Literaturstiftung übergibt der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg die umfangreiche Privatsammlung an Kinder- und Jugendbüchern sowie Fachliteratur Sybil Gräfin Schönfeldt aus deren Nachlass.
Foto © Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg
Seit dem Tod der Wahlhamburgerin Sybil Gräfin Schönfeldt (1927–2022) schlummerte ihre Sammlung ausgewählter Kinderbücher, Klassiker und seltener Fachliteratur sicher verwahrt im Archiv des Carlsen Verlags. Die Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Literaturkritikerin war zeitlebens interessiert an anspruchsvoller Kinderliteratur: Sie rezensierte Kinder- und Jugendbücher, wirkte in der Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises mit, schrieb die erste deutsche Biografie über Astrid Lindgren, prägte die Kinderbuchseiten der ZEIT und übersetzte mehr als 120 Kinder- und Jugendbücher aus dem Englischen, darunter Klassiker wie Roald Dahls Hexen hexen (1986), Lewis Carrolls Alice im Wunderland (2006) und Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte (1993). Neben anderen Auszeichnungen wurde sie als Übersetzerin mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und 1968 prämiert sowie 1977 mit dem Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für ihre Verdienste um die Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Von ihren eigenen Kinder- und Jugendbüchern wurde besonders ihr Benimmratgeber Knigge für die nächste Generation (2003) erfolgreich.

Im Sinne der Sammlerin möchte die Hamburger Literaturstiftung mit der Schenkung die Kinder- und Jugendliteraturforschung in Hamburg fördern, die mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Tobias Kurwinkel am Institut für Germanistik literatur- und medienwissenschaftlich an Bedeutung gewonnen hat.

(Konstantin Ulmer, ges. Beitrag hier)

Otto Rohse zum 100. Geburtstag

Am 2. Juli 1925, vor genau 100 Jahren, wurde Otto Rohse geboren, einer der bedeutendsten deutschen Buchkünstler des 20. Jahrhunderts. 
Aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum eine dauerhafte virtuelle Ausstellung (siehe hier), die mit zahlreichen Exponaten aus Familienbesitz und der Sammlung des Museums einen reich bebilderten Einblick in das Leben und Werk des Künstlers bietet. Zudem ist eine kleine Auswahl der DBSM-Sammlung Otto Rohse ab dem 07.07.2025 im Museumslesesaal der DNB Leipzig zu besichtigen.

Seine privat betriebene Otto Rohse Presse verkörperte das Ideal des Künstlers, der sämtliche Aspekte des Buches selbst gestaltet – vom Schriftsatz über Graphik, Papier und Druck bis hin zum Einband.
Otto Rohse: Druckstock zum Holzstich „Süden“ (1988). Repro © Marc Autenrieth 2025
Geboren und aufgewachsen in Ostpreußen, zeigte er schon als Schüler eine künstlerische Neigung, die er nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Studium in Hamburg fortsetzte. Die Freie und Hansestadt sollte Mittelpunkt seines Lebens bleiben. Eigene Buchgestaltungen übernahm Rohse ab 1953 und machte sich 1956 selbständig. Für die Graphik blieben ihm über Jahrzehnte hinweg Holzstich und Kupferstich die bevorzugten Ausdrucksmittel.
Seit 1964 gab Rohse in seiner Privatpresse klassische literarische Texte mit eigenen Graphiken und in höchster Vollendung der Buchform heraus. Mit diesen vielfach preisgekrönten Pressendrucken entwickelte er in der Nachkriegszeit, als die Massenproduktion von Büchern neue Ausmaße erreichte, den hohen Anspruch der Buchkunstbewegung der Jahrhundertwende weiter.
Zeit seines Lebens arbeitete Otto Rohse mit zahlreichen Künstlern zusammen, darunter mit dem Graphiker und Schriftkünstler Werner Bunz. 30 Jahre lang gab er die Zeitschrift Sigill: Blätter für Buch und Kunst heraus. Seine Arbeiten schmückten bibliophile Bände für Buchgesellschaften wie die Maximilian-Gesellschaft oder die Büchergilde Gutenberg, aber auch Gedichtbände, Kinderbücher, Kalender, Schulbücher und kirchliche Gesangbücher.
Zwei Drucke der Otto Rohse Presse in geprägten Ledereinbänden von Christian Zwang. Repro © Marc Autenrieth 2025
Otto Rohse starb 2016 in Hamburg.

(Benjamin Sasse, ges. Art. hier)

Donnerstag, 3. Juli 2025

Mein* Morgenstern in Werder

Rückblick auf die Vernissage des Buchprojekts des Vereins für die Schwarze KunstMein* Morgenstern“ im Morgenstern Literaturmuseum in Werder an der Havel. Dank an Sebastian Moock für die Fotos.
(Willi Beck)
Die Kamelente ist eine Weichgrundätzung von Pia Höhfeld.
Der Prachtband von Frieda Keppel von Anklamo ist ein Ganzlederband mit angeklopftem Falz und aufgesetzten Deckeln. (bitte anklicken)
Messinglinien als Illustration für den Text über den Lattenzaun.
Für die Ausstellungstafeln wurden die Seiten des Faltblattes auf 84 cm Höhe vergrößert.
Pirckheimer besuchten die Ausstellung im Rahmen ihrer diesjährigen Jahresexkursion. Momentan macht die Ausstellung Station in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden. Ab dem 13. September können die Werke dann in der Kunst- und Museumsbibliothek in Köln bewundert werden.

Ein Abend mit dem Input-Verlag

Der Pirckheimer Ralf Plenz lädt in der Reihe „IndieStabi“, in welcher an jedem dritten Mittwoch im Monat ein Verlag aus der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV) sich und seine Produktion präsentiert, Buchhändler, Hamburger Verlagsmitarbeiter und Vielleser sowie bibliophil Interessierte ein.
Ralf Plenz, Foto: privat
Der Verleger Ralf Plenz war Druckerei-Inhaber, Unternehmensberater und Lehrer für Gestaltung. In seiner Buchreihe „Perlen der Literatur“, aus der u.a. bereits eine Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abend hervorging, bietet er europäische Highlights und Klassiker mit besonderer Ausstattung: Hardcover, Leineneinband, Banderole und Silberprägung.
Wie kam er zu Cécile de Jong (Emanzipationsroman, 1897), Erich Mühsam (1929), aber auch zu Orwell, von Arnim und Colette? Wie werden hochwertige Bücher im Input-Verlag hergestellt?

16. Juli 2025, 19 Uhr

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Van-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Mittwoch, 2. Juli 2025

Treff im „Grünen Baum“ mit Ulrich Goerdten

Eine Zeitreise ins Teuchern der 1940er Jahre gibt es beim nächsten „Treff im Grünen Baum“ des Heimatvereins Teuchern.
Abb. unter Verwendung eines Fotos von Ralf Parkner
Der Pirckheimer und Berliner Bibliophile Ulrich Goerdten, als Sohn des damaligen Pfarrers Johannes Goerdten 1935 in Teuchern geboren, erinnert sich an seine Kindheit in seiner Geburtsstadt. Dabei liest er aus seinem neusten Buch „Teuchern 1940 - 1950, Erinnerungen“. 
Der Eintritt ist frei.

10. Juli 2025, 18:30 Uhr

Kultur und Vereinshaus „Zum Grünen Baum“
Heimatverein Teuchern e.V.
Straße des Friedens 30, 06882 Teuchern

Sarah Käsmayr zu Gast beim Berliner Bibliophilen Abend

Eine Veranstaltung des Berliner Bibliophilen Abend brachte den Teilnehmern, darunter zahlreichen Gästen, in der vollbesetzten Buchhandlung Metis in Prenzlauer Berg, moderiert von Till Schröder, den MaroVerlag und vor allem dessen "MaroHefte" näher.
Sarah Käsmayr, Verlegerin des Maro Verlags und Till Schröder
Und: der Abend brachte nicht nur dem Verlag und dessen, in der Tradition der dort begründeten "Tollen Hefte" stehenden Reihe mit graphisch hervorragend begleiteten Essays Aufmerksamkeit, sondern auch dieser Bibliophilen-Vereinigung neue Mitglieder.
Blick auf die Hörer, bevor noch ein paar Stühle geholt werden mussten 

Dienstag, 1. Juli 2025

Marginalien

Bibliophiles des Monats sind diesmal die Hefte 1 – 45 (1957 – Frühjahr 1972) der „Marginalien“, ab Heft 5 „Marginalien - Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“, die vom damaligen Pirckheimer Walter Menge aus Leipzig als Liebhaber-Ausgabe in 8 Bänden mit einem Rücken aus Pergament und aufgeklebtem Rückenschild mit Goldprägung und mit Buntpapier bezogenen Buchdeckeln gebunden wurden.
Es ist bekannt, dass einige Pirckheimer, vor allem der ersten Stunde, die Marginalien für sich binden ließen, eine derartige Liebhaberausgabe ist also keineswegs einmalig. Was sie jedoch für mich auszeichnet, ist, dass diese Ausgabe sich schon in den Bibliotheken zweier Vorsitzender des Vorstands der Pirckheimer-Gesellschaft befand: beigelegte Notizen belegen, dass sie 1986 von Prof. Wolfram Körner (1920 - 2019) antiquarisch erworben wurde, am 31. Mai 1992 übereignete sie mir Hartmut Pätzke (1938-2023) - die Provenienz vor 1986 ist nicht mehr nachvollziehbar. Auch war bislang nicht zu ermitteln, ob eventuell weitere Bände dieser Ausgabe, mit der ich meine Marginalien-Sammlung bis zum Frühjahr 1972 vervollständigen konnte, existieren – ab 1975 erhielt ich diese Hefte als neues Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR frei Haus.

Bei den ersten 7 Bände der Liebhaber-Ausgabe wurde der Heftumschlag mit eingebunden, im 8. Band wurde nur noch der Titelumschlag des Heftes 41 berücksichtigt. Zusätzlich enthält Band 1 ein von Hans-Joachim Rockar erstelltes Register der darin enthaltenen Hefte 1 – 10, in den weiteren Bänden in gleicher Stärke finden sich jeweils 5 Hefte.
Die von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen „Marginalien“ erschienen anfangs in Redaktion von Heinrich F. Bachmair, später von Max Frank und wurden zuerst in der Betriebsberufsschule Rudi Arndt in Berlin hergestellt, das Heft 13 im Meißner Druckhaus und ab Heft 14 in der Offizin Andersen Nexö, Leipzig. Mit Heft 15 zeichnete Prof. Dr. Lothar Lang für die Redaktion verantwortlich, ab Heft 31 lt. Impressum gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Bruno Kaiser, Prof. Dr. Horst Kunze, Ludolf Koven. Die typografische Gestaltung lag in den Händen von Prof. Horst Erich Wolter.
Fotos © ad

Bruder Notker für Johann Georg von Sachsen

Den Mönch Bruder Notker Becker OSB (1883-1978) aus Maria Laach braucht man in der DEG wohl kaum vorzustellen; er war der Onkel unseres langjährigen Ehrenpräsidenten Paul G. Becker († 1.1.2024). [...]
Exlibris von Br. Notker Becker für Johann Georg von Sachsen
Der Exlibris-Eigner Johann Georg von Sachsen lebte nach der Abdankung seines Bruders, Friedrich August König von Sachsen (1865-1932), als Privatgelehrter in Freiburg im Breisgau, wo er auch studiert hatte. Seine Interessen lagen auf kunsthistorischem Gebiet vor allem bei der Kunst des christlichen Ostens.
 
[...] Fast quadratisch angelegt, wirkt das braun gedruckte Exlibris durch den dunklen Rahmen wuchtig und schwer. Die Gestaltung „springt“ gewissermaßen aus der Fläche des Rahmenornaments in die Tiefe der szenischen Darstellung. Die Vorderseite mit der gebogenen „Durchblicksöffnung“ und den senkrechten Linien links und rechts von der Inschrift „PAX“ erinnert vom Motiv her auf den ersten Blick an byzantinische Kämme. [...] Der Rahmen eröffnet einen Blick in eine Werkstatt, die so dargestellt ist, als läge sie in einem Durchgang des Torbogens. Drei orthodoxe Mönche – sie tragen die typische schwarze Gewandung mit der auffälligen hohen Kopfbedeckung, den Klobuk (auch: Kamilavkion genannt) und dem darüber liegenden langen Schleier – sind mit ihren Kunstwerken beschäftigt. [...] Sowohl die Ikone, die der sitzende Mönch „schreibt“, als auch die Goldschmiedearbeit sind Kunstwerke, die Johann Georg von Sachsen im Katharinenkloster selbst gesehen hat. Im Jahr 1910 unternahm er nämlich eine Expedition auf den Sinai und veröffentlichte seinen Reisebericht im Jahr 1912. [...]

(Prof. Dr. Hans-Walter Stork, gesamten Artikel lesen)

Montag, 30. Juni 2025

Herbsttagung der Fränkischen Bibliophilengesellschaft

Die Herbsttagung der Fränkischen Bibliophilengesellschaft wird in Bayreuth stattfinden.

Die Tagung wird aus Anlass des 200. Todestags des fränkischen Dichters unter dem Thema Jean Paul stehen. Die Teilnehmer werden die Atmosphäre an seinen Wirkungsstätten auf sich wirken lassen.
Jean Paul, Sämtliche Werke in 33 Bd.: G. Reimer, Berlin 1841/1842
Dr. Piontek wird die Fränkischen Bibliophilen in Bayreuth begleiten und sie in seinem Vortrag in Jean Pauls Ideenkreise einführen.

5. - 7. September 2025
Bayreuth

Sonntag, 29. Juni 2025

Maximilianer aus dem Rhein-Main-Gebiet

Mitte Juni lud Axel Fürst, Mitglied der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst, zu sich nach Bad Soden ein. Aus seiner umfangreichen Sammlung stellte er besondere Stücke vor, unter anderen aus den Bereichen Ältere Literatur, illustrierte Pressendrucke und Kurioses und es gab viel über interessante, seltene und schöne Bücher zu lernen und Neues über Literatur, Verlage und den Antiquariatsbuchhandel zu erfahren.
Axel Fürst (lks.) mit Mitgliedern der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst
Das nächste Treffen der Maximilianer im Rhein-Main-Raum findet im Frankfurter Antiquariat Tresor am Römer statt.
Der Termin steht noch nicht fest. Zur Teilnahme sind ausdrücklich auch Bücherbegeisterte außerhalb des Mitgliederkreises der Maximilian-Gesellschaft eingeladen, Interesse bitte per E-Mail.

Berliner Bücherfest 2025

Neben einigen Pirckheimern ist in diesem Jahr auch der Berliner Bibliophilen Abend auf dem Bebel-Platz beim Berliner Bücherfest an 28. und 29. Juni dabei.
weitere Fotos können durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden
In Kürze werden einige Fotos auch im Veranstaltungsarchiv des Berliner Bibliophilen Abend gezeigt.