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Montag, 2. September 2013

Neue Geschäftsführerin bei der Stiftung Buchkunst

Katharina Hesse kommt als neue Geschäftsführerin – Renate Stefan als Fachbeirätin der Stiftung Buchkunst

Renate Stefan
Katharina Hesse wird neue Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst. Seit 1998 arbeitet Katharina Hesse mit dem SCHÖNSTEN Produkt der Welt. Ob als Buchhändlerin, als Organisationsleiterin am mediacampus frankfurt oder zuletzt als Geschäftsführerin des reinen eBook verlegenden e-Lectra Verlags – einem Verlag, der sich die Bereicherung digitaler Bücher zur Aufgabe gemacht hat. Sie folgt zum 1. November auf Alexandra Sender, die die Stiftung Buchkunst aus privaten Gründen auf eigenen Wunsch verlässt, um zu neuen Aufgaben in anderen schönen Kontexten aufzubrechen.
Katharina Hesse
In beratender Funktion steht der neuen Geschäftsführerin zukünftig Renate Stefan als Fachbeirätin zur Seite. Sie arbeitet seit Anfang der 80er Jahre als Herstellerin und leitete die Abteilungen im Berlin und Aufbau Verlag. Seit Anfang 2012 verantwortet sie die Herstellung für den Verlag DIE ANDERE BIBLIOTHEK, in dem seit ihrer Übernahme jede Neuerscheinung in einem besonderen »Kleid« erscheint. Zahlreiche von Renate Stefan gestaltete und hergestellte Bücher erhielten die Auszeichnung »Eines der schönsten deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst und sie fungierte mehrfach als Jury-Mitglied im nationalen, wie internationalen Wettbewerb der Stiftung.

Freitag, 6. Juni 2014

Katharina Hesse zur Zukunft des Buches

In der Frankfurter Rundschau beantwortete Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, anläßlich der Vorstellung der 25 „Schönsten deutschen Bücher“ 2014 Fragen zum "Schönen Buch", äußerte sich zu der Bedeutung des Haptischen in der digitalen Welt, der Nützlichkeit von Schlichtheit, den Vorteile von Printmedien und der Zukunft des Buches. Als Fazit ihrer Anmerkungen steht die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Buches: "Ich verteufle nichts, aber ich kenne eben doch auch niemanden, der sagen würde: Ich lese nie wieder ein gedrucktes Buch."

... gesamten Artikel lesen.

Dienstag, 3. Mai 2016

„Öl in die Lebenslampe“ – Goethe als Sammler

Am 5. April 2016 wurde in der Stadtbücherei Ingolstadt die Ausstellung der „Schönsten Deutschen Bücher 2015“ eröffnet. Die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Frau Katharina Hesse, gewährte in ihrem Vortrag kleine Einblicke in Auswahlverfahren und Jury-Sitzungen. Auch die Lokalpresse hatte über die Veranstaltung berichtet. Zum Abschluss der Ausstellung am 29. April war nun der Pirckheimer Dieter Lehnhardt aus Hüttenberg bei Wetzlar angereist, um über „Goethe als Sammler“ zu berichten. Sein Vortrag trug den Titel „Öl in die Leselampe“ – eine Formulierung, die Goethe höchstselbst 1819 in einem Brief verwendet hatte, als er nach 44-jähriger Suche endlich den Kupferstich „Tod Mariae“ von Martin Schongauer erwerben konnte: „Die Kupfer die sie schon kennen machen mir viel Freude. Es ist immer wie Öl in die Lebenslampe, wenn man so außerordentliche Thätigkeiten auch nur im Widerglanz erblickt“.
Fotos © Dieter Lehnhardt
In einem rund neunzigminütigem, und dennoch äußerst kurzweiligen Vortrag präsentierte Lehnhardt die schier unfassliche Sammlung des Dichterfürsten vor einem interessierten Publikum, zeigte viele Beispiele, und führte anhand des Grundrisses des Hauses am Frauenplan in Weimar durch die einzelnen Räume und die jeweiligen in ihnen befindlichen Sammlungsstücke. Die Folie mit dem „summary“ der Sammlung raubte schier den Atem: unter anderem 12.000 Kupferstiche und Zeichnungen, 4.000 Münzen und Medaillen, 8.700 Gemmen, Kameen und Abdrücke, 17.800 Mineralien, 2.500 Autographen, 10.000 Briefe ... auch Schädel von Menschen, eines Löwen und eines Elefanten, aber „nur“ 7.500 Bücher – eine Arbeitsbibliothek, ein ausgesprochener Büchersammler war Goethe eher nicht. Für mich war der Vortrag Anlass genug, Lehnhardts Beitrag in seinem zusammen mit Klaus Walther herausgegebenem Buch „
Haben Sie das alles gelesen?“ über seine Büchersammlung und ihren Mittelpunkt „Goethe“ noch am selben Abend, nach der Heimkehr aus Ingolstadt, wieder zu genießen.
(Matthias Haberzettl)

Donnerstag, 19. Januar 2017

Schön, schöner, am schönsten

Anhand prämierter Werke der Ausstellung „50 Jahre – 50 Bücher“ widmet sich Katharina Hesse in ihrem Vortrag der Stiftung Buchkunst und gibt einen Einblick über deren Wirken seit einem halben Jahrhundert, wird Einblicke in die Veränderungen der Buchkunst geben und Trends und die Bedeutung von technischen Innovationen bei der Gestaltung und Produktion der schönen Bücher erläutern.
Die Veranstaltung Stuttgart bildet den gemeinsamen Auftakt der 56. Stuttgarter Antiquariatsmesse und der 31. Antiquaria Ludwigsburg.

Stuttgarter Antiquariatsmesse: 27. - 29. Januar 2017
Antiquaria Ludwigsburg: 26. - 28. Januar 2017
Vortrag: 23. Januar 2017, 20 Uhr, Literaturhaus Stuttgart

Mittwoch, 13. Januar 2016

50 Jahre Stiftung Buchkunst

"50 Jahre im Einsatz für das schöne Buch. Viele Schönste sind in der Vergangenheit durch die Hände der Stiftung gegangen. Wir freuen uns im Jubiläumsjahr ganz besonders darauf, wieder die 25 Schönsten deutschen Bücher und die drei Förderpreise zu suchen, zu finden und sie hochleben zu lassen. Denn die Bücher, hervorragend in Konzeption, Gestaltung und Produktion, sind natürlich auch im Jubeljahr der Kern aller Stiftungsaktivitäten"
(Katharina Hesse, Geschäftsführerin)
Die Stiftung Buchkunst begleitet kritisch die deutsche Buchproduktion mit dem Ziel, die Qualität des Buchs in technischer und künstlerischer Hinsicht zu fördern. Hauptaufgabe der Stiftung ist seit 1991 der Wettbewerb "Die Schönsten deutschen Bücher", ein Auftrag, den sie mit dem Ende der DDR übernommen hat - dieser weltweit einzigartige internationale Buchgestaltungswettbewerb "Schönste Bücher aus aller Welt" wurde bis dahin seit 1963 in Leipzig ausgetragen. Die Stiftung beruft zur Preisvergabe eine unabhängige Fachjury ein, die Bücher des aktuellen Jahrgangs nach Konzeption, Gestaltung, Satz, Druck, Bild und Einband prüft und die Auszeichnungen vergibt.
Der Preis der "Schönsten deutschen Bücher 2016" wird an 25 Büchern vergeben. Diese sind gleichzeitig die Nominierungen für den "Preis der Stiftung Buchkunst", der für den Siegertitel der schönsten deutschen Bücher vergeben wird. Zur Nominierung für 2016 können Titel eingereicht werden, die zwischen dem 1. April 2015 und dem 31. März 2016 erschienen sind. Außerdem wird der "Förderpreis für junge Buchgestaltung" außergewöhnliche, neue Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen – und damit Entwicklungen im Medium Buchgestaltung – aufspüren und Impulse für morgen sowie Qualität von heute sichtbar machen. Hier steht die Idee im Vordergrund und studentische Arbeiten sind herzlich willkommen! Der Einsendeschluss ist der 31. März 2016.

Dienstag, 4. März 2014

Preisverleihung "Schönste Bücher aus aller Welt"

Seit 1963 findet in Leipzig jährlich der Wettbewerb »Schönste Bücher aus aller Welt« statt. Waren es anfangs Bücher aus 20 Ländern, die an dieser internationalen Leistungsschau herausragender Buchgestaltung und Herstellung teilnahmen, konkurrieren heute Bücher aus über 30 Ländern um die begehrten Auszeichnungen des Wettbewerbs. Alle Einsendungen sind am Stand ausgestellt.
Die Preisverleihung 2014 findet wieder traditionsgemäß am Buchmessen-Freitag am Stand der Stiftung Buchkunst statt. Hierzu laden wir alle herzlich ein!
Programm
- Begrüßung Karin Schmidt-Friderichs, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Buchkunst
- Einführung Michael Faber, Bürgermeister und Beigeordneter für Kultur der Stadt Leipzig
- Preis der Deutschen UNESCO-Kommission Verleihung durch Herrn Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Koramission e.V.
- Der Wettbewerb »Schönste Bücher aus aller Welt« Vorstellung durch Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst und Jurymitglied Manja Hellpap
- Verleihung der »Goldenen Letter«, Medaillen und Urkunden Michael Faber
- Anschließend findet ein kleiner Empfang statt

Preisverleihung: 14. März 2014,16 Uhr

Halle 3, Stand G 600

Samstag, 26. März 2016

Die Schönsten Deutschen Bücher 2015

Foto: © Uwe Dettmar, Frankfurt am Main
Wie schon im vergangenen findet in der Stadtbücherei Ingolstadt eine in Zusammenarbeit mit der Pirckheimer-Gesellschaft ausgerichtete Präsentation der von der Stiftung Buchkunst gekürten "Schönsten deutschen Bücher 2015" statt. Die Leiterin der Bibliothek Heike Marx-Teykal wird die Ausstellung eröffnen, Kulturreferent Gabriel Engert hält das Grußwort. Anschließend spricht Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst über das Thema „Warum schöne Bücher schön sind und wie sie gefunden werden“. Die bayerische Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft wird am Eröffnungsabend teilnehmen und die Bücher im Dachgeschoss der Bücherei im "Herzogskasten" näher in Augenschein zu nehmen.

Voraussichtlich gibt es aus dem Augsburger Raum für diesen Abend eine Mitfahrgelegenheit bei Matthias Haberzettl – bitte hier melden.

Ausstellung: 5. - 30. April 2016

Stadtbücherei Ingolstadt
Hallstraße 2–4, 85049 Ingolstadt

Dienstag, 1. November 2022

Die Schönsten Deutschen Bücher 2022

In einer Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abend stellt Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst und Nils Kahlefendt, Repräsentant der Stiftung in Leipzig und Macher des Podcasts »Leipzigs Neue Seiten«, die Schönsten Deutschen Bücher 2022 vor.
© Foto: Gert Mothers / Gaby Gerster
Wie schon in den Vorjahren wurden auch 2022 mehrere Titel des Leipziger Verlags Spector Books ausgezeichnet. Auch der mit 10.000 Euro dotierte »Preis der Stiftung Buchkunst« geht diesmal dorthin für das Buch »Babyn Yar«, herausgegeben von Nick Axel und Nicholas Korody und gestaltet von Larissa Kasper, Rosario Florio und Samuel Bänziger. Es dokumentiert die Erforschung des Massakers von Babyn Yar, wo 1941 über 33.000 Kiewer Juden durch die nationalsozialistischen Besatzer getötet wurden. In der Mitte des Buches stehen auf 39 Seiten in winziger Schrift und engen Spalten die 28.016 bekannten Namen der Getöteten.

8. November 2022, 18.30 Uhr

Literaturhaus Leipzig / Haus des Buches
Literaturcafé

Freitag, 16. Dezember 2016

Fünf Jahrzehnte Schönste Bücher

Dieser Titel hätte selbst Beachtung als Schönstes Buch finden können: Der Jubiläumsband zu fünf Jahrzehnten Schönste Bücher: "50 Jahre Stiftung Buchkunst".
Vorgestellt wird das Wirken der Stiftung Buchkunst, die seit Gründung im Jahre 1966 die "Schönsten Bücher" kürt, ein Wettbewerb, der bis dahin nach einem auf drei Jahre begrenzten Start von der Deutschen Buchkunststiftung (1930 - 1932) und später vom Börsenverein (ab 1951) und in der DDR vom Leipziger Börsenverein (ab 1952) ausgerichtet wurde. 6 Monate vor dem Beitritt der DDR wurde dann in Wiesbaden beschlossen, dass die Stiftung Buchkunst diesen Wettbewerb für das Gesamtgebiet der BRD und der DDR ausschreibt.
Fotos: Abel Doering
Der von Hans-Heinrich Ruta gestaltete Jubiläumsband stellt auf 240 Seiten 50 Jahre Arbeit für das schöne Buch der Stiftung Buchkunst (und damit ausschließlich für die damalige BRD) ab 1966 vor, jedes Jahr auf zwei Doppelseiten, eine zeigt den jährlichen Katalog mit Informationen zu dessen Gestalter und ein Zitat aus dem jeweiligen Jahr. Auf der zweiten Doppelseite ein Blick in den Katalog. Anschließend wird die Ausstellung "50 Jahre - 50 Bücher" vorgestellt, die aus jeweils einem prämierten Buch der vorangegangenen 50 Jahre aus der BRD zusammengestellt wurde und die von Oktober bis Dezember 2016 in Frankfurt/M. zu sehen war.
Begrüßenswert wäre, wenn auch eine Auswahl der "Schönsten Bücher der DDR" enthalten wäre - immerhin hatte die DDR-Buchproduktion ein internationales Renommee und nach einem viertel Jahrhundert sollte nicht ganz unberücksichtigt bleiben, dass das Engagement für das schöne Buch nicht nur in der BRD, sondern in ganz Deutschland beindruckende Ergebnisse hervorbrachte.
Der Zusammenstellung geht neben einem Vorwort von Katharina Hesse eine ausführliche Darstellung der Geschichte der "Schönsten Bücher" von Wolf D. v. Lucius voraus, abgeschlossen wurde das Ganze durch einen aussagekräftige Auflistung aller "Bestseller" der "Schönsten Bücher", u.a. von Verlagen, Gestaltern, Papierherstellern bis zu Druckereien.
Das für mich schönste und auch hervorstechendste Merkmal des Bandes ist der ungewohnte Lamello-Einband von Kösel (Altusried) - angenehm in Optik, Haptik und Handhabung. Hierbei wurden einzelne Kartonstreifen verklebt, die mit den Rillen dem Festeinband Flexibilität geben ohne ihn zu brechen, wie auf dem Foto zu erkennen.
(ad)

50 Jahre Stiftung Buchkunst
Ein Jubiläumsband zu fünf Jahrzehnten Schönste Bücher und zur Sonderausstellung 2016
(Der von
Kösel GmbH gestiftete Band ist vergriffen)

Freitag, 14. Oktober 2016

50 Jahre Stiftung Buchkunst

Schöne Bücher! Die Stiftung Buchkunst (Frankfurt/M, Leipzig) feiert 2016 ihren 50. Geburtstag! 50 Jahre Einsatz für das schöne und schönste deutsche Buch, für Bücher, die hervorragend in Konzeption, Gestaltung und Produktion sind. Gefeiert wird auf der Frankfurter Buchmesse mit einem Jubiläumsprogramm, mit einer limitierten Jubiläums-Festschrift und einer Frankfurter Sonderausstellung mit prämierten Bücherperlen der letzten fünf Jahrzehnte.
Mit der Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Katharina Hesse, sprach hr2 über fünf Jahrzehnte deutsche Buchproduktion, über längst vergessene Trends der Buchgestaltung, zeitlose Meisterwerke und die Visionen von morgen. Das fast 7minütige Interview kann durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.
(© hr2, 13.10.2016)

Mittwoch, 29. Mai 2024

Same bold stories?

Schriftgestaltung von Frauen und Queers im 20. und 21. Jahrhundert.
Lange Jahre wurde die Geschichte der Schriftgestaltung und Typografie aus einem rein männlichen Blickwinkel erzählt. Nun wendet sich die Forschung zunehmend auch den Frauen und Queers im Bereich von Schriftgestaltung zu, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schriftherstellung tätig waren, ohne dass sie wirklich zu Sichtbarkeit gekommen sind.

Die Ausstellung „Same bold stories?“ macht sich zur Aufgabe, die historische schriftbezogene Sammlung des Klingspor Museums (1900 – 1950) nach ihren weiblichen Positionen zu durchforschen und die Geschichtsschreibung in Bezug auf Schriftgestaltung zu ergänzen. Wenige Frauen wie Anna Simons, Erika Giovanna Klien oder Gudrun Zapf-von Hesse erlangten einen größeren Bekanntheitsgrad. Daneben gibt es aber zahlreiche Schülerinnen der Schriftklassen bei Rudolf von Larisch in Wien und Rudolf Koch in Offenbach, die als marginalisierte Positionen in der Sammlung enthalten sind und jetzt aufgearbeitet werden. Ausgehend von den neu beachteten weiblichen Positionen der Vergangenheit wird sich die Ausstellung den zahlreichen zeitgenössischen Frauen und Queers im Typedesign widmen, unter anderem Hannah Witte, Guilia Boggio, Katharina Koch und Charlotte Rohde.

Das Konzept der Ausstellung ist in Kooperation des Klingspor Museums mit dem Grafikdesign-Duo Turbo Type und dem feministischen Kollektiv +FEM entstanden. Statt eine chronologische Erzählung von Frauen und Queers im Type Design abzubilden, nimmt sich die Ausstellung den Begriff Messy History als Grundlage, bestehende Erzählweisen aufzubrechen. Unterrepräsentierte Positionen, die sich an der Schnittstelle zwischen historischer Unsichtbarkeit und Emanzipation verorten lassen, bilden hierbei den thematischen Fokus. Ein Katalog zur Ausstellung bietet eine informative Erweiterung durch Artikel und Interviews mit zeitgenössischen Type Designer wie Teal Triggs und Nadine Chahine und verdeutlicht, dass Geschichtsschreibung selten vollständig ist.

Eröffnung 19. Juli 2024
Ausstellung 20. Juli – 24. November 2024

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Freitag, 2. August 2024

Same Bold Stories?

Lange wurde die Geschichte der Schriftgestaltung und Typografie aus einer rein männlichen Perspektive wiedergegeben. Nun widmet sich die Forschung im Bereich der Schriftgestaltung zunehmend auch den Frauen, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schriftherstellung tätig waren, ohne wirklich sichtbar geworden zu sein.
Design: Paula Heinrich
Die Ausstellung „Same Bold Stories?“ macht es sich zur Aufgabe, die historische schriftbezogene Sammlung des Klingspor Museums (1900 – 1950) nach diesen weiblichen Positionen zu durchforschen und die Geschichtsschreibung der Schriftgestaltung um ihre Biografien und Werke zu ergänzen. Nur wenige Frauen wie Anna Simons, Erika Giovanna Klien oder Gudrun Zapf-von Hesse erlangten bereits zu Lebzeiten größere Bekanntheit. Daneben gibt es Schriftgestalterinnen wie Elizabeth Friedländer, Ilse Schüle, Anna Maria Schildbach, Maria Ballé und zahlreiche Schülerinnen, etwa der Schriftklassen Rudolf von Larischs in Wien und Rudolf Kochs in Offenbach, die in der Sammlung enthalten sind und nun erstmals in den Fokus rücken.

Ein Begleitband zur Ausstellung erscheint am 23. August und bietet eine informative und theoretische Erweiterung zu den ausgestellten Arbeiten. Durch Artikel und Interviews mit zeitgenössischen Akteurinnen der Type Szene, wie ALT.tf, Nadine Chahine, Katharina Koch, Laura Meseguer oder Teal Triggs wird auch hier deutlich, dass Geschichtsschreibung selten lückenlos ist und Leerstellen, wenn überhaupt, nur durch die bewusste Auseinandersetzung mit ihnen geschlossen werden können.

Ausstellung: 20. Juli - 24. November 2024

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Donnerstag, 19. Mai 2016

IV. Schriftenfest Dresden 2016

Zum Schriftenfest Dresden 2016 werden wieder interessante Beiträge erwartet.
Martin Majoor beschäftigt sich seit gut dreißig Jahren mit Schriftgestaltung. Bei seiner Arbeit als Grafikdesigner am Musik Zentrum Vredenburg in Utrecht musste er 1988 feststellen, daß die Schriften auf dem Computer weder Mediävalziffern noch Kapitälchen oder Ligaturen enthielten, worauf er sich entschloss, selbst eine Schrift zu entwerfen.
Ferdinand Ulrich arbeitet an Projekten wie dem Werk von Gudrun Zapf. Mit seinem Vortrag und einer Ausstellung wird das Lebenswerk von Gudrun Zapf von Hesse einem erweiterten Kreis zugänglich machen.
Der Buchdruck und die begleitenden Techniken – Stempelschnitt etc.− haben unsere Kultur entscheidend verändert. Eine Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin untersuchte, welche Relevanz der Buchdruck in einer Zeit hat, in der mit anderen Mitteln wirtschaftlicher und schneller bei gleicher Qualität gedruckt werden kann - Katharina Walter berichtet darüber.
Eckehart SchumacherGebler würdigt den tatsächlichen Urheber der irrtümlich ›Janson-Antiqua‹ genannten Schrift, die Nicholas Kis (sprich Kisch) vor über 300 Jahre in Amsterdam geschnitten hatte und stellt neue Forschungsergebnisse vor, nicht zuletzt begründet durch die Tatsache, daß die Jahrhunderte alten Matrizen bis 1919 zur Offizin Drugulin gehörten.
Friedrich Forssman widmet seinen Vortrag dem, was da manchmal bei der Buchgestaltung im Argen liegt: Die vielfach fehlende Einheit von Inhalt und Form. Statt dessen findet sich vernachlässigte Detailtypographie, sinnentstellende oder hässliche Trennungen, dazu schlechte Gliederung. Design statt Lesekomfort ...

Tagung: 18. und 19. Juni 2016

Offizin Haag-Drugulin Dresden
Großenhainer Straße 11a
01097 Dresden – (im Gebäude der früheren Schriftgießerei Typoart)