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Donnerstag, 20. August 2026

Jahresprogramm 2026/27 der Gesellschaft der Freunde der SUB Hamburg

Das kommende Programm der Gesellschaft der Freunde der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg wird wieder spannend, informativ und abwechslungsreich.
Das Programm kann hier oder durch Klick auf die Titel-Abbildung heruntergeladen werden.

Einblicke in die Schätze der Musiksammlung der Stabi und Ausblicke auf die Akademie der Wissenschaften durch ihren Präsidenten Prof. Dr. Mojib Latif. Ein Besuch in den neuen Räumen der Bibliothek im MIN-Forum und eine Führung über den Jüdischen Friedhof Königstraße in Altona.

Der Rowohlt-Verlag präsentiert uns aktuelle Highlights und historische Schätze aus seinem Programm und gemeinsam wollen wir Immanuel Kant verstehen bei einer Führung durch die Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum.

(Markus Trapp)

Sonntag, 6. Juli 2025

Buchsprechstunde in der SUB Hamburg

In der dritten Buchsprechstunde dieses Jahres der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky können sich Interessierte informieren, ob es sich bei alten Bücher im Familienbesitz um Raritäten oder weit verbreitete Standardliteratur handelt und erfahren, worauf bei der Erhaltung solch alter Schätze geachtet werden sollte.
Fragen dazu beantworten Experten aus den Sondersammlungen der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek in der Buchsprechstunde.

Für eine gute inhaltliche Vorbereitung wird um vorherige Anmeldung unter stabi.hamburg/bss gebeten.

8. Juli 2025, 15 – 16 Uhr

è Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Foyer
Von Melle Park 3, 20146 Hamburg

Freitag, 4. Juli 2025

Kinderbuch-Sammlung Sybil Gräfin Schönfeldt

Die Hamburger Literaturstiftung übergibt der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg die umfangreiche Privatsammlung an Kinder- und Jugendbüchern sowie Fachliteratur Sybil Gräfin Schönfeldt aus deren Nachlass.
Foto © Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg
Seit dem Tod der Wahlhamburgerin Sybil Gräfin Schönfeldt (1927–2022) schlummerte ihre Sammlung ausgewählter Kinderbücher, Klassiker und seltener Fachliteratur sicher verwahrt im Archiv des Carlsen Verlags. Die Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Literaturkritikerin war zeitlebens interessiert an anspruchsvoller Kinderliteratur: Sie rezensierte Kinder- und Jugendbücher, wirkte in der Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises mit, schrieb die erste deutsche Biografie über Astrid Lindgren, prägte die Kinderbuchseiten der ZEIT und übersetzte mehr als 120 Kinder- und Jugendbücher aus dem Englischen, darunter Klassiker wie Roald Dahls Hexen hexen (1986), Lewis Carrolls Alice im Wunderland (2006) und Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte (1993). Neben anderen Auszeichnungen wurde sie als Übersetzerin mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und 1968 prämiert sowie 1977 mit dem Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für ihre Verdienste um die Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Von ihren eigenen Kinder- und Jugendbüchern wurde besonders ihr Benimmratgeber Knigge für die nächste Generation (2003) erfolgreich.

Im Sinne der Sammlerin möchte die Hamburger Literaturstiftung mit der Schenkung die Kinder- und Jugendliteraturforschung in Hamburg fördern, die mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Tobias Kurwinkel am Institut für Germanistik literatur- und medienwissenschaftlich an Bedeutung gewonnen hat.

(Konstantin Ulmer, ges. Beitrag hier)

Freitag, 21. Februar 2025

Typografik zur BuchDruckKunst: Herzblut und Werkschwarz

Das diesjährige Motto der 20. Verkaufsmesse für Erlesenes auf Papier macht deutlich, was die wesentlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit der gut 60 teilnehmenden Aussteller sind: Die Begeisterung für Themen unterschiedlichster Art in Wort und Bild, die mit viel Liebe zum Detail in Verbindung mit handwerklichen Satz-, Druck- und Bindetechniken in oft außergewöhnliche Formen gebracht werden.

Werkschwarz, hergestellt aus Ruß und Leinöl, trocknet als Druckfarbe nur durch »Wegschlagen«, also durch Einziehen in das Papier. Es steht für den traditionellen Buchdruck, der im Museum der Arbeit von den Ehrenamtlichen des Grafischen Gewerbes anschaulich vorgeführt wird. Dazu gehören das manuelle Gießen von Bleilettern nach »Gutenberg-Art«, der Maschinensatz mit der Lino- und Monotype, das Fräsen von Holzlettern für Plakate und natürlich der Druck mit historischen Tiegel- und Schnellpressen.

Rot und Schwarz sind auch die Farben der Typografie. Das Motiv zur BuchDruckKunst 2025 stammt von Klaus Raasch, der minimalistisch nur zwei Schriftzeichen verwendete: Ein anthrazitfarbenes Ypsilon und ein Fragezeichen, dessen Bogen rot wie eine ewige Flamme aus einer Feuerschale lodert, während der dazugehörige Punkt offenkundig davon gerollt ist und in einem gedeckten Grün autark in einer imaginären Landschaft steht. Die Verwendung von Schriftzeichen aus der »Gill Sans« des englischen Bildhauers und Grafikers Eric Gill unterstreicht die poetische Klarheit des Bildes.

Ursprünglich erschien die Typografik 1998 als Farblinolschnitt auf dem Plakat zur Ausstellung »BuchDruckKunst« von Klaus Raasch in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky. Der Titel wurde von Stefan Bartkowiak für die – zeitgleich mit der Eröffnung des Museums der Arbeit – neugegründete Norddeutsche Handpressenmesse übernommen und steht bis heute repräsentativ für die deutschsprachige Buchkunst-Szene.

Mit der erneuten Verwendung des Motivs verabschiedet sich Klaus Raasch von der Messe, die er seit 1997 gestalterisch begleitet und seit 2016 eigenständig organisiert hat. Mit einem neuen Team und frischen Ideen wird es jährlich zur gewohnten Zeit weitergehen …

BuchDruckKunst: 4. – 6. April 2025

Stiftung Historische Museen Hamburg | Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Sonntag, 15. Dezember 2024

Prof. Dr. Horst Gronemeyer (1933 – 2024)

Kurz vor seinem 91. Geburtstag ist Prof. Dr. Horst Gronemeyer am 29.11.2024 in Kiel verstorben. Er leitete die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky zwei Jahrzehnte lang – vom 1.11.1978 bis zum 31.12.1998.
Prof. Dr. Horst Gronemeyer, beim
Richtfest des Hauptgebäudes , .10.1980

Horst Gronemeyer hat sein berufliches Leben der Sache der Wissenschaft in Hamburg und in Norddeutschland gewidmet. Am 16. Dezember 1933 in Altona geboren, studierte er von 1953 bis 1961 an der Universität Hamburg Literaturwissenschaft, Germanistik, klassische Philologie, Philosophie und Pädagogik. 1961 wurde er mit einer Arbeit über die Geschichte der deutschen Vergil-Übertragungen mit besonderer Berücksichtigung Rudolf Alexander Schröders promoviert.
In mehr als sechs Lebensjahrzehnten und 35 aktiven Berufsjahren prägte er das Bibliothekssystem der Freien und Hansestadt Hamburg und Norddeutschlands – als Mitglied der Bibliotheksausschüsse der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg-Harburg, des Verwaltungsrats der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen und der Stiftung Centralbibliothek für Blinde sowie seit 1996 der Verbundleitung des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds, an dessen Gründung er maßgeblich beteiligt war. Am 16. Dezember 1998 wurde er von Wissenschaftssenatorin Krista Sager in den Ruhestand verabschiedet und vom Präsidenten der Universität Hamburg, Jürgen Lüthje, mit der Verdienstmedaille der Universität ausgezeichnet.
Ein besonderes Augenmerk seiner Arbeit galt auch den historischen Beständen durch Konversion der Kartenkataloge der nach den dramatischen Bestandsverlusten im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Sammlungen sowie die Erschließung und Erforschung der wertvollen historischen Bestände, die nach ihrer Auslagerung in den 1980er und 1990er Jahren aus Berlin, Armenien, Georgien und bis zum russischen Beutekunstgesetz im Jahr 1998 teilweise auch aus St. Petersburg und Moskau nach Hamburg zurückgegeben wurden. Auch über Hamburg hinaus engagierte sich Horst Gronemeyer für die Erhaltung und Erschließung historischer Bestände wie der Bibelsammlung an der Württembergischen Landesbibliothek, der Wolfenbütteler Leichenpredigten, der Eutiner Landesbibliothek sowie beim Aufbau des Inkunabelcensus sowie als langjähriges Mitglied im Sachverständigenausschuss zum Schutz deutschen Kulturguts gegen Abwanderung.
Bleibende Verdienste in seinem Fach, der Germanistik, erwarb sich Prof. Gronemeyer durch seine Arbeiten über Friedrich von Hagedorn und vor allem durch sein Engagement für die 1962 begonnene Hamburger Klopstock-Ausgabe, deren Forschungsleiter und Hauptherausgeber er seit dem Erscheinen des ersten Bandes im Jahre 1974 war.
Verdient machte er sich zudem um den Nachkriegsautor Wolfgang Borchert. Nachdem der Nachlass 1976 in die SUB gekommen war, bemühte er sich im Altbau um Präsentationsmöglichkeiten. Als Mitinitiator und Gründungsmitglied der 1988/1989 gegründeten Internationalen Wolfgang-Borchert-Gesellschaft beriet er die Gesellschaft maßgeblich bei wichtigen Entscheidungen und besuchte regelmäßig ihre Versammlungen und Veranstaltungen, zuletzt zwei Wochen vor seinem Tod.

(Prof. Robert Zepf, Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky)

... vollständiger Nachruf hier

Donnerstag, 21. September 2023

Meisterhafte Unikate #3

Die Ausstellung »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst« wird ihr großes Finale im Herbst in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky feiern und ein letztes Mal dem Publikum präsentiert.

Neben den meisterhaften Bucheinbänden der MDE Mitglieder, die in den vergangenen Ausstellungen in Leipzig und Oldenburg gezeigt und im zeitgleich erschienenen Katalog »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst« beschrieben sind, wird der Fokus auf die Vielfalt von aktuellen Buntpapieren liegen.
Ganz besonders freuen wir uns, aus den Beständen der Staats- und Universitätsbibliothek Einbände von Franz Weisse (1878-1952) und Ignatz Wiemeler (1895-1952) präsentieren zu dürfen. Beide Professoren unterrichteten an der Kunstschule Lerchenfeld in Hamburg und hatten maßgeblichen Einfluss auf die Kunst des Buchbindens im 20. Jahrhundert. Sie sind mit ihren Arbeiten auch heute noch der Gradmesser für Qualität und handwerkliches Können.
Vernissage: 12. Oktober 2023, 18 Uhr
Ausstellung: 12. Oktober - 18. Dezember 2023

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg
Im Rahmen dieser Ausstellung findet eine öffentliche Auktion von Buchbinder- und Vergoldewerkzeugen statt.
Kernbestand der Versteigerung sind die Vergoldewerkzeuge des Buchbinders und MDE Mitglieds Hubert Fritzen aus Saarlouis, der seine Sammlung nach seinem Tod dem MDE vererbt hat, mit dem Wunsch, es mögen junge KollegInnen mit Freude diese zum Teil sehr alten Stempel, Fileten und Rollen weiter nutzen. Die Einnahmen kommen dem Verein zugute. Darüber hinaus Werkzeuge, alte Geräte, Rohbögen oder Materialien von weiteren Mitgliedern des Verein versteigert.

Auktion: 14. Oktober ab 14 Uhr in der SUB Hamburg

Dienstag, 18. Juli 2023

Meisterhafte Unikate - zum Dritten

Blick in die Leipziger Ausstelloung
Die zur Zeit noch in Oldenburg gezeigte Ausstellung »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst« wird im August 2023 ihre Finissage mit einem von Anke Ahle Vortrag mit dem Thema »Sammeln und Handeln als Formen des kulturellen Bewahrens« finden. 
Über die Ausstellung in Oldenburg berichtete das Lokalfernsehen oldenburg eins (ab Minute 15:53).

Finissage: 18. August 2023, 18 Uhr Führung
Vortrag: 18. August 2023, 19 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg

Ab Mitte Oktober wird die Ausstellung  dann ihr großes Finale im Herbst in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky feiern und dort ein letztes Mal dem Publikum präsentiert.
Neben den meisterhaften Bucheinbänden der MDE-Mitglieder, die in den vergangenen Ausstellungen in Leipzig und Oldenburg gezeigt und im zeitgleich erschienenen Katalog »Meisterhafte Unikate - 100 Jahre Einbandkunst« beschrieben sind, wird der Fokus auf der Vielfalt aktueller Buntpapiere liegen. Ganz besonders freuen wir uns, aus den Beständen der Staats- und Universitätsbibliothek Einbände von Franz Weisse (1878–1952) und Ignatz Wiemeler (1895–1952) präsentieren zu dürfen. Beide Professoren unterrichteten an der Kunstschule Lerchenfeld in Hamburg und hatten maßgeblichen Einfluss auf die Kunst des Buchbindens im 20. Jahrhundert. Sie sind mit ihren Arbeiten auch heute noch der Gradmesser für Qualität und handwerkliches Können.

Vernissage: 12. Oktober 2023, 18 Uhr
Ausstellung: 12. Oktober bis 18. Dezember 2023

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (SUB)
Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Donnerstag, 16. März 2023

2023: "100 Jahre MDE"

Die Vernissage der Ausstellung aus Anlass des hundertjährigen Bestehen des Vereins Meister der Einbandkunst erlebten fast 200 Teilnehmer.
Die Ausstellung »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre MDE« ist noch bis Anfang Mai in Leipzig zu sehen, begleitet von Kuratorinnenführungen mit Claudia Dettlaff und Claudia Richter.
Am 12. März und am 16. April führt Julia Rinck jeweils um 12 Uhr zum Thema Buntpapier durch die Ausstellung. Am 2. April findet außerdem von 12 bis 16 Uhr ein Oster-Familienworkshop zum Thema Kleisterpapier statt.
Am 23. April gibt Claudia Dettlaff den Workshop »Notizbuch und Skizzenheft« für interessierte Laien.
Weitere Führungen durch die Ausstellung und Veranstaltungen sind auf der Seite des Museums für Druckkunst nachzuschlagen.
Zur Ausstellung »Meisterhafte Unikate – 100 Jahre MDE« wird es trotz der Absage der Staatsbibliothek zu Berlin Folgeausstellungen geben. Als Ersatz wird die Ausstellung im Sommer in der Landesbibliothek Oldenburg fortgesetzt, im Herbst geht es dann nach Hamburg.

Ausstellung: 8. Juni - 19. August 2023
Landesbibliothek Oldenburg

Ausstellung: 12. Oktober - 18. Dezember 2023
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Montag, 19. Dezember 2022

De gantze hillige Schrifft

Kein Werk ist in mehr Sprachen übersetzt und in mehr Ausgaben gedruckt worden als die Bibel. In Hamburg jedoch konnte der Bibeldruck nur in einem engen Rahmen stattfinden, da sich die Stadt bis ins 19. Jahrhundert hinein allein der „Lutherschen Lehre“ verschrieben hatte und andere Bekenntnisse nicht gelten ließ. Als etwa der protestantische Theologe Johann Otto Glüsing 1710–1712 eine „Biblia Pentapla“ herausgab, die die Bücher der Bibel in „fünffacher deutscher Verdolmetschung“ synoptisch nebeneinanderstellte – und somit vier Textvarianten neben der Lutherübersetzung bot –, konnte das Werk im streng lutherischen Hamburg nicht erscheinen. Gedruckt wurde es deshalb in Wandsbek und Schiffbek, damals noch vor den Toren der Stadt.

Den Anfang hatte dieses klare Bekenntnis zu Martin Luther in der Reformation genommen, die sich in Hamburg schnell durchsetzte. Bereits 1523 – nur wenige Monate nach der Erstveröffentlichung seiner Übersetzung des griechischen Neuen Testaments in Wittenberg, des sogenannten Septembertestaments – erschien auch in Hamburg eine Ausgabe desselben, jedoch in niederdeutscher Sprache, denn die hiesige Bevölkerung sprach Platt. Die Veröffentlichung erfolgte anonym, nicht einmal der Name der Druckerei, aus der innerhalb kurzer Zeit 16 reformatorische Schriften hervorgingen, wurde bekannt. Als „Presse der Ketzer“ wurde sie alsbald betitelt, widmete sie sich doch vollkommen der Verbreitung der neuen Lehre innerhalb Hamburgs. Der Fokus auf die niederdeutsche Sprache wurde durch das 16. Jahrhundert hinweg beibehalten und gipfelte 1596 in der ersten vollständigen niederdeutschen Ausgabe „Biblia Dat ys: De gantze hillige Schrifft Sassisch“.

Exakt 500 Jahre sind seit der Veröffentlichung des „Nyge Testaments“ der sogenannten „Presse der Ketzer“ vergangen. Anlässlich dieses Jubiläums widmet die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zu Jahresbeginn 2023 der Geschichte der Hamburger Bibeldrucke eine eigene Ausstellung, die durch zahlreiche Ausgaben aus den Sondersammlungen und Leihgaben des Deutschen Bibel-Archivs, des Bibliotheks- und Medienzentrums der Nordkirche und des Erzbistums Hamburg gestaltet ist.

Ausstellungseröffnung: 11. Januar 2023, 17 Uhr, Einführung Dr. Anne Liewert (Kuratorin)
Ausstellung: 11. Januar – 26. März 2023

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Donnerstag, 7. Oktober 2010

buntpapier – pART des buches

Interpretationen von Gisela Reschke

Seit über einem halben Jahrtausend ist Buntpapier in all seiner Pracht und Schönheit wie auch in seiner Unscheinbarkeit Bestandteil des Buches und ein wesentlicher Träger der Buchkultur: Ob als Einband eines Kinderbuches oder als Vorsatz in einem handwerklich gebundenen Buch. è Gisela Reschke ist eine der aktivsten Buntpapiererinnen Deutschlands. Ihre Buntpapiere schmücken viele Einbände der berühmten Insel-Bücherei, zieren Schuber und Einbände, dienen als Vorsatzpapiere handgefertigter Bücher, verwandeln Kästen, Dosen und Schachteln in kleine Kostbarkeiten, sie sind Teil von Buchobjekten oder Buchobjekte selbst.
Gisela Reschke beherrscht eine große Skala von Buntpapier-Techniken, ihre Arbeiten sind in vielen Einzelausstellungen gezeigt und von bedeutenden Buchmuseen und Bibliotheken angekauft worden. Die Schau zeigt die ganze Vielfalt ihres Schaffens.

Ausstellung: 11. November 2010 bis 30. Januar 2011
Eröffnung 10. November 2010 um 18 UhrBegrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek.
Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Frieder Schmidt, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Buch und Schriftmuseum, Papierhistorische Sammlungen.
Die Künstlerin ist anwesend.


è Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg Carl von Ossietzky
Von Melle Park 3

20146 Hamburg
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Tel: (040) 42 838 5857
Fax: (040) 4134 5078