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Sonntag, 21. September 2025

Aktionstag rund um „Mein* Morgenstern“

Ein bibliophiles Fest der besonderen Art, das Heidelberg so noch nicht gesehen hat: Nächste Woche Samstag präsentieren der ›Verein für die Schwarze Kunst e.V.‹ und der MDE gemeinsam mit der Büchergilde Gutenberg das wunderbare ›Mein* Morgenstern‹-Projekt in der Heidelberger Büchergilde-Buchhandlung in der Weststadt. Eingerahmt von Druckaktionen werden die Herstellung der außergewöhnlichen Bücher und verschiedene Ausgaben derselben ab 11 Uhr vorgestellt.
Zum 111. Todestag Christian Morgensterns haben der ›Verein für die Schwarze Kunst e.V.‹  und der MDE (Meister der Einbandkunst – Internationale Vereinigung) in Zusammenarbeit mit der Papiermühle Homburg ein vielseitiges, einzigartiges Buchkunstwerk entstehen lassen, das exklusiv von der Büchergilde Gutenberg

(Jürgen Franssen)

27. September 2025

Büchergilde Buch und Kultur
Kleinschmidtstr. 269115 Heidelberg

Donnerstag, 3. Oktober 2024

zweiten Tag in Essen

Rückblick auf den zweiten Tag der diesjährigen Mitgliederversammlung in Essen.
Der Tag startete mit einem Rundgang durch zwei Werkstätten der Folkwang Universität der Künste. In der Buchbinderei zeigte uns Werkstattleiterin Heike Zobel, was die Studenten im Einführungskurs bei ihr anfertigen und einige spannende Abschlussarbeiten, die in der Werkstatt gefertigt wurden. In der Buchdruckwerkstatt bekamen wir durch Werkstattleiterin Annegret Frauenlob ebenfalls gezeigt, auf welche Weise sie ihren Studenten die Welt der analogen Typografie eröffnet und welche Techniken zum experimentellen Hochdruck einladen. Mit vielen tollen Eindrücken und Ideen endete der Vormittag bei einem unterhaltsamen und nachdenklichen Vortrag durch Professor Ralf de Jong.
Prof. Ralf de JongFotos Markus Kohz
(Dr. Jürgen Fransen)

Samstag, 28. September 2024

Mitgliederversammlung des Vereins für die Schwarze Kunst

Was für ein Auftakt gestern zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung in Essen, die an diesem Wochenende stattfindet.
Viele fleißige Hände falzten unter fachlicher Anleitung von Marcus Janssens und  Theresa Wedemeyer die fertig gedruckten Bögen des Morgenstern-Projektes und trugen diese anschließend zusammen. Danke an Heike Zobel, die Werkstattleiterin, die uns dies ermöglichte!
Beim anschließenden Picknick trafen bereits neue Walz-Stipendiatinnen auf »alte Hasen«. Heut geht es weiter im Programm!

(Dr. Jürgen Fransen)

Mitgliederversammlung: 28.–29. September 2024

Folkwang Universität der Künste
Klemensborn 39, Essen

Donnerstag, 29. August 2024

14. Mosbacher Buchmachermarkt

Im Druckmuseum werden Handsatz, Letternguß und Drucktechnik wie zu Gutenbergs Zeiten gezeigt. Die Druckwerkstatt wartet auf kreative Druck-Künstler. Selbstverständlich wird der Verein für die Schwarze Kunst, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wiede mit dabei sein.
Jürgen Franssen, vors. des Vereins für die Schwarze Kunst
Am Samstag findet zeitgleich der Kurpfälzer Brotmarkt statt.. Ein Bücher-[Floh]Markt verbindet zusätzlich am Sonntag die beiden Veranstaltungsorte durch die Fußgängerzone und Marktplatz.

7. und 8. September 

Rathaus Mosbach
und rund ums Druckmuseum im Hospitalhof

Donnerstag, 6. Juli 2023

DAS MODERNE BUCH DER GRAPHISCHEN KÜNSTE DER GEGENWART

Foto © Gute4nberg-Museum Mainz
Ein hoch interessantes und schönes Buch, das von der Heidelberger Universitätsbibliothek digitalisiert wurde: »Der dritte Band hingegen wurde von Ludwig Volkmann (1870–1947), dem damaligen Vorsitzenden des Deutschen Buchgewerbevereins und Organisationsleiter der BUGRA herausgegeben. Ihm gelang es, für die Beiträge jeweils führende Autoritäten zu gewinnen, so etwa für die Kapitel über Buchdruck, Schrift und Schriftguss Friedrich Bauer und für jenes über ›Zeitgemäße Satzherstellung‹ Carl Ernst Poeschel. Den letzten Band zeichnet zudem die Berücksichtigung der aktuellen buchkünstlerischen Tendenzen aus: Zum einen wurden Einbanddecke und Vorsatzpapier von Johann Vincenz Cissarz gestaltet und als Schrift die erst zwei Jahre alte Behrens-Antiqua gewählt, zum anderen geht im letzten Kapitel Hans Loubier ausführlich auf ›Die neue Buchkunst‹ und ihre Vertreter ein.«

(Jürgen Franssen)

Samstag, 10. Juni 2023

Schriftgießerei vor dem Aus?

Mit einer Petition wenden sich Institutionen & Einzelpersonen an Kulturstaatsministerin Frau Roth und die Ministerin Frau Dorn mit der Bitte, ihren Einfluss geltend zu machen und sich für den Erhalt der Schriftgießerei Gerstenberg im HIK oder an einem anderen Ort einzusetzen.
In Darmstadt arbeitet die letzte kommerzielle Schriftgießerei der Welt im Haus für Industriekultur, einer Außenstelle des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt. Anfang des Jahres hat der Besitzer Rainer Gerstenberg angekündigt, dass er den Betrieb der Schriftgießerei nach 26 Jahren im HIK aus Altersgründen einschränken will. Die Museumsleitung hat ihm daraufhin angewiesen, die Betriebsräume zum 31.12.2023 zu räumen. Herr Gerstenberg hat angeboten, dem HLMD seine Werkstattausstattung mit allen Maschinen, Gussformen und weiterem Zubehör & Material als Schenkung zu überlassen. Außerdem hat er angeboten, die Werkstatt ehrenamtlich zu weiter zu betreiben und ggf. einen Nachfolger einzuarbeiten. Das wurde mit der Begründung abgelehnt, die Fläche würde für andere Zwecke gebraucht.

Dr. Jürgen Franssen, Vorsitzender des Vereins frür die Schwarze Kunst, sagt dazu: "Hier geht es um mehr, als ›nur‹ um den Erhalt einer bedeutenden Handwerkstechnik. Es geht um die Bewahrung eines bedeutenden nationalen, europäischen und, wenn man so will, auch internationalen Kulturerbes und dessen Weitergabe an die nächsten Generationen. Es geht darum, eine kulturpolitische Schande zu vermeiden, damit nicht wieder am Ende ein heuchlerisches Wehklagen gerade von jenen relevanten politischen und kulturpolitischen Personen und Institutionen erschallt, die jene Schande aktuell noch verhindern können. Es gibt Ideen und Konzepte, dies abzuwenden, deren Umsetzung muss von den Entscheidungsträgern nur gewollt werden."

Mittwoch, 5. April 2023

Drucken! Gutenbergs Europa

Endlich mal wieder eine umfassende Ausstellung zum frühen Buchdruck, wenn auch in Frankreich und nicht hierzulande. So ist das nun mal mit unserem Kulturbewusstsein.
In gut einer Woche wird in Paris eine hochinteressante Ausstellung zum frühen Buchdruck eröffnet, die bis zum 16. Juli besucht werden kann. Was bisher auf der Website und in einem recht ausführlichen zu lesen ist, klingt sehr vielversprechend. Die Ausstellung behandelt demnach nicht nur Gutenberg (es werden erstmals beide Bibeln der BnF gezeigt) und seine Erfindung, sondern präsentiert auch die Vorläufer des europäischen Buchdrucks in China und Korea (das Jikji ist zu sehen), befasst sich mit der rasanten Verbreitung der Technik im 15. Jh. und der damit verbundenen enormen Innovationskraft der damaligen Zeit, der Rolle von Frauen, der Einführung des Farbdrucks und von Illustrationen, der Entwicklung des ›modernen‹ Buches in den Jahren um 1500 und generell mit den sozialen Folgen für die damalige Zeit. Endlich mal eine Ausstellung, die das Thema umfassend beleuchtet und den Buchdruck in seinem Kontext der Öffentlichkeit präsentiert.
Geradezu wohltuend ist die Klarstellung in Bezug auf die oft zu hörende oder zu lesende ungenaue Aussage ›Gutenberg erfand den Buchdruck um 1450‹: »Dieser Satz muss jedoch in einigen Nuancen geändert werden. Einerseits tauchte der Buchdruck in Asien (China, Korea und Japan) bereits im siebten Jahrhundert auf. Auf der anderen Seite ist die Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern in Europa ein langer Prozess, und Gutenberg war kein einsames Genie. Im Gegenteil, er verstand es, sich mit kompetenten Technikern und Kaufleuten zu umgeben und sich von bereits bestehenden technischen Prozessen inspirieren zu lassen.
Und wenn die Veröffentlichung der Bibel durch Gutenberg ausschlaggebend war, dann geschah die Entwicklung des Buchdrucks tatsächlich über mehrere Jahrzehnte.« 
Sehr lobenswert, und so eine Ausstellung würde ich auch gerne mal in Deutschland sehen. Es wird übrigens auch ein Katalog erscheinen.

(Jürgen Franssen)

Imprimer! (Katalog)
260 Seiten, 180 Abbildungen, 22,5 × 30 cm,
BfN, Paris 6. April 2023
49 €

Ausstellung: 12. April - 16. Juli 2023

Bibliothèque François-Mitterrand – Galerie 2
Quai François Mauriac, 75706 Paris Cedex 13

Montag, 16. Januar 2023

Briefmarke mit dem Verein für die Schwarze Kunst

Der Verein der Druckwerkstatt Mosbach hat sich für ihre Weihnachtspost etwas Besonderes einfallen lassen. Karl Kretschmer hat den Vorsitzenden des Vereins für die Schwarze Kunst Jürgen Franssen auf einer Briefmarke abgebildet, die ihn beim Gießen von Buchstaben auf dem 13. Buchmachermarkt in Mosbach zeigt.

Dienstag, 30. August 2022

endlich auch in Heidelberg-Neuenheim

Bücherflohmarkt: 16. Oktober 2022

Neuenheimer Marktplatz
(bei schlechtem Wetter im Bürgerzentrum)
Lutherstr. 18, 69120 Heidelberg

(nach einer Information von Jürgen Franssen)

Mittwoch, 3. August 2022

Sichtbarmachung des Sichtbaren

Gestaltung: Lilith Zachwieja & Erik Spiekermann
Das Projekt "Sichtbarmachung des Sichtbaren", die Open Access-Zugänglichmachung des typografischen Kulturerbes Berlins ist erstellt. Bei der Katalogisierung der Sammlung an Schriftproben – also jener Musterbücher mit einem Umfang von wenigen Blättern bis zu vielen hundert Seiten, die Gießereien und Druckereien zur Vermarktung ihres jeweiligen Angebots an Schriften, Zeichen und Zierelementen dienten – bargen die größten Überraschungen die auswärtigen Unternehmen, die von Berliner Gießereien und namentlich der Kreuzberger H. Berthold AG gezielt akquiriert werden sollten.

Es wurden anstelle der 220 ursprünglich vorgesehenen Berliner Schriftproben aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin und der Kunstbibliothek 326 Exemplare mit einem Gesamtvolumen von 26.309 Seiten digitalisiert. Hinzu kommen 201 Schriftmusterbücher aus den Sammlungen des Berliner Technikmuseums mit weiteren 36.820 Aufnahmen sowie die Digitalisate der mehr als 300 von der Erik Spiekermann Foundation hergestellten Papierandrucke von einigen der erfolgreichsten Schriftfamilien der für das Projekt zentralen H. Berthold AG – Akzidenz-Grotesk, Block und Fanfare – in mehreren Versionen, Schriftschnitten und -graden.

Um diese hier nur angedeuteten Dimensionen systematisch auszumessen, organisierte das Projektkonsortium gemeinsam mit seinem wissenschaftlichen Beirat, Katharina Walter (Humboldt-Universität zu Berlin), den Pirckheimern Jürgen Franssen (Verein für die Schwarze Kunst) und Dan Reynolds (Hochschule Niederrhein) – vom 10. bis 11. Juni 2022 in den Räumen des Deutschen Technikmuseums einen öffentlichen Workshop. Mit dem Abschluss des Verbundprojekts der Staatsbibliothek zu Berlin ist jedenfalls ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung von Typographie als Bestandteil des schriftlichen Kulturerbes erreicht.

(Christian Mathieu)

Montag, 11. Juli 2022

1. Druckfestival ›Hot Printing‹

Das erste Druckfestival ›Hot Printing‹ in Offenburg ist erfolgreich zu Ende gegangen.
Wie bereits berichtet, haben daran auch viele Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft teilgenommen, darunter Thomas Siemon und Julienne Jattiot von Carpe Plumbum, ‹usus› mit Uta Schneider & Ulrike Stoltz, Dr. Jürgen Franssen mit dem Verein für die Schwarze Kunst und, wie bereits berichtet Brigitte Iseli-Neustäbler, die zu diesem Anlass eigens ein Exlibris schuf.
Neben den Druckpräsentationen der Aussteller gab es zahlreiche Workshops, bei denen ein breites Spektrum von Drucktechniken vorgeführt und von den Besuchern ausprobiert werden konnte.
Gedruckt wird mit allem, was sich eignet: professionell mit meist historischen Handdruckmaschinen, aber auch Experimentell mit Tetrapack, Nudelholz, Agar-Agar-Platte, Kartoffeln und Alufolie. Vorführungen lockten auch in die Druckwerkstatt im Bernardbau und das Museum, das Haus der Stadtgeschichte und der Bund Offenbacher Künstler boten Ausstellungen.
Nicht nur den teilnehmenden Druckern und Druckkünstlern sei gedankt, sondern auch der Leiterin des Museums für Buch- und Druckkunst Dr. Dorothee Ader und ihrem Team. Damit schaffte die Veranstaltung eine weitere wichtige Verbindung zwischen Druckkünstlern und Interessierten.