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Sonntag, 11. Oktober 2026

Kater Murr und Johannes Kreisler – Eine illustrierte Begegnung

© Steffen Faust, Kater Murr | © Stephan Klenner-Otto, Kapellmeister Kreisler
Zum 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns steht sein berühmter Roman “Lebens-Ansichten des Katers Murr” im Mittelpunkt einer besonderen Künstler-Lesung, die in Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin, der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und dem Berliner Bibliophilen Abend stattfindet.

Stephan Klenner-Otto illustriert die Welt des Kapellmeisters Kreisler, Steffen Faust die des Katers Murr. Lesung, Bilder, Live-Druck und -Zeichnung verbinden sich am 30. November – dem Todestag von Hoffmanns eigenem Kater Murr – zu einer ungewöhnlichen künstlerischen Beschäftigung.
Jörg Petzel führt in den Abend ein. Zum Abschluss wird das Gesehene selbst zum Kunstwerk: Steffen Faust zeichnet den Kater Murr, während Stephan Klenner-Otto den Kreisler druckt.

30. November 2026, 18 Uhr, Um Anmeldung wird gebeten

Staatsbibliothek zu Berlin
Theodor-Fontane-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Samstag, 10. Oktober 2026

Bilder eines Pirckheimers

Ralf Parkner, langjähriger Pirckheimer und Jünger E.T.A. Hoffmanns, hat sich wieder seinem früheren Hobby, der Malerei, zugewendet.
General Custer | „Totanka Yotanga - Sitting Bull“, beide schwarzer Kugelschreiber 1981
Entstanden sind, vor allem in den letzten Monaten, in unterschiedlichen Techniken eindrucksvolle Portraits von Literaten, deren Texte ihm nicht nur wichtig sind, sondern auch Bestandteil seiner bibliophilen Sammlung wurden, im Falle Günter Kunerts sogar in Form einer Korrespondenz mit dem Autor.
Fjodor Dostojewski, Tempera auf Hartfaser 1978 | Hermann Hesse, Aquarell, 1977
 Günter Kunert | Edgar Allan Poe
, beide Acryl 2026
Als Zeichner, später auch in der Malerei, widmete sich Ralf Parkner selbstredend nicht nur der Literatur, sondern dem Menschen in seiner ganzen Komplexität, wofür hier zwei Beispiele ausgewählt wurden.
Badeszene, Tempera auf Hartfaser 1978 | Selbstbildnis mit Halbakt, Acryl 2026
Darüber hinaus entstanden eindrucksvolle Gemälde von Musikern, deren Songs sein Leben begleiteten und ihn prägten, wie sicher auch viele aus unserer Generation der bibliophil Interesseierten, da sie nicht nur durch die Komposition, sondern eben auch durch die Lyrics bekannt wurden.
Ian Anderson | Frank Zappa | John Lennon, alle Acryl auf Ln-Karton 20x30 cm, 2026
Abbn. zum Vergrößern anklicken
Zu guter Letzt wird hier nach das am heutigen Tag fertig gestellte Werk „E.T.A. Hoffmann“, ebenfalls in Acryl vorgestellt.
1 Kommentar(e):
11. Oktober 2026: Abel Doering hat gesagt ...
eine ausgezeichnete Arbeit - geradezu ein Blick in Hoffmanns Psyche

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Wie fremd ist „Das fremde Kind“?

E.T.A. Hoffmanns Märchen neu gelesen.
Hans Günter Ludwig: Das fremde Kind, 2025, (Ausschnitt) Staatsbibliothek Bamberg, (Foto: Gerald Raab)
E.T.A. Hoffmanns Werk und (Nach-)Leben wird zum diesjährigen 250. Geburtstag des romantischen Multitalents in ganz unterschiedlichen Formaten gefeiert. Eine Tagung möchte zum Jubiläum einen Hoffmann’schen Text zur Re-Lektüre empfehlen: Das fremde Kind. Der Text erschien 1816 in der Sammlung Kinder-Märchen, für die Hoffmann, Karl Wilhelm Salice-Contessa und Friedrich de la Motte Fouqué verantwortlich zeichneten.

Die Forschung hat diesem beliebten, seit dem 19. Jahrhundert in zahlreiche Sprachen und mediale Adaptionen überführten ‚Märchen‘ wiederholt Aufmerksamkeit geschenkt. Diskutiert wurden Gattungsfragen, der Zusammenhang mit zeitgenössischen Kindheitsmodellen, der Stellenwert des Phantastischen und die textstrukturierende Duplizität. Wir möchten solche und andere Perspektiven auf Das fremde Kind erweitern, indem wir den Text gemeinsam neu lesen und analysieren. Die Schauspielerin Maria Hartmann bringt das Märchen zu Gehör; die Autorin Nora Gomringer macht es in der Abendveranstaltung zum Ausgangspunkt einer poetischen Performance; zwei Impulsvorträge erörtern die romantische Faszination für das Kind-Sein und Ansätze eines „Queer Reading“ des Textes; und in gemeinsamen Lektürekreisen sollen die Themenfelder Natur, Materialität und Erziehung vertieft werden.

Tagung: 29. – 30. Oktober 2026

Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8, Wilhelm-von-Humboldt-Saal

Montag, 14. September 2026

Grenzgänge der Fantasie

Sich E.T.A. Hoffmann als Zerrissenen vorzustellen, fällt leicht, sagte er doch selbst von sich: Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, Sonntags am Tage wird gezeichnet und Abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.
Foto: Bernd Hesse
Viele Talente, zwingende Abhängigkeiten und wirtschaftliche Nöte machen oft sehnsüchtige Träumer aus den Menschen. Die Dichterin, Filmschaffende und Performerin Nora Gomringer stellt Texte zusammen, die rund um den träumenden, fantastischen Blick in Vergangenheit und Gegenwart geschaffen wurden und ein Panoptikum rund um E.T.A. Hoffmann entstehen lassen sollen. In ihrer eigenen Schreibstube ist sie hier und da ebenfalls zum Thema fündig geworden. Die technologische Entwicklung wie auch die - heute an KI geknüpfte - Hoffnung und Skepsis gegenüber dem Fortschritt, Fragen der Ethik oder der Ökologie spiegeln sich in Texten, bei denen man solche Hintergründe vielleicht nicht erwartet. Eine vergnügliche, kommentierte Auswahl von Gedichten lädt ein, den Fantasten und Fantasmen der Literatur als den Grenzgängern zu begegnen, die sie sind.

Nora Gomringer, Schweizerin und Deutsche, lebt in Bamberg, wo sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia als Direktorin leitet. Ihr lyrisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und ist - wie E.T.A. Hoffmann - im Zeichen des Wassermanns geboren.

Ausstellung: 14. September - 5. Dezember 2026
Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz
Domplatz 8, Bamberg

Freitag, 14. August 2026

Save the Date: 30. November

v.l.n.r.: Steffen Faust, Stephan Klenner-Otto, Jörg Petzel
Aus Anlass des 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns wird es in der Staatsbibliothek zu Berlin in Kooperation mit dem Berliner Bibliophilen Abend eine besondere Begegnung mit dem berühmten Roman Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern geben, gestaltet von Steffen Faust, Stephan Klenner-Otto und Jörg Petzel, wozu gestern in der Staatsbibliothek letzte Absprachen erfolgten.

Die Veranstaltung wird am 30. November stattfinden, 1821 der Sterbetag des Katers, zu dem E.T.A. Hoffmann eine private Traueranzeige verfasste.

Näheres zu gegebener Zeit hier.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Michael Duske (1941 - 2026)

Michael Duske, langjährig Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, des Berliner Bibliophilen Abend und der Pirckheimer-Gesellschaft ist, wie jetzt bekannt wurde, Anfangs des Monats gestorben.
Michael Duske 2016, Foto Ralf Parkner
Ich lernte Michael Duske Ende der 90ger Jahre auf einer Antiquariatsmesse im Berliner Museum für Deutsche Geschichte kennen, wir teilten uns einen Stand. Bereits damals trat er schon als Person hinter seinem Werk als Herausgeber zurück und er vermied seitdem immer stärker die Öffentlichkeit.
Vor einem viertel Jahr, er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Vergangenheit hinter sich gelassen, Mitgliedschaften in bibliophilen Vereinigungen beendet und alle Kontakte zu seinen Freunden abgebrochen, stellte ich die Problikation seines von 1995 bis 2010 bestehenden Verlags „Serapion vom See“, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte, anhand einer beispielhaft ausgewählten Mappe als „Bibliophiles des Monats“ vor.

Die Nachricht von seinem Tod hat mich schwer berührt - die Erinnerung an Michael Duske wird durch die von ihm herausgegebenen bibliophilen Titel bleiben.

(Abel Doering)

1 Kommentar(e):
09. Juli 2026: Stephan Klenner-Otto hat gesagt ...
Ich bin Michael für all das was er mir ermöglicht hat mehr als dankbar! Ich werde ihn immer in Ehren halten!

Donnerstag, 25. Juni 2026

Libation am Grab von E.T.A. Hoffmann

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann traf sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.
Jörg Petzel hält die Grabrede des Kater Murr

Dienstag, 23. Juni 2026

204. Todestag von E.T.A. Hoffmann

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann trifft sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.
Stefan Klenner-Otto, Cover zu „SCHNURRPFEIFENKARUSSELL“, Ausschnitt
Für die Zeremonie am Grab werden die Teilnehmer obligate Objekte, wie Blumen, sowie Becher für den Libations-Wein, dabei haben und ab 19 Uhr in der nahegelegenen Taverna Dionysos ein Glas auf den Geehrten leeren. Auf der Tagesordnung steht dann eine Vorschau durch Jörg Petzel auf die internationale E.T.A. Hoffmann-Konferenz vom 16. - 17. Juli 2026 in Oxford.

Zwei Tage darauf wird Stephan Klenner-Otto im thüringischen Wurzbach „E.T.A. Hoffmann. Bilder und Gedichte“ vorstellen. 

Libation: 25. Juni 2026, 18 Uhr
Jerusalemskirchenfriedhof
Mehringdamm 21 (neben dem nördlichen Eingang zum U-Bahnhof Mehringdamm)

Stephan Klenner-Otto: 27. Juni 2026
Kunsthaus Müller
Markt 6, 07343 Wurzbach OT Wurzbach

Samstag, 11. April 2026

„Vergessene Kunst in Bamberg“

In der Reihe „Vergessene Kunst in Bamberg“ zeigt die Staatsbibliothek Bamberg die Ausstellung „Alexej Borutscheff (1911–1994)“.
Alexej Borutscheff mit einer Radierung des Alten Rathauses in Bamberg. © Alfons Steber, 1989 | SBB
Alexej Archipowitsch Borutscheff wurde 1911 in Roslawl im Westen Russlands geboren. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft, 1945 kam er nach Bamberg. Hier lebte und wirkte er bis zu seinem Tod 1994, nur einmal unterbrochen durch einen mehrjährigen Aufenthalt im schweizerischen Murten.

Der studierte Architekt wandte sich bald ganz der Kunst zu. Bedeutend sind seine literarischen Illustrationen, so 176 zu Goethes „Faust“ und zahlreiche zu E. T. A. Hoffmann. Andere Werke der Weltliteratur schrieb Borutscheff von Hand ab und illustrierte vor allem solche Texte, die große menschliche Themen behandeln: Aesops „Fabeln“, Aristophanes’ „Lysistrate“, Erasmus’ von Rotterdam „Lob der Narrheit“, Shakespeares „Macbeth“, Swifts „Gullivers Reisen“, Brechts Gedichte. Die Werke russischer Autoren, wie Tolstois „Leinwandmesser“ und Solschenizyns „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“, schätzte er besonders.

27. April bis 18. Juli 2026

Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg

Mittwoch, 1. April 2026

Hamburger Bothe # 33

Hamburger Bothe 33 aufrufen durch Klick auf die Abb.
Im Mittelpunkt unseres 33. „Hamburger Bothen“ steht diesmal eine Neuerscheinung des Verlags Angeli & Engel. Nur ganz wenige Kenner wußten bisher, daß der Schriftsteller Wolfgang Borchert neben dem Drama „Draußen vor der Tür“, Erzählungen und Gedichten in seinem kurzen Leben noch Zeit für bildkünstlerische Arbeiten hatte. Rund 70 solcher Werke werden erstmals in dem Band „Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert“ geboten. Für die Vorzugsausgabe dieser Edition, die im Mai vorliegen soll, hat Rainer Ehrt ein Porträt des doppelt begabten Borchert radiert.
Neben kurzen Nachrichten aus der Bibliophilie findet man im neuen „Bothen“ einmal wieder eine Rezension. Sie gilt dem Band „50 Jahre unterwegs mit Büchern“, worin der Antiquar Wolfgang Neubert seine Berufserfahrungen darlegt und sich als besonderer Kenner der Insel-Bücherei erweist.
In bewährter Weise läßt Abel Doering die Leser des „Bothen“ an seinen bibliophilen Interessen teilhaben und empfieht ihnen diesmal einen Verlag, der sich auf neu illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann spezialisiert hatte.

(Peter Engel)

E.T.A. Hoffmann im Verlag „Serapion vom See“

Im Jahr des 250. Geburtstages von E.T.A. Hoffmann am 24. Januar soll mit dem Bibliophilen des Monats an den Verlag „Serapion vom See“ von Michael Duske erinnert werden, der in Berlin ausschließlich Titel von E.T.A. Hoffmann verlegte - Künstlerbücher und Mappenwerke, u.a. von Michael Knobel, Anke Dziewulski, Stephan Klenner-Otto oder Horst Hussel, auch einen Faksimile-Druck nach einem Skizzenbuch von Fritz Fischer. Der zwischen 1995 und 2010 aktive Verlag ist inzwischen erloschen, der Verlagsinhaber, das ehemalige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend, lebt in einem Berliner Pflegeheim.

Michael Duske stellte, gerade eben, weil Hoffmann bereits oft illustriert wurde, an die Editionen seines Verlags hohe Ansprüche und verwendete möglichst klassische Originalgrafik wie Radierung, es sind somit jeweils seltene Originalkunstwerke in Buchform.
Als Bibliophiles des Monats, gleichzeitig die Empfehlung für den Bibliophilen des Hamburger Bothen, wird hiermit Band II der „Berlinische Geschichten“ vorgestellt, eine Graphikmappe, die E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Die Brautwahl“, illustriert von Steffen Faust enthält; Band I dieser Reihe war „Aus dem Leben eines bekannten Mannes“, illustriert und gestaltet von Xago.

Die 2001 erschienen Mappe „Die Brautwahl“ enthält neun Farbradierungen von Steffen Faust, alle vom Künstler betitelt, nummeriert und signiert. Die Titelgrafik wurde handkoloriert. Ein zehnseitiges Beiheft erläutert die Graphiken im Format 20 x 15cm, Blattgröße 28 x22cm, in einer handgearbeiteten Flügelmappe mit Fenster für das Aquarell. Diese Grafiksuite erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und 10 Künstlerexemplaren. Acht Exemplare enthalten zusätzlich einen Farbentwurf zu einer Einzelradierung.

Freitag, 20. März 2026

Schnurrpfeifenkarussell - eine Buchempfehlung

Vor wenigen Tagen lud der Berliner Bibliophilen Abend in der Staatsbibliothek zu Berlin zur Vorstellung des Buches „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten von Bernd Hesse, kommentiert von Jörg Petzel und illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ ein, welches 2025 in der Edition Noack & Block erschien.
Dieses Buch verdient besondere Beachtung, denn hier kommt Dreierlei, chronologisch und gemischt in harmonischer Einheit, zusammen. Da sind zum einen die Erläuterungen aus berufenem Munde des Vizepräsidenten der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft Jörg Petzel, Germanist und Literaturwissenschaftler, zu Lebensstationen des Multitalents E.T.A. Hoffmann, der neben seinem Wirken als Schriftsteller als Jurist, Komponist und Karikaturist tätig war, Erläuterungen, die Zusammenhänge zwischen der Biografie und dem Werk E.T.A. Hoffmann aufzeigen und damit Hintergründe erhellen, um dessen literarisches Schaffen und den Gehalt seiner Texte wirklich verstehen zu lernen. Und dieses erweiterte Verständnis der Hoffmannschen Texte zeigt sich in einer zweiten Abteilung des Buches, in Interpretationen aus heutiger Sicht mittels Gedichten von Bernd Hesse, Kulturwissenschaftler und, wie auch Hoffmann Jurist, häufig mit hintergründigem Humor in Versformen von der Romantik bis zum Dada verpackt, immer aber mit dem Effekt, das Hoffmannsche Erbe darzubieten. Dieses Ansinnen der beiden Autoren, welches das Buch nebenbei nicht nur zu vergnüglichen Lektüre des Hoffmann-Liebhabers macht, sondern durchaus geeignet ist, diesen Literaten auch dem Leser schmackhaft zu machen, der bislang keinen Zugang zu E.T.A. Hoffmann fand, wird ergänzt durch einen dritten Inhalt des Büchleins, die kongenialen Illustrationen von Stephan Klenner-Otto, dessen zeichnerische Auseinandersetzung mit den phantastischen, skurrilen und teils märchenhaften, dennoch ernsthaften Texten von E.T.A. Hoffmann bereits in vielen Ausstellungen und auch Künstlerbüchern zu sehen waren.

Der Titel erschien als Taschenbuch mit 164 Seiten und ist unter der ISBN 978-3-86813-217-3 für 18 € im Buchhandel erhältlich.

Freitag, 13. März 2026

Schnurrpfeifenkarussell beim BBA

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten am 12. März in der Staatsbibliothek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Dr. Fritz Jüttner, Dr. Dr. Bernd Hesse, Steffen Faust, Abel Doering, Jörg Petzel
Inspirierend und amüsant!

Freitag, 27. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi Kulturwerk „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna Rozenfeld „Knacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Michael Bensman, Ralf Parkner, Fotos © ad

Mittwoch, 18. Februar 2026

Bibliophilen-Abend zu E.T.A. Hoffmann

Der nächste Abend der Berliner Bibliophilen steht in Zeichen von E.T.A. Hoffmann, dem auch die derzeitige Ausstellung „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ im Stabi Kulturwerk gewidmet ist.
Im Zentrum des Abends steht der bei Noack & Block 2025 erschienene Titel „SCHNURRPFEIFENKARUSSELL. E.T.A. Hoffmann. Eine Biografie in Gedichten“ von Bernd Hesse und Jörg Petzel, illustriert von Stephan Klenner-Otto, der von den Autoren vorgestellt wird.
Gäste sind wie immer willkommen.

Ausstellung: 27. Februar – 17. Mai 2026
Berliner Bibliophilen Abend: 12. März 2026, 18 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Freitag, 6. Februar 2026

Glückwünsche an Ralf Parkner zum 75.

Ralf Parkner auf einer Veranstaltung zu E.T.A. Hoffmann in der Staatsbibliothek zu Berlin, 19. August 2025, Foto © ad
Ralf Parkner
, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft seit 1982, aktiv in der der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und leidenschaftlicher Sammler u.a. von Gerhard Goßmann, Günter Kunert, sowie Christoph Meckel, der seine Sammlungen bereits in Ausstellungen zeigte, feiert heute seinen 75. Geburtstag.
Und wenn hier steht: „unter anderem“, so ist das ganz gewiss überaus zutreffend😀!
Herzlichen Glückwunsch!

Donnerstag, 5. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)

Wie kaum ein anderer Schriftsteller ist E.T.A. Hoffmann (*1776, †1822) in seiner Rezeption aufgegangen. Seit über zweihundert Jahren übersetzt man seine Werke in neue Sprachen und Kulturen; seine Texte werden illustriert und in vielfältige Formen übertragen. Noch heute inspiriert sein facettenreiches Werk Künstler aus aller Welt, die sich Hoffmann mit einer besonderen Liebe und Kreativität widmen.
Zur Feier seines 250. Geburtstages würdigt „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ daher die inspirierende Energie einer weltweiten Buchkultur, die seit fast einem Vierteljahrtausend den Blick auf Hoffmann prägt und immer wieder neu erfindet.
Die Ausstellung präsentiert einzigartige Illustrationen und Künstlerbücher, erzählt Geschichten des Exils und des Verlusts und erschließt, mit einem Seitenblick auf den Kater Murr, die Ursprünge des cat contents.

Die Eröffnung findet gemeinsam mit dem Berliner Bibliophilen Abend statt.

Eröffnung: 26. Februar 2026, Grußworten und Einführung des Kurators Dennis Schäfer, um Anmeldung wird gebeten
Ausstellung: 27. Februar – 17. Mai 2026
Gespräch: 4. März 2026, 18 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin / Stabi Kulturwerk
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Sonntag, 25. Januar 2026

Tischkarten für E.T.A. Hoffmann

Steffen Faust gestaltete zum 250. Geburtstag des heute Geehrten Tischkarten zum gemeinsamen Essen der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft.

Ehrung am Grab von E.T.A. Hoffmann

Jörg Petzel, Vors. der Berliner Sektion der Internationalen E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, sprach einführende Worte. Am Ehrengrab bereits ein Kranz des Bürgermeisters.
Zu seinem 250. Geburtstag ehrten gestern Mitglieder der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft und weitere Freunde, u.a. vom Berliner Bibliophilen Abend, mit einer Libation am Grab des Universalkünstlers der Romantik.
Fotos © ad
v.l.n.r.: Ulrich Goerdten, Jörg Petzel, Ralf Parkner, darunter Dr. Dr. Bernd Hesse