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Samstag, 4. Juli 2026

Michael Eschmann, Zueignungen

die Vorzugsausgabe enthält eine Graphik (lks.) des Autors von Steffen Büchner
In der Lyrik-Edition NEUN des Verlags der 9 Reiche von Steffen Marciniak erscheint im August als Band 54 der Titel „Zueignungen“ des Pirckheimers Michael Eschmann, illustriert mit Linolschnitten von Steffen Büchner. Wie immer wird es eine Vorzugsausgaben im Pappband mit Originalgrafik geben.

31 Gedichte erzählen in poetischer Sprache vom Suchen und Finden – und manchmal auch vom Nichtfinden.
Manches bleibt offen. Wir schreiten nachdenklich voran. Was bleibt, sind Fragen und Staunen über ein Rätsel, das man Leben nennt.

Michael Eschmann - Zueignungen, Widmungsgedichte
Verlag der 9 Reiche, Berlin 2026
Mit Grafiken von Steffen Büchner
32 Seiten, Illustrierter Pappeinband
ISBN: 978-3-948999-54-4
Preis: 9 Euro plus Versand (bei Bestellung bis 16. August 2026 über das Antiquariat Michael Eschmann versandkostenfrei)

Antiquariat Michael Eschmann
Edith-Stein-Weg 2A
64521 Groß-Gerau

1 Kommentar(e):
04. Juli 2026: Michael Eschmann hat gesagt ...
Abel Doering ist seit Jahren bekannt für sein Engagement für die Bibliophilie. In seinem Blog "Informationen eines Pirckheimer" berichtet er täglich über Neuigkeiten aus der Buch- und Kulturszene. *** Heute bin ich dran mit meinem nächsten Lyrikband "Zueignungen" der von Steffen Marciniak in dessen Verlag & Antiquariat der 9 Reiche verlegt wird. Das Buch kostet 9,00 Euro plus Versand. Wer es bis zum 16. August 2026 bei mir direkt er Email bestellt, erhält es versandkostenfrei zugeschickt.
Email: antiquariat.eschmann@t-online.de

Donnerstag, 27. März 2025

Michael Eschmann - Tage kühl vom Regen umarmt

Literatur

Jetzt bin ich sicher
in der Dunkelheit der Worte,
die alle nach Hause führen werden,
wo immer das sein mag.

Die zweiundachtzig Gedichte im Lyrikband von Michael Eschmann "Tage kühl vom Regen umarmt" sind von der Pop- und Rockkultur der letzten fünf Jahrzehnte geprägt und spiegeln dies in einer klaren und pointierten Sprache wieder, die manchmal schwermütig, manchmal witzig-frech klingt und gerne Situationen aus Alltag, Kino, Musik oder Literatur aufgreift.
Dabei schwankend zwischen Aufbruch, Protest und Revolte und eben auch einem kleinen Scheitern.

Michael Eschmann, geboren 1958 in Mannheim, schreibt neben journalistischen Beiträgen über Literatur und Kunst auch Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke, veröffentlichte in Blogs, Online-Magazinen und Literaturzeitschriften. 2015 Veröffentlichung des Dramas: „Dantons Tod in Weiterstadt”. Der Autor betreibt ein Versandantiguariat

Michael Eschmann, "Tage kühl vom Regen umarmt", Gedichte
Verlag Moloko-Print, Band 261/2024
Cover: Marcel Herms, 90 Seiten
ISBN 978-3-910431-74-4
15 Euro plus Versand, bestellbar beim Antiquariat Michael Eschmann oder über den Verlag Moloko Print.

Antiquariat für Medizin und Geschichte der Wissenschaften
Michael Eschmann
Edith-Stein-Weg 2A, 64521 Groß-Gerau

Freitag, 16. Dezember 2022

Der Sammler auf Reisen: Franz Kafka in Kierling

Foto © Michael Eschmann

Der Ort Kierling (aktuell: 3142 Einwohner) ist seit 1954 ein Teil von Klosterneuburg in Niederösterreich (Bezirk Tulln). Die Ortschaft befindet sich 4 km im Westen von Klosterneuburg und ca. 12 von Wien entfernt. Hier starb der Schriftsteller Franz Kafka (1883-1924), der aufgrund einer seit 1917 bestehenden Lungentuberkulose (später auch Kehlkopftuberkulose) seine letzten Monate (19. April – 3. Juni) im Sanatorium Dr. Hugo Hoffmann (erbaut: 1887 um 1900 aufgestockt, ab 1913 Privatsanatorium) verbrachte. Begleitet wurde Kafka von dessen Lebenspartnerin Dora Diamant und seinem Freund Robert Klopstock, der zudem auch Arzt war.
Foto © Michael Eschmann
Während dieser Zeit arbeitete Kafka an den Korrekturfahnen zu seinem Sammelband „Ein Hungerkünstler“. Es ist das letzte noch von ihm selbst vorbereitete Buch, das kurz nach seinem Tod im August 1924 im Verlag „Die Schmiede“ in Berlin erschienen ist. Neben der Erzählung „Ein Hungerkünstler“ enthält es die Kurzgeschichten „Erstes Leid“, „Eine kleine Frau“ und „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“.In dem gut erhaltenen Gebäude befindet sich heute ein Kafka Studien- und Gedenkraum, der von der österreichischen Franz-Kafka-Gesellschaft betreut wird. Gezeigt werden Texte, Bilder und Schriftstücke des Dichters.
Foto © Michael Eschmann
Er kann mit Voranmeldung besichtigt werden. Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit eines Besuches an den OPEN DOOR-Terminen ohne Voranmeldung. Empfehlenswert ist deshalb immer eine Info auf der entsprechenden Website einzusehen bzw. eine Anfrage per E-Mail zu tätigen.

(Michael Eschmann)

ÖSTERREICHISCHE FRANZ KAFKA GESELLSCHAFT
ehem. Sanatorium Hoffmann
Hauptstraße 187, 3412 Kierling/Klosterneuburg

Freitag, 11. November 2022

Erinnerung an die "Tage des Buches"

Man findet in Büchern die ungewöhnlichsten Zeugnisse aus vergangenen Zeiten: Fahrscheine, Quittungen, Eintrittskarten, Werbeblättchen (heute Flyer) und weiteres.
2015 postete ich hier im Blog unter dem Titel „Zettelchen für bb und das BE“ einen Beitrag zu speziellen Entdeckungen in Büchern. In meiner Zeit als Antiquar fand ich durchaus weiteres: getrocknete Blätter, Heiratsfotos, ein Schulzeugnis mit dem Hinweis auf 134 unentschuldigte Fehltage, Briefmarken, ...
In einer Ausstellung einer Pirckheimerin "Lesezeichen", die in der Staatsbibliothek zu Berlin in den 70ern gezeigt wurde, lag den Büchern auch schon mal ein getrockneter Fisch oder ein 50-Mark-Schein bei.

Michael Eschmann kommentierte den Post von 2015 mit der Ergänzung „Das Buch als Versteck“ mit einer Anmerkung zu in Büchern versteckten Nacktfotos. Auf das Thema „Was man alles in alten Büchern finden kann“ hatte ihn einst Felix Florian Weyh, mit dem Eschmann einst das Radio-Feature gemacht hat, aufmerksam gemacht.
Hier werden drei weitere von Michael Eschmann entdeckte interessante "Zettelchen" hinzugefügt, die an „Die Tage des Buches" in der DDR erinnern, mit denen der Bücherverbrennung 1933 gedacht wurde. Diese wurden erstmals am 10. Mai 1956 im Berliner Metropol-Theater mit einer Festveranstaltung, eröffnet.
(Nicht zu verwechseln übrigens mit dem „Welttag des Buches und des Urheberrechts", der am 23. April begangen wird und 1995 von der UNESCO eingerichtet wurde).

Donnerstag, 29. Februar 2024

25 Jahre Antiquariat Michael Eschmann

1. März 1999 - 1. März 2024
© Angelica Eschmann
Mein Geschäft wollte ich unbedingt am 1. März gründen. Weil der Monat März mein Lieblingsmonat ist – und kalendarisch wie symbolisch, kurz vor Ostern, für einen Neustart steht. Dass meine Geschäftsgründung auch noch ins letzte Jahr des 20. Jahrhunderts fiel, ist situationskomisch, wie so vieles in meinem Leben, denn ich wurde auch am 11. Dezember 1958 um 23.55 Uhr in Mannheim geboren. Man kann deshalb meine Biografie ironisch deuten: Manches ist knapp vor „Torschluss“ geschehen und vieles wäre auch „fast“ passiert, nahm dann aber im letzten Moment einen überraschenden Richtungswechsel und geschah deshalb nie. So bin ich – aus verschiedenen Gründen - kein Mitglied in einem Berufsverband oder in einem bibliophilen Verein geworden. Die Ausrichtung meines Antiquariats waren wissenschaftliche Bücher und hier wiederum eingegrenzt auf das große Gebiet der Medizin und Geschichte der Wissenschaften. Mein Interesse für Geschichte war einer der Gründe für die Spezialisierung. Aber auch meine eingeschränkten finanziellen Mittel für eine große Lagerhaltung und der entsprechend kleine, aber internationale Kundenkreis, der nie die Maximalgröße von 200 – 300 Stammkunden in all den Jahren überschritt. In den Jahren 1999 – 2005 entstanden 10 Kataloge und etwa 300 kleinere Listen, die ich mittels einer Kundenkartei verschicken konnte. Anfangs lagen die Verkaufserfolge noch bei 30% - 40% der gelisteten Titel zuletzt nur noch bei 10%. Es zeigte sich, dass die traditionelle Kundschaft, die gerne aus Katalogen bestellte, immer weniger wurden und Bestellungen aus dem Internet zunahmen. So stellte ich den Katalogversand ein, fügte dem Antiquariat eine neue Abteilung mit Grafik, speziell mit Porträts hinzu. Hier musste fast 10 Jahre lang ein ganz neuer Kundenkreis erst aufgebaut werden. Was auch gelang, denn die meisten Bestellungen kamen nun – dank dem Internet – online über die großen Datenbanken, aber auch über das damals noch existierende Portal „Antiquariate im Rhein-Main-Gebiet. Eine unabhängige Internetkooperation (2004-2018)“ initiiert durch den Frankfurter Antiquar Klaus Medeke. Der Online-Buchhandel boomte bis etwa 2003, sackte dann etwas ab und war leider immer auch stark abhängig von politischen und wirtschaftlichen Krisen. Bis zuletzt mit der Corona-Krise, wo viele Kollegen, darunter auch ich, noch einmal schöne Verkaufszahlen feiern durften. Meinen Beruf Antiquar übe ich auch weiterhin aus. Etwas eingeschränkter sicherlich und im nächsten Jahr darf ich einen Rentenantrag stellen. Falls ich das Jahr 2027 erreichen sollte, wird es auch für mich dann heißen: „50 Jahre Buchhandel – Antiquar – Autor – Buchhändler“. Bis dahin widme ich mich weiterhin einem neuen Hobby, der Schriftstellerei, hier auch wiederum speziell die Lyrik, die mich durch den Minimalismus der Worte seit meiner Jugend fasziniert. Ein Gedichtband ist in Vorbereitung, wer ihn nicht abwarten möchte, darf mich gerne auf meiner „Facebook“ Seite besuchen.

© Michael Eschmann

1 Kommentar:
Abel Doering hat gesagt… (29. Februar 2024)
Herzlichen Glückwunsch, lieber Michael, und Dank für deine langjährige Unterstützung meiner Arbeit an diesem Blog durch deine stets interessanten Hinweise!

Samstag, 23. Mai 2015

Wer kann helfen?

Seit Jahren sammelt der gelernte Buchhändler Michael Eschmann, vielen Lesern auch durch seine Publikationen in Fachzeitschriften bekannt, Informationen und vor allem Originalgraphiken zu seinem geliebten und seit 1997 ausgeübten Beruf als Antiquar.
Nun konnte er eine nicht signierte, aber offensichtlich mit professionellem Strich gezeichnete Graphik zu seinem Sammelgebiet erwerben, zu der jegliche Informationen fehlen und bei der er deshalb bei seinen Recherchen selbst nicht weiter kommt. Deshalb seine Bitte: Kann einer der bibliophil interessierten Leser dieses Blogs helfen? (Übrigens: Hinweise, Tipps und auch Kaufangebote zu seinem Sammelgebiet sind ihm stets willkommen.)
Hilfe kann durch Kommentar auf diese Bitte erfolgen oder direkt an Herrn Eschmann, bei dem auch ein JPG in höherer Auflösung angefordert werden kann.

Antiquariat für Medizin und Geschichte der Wissenschaften
Michael Eschmann
Wilhelm-Leuschner-Straße 153
64347 Griesheim
Tel.: +49 6155 828441
Fax: +49 6155 828442

Mittwoch, 30. September 2015

Der Sammler auf Reisen: bei Theophil Zwang

Am 27. September 2015 hatte ich Gelegenheit den Meister der Einbandkunst Theophil Zwang und seine Gemahlin, sowie Sohn Stefan im schönen Domizil in Ober-Roden/Rödermark zu besuchen. Es war ein herzliches Treffen, bei dem es viele beeindruckende Einbände zu besichtigen gab. Darunter einige handgeschriebene Bücher, die Theophil Zwang zu persönlichen Anlässen, seiner charmanten Frau Barbara widmete. In Erinnerung blieb mir ein besonders schönes, handgeschriebenes Buch mit Gedichten von Hermann Hesse.
Theophil Zwang, Foto © Michael Eschmann)
Ein ausführliches Porträt über den Buchbinder Theophil Zwang (*1924) erschien von Ute Maria Etzold mit dem Titel „Der Buchbinder Theophil Zwang und Die Gurke“ in den Marginalien 217. Heft/Jahrgang 2015/1. Darin wird ausführlich das Lebenswerk des bedeutenden Buchkünstlers gewürdigt, der viele Jahre als Fachlehrer an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach wirkte.

Freitag, 28. August 2015

Dantons Tod in Weiterstadt

In einem Bibliophilen-Blog muss man - dem Bibliophilen ist die Dialektik von Inhalt und Form bewusst: das Buch würde ohne Literatur einen Großteil seiner Existenzberechtigung verlieren - auch einmal auf literarische Neuerscheinungen hinweisen. Im vorliegenden Fall kommt dazu, dass der Autor Michael Eschmann als gelernter Buchhändler und Antiquar von Hause aus eine besondere Beziehung zum Buch hat.
Seine Drama "Dantons Tod in Weiterstadt" handelt davon, wie im Exposé beschrieben, dass sich im Jahre 2035 das Hessische Ministerium der Justiz in Wiesbaden zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen hat. Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ soll mit Strafgefangenen im Gefängnis von Weiterstadt neu inszeniert werden. Die männlichen Rollen der Revolutionäre spielen jetzt Frauen. Es sind keine Schauspielerinnen, sondern verurteilte Straftäterinnen. Die wenigen weiblichen Rollen des Stückes – die Geliebten der Revolutionäre – werden von Justizbeamten dargestellt. Während der Theaterproben zeichnet sich schleichend ein Konflikt ab. Rollen und Personen verschmelzen miteinander. Bei der Premiere des Stückes, unter Anwesenheit der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten, kommt es zu einem überraschenden Eklat, der alles zerstört.
Ein Theaterstück mit aktueller Thematik über die Aufführung eines klassischen Dramas in naher Zukunft, ein Stück, welches mit Ironie, aber gleichzeitig tiefgründig, immer jedoch unterhaltend, Themen wie Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, Unfreiheit der menschlichen Existenz und die Möglichkeit der Resozialisierung mittels Kunst behandelt.
Als Lektüre wärmstens empfohlen, auf der Bühne hoffnungsvoll erwartet.
(ad)

Michael Eschmann: Dantons Tod in Weiterstadt. Drama.
[Griesheim, Selbstverlag], 2015.
45 Seiten. Broschur.
Typoskript im Digital-Druck, Book-on-Demand,
lieferbar innerhalb von 10 – 14 Tagen.
Preis: 14,80 Euro zuzüglich 4,50 Euro Versand.

Dienstag, 27. Mai 2014

DEG-Jahrbuch 2014

Herausgegeben von der Deutschen Exlibris-Gesellschaft erschien in einer Auflage von 450 numerierte Exemplaren das „DEG-Jahrbuch 2014 - Exlibriskunst und Graphik“. Auf 152 Seiten enthält es, zusammengestellt von Henry Tauber, eine Vielzahl interessanter Aufsätze mit zahlreichen Abbildungen und Beigaben. Darunter auch ein Beitrag von Michael Eschmann, der unter gleichlautenden Titel „Spurensuche. Exlibris von Antiquaren“ vor drei Jahren in „Aus dem Antiquariat“ erschien. Eschmann, der sich mit diesem Thema seit 2010 beschäftigt und darüber publiziert, aktualisierte den AdA-Artikel für das Jahrbuch und erweiterte den Bildteil mit den Exlibris auf nunmehr 20 Exlibris von Antiquaren bzw. Antiquariaten (in AdA waren es sieben Abbildungen). Unter den dargestellten Exlibris befinden sich auch die „Pirckheimer“ Erich Bürck und Antiquariat Ballon und Wurm.
Weitere Beiträge finden sich unter anderem von Wolfgang Hönle über Agathe Doposcheg-Schwabenau, Heinz Neumaiers Rezeptionhistorie zu Richard Strauss Salome und Claudia Karolyi macht sich unter dem Titel Randerscheinungen Gedanken zur zeitgenössischen Exlibris und Eignergrafiken.

Freitag, 5. Januar 2024

Der Umtrieb

Die dritte Ausgabe des „Umtrieb“ ist soeben erschienen und enthält u.a. Texte von Boris Greff, Michael Eschmann, Ron Hard, Clemens Schittko, Roland Adelmann, Abel Doering, Florian Günther und Markus Prem.

(Armin Dreyer, Herausgeber)

2 Kommentare auf Facebook:

Michael Eschmann hat gesagt:
Das Heft 2 war schon ein "Hammer", aber in Heft 3 reitet (fast) die gesamte Kavallerie des (neuen) deutschen Undergrounds für Armin Dreyer.
Attacke!

Abel Doering hat gesagt:
Es war immer Anerkennung, eigene Texte veröffentlicht zu sehen und es erfreut mich noch heute, wenn meine lyrischen Ergüsse gedruckt werden.
Ein Freund, Liebhaber tragischer Opern, meinte, er mag meine Texte nicht, es fehle ihnen an Heiterkeit und sie stimmen ihn immer so traurig. Ich dankte ihm dafür: meine Worte wirken!

Samstag, 14. Juni 2025

16 Fragen an Michael Eschmann

Für die Online-Literaturzeitschrift Sechszehn Seiten des KeinVerlag e.V. beantwortete Michael Eschmann, geboren 1958 in Mannheim, 16 Fragen, die durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden können.

Der Pirckheimer, der in Groß-Gerau ein Versandantiquariat betreibt, schreibt neben journalistischen Beiträgen über Literatur und Kunst auch Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke.

Veröffentlichungen in Blogs, Online-Magazinen und Literaturzeitschriften: 2015 das Dramas: Dantons Tod in Weiterstadt. 2024 Gedichtband Tage kühl vom Regen umarmt (Verlag Moloko Print).

Samstag, 30. Mai 2015

Der Sammler auf Reisen: Wiltz, Luxemburg

Foto © Michael Eschmann
Buch und Bier

Das Großherzogtum Luxemburg besitzt in Wiltz ein einzigartiges Brauereimuseum mit einer beachtlichen Sammlung von Exponaten zur 6000 Jahren alten Geschichte der Bierherstellung.
Darunter befinden sich auch zahlreiche Bücher, Graphiken, Firmengeschichten, Plakate und historische Rechnungsbögen. Ein Besuch lohnt sich, sagt der Griesheimer Antiquar Michael Eschmann, der diese Woche zu Besuch dort war!

Musée National d`Art Brassicole
Chateau de Wiltz
35, rue du Château
L-9516 Wiltz

Mittwoch, 30. April 2014

AdA 2/2014

Das zweite Heft "Aus dem Antiquariat" des Jahres 2014, welches am 5. Mai erscheinen wird, enthält unter anderem den dritten Teil der Untersuchungen von Michael Eschmann zum Leipziger Antiquar, Buchhändler und Verleger Karl Markert (1888 – 1969).
„Markert und Petters“ waren auf Sprachwissenschaften, speziell Slawistik, spezialisiert. Es ist die erste umfassende Darstellung zum Thema. Die Recherche erfolgte in den Jahren 2011 – 2013 im Stadtarchiv Leipzig sowie im Sächsischen Staatsarchiv, ebenfalls in Leipzig, mittels hinterlassener Geschäftsakten des Unternehmens „Markert & Petters“. Der Beitrag belegt, dass Karl Markert zwei Unternehmen führte (bzw. ab 1933 nur noch „Karl Markert Buchhandlung und Antiquariat“). Ferner wird dokumentiert, dass Markert niemals ein sogenanntes „Berufsverbot“ unter den Nationalsozialisten hatte. Seine spätere Anstellung als Prokurist im Unternehmen „Otto Harrassowitz“ wird ebenso beschrieben wie die literarischen Spuren des Unternehmens im Roman „Herrn Lublins Laden“ des Nobelpreisträgers Josef Schmuel Agnon. Karl Markert wurde nach 1945 zur zentralen Figur des Antiquariatsbuchhandels in der DDR. Als Vorsitzender des „Antiquariatsausschusses“ innerhalb des „Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig“ trug er entscheidende Umsetzungen verschiedener staatlich verordneter Antiquariatsreformen mit. Dies wird in den kommenden Jahren in Folgebeiträgen dokumentiert werden.
Das Inhaltsverzeichnis kann auf
boersenblatt.net eingesehen werden.
_____________
 
Für einen kommenden Beitrag suche ich Hinweise zu dem Künstler Hans Michael Bungter (08.06.1896 Leipzig – 21.09.1969 in Moelkau/Leipzig). Bungter gehörte zum Freundeskreis von Karl Markert und entwarf u.a. für Edith Markert zwei Exlibris. Weiterhin suche ich Informationsmaterial wie Briefe, Dokumente und Fotos zu: Karl und Edith Markert sowie dem letzten Geschäftsführer des Antiquariats Hans-Peter Weinhold (1941 Magdeburg – 2010 Leipzig).
(Michael Eschmann)

Donnerstag, 23. Juli 2015

Zettelchen für bb und das BE

Hinweise auf Theaterpremieren, Werbeblättchen für Bücher und ähnliche Akzidenzen sind immer von Flüchtigkeit, werden sie doch häufig ausgesondert, wenn man sich das beworbene Werk angesehen hat oder es besitzt. Die Information darauf wurde dann unwichtig, war überholt wie die Zeitung von Gestern. Der Bibliophile denkt da natürlich anders, jeder Hinweis auf sein Sammelobjekt wird selbst gesammelt. Nur leider hatte man selten Gelegenheit, an diese Flyer, wie sie heute heißen, zum Zeitpunkt ihres Erscheinens zu kommen - das Sammelinteresse entstand häufig erst später und die Werbeblättchen hatten schon lange den Weg in den Papierkorb gefunden. So geht dem Bibliophilen natürlich immer das Herz auf, wenn er diese meist unbeachteten bedruckten Zettelchen in die Hände bekommt. Und mitunter hat man Glück und findet sie irgendwo als Lesezeichen in einem Buch. Oder, wie in meinem Fall, in seinem Briefkasten, eingeworfen von einem Freund aus der Pirckheimer-Gesellschaft, der um das Sammelgebiet weiß.
Danke dafür dem PrenzlBerger Antiquar und Pirckheimer-Freund Thomas Döring!
(ad)

1 Kommentar:

Was findet ein Antiquar im Laufe seines Lebens nicht alles in Büchern?
Manchmal sind es Notizen, oft Briefe oder auch nur Fragmente davon.
Viele Kollegen erzählten mir, dass sie Geld, gut versteckt in alten Büchern fanden.
Dieses Glück hatte ich bisher nie. Seltsamerweise finde ich fast immer nur Fotos von nackten Frauen. Auch nicht uninteressant, oft sind wirkliche Schönheiten darunter. Fragen drängen sich auf. „Wer war das wohl? Die Ehefrau? Die Geliebte?“ Wir werden es niemals erfahren.
So entstand innerhalb von fast zwanzig Jahren eine eigentlich ungewollte Sammlung von „Erotika“. Ich mag sie nicht wegwerfen, vielleicht eine Berufskrankheit, wie auch das Aufheben kurioser Zettelchen, die ebenfalls zwischen Buchseiten steckten. Mein letzter Fund ist hier abgebildet.
(Michael Eschmann)

Samstag, 25. Juli 2015

Altpapier

Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht verstehen. So heute geschehen: Ein süddeutsches Auktionshaus bietet auf einer weltberühmten Versteigerungsplattform folgenden Artikel für 9,00 Euro im Sofortkauf an: „Portrait von Albert von Wallenstein (1583 - 1634). Feldherr, Verräter, Friedensvisionär. Zeitungsausschnitt aus der oder aus einer Stuttgarter Zeitung, erschienen im Kulturteil, anlässlich einer Ausstellung über Wallenstein im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, 2009. Blattgröße: ca. 21 x 28,5 cm. Ansicht: ca. 11,7 x 9 cm. Einmal gefaltet, rote Kugelschreiberspuren.“

Ausriss des erwähnten Zeitungsartikels, Abb. © Abel Doering

Wohlgemerkt, es wird hier nur ein Zeitungsausschnitt, nicht das eigentliche Original Porträt angeboten. Bei einem eventuellen Erwerb bietet der Verkäufer einen kostenlosen Standardversand an. Immerhin. Das mag vielleicht den einen oder anderen anlocken, mich überzeugt es trotzdem nicht. Überhaupt stellt sich für mich die ernsthafte Frage, wer in Gottes Namen, gibt 9,00 Euro für einen wertlosen Zeitungsausschnitt von 2009 aus? Ich bin ratlos. Da hilft es auch nicht weiter, wenn der Artikel in der Rubrik „Original ab 2000“ gelistet wird. Eigentlich werden hier moderne Drucktechniken wie: Holzschnitte, Linolschnitte, Lithographien, Monotypien, Serigraphien und Siebdrucke angeboten. Aber ein Zeitungsausschnitt? Jetzt darf man nicht den törichten Fehler begehen und dem Verkäufer unterstellen, hier handele es sich um ein Missverständnis, oder gar noch schlimmer, er hätte nicht gewusst, was er da überhaupt verkaufe. Das wäre unfair. Vielmehr hat er genau gewusst, was er anbietet. Und mit Sicherheit weiß er über exotische und damit auch irgendwie neue Sammelgebiete besser Bescheid als ich! Mein Beruf „Antiquar“ bietet seit knapp zwei Jahrzehnten, fast wöchentlich, neue Überraschungen. Aber so einen delikaten Fall, wie den hier beschriebenen, kannte ich bisher noch nicht. Alles Jammern hilft nicht weiter, es gilt ehrlich, zu sein: Ich komme damit nicht klar! Da helfen mir auch meine Jahrzehnte an Berufserfahrung nicht. Es ist, wie es ist! Und es ist schlimm: Ich habe die entscheidenden Zeichen der Zeit verpennt und dadurch ist mir vermutlich so mancher lukrative Gewinn entgangen! Seit heute bin ich mir sicher: Es muss ein oder vielleicht gar mehrere, ganz neue Sammelgebiete im Antiquariatsbuchhandel geben, von denen ich bisher überhaupt nichts wusste. Nein, noch nicht einmal etwas ahnte! Vielleicht nennt sich dieses hier beschriebene Sammelgebiet schlicht und einfach nur „Altpapier“. Aber Vorsicht! Dies kann ganz schnell auch wieder zu Missverständnissen führen. Gut, spöttisch und auch etwas von „oben herab“ heißt es in der Antiquariatsbranche immer, „dies oder jenes“ sei eigentlich nur wertloses Altpapier. Gemeint sind damit, minderwertige Bücher im Verkaufsbereich von wenigen Cent, vielleicht auch Massenauflagen oder Taschenbücher für 1-2 Euro je Stück, die aufgrund der Häufigkeit, keine Interessenten mehr finden. Ab sofort ist dieser Spruch überholt, quasi selbst Makulatur geworden. Jetzt sind Zeitungsausschnitte, wirkliches Altpapier, anstatt wie bisher, geringwertige Bücher, zu einem ernsthaften Verkaufsgegenstand und Sammelgebiet geworden. Der Vorfall hat mich kaufmännisch wachgerüttelt. Schnell rannte ich in den Keller hinunter. Dort lagern in großen Mengen gebündelt, alte Ausgaben vom „Darmstädter Echo“ der letzten Jahre. Aufgeregt kehrte ich zu meiner Frau zurück. „Du glaubst gar nicht, welche Schätze da unten liegen!“, rief ich entzückt. Entsetzt blickte sie mich an.
(Michael Eschmann)

Freitag, 16. November 2012

Aus dem Antiquariat

Heute wurde die neueste Ausgabe "Aus dem Antiquariat" ausgeliefert, die u.a. unter dem Titel "Erinnerungen eines unersättlichen Sammlers" auch eine Rezension von Peter Neumann über unsere Jahresgabe 2011 "Wolfram Körner - Aus meinem Leben.Patienten und Bücher, Kunst und ferne Länder" enthält. Umfassende Darstellungen widmen sich dem Druck von Fotografien von Arvid Gutschow (Roland Jaeger), der Werbegemeinschaft "das moderne sachbuch (dms)" (David Oels) und der Geschichte von Karl Markerts "Leitfaden für Antiquare" (Michael Eschmann).

Mittwoch, 27. Januar 2016

Erinnerung an einen Pirckheimer-Abend von 1958

Im Dezember-Heft 2015 von „Aus dem Antiquariat“ erschien von Michael Eschmann ein Artikel über die Ausbildungssituation als Antiquar(in) in der DDR, auf diesen Artikel wurde hier hingewiesen.
Frau Edith Fritzsche kommt darin recht ausführlich vor, die dem Autor als Reaktion auf diesen Artikel jetzt eine Original-Einladungskarte zu einem Pirckheimer-Vortrag von 1958 schickte. Sie war damals als junge Antiquarin und Zuhörerin dabei und von der Veranstaltung recht begeistert.
Die damalige Leipziger Ortsgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft wurde 1991 als Leipziger Bibliophilen-Abend, der auf eine Tradition von 1904 bis 1933 zurückblicken kann, wiedergegründet.

Samstag, 30. Januar 2016

zwei Bilder aus Stuttgart

55. Stuttgarter Antiquariatsmesse, links: Antiquariat am Moritzberg, Hildesheim (Dr.
Lothar Hennighaus), Fons Blavus, Renningen (H.-G. Bilger), Fotos: Michael Eschmann
Messe: 29. Januar - 31. Januar 2016

Württembergischer Kunstverein
Schloßplatz 2, Stuttgart - Zentrum

Sonntag, 11. Oktober 2015

Imagerie d’Epinal

Das kunsthandwerkliche Unternehmen „Imagerie d’Epinal“ ist eines der berühmtesten Bilderbogenunternehmen der Welt. Gegründet wurde es im Jahre 1796 von Jean Charles Pellerin. Zunächst wurden nur Spielkarten und Dominospiele hergestellt. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine Nachfrage für Bilderbögen, die dann im darauffolgenden 19. Jahrhundert – vor allen Dingen durch die aufkommende Drucktechnik des Holzstiches – eine noch größere Aufmerksamkeit fand. Häufig wurde auf Bilderbögen volkstümliches Wissen aller Bereiche in schlichter Text- und Bildform dargestellt: geschichtliche Ereignisse, Religion, Freizeit, Kindererziehung etc. Schnell wurden Bilderbögen zu einem faszinierenden Massenmedium. Die Zeichnungen wirkten oftmals wie Karikaturen, die den späteren Comics ähnelten. Um die Verkäufe steigern zu können, wurden sie fast immer nur koloriert – durch sogenanntes Schablonenkolorit – angeboten. Im 20. Jahrhundert war der Bilderbogen ein begehrtes Sammlerobjekt für Graphik-Sammler.
Heute kann man in der „Imagerie d’Epinal“ die Bilderbogenwerkstatt mit noch funktionierenden Druckmaschinen besichtigen. Hier befinden sich auch die weltweit letzten zwei Exemplare der „Aquatype-Maschinen“, die zur Herstellung der Druckbögen dienten. Das Unternehmen „Imagerie d’Epinal“ arbeitet nach wie vor: ein Verkaufsraum von 300qm bietet den Besuchern eine große Auswahl von neuen Bildern und historischen Abbildungen, in verschiedenen Größen, mit oder ohne Einrahmung, sowie Tafelkunst, Schreibwaren und signierten Illustrationen.
(Michael Eschmann, Antiquariat für Medizin und Geschichte der Wissenschaften, Griesheim)

Imagerie d’Epinal
42 bis Quai de Dogneville
88000 Epinal France

Dienstag, 2. Juni 2015

seltenes Porträt Willibald Pirckheimers

Ein Blatt, ursprünglich aus der Sammlung Michael Eschmann, konnte von einem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft erworben werden.
Aquarell (anonym), Bildgröße: 9 x 14,5 cm, Blattgröße: 12 x 18 cm, um 1920