Sonntag, 12. Januar 2025

Marc Berger - BBA 120

Auch Marc Berger, dessen Ausstellung "Keine Bilder" beim Kulturverein Templin Mitglieder und Gäste des Berliner Bibliophilen Abend heute besuchten, zählte zu den Gratulanten anläßlich des 120jahrigen Bestehens dieser regionalen bibliophilen Vereinigung. Und er überreichte den Teilnehmern der heutigen Exkursion nach Templin eine eigens in einer Auflage von 33 Exemplaren zum Stiftungsfest geschaffene Typographik mit Holzlettern im Vierfarbdruck.
Marc Berger, BBA 120, Battgröße 29,7 x 2927 cm

Ein Blatt zum Stiftungsfest des Berliner Bibliophilen Abend

Die Graphik zum 120jährigen Gründungsjubiläum des Berliner Bibliophilen Abend wurde von der Schweizer Künstlerin Brigitte Neustäbler geschaffen.

Das Blatt zeigt sinnbildlich den geschundenen, aber lebendigen Stamm eines Ginkgos, ein Symbol der Langlebigkeit, mit einer auf ihm ruhenden Eule, die seit Jahrtausenden für Weisheit steht.
Das verweist auf die Geschichte der Vereinigung: Eine erfolgreiche Entwicklung dieser am 12. Januar 1905 gegründeten regionalen Vereinigung der Gesellschaft der Bibliophilen (gegr. 1899) wurde 1936 durch die Nazis aufgrund ihrer weitgehend jüdischen Mitglieder abgebrochen. 1954 erfolgte die Neugründung in Westberlin, ab 1990 war dann allen Berliner Bibliophilen eine Mitgliedschaft möglich. Vor zwei Jahren stand der BBA wieder kurz vor einer Selbstauflösung, das konnte abgewendet werden und der BBA zeigt wieder zaghaftes Wachstum.

Der Holzschnitts erschien exklusiv für Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend in einer einmaligen Auflage von 30 nummerierten und signierten Exemplaren in der Blattgröße A4.

Samstag, 11. Januar 2025

Jahresempfang 2025 der Staatsbibliothek zu Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin und der Verein der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin laden alle Mitglieder zu einem Jahresempfang ein.

Stephan Schütz (gmp Architekten) referiert zu "Staatsbibliothek zu Berlin - Das Haus Potsdamer Straße zwischen Bewahrung und Fortentwicklung)

28, Januar 2025, 18:30 Uhr
Anmeldung bis 23. Januar 2025

Staatsbibliothek zu Berlin
Haus II, Otto-Braun-Saal
Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Freitag, 10. Januar 2025

graphische Beilage der Marginalien #255

Obwohl noch immer nicht bei mir eingetroffen, da offensichtlich im Nirwana der Deutschen Post verschollenen, kann ich hiermit dank eines Pirckheimer-Freundes die Abbildung der wunderbaren originalgraphischen Beilage für Mitglieder des letzten Heftes der Marginalien nachreichen, den Holzschnitt „K+S“ (Karnickel und Schlange) des Weimarer Künstlers Walter Sachs.
Übrigens, falls ein Heft wie bei mir, mal verloren geht, kann man als Mitglied der Pirkheimer-Gesellschaft eine Ersatzlieferung anfordern - danke!

Donnerstag, 9. Januar 2025

P.F. 2025 von Rainer Ehrt

Solange der Ausgang
einer gefährlichen Sache
nur noch zweifelhaft ist,
solange nur noch die
Möglichkeit, dass er ein
glückhafter werde, vor-
handen ist, darf an kein Zagen
gedacht werden, sondern
bloß Widerstand,
wie man am Weiter nicht
verzweifeln darf, solange
noch ein blauer Fleck
am Himmel ist.

Schopenhauer

Mittwoch, 8. Januar 2025

... von mir aus

einen – trotz allem – zuversichtlichen Sprung ins neue Jahr wünscht das Deutsche Buch- und Schriftmuseum!

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum zeigt in einer Foyerausstellung „... von mir aus“ – papan an papan. Ein Leben in Postkarten.

Manfred von Papen – alias papan – lässt uns, nachdem er Jahrzehnte für ein Massenpublikum gezeichnet hat, einen persönlichen Blick in sein Leben als Cartoonist werfen: mit an sich selbst adressierten und gezeichneten Postkarten. Eine augenzwinkernde Ode an das Leben, ein Prost auf das neue Jahr und ein mal ironischer, mal gesellschaftskritischer Blick auf unsere merkwürdige Welt.

(Dr. Stephanie Jacobs)

Eröffnung: 12. Januar 2025, 11 Uhr, zur Matinee spricht papan mit seinem Cartoon-Kollegen BECK

Deutsche Nationalbibliothek
DBSM
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

„Jeder baut eine Schachtel“

In Fortsetzung des Workshops „Jeder bindet sein Buch selbst“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Fortsetzung „Eine Schachtel selber bauen“ vorgeschlagen.
Ingo Cesaro, Stefan Cseh und Hendrik Liersch
Der Verein „Regionale Kunstförderung Kronach e. V.“ hat zum Workshops für traditionelles Handwerk den Buchbindermeister Stefan Cseh aus Forchheim eingeladen, seine Handwerkskunst weiter zu vermitteln.
Stefan Cseh arbeitet seit den 70iger Jahren mit Ingo Cesaro zusammen, entwickelt spezielle Leporellos für ihn und führte schon Papierschöpf-Kurse in Lauenstein und Stockheim durch.

Anmeldung unter https://lucas-cranach-campus.de/fablab

23. Januar 2025, 16 Uhr

FabLab
Hochschule Coburg
Kronach, Güterstraße 7

Dienstag, 7. Januar 2025

Exkursion „120 Jahre Berliner Bibliophilen Abend“

handgedruckte Lesezeichen
von Bernd Friedrich, 2024, mit
einem Klischee, welches schon
zum 100sten Gründungstag
des BBA Verwendung fand,
Aufl. 35 n.n. Expl.
Der Berliner Bibliophilen Abend wurde am 12. Januar 1905 gegründet.

Anlässlich des Stiftungsfestes werden Mitglieder und Freunde dieser regionalen bibliophilen Vereinigung am 12. Januar 2025 eine Exkursion nach Templin unternehmen.

Wir starten mit der Regionalbahn RB12 um 10:48 Uhr in Ostkreuz, ein Zustieg ist 11:23 in Oranienburg möglich.
Wer mit dem Auto kommen möchtet, kann direkt zu 13 Uhr zur Gaststätte Grünling in Templin kommen, wo wir uns zu einem gemeinsames Mittagessen treffen und Mitglieder des BBA eine Graphik aus Anlass des Stiftungsfestes erhalten.
Um 15 Uhr werden wir dann die Ausstellung “Keine Bilder” von Marc Berger des Kulturvereins Templin im Neuen Rathaus, Prenzlauer Allee 7, besuchen, der uns einen Überblick über das aktuelle typographische Schaffen gibt. Marc Berger hat ebenfalls eine Überraschung für die Teilnehmer der Exkursion vorbereitet.

Nichtmitglieder sind zur Teilnahme an der Exkursion eingeladen, bei Interesse wird um Mitteilung per * E-Mail an den Vorstand des BBA gebeten.

62. Antiquariatsmesse Stuttgart

Der Verband Deutscher Antiquare lädt herzlich zur Antiquariatsmesse Stuttgart ein.

Über 60 Antiquariate und Galerien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Belgien, Ungarn, Frankreich, Italien, Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien und den USA präsentieren wertvolle und bibliophile Bücher, Handschriften, Graphiken, Autographen und illustrierte Werke in zentraler Lage am Stuttgarter Schlossplatz. Die Messe ist das Branchentreffen des Antiquariats- und Graphikhandels in Deutschland und ein jährliches Highlight für Buch- und Kunstliebhaber. Seit dem Gründungsjahr 1962 kontinuierlich in Stuttgart beheimatet, ist die Messe seit Jahrzehnten auch ein fester Bestandteil im Kulturkalender der Region.

24. - 26. Januar 2025
Württembergischen Kunstverein

Montag, 6. Januar 2025

Klemke Illustrationen aus fünf Jahrzehnten „Das Magazin“

Eine Ausstellung im Krankenhaus Märkisch-Oderland zeigt Titel der DDR-Zeitschrift „Das Magazin“ aus fünf Jahrzehnten. 
Werner Klemke, u.a. Gründungsmitglied der bibliophilen Gesellschaft im Kulturbund der DDR, der Pirckheimer-Gesellschaft, illustrierte über 400 Ausgaben dieser Zeitschrift und war Buchgestalter und Typograf für über 800 Bücher. Außerdem gestaltete er Bühnenbilder, Fernsehgrafiken, Briefmarken, Postkarten und Streichholzschachteln. Seine Illustrationen in den Kinderbüchern „Bootsmann auf der Scholle“, „Hirsch Heinrich“ oder „Die Schwalben Christine“ kannten in der DDR jedes Kind und auch heute noch sind seine Zeichnungen nicht vergessen. Denn neben den Kinderbüchern werden auch die Bilder dazu immer wieder neu aufgelegt.
Zur Eröffnung werden Werner Klemkes Kinder Christian und Christine den Nachmittag gestalten. Besucher haben die Möglichkeit Bücher mit Klemke Illustrationen zu erwerben und – als besonderes Highlight – sich den Klemke Kater zeichnen zu lassen. Die Kreismusikschule Märkisch-Oderland sorgt für die musikalische Untermalung.

Vernissage: 14. Januar 2025, 17 Uhr

Krankenhaus Märkisch-Oderland
Prötzeler Chaussee 5, 15344 Strausberg

Sonntag, 5. Januar 2025

DEG-Anzeige im Büchergilde-Magazin 1/25

Treffen für Buchliebhaber

Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft lädt ein zu einem „Treffen für Buchliebhaber“ am Donnerstag, dem 15. Jänner in die „Bibliothek“ des Café Museum in Wien ein.
Die Mitglieder werden interessante Stücke aus Ihren Sammlungen zum „Vorzeigen“ mitbringen. Zudem wird das Mitglied der Wiener Bibliophilen, Frau MMag. Ilse Mühlbacher, einen Kurzvortrag zum Thema „Buntpapier, ein wenig beachteter Teil der Einbandforschung“ halten.

15. Januar 2025, 18 Uhr

„Bibliothek“ des Café Museum
Wien I, Operngasse 7

Samstag, 4. Januar 2025

Mit dem Auge und dem Herzen

Im Rahmen der Ausstellung in Cottbus „Mit dem Auge und dem Herzen. Conrad Felixmüller“ aus der Sammlung des Pirckheimers Hans-Jürgen Wilke, lädt das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst zum Vortrag "Zum Drucken mit Conrad Felixmüller" ein.
Jürgen Wilke (3. v. lks.) Mit Pirckheimern im BMLK
Hans-Jürgen Wilke ist der letzte Drucker Conrad Felixmüllers (1897–1977) und wird an dem Tag im Gespräch mit Caroline Kühne von seiner Zusammenarbeit mit dem großen Künstler der Moderne, der ein Meister des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit war, berichten.
Die Ausstellung legt den Fokus auf Felixmüllers grafisches Werk aus der Sammlung Wilkes; die Sammlung umfasst sowohl druckgrafische Blätter aus allen Schaffensdekaden als auch originale Druckstöcke und Ausgaben linker Zeitschriften, die Felixmüller über mehrere Jahre mit Bildbeiträgen versorgte.

Ausstellung: 9. November 2024 - 2. Februar 2025
Vortrag: 5. Januar 2025, 14.30 Uhr
Matinee-Führung: 28. Januar 2025, 11 Uhr

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst
Cottbus, Am Amtsteich 15

P.F. 2025 von Karl Kretschmer

Weihnachtskarte 2024 von Karl Kretschmer, Verein für die Schwarze Kunst.

Freitag, 3. Januar 2025

>Marginalien... #255

Laut einer Pressemitteilung der Pirckheimer-Gesellschaft ist am 30. Dezember, also noch pünktlich im alten Jahr, das 4. Heft der Marginalien, Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst, erschienen Die meisten Pirckheimer-bekamen die Zeitschrift sogar bereits vor Weihnachten, andere haben das Heft auch nach Beginn des neuen Jahres noch nicht erhalten.
Im aktuelen Heft schreibt u.a. Peter Engel über Die Graphischen Bücher Kurt Wolffs und zeigt, dass dessen Verlag seit jeher auch ein bibliophiler war. Matthias Wehry führt mit Teil vier von Lug und Betrug im Buch das Alphabet der Hinterlist fort. Jens-Fietje Dwars porträtiert in der Rubrik Zu Besuch im Atelier den renommierten Weimarer Künstler Walter Sachs, der zugleich die grafische Beilage für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, den Holzschnitt Karnickel und Schlange, beitrug.

P.F. 2025 von Marc Berger

C Новым годом!
A Happy New Year!
Felice Anno Nuovo!
Ein glückliches neues Jahr!

Marc Berger, Edition Schwarzdruck
Mauerstr, 42 + 16776 Gransee

Donnerstag, 2. Januar 2025

P.F. 2025 von Matthias Gubig

friedlich mögen
sich vergleichen
die Ausruf- und
die Fragezeichen

Gesundheit, Glück und gute Gespräche 
wünscht für das Jahr 2025
Matthias Gubig

PF der DEG von Mariana Myroshnychenko

Hauptmotiv der Neujahrsgrafik 2025 der DEG ist das oberschwäbische Memmingen (Freie Reichsstadt von 1286–1803), der Austragungsort der DEG-Jahrestagung 2025. Hier wurden 1525 von Bauern die „12 Artikel von Memmingen“ verfasst, die (nach der Magna Charta von 1215) als eine der frühesten schriftlich niedergelegten Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten in Europa gelten. 2025 begeht Memmingen das Jubiläumsjahr „500 Jahre Zwölf Artikel“.
Die Idee zur PF-Grafik stammt von der ukrainischen Künstlerin Mariana Myroshnychenko, DEG-Mitglied und Teilnehmerin an der Ausstellung „Day after Day“, die, initiiert und kuratiert von Utz Benkel und Marie Plyatsko, seit Mai 2023 in verschiedenen Städten Deutschlands und der Ukraine gezeigt wurde. Die Ausstellung vermittelt die Situation ukrainischer KünstlerInnen seit dem 24. Februar 2022 – auf bewegende Weise visualisieren die KünstlerInnen ihre Gefühle und Emotionen, Sorgen und Ängste, Wünsche und Hoffnungen.

Das Gedenken an die vor fünf Jahrhunderten mitten im Deutschen Bauernkrieg, in dem etwa 70.000 Bauern ihr Leben verloren, niedergeschriebenen „12 Artikel von Memmingen“ möge dazu dienen, auch der heutigen Kriegsopfer weltweit zu gedenken und alles dafür zu tun, um Menschen- und Freiheitsrechte zu achten und zu verteidigen.
Das DEG-PF hat die Künstlerin im Übrigen bewusst so gestaltet, dass es sich mehrfach nutzen lässt, nämlich durch den Austausch der Zeile „PF 2025“ zu „Exlibris“ und des Begriffs „Deutsche Exlibris-Gesellschaft e. V.“ zu einem Namen oder zu einer Leerstelle. Es kann also in ein Bücherzeichen oder ein Universalexlibris „umgewandelt“ werden – was u. a. während Druckvorführungen auf der DEG-Tagung ermöglicht werden wird.

(Dr. Henry Tauber)

Mittwoch, 1. Januar 2025

P.F. 2025 von Brigitte Neustäbler

Frieden für das kommende Jahr und den Entscheidungsträgern dieser Welt, ein großes Maß an Weisheit.
Brigitte Neustäbler, Holzschnitt in limitierter Auflage, 2024

Bibliophiles des Monats: pandarei

Das Bibliophile des Monats zum Jahresbeginn wurde vor gerade einmal 9 Monaten von Hendrik Liersch in der CORVINUS PRESSE herausgegeben. Es handelt sich um das Künstlerbuch von Petrus Akkordeon mit dem Titel „pandarei“.
Der Autor und bildender Künstler Petrus Akkordeon, der bereits mit Autorinnen, so Mikael Vogel, Sophie Reyer, Monika Rinck und Jan Kuhlbrodt zusammen arbeitete, absolvierte nach anfänglichen Versuchen in Philosophie, Psychologie und Religionswissenschaften ein Studium der Kunst und arbeitet als Altenpfleger. Seine Bücher, sowohl von als auch mit ihm, wurden in vielen Verlagen veröffentlicht.

Der Titel „pandarei“, der in einer Auflage von 100 nummerierten und signierten Exemplaren in japanischer Bindung erschien, enthält auf 24 Seiten neben Texten von Petrus Akkordeon mit „Panda-Poesie“ 3 signierte Linolschnitte des Autors, zwei davon zweifarbig.

kritik an gott 
ich meine giraffen 
hätte ich anders gemacht 
auch die öffnungszeiten 
im zoo 
die giraffen z.b. 
da stimmt ausser dem muster 
gar nichts 
ziemlich schön sind giraffen 
ich wollte noch pandabären 
zeichnen 
der löwe 
sah schon so gezeichnet aus 
und den tapir fotografierte ich lieber 
dann sah mich 
der bambusbär an 
er sasz da 
und war verdammt 
noch mal 
der beste bär 
der jemals menschen betrachtete 

Petrus Akkordeon